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Nach der Saison ist vor der Saison

Artikel vom 26.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 13626, Kommentare: 0

ASV Nendingen bereitet die Saison 2014/2015 vor

Noch sind das Finale in der Helios-Arena und die Meisterfeier bei allen Beteiligten in lebendiger Erinnerung. Und doch laufen beim ASV Nendingen die Planungen für die im September 2014 beginnende Mannschaftsrunde schon auf Hochtouren. Dabei wird man sich auch wieder auf einige Änderungen einstellen müssen.

Im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme in das Programm der Olympischen Spiele mussten vom internationalen Ringerverband bekanntlich die Gewichtsklassen reduziert und modifiziert werden. Das hatte auch Auswirkungen auf die Mannschaftskämpfe der Ringerbundesliga, für die nun folgende Klasseneinteilung gilt: 57 kg – 61 kg – 66 kg – 75 kg - 86 kg - 98 kg und 130 kg. Wie bisher werden die drei mittleren Gewichtsklassen (66, 75, 86 kg) doppelt besetzt, so dass weiter zehn Kämpfe in wechselnder Stilartfolge ausgetragen werden.

Auch die Punktebewertung bei Mannschaftskämpfen wird in der kommenden Saison etwas anders sein. Wie bisher wird es 4:0 Punkte geben für einen Schultersieg oder eine Disqualifikation oder Übergewicht. Für einen technisch überhöhten Sieg ist für einen „Vierer“ aber nun eine Differenz von 15 Punkten notwendig, statt bisher nur 11.

Bei einer Differenz von 8 – 14 Punkten gibt es nun 3:0 Punkte für die Mannschaft. Ein Sieg mit 3 – 7 Punkten Differenz wird mit 2:0 gewertet und ein Sieg mit 1 -2 Punkten oder bei Punktegleichstand bringt für die Mannschaft 1:0 Punkte. Die bisherigen Mannschaftspunkte von 2:1 oder 3:1 entfallen also nun.

Bei der Kaderplanung für die neue Saison muss sich der ASV also auf die modifizierte Einteilung der Gewichtsklassen einstellen und genauso auf die nun generell geltende Quote von mindestens fünf deutschen Ringern. Der besondere Status eines U-23-Ringers entfällt also künftig.

Beim ASV Nendingen geht man davon aus, dass im Wesentlichen der Stammkader erhalten bleibt. Schon jetzt sind beispielsweise folgende Verträge unter Dach und Fach. Samet Dülger, der Matchwinner des Finales, wird nun auch im dritten Jahr für den ASV im Freistil der Klasse bis 66 oder 75 kg auf die Matte gehen. Stammringer in der Klasse bis 75 kg Freistil bleibt Saba Khubezhty, der in der letzten Saison alle seine Kämpfe gewinnen konnte. Auch Nenad Zugaj ist in der Klasse bis 86 kg Greco für den ASV als starker Ringer und als Sympathieträger praktisch unverzichtbar geworden. Und der 17-jährige Louis Stumpe wird als großes Talent weiterhin in der Klasse bis 75 kg Greco allmählich zu einem Stammringer aufgebaut werden.

Weitere Vertragsverhandlungen, auch mit einigen Neuzugängen, stehen kurz vor einem Abschluss. Den ASV verlassen werden Achmed Dudarov und Ergün Aydin, die ja in der letzten Saison nicht zum Kern der ersten Mannschaft gehörten. Achmed Dudarov erhielt ein tolles Angebot des SVG Weingarten, wo sein Heimtrainer Waldemar Galwas als Co-Trainer fungiert. Und Ergün Aydin kehrt nach einer durch Verletzungspech verkorksten Saison mit nur fünf Einsätzen zum SV Hallbergmoos zurück.

ASV - Meisterfeier

Artikel vom 17.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 14275, Kommentare: 0

Ein Dorf und eine Stadt feiert die Meisterringer des ASV Nendingen

Nachdem am Sonntagnachmittag schon rund 250 Ringsportfreunde ihre Meistermannschaft am Dorfeingang von Nendingen empfangen hatten, versammelten sich über 400 Fans in der Nendinger Donauhalle zu einer Meisterfeier. Dabei spielte die aus Nendingen stammende Band „Los Talismanos“ zur Einleitung ihren eigens für diesen Anlass komponierten Song „Hier kommt der ASV Nendingen“.

Ortsvorsteher Hans-Dieter Schwarz bat zunächst die ASV-Supporters auf die Bühne, um ihnen für ihre tolle Unterstützung der Ringer zu danken. Und dann war es Zeit für den Auftritt der Hauptakteure. Das Trainergespann Volker Hirt und Marc Buschle erinnerte an den Beginn seiner Tätigkeit beim ASV 2006 und sie blickten mit großem Stolz auf den steilen Aufschwung bis hin zum Traumziel der Meisterschaft.
 
Jeder einzelne Bundesligaringer konnte sich dann auf der Bühne von den Fans mit einem speziellen Sprechchor feiern lassen. Und einer von ihnen, Saba Khubezhty, drückte dann im Namen aller Ringer seine Freude, vor allem aber auch den Dank an Verein, Fans und Sponsoren aus.
 
Oberbürgermeister Michael Beck nahm die Ehrung der Meisterringer des ASV Nendingen vor, den er als „den FC Bayern München der Ringer“ bezeichnete. Bevor sich die Ringer ins Goldene Buch der Stadt Tuttlingen eintrugen, blickte er nochmals auf die Tradition der Ringerhochburg Nendingen zurück und identifizierte sich stolz mit dem erfolgreichen Verein: „Heute sind wir alle Nendinger.“
 
Landrat Stefan Bär kam direkt vom Narrentreffen und konstatierte: „Hier ist die Stimmung ja noch besser als in Dürbheim.“ Er ist überzeugt, dass nun die ganze Region hinter dem ASV Nendingen steht und natürlich vor allem der Landkreis Tuttlingen „mächtig stolz“ auf diesen Ringerverein ist. Als passendes Geschenk für die zukünftige Trainingsarbeit präsentierte er eine neue Ringerpuppe.
 
Nachdem auch einige der zahlreichen Helfer des ASV auf die Bühne gebeten worden waren, drückte Finanzvorstand Rolf Maier den Dank an die Sponsoren aus, deren Unterstützung für den Spitzensport unabdingbar sei. Besonders die Hirschbrauerei als einen der Hauptsponsoren nannte er als eine der Stützen des Vereins.
 
Edwin Hamma als für die Mitgliederbetreuung zuständiges Vorstandsmitglied benutzte diese Meisterfeier für die Werbung neuer Mitglieder. Und im Laufe dieser Veranstaltung wurde tatsächlich mit 43 neuen Mitgliedern die Grenze von 500 Mitgliedern deutlich überschritten. Eine weitere Stufe auf dem Weg zum mitgliederstärksten Ringerverein in Deutschland. Unter den neuen Mitgliedern wurden drei Reisegutscheine der Firma Hutter ausgelost. Die glücklichen Gewinner waren Matthias Reichle (Nendingen), Rainer Honer (Tuttlingen) und Ellen Seifritz (Mühlheim).

 

Mattensplitter 06/2014

Artikel vom 17.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 14111, Kommentare: 0

DM-Finale: Gewinner ist der ASV und der Ringsport überhaupt

Wohl keiner der über 6 000 Zuschauer beim DM-Finale in der Schwenninger Helios-Arena wird diesen Samstagabend so schnell vergessen. Da hat eigentlich alles gestimmt: Kulisse, Stimmung, Spannung, sportliche Leistung und für den ASV Nendingen am Schluss eben auch noch das nötige Quäntchen Glück. Und bei aller Freude über den Meistertitel des ASV bleibt festzuhalten, dass außer dem ASV an diesem Abend auch der Ringsport an sich ein großer Gewinner war.

Man erinnert sich ja noch an die Diskussionen um den Verbleib des Ringens als olympische Sportart. In diesem Finalkampf wurde nun alles demonstriert, was diesen Sport auszeichnen kann und welche Emotionen er auslösen kann. Mit Sicherheit war in der Helios-Arena eine große Anzahl von Zuschauern, die zum ersten Mal überhaupt bei einem Ringkampf dabei waren. Und die meisten von ihnen werden wohl bei Gelegenheit wieder mal beim Ringen vorbeischauen. Stellvertretend sei ein 16-jähriger Handballspieler genannt, der auch schon öfters gerne beim Eishockey in der Arena war. „Dieser Kampf am Samstag hat alles übertroffen, was ich da bisher erlebt habe.“

Und der Erfolg dieses grandiosen Ringsportereignisses war vor allem für die rund 130 ehrenamtlichen Helfer, die sich seit Wochen mit enormem Engagement für ihren ASV eingesetzt haben, eine wahre Genugtuung und ideelle Entschädigung. Man möchte sich gar nicht vorstellen, welche Enttäuschung und welche Frustration eine hauchdünne und unglückliche Niederlage ausgelöst haben könnte.

Umso mehr Verständnis muss man für die Enttäuschung der Ringer und Fans des SVG Weingarten haben. Die meisten von ihnen aber zeigten sich als faire Verlierer, die aber auch darauf stolz sein können, einen großen Beitrag zur Faszination dieses Ringerfestes geleistet zu haben. Doch es bleibt ihnen die Gewissheit, selber schon zweimal den Titel gewonnen zu haben. Und das ist ein Ziel, das der ASV Nendingen sich schon jetzt für die nächste Saison setzen kann.

Ganz begeistert vom Flair dieses Ringerabends war auch der ehemalige ZDF-Sportmoderator Klaus Angermann, der als Gast von Hans-Peter Bihlmayer in der Helios-Arena dabei war. Nach seiner Meinung war das wohl die eindrucksvollste Ringerveranstaltung, die er in seiner langen Karriere als Sportjournalist erlebt hat. Und auch den Vergleich mit dem legendären Finale des KSV Aalen vor 30 Jahren in der Stuttgarter Schleyer-Halle müsse dieser Kampf in der Arena nicht scheuen. Mit Sportmasseur „Swinny“ Gfröhrer hatte Klaus Angermann auch schnell einen guten Bekannten aus früheren sportlichen Großveranstaltungen entdeckt.

Das ganze Umfeld dieses großen Erfolges des ASV ist auch ein tolles Beispiel für das Gemeinschaftsgefühl in einem Dorf. Nicht nur die Vereinsmitglieder des ASV engagierten sich leidenschaftlich sondern das ganze Dorf. Beispiele gefällig? Die Nendinger Musikkapelle leistete wie schon in den beiden Endrundenkämpfen zuvor ihren musikalischen Beitrag. Der Männergesangverein übernahm bei der Meisterfeier am Sonntag die Bewirtung. Der VfL stimmte ohne Zögern zu, dass trotz ihres großen Hallenturniers in den Donauhallen der ASV die Mehrzweckhalle benützen konnte. Und dort hatte auch die Nendinger Band „Los Talismanos“ ihren umjubelten Auftritt, bevor am frühen Abend auch noch der Narrenverein mit der Musikkapelle nach der Rückkehr vom Narrentreffen einen Abstecher zur ASV-Feier machte. Und selbst aus der Kernstadt kam lautstarke Unterstützung mit der „Duddler-Musigg“, die in der Helios-Arena für Stimmung sorgte.

 

ASV Nendingen ist DMM

Artikel vom 16.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 4615, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen ist Deutscher Meister !!!

Mit dem knappsten aller denkbaren Ergebnisse hat sich der ASV Nendingen am Samstag erstmals den deutschen Meistertitel gesichert. Der ASV unterlag zwar im zweiten Finalkampf gegen den SV Germania Weingarten mit 14:16. In der Addition beider Kämpfe stand es damit 32:32. Nun musste die höhere Zahl der Einzelsiege aus beiden Begegnungen entscheiden. Und hier lagen die Nendinger nach ihren sechs Siegen auswärts und fünf Siegen daheim mit 11:9 knapp vorne.
Man soll mit Superlativen ja eigentlich sparsam umgehen. Doch dieser Ringerabend in der Schwenninger Helios-Arena war einfach sensationell und übertraf wohl alle ohnehin hoch gespannten Erwartungen. Da war einmal ein fast ausverkauftes Haus mit 6 100 Zuschauern, einer Zahl die in den letzten 20 Jahren in Deutschland bei den Ringern nie erreicht wurde. Und dieses Publikum sorgte für eine Stimmung, die wohl bei vielen in der Arena zeitweise wahres Gänsehautgefühl entstehen ließ.
Und dann sorgten die Ringer beider Mannschaften mit ihrem leidenschaftlichen Einsatz und technischen Können für Ringsport auf absolutem Weltklasseniveau. Dazu kam dann aber auch noch ein Kampfverlauf mit einem Spannungsbogen, wie ihn Alfred Hitchcock auch in seinen besten Filmen nicht hätte übertreffen können. Mehrfach schien der Kampfverlauf auf die eine oder andere Seite zu kippen, ehe dann der nächste Kampf der Begegnung doch wieder eine neue Wendung zu geben schien.
Und so wurde dieses Ringen um die Meisterschaft buchstäblich im letzten Kampf in der letzten Sekunde entschieden. Nach einer Wertung kurz vor Ablauf der sechs Minuten wurde von den Gästen der Videobeweis angefordert. Und erst mit der Ablehnung dieses Protestes standen der Ausgang dieses Kampfes und damit die denkbar knappe Entscheidung über die Meisterschaft fest.
Vielleicht war an diesem Abend das entscheidend, was ASV-Trainer Volker Hirt in dieser Saison immer wieder betont hat: „Wir sind als Mannschaft zu einer verschworenen Einheit zusammengeschweißt und das kann am Ende entscheidend sein.“ Und in der Tat hatte man in diesem Finale den Eindruck, dass hier einer für den anderen kämpfte. Eine scheinbare Schwäche des einen wurde sofort von einem anderen durch eine unerwartete Steigerung ausgebügelt.
Deswegen darf man auch keinen Einzelnen aus diesem hoch motivierten und engagiert kämpfenden Meisterteam herausheben. Dennoch muss festgestellt werden, dass die überragenden Siege von Florin Gavrila und von Samet Dülger an diesem Abend die Grundlage für den Meisterschaftserfolg gelegt haben. Und noch eines muss herausgehoben werden: Am Samstag war mit Peter Öhler nur einer der acht Neuzugänge des ASV dieser Saison auf der Matte. Alle anderen Ringer bilden schon seit Jahren den Kern dieser Meistermannschaft.
Beide Trainer hatten im Aufstellungspoker die gleiche Karte gezogen. Sie verzichteten mit Roman Amoyan (ASV) und Ariz Khalilov (SVG) auf ihre stärksten Ringer der Klasse bis 55 kg G, um so mit Saba Khubezhty (ASV 74 kg F) und Bekhan Kurkiev (84 kg F) zwei andere Nicht-EU-Ringer einsetzen zu können. Die beiden letzteren kamen dann auch zu den jeweils erhofften Siegen. In der Klasse bis 55 kg G setzte sich dann aber in einem höchst dramatischen Kampf Florin Gavrila für Nendingen sogar mit einem völlig unerwarteten und letztlich für den ASV entscheidenden Vier-Punkte-Sieg durch.
Der Ringer-Krimi im Zeitraffer
Im ersten Kampf schienen nach zwei Minuten schon alle Träume des ASV Nendingen zu platzen. Florin Gavrila (55 kg G) lag nach kurzer Zeit nach einem Blitzstart von Alexander Chirtoaca mit 0:6 Punkten im Rückstand. Dann erst kam er besser in den Kampf und konnte zur Pause auf 2:6 verkürzen. Nun aber marschierte nur noch der Nendinger Co-Trainer, der den Gast immer mehr in die Defensive drängte. Zwei Mal kam er mit Aushebern zu Dreier-Wertungen und machte aus dem Rückstand eine 10:6 Führung. Der Gast konnte sich als gelernter Freistilringer mehrfach nur mit regelwidriger Beinabwehr helfen und musste nach der dritten Verwarnung disqualifiziert werden. Dieser sensationelle Sieg von „Kempes“ löste im ASV-Lager natürlich grenzenlosen Jubel aus.
Nicolai Ceban (120 kg F) konnte gegen den 24 kg schwereren Soslan Gagloev eigentlich nur auf Schadensbegrenzung aus sein. Der Slowake blockierte alle Angriffsversuche des Nendingers ab und kam seinerseits immer wieder mit seinen Beinangriffen zum einkalkulierten Sieg mit 3:0 Mannschaftspunkten.
Ein wichtiger Schlüsselkampf stand nun in der Klasse bis 60 kg F an. Ghenadie Tulbea hatte gegen Marcel Ewald zuletzt hauchdünn verloren. Beide Ringer kennen sich aus vielen Begegnungen und neutralisierten sich so in einem stets spannenden Kampf weitgehend. Den Ausschlag für den für den ASV so wichtigen 2:1 Erfolg des Nendingers gaben seine stärkere Aktivität und sein unbändiger Siegeswille.
Genauso hart umkämpft war die Begegnung zwischen Peter Öhler (96 kg G) und Ramsin Azizsir. Der hatte in der Saison dem Nendinger seine einzige Niederlage beigebracht und erwies sich auch diesmal als ganz unbequemer Gegner. In der 5. Minute kam der SVG-Ringer durch eine Verwarnung Öhlers zur Führung mit 1:0. In der Schlussphase wertete das Kampfgericht einen Angriff Öhlers mit jeweils 2 Punkten zum Stand von 2:3. Der vom ASV angeforderte Videobeweis führte zu einer Streichung beider Wertungen mit der Folge, dass nun allerdings der knappe Sieg des Gastes zu 0:2 statt 1:2 Mannschaftspunkten führte.
Damit stand es 6:6 vor dem schweren Kampf von Benjamin Raiser (66 kg G) gegen Ion Panait, einem absoluten Trumpf-Ass des SVG. So sehr sich „Benj“ mit aller Unterstützung der Zuschauer auch mühte, kurz vor Ablauf der sechs Minuten hatte Panait mit 13:0 die Punkte zum Vier-Punkte-Erfolg gesammelt. Trotz des Standes von 6:10 zur Pause waren dennoch die ASV-Hoffnungen noch nicht erloschen, denn man rechnete mit drei Siegen aus den letzten fünf Kämpfen.
Den ersten davon erhoffte man sich vom bisher ungeschlagenen Piotr Ianulov (84 kg F), der aber schon in Weingarten mit Bekhan Kurkiev große Mühe hatte. In einem hochklassigen Freistilkampf schien sich der Nendinger beim Stand von 2:2 mit einem Beinangriff durchzusetzen, als der Gast am Mattenrand aber blitzschnell konterte und mit einer vorentscheidenden Zweier-Wertung in Führung ging. Ianulov kam zwar mit unermüdlichem Einsatz mit zwei Einsern zum 4:4 Gleichstand. Doch die höhere Wertung entschied zum Sieg der Gäste mit 1:2. War das die von den SVG-Fans bejubelte Wende?
Samet Dülger (66 kg F) hatte im Hinkampf mit 0:7 gegen Anatoli Guidea verloren. Ein ähnliches Ergebnis hätte die Gäste mit 7:15 praktisch uneinholbar in Führung gebracht. Was nun aber geschah, lässt sich aus ASV-Sicht nur mit dem Wort „Wahnsinn“ beschreiben. Samet Dülger legte gegen den verdutzten Gast los wie die Feuerwehr und lag nach zwei Minuten unter dem ohrenbetäubenden Jubel der ASV-Fans sensationell mit 7:0 in Führung. Das war viel, aber war es auch genug? Denn nun begann die Aufholjagd des Gastes, der bis dahin noch nie gegen einen deutschen Ringer verloren hatte. Sechs Punkte holte er auf, aber der Nendinger rettete mit letzter Kraft das 7:6 und ließ mit diesem überragenden Erfolg die Nendinger beim Stand von 9:13 noch hoffen.
Nenad Zugaj (84 kg G) konnte nun mit einem Sieg gegen den gefährlichen Ilian Georgiev den ASV noch näher heranbringen. Und das gelang ihm auch in einem verbissenen Kampf, in dem ihm in der 4. Minute mit einem Take-Down die entscheidende Wertung zum 2:0 Sieg und damit zum Stand von 11:13 gelang.
Der nächste Schlüsselkampf stand nun in der Klasse bis 74 kg G an, wo Volker Hirt überraschend  statt Frank Stäbler diesmal Eduard Kratz aufbot, der im Kampf in der Mühlauhalle im September Adam Juretzko knapp besiegen konnte. Im letzten Kampf seiner Karriere auf der Matte gab „Edi“ wie gewohnt alles. Aber der in dieser Saison überragend auftretende Weingartener „Commander“ kam in einem Kampf auf Augenhöhe einmal mit einem halb geglückten Armzug zu einem Einser, der ihm den knappen Sieg mit 2:0 brachte.
Beim Stand von 11:15 musste der Kampf von Saba Khubezhty (74 kg F) gegen Georg Harth die Entscheidung bringen. Die Nendinger Hoffnungen auf einen deutlichen Punktsieg schienen in Erfüllung zu gehen, als der ASV-Ringer zur Pause mit 5:0 in Führung ging. Diese Führung baute er dann sogar auf 6:0 aus. Mit einer Zweier-Wertung hätte der nie aufgebende SVG-Ringer aber seiner Mannschaft mit einer Niederlage mit 1:2 Mannschaftspunkten den Titel doch noch sichern können. Wenige Sekunden vor Schluss glückte ihm tatsächlich eine Aktion, die die Kampfrichter aber nur mit einer Eins bewerteten.
Da stürmten die Nendinger schon siegessicher auf die Matte, als die Gäste aber durch einen Videobeweis doch noch auf eine für sie entscheidende Zweierwertung hofften. Doch dieser Protest wurde abgelehnt und nun gab es für die Ringer und Trainer des ASV kein Halten mehr. Der Rest war Jubeln, Tanzen, Triumphieren. Der Titel gehört den Nendingern. Der Respekt und die Anerkennung gelten aber auch dem SVG Weingarten, der seinen Anteil zu einem begeisternden und unvergesslichen Ringerspektakel geleistet hat.
 
Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55kg G: Florin Gavrila – Alexander Chirtoaca 4:0 (DQ bei 10:6). - 120 kg F: Nicolai Ceban – Soslan Gagloev 0:3 (PS 0:8). - 60 kg F: Ghenadie Tulbea – Marcel Ewald 2:1 (PS 2:1).- 96 kg G: Peter Öhler – Ramsin Azizsir 0:2 (PS 0:1). - 66 kg G: Benjamin Raiser - Ion Panait 0:4 (TÜ 0:13). - 84 kg F: Piotr Ianulov – Bekhan Kurkiev 1:2 (PS 4:4). - 66 kg F: Samet Dülger – Anatoli Guidea 2:1 (PS 7:6). - 84 kg G: Nenad Zugaj – Ilian Georgiev 2:0 (PS 2:0). - 74 kg G: Eduard Kratz - Adam Juretzko 0:2 (PS 0:1). - 74 kg F: Saba Khubezhty – Georg Harth 3:1 (PS 7:1). Endstand: 14:16- Gesamtstand beider Kämpfe 32:32. Nendingen siegt wegen der höheren Zahl der Einzelsiege (11:9).

 

Vorbericht zum Final-Rückkampf

Artikel vom 16.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 5082, Kommentare: 0

Gelingt dem ASV Nendingen der große Wurf?

Am Samstag kommt es in der Helios-Arena in Schwenningen zum großen Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen. Nachdem der ASV Nendingen am vorigen Samstag beim SV Germania Weingarten mit 18:16 gesiegt hat, muss nun der Heimkampf die Entscheidung um den Titel bringen.

Unabhängig davon, wie dieser Finalkampf am Samstag ausgehen wird, der ASV Nendingen ist eigentlich auf jeden Fall ein Gewinner. Er steht erstmals im Finale um die deutsche Meisterschaft. Er hat in dieser Saison von 19 Kämpfen 18 gewonnen. Er hat im Halbfinale mit dem ASV Mainz 88 den deutschen Meister von 2012/13 ausgeschaltet. Er hat im ersten Finalkampf beim SVG Weingarten, dem deutschen Meister von 2011/12, gewonnen. Und nun hat er auch eine reelle Chance, sogar auf Anhieb den Meistertitel zu gewinnen.

Nicht nur der ASV sondern die ganze Region wäre dann ein großer Gewinner. Aber falls es diesmal noch nicht gelingen sollte, dann ist das kein Weltuntergang. Das heißt aber nicht, dass man beim ASV mit diesem Szenario rechnet. Trainer Volker Hirt ist absolut optimistisch: „Wir wollen gewinnen und wir werden gewinnen. Diese Riesenchance wollen wir uns nicht entgehen lassen.“

Aber auch er ist bei allem Optimismus Realist genug, um zu wissen, dass der ASV sich am Samstag gegen den SV Germania Weingarten enorm ins Zeug legen muss, um diese Aufgabe zu meistern. Zwar hat man nach dem Sieg im ersten Kampf ein Polster von zwei Punkten, aber die Geschichte der letzten Finalkämpfe zeigt, dass das noch nichts bedeutet.

Im Jahr 2012 verlor Weingarten zu Hause mit 18:21 und siegte dann beim KSV Köllerbach im Rückkampf mit 24:12. Und 2013 musste Mainz nach einem Heimsieg mit 22:14 froh sein, beim KSV Köllerbach nur 15:22 zu unterliegen und damit gerade noch einen Punkt Vorsprung zu retten. So schnell kann sogar ein klarer Vorsprung schmelzen.

Der ASV Nendingen setzt in der Helios-Arena auf die Moral seiner Ringer und auf die gewaltige Unterstützung durch sein tolles Publikum. Und man kann sich schon heute vorstellen, welche Woge der Begeisterung die Arena durchfluten wird, sollte die Meisterschaft gelingen. Man rechnet beim ASV mit einem gut gefüllten Stadion mit über 5 000 Zuschauern, einer Zahl die beim Ringen in Deutschland in den letzten Jahren nicht mehr erreicht wurde.

Zwei Aspekte sind vielleicht für den Ausgang dieses Kampfes vorentscheidend. Das eine ist der Stilartwechsel in den beiden leichten und schweren Klassen, wobei der SVG hier mit Araz Kalilov (55 kg G), Marcel Ewald (60 kg F) und Soslan Gagloev (120 kg F) drei absolute Asse im Vergleich zum Hinkampf neu aufbieten kann. Und das andere ist die Frage der Positionierung des Nicht-EU-Ringers. Da jeweils nur einer eingesetzt werden kann, muss sich Volker Hirt beispielsweise entscheiden, ob er Roman Amoyan (55 kg G) oder Saba Khubezhty (74 kg F) einsetzt. Und die Germanen müssen wählen zwischen entweder Araz Khalilov (55 kg G) oder aber Bekhan Kurkiev (84 kg F).

Der Kampf in Bruchsal war schon dramatisch genug. Dieser alles entscheidende Rückkampf verspricht aber noch eine Steigerung, denn jetzt fällt die endgültige Entscheidung über den Titel. Sollte am Ende ein Punktegleichstand erreicht sein, zum Beispiel wenn der ASV mit 16:18 verliert, dann entscheidet zunächst die höhere Anzahl an Einzelsiegen. Sollte sich auch hier kein Unterschied ergeben, dann entscheidet die Anzahl der Vier-Punkte-Siege durch Schultersieg, Disqualifikation, Übergewicht oder letztlich die Zahl der technisch überhöhten Siege.

Bleibt zu hoffen, dass dem ASV solche Rechenexempel erspart bleiben und er seinen Vorsprung von zwei Punkten verteidigen kann. Dann könnte er erstmals in seiner Vereinsgeschichte den Meisterpokal erringen und damit im sechsten Jahr seiner Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga einen unglaublichen Aufschwung krönen

Das Kampfgericht

Den Männern in weiß wird natürlich wieder eine zentrale Rolle zukommen. Alle drei am Samstag eingesetzten Unparteiischen sind erfahrene Kampfrichter und waren schon in der Helios-Arena gegen Mainz oder Luckenwalde im Einsatz. Mattenleiter ist Uwe Steuler (Saarland), Mattenpräsident Karl-Peter Schmitt (Hessen) und Punktrichter Claudio Bibbo (Südbaden).

Der zeitliche Ablauf

17:00 Uhr Hallenöffnung und musikalische Einlagen

18:45 öffentliches Wiegen

19.20 Uhr Vorstellung der Mannschaften

und Nationalhymne mit der Nendinger Musikkapelle und dem aus Nendingen stammenden Künstler Gordon November.

19.30 Uhr Beginn der Kämpfe

Nach dem Kampf wird in der oberen Etage der Arena noch Party gefeiert

Das Aufbauteam

Die Aufbauteams des ASV treffen sich am Freitag, um 19.30 Uhr und am Samstag um 7.30 Uhr jeweils am Ringerlokal zur Abfahrt nach Schwenningen.

Kartenreservierungen

Reservierte Karten, die an der Kasse hinterlegt sind, können bis 18:30 Uhr dort abgeholt werden. Danach gelangen sie in den freien Verkauf

Parken

Außer auf den Parkplätzen zwischen der Helios-Arena und dem Gustav-Strohm-Stadion kann auch auf dem Messegelände geparkt werden.

Ringerzüge

Wer sich die Parkplatzsuche ersparen will, kann natürlich auch wieder bequem und kostenlos mit einem der beiden Ringerzüge anreisen. Abfahrt ist in Fridingen um 16:53 und 17:09 Uhr. Zusteigmöglichkeiten sind in Mühlheim, Stetten, Nendingen (17:01 und 17:17 Uhr), Tuttlingen-Nord, Tuttlingen-Zentrum und Tuttlingen-Hauptbahnhof (17:11 und 17:24 Uhr).

Ankunft an der Arena ist um 17:52 beziehungsweise 18:03 Uhr. Die Rückfahrtzeiten werden dann in der Arena bekanntgegeben.

Ehrengäste

Die Liste der Ehrengäste aus Politik und Sport ist lang und wird angeführt vom Landtagspräsidenten Guido Wolf, dem früheren Landrat des Kreises Tuttlingen.

Fernsehteams

Zwei Fernsehteams werden vor Ort sein. Regio TV wird wieder am Sonntag, 16. Februar, ab 18:00 Uhr und ab 22:30 Uhr einen 30-minütigen Sonderbericht senden. Und das 3. Fernsehprogramm des SWR wird am Sonntag ab 22:05 Uhr im Rahmen von „Sport im Dritten“ nach den Bundesligaspielen des VfB Stuttgart und SC Freiburg über das Ringerfinale des ASV Nendingen berichten.

Der ASV Nendingen feiert

Am Ende einer grandiosen Saison wird nun auf jeden Fall gefeiert. Unabhängig vom Ausgang des entscheidenden Finalkampfes am Samstag wird am Sonntag, 16. Februar, ab 16 Uhr in der Mehrzweckhalle der Nendinger Donauhallen eine Party steigen. Und vielleicht wird das ja sogar eine Meisterfeier. Aber auch wenn das nur eine Saisonabschlussfeier sein sollte, dann haben der ASV und seine Anhänger doch allen Grund zum Festen. Im Mittelpunkt wird eine Ehrung der Ringer durch die Stadt Tuttlingen stehen Alle Ringsportfreunde sind zu dieser Feier herzlich eingeladen. Hallenöffnung ist um 15 Uhr. Der Nendinger Männergesangverein hat freundlicherweise die Bewirtung übernommen.

Preis für 500. Mitglied

 

An diesem Wochenende wirbt der ASV Nendingen nochmals gezielt um neue Mitglieder, so dass vermutlich die Grenze von 500 Mitgliedern überschritten wird. Im Rahmen der Feier am Sonntag wird unter den neuen Mitgliedern ein ansehnlicher Preis ausgelost werden.

Mattensplitter 05/2014

Artikel vom 16.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 4665, Kommentare: 0

Hilft ein Trainer-Bart auch im Finalrückkampf?

In schwierigen Situationen klammern sich Menschen oft an abergläubische Rituale. In Sportlerkreisen ist der Spruch „wer rasiert, verliert“ so ein Motto, an das man sich im Streben nach einem Sieg gerne klammert. ASV-Trainer Volker Hirt hat sich in der Endrunde bisher erfolgreich an diese Maxime     gehalten und damit nun schon fünf Siege feiern können. Auch wenn sein Bart gewaltig kratzt, so möchte er ihn doch bis zum kommenden Samstag tragen, um ihn sich dann entweder als Deutscher Meister oder Vizemeister abrasieren zu lassen. Das könnte er am Sonntagnachmittag in der Nendinger Donauhalle über sich ergehen lassen,  und natürlich am liebsten dann, wenn die als Saisonabschlussfeier des ASV deklarierte Party als Meisterfeier gestaltet werden könnte.

Aber zuvor steht dem Trainerstab, den Ringern und Fans ein weiterer vermutlich nervenaufreibender Abend in der Helios-Arena ins Haus. Schon am vergangenen Samstag in Bruchsal mussten sie alle ein wahres Wechselbad der Gefühle durchmachen, das von Euphorie über aufkommende Resignation bis hin zu vorsichtigem Optimismus reichte. Und jedem fachkundigen Beobachter ist klar, dass der Rückkampf vermutlich genau so offen ist, wie die erste Begegnung. Wer sich jetzt schon als Meister fühlt, für den könnte die mögliche Enttäuschung brutal werden.

Zwei Punkte Vorsprung sind vielleicht als Anreiz für den Zuschauerandrang ideal, aber keinesfalls darf diese Führung zu einem trügerischen Sicherheitsgefühl verleiten. Der SV Germania Weingarten wird im Rückkampf keinesfalls schwächer als in Bruchsal sein. Für den Stilartwechsel stehen mit Araz Khalilov (55 kg G) und Marcel Ewald (60 kg F) sowie Oliver Hassler (96 kg G) und Soslan Gagloev (120 kg F) ausgesprochen starke Ringer bereit, die den Nendingern das Siegen ungemein schwer machen werden.

Ob die Halle der Holzindustrie in Bruchsal am letzten Samstag ein geeigneter Austragungsort für einen Finalkampf um die deutsche Meisterschaft war, darüber kann man getrost diskutieren. Nur mit Grausen hätte man sich in der viel zu kleinen und engen Halle einen panikartigen Notfall vorstellen können. Dass der Hallensprecher in diesem Hexenkessel versuchte, den legendären Boxkampf-Ansager Michael Buffer vor allem durch völlig überzogene Lautstärke bei der Ankündigung der eigenen Ringer zu übertreffen, sollte wohl vor allem der Aufmunterung der Germanen angesichts des starken Gegners aus Nendingen dienen. Und dazu sollte vielleicht auch der Effekt beitragen, die Ringer des ASV völlig im Dunkeln zur Vorstellung aufmarschieren zu lassen, während die SVG-Ringer im hellen Scheinwerferlicht standen. Sollte da den Heimringern die Angst vor den Gegnern genommen werden oder war das etwa einfach nur ein Versagen der Technik?

Kein Versehen aber ein peinlicher Moment für den Veranstalter war es dann, als nach all dem Lärm- und Lichtergetöse die Kämpfe endlich beginnen sollten. Da aber war die Hallenanzeige mit dem Beamer nicht in Gang zu bringen, so dass die Kämpfe statt um 19.30 Uhr erst um 19.45 Uhr angepfiffen werden konnten. So etwas kann natürlich geschehen, ist aber in einem Finale sehr unangenehm. Bleibt zu hoffen, dass in der geräumigen Helios-Arena vor fast ausverkauftem Haus nicht nur sportlich sondern auch organisatorisch alles so läuft, wie sich das die Verantwortlichen beim ASV vorstellen.

Trotz all dieser Nebenaspekte wurde der erste Finalkampf dank der Leistungen der Ringer beider Mannschaften und dank der elektrisierenden Hochspannung unter den Fans zu einem mitreißenden Ringerspektakel. Und obwohl der Sprecher der Germanen seine Fans als „die besten in ganz Deutschland“ feierte, waren es vor allem die Anhänger des ASV Nendingen, die in diesem Auswärtskampf trotz ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit den SVG-Fans zumindest Paroli boten. Da kann man am Samstag in der Helios-Arena nicht nur gespannt sein auf die Kämpfe auf der Matte, sondern auch auf den friedlichen Wettstreit der Fans auf den Rängen.

SVG Weingarten - ASV Nendingen 16:18

Artikel vom 09.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 4801, Kommentare: 0

Auswärtssieg des ASV – Reicht das Punktepolster?

In einem an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Kampf hat der ASV Nendingen am Samstag seinen ersten Auswärtssieg gegen den SV Germania Weingarten errungen. Mit dem 18:16 in der Holzindustrie-Halle in Bruchsal hat sich der ASV damit im Hinkampf des Finales um die Deutsche Meisterschaft eine gute Ausgangsposition für den Rückkampf am 15. Februar in der Helios-Arena in Schwenningen geschaffen.

Wenn auch viele Experten ein solches Ergebnis in etwa vorhergesagt hatten, so verlief dieser Kampfabend in den einzelnen Begegnungen über weite Strecken völlig anders als erwartet. Das fing beim ASV eigentlich schon kurz vor dem Kampf an, als der für die Klasse bis 60 kg G vorgesehene Dawid Ersetic wegen der Vorbereitung auf die EM kurzfristig keine Freigabe vom polnischen Verband für diesen Kampf erhielt. Ersetic hat seit einiger Zeit wegen seiner Abstammung einen deutschen Pass und wäre als U 23-Ringer natürlich ein Trumpf-Ass des ASV gewesen.

ASV-Trainer Volker Hirt musste deswegen umdisponieren. Baris Diksu sprang in dieser Gewichtsklasse ein und Louis Stumpe übernahm die Rolle des U 23- Ringers. Dass damit die Klasse bis 66 kg G wegen des Übergewichts des 17-Jährigen ASV-Talents von vornherein mit 0:4 an Weingarten ging, war einkalkuliert, denn Ion Panait galt ohnehin als klarer Favorit in dieser Klasse. Mit diesem Schachzug konnten jedoch die übrigen Klassen wie geplant besetzt werden.

Erstmals zum Einsatz beim ASV kam Neuzugang Riza Kayaalp, der vom SVG Weingarten nach Nendingen gewechselt war. Die in den dreifachen Europameister gesetzten hohen Erwartungen konnte er bei seinem eher mühevollen Punktsieg gegen Oliver Hassler allerdings nicht erfüllen. Zwar war sein 3:1 kein Einbruch, aber stimmungsmäßig ließ dieser Kampf kurzfristig die Aktien der Gastgeber gewaltig steigen, die Hoffnungen der ASV-Fans aber vorübergehend dämpfen.

Für mehr als einen Ausgleich sorgte aber dann kurz darauf Nicolai Ceban, der gegen den Albaner Egzon Shala wie schon gegen Mainz wieder einen glänzenden Kampf machte. Mit 14:2 Wertungspunkten holte er einen unerwarteten „Vierer“ für den ASV und unterstrich einmal mehr seine glänzende Form und sein tolles Engagement für seinen Verein.                                                     Und der zweite Matchwinner für den ASV war nach der Pause Nenad Zugaj. Nachdem er in den letzten Kämpfen noch etwas gehemmt gewirkt hatte, trumpfte er in Weingarten gegen Ramsin Azizsir gewaltig auf. Wie zu seinen besten Zeiten marschierte er bei seinem unerwartet klaren Sieg mit 11:4 vorwärts und brachte den ASV Nendingen damit doch noch auf die Siegerstraße.

Fast alle anderen Begegnungen waren hart umkämpft und auch geprägt von Entscheidungen des Kampfgerichts, die beim Anhang des ASV teilweise auf heftige Proteste trafen. Mit einigen Passivitätsurteilen beispielsweise waren die Nendinger gar nicht einverstanden. Nur einmal kam Trainer Volker Hirt aber mit seiner Challenge und dem Videobeweis erfolgreich durch.

In der für einen Finalkampf eigentlich viel zu kleinen Halle hatten sich unter den wohl über 2 000 Zuschauern mindestens 250 Nendinger Fans eingefunden. Und sie machten schon vor Kampfbeginn mächtig Stimmung. Mit ihren unermüdlichen Sprechchören gaben sie ihren Ringern enormen Rückhalt und ließen manchmal sogar wieder Heimkampfstimmung aufkommen. Da kann man jetzt schon erahnen, was am kommenden Samstag in der Helios-Arena bei der Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft abgehen wird.

Ein Kampfverlauf mit Höhen und Tiefen

Ghenadie Tulbea (55 kg F) hatte die Aufgabe, den ASV möglichst mit einem Sieg gleich in Führung zu bringen. Dieses Ziel schien er souverän zu erreichen, als er mit einem schönen Doppelbeinangriff zur Pausenführung von 3:0 kam und seinen Vorsprung dann sogar noch auf 5:0 ausbauen konnte. Dann kam jedoch Alexandru Chirtoaca besser in den Kampf und konnte doch noch auf 3:5 verkürzen. Der ASV führte dennoch mit 2:1.

Alle im ASV-Lager hofften nun, dass Riza Kayaalp, der Weltmeister von 2011, mit einem Vier-Punkte-Sieg gegen Oliver Hassler die Nendinger klar in Führung bringen würde. Seine Weltklasse demonstrierte er auch zu Beginn eindrucksvoll, als er schon nach einer Minute mit 6:0 und kurz darauf gar mit 8:0 vorne lag. Dann allerdings schien er von der Rolle zu sein, als er sich erst von seinem fast 20 kg leichteren Gegner mit einem Armzug überraschen ließ, und in der Folge sogar immer mehr in die Defensive geriet. Zwar reichte es gerade noch zu einem Sieg mit 3:1, doch da hatte man sich beim ASV mehr erwartet.

Einen guten Kampf zeigte Baris Diksu (60 kg G) gegen Jani Haapamäki, den Europameister von 2009, den die Germanen kurzfristig eingeflogen hatten. Der Finne konnte gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Nendinger nie entscheidende Akzente setzen. Nach einer 1:0-Führung zur Pause war er sogar immer mehr nur in der Defensive. Als er in der Unterlage nach Ansicht des ASV unerlaubte Beinarbeit einsetzte, kam Nendingen mit dem Videobeweis nicht durch, so dass der SVG diesen Kampf nur recht glücklich mit 2:0 für sich entscheiden konnte.

Als die Stimmung im Nendinger Lager sich schon etwas eintrübte, sorgte Nicolai Ceban (96 kg F) für einen entscheidenden Umschwung. Egzon Shala, der EM-Fünfte des letzten Jahres, war als gleichwertiger Gegner eingeschätzt worden. Und diese Erwartung schien bei einem Pausenstand von 2:2 auch gerechtfertigt zu sein. Wie dann aber Nicolai Ceban in nur 40 Sekunden in der 4. Minute die Hoffnungen der Gastgeber zerschlug, war unglaublich. Nach Beinangriff und einer Serie von Beinschrauben holte er in kürzester Zeit 12 Punkte und hatte den Kampf schon nach 3:59 Minuten vorzeitig für sich entschieden.

Damit war der ASV wieder im Rennen und mit 9:4 nun doch scheinbar beruhigend in Führung. Aber entschieden war damit noch gar nichts. Denn Samet Dülger (66 kg F) hatte wie erwartet gegen Anatoli Guidea, den EM-Zweiten von 2012, einen schweren Stand. Unermüdlich versuchte er immer wieder zu punkten, doch der Germane setzte die entscheidenden Attacken und brachte den SVG mit dem Pausenstand von 7:9 wieder gefährlich nahe heran.

Nur wenige im ASV-Lager waren nun noch von einem Sieg ihrer Mannschaft überzeugt, doch jetzt war es Nenad Zugaj (84 kg G), der die Hoffnung nach Nendingen zurück brachte. Nach seinen bisher glänzenden Leistungen war Ramsin Azizsir als zumindest gleichwertiger Gegner eingeschätzt worden. In einem lebhaften und zunächst engen Kampf ging der Nendinger zur Pause mit 5:3 in Führung und hatte dabei auch mal wieder in der Bodenlage mit einem Durchdreher gepunktet. Danach aber war es nur noch Nenad Zugaj, der unter der begeisterten Anfeuerung der ASV-Fans, gegen einem zunehmend völlig entkräfteten Azizsir die Punkte zum unerwartet klaren Sieg mit 11:4 machte.

Auch als danach Louis Stumpe (66 kg G) die vier Punkte gegen Ion Panait zum Zwischenstand von 12:12 abgab, blieb die Stimmung im ASV-Lager euphorisch. Der 17-jährige Nendinger hatte ja schon auf der Waage verloren, doch hielt er sich im Freundschaftskampf gegen den Favoriten lange Zeit hervorragend. Zur Pause führte er sogar mit 1:0, ehe sich der Favorit doch noch vorzeitig überlegen durchsetzte.

Die Siegeshoffnungen des ASV beruhten nun auf den beiden nächsten Kämpfen. Und der in dieser Saison bisher unbesiegte Piotr Ianulov (84 kg G) zeigte sich tatsächlich auch in Bruchsal als zuverlässiger Siegringer. In einem engen Kampf gegen den starken Bekhan Kurkiev holte er für den ASV mit 4:2 Wertungspunkten den erhofften Sieg zur Führung mit 14:13.

Und auch Saba Khubezhty (74 kg F) erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen. Auch wenn er zur Pause etwas umstritten mit 0:1 zurück lag, ließ er in der 2. Hälfte Georg Harth beim Sieg mit 7:1 keine wirkliche Chance. Immer wieder setzte er sich in umkämpften Situationen mit seiner Cleverness durch und erhöhte für Nendingen auf 17:14.

In der Klasse bis 74 kg G gab es wie schon in der Gruppenphase den ganz engen Kampf zwischen Frank Stäbler und Adam Juretzko. Mehrere Entscheidungen waren sehr umstritten. Zur Pause führte Fränky mit 2:1, doch am Ende wurde das Weingartener Urgestein Juretzko doch mit 4:2 zum Sieger erklärt. Das änderte nichts am Sieg der Nendinger Mannschaft. Mit den zwei Punkten Vorsprung beim 18:16 hat sich der ASV auf jeden Fall schon mal ein kleines, aber keineswegs beruhigendes, Polster für den Rückkampf verschafft.

Die Kämpfe im Einzelnen (Weingarten zuerst genannt): 55 kg F: Alexandru Chirtoaca – Ghenadie Tulbea 1:2 (PS 3:5). - 120 kg G: Oliver Hassler - Riza Kayaalp 1:3 (PS 4:9). - 60 kg G: Jani Haapamäki – Baris Diksu 2:0 (PS 2:0). - 96 kg F: Egzon Shala - Nicolai Ceban 0:4 (TÜ 2:14 nach 3:59 Minuten). - 66 kg F: Anatoli Guidea – Samet Dülger 3:0 (PS 7:0). - 84 kg G: Ramsin Azizsir – Nenad Zugaj 1:3 (PS 4:11). - 66 kg G: Ion Panait – Louis Stumpe 4:0 (ÜG, 12:2 nach 4:39 Minuten). - 84 kg F: Bekhan Kurkiev – Piotr Ianulov 1:2 (PS 2:4). - 74 kg F: Georg Harth – Saba Khubezhty 1:3 (PS 1:7). - 74 kg G: Adam Juretzko –Frank Stäbler 2:1 (PS 4:2). Endstand: 16:18.

Mattensplitter 04/2014

Artikel vom 03.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 4660, Kommentare: 0

Ein historischer Erfolg und große Emotionen an einem unvergesslichen Ringerabend

„Wir können heute Geschichte schreiben“. Das hat ASV-Trainer Volker Hirt am Samstag in Mainz seiner Mannschaft vor dem Kampf mitgegeben. Und diese Botschaft haben die auch in Mainz als verschworene Einheit auftretenden ASV-Ringer in die Tat umgesetzt. Erstmals in seiner Geschichte steht der ASV Nendingen im Finale um die deutsche Meisterschaft. Und wohl alle Ringsportfreunde der Region werden sich den 15. Februar, den Tag des Final-Rückkampfes gegen den SV Germania Weingarten in der Schwenninger Helios-Arena vormerken. Denn dann hat der ASV die große Chance, vor eigenem Publikum auf Augenhöhe mit dem Deutschen Meister von 2012 um den Titel zu kämpfen.

Und was die Unterstützung durch die Fans ausmachen kann, konnte man in Mainz erfahren. Vor dem Kampf hatten die Mainzer noch auf diesen Heimvorteil gesetzt. Baris Baglan, der sportliche Leiter, hatte in einem Interview noch darauf vertraut, „dass wir zu Hause eine absolute Macht sind.“ Und er hoffte, dass „unsere mainzigartigen Fans unsere Jungs so was von nach vorne brüllen“ würden. Doch dann lief es in Mainz etwas anders ab, als sich das die 88er vorgestellt hatten. Wie die Mainzer „Allgemeine Zeitung“ danach konstatierte, waren es dann “die Nendinger Fans, die den Ton angaben“. Je länger der Kampf dauerte, umso mehr dominierte der schwäbische Block die Stimmung in der Halle. Und mit dieser einzigartigen Unterstützung wurden die Nendinger Ringer zu ihrer glänzenden Vorstellung angetrieben.

Was sich auch nach Ende des Kampfes im Nendinger Lager abspielte, wird wohl allen, die dabei waren, unvergesslich bleiben. Die Ringer mit ihren Trainern tanzten auf der Matte, die ASV-Verantwortlichen lagen sich in den Armen und die Fans skandierten unentwegt auch die Namen der Ringer, die an diesem Abend vergeblich auf einen Einsatz gehofft hatten. Und angeführt von Marc Buschle bewegte sich dann eine Polonäse von Ringern und Fans über die Matte. Man konnte fast meinen, dass die Mainzer „Sporthalle am großen Sand“ in die „Halle der großen Glückseligkeit“ der Nendinger umbenannt werden müsste.

Obwohl die Enttäuschung bei den Mainzern nach dem „zerplatzten Traum von der Titelverteidigung“ riesengroß war, muss man respektvoll anerkennen, dass die meisten Offiziellen und auch viele aus dem Publikum sich als absolut faire Verlierer zeigten. Auch der Hallensprecher gratulierte sofort zum verdienten Sieg und wünschte den Nendingern viel Glück und Erfolg im Finale. Und aus vielen Kommentaren der Presse und im Internet ist große Anerkennung der Leistung der Nendinger Ringer und ihrer Fans zu erkennen.

Nach dem Zittersieg des SV Germania Weingarten gegen die RWG Mömbris/Königshofen galt schon unmittelbar nach dem Sieg in Mainz das Augenmerk von Volker Hirt dem nächsten Gegner. „Jetzt haben wir das Ziel des Finales erreicht, nun muss unser Ziel sein, dieses Finale auch zu gewinnen.“ Aber er weiß natürlich, wie schwer diese Aufgabe sein wird. Der ASV hat zwar in dieser Saison erstmals gegen den SVG im September daheim mit 21: 18 gewonnen. Den Rückkampf haben aber die Badener im November mit 18:14 wieder für sich entschieden. Trotz aller voreiligen und überschwänglichen Spekulationen in Ringerforen im Internet über eine angebliche Favoritenstellung des ASV bleibt nüchtern festzuhalten, dass dieses Finale verspricht, eine höchst spannende Auseinandersetzung zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften zu werden. Da darf niemand glauben, den Sieg schon sicher zu haben.

Der ASV Nendingen hat vom SVG Weingarten ein Kartenkontingent für den Hinkampf am 8. Februar in Bruchsal erhalten. Diese Karten können über die Geschäftsstelle des ASV (Tel. 07461-965 84 85) genauso wie die Karten für den Rückkampf am 15. Februar in der Helios-Arena erworben werden.

Mattensplitter 13/5

Artikel vom 15.11.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4841, Kommentare: 0

Mattensplitter 5

Von starken Frauen und mehr oder weniger gelassenen Trainern

ASV-Sportvorstand Markus Scheu hatte mit seiner Idee eines Frauenringkampfs einen guten Riecher. 1200 Zuschauer waren am Samstag in der Mühlauhalle begeistert, als im Vorfeld des Bundesligakampfes die aus Schifferstadt angereiste EM-Dritte Jaqueline Schellin und die polnische Spitzenringerin Sylwia Shulc ihr Können auf der Matte demonstrierten. Viele Ringsportfreunde hatten die Deutsche schon am Abend zuvor bei ihrem kessen Auftritt im RTL bei der lange vorher aufgezeichneten Sendung „Fünf gegen Jauch“ mit Vergnügen gesehen. Sie wussten nicht, dass Jaqueline Schellin am Freitag noch in Moskau beim Team-Europacup für Deutschland erfolgreich auf der Matte im Einsatz war. Samstag früh ging’s zum Flughafen. Um 14 Uhr konnte sie sich in Schifferstadt schnell umziehen und dann fuhr sie mit der Mannschaft des VfK Schifferstadt nach Tuttlingen.

Doch diesen Stress nahm sie gerne in Kauf: „Ich habe noch nie vor so vielen Zuschauern gerungen. Und das hat richtig Spaß gemacht.“ Und dafür war sie dem ASV Nendingen auch sehr dankbar. „Das finde ich richtig super, dass hier uns Ringerinnen die Chance gegeben wurde zu zeigen, was wir können.“ In der abschließenden Pressekonferenz verriet sie auch ihren großen Traum: „Olympische Spiel 2016 in Rio. Ich hoffe, dass meine alten Knochen das so lange aushalten“, schmunzelte die 23-jährige Athletin.

Weniger glücklich war Erol Bayram, einer der beiden Trainer des VfK Schifferstadt an diesem Abend. Doch er nahm die klare Niederlage seiner Mannschaft sehr gelassen: „Natürlich hätte ich gerne mehr als einen Einzelsieg hier gesehen. Aber ich glaube, wir haben uns gut verkauft. Und vor allem für unsere jungen Ringer war es eine tolle Gelegenheit sich in einem so großen Rahmen mit Weltklasseathleten zu messen.“ Sein Trainerkollege Markus Scherer, Silbermedaillengewinner bei der Olympiade 1984, hatte sich allerdings während des Kampfes öfters sichtlich aufgeregt. Auch bei der klaren Niederlage seines Sohnes Marvin gegen den stark auftrumpfenden Florin Gavrila schien er alles andere als amüsiert.

ASV-Trainer Volker Hirt hingegen hatte allen Grund zur Zufriedenheit. Obwohl Samet Dülger und Ergün Aydin immer noch nicht einsatzbereit waren, hatte er eine bestens eingestellte Mannschaft zur Verfügung, die ihre Aufgabe souverän erfüllte. Aber er weiß natürlich auch, dass am nächsten Samstag im Spitzenkampf beim SVG Weingarten sein Team vor eine ganz andere Herausforderung gestellt werden wird. Und er hat dafür auch schon einen Wunsch: „Ich hoffe, dass uns eine große Zahl von Fans in Weingarten unterstützen. Wir wollen dort nämlich unbedingt gewinnen.“

In der Mühlauhalle konnte sich der ASV nicht über mangelnde Unterstützung beklagen. Auch eine 25 Personen umfassende Gruppe des SV Fellbach hatte sich zu diesem großen Ringerabend eingefunden. Dieser Großverein mit über 4 700 Mitgliedern hat auch eine Ringerabteilung, in der der hier bestens bekannte Gurgen Bagdasarian als erfolgreicher Jugendtrainer tätig ist. Und „Gurgen“ wurde natürlich als ehemaliger ASV-Trainer hier in der Halle von vielen seiner ehemaligen Schützlinge besonders freudig begrüßt.

Was bei einer solchen Großveranstaltung immer wieder unterschätzt wird, ist der ungeheure Einsatz von ehrenamtlichen Helfern. Schon ab Freitagabend beginnen jeweils die Vorbereitungen in der Mühlauhalle. Am Samstagmorgen wird ab 8.30 Uhr der Aufbau fortgesetzt und dann sind am Abend beispielsweise an der Kasse, im Wirtschaftsbetrieb, im Ordnungsdienst, am Kampfrichtertisch oder beim Abbau rund 60 Freiwillige für den ASV im Einsatz. Dieses enorme ehrenamtliche Engagement während der ganzen Mannschaftsrunde bietet erst die Grundlage für die Präsentation des Spitzensportes in unserer Region.

 

ASV I - VfK Schifferstadt

Artikel vom 15.11.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4402, Kommentare: 0

ASV Nendingen deklassiert VfK Schifferstadt mit 25:6

Zehn Kämpfe – neun Siege. Mit dieser erstaunlichen Bilanz hat der ASV Nendingen am Samstag die Gäste vom VfK Schifferstadt in die Schranken verwiesen. Das klare Ergebnis von 25:6 spiegelt allerdings nicht ganz wider, dass sich die Pfälzer mit einer starken Mannschaft sehr teuer verkauften. So kamen die 1200 Zuschauer in der Mühlauhalle bei hochklassigen Kämpfen doch wieder voll auf ihre Kosten.

Das begann schon mit dem Einlagekampf zu Beginn dieses begeisternden Ringerabends, als die EM-Dritte Jaqueline Schellin in einem technisch hochstehenden Kampf ihre polnische Gegnerin Sylwia Shulc klar mit 10:3 besiegte. Beide Ringerinnen demonstrierten dabei vor einem staunenden Publikum, wie hoch das Niveau im Frauenringen ist.

Auch im anschließenden Bundesligakampf zwischen dem Tabellenführer ASV Nendingen und dem Tabellensechsten VfK Schifferstadt gab es höchst spannende Auseinandersetzungen. Nur zwei Kämpfe wurden durch Florin Gavrila und Andrei Perpelita vorzeitig entschieden. Vor allem die Gegner von Ghenadie Tulbea, Nicolai Ceban, Peter Öhler und Saba Khubezhty leisteten jedoch harten Widerstand, ehe sie sich geschlagen geben mussten. Am Ende aber konnte Trainer Volker Hirt nach dem neunten Sieg des ASV in Folge ein genüßliches Fazit ziehen: „Ich wusste, dass der VfK recht stark ist. Aber wir sind im Moment halt doch noch ein ganzes Stück stärker.“

Für eine positive Überraschung sorgte gleich zu Beginn Florin Gavrila (55 kg G), der gegen Marvin Scherer vom Start weg keinen Zweifel daran ließ, wer Chef auf der Matte war. Mit tollen Aktionen und zwei Aushebern sammelte er 13:0 Punkte zum vorzeitigen und in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten Überlegenheitssieg. Härtere Gegenwehr leistete da der wendige Mamuka Korozaia gegen Nicolai Ceban (120 kg F). Der ASV-Ringer startete zwar furios, doch der Georgier ließ nicht mehr als einen Punktsieg des sieggewohnten Nendingers zu.

Schon beim Hinkampf war Anatoli Buruian der härteste Gegner der Vorrunde für Ghenadie Tulbea (60 kg F) gewesen. Auch diesmal musste „Ghena“ seine ganze Cleverness ausspielen, um nach einem engen Kampf mit 5:3 seinen neunten Saisonsieg einzufahren. Und auch Peter Öhler (96 kg G) hatte mit dem allerdings sehr passiv eingestellten Etka Sever mehr Mühe als in Schifferstadt. Dennoch konnte der sympathische Schwarzwälder mit einem ungefährdeten Punktsieg auch in seinem sechsten Kampf seine weiße Weste in dieser Saison behalten.

Beim Stand von 10:2 für den ASV kam dann der routinierte Wladimir Berenhardt für Schifferstadt zum ersten,- und wie sich dann herausstellen sollte-, einzigen Sieg. Gegen Benjamin Raiser (66 kg G) wurde ihm nach einem zähen und recht ausgeglichenen Kampf in der Schlussphase vom wie immer sehr energisch leitenden Kampfrichter Petar Stefanov (Traunstein) sogar eine Fünfer-Wertung gutgeschrieben. Das gab den Ausschlag für seinen Punktsieg mit 3:0 Mannschaftspunkten.

Achmed Dudarov (84 kg F) war gegen Aydin Selimoglu immer der aktivere Ringer und kam nach gutem Kampf zum klaren Punktsieg. Hochstimmung in der Halle kam dann in der Begegnung zwischen Andrei Perpelita (66 kg F) und dem bulgarischen Vizemeister Stefan Ivanov auf. In einem glänzenden Kampf spielte Perpelita sein ganzes Freistilkönnen aus und punktete seinen Gegner nach vier Minuten mit 11:0 aus.

„Erfahrung gegen Jugend“ war das Motto in der Klasse bis 84 kg G. Nenad Zugaj konnte hier gegen den Junioreneuropameister Denis Kudla seine ganze Routine und Klasse zeigen, als er gegen das große deutsche Talent mit 6:0 Punkten gewann. Hochklassig dann auch der Kampf zwischen Frank Stäbler (74 kg G) und dem polnischen Vizemeister Arkadiusz Kulynysz. In der ersten Hälfte punktete „Fränky“ mit einem Ausheber, aber erst in der Schlussphase konnte er gegen seinen zähen Gegner seine Führung auf dann sogar 8:0 ausbauen.

Zu seinem ersten Saisoneinsatz für den ASV kam Saba Khubezhty in der Klasse bis 74 kg F. Gegen den bulgarischen Meister Miroslav Kirov zeigte er aber schnell, dass er nichts von seinem großen Können verlernt hat. Schnell ging er mit 7:0 in Führung und erst zum Schluss konnte sein Gegner den Abstand etwas verkürzen. Mit 9:5 Wertungspunkten aber konnte der ASV-Ringer den neunten Nendinger Sieg des Abends feiern und damit den Endstand von 25:6 herstellen.

Die Ergebnisse im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg G: Florin Gavrila – Marvin Scherer 4:0 (TÜ 13:0). - 120 kg F: Nicolai Ceban – Mamuka Korodzaia 2:1 (PS 4:1). - 60 kg F: Ghenadie Tulbea – Anatoli Buruian 2:1 (PS 5:3). - 96 kg G: Peter Öhler – Etka Sever 2:0 (PS 3:0). - 66 kg G: Benjamin Raiser – Wladimir Berenhardt 0:3 (PS 0:6). - 84 kg G: Nenad Zugaj – Denis Kudla 3:0 (PS 6:0). - 66 kg F: Andrei Perpelita – Stefan Ivanov 4:0 (TÜ 11:0). - 84 kg F: Achmed Dudarov – Aydin Selimoglu 3:0 (PS 6:0). - 74 kg G; Frank Stäbler – Arkadiusz Kulynysz 3:0 (PS 8:0). - 74 kg F: Saba Khubezhty – Miroslav Kirov 2:1 (PS 9:5). Endstand: 25:6

ASV II - KG Fachsenfeld/Dewangen

Artikel vom 15.11.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4041, Kommentare: 0

Gut aufgelegte Nendinger Zweite überzeugt mit klarem Sieg

ASV Nendingen II hat am Samstag in der Mühlauhalle mit einem klaren Sieg mit 28:9 gegen die KG Fachsenfeld/Dewangen in der Regionalliga eine ganz überzeugende Leistung geboten. Die Gäste kamen nur zu einem knappen Sieg auf der Matte und einem weiteren kampflosen Erfolg in der Klasse bis 66 kg F.

Alle anderen acht Klassen gingen an Nendingen, wobei drei Ringer vielleicht besonders hervorgehoben werden sollten. Louis Stumpe zeigte sich nach einer dreiwöchigen Regenerationspause bei seinem Vier-Punkte-Sieg glänzend erholt. Baris Diksu wartete einmal mehr mit einer ungeheuren Energieleistung auf, als er nach einem Rückstand von 0:6 den Kampf noch in der Schlussphase zu einem Sieg mit 8:6 drehte. Und auch David Stumpe zeigte an diesem Tag gegen den bisher ungeschlagenen Ivan Nemeth bei seiner ganz knappen Niederlage eine überzeugende Leistung.

Zum Auftakt kam Kevin Mägerle (55 kg G) zu einem kampflosen Sieg. Marc Buschle (120 kg F) war anschließend gegen Holger Fingerle wieder klar dominierend. Der Nendinger Co-Trainer führte schon mit 5:0, als sich der Gast nach zwei Minuten eine Schulterverletzung zuzog und aufgeben musste. Tim Baur (60 kg F) baute die Nendinger Führung auf 12:0 aus. Gegen den zu schweren Yannick Kraus hatte er schon auf der Waage gewonnen, siegte aber auch im Freundschaftskampf mit einer feinen Leistung deutlich.

David Stumpe (96 kg G) lieferte gegen Ivan Nemeth, einen international schon sehr erfolgreichen ungarischen Ringer, diesmal einen richtig guten Kampf. Mit einer konzentrierten Einstellung hielt er den Kampf lang völlig offen und gab erst in der Schlussminute eine kleine Wertung ab. Baris Diksu (66 kg G) war gegen den unbequem zu ringenden David Kraus von Beginn an der aktivere Ringer. Doch dann ließ er sich in der zweiten Hälfte zwei Mal überraschen und lag mit 0:6 hinten. Nun aber legte er noch einmal zu und kam tatsächlich in den letzten Sekunden zum verdienten Sieg mit 8:6.

Piotr Ianulov (84 kg F) lieferte sich mit Gergely Gyurits einen technisch hochstehenden Kampf, den er deutlich mit 9:3 für sich entscheiden konnte. Nach einem kampflosen Sieg der KG durch Oliver Müller (66 kg F) konnte auch Maximilian Stumpe (84 kg G) für den ASV mit einem Punktsieg gefallen. Mit 11:4 beherrschte er Domenik Chelo deutlich.  

Sein Bruder Louis (74 kg G) scheint nach seiner Pause schon wieder seine alte Form zurückgewonnen zu haben. Der Ex-Aalener Patrick Sorg war gegen ihn ohne Chance. Nach zwei Dreiern und einer spektakulären Fünfer-Wertung mit Ausheber konnte sich Louis Stumpe als vorzeitiger Sieger feiern lassen. Ihm gleich tat es Yan Ceaban (74 kg F). Es ist immer wieder eine Augenweide, wie er mit seinen Freistiltechniken seine Gegner auspunktet. Diesmal war Nicklas Haßler für die KG der Leidtragende, der sich mit 1:14 geschlagen geben musste.

Die Ergebnisse im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg G: 4:0 Kevin Mägerle (ASV) siegt ohne Gegner. -  120 kg F: Marc Buschle – Holger Fingerle 4:0 (AS bei 5:0). - 60 kg F: Tim Baur – Yannick Kraus 4:0 (ÜG). - 96 kg G: David Stumpe – Ivan Nemeth 0:2 (PS 0:2). - 66 kg G: Baris Diksu – David Kraus 2:1 (PS 8:6). - 84 kg F: Piotr Ianulov – Gergely Gyurits 3:1 (PS 9:3). - 66 kg F: 0:4 Oliver Müller (KG) siegt ohne Gegner. - 84 kg G: Maximilian Stumpe – Domenik Chelo 3:1 (PS 11:4). - 74 kg G: Louis Stumpe – Patrick Sorg 4:0 (TÜ 11:0). - 74 kg F: Yan Ceaban – Nicklas Haßler 4:0 (TÜ 14:1). Endstand: 28:9

SV Burghausen - ASV I 11:24

Artikel vom 04.11.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4140, Kommentare: 0

ASV Nendingen ohne Mühe beim SV Wacker Burghausen

Auch im ersten Kampf der Rückrunde der 1. Bundesliga Süd behielt der ASV Nendingen mit einem klaren Sieg beim SV Wacker Burghausen mit 24:11 seine weiße Weste. Die Oberbayern hatten zwar sehr viel stärker aufgestellt als in der Vorrunde, waren aber dennoch chancenlos gegen den Spitzenreiter. „Seid euch nicht zu sicher. Wir haben alles an Bord, was wir bieten können“, hatten Fans aus Burghausen noch am Vorabend gemailt. Doch es sollte für den Gastgeber gegen den Tabellenführer auch diesmal nicht reichen.

Besonders begeistert war Trainer Volker Hirt diesmal von seinen beiden schweren Ringern: „Nicolai hat einen ganz starken Kampf gemacht und Peter war einfach überragend.“ Peter Öhler besiegte den Griechen Theodoros Tounousidis, der im letzten Jahr eine Bilanz von 11:3 Siegen in der Bundesliga hatte, ganz glatt mit 7:0 Wertungspunkten. Und Nicolai Ceban holte sogar einen Vier-Punkte-Sieg gegen Gergely Kiss. Aber auch Ghenadie Tulbea, Andrei Perpelita, Frank Stäbler und Achmed Dudarov überzeugten bei ihren Siegen in Burghausen.

Florin Gavrila (55 kg G) hatte mit dem starken Polen Marcin Kunysz einen lang aufgeschossenen und unbequemen Gegner. Sicher auch noch vom Gewichtmachen geschwächt musste er sich nicht unerwartet nach Punkten geschlagen geben. Wie befreit rang am Samstag Nicolai Ceban auf, der nun in der Rückrunde in der Klasse bis 120 kg antritt. Gergely Kiss, der Olympia-Achte von Peking, machte gegen ihn keinen Stich und verlor den Kampf schon in der 5. Minute vorzeitig.

Ghenadie Tulbea (nun 60 kg F) brauchte in seiner tollen Form nicht einmal zwei Minuten für seinen Überlegenheitssieg gegen Shurab Atalay, der im Vorjahr für den ASV Mainz noch eine Bilanz von 7:0 Siegen aufgewiesen hatte. Und auch Peter Öhler (96 kg G) überzeugte rundum mit seinem fünften Sieg im fünften Kampf. „Der hat wieder von Anfang an Gas gegeben ohne Ende“, bilanzierte Volker Hirt beeindruckt.

Nicht seinen stärksten Tag hatte an diesem Tag Benjamin Raiser (66 kg G), der gegen Andreas Maier knapp mit 1:2 unterlag. Umso stärker trumpfte Achmed Dudarov (84 kg F) auf. Christian Maier lag hier schon nach gut drei Minuten mit 0:11 entscheidend im Rückstand. Und noch überlegener war anschließend Andrei Perpelita (66 kg F). Nach nur 56 Sekunden hatte er Martin Maier mit 11:0 Punkten buchstäblich deklassiert.

Nicht eingeplant war jedoch die glatte Niederlage von Neven Zugaj (84 kg G). Dass Mykola Daragan ein ganz starker Ringer ist, wusste man schon von seiner Saisonbilanz von 11:2 Siegen im letzten Jahr. Doch von Neven hätte man etwas stärkeren Widerstand als bei seiner Niederlage mit 0:6 Punkten erhofft.

Ganz ausgeglichen verliefen die beiden letzten Kämpfe in der Klasse bis 74 kg. Frank Stäbler hatte es mit Matthias Maasch, dem Deutschen Meister des letzten Jahres, zu tun. Beide Ringer kennen sich natürlich bestens. Beim Stand von 1:1 setzte sich letztlich „Fränky“ mit der letzten Wertung als Sieger durch. Und genauso knapp ging es im Freistil zwischen Yan Ceaban und Nikolay Kurtev zu. Trotz sehr guter Leistung musste sich der Nendinger am Ende recht unglücklich knapp mit 1:2 geschlagen geben.

Die Kämpfe im Einzelnen (Burghausen zuerst genannt): 55 kg G: Marcin Kunysz – Florin Gavrila 3:1 (PS 8:1). – 120 kg F: Gergely Kiss – Nicolai Ceban 0:4 (TÜ 0:12). – 60 kg F: Shurab Atalay – Ghenadie Tulbea 0:4 (TÜ 0:12). – 96 kg G: Theodoros Tounousidis – Peter Öhler 0:3 (PS 0:7). – 66 kg G: Andreas Maier – Benjamin Raiser 2:1 (PS 2:1). – 84 kg F: Christian Maier – Achmed Dudarov 0:4 (TÜ 0:11). – 66 kg F: Martin Maier – Andrei Perpelita 0:4 (TÜ 0:11). – 84 kg G: Mykola Daragan – Neven Zugaj 3:0 (PS 6:0). – 74 kg G: Matthias Maasch – Frank Stäbler 1:2 (PS 1:1). – 74 kg F: Nikolay Kurtev – Yan Ceaban 2:1 (2:1). Endstand: 11:24

TSV Musberg - ASV II 28:10

Artikel vom 04.11.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 3767, Kommentare: 0

Ersatzgeschwächte Nendinger Zweite verliert in Musberg

Einen recht unglücklichen Auftritt hatte die Nendinger Zweite am Samstag bei ihrer Niederlage mit 10:28 beim TSV Musberg. Hatte sie im Kampf zuvor noch mit einer überragenden Leistung beim Sieg gegen den KSV Ispringen aufwarten können, so war sie diesmal auf fünf Positionen entscheidend geschwächt.

Die Verletzungsprobleme in der Ersten wirkten sich nun immer mehr negativ auf die Zweite aus. Yan Ceaban, Achmed Dudarov und Florin Gavrila mussten an die Bundesligamannschaft abgegeben werden. Louis Stumpe befindet sich zudem noch in einer Regenerationspause und zu allem Unglück hat sich nun auch Marco Schmid schwer verletzt. Unnötig, dass dann auch noch David Stumpe die Punkte wegen Übergewicht auf der Waage abgibt.

So war natürlich in Musberg kein Erfolg möglich. Tim Baur, Baris Diksu und Marc Buschle holten die Siege für den ASV. In allen anderen Klassen gingen die Punkte aber an die Gastgeber, zumal die Klasse bis 84 kg F aus den bekannten Gründen nicht besetzt werden konnte.

Kevin Mägerle (55 kg G) hielt sich gegen Marco Braun zunächst sehr gut. In der vierten Minute musste er sich dann doch technisch überhöht geschlagen geben. Ohne Probleme kam Marc Buschle in der Klasse bis 120 kg F zu den vier Punkten. Gegen Oliver Staiger hatte er schon in der 4. Minute 12:0 Punkte auf seinem Konto.

Sehr gut auch die Leistung von Tim Baur (60 kg F). Mit schönen Angriffen sammelte er Punkt um Punkt und konnte so ebenfalls vorzeitig mit 11:0 Punkten überlegen siegen. Ärgerlich dann allerdings die Niederlage in der Klasse bis 96 kg G. David Stumpe siegte zwar auf der Matte, hatte aber schon vorher die vier Punkte wegen Übergewicht abgegeben. Baris Diksu (66 kg G) brachte dann jedoch den ASV noch einmal mit 10:8 in Führung. Mit einer taktisch sehr guten Leistung setzte er sich gegen Oliver Runge mit 4:0 Wertungspunkten durch.

Dann allerdings gab es nur noch Punkte für Musberg. Der junge Robin Baur (66 kg F) konnte gegen Andreas Böpple eine Niederlage nicht vermeiden. Und nach dem kampflosen Sieg in der Klasse bis 84 kg F gingen auch die letzten drei Klassen mit Überlegenheitssiegen an die Gastgeber. Maximilian Stumpe (84 kg G) war gegen den ganz starken Stefan Stäbler ohne Chance. Und auch Attila Tolvaj und Stefan Rutschmann, die für die Mannschaft in der Klasse bis 74 kg eingesprungen waren, konnten vorzeitige Niederlagen nicht vermeiden. Für Musberg siegten hier Andre Ehrmann (G) und der überragende Adrian Moise (F).

Die Nendinger Mannschaft will sich nun am kommenden Samstag in der Mühlauhalle gerne mit einem Sieg gegen die KG Fachsenfeld/Dewangen für diese Niederlage rehabilitieren.

Die Kämpfe im Einzelnen (Musberg zuerst genannt): 55 kg G: Marco Braun – Kevin Mägerle 4:0 (TÜ 11:0). – 120 kg F: Oliver Staiger – Marc Buschle 0:4 (TÜ 0:12). – 60 kg F: Jonas Lange – Tim Baur 0:4 (TÜ 0:11). – 96 kg G: Alexander Meinero – David Stumpe 4:0 (ÜG 0:7). – 66 kg G: Oliver Runge – Baris Diksu 0:2 (PS 0:4). – 84 kg F: 4:0 Dominik Randhahn (Musberg) siegt ohne Gegner. – 66 kg F: Andreas Böpple – Robin Baur 4:0 (SS bei 5:0). – 84 kg G: Stefan Stäbler – Maximilian Stumpe 4:0 (TÜ 12:0). – 74 kg G: Andre Ehrmann – Attila Tolvaj 4:0 (TÜ 12:0). – 74 kg F: Adrian Moise – Stefan Rutschmann 4:0 (TÜ 11:0). Endstand: 28:10

ASV II - KSV Ispringen 20:17

Artikel vom 04.11.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 3468, Kommentare: 0

ASV Nendingen II stürzt den Tabellenführer KSV Ispringen

Die Nendinger Zweite hat gestern Abend in einem absoluten Spitzenkampf der Regionalliga den bisherigen Spitzenreiter KSV Ispringen mit 20:17 besiegt. Matchwinner in einer dramatischen Begegnung war Baris Diksu, der den favorisierten Ruslan Assakalov mit einer Energieleistung überraschend knapp nach Punkten besiegte. Florin Gavrila und Marc Buschle hatten mit wichtigen Siegen die Grundlage für den tollen Nendinger Erfolg gelegt. Achmed Dudarov, Eduard Kratz und Yan Ceaban besiegelten dann mit Vier-Punkte-Siegen die Niederlage des Meisterschaftsfavoriten. ASV Nendingen II liegt nun punktgleich mit Ispringen und 14:6 nur zwei Punkte hinter dem neuen Tabellenführer RG Hausen-Zell.

Schon der erste Kampf zwischen Florin Gavrila, der auf die Klasse bis 55 kg abgekocht hatte, und dem bisher in dieser Saison unbesiegten Hasan Yilmaz bot hochklassigen Sport. Der Nendinger Co-Trainer setzte sich letztlich routiniert mit 4:1 Punkten durch. Ähnlich spannend und interessant die Begegnung zwischen Marc Buschle (120 kg F), dem anderen Co-Trainer des ASV, und dem bärenstarken Polen Aam Filipczak. Es war wieder eine Augenweide, wie Marc Buschle seinen immer gefährlichen Gegner mit 7:2 beherrschen konnte.

Tim Baur (60 kg F) hatte in Magomed Makaev einen Spitzenmann gegen sich, der in der Vorrunde bei acht Siegen nur gegen Florin Gavrila hauchdünn unterlegen war. Das 15-jährige Nendinger Talent probierte alles, musste aber die Überlegenheit seines Kontrahenten anerkennen. Stark startete David Stumpe (96 kg G) gegen Patrick Sauer mit 2:0 in der ersten Hälfte. Dann aber brach er konditionell völlig ein, und unterlag mit 2:7.

Für eine Vorentscheidung sorgte dann jedoch Baris Diksu (66 kg G) im Schlüsselkampf gegen Ruslan Assakalov, der in der Vorrunde nur einen Kampf eine Klasse höher gegen Louis Stumpe verloren hatte. Der Nendinger zeigte eine ganz starke Leistung, als er den Favoriten nach einem Rückstand von 0:2 immer mehr in die Defensive drängen konnte. Als er zum 2:2 ausgeglichen hatte, erkämpfte er wegen zweier Passivitätsverstöße des Gastes überraschend den nicht zu erwartenden knappen aber verdienten Sieg.

Achmed Dudarov (84 kg F) brachte nach der Pause den ASV wieder mit 12:10 in Führung. Nach einer souveränen Leistung lag er gegen Christian Kopp schon mit 12:0 in Führung, als er den Ispringer in der 5. Minute gar auf die Schultern legen konnte. Die nächsten beiden Kämpfe gingen erwartungsgemäß an die Gäste. Robin Baur (66 kg F) war gegen den erfahrenen Vaselij Zeiher, Olympiateilnehmer von 2000, bei seiner Überlegenheitsniederlage natürlich ohne Chance. Und Maximilian Stumpe hielt sich gegen den sperrigen Waldemar Streib zwar gut, musste aber in der Bodenlage doch Punkte abgeben.

Beim Stand von 12:17 gingen die Nendinger jedoch trotzdem beruhigt in die Schlussphase, denn mit Eduard Kratz und Yan Ceaban hatten sie ja noch zwei Trumpfasse in der Hinterhand. „Edi“ (74 kg G) hatte dann auch gegen den jungen Arian Güney schon nach einer Minute den Vier-Punkte-Sieg sicher. Und auch Yan Ceaban (74 kg F) brauchte nur 1:17 Minuten, ehe er gegen David Wagner ebenfalls mit 12:0 Punkten vorzeitig gewonnen hatte.

Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg G: Florin Gavrila – Hasan Yilmaz 2:1 (PS 4:1). - 120 kg F: Marc Buschle – Adam Filipczak 3:1 (PS 7:2). - 60 kg G: Tim Baur – Magomed Makaev 0:4 (TÜ 0:12). - 96 kg G: David Stumpe – Patrick Sauer 1:3 (PS 2:7). - 66 kg G: Baris Diksu – Ruslan Assakalow 2:1 (PS 2:2). - 84 kg F: Achmed Dudarov - Christian Kopp 4:0 (SS bei 12:0). - 66 kg F: Robin Baur – Vasselij Zeiher 0:4 (TÜ 0:13). - 84 kg G: Maximilian Stumpe – Waldemar Streib 0:3 (PS 0:9). - 74 kg G: Eduard Kratz – Arian Güney 4:0 (TÜ 12:0). - 74 kg F: Yan Ceaban – David Wagner 4:0 (TÜ 12:0). Endstand: 20:17 

 

Mattensplitter 13/4

Artikel vom 29.10.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4308, Kommentare: 0

Mattensplitter 4

Trotz Problemen wird der ASV Nendingen „Herbstmeister“

Es ist schon erstaunlich, wie der ASV Nendingen trotz aller Verletzungsprobleme bisher ungeschlagen durch die Vorrunde marschiert ist und erstmals die „Herbstmeisterschaft“ in der 1. Bundesliga Süd erreicht hat. Da stehen beispielsweise mit Samet Dülger und Ergün Aydin über Wochen hinweg ausgerechnet zwei deutsche Stammringer nicht zur Verfügung. Und dennoch gelingt es Trainer Volker Hirt immer wieder mit verschiedenen Aufstellungsvarianten nicht nur die Deutschquote zu erfüllen, sondern auch sieben Siege in Serie zu erringen. Am letzten Samstag sprang nun als schon 23. ASV-Bundesligaringer der Saison der kurzfristig reaktivierte Dominik Hipp in die Bresche, obwohl er mit gesundheitlichen Problemen eigentlich im letzten Jahr seinen Rücktritt als aktiver Ringer erklärt hatte. Im Kampf mit dem Weltklasseringer Gergö Wöller, gegen den er sogar eine Dreierwertung erzielte, war er trotz guter Vorstellung ohne Siegchance, aber er leistete mit seinem Einsatz dem ASV dennoch gute Dienste.

Kein Wunder, dass Volker Hirt trotz aller Skepsis zuvor dann genauso wie der Großteil der 1220 Zuschauer restlos glücklich mit dem Sieg gegen die starke Adelhausener Mannschaft war. Nicht so glücklich aber dennoch nicht unzufrieden war der TuS-Trainer Thomas Weber. „Auch wir haben Verletzungsprobleme. Deswegen kommt diese Niederlage für mich nicht überraschend.“ Zwar war er enttäuscht von der Niederlage Florian Hasslers gegen Benjamin Raiser, umso erfreuter war er aber über die Leistungen beispielsweise von Yuri Belonowski und Konstantin Schneider. „Was die beiden bisher und auch heute gezeigt haben, ist einfach unglaublich. Der 38-jährige Konstantin Schneider hat sich gegen einen Klasseringer wie Nenad Zugaj hervorragend gehalten.“

Auf Nendinger Seite herrschte hingegen rundum Zufriedenheit über den überraschenden Erfolg von Benjamin Raiser. Da er seit dem Abschluss seiner Ausbildung im Frühjahr beruflich sehr stark bei einer großen Tuttlinger Firma der Medizintechnik eingebunden und oft im Ausland unterwegs ist, kam das Ringertraining in den letzten Monaten eindeutig zu kurz. Am Samstag aber bewies „Benji“ wieder einmal, über welch große Motivation und Kampfgeist er verfügt. Sein Durchhaltevermögen und sein Sieg war zum großen Teil eine Frage des Kopfes und des Willens.

Noch ein ASV-Ringer verdient es aber besonders hervorgehoben zu werden. Ghenadie Tulbea ist in seinem sechsten Jahr in Nendingen inzwischen zu einer fast unverzichtbaren Größe geworden. Man kann sich kaum vorstellen, dass er 2007 beim SVG Weingarten praktisch ausgemustert wurde. Beim ASV Nendingen fühlt er sich pudelwohl und dankt dies dem Verein und den Fans immer wieder mit konstant guten Leistungen. Fast nimmt man es schon als selbstverständlich hin, dass der ASV nach dem ersten Kampf mit 4:0 in Führung liegt. Und auch in dieser Saison führt er schon wieder die Bestenliste aller Ringer mit sieben Siegen und 26:1 Punkten an.

Frank Stäbler ist am Samstag zwar gegen einen Klasseringer wie den EM-Dritten Bozo Starcevic trotz guten Kampfes knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt. Dennoch konnte er sich nicht nur von den heimischen Zuschauern feiern lassen. Von seinem Heimatverein TSV Musberg war eine Abordnung mit 17 Jugendringern in die Mühlauhalle gekommen. Sie alle waren von der Atmosphäre und den tollen Kämpfen dieses Abends begeistert und bejubelten „Fränky“ auch nach der knappen Niederlage stürmisch.

Nicht nur die Nendinger Bundesligamannschaft war am Samstag erfolgreich. Auch die zweite und dritte Mannschaft des ASV überzeugte mit deutlichen Siegen gegen die Mannschaften aus Taisersdorf. Einer war allerdings diesmal nur unter den Zuschauern. Louis Stumpe wurde als Stammringer der Zweiten in der Regionalliga diesmal geschont. Er hatte in den beiden letzten Kämpfen zunächst unerklärliche konditionelle Einbrüche, die aber offensichtlich auf eine nicht restlos auskurierte Erkältung zurückzuführen sind. Deshalb soll er nun eine Regenerationspause erhalten, die ihn zur alten Stärke zurückführen soll.

Vor dem Bundesligakampf am Samstag herrschte für einige Zeit vollkommene Stille in der Mühlauhalle. Mit einer Schweigeminute wurde des unlängst verstorbenen Reiner Schilling gedacht, der wie kein anderer als Ringer, Trainer und Vorsitzender die Geschichte des ASV Nendingen in den letzten 50 Jahren in hervorragender Manier geprägt hatte. Die Bundesligaringer gingen deswegen im Gedenken an diese große Persönlichkeit mit einem schwarzen Trauerband an ihren Trikots auf die Matte.

ASV II - KSV Taisersdorf 22:15

Artikel vom 29.10.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4220, Kommentare: 0

ASV Nendingen II schlägt den Tabellenführer KSV Taisersdorf I

Mit 22:15 hat die Nendinger Zweite am Samstag überraschend deutlich gegen den bisherigen Tabellenführer KSV Taisersdorf I gesiegt. Damit hat ASV Nendingen II mit dem vierten Sieg in Folge mit 12:6 und nur zwei Punkten hinter dem neuen Tabellenführer KSV Ispringen zur Spitzengruppe der besten fünf Mannschaften aufgeschlossen.

Wegen der Verletzungsprobleme in der ersten Mannschaft kamen in der Mühlauhalle mit den Routiniers Eduard Kratz und Daniel Reichle sowie dem jungen Lukas Stiller drei weitere Ringer zum erstmaligen Saisoneinsatz in der Nendinger Zweiten. Nach schönen Kämpfen und einem vorübergehenden Rückstand von 14:15 sicherten letztlich Yan Ceaban und Eduard Kratz mit souveränen Vier-Punkte-Siegen doch noch den klaren Sieg des ASV.

Eine rundum überzeugende Leistung bot Kevin Mägerle (55 kg F) zum Auftakt. Gegen Stefan Schneider holte er vorzeitig mit 12:0 Punkten einen schönen Überlegenheitssieg. Auch David Stumpe (120 kg G) bot diesmal gegen den fast 20 kg schwereren Favoriten Frank Höfler einen engagierten und couragierten Kampf. Auch wenn er knapp mit 0:2 Mannschaftspunkten unterlag, kann man ihm eine starke Leistung bescheinigen.

Kurzen Prozess machte wieder Florin Gavrila (60 kg G) mit Konstantin Braun. Schon nach 22 Sekunden lag der junge Taisersdorfer auf den Schultern. Sehr viel größeren Widerstand leistete für den KSV Daniel Höfler gegen Marc Buschle (96 kg F). Der Nendinger Co-Trainer war aber immer Herr auf der Matte und siegte mit 7:1 Wertungspunkten. Ohne Chance hingegen war erwartungsgemäß Lukas Stiller, der in der Klasse bis 66 kg F eingesprungen war. Der zur deutschen Spitzenklasse gehörende Stefan Käppeler demonstrierte mit einem schnellen Schultersieg seine Klasse.

Auch Maximilian Stumpe (84 kg G) musste die Überlegenheit des routinierten Vojtech Benedek anerkennen. Zwar wehrte er sich verbissen, nach fünf Minuten aber wurde er vom gut leitenden Kampfrichter Wolfgang Spänle (Bruchsal) nach der dritten Passivitätsverwarnung von der Matte gestellt. Umgekehrt die Vorzeichen in der Klasse bis 66 kg G, wo Baris Diksu gegen den nur auf Abwehr bedachten Uwe Plessing vor dem Disqualifikationssieg stand, sich dann aber doch mit einem ungefährdeten Sieg mit 6:0 Wertungspunkten begnügen musste.

Routinier Daniel Reichle war in der Klasse bis 84 kg F eingesprungen. Gegen Mario Häuslbauer leistete er zwar lange Widerstand, musste dann aber doch eine Überlegenheitsniederlage hinnehmen. Damit gingen die Gäste erstmals knapp in Führung, aber mit zwei schnellen Siegen in den Klassen bis 74 kg stellten die Nendinger dann doch den klaren Sieg sicher.

Zunächst brillierte einmal mehr Yan Ceaban mit Beinschrauben und anderen schönen Freistiltechniken, die ihm gegen Remo Martin schon nach knapp zwei Minuten den vorzeitigen Sieg sicherten. Und dann zeigte Eduard Kratz, der für den gesundheitlich angeschlagenen Louis Stumpe antrat, seine große Klasse im griechisch-römischen Stil. Schon nach 95 Sekunden lag der gewiss nicht schlechte Andreas Rinderle nicht nur mit 0:8 Punkten zurück sondern auch auf den Schultern.

Am kommenden Freitag kommt es nun zu einem weiteren Spitzenkampf in der Regionalliga, wenn ASV Nendingen II mit dem KSV Ispringen I schon wieder einen aktuellen Tabellenführer in der Nendinger Donauhalle erwartet.

Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Kevin Mägerle – Stefan Schneider 4:0 (TÜ 12:0). – 120 kg G: David Stumpe – Frank Höfler 0:2 (PS 0:3). – 60 kg G: Florin Gavrila – Konstantin Braun 4:0 (SS bei 4:0). - 96 kg F: Marc Buschle – Daniel Höfler 3:1 (PS 7:1). – 66 kg F: Lukas Stiller – Stefan Käppeler 0:4 (SS bei 0:3). – 84 kg G: Maximilian Stumpe – Vojtech Benedek 0:4 (DS bei 0:3). – 66 kg G: Baris Diksu – Uwe Plessing 3:0 (PS 6:0). – 84 kg F: Daniel Reichle – Mario Häuslbauer 0:4 (TÜ 0:11). – 74 kg F: Yan Ceaban – Remo Martin 4:0 (TÜ 11:0). – 74 kg G: Eduard Kratz – Andreas Rinderle 4:0 (SS bei 8:0). Endstand: 22:15

ASV I - TuS Adelhausen 17:13

Artikel vom 29.10.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4073, Kommentare: 0

Benjamin Raiser wird zum Matchwinner für den ASV Nendingen

Der Spitzenkampf der 1. Bundesliga Süd zwischen dem ASV Nendingen und dem TuS Adelhausen hat am Samstag in der voll besetzten Mühlauhalle alle Erwartungen erfüllt. 1220 Zuschauer erlebten einen höchst spannenden Ringerabend, begeisternde Kämpfe und einen verdienten Sieg des ASV mit 17:13. Zum Matchwinner für Nendingen wurde Benjamin Raiser, der trotz beruflich bedingtem Trainingsrückstand in einem dramatischen Kampf überraschend gegen Florian Hassler mit einem knappen Punktsieg die Weichen für den Sieg des ASV stellte.
 
Dabei war die Ausgangssituation der Nendinger alles andere als optimal. Mit Samet Dülger und Ergün Aydin fehlten nach wie vor zwei verletzte deutsche Stammringer. So musste Trainer Volker Hirt sogar Jugendtrainer Dominik Hipp, der im letzten Jahr seinen Abschied von der Matte erklärt hatte, zum Einsatz in der Bundesliga überreden. Als am Samstag die clevere Mannschaftsaufstellung der Gäste bekannt wurde, war Volker Hirt denn auch alles andere als optimistisch: „Das reicht heute wohl nicht.“
Doch einige seiner Ringer wuchsen an diesem Abend über sich hinaus. Die schnellen Vier-Punkte-Siege von Ghenadie Tulbea und Roman Amoyan brachten in der Anfangsphase mit ihren Turbo-Auftritten die nötige Stimmung in die Halle. Und dann entschieden die ASV-Ringer von sechs engen Schlüsselkämpfen vier für sich. Vor allem die Siege von Benjamin Raiser und Andrei Perpelita ebneten hier den Weg zum Erfolg. Als dann auch Balasz Kiss und Nenad Zugaj die von ihnen erhofften Siege einfuhren, war zum Abschluss der Vorrunde der siebte Sieg in Folge und die „Herbstmeisterschaft“ des ASV perfekt.
 
Ghenadie Tulbea (55 kg F) legte mit einem souverän schon in den ersten drei Minuten herausgerungenen Überlegenheitssieg gegen Marc Luithle einmal mehr den Grundstein für den Erfolg des ASV. Der ganz entschlossen ringende WM-Dritte Balasz Kiss (120 kg G) hatte mit Alin Alexuc-Ciuraiu ebenfalls einen WM-Starter gegen sich. Der Gast war allerdings nur defensiv eingestellt und kassierte nach einer Ermahnung in der Wahrnehmung des Publikums noch drei Verwarnungen, was zu seiner Disqualifikation und einem 4:0 Sieg für „Balu“ gereicht hätte. Doch der insgesamt gut leitende Kampfrichter Uwe Steuler (Koblenz) nahm am Ende eine der Verwarnungen zurück, so dass sich Nendingen mit 2:0 Mannschaftspunkten begnügen musste.
Eine absolute Weltklasseleistung bot Roman Amoyan (60 kg G) gegen den Deutschen Meister Ceyhun Zaidov. Schon nach zwei Minuten hatte er seinen Gegner mit 11:0 Punkten in überragender Manier deklassiert. Sehr viel enger her ging es dann in der Klasse bis 96 kg F, wo sich mit Nicolai Ceban und Yuri Belonowski die beiden bisher ungeschlagenen Ringer dieser Klasse gegenüber standen. In einem ganz engen Kampf setzte sich hier der etwas agilere Gast durch, so dass Adelhausen zu den ersten zwei Punkten kam.
Den nächsten Schlüsselkampf aber konnte der ASV mit Andrei Perpelita (66 kg F) für sich entscheiden. Der WM-Elfte hatte hier mit dem WM-Neunten Ivan Guidea einen genauso brillanten Freistiltechniker gegen sich. Nicht nur die Experten unter den Zuschauern waren über diesen ständig hin und her wogenden Spitzenkampf begeistert. Unter dem Jubel der ASV-Anhänger setzte sich letztlich Perpelita mit 7:5 durch und brachte Nendingen so mit einer beruhigenden Führung von 12:3 in die Pause.
 
Nenad Zugaj (84 kg G) tat sich dann aber mit dem immer noch erstaunlich starken Konstantin Schneider, dem WM-Dritten von 2005, etwas schwer. Nach zähem Kampf ohne Wertungspunkte musste sich der ASV-Ringer mit einem 1:0 Sieg nach Kampfrichterentscheid zufrieden geben. Für die Vorentscheidung für Nendingen sorgte dann aber unerwartet Benjamin Raiser (66 kg G). Wegen seines Trainingsrückstands galt er gegen Florian Hassler eigentlich als Außenseiter. Doch „Benji“ wuchs einmal mehr über sich hinaus und baute mit einem hart erkämpften Punktsieg die Nendinger Führung auf 15:4 aus.
 
Da konnten dann auch die Niederlagen in den letzten drei Kämpfen nichts mehr am Nendinger Sieg ändern. Achmed Dudarov (84 kg F) unterlag mit 1:3 gegen Krystian Brzozowski. Dominik Hipp (74 kg F) musste sich erwartungsgemäß gegen den EM-Dritten Gergö Wöller vorzeitig geschlagen geben. Und zum Schluss lieferten sich Frank Stäbler, WM-Dritter der Klasse bis 66 kg, und Bozo Starcevic, EM-Dritter der Klasse bis 74 kg, den erwartet engen Kampf auf hohem Niveau. Der Gast setzte sich hier etwas glücklich mit 3:2 Wertungspunkten durch, so dass die starke Adelhauser Mannschaft die Niederlage in engen Grenzen halten konnte.
 
Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Marc Luithle 4:0 (TÜ 12:0). – 120 kg G: Balasz Kiss – Alin Alexuc-Ciuraiu 2:0 (PS 4:0). 60 kg G: Roman Amoyan – Ceyhun Zaidov 4:0 (TÜ 11:0). – 96 kg F: Nicolai Ceban – Yuri Belonowski 0:2 (PS 0:2). – 66 kg F: Andrei Perpelita – Ivan Guidea 2:1 (PS 7:5). – 84 kg G: Nenad Zugaj – Konstantin Schneider 1:0 (PE 0:0). – 66 kg G: Benjamin Raiser – Florian Hassler 2:1 (PS 3:1). – 84 kg F: Achmed Dudarov – Krystian Brzozowski 1:3 (PS 1:10). – 74 kg F: Dominik Hipp – Gergö Wöller 0:4 (TÜ 3:15). – 74 kg G: Frank Stäbler – Bozo Starcevic1:2 (PS 2:3). Endstand: 17:13

TuS Adelhausen II - ASV II 17:22

Artikel vom 21.10.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 3887, Kommentare: 0

ASV Nendingen II überzeugt mit einem weiteren Sieg in Adelhausen

Vielleicht ist der Sieg von ASV Nendingen II beim TuS Adelhausen II ein gutes Vorzeichen für das Duell der beiden Vereine in der Bundesliga am kommenden Samstag. Die Nendinger Zweite besiegte in der Regionalliga die Schwarzwälder mit 22:17. Das sollte der Bundesligamannschaft des ASV  Ansporn sein, dann in der Mühlauhalle die starke erste Mannschaft des TuS ebenfalls zu bezwingen.
Die von Marc Buschle angeführte Nendinger Mannschaft war am Samstag in Adelhausen relativ ungefährdet. Obwohl man die Klasse bis 84 kg F unbesetzt ließ, lag der ASV schon vor dem letzten Kampf unter anderem mit fünf Vier-Punkte-Siegen klar mit 22:13 in Führung. Dabei gefiel erneut vor allem Maximilian Stumpe, der wieder einen Überlegenheitssieg errang.
 
Trotz einiger guter Ansätze musste sich Kevin Mägerle (55 kg F) gegen Jörn Schubert vorzeitig geschlagen geben. Mit etwas mehr Selbstvertrauen wäre hier vielleicht mehr möglich gewesen. David Stumpe (120 kg G) ließ sich zu Beginn bei einer Kopfklammer von Michael Herzog kontern, hatte dann aber seinen Gegner gut im Griff und siegte mit 6:3.
Ganz souverän zeigte sich einmal mehr Florin Gavrila (60 kg G). Gegen Alexander Kizimov kam er bei einer Führung von 11:0 zu einem schnellen Schultersieg. Ihm gleich tat es dann der andere Nendinger Co-Trainer Marc Buschle (96 kg F). Wieder einmal packte er seinen Spezialgriff aus und legte Felix Krafft nach einer guten Minute auf die Schultern.
Gegen Manuel Wolfer, den Dritten der Junioren-WM, war Robin Baur (66 kg F) natürlich ohne Chance und konnte eine schnelle Schulterniederlage nicht vermeiden. Eine deutliche Aufwärtstendenz ließ Maximilian Stumpe (84 kg G) in den letzten beiden Kämpfen erkennen. Gegen Kevin Kähny zeigte er mit schönen Griffen und einem Überlegenheitssieg wieder eine sehr gute Leistung.
Ähnlich überlegen war Baris Diksu (66 kg G). Auch er überzeugte mit einem vorzeitigen Vier-Punkte-Sieg und brachte damit den ASV vorentscheidend mit 18:9 in Führung. Nachdem Adelhausen durch einen kampflosen Sieg zwar etwas verkürzen konnte, baute jedoch Yan Ceaban (74 kg F) mit einem Schultersieg gegen Denis Grether die Nendinger Führung uneinholbar aus.
Der letzte Kampf sorgte dann noch einmal für ein Kuriosum. Louis Stumpe (74 kg G) brillierte in der ersten Hälfte mit hohen Wertungen und einer Führung von 8:0. Dann aber schwanden seine Kräfte und der international erfahrene Zsolt Berki drängte den jungen Nendinger in die Defensive. Der insgesamt gut leitende Kampfrichter Lars Günthner (Weingarten) zeigte sich hier rigoros und sprach gegen das ASV-Talent in relativ kurzer Zeitspanne drei Verwarnungen und damit die Disqualifikation aus.
 
Mit diesem Erfolg in Adelhausen liegt die Nendinger Zweite nun nach wie vor nur drei Punkte hinter dem Tabellenführer KSV Taisersdorf I, der am kommenden Samstag zu einem spannenden Lokalderby in die Mühlauhalle kommt.
 
Die Kämpfe im Einzelnen (Adelhausen zuerst genannt): 55 kg F: Jörn Schubert – Kevin Mägerle 4:0 (TÜ 11:0). – 120 kg G: Michael Herzog – David Stumpe 1:2 (PS 3:6). – 60 kg G: Alexander Kizimov – Florin Gavrila 0:4 (SS bei 0:11). – 96 kg F: Felix Krafft – Marc Buschle 0:4 (SS bei 0:3). – 66 kg F: Manuel Wolfer – Robin Baur 4:0 (SS bei 3:0). – 84 kg G: Kevin Kähny – Maximilian Stumpe 0:4 (TÜ 0:11). – 66 kg G: Philipp Späne – Baris Diksu 0:4 (TÜ 0:11). – 84 kg F: 4:0 Philipp Gerbode (TuS) siegt ohne Gegner. – 74 kg F: Denis Grether – Yan Ceaban 0:4 (SS bei 0:3). – 74 kg G: Zsolt Berki – Louis Stumpe 4:0 (DQ bei 5:8). Endstand: 17:22

RG Waldkirch/Kollnau - ASV II 14:25

Artikel vom 17.10.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4192, Kommentare: 0

ASV Nendingen II überzeugt mit klarem Sieg bei der RG Waldkirch/Kollnau

Die Nendinger Zweite hat am Samstag bei der bisher punktgleichen RG Waldkirch/Kollnau mit einem unerwartet klaren Sieg mit 25:14 voll überzeugt. Bis auf eine Ausnahme endeten alle Kämpfe vorzeitig, wobei der ASV drei Schultersiege und weitere drei Überlegenheitssiege verbuchte.

Vor allem in den vier schwereren Klassen waren die Nendinger klar überlegen. Die große Überraschung gelang dabei Maximilian Stumpe, der gegen den gewiss nicht schlechten Konstantin Miscenko nach gut drei Minuten schon 12:0 Punkte erkämpft hatte.

Kevin Mägerle (55 kg G) hielt gegen Viktor Lyzen anfangs gut mit, musste dann aber doch die Überlegenheit seines starken Gegners anerkennen. Die nächsten drei Kämpfe jedoch gingen schon nach insgesamt drei Minuten an Nendingen. David Stumpe (120 kg G) schulterte Johann Jochim nach einer guten Minute. Noch schneller machte es Florin Gavrila (60 kg G). Schon nach 50 Sekunden hatte er Marian Stoica entscheidend besiegt.

Und auch Marc Buschle benötigte nicht einmal eine Minute. Der RG-Stammringer Igor Maier war durch einen Polizeieinsatz verhindert und sein Ersatz Frederik Reichenbach konnte eine schnelle Schulterniederlage nicht vermeiden. Die letzte Begegnung vor der Pause war dann der einzige wirklich enge Kampf. Tim Baur (66 kg F) ließ sich zu Beginn von Michael Rieder überraschen. In der zweiten Hälfte war er der klar dominierende Ringer. Trotz starker Leistung gelang ihm aber der letzte entscheidende Punkt nicht mehr, so dass er sich knapp mit 2:3 geschlagen geben musste.

Beim Aufeinandertreffen von Maximilian Stumpe (84 kg G) gegen Konstantin Miscenko war ebenfalls mit einem ganz harten Kampf gerechnet worden. Doch der Mühlheimer zeigte hier seine vielleicht bisher beste Leistung im ASV-Trikot. Unter anderem mit herrlichem Armzug gelangen ihm schöne Wertungen, die ihm schon zu Beginn der zweiten Hälfte den vorzeitigen Vier-Punkte-Sieg brachten. Ebenfalls klar überlegen war Baris Diksu (66 kg G). Gegen Gaetano Giuliano errang er ohne Probleme einen Sieg mit 11:0 Punkten.

Noch schneller ging es bei Piotr Ianulov (84 kg F), der diesmal in der Regionalliga aushalf. Sven Thiem war gegen ihn deutlich überfordert und unterlag schnell mit 0:12. Damit lag der ASV mit 25:6 in Führung und die Gastgeber konnten dann nur noch Ergebniskosmetik betreiben.  In der Klasse bis 74 kg F war bei Nendingen Attila Tolvaj als Ersatz eingesprungen. Gegen Marius Quinto war der junge Nendinger aber bei seiner klaren Niederlage ohne Chance.

Mit Spannung wurde der Kampf in der Klasse bis 74 kg G erwartet. Louis Stumpe hatte im letzten Jahr gegen Georgi Ketiladze, den wohl stärksten Ringer dieser Klasse in der Regionalliga, einen völlig überraschenden Punktsieg gelandet. Diesmal aber war er gesundheitlich angeschlagen und ohne Chance. Er kam überhaupt nicht in den Kampf hinein und musste eine klare Niederlage einstecken.

Die Kämpfe im Einzelnen (Waldkirch/Kollnau zuerst genannt): 55 kg F: Viktor Lyzen - Kevin Mägerle 4:0 (TÜ 12:1). - 120 kg G: Johann Jochim - David Stumpe 0:4 (SS bei 0:3). -  60 kg G: Marian Stoica - Florin Gavrila 0:4 (SS bei 0:4). - 96 kg G: Frederik Reichenbach - Marc Buschle 0:4 (SS bei 0:3). - 66 kg F: Michael Rieder - Tim Baur 2:1 (PS 3:2). - 84 kg G: Konstantin Miscenko - Maximilian Stumpe 0:4 (TÜ 0:12). - 66 kg G: Gaetano Giuliano – Baris Diksu 0:4 (TÜ 0:11). - 84 kg F: Sven Thiem - Piotr Ianulov 0:4 (TÜ 0:12). - 74 kg F: Marius Qunito - Attila Tolvaj 4:0 (TÜ 12:0). - 74 kg G: Georgi Ketiladze - Louis Stumpe 4:0 (TÜ 11:0). Endstand: 14:25

Vorbericht zum 12.10.2013

Artikel vom 17.10.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4527, Kommentare: 0

Nur Auswärtskämpfe in den nächsten zwei Wochen

Am Samstag, 12. Oktober, kämpfen die erste und die zweite Mannschaft auswärts:

Bundesliga: 19.30 Uhr KSV Aalen – ASV Nendingen

Regionalliga: 20.00 Uhr RG Waldkirch/Kollnau I – ASV Nendingen II

 

Der ASV will im württembergischen Derby wieder gewinnen

Im letzten Jahr hat der ASV Nendingen beim alten Rivalen KSV Aalen einen unerwartet hohen Sieg eingefahren. Auch in dieser Saison soll am Samstag im sechsten Kampf die Siegesserie fortgeführt werden. Der ASV muss als Favorit gelten, bei den Ostalbbären sind aber einige neue starke Ringer im Kader, die sehr zu beachten sein werden

In der vorigen Woche hat Aalen nur ganz knapp und sehr unglücklich mit 16:17 gegen Triberg verloren. So einfach wird die Aufgabe für Volker Hirt und seine Ringer also sicher nicht. Zwei ganz starke Zugänge sind zum Beispiel die Türken Abdulsamet Ugurli und Selahettin Kilicsallayan.

Ugurli (60 kg G) hat im letzten Kampf den Triberger Victor Ciobanu nach klarer Führung geschultert. Er wird also kaum zu bezwingen sein. Und der Juniorenweltmeister Kilicsallayan (66 kg F) muss ebenfalls als Favorit gelten, obwohl er gegen den starken Triberger Sava unglücklich auf die Schultern ging, nachdem er vorher nicht weniger als 13 Punkte gesammelt hatte. Dazu kommen mit dem Georgier Tedore Ebanoidze (96 kg F) und Marius Atofani (74 kg F), der gegen den Triberger Talambat nach einer Minute schon mit 11:0 gewonnen hatte, zwei weitere Klasseringer. Und natürlich hat der KSV immer noch sein absolutes Ass Arsen Julfalakyan (74 kg G) im Ärmel. Mal sehen, ob dieser Trumpf gegen Nendingen gezogen wird. Von den deutschen Ringern sind der mehrfache deutsche Meister Christian Fetzer (66 kg G), Ralf Böhringer (120 kg G) und der sehr stark gewordene Benjamin Sezgin (84 kg F) besonders zu beachten.

Es ist auf jeden Fall ein spannender Kampf zu erwarten, bei dem am Ende hoffentlich der ASV die Nase vorn haben wird. Für Fans ist natürlich wieder Mitfahrgelegenheit im Ringerbus geboten.

Die Zweite erwartet einen engen Kampf bei der RG Waldkirch/Kollnau

ASV Nendingen II reist am Samstag zur RG Waldkirch/Kollnau, bei der man sich in den letzten Jahren immer schwer getan hat. Im Augenblick stehen beide Mannschaften punktgleich mit 6:6 und fast identischem Einzelpunktverhältnis gleichauf in der Tabelle der Regionalliga. Da ist also ein ganz spannender Kampf mit völlig ungewissem Ausgang zu erwarten. Falls die Nendinger mit ihrer stärksten Formation antreten können, sollte ein Sieg möglich sein. Viel wird also davon abhängen, ob nicht wieder Stammringer für die Erste abgestellt werden müssen.

Vorbericht zum 03. und 05.10.2013

Artikel vom 02.10.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4893, Kommentare: 0

Doppelkampftag am Wochenende

Am Feiertag Donnerstag, 3. Oktober, und am Samstag, 5. Oktober, findet für die erste und zweite Mannschaft ein Doppelkampftag statt.
 
Donnerstag, 3. Oktober
13.00 Uhr Bundesliga: KSV Schriesheim – ASV Nendingen
17.00 Uhr Regionalliga: RG Hausen/Zell I – ASV Nendingen II
 
Samstag, 5. Oktober in der Mühlauhalle
17.30 Uhr Regionalliga: KSV Ketsch I – ASV Nendingen II
19.30 Uhr Bundesliga: ASV Nendingen – SV Triberg
 
ASV will zwei Siege in der Bundesliga
Der ASV will an diesem verlängerten Wochenende zwei Siege in der 1. Bundesliga einfahren. Ohne den Aufsteiger zu unterschätzen, müsste dies am Donnerstag beim KSV Schriesheim durchaus gelingen. Die Nordbadener sind mit zwei klaren Niederlagen gegen den SV Triberg und den KSV Aalen in die 1. Bundesliga gestartet.
Besonders beachtet werden müssen beim KSV jedoch seine vier rumänischen Spitzenringer. Georgian Carpen (66 kg G) wurde 2012 hinter Frank Stäbler Vize-Europameister. Aber auch Attila Tamas (84 kg G), Ionel Puscasu (74 kg G) und Nicolae Ciocaru (74 kg F) haben schon große internationale Erfahrung. Und auch Schriesheims deutsche Asse angeführt vom diesjährigen Deutschen Meister Marcus Plodek (84 kg F) und dem früheren Deutschen Meister Oldrik Wagner (96 kg F) sind stark einzuschätzen. Dennoch wäre alles andere als ein deutlicher Sieg des ASV Nendingen eine große Überraschung.
Viel schwerer wird es ohne Frage am Samstag im Heimkampf gegen den SV Triberg. Die Schwarzwälder waren die Überraschungsmannschaft der letzten Saison und sind in diesem Jahr noch stärker einzuschätzen. Deswegen dürfen die Gäste, die schon im letzten Herbst heftigen Widerstand leisteten, ganz und gar nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Die Triberger sind in ihrem ersten Kampf bei zwei noch ausstehenden Nachholkämpfen mit 15:13 gegen den SVG Weingarten in Führung gegangen und haben realistische Chancen auf einen Sensationssieg. ASV-Trainer Volker Hirt weiß um die Stärke der Gäste und wird seine Mannschaft entsprechend aufstellen.
Schon in den vier leichten Klassen ist Triberg außerordentlich gefährlich. Fatos Durmishi (55 kg F), der WM-Zehnte Victor Ciobanu (60 kg G), Mihail Sava (66 kg F) und der im letzten Jahr unbesiegte Aram Julfalakyan (66 kg G) sind normalerweise Punktegaranten für die Schwarzwälder. Dazu kommen noch der deutsche WM-Starter Florian Neumaier (74 kg G), der deutsche Vizemeister Michael Kaufmehl (84 kg F) und der starke Türke Kenan Gör (96 kg F).
Alles spricht also für einen sehr harten Kampf, der vermutlich auch erst in den beiden letzten Klassen entschieden wird. Aber ASV-Trainer Volker Hirt ist zuversichtlich: „Die sind zwar richtig stark, aber eigentlich liegen die uns ganz gut. Ich rechne also trotz allem mit einem Sieg.“
 
Schwere Aufgabe für die Zweite beim Tabellenführer
Bei der RG Hausen/Zell muss unsere Zweite am Donnerstag als Außenseiter gelten. Die Wiesentäler sind ganz stark in diese Saison gestartet und werden auf ihrer Matte kaum zu besiegen sein. Sie führen im Augenblick die Tabelle der Regionalliga klar an und wollen sich diese Spitzenstellung von den Nendingern nicht gefährden lassen. Der ASV könnte aber mit einer starken Aufstellung die Heimmannschaft durchaus ins Schwitzen bringen.
Im Heimkampf gegen den KSV Ketsch sollte aber am Samstag durchaus ein Sieg drin sein. Die Nordbadener haben aber am letzten Samstag mit ihrem ersten Sieg beim TuS Adelhausen II aufhorchen lassen. Leicht wird die Aufgabe für die Mannschaft um Marc Buschle herum also sicher nicht. Doch der ASV ist in der Favoritenrolle und will das auch durch einen Sieg bestätigen.
Der Kampf gegen Viernheim am letzten Samstag hat wieder gezeigt, wie schön die Kämpfe unserer Regionalligamannschaft sind. Es lohnt sich also wieder auf jeden Fall, sich schon um 17.30 Uhr auf den Weg in die Mühlauhalle zu machen.
 
Jugendmannschaft kämpft auswärts.
Unsere Jugendmannschaft reist am Samstag nach Taisersdorf. Ab 15.45 Uhr kommt es dort zum Kampf gegen die Gastgeber vom KSV Taisersdorf und gegen den KSV Wollmatingen. Dabei sind die Schützlinge von Dominik Hipp nicht chancenlos.
 
Aufbauteam
Das Aufbauteam trifft sich wieder am Freitag, 4. Oktober, ab 18.30 Uhr an der Mühlauhalle. Der Aufbau wird dann am Samstag mit möglichst vielen freiwilligen Helfern ab 8.30 Uhr fortgesetzt

 

Mattensplitter 13/2

Artikel vom 02.10.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4322, Kommentare: 0

Mattensplitter 13/2

Alle schwärmen von einem „genialen“ Ringerfest

Marc Buschle hat in seiner langen Ringerkarriere ja schon viel erlebt. Nach dem Großkampftag am Samstag in der Mühlauhalle fielen ihm nach dem Sieg gegen den SVG Weingarten aber spontan nur zwei Begriffe zur Beschreibung seiner Eindrücke ein: „Sensationell und einfach genial“. Damit meinte er nicht nur den ASV-Sieg gegen den bisher von ihm noch nie bezwungenen Gegner, sondern auch die Atmosphäre und Stimmung in der vollbesetzten Halle. An diesem Abend passte eben einfach alles zusammen. Weltklassesportler, tolle Kämpfe auf höchstem Niveau, bis zum Schluss anhaltende Spannung mit einem Heimsieg am Ende und dazu ein Publikum, das begeistert die Kämpfer auf der Matte anfeuerte. Auch DRB-Vizepräsident Günter Maienschein war enorm beeindruckt von diesem Ringerfest. „Und außerdem freut es mich natürlich als Präsident des württembergischen Verbandes, dass dem ASV ein Sieg gegen den stärksten badischen Verein gelungen ist.“

Auch die Fangruppe aus Weingarten trug mit zur guten Stimmung bei. Sie lieferte den ASV-Anhängern einen fairen Wettstreit in der Unterstützung der eigenen Mannschaft. Und auch als die Niederlage des SVG feststand, nahmen ihre Gesänge und Sprechchöre noch kein Ende. Kein Wunder, dass die Ringer diese Atmosphäre sichtlich genossen. Vor allem Nenad Zugaj und Balazs Kiss lieben sichtlich diesen dichten Kontakt mit den Zuschauern und es ist bemerkenswert, wie beispielsweise die Zugaj-Brüder auf ihrer Homepage begeistert jeweils ihre Erlebnisse beim ASV Nendingen schildern.

Und für Balazs Kiss brachte dieser Abend natürlich noch eine besondere Ehrung. Vor dem Kampf überreichten ihm ASV-Vorsitzender Werner Marquardt und Trainer Volker Hirt einen Geschenkkorb zur Würdigung seiner WM-Bronzemedaille. „Balu“ genoss nicht nur diese Ehrung, sondern war den ganzen Abend schon in Feierlaune. „Ich habe jetzt drei nicht so erfolgreiche Jahre mit einigen Verletzungen hinter mir. Und jetzt freue ich mich einfach riesig, dass es nicht nur bei der WM in meiner Heimatstadt Budapest sondern auch hier beim ASV wieder richtig gut läuft.

Einige Zuschauer waren überrascht, als mit Tim Baur ein 15-jähriger Ringer in der ersten Mannschaft des ASV auftauchte. Der deutsche Jugendvizemeister zählt seit dieser Saison als großes Talent zum Bundesligakader der Nendinger. Dass er jetzt schon zu seinem ersten Einsatz in der Bundesliga kam, hängt damit zusammen, dass an diesem Samstag mit Samet Dülger und Achmed Dudarov ausgerechnet zwei deutsche Ringer auf der Verletztenliste standen. Beide waren für diesen Kampf fest eingeplant. Um die Deutschquote dennoch zu erfüllen, musste ein U23-Ringer eingesetzt werden. Und Tim Baur füllte diese Rolle gerne aus, auch wenn natürlich auch ihm klar war, dass er gegen einen Klassemann wie Anatoli Guidea noch ohne Chance war.

Nach dem dritten Kampftag der Bundesliga kann man sicher schon ein erstes Fazit über die Änderungen im Regelwerk ziehen. Ohne Frage sind die Kämpfe im griechisch-römischen Stil durch die verschärften Passivitätsregeln deutlich dynamischer und attraktiver geworden. Obwohl durchaus noch Verbesserungen möglich oder nötig sind und obwohl die Rolle des Mattenleiters sicherlich anspruchsvoller geworden ist, war Kampfrichter Uwe Manz (TuS Bönen) am Samstag sehr zuversichtlich: „Die Reformen haben sich jetzt schon bewährt und die Zuschauer profitieren doch eindeutig von der gestiegenen Attraktivität der Kämpfe.“

An diesem Samstag, 5. Oktober, können sich die Ringsportfreunde schon auf den nächsten interessanten Kampf in der Mühlauhalle freuen. Mit dem SV Triberg kommt nämlich eine Mannschaft, die schon am ersten Kampftag gegen den SVG Weingarten gezeigt hat, dass sie auch in dieser Saison wieder in die Endrunde einziehen kann und die „Großen“ ärgern will. Bei zwei noch ausstehenden Nachholkämpfen liegen sie gegen Weingarten noch mit 15:13 in Führung. Ein Sieg erscheint also durchaus möglich. Und auch gegen Nendingen fühlen sich die selbstbewussten Schwarzwälder ganz und gar nicht als chancenlose Außenseiter.

ASV Nendingen I - SVG Weingarten 21:18

Artikel vom 30.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4376, Kommentare: 0

Ringerkrimi bringt ersteb Sieg des ASV Nendingen gegen den SVG Weingarten

Am Samstag um 21:28 Uhr glich die Mühlauhalle einem Tollhaus. Soeben hatte der ASV Nendingen nach einem an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Thriller den mehrfachen deutschen Meister SVG Weingarten erstmals knapp mit 21:18 besiegt. „Edi“ Kratz konnte sich mit einem knappen Sieg im letzten Kampf als Matchwinner feiern lassen und kaum einen der 1200 begeisterten Zuschauer hielt es da mehr auf den Sitzen.
Auch ASV-Trainer Volker Hirt musste danach erst um Fassung ringen: „Ich bin einfach nur überglücklich. Nach der ganzen Vorgeschichte mit den Verletzungen und den Aufstellungsplanspielen bis zum letzten Tag hätte ich einen Sieg fast nicht mehr für möglich gehalten.“ Nach der Verletzung des fest eingeplanten Achmed Dudarov war in der Woche zuvor auch noch Stammringer Samet Dülger ausgefallen. Der Ausfall dieser beiden deutschen Ringer machte die Erfüllung der Deutsch-Quote zu einem großen Problem, das aber letztlich optimal gelöst wurde.
Auf beiden Seiten waren in dieser Spitzenbegegnung insgesamt acht WM-Ringer, darunter zwei Medaillengewinner, im Einsatz. Als die Mannschaftsaufstellungen bekannt wurden, war in fast jeder der zehn Paarungen mit hochklassigen, ausgeglichenen und offenen Kämpfen zu rechnen. Niemand wollte deswegen im Vorfeld mit einer festen Prognose herausrücken. Überraschend war dann aber doch, dass relativ viele Kämpfe einen klaren Sieger fanden, ohne dass dadurch auch nur ein Funke der knisternden Spannung verloren ging. Der ASV Nendingen gewann die fünf oberen und die leichteste Gewichtsklasse, während sich die Gäste mit vier Siegen in den mittleren Klassen begnügen mussten.
Für einen perfekten Start in dieses Ringerfest sorgte gleich zu Beginn Ghenadie Tulbea (55 kg F). Gegen Alexandru Chirtoaca war wie in früheren Begegnungen ein ganz enger Kampf erwartet worden. Doch das ASV-Ass überraschte seinen Gegner schon in der 2. Minute mit einem blitzschnellen Beinangriff, der zum umjubelten Schultersieg führte. Dieser nicht einkalkulierte Vier-Punkte-Sieg sollte sich später als entscheidende Grundlage für den Gesamtsieg des ASV erweisen. Noch größer wurde der Jubel in der Mühlauhalle, als anschließend Publikumsliebling Balazs Kiss (120 kg G) in einem schönen Kampf den deutschen WM-Starter Oliver Hassler deutlich beherrschte und mit 6:1 Punkten besiegte.
Darauf folgte aber wieder die Ernüchterung im Kampf von ASV-Neuzugang Dawid Ersetic (60 kg G) gegen den WM-Dritten Peter Modos. Vier Minuten lang schien Ersetic seinen passiv wirkenden Gegner zu dominieren und ging auch mit 1:0 in Führung. Dann aber drehte Modos vor allem aus der Bodenlage wie entfesselt auf und holte sogar noch einen Vier-Punkte-Sieg für die Gäste. In einem hochklassigen Freistilkampf konnte aber Nicolai Ceban (96 kg F) gegen den sehr agilen Bekhan Kurkiev mit einem hart erkämpften aber sicheren Sieg mit 8:2 Punkten den Vorsprung des ASV auf 10:6 ausbauen.
Den Ausgleich zum Pausenstand von 10:10 besorgte für Weingarten Anatoli Guidea. Der für Samet Dülger kurzfristig eingesprungene 15-jährige Tim Baur (66 kg F) stand hier natürlich auf verlorenem Posten, schlug sich aber in seinem ersten Bundesligakampf beachtlich.
Das Wechselbad der Gefühle ging auch in der zweiten Hälfte weiter. Zunächst überrollte Nenad Zugaj (84 kg G) mit der Anfeuerung der ASV-Fans Mateusz Wolny richtiggehend. Ständig vorwärts marschierend drängte er den Gast in die Defensive und holte die Wertungen zum Vier-Punkte-Sieg. Genau umgekehrt dann in der Klasse bis 66 kg G, wo Benjamin Raiser gegen den starken Ion Panait unter die Räder geriet und nach dem 4. Passivitätsverstoß disqualifiziert wurde.
Damit stand es wieder ausgeglichen 14:14 und viel kam auf den Kampf von Piotr Ianulov (84 kg F) gegen den WM-Siebten Gabriel Seregelyi an. Der ASV-Ringer zeigte in dieser Situation eine absolute Weltklasseleistung, als er seinen Kontrahenten mit lehrbuchreifen Freistilangriffen vorzeitig mit 12:0 Punkten deklassierte und für seine Mannschaft damit einen letztlich entscheidenden Vorsprung erkämpfte.
Aber nach dem Kampf von Ergün Aydin(74 kg F) gegen Georg Harth wurde es doch noch einmal spannend. In einem als völlig offen erachteten Kampf war der Gast in den entscheidenden Momenten etwas schneller und cleverer und brachte sein Team auf 17:19 heran. Der Kampf der beiden Routiniers Eduard Kratz (74 kg G) und Adam Juretzko musste also die Entscheidung bringen. „Edi“ ging nach einem Durchdreher mit 3:0 in Führung und sein Gegner konnte zum Schluss nur noch auf 3:2 verkürzen. Das war’s dann aber auch und dann gab es nur noch stehende Ovationen für die Nendinger Mannschaft, die damit zum ersten Mal gegen den SVG mit 21:18 die Oberhand behielt.
Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Alexandru Chirtoaca 4:0 (SS bei 3:0). -120 kg G: Balazs Kiss - Oliver Hassler 3:1 (PS 6:1). - 60 kg G: Dawid Ersetic – Peter Modos 0:4 (TÜ 1:14). –  96 kg F: Nicolai Ceban – Bekhan Kurkiev 3:1 (PS 8:2). – 66 kg F: Tim Baur – Anatoli Guidea 0:4 (TÜ 0:11). – 84 kg G: Nenad Zugaj – Mateusz Wolny 4:0 (TÜ 13:2). – 66 kg G: Benjamin Raiser - Ionut Panait 0:4 (DS bei 0:10). – 84 kg F: Piotr Ianulov – Gabriel Seregelyi 4:0 (TÜ 12:0). – 74 kg F: Ergün Aydin – Georg Harth 1:3 (PS 1:7). – 74 kg G: Eduard Kratz – Adam Juretzko 2:1 (PS 3:2). Endstand: 21:18

ASV Nendingen II - SRC Viernheim 17:21

Artikel vom 30.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4151, Kommentare: 0

ASV Nendingen II muss sich dem SRC Viernheim knapp geschlagen geben

Im Vorkampf des Bundesligakrimis gab es in der Mühlauhalle schon in der Regionalliga den erwartet engen Kampf zwischen der Nendinger Zweiten und dem SRC Viernheim I. Auch hier konnte der ASV auf Grund der Verletzungsprobleme nicht mit der besten Mannschaft antreten und musste auch auf Baris Diksu wegen seines vorangegangenen Einsatzes in der Bundesliga verzichten. So konnten die starken Gäste mit 17:21 die Punkte nach Nordbaden entführen.
Nendingen erkämpfte zwar ebenfalls wie der SRC fünf Siege. Die größere Anzahl der Vier-Punkte-Erfolge gab aber den Ausschlag zugunsten der Gäste. Die mussten allerdings in der ersten Hälfte erleben, dass ihre beiden bulgarischen Asse von den beiden Nendinger Routiniers Marc Buschle und Florin Gavrila in toller Manier entzaubert wurden. Doch auch die deutlichen Siege von Yan Ceaban und Louis Stumpe in den beiden letzten Kämpfen konnten die knappe Niederlage nicht mehr verhindern.
Kevin Mägerle (55 kg F) musste sich trotz allen Bemühens Norman Balz vorzeitig geschlagen geben. Dann aber schien David Stumpe (120 kg G) in einem Sturmlauf den Gästetrainer Tony Seifert nach zwei Kopfschleudern und einer schnellen Führung von 8:0 zu überrollen. In der zweiten Hälfte bot sich dann allerdings ein völlig anderes Bild. Mit großen Konditionsproblemen konnte sich Stumpe gerade noch mit 8:7 zu einem knappen Punktsieg gegen seinen 17 kg leichteren Gegner retten.
Souverän jedoch wieder die Leistung von Florin Gavrila (60 kg G). Gegen den stark eingeschätzten Shyukri Salimov Shyukriev ließ er von Beginn weg keinen Zweifel an seinem Siegeswillen aufkommen. Mit zwei herrlichen Aushebern mit Fünfer-Wertungen entschied er den Kampf schon nach genau zwei Minuten für sich. Mindestens genauso stark dann die Leistung von Marc Buschle (96 kg G). Aylin Ashim Kudret erwies sich zwar als der erwartet gefährliche Gegner. In einem absolut hochklassigen Kampf setzte sich aber der Nendinger Co-Trainer mit seiner ganzen Routine und Cleverness mit 8:2 Punkten klar durch.
Robin Baur (66 kg F) konnte dann jedoch gegen den routinierten Sascha Niebler eine Niederlage nicht vermeiden. Zwar drehte er in der zweiten Hälfte stark auf, der Gast konnte aber für den SRC zum 9:9 zur Halbzeit ausgleichen. Ein ähnliches Bild dann in der Klasse bis 84 kg G. Maximilian Stumpe kam mit dem langen Sebastian Otto nicht zurecht und konnte erst zum Schluss den Rückstand noch etwas verkürzen.
Die Gäste schafften dann mit zwei klaren Siegen die vorzeitige Entscheidung. Steffen Baur (66 kg G) war schon gewichtsmäßig gegen Thomas Karnauka unterlegen und konnte eine Überlegenheitsniederlage nicht verhindern. Und natürlich war auch der junge Attila Tolvaj, der in der Klasse bis 84 kg F eingesprungen war, gegen den schon körperlich viel stärkeren Timo Schmitt klar unterlegen, so dass der SRC beim Stand von 10:20 nun nicht mehr gefährdet werden konnte.
Yan Ceaban (74 kg F) zeigte dann jedoch mit einem klaren Punktsieg gegen den starken Steven Gottschling seine Klasse. Und auch Louis Stumpe (74 kg G) drehte von Beginn an gegen Marco Schmitt voll auf. Mit einem blitzsauberen Armzug und anschließendem Ausheber ging er gleich mit 8:0 in Führung und hatte schon nach zwei Minuten den vorzeitigen Vier-Punkte-Erfolg geschafft. Durch diese beiden schönen Siege konnte der ASV aber lediglich noch auf 17:21 verkürzen.
Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Kevin Mägerle – Norman Balz 0:4 (TÜ 2:13) . – 120 kg G: David Stumpe – Tony Seifert 2:1 (PS 8:7). - 60 kg G: Florin Gavrila – Shyukri Salimov Shyukriev 4:0 TÜ 12:0). – 96 kg F: Marc Buschle – Aylin Ashim Kudret 3:1 (PS 8:2). – 66 kg F: Robin Baur – Sascha Niebler 0:3 (PS 0:6). – 84 kg G: Maximilian Stumpe – Sebastian Otto 1:3 (PS 2:9). – 66 kg G: Steffen Baur – Thomas Karnauka 0:4 (TÜ 0:12). – 84 kg F: Attila Tolvaj – Timo Schmitt 0:4 (SS bei 0:6). – 74 kg F: Yan Ceaban – Steven Gottschling 3:1 (PS 8:2). – 74 kg G: Louis Stumpe – Marco Schmitt 4:0 (TÜ 12:0). Endstand: 17:21

 

Bundesligaschlager in der Mühlauhalle

Artikel vom 27.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4377, Kommentare: 0

Bundesligaschlager in der Mühlauhalle - Gelingt der erste Sieg gegen Weingarten?

Erstmals in dieser Saison kommt es an diesem Samstag in der 1. Bundesliga zu einem Aufeinandertreffen von zwei der drei Top-Favoriten der Südgruppe. Die letzten Begegnungen zwischen dem ASV Nendingen und dem mehrfachen Deutschen Meister SVG Weingarten waren alle sehr hart umkämpft, aber immer hatten die Nordbadener bisher am Schluss die Nase vorn. Das könnte sich diesmal eventuell ändern, denn der ASV scheint in diesem Jahr tatsächlich stärker zu sein als im Vorjahr. Ob das aber zum Sieg reicht, wird am Samstag eine ganz spannende Frage sein.
Beide Mannschaften verfügen nicht nur über herausragende Spitzenringer sondern auch über einen breiten Kader, der vielfältige Aufstellungsvarianten möglich macht. Aus beiden Vereinen waren insgesamt 20 Ringer bei der WM in Budapest im Einsatz. Da wird am Samstag viel davon abhängen, wie viele davon nach diesem strapaziösen Turnier in der Mühlauhalle dann auch tatsächlich auflaufen werden. Und wahrscheinlich wird auch der eine oder andere WM-Medaillengewinner in der Mühlauhalle in Aktion sein.
 
Sicher ist aber auf jeden Fall, dass in jeder der zehn Paarungen Spitzenringer zu sehen sein werden, die für tollen Sport garantieren. Ein absoluter Ringerkrimi ist also vorprogrammiert, den man sich als Ringsportfreund nicht entgehen lassen sollte.
ASV-Trainer Volker Hirt blickt mit großer Vorfreude, aber auch gewissen Sorgen auf diese Begegnung: „Leider kann ich auf Grund von Verletzungsproblemen nicht meine Wunschformation auflaufen lassen. Aber wir sind dennoch stark genug, um den Gästen einen offenen Kampf zu liefern. Und vielleicht klappt es ja doch noch mit dem ersten Sieg.“
 
Volker Hirt will sich bei seiner Aufstellung noch nicht in die Karten schauen lassen. Bei den Gästen kann aber auf jeden Fall mit einem ganz starken Team gerechnet werden, in dem es keine Schwachpunkte gibt. Das fängt schon beim EM-Fünften Alexandru Chirtoaca (55 kg F) an, der in der letzten Saison nur einen einzigen Kampf verloren hat. Dann folgt der WM-Dritte Peter Modos (60 kg G) oder Araz Khalilov. In der Klasse bis 66 ist im Freistil mit Anatoli Guida, dem EM-Zweiten von 2012, zu rechnen und in 66 kg G hat der SVG die Wahl zwischen dem EM-Dritten Istvan Levai oder dem EM-Zweiten von 2010 Ionut Panait. Dann folgen vermutlich Szabolcs Lazslo oder Georg Harth (74 kg F) und als Greco-Ringer entweder Altmeister Adam Juretzko (74 kg G) oder der bulgarische Meister Ilian Georgiev.
 
Die Klasse bis 84 kg könnte deutsch besetzt sein mit dem Deutschen Meister und WM-Siebten Gabriel Seregelyi (F) und dem Deutsch-Polen Mateusz Wolny (G). Besonders spannend könnte es in der Klasse bis 96 kg F zugehen, denn Weingarten bringt hier wohl den Albaner Egzon Shala, der bei der WM als Zehnter gerade mal einen Platz hinter Nicolai Ceban lag. Und dann folgt wohl der Deutsche Meister Oliver Hassler (120 kg G), der bei der WM nur sehr unglücklich in Führung liegend eine Niederlage hinnehmen musste.
 
Am Samstag um 19.30 Uhr hat in der Mühlauhalle das Rätselraten ein Ende. Dann wird man die tatsächlichen Aufstellungen kennen und dann wird es auf der Matte hochklassigen Ringsport und auf den Rängen garantierte Hochspannung geben.
 
Schon um 17.30 Uhr wird eine weitere höchst interessante Begegnung zwischen ASV Nendingen II und dem SRC Viernheim in der Regionalliga beginnen. Nach dem klaren Heimsieg gegen den TSV Musberg und dem überraschend deutlichen Auswärtssieg bei der KG Fachsenfeld/Dewangen kann sich die Nendinger Zweite derzeit mit Fug und Recht als die Nummer drei in Württemberg hinter ASV Nendingen I und KSV Aalen I fühlen. Wer hätte das vor Jahren gedacht, dass der ASV mit zwei Mannschaften unter den Top 3 des Landes vertreten sein könnte.
 
Am Samstag kommt aber nun eine schwere Bewährungsprobe auf die Nendinger zu, denn der Gast vom SRC Viernheim ist nach ebenfalls zwei Siegen in der Tabelle sogar vor dem ASV platziert. Aufsehen erregte am letzten Samstag der klare Sieg der Nordbadener gegen den bisherigen Tabellenführer RG Waldkirch/Kollnau. Die Begegnung am Samstag ist also völlig offen und die hoffentlich zahlreichen Zuschauer werden schon ab 17.30 hochklassigen Ringsport erleben.
Natürlich ist auch diesmal der Ringerzug wieder in Betrieb, der die Ringsportfreunde aus dem Donautal und vom Heuberg ab Fridingen (18.33 Uhr) direkt zur Halle bringen wird.

Vorbericht zum 28.09.2013

Artikel vom 27.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4048, Kommentare: 0

Großkampftag in der Mühlauhalle – Schlagerkampf gegen den SVG Weingarten

An diesem Samstag, 28. September, wird es in der Mühlauhalle zu einem spektakulären Großkampftag kommen. Bevor sich der ASV Nendingen und der SVG Weingarten zum Schlagerkampf der 1. Bundesliga treffen, sind schon die Nendinger Jugendmannschaft sowie die dritte und zweite Mannschaft des ASV nacheinander im Einsatz.

14.00 Uhr Bezirksjugendliga: ASV Nendingen J – KSV Allensbach J

15.00 Uhr   ASV Nendingen J – KG Baienfurt J

16.15 Uhr Bezirksklasse: ASV Nendingen III – KG Wurmlingen/Tuttlingen I

17.30 Uhr Regionalliga: ASV Nendingen II – SRC Viernheim I

19.30 Uhr 1. Bundesliga: ASV Nendingen I – SVG Weingarten I

Gelingt der erste Sieg gegen Weingarten?

Die letzten Begegnungen zwischen dem ASV Nendingen und dem mehrfachen Deutschen Meister SVG Weingarten waren sehr hart umkämpft, aber immer hatten die Nordbadener bisher am Schluss die Nase vorn. Das könnte sich diesmal eventuell ändern, denn der ASV scheint in diesem Jahr tatsächlich stärker zu sein als im Vorjahr. Ob das aber zum Sieg reicht, wird am Samstag eine ganz spannende Frage sein.

Beide Mannschaften verfügen nicht nur über herausragende Spitzenringer sondern auch über einen breiten Kader, der vielfältige Aufstellungsvarianten möglich macht. Aus beiden Vereinen waren rund 20 Ringer bei der WM in Budapest im Einsatz. Da wird viel davon abhängen, wie viele davon in der Mühlauhalle dann auch tatsächlich auflaufen werden.

Sicher ist aber auf jeden Fall, dass in jeder der zehn Paarungen Spitzenringer zu sehen sein werden, die für tollen Sport garantieren. Ein absoluter Ringerkrimi ist also vorprogrammiert, den man sich als Ringsportfreund nicht entgehen lassen sollte.

Die Nendinger Zweite will auch diesmal wieder zuschlagen.

Nach dem klaren Heimsieg gegen den TSV Musberg und dem überraschend deutlichen Auswärtssieg bei der KG Fachsenfeld/Dewangen kann sich ASV Nendingen II mit Fug und Recht als die Nummer drei in Württemberg hinter ASV Nendingen I und KSV Aalen I fühlen. Wer hätte das vor Jahren gedacht, dass der ASV mit zwei Mannschaften unter den Top 3 des Landes vertreten sein könnte.

Am Samstag kommt aber erneut eine schwere Bewährungsprobe auf die Zweite zu, denn der Gast vom SRC Viernheim ist nach ebenfalls zwei Siegen in der Tabelle vor dem ASV platziert. Aufsehen erregte am letzten Samstag der klare Sieg der Nordbadener gegen den bisherigen Tabellenführer RG Waldkirch/Kollnau. Die Begegnung am Samstag ist also völlig offen und die hoffentlich zahlreichen Zuschauer werden schon ab 17.30 hochklassigen Ringsport erleben.

Lokalkampf der Nendinger Dritten

In einem Lokalderby trifft ab 16.15 Uhr die Nendinger dritte Mannschaft auf die KG Wurmlingen/Tuttlingen I. Die KG hat bisher zwei Siege errungen und beispielsweise auch in Villingen gewonnen. Sie muss also in diesem Kampf als klarer Favorit gelten. Aber die Nendinger Dritte wird versuchen dagegen zu halten und einen offenen Kampf zu liefern. Für Spannung ist also auch schon in diesem Vorkampf gesorgt.

Nendinger Jugendmannschaft will sich stark präsentieren

Zum ersten Mal in dieser Saison wird sich auch die Jugendmannschaft des ASV auf heimischer Matte präsentieren. Gegen den KSV Allensbach scheint ein Sieg durchaus möglich. Ob aber gegen den klar favorisierten Tabellenführer KG Baienfurt ein Erfolg gelingen kann, scheint eher fraglich. Doch vielleicht können unsere Talente ja am Samstag für eine positive Überraschung sorgen.

Aufbauteam

Das Aufbauteam des ASV trifft sich am Freitag, 27. September, schon ab 18.30 Uhr in der Mühlauhalle. Am Samstag wird dann mit möglichst vielen freiwilligen Helfern ab 8.30 Uhr an der Vorbereitung des Großkampftages weiter gearbeitet.

KG Fachsenfeld/Dewangen - ASV Nendingen II 11:24

Artikel vom 23.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 7971, Kommentare: 0

ASV Nendingen II siegt unerwartet klar bei der KG Fachsenfeld/Dewangen

Eine glänzende Leistung hat die Nendinger Zweite am Samstag in ihrem Regionalligakampf bei der KG Fachsenfeld/Dewangen geboten. Mit 24:11 entführten die Nendinger überraschend klar die Punkte aus der Wellandhalle in Dewangen. War vorher noch ein ganz enger Kampf erwartet worden, so ließen die ASV-Ringer diesmal von Anfang an keinen Zweifel an ihrem Siegeswillen.

Die KG konnte nur drei Kämpfe für sich verbuchen. Besonders erfreulich auf Nendinger Seite waren die Siege von Kevin Mägerle und Maximilian Stumpe. Aber auch der klare Erfolg von Benjamin Raiser gegen den starken Oliver Müller lässt für seine Einsätze auch in der Bundesliga hoffen. Bemerkenswert an diesem Abend war auch der deutliche Sieg von Louis Stumpe gegen den Ex-Aalener Patrick Sorg.

In seinem zweiten Kampf in der Regionalliga kam Kevin Mägerle (55 kg) zu seinem ersten Sieg. Klar in Führung liegend schulterte er Michael Weidner schon nach einer Minute. Sehr gut hielt sich auch diesmal David Stumpe gegen den bundesligaerfahrenen Ivan Nemeth, dem er nur einen Sieg mit 0:2 Mannschaftspunkten überließ.

Absolute Vorbilder waren auch diesmal wieder die beiden Co-Trainer Marc Buschle und Florin Gavrila. Gavrila (60 kg G) demonstrierte schon nach gut zwei Minuten seine Überlegenheit gegen Yannick Kraus und Marc Buschle (96 kg F) lag gegen Holger Fingerle schon mit 10:3 in Führung, bevor er sogar zum Schultersieg kam. Da konnte der KG-Neuzugang Dawid Wolny mit seinem erwarteten Sieg gegen Robin Baur (66 kg F) für die Heimmannschaft nur noch zum 6:12 vor der Pause verkürzen.

Einen nicht unbedingt einkalkulierten Sieg für den ASV feierte dann aber Maximilian Stumpe (84 kg G) gegen den stark eingeschätzten Domenik Chelo. Mit seiner enormen Kraft setzte er sich immer wieder gegen den Heimringer durch und behielt mit 9:5 relativ deutlich die Oberhand. Trotz seines Trainingsrückstandes zeigte anschließend Benjamin Raiser (66 kg G) eine beeindruckende Leistung. Er drängte Oliver Müller immer wieder in die Defensive und siegte letztlich überraschend deutlich mit 7:0 Wertungspunkten.

Einen tollen Kampf erlebten die Zuschauer im Freistil der Klasse bis 84 kg. Ergün Aydin zeigte gegen den ungarischen Neuzugang der KG Gergely Gyurits sein ganzes Können und hatte nach gut vier Minuten schon mit 13:2 Punkten die nötige Differenz für einen Überlegenheitssieg. Ohne Chance war jedoch Marco Schmid (74 kg F), der als Greco-Ringer wieder im ungeliebten Freistil eingesprungen war. Dem Freistilspezialisten Nicklas Haßler musste er trotz großen Widerstandes den klaren Sieg überlassen. 

Für einen absoluten Höhepunkt sorgte zum Abschluss einmal mehr Louis Stumpe (74 kg G). Mit seinem dynamischen Kampfstil ließ der Kadetten-Europameister den Ex-Aalener Bundesligaringer Patrick Sorg ständig passiv aussehen. Dennoch konnte der Heimringer glänzende Aktionen des Nendingers nicht verhindern und musste am Ende froh sein, beim Stand von 0:10 gerade noch einen Überlegenheitssieg Stumpes verhindert zu haben.

Wenn die Nendinger Zweite diese Leistung am kommenden Samstag in der Mühlauhalle wiederholen kann, dann könnte auch gegen den SRC Viernheim ein weiterer Erfolg möglich sein.

Die Kämpfe im Einzelnen (Fachsenfeld/Dewangen) zuerst genannt): 55 kg F: Michael Weidner – Kevin Mägerle 0:4 (SS bei 0:7). - 120 kg G: Ivan Nemeth - David Stumpe 2:0 (PS 4:0). - 60 kg G: Yannick Kraus - Florin Gavrila 0:4 (TÜ 2:13). - 96 kg F: Holger Fingerle - Marc Buschle 0:4 (SS bei 3:10). - 66 kg F: Dawid Wolny – Robin Baur 4:0 (TÜ 12:0). -  84 kg G: Domenik Chelo - Maximilian Stumpe 1:2 (PS 5:9). - 66 kg G: Oliver Müller – Benjamin Raiser 0:3 (PS 0:7). - 84 kg F: Gergely Gyurits - Ergün Aydin 0:4 (TÜ 2:13). - 74 kg F: Nicklas Haßler – Marco Schmid 4:0 (TÜ 12:0). -  74 kg G: Patrick Sorg - Louis Stumpe 0:3 (PS 0:10). Endstand: 11:24

Vorbericht zum 21.09.2013

Artikel vom 20.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 7484, Kommentare: 0

Nur Auswärtskämpfe an diesem Samstag

Eine Woche bevor es am Samstag, 28. September, in der Mühlauhalle zu einem absoluten Großkampftag mit fünf Heimkämpfen aller unserer Mannschaften kommt, stehen an diesem Samstag, 21. September, nur Auswärtskämpfe für den ASV Nendingen an.

Samstag, 21. September:

Regionalliga: 20 Uhr: KG Fachsenfeld-Dewangen I – ASV Nendingen II

Bezirksklasse: 20 Uhr: AC Villingen I – ASV Nendingen III

Bezirksjugendliga: ab 15.45 in Gottmadingen gegen den KSV Gottmadingen und den KSV Konstanz

Wieder schwerer Auswärtskampf für ASV Nendingen II

Die Nendinger Zweite muss am Samstag in der Regionalliga zum alten Rivalen KG Fachsenfeld-Dewangen reisen. Der frühere Bundesligaverein von der Ostalb will es in diesem Jahr noch einmal wissen. Mit den beiden starken Ungarn Ivan Nemeth (120 kg) und Gergely Gyurits (84 kg F) sowie mit Dawid Wolny (60 kg) und dem Ex-Aalener Patrick Sorg (74 kg G) hat man sich enorm verstärkt. Dazu kommen bewährte Ringer wie Oliver Müller (66 kg G) oder internationale Stars wie Daniel Dancak und Michael Manea.

Gegen den KSV Ketsch haben die Ostälbler haushoch gewonnen und am letzten Samstag beim aktuellen Tabellenführer RG Waldkirch-Kollnau nur mit 17:19 verloren. Für Nendingen ist also Alarmstufe eins angesagt. Nur in bester Besetzung könnte es gelingen, die Punkte aus der Wellandhalle in Dewangen zu entführen und sich damit in der Spitzengruppe der Regionalliga zu behaupten.

Gelingt der Dritten ein Sieg in Villingen?

Nach der etwas unglücklichen Niederlage gegen AV Sulgen II will die Nendinger Dritte in ihrem Kampf beim AC Villingen den zweiten Sieg einfahren. Die Villinger sind wie der ASV mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet. Im Vorjahr gab es für ASV Nendingen III gegen den AC einen Auswärtssieg aber eine Heimniederlage. In guter Aufstellung sollte für unsere junge Truppe in Villingen wieder ein Sieg möglich sein.

Saisonauftakt für die Nendinger Jugendmannschaft

Für den Nendinger Nachwuchs beginnt an diesem Samstag in Gottmadingen die Mannschaftsrunde in der Bezirksjugendliga Bodensee. Ab 15.45 Uhr treffen die ASV-Talente auf die Heimmannschaft des KSV Gottmadingen und auf den KSV Konstanz. Eine Vorhersage ist kaum möglich, da einige Jugendringer des ASV auch in der 2. oder 3.Aktivenmannschaft eingesetzt werden müssen. Doch Jugendleiter Dominik Hipp wird sicher eine starke Mannschaft präsentieren, um auch in der Jugendliga eine gute Rolle spielen zu können.

ASV Nendingen II - TSV Musberg 26:12

Artikel vom 15.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 7512, Kommentare: 0

ASV Nendingen II schlägt den TSV Musberg klar mit 26:12

Im ersten Heimkampf in der Regionalliga hat sich ASV Nendingen II im württembergischen Derby gegen den letztjährigen Oberligameister TSV Musberg klar mit 26:12 durchgesetzt. Obwohl Baris Diksu und Yan Ceaban nach ihren Bundesligaeinsätzen noch nicht aufgeboten werden durften, gab die Nendinger Zweite nur drei Kämpfe an die Gäste ab.

Die über 300 Zuschauer in der Nendinger Donauhalle sahen tolle Kämpfe, in denen der souveräne Kampfrichter Lars Günthner (SVG Weingarten) mit seiner konsequenten Auslegung der neuen Regeln den Ringern höchsten Einsatz abverlangte. Angeführt von den beiden Co-Trainern Marc Buschle und Florin Gavrila überzeugte die mit sechs U23-Ringern angetretene junge Nendinger Truppe mit starken Leistungen. Auch wenn es den einen oder anderen erwarteten Dämpfer gab, zeigte sich Trainer Volker Hirt deswegen rundum zufrieden.

Yunus Bakir (55 kg F) kam bei seinem ersten Einsatz in der Regionalliga gleich zu einem kampflosen Sieg. Danach legte Peter Öhler (120 kg G) los wie die Feuerwehr. Dem erfahrenen Alexander Meinero blieb da meist nur die verzweifelte Defensive, ohne dass er den vorzeitigen Überlegenheitssieg des wiederum voll überzeugenden Schwarzwälders im ASV-Trikot hätte verhindern können.

Im Gegensatz dazu ließ es Florin Gavrila (60 kg G) zunächst eher ruhig angehen. Doch nach einer Ermahnung drehte er blitzschnell auf und zwang Marco Braun mit einem Kontergriff schon in der 2. Minute auf die Schultern. Auch Marc Buschle (96 kg F), der andere Co-Trainer, agierte gewohnt souverän. Mit 8:0 Wertungspunkten ließ er Michael Böpple keinerlei Chance und baute damit die Nendinger Führung auf 15:0 aus.

Die Musberger konnten dann jedoch mit drei Siegen in Folge etwas Ergebniskosmetik betreiben. Tim Baur (66 kg F) musste die Cleverness des zehn Jahre älteren und gewichtsmäßig überlegenen Andreas Böpple anerkennen. Jeden Angriffsversuch des ASV-Talents münzte der Gast routiniert zu eigenen Punkten um und letztlich zum Überlegenheitssieg. Auch für Maximilian Stumpe (84 kg G) gab es gegen Stefan Stäbler, den vielleicht stärksten TSV-Ringer, keinerlei Siegchance.

Besser sah es zunächst für Steffen Baur (66 kg G) aus, der gegen Tim Dennis Voelker mit 2:0 in Führung ging. Dann aber übernahm der Gast mehr und mehr das Kommando und landete einen klaren Sieg mit 11:2 Wertungspunkten. Die letzten drei Kämpfe gingen dann jedoch wieder an den ASV. Ergün Aydin (84 kg F) hat offensichtlich seine Verletzung gut überstanden. Er brauchte keine zwei Minuten um Philipp Große mit blitzsauberen Aktionen 12:0 auszupunkten.

Marco Schmid (74 kg F) hatte diesmal im ungewohnten Freistil anzutreten. Doch mit seiner unbändigen Kraft hatte er gegen Robin Staiger schon vor Ablauf der ersten Hälfte die Punkte zum Überlegenheitssieg gesammelt. Wesentlich enger ging es zum Schluss zwischen Louis Stumpe (74 kg G) und dem sperrig ringenden Andre Ehrmann zu. Obwohl beide mit großem Einsatz rangen, hagelte es Ermahnungen und Verwarnungen. Der Nendinger musste letztlich froh sein, dass er nach einer Dreierwertung durch Ausheber am Ende mit 3:2 gegen seinen ebenfalls völlig erschöpften Gegner die Oberhand behielt.

Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: 4:0 Yunus Bakir (ASV) siegt ohne Gegner.  – 120 kg G: Peter Öhler – Alexander Meinero 4:0 (TÜ 13:2). -  60 kg G: Florin Gavrila – Marco Braun 4:0 (SS bei 4:0). - 96 kg F: Marc Buschle – Michael Böpple 3:0 (PS 8:0). - 66 kg F: Tim Baur – Andreas Böpple 0:4 (TÜ 0:11). -  84 kg G: Maximilian Stumpe – Stefan Stäbler 0.$ (TÜ 0:11). -  66 kg G: Steffen Baur – Tim Dennis Voelker 1:3 (PS 11:2). - 84 kg F: Ergün Aydin – Philipp Große 4:0 (TÜ 12:0). -  74 kg F: Marco Schmid – Robin Staiger 4:0 (TÜ 11:0). - 74 kg G: Louis Stumpe – Andre Ehrmann 2:1 (PS 3:2). Endstand: 26:12

Zehn Ringer des ASV Nendingen bei der Ringer-WM

Artikel vom 12.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 5003, Kommentare: 0

In der kommenden Woche werden in Budapest vom 16. bis 22. September die Weltmeisterschaften im Ringen ausgetragen. Das ist auch der Grund, warum in der 1. Bundesliga die Mannschaftsrunde für zwei Wochen pausiert. Mindestens zehn Ringer vom ASV Nendingen werden dann in Ungarn mit um die Medaillen kämpfen.

Mit zu den Favoriten zählt dabei als deutscher Vertreter Frank Stäbler, der Europameister von 2012, der bei internationalen Turnieren in den letzten Wochen eine tolle Form gezeigt hat. Für Kroatien werden die Zugaj-Zwillinge Nenad und Neven an den Start gehen. Für Moldawien sind im Freistil Nicolai Ceban, Piotr Ianulov und Andrei Perpelita nominiert. Zu den großen Favoriten zählen natürlich aus der türkischen Mannschaft Taha Akgül und Riza Kayaalp. Aber auch Balazs Kiss für Ungarn und Dawid Ersetic für Polen dürfen sich Medaillenhoffnungen machen.

Roman Amoyan ist für Armenien als Ersatzmann nominiert. Und auch Eerik Aps, Aleksander Kostadinov und Mindaugas Mizgaitis, die im letzten Jahr noch im ASV-Trikot starteten, stehen in Budapest auf der Matte.

Den Auftakt bei der WM machen ab Montag die Ringer im freien Stil. Nach den Frauen sind dann ab Freitag die Athleten im griechisch-römischen Stil an der Reihe. Als erster ASV-Ringer darf Nicolai Ceban (96 kg) zum Start der WM schon am Montag auf die Matte. Ihm folgen am Dienstag Andrei Perpelita (60 kg), Piotr Ianulov (84 kg) und Taha Akgül (120 kg).

Als erster Greco-Ringer folgt am Freitag Dawid Ersetic (55 kg) und eventuell Roman Amoyan. Am Freitag schlägt dann die Stunde für Nenad Zugaj (84 kg) und Balazs Kiss (96 kg). Und den Abschluss machen am Sonntag Frank Stäbler (66 kg), Neven Zugaj (74 kg) und Riza Kayaalp (120 kg). Die Anhänger des ASV Nendingen werden also nächste Woche nicht nur für Deutschlands Medaillenhoffnung Frank Stäbler sondern auch für alle anderen WM-Starter des ASV feste die Daumen drücken. Und vielleicht kann dann am 28. September beim ersten Heimkampf nach der WM-Pause gegen den SVG Weingarten in der Mühlauhalle die eine oder andere WM-Medaille gefeiert werden.

Zwei Heimkämpfe in der Nendinger Donauhalle

Artikel vom 12.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4918, Kommentare: 0

Samstag, 14. September:

ASV Nendingen I kampffrei

18.45 Uhr Bezirksklasse ASV Nendingen III – AV Sulgen II

20.00 Uhr Regionalliga ASV Nendingen II – TSV Musberg I

ASV Nendingen II will den ersten Sieg

An diesem Samstag steht nun unsere Regionalligamannschaft zum ersten Mal in dieser Saison auf der heimischen Matte in der Nendinger Donauhalle. Nach der nicht unerwarteten Niederlage beim Ligafavoriten KSV Ispringen soll nun daheim möglichst der erste Sieg eingefahren werden. In einem reizvollen Duell wird die Mannschaft des befreundeten TSV Musberg erwartet. Mit dem Heimatverein von Frank Stäbler ist der ASV schon lange in sehr guten Beziehungen verbunden. Die Mannschaft von der Filder ist im letzten Jahr mit 34:2 Punkten ganz überlegen Meister der württembergischen Oberliga geworden und hat so nach dem freiwilligen Rückzug aus der Bundesliga nun schon wieder den Aufstieg in die Regionalliga geschafft.

Beide Teams haben im ersten Kampf Niederlagen einstecken müssen und wollen sich nun mit einem Sieg zurückmelden. Dabei sind die Nendinger trotz aller Freundschaft aber natürlich bestrebt, in dieser Begegnung auf heimischem Boden die Nase vorn haben. Bei den Musbergern darf man vor allem auf Stefan Stäbler (84 kg G), Alexander Meinero (120 kg G), Oliver Runge (60 kg G) und Michael Böpple (96 kg F) gespannt sein.

Trainer Volker Hirt war vom Auftritt der Nendinger Zweiten in Ispringen nicht enttäuscht, will aber nun im ersten Heimkampf eine doch etwas stärkere Aufstellung aufbieten. Und dann ist der jungen Nendinger Mannschaft um Kapitän Marc Buschle herum mit einer überzeugenden Leistung und der Unterstützung der Fans ein Erfolg gegen die Gästemannschaft durchaus zuzutrauen.

Schwere Aufgabe für ASV Nendingen III

Nach dem hart erkämpften Sieg beim AV Hardt II wartet nun auf unsere junge dritte Mannschaft eine vermutlich wesentlich schwerere Aufgabe gegen den AV Sulgen II. Die Gäste haben den ersten Kampf ganz klar mit 28:8 gegen den AV Schwenningen gewonnen und werden nur schwer zu besiegen sein. Doch das von Dominik Hipp betreute Nendinger Team will dagegen halten und sich nicht so einfach geschlagen geben.

Wenn es gelingt, auch die oberen Klassen adäquat zu besetzen, dann könnte unserer jungen Truppe durchaus eine Überraschung gelingen. Denn man möchte ja schließlich in der Bezirksklasse um die Meisterschaft und damit den Aufstieg mitringen.

Für die Fans wird es sich auf jeden Fall lohnen, schon ab 18.45 Uhr die Kämpfe der Nendinger Dritten zu verfolgen.

Aufbauteam

Das Aufbauteam trifft sich am Samstag bereits um 11.00 Uhr für die Vorbereitung der Ringkämpfe in der Donauhalle. Weitere freiwillige Helfer sind immer herzlich willkommen.

KSV Ispringen - ASV Nendingen II 24:10

Artikel vom 08.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 5188, Kommentare: 0

ASV Nendingen II verliert beim Titelfavoriten in Ispringen

Wie erwartet hat sich ASV Nendingen II am Samstag beim KSV Ispringen sehr schwer getan. Mit 10:24 mussten die Gäste die Überlegenheit des nordbadischen Titelfavoriten anerkennen. Da die Nendinger Zweite wieder drei Ringer an die Bundesligamannschaft abtreten musste, war man an diesem Tag ohne Siegchance.

Die Rahmenbedingungen in Ispringen waren allerdings nicht regionalligareif. In der KSV-Tennishalle lag zwar auch eine große Matte aus, der Kampf gegen Nendingen wurde jedoch unverständlich auf einer kleinen Matte ausgetragen. ASV-Co-Trainer Marc Buschle war aber mit den Kämpfen zufrieden: „Wir haben gut gekämpft, aber da war eben für unsere junge Mannschaft noch nicht mehr drin. Dennoch sind zum Teil noch einige taktische Dinge zu verbessern.“ Eine sehr gute Leistung bescheinigte er Kampfrichter Claudio Bibbo: „Der hat die neuen Regeln super ausgelegt und griffreiche Kämpfe ermöglicht.“

Seinen ersten Kampf in der Regionalliga bestritt Kevin Mägerle (55 kg F), der jetzt zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist. Gegen Hasan Yilmaz war er aber beim 0:11 klar unterlegen. Steigerungsmöglichkeiten hat sicher noch David Stumpe (120 kg G). Gegen Patrick Sauer unterlag er mit 2:8 etwas zu deutlich.

Spektakulär dann der Kampf von Co-Trainer Florin Gavrila (60 kg G). Gegen den KSV-Neuzugang Magomed Makaev trennte er sich 8:8, konnte aber wegen der höheren Wertung für den ASV 2:1 Punkte einfahren. Dasselbe gelang Marc Buschle (96 kg F), der taktisch klug ringend gegen den vom KSV Schriesheim gekommenen Adam Filipczak mit zwei Wertungen zum Schluss doch noch den Sieg mit 10:7 erkämpfte.

In einem Kampf „Alt gegen Jung“ war der eine Klasse aufgerückte 15-jährige Tim Baur gegen den 42-jährigen früheren EM-Siebten Vaselij Zeiher noch ohne jede Chance. Zeiher, topfit wie eh und je, setzte sich mit 12:0 gegen das große Nendinger Talent durch. Eine ähnliche Konstellation gab es in der Klasse bis 84 kg G. Maximilian Stumpe versuchte gegen den bundesligaerprobten Waldemar Streib zwar alles, musste beim 0:11 aber auch die taktische Überlegenheit des Gegners anerkennen.

Heftige Gegenwehr leistete auch Steffen Baur (66 kg G). Kamil Yilmaz ließ zwar keinen Punkt zu, musste sich jedoch mit einem Sieg mit 2:0 begnügen. In seinem ersten offiziellen Mannschaftskampf stand Peter Kleiser, der in der Klasse bis 84 kg F eingesprungen war, natürlich auf verlorenem Posten. Gegen Christian Kopp war eine Schulterniederlage nicht zu vermeiden.

Benjamin Raiser (74 kg F) war der Mannschaft zuliebe ein Klasse aufgerückt und trat zudem im ungeliebten Freistil an. Gegen David Wagner lieferte er aber einen tollen Kampf und setzte sich sogar mit 12:10 Wertungspunkten durch. Einen weiteren positiven Schlusspunkt für den ASV besorgte Louis Stumpe (74 kg G). Gegen Ruslan Assakalow zeigte er eine hervorragende Leistung und kam mit 6:0 Punkten zu einem schönen und klaren Sieg.

Die Kämpfe im Einzelnen (Ispringen zuerst genannt): 55 kg F: Hasan Yilmaz - Kevin Mägerle 4:0 (TÜ 11:0). - 120 kg G: Patrick Sauer - David Stumpe 3:1 (PS 8:2). - 60 kg G: Magomed Makaev - Florin Gavrila 1:2 (PS 8:8). - 96 kg F: Adam Filipczak - Marc Buschle 1:2 (PS 7:10). - 66 kg F: Vaselij Zeiher – Tim Baur 4:0 (TÜ 12:0). - 84 kg G: Waldemar Streib – Maximilian Stumpe 4:0 (TÜ 11:0) 66 kg G:  Kamil Yilmaz - Steffen Baur 2:0 (PS 4:0). - 84 kg F: Christian Kopp – Peter Kleiser 4:0 (SS bei 2:0). - 74 kg F: David Wagner - Benjamin Raiser 1:2 (PS 10:12). - 74 kg G:  Ruslan Assakalow - Louis Stumpe 0:3 (PS 0:6). Endstand: 24:10

VfK Schifferstadt - ASV Nendingen 11:23

Artikel vom 08.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 5136, Kommentare: 0

ASV Nendingen gewinnt auch in Schifferstadt souverän

Die Bundesligaringer des ASV Nendingen haben am Samstag auch ihren zweiten Kampf überlegen gewonnen. Obwohl sie auch diesmal noch nicht in Bestbesetzung antreten konnten, verteidigten sie beim VfK Schifferstadt mit einem klaren Sieg von 23:11 ihre Tabellenführung. Damit kann der ASV mit 4:0 Punkten beruhigt in die WM-Pause, bevor dann am 28.September der Schlagerkampf daheim gegen den SVG Weingarten ansteht.

Die Gastgeber hatten vor diesem Kampf „eine ringerische Delikatesse“ erwartet und sie wurden nicht enttäuscht. Die 400 Zuschauer in der allerdings total überhitzten Wilfried-Dietrich-Halle konnten tatsächlich Ringsport vom Feinsten erleben. Die starke Heimmannschaft trug dazu ihren Anteil bei, denn die Hälfte der Kämpfe endete nach relativ engem Verlauf mit einer Wertung von 2:1. Mit fünf klaren Siegen ließen die Nendinger aber nie Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen.

Einen spektakulären Kampf lieferte einmal mehr schon zum Auftakt Ghenadie Tulbea (55 kg F), der mit Anatoli Buruian auf einen jungen und ebenfalls aus Moldawien stammenden Ringer traf. Nach 4:0-Führung zur Halbzeit kam der Nendinger überraschend durch eine Fünfer-Wertung plötzlich in Rückstand und musste dann kämpfen um letztlich nach tollen Aktionen mit 12:8 doch die Oberhand gegen den im letzten Jahr unbesiegten Gegner zu behalten.

Zu seinem zweiten Sieg im zweiten Kampf kam Peter Öhler (120 kg G), der sich schon jetzt zu einer stabilen Stütze des Teams entwickelt hat. Gegen den gewiss nicht schlechten Etka Sever setzte er sich mit guter Kondition in der zweiten Hälfte deutlich mit 6:0 durch. Eine gute Leistung zeigte auch wieder Baris Diksu (60 kg G). Gegen Marvin Scherer hatte er durchaus eine Siegchance. Er führte auch nach vier Minuten noch, gab dann aber am Boden doch noch eine Wertung ab und unterlag knapp mit 2:3.

Absolut Verlass war auch wieder auf Nicolai Ceban (96 kg F). Gegen den starken Georgier Mamuka Korozaia kam er zu einem ungefährdeten Punktsieg mit 7:3 Punkten. Nicht unbedingt zu erwarten war der klare Überlegenheitssieg von Samet Dülger (66 kg F) gegen Stefan Ivanov. Der bulgarische Fünfte der Universiade wurde vom gewaltig auftrumpfenden Nendinger buchstäblich mit 11:0 nach knapp 4 Minuten überrollt. Damit waren mit 12:4 für den ASV schon zur Pause die Weichen für den Sieg gestellt.

Zumal dann zunächst Neven Zugaj (84 kg G), der diesmal statt seines Bruders Nenad eine Klasse höher antrat, mit einem Vierer die Nendinger Führung ausbaute. Schon nach 33 Sekunden hatte er mit zwei spektakulären Fünfer-Wertungen Ibrahim Rashid besiegt. Und auch Edgar Melkumov (66 kg G) zeigte sich in Bestform, als er taktisch sehr klug ringend Wladimir Berenhardt vorzeitig mit 13:2 Punkten überlegen besiegte.

Achmed Dudarov (84 kg F) hatte sich die Woche zuvor eine Verletzung zugezogen. Mit diesem Handicap ging er gegen den für Spanien startenden Taymuraz Friev frühzeitig auf die Schultern. Einen ganz engen Kampf hingegen lieferte wieder Yan Ceaban (74 kg F), der mit dem Bulgaren Miroslav Kirov auf einen der stärksten Heimringer traf. In einem ausgeglichenen Kampf wäre auch ein Sieg möglich gewesen, aber Kirov setzte sich knapp mit 3:1 Punkten durch.

Den Endstand von 23:11 für Nendingen stellt dann Eduard Kratz (74 kg G) her. Ganz abgeklärt ringend holte er sich gegen den baumlangen Arkadiusz Kulynycz 4:1 Wertungspunkte und damit den siebten Einzelsieg für den ASV an diesem Abend.

Die Kämpfe im Einzelnen (Schifferstadt zuerst genannt): 55 kg F: Anatoli Buruian – Ghenadie Tulbea 1;2 (PS 8:12). - 120 kg G: Etka Sever – Peter Öhler 0:3 (PS 0:6). - 60 kg G: Marvin Scherer – Baris Diksu 2:1 (PS 3:2). - 96 kg F: Manuka Korozaia – Nicolai Ceban 1:2 (PS 3:7). - 66 kg F: Stefan Ivanov – Samet Dülger 0:4 (TÜ 0:11). - 84 kg G: Ibrahim Rashid – Neven Zugaj 0:4 TÜ 0:11). - 66 kg G: Wladimir Berenhardt – Edgar Melkumov 0:4 TÜ 2:13). - 84 kg F: Taymuraz Friev – Achmed Dudarov 4:0 (SS bei 6:0). - 74 kg F: Miroslav Kirov – Yan Ceaban 2:1 (PS 3:1). - 74 kg G: Akradiusz Kulyniycz – Eduard Kratz 1:2 (PS 1:4). Endstand: 11:23

Vorbericht zum 07.09.2013

Artikel vom 05.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4831, Kommentare: 0

ASV Nendingen will auch in Schifferstadt gewinnen

Nach ihrem erfolgreichen Start daheim reisen die Bundesligaringer nun zum Aufsteiger VfK Schifferstadt. Der Pfälzer Traditionsverein hat zum Auftakt bei der knappen Niederlage in Aalen mit 15:17 aufgezeigt, dass er alles andere als Kanonenfutter ist. Nur mit Mühe konnten die Ostalbbären in einer Neuauflage des Duells der beiden früheren Deutschen Meister eine Niederlage vermeiden.

Nachdem Schifferstadt nun nach langer Durststrecke wieder in die 1. Liga zurückgekehrt ist, wird in der Pfalz der erste Heimkampf mit großer Euphorie erwartet. Der ASV darf sich also in Schifferstadt nicht nur auf einen Hexenkessel einstellen, sondern auch auf eine Heimmannschaft, die gespickt ist mit hervorragenden Ringern. Vor allem im Freistil verfügt der VfK über einige Asse. Das fängt schon an in der Klasse bis 55 kg, wenn Ghenadie Tulbea mit Anatoli Buruian auf einen aufstrebenden moldawischen Ringer trifft. Auch Samet Dülger hat mit Stefan Ivanov einen ganz starken Bulgaren zum Gegner. Und mit Miroslav Kirov (Bulgarien, 74 kg), Taymuraz Friev (Spanien, 84 kg) und Mamuka Korozaia (Georgien, 96 kg) sind weitere internationale Freistilkönner für den VfK am Start.

Trainer Volker Hirt weiß also um die Gefährlichkeit der Gastgeber und wird deswegen in seiner Aufstellung kein Risiko eingehen dürfen. Natürlich aber ist der ASV Nendingen Favorit und will auch diesen Kampf gewinnen. Und damit könnte man mit 4:0 Punkten in die zweiwöchige WM-Pause gehen, bevor dann am 28. September mit dem Schlager gegen den SV Germania Weingarten der nächste mit Spannung erwartete Heimkampf ansteht.

ASV Nendingen II startet in die Regionalliga

Nach einer erfolgreichen Saison 2012 startet die Nendinger Regionalligamannschaft an diesem Samstag auch mit einem guten Gefühl in die neue Runde. Und der Terminplan will es, dass schon im ersten Kampf die beiden klar favorisierten Teams aufeinandertreffen. Der KSV Ispringen wurde von acht der zehn Trainer als Favorit in der Regionalliga eingestuft. ASV Nendingen II folgt dahinter mit fünf Nennungen auf Platz zwei dieser Hitliste vor Mannschaften wie der RG Hausen-Zell, dem TSV Musberg, dem TuS Adelhausen II und dem KSV Ketsch.

Nun müssen unsere Ringer um Co-Trainer Marc Buschle schon gleich zum Auftakt zu ihrem vermutlich schwersten Kampf reisen. Der KSV Ispringen aus der Nähe von Pforzheim hat im letzten Jahr ganz souverän mit 32:0 Punkten in der nordbadischen Oberliga den Aufstieg geschafft und dabei eine durchschnittliche Kampfbilanz von 31:7 hingelegt. Vor der neuen Saison haben sie sich nochmals kräftig verstärkt, zum Beispiel mit Christian Kopp (84 kg F), Magomed Makaev (60 kg) und dem bundesligaerfahrenen Waldemar Streib (84 kg G).

Dieser Kampf kommt für Nendingen etwas zur Unzeit, denn zum Saisonbeginn müssen einige der Regionalligaringer in der Bundesligamannschaft aushelfen, wie zum Beispiel am letzten Samstag Baris Diksu und Yan Ceaban. Trainer Volker Hirt hat das Ziel ausgegeben, um die ersten drei Plätze mit zu ringen. Deswegen wird er auch schon im ersten Kampf eine gute Aufstellung präsentieren, in der auch viele der eigenen Talente wie Tim Baur oder Louis Stumpe auflaufen werden.

ASV Nendingen - SV Burghausen 26:9

Artikel vom 01.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 5005, Kommentare: 0

ASV Nendingen startet mit Kantersieg in die Saison

Ohne jede Chance ist am Samstag der Gast vom SV Wacker Burghausen in der Mühlauhalle gewesen. Der ASV Nendingen behielt beim Saisonstart in der 1. Bundesliga mit 25:6 klar die Oberhand. Und dieses Ergebnis wird demnächst sogar auf 29:6 korrigiert werden, da die Gäste auf einen theoretisch möglichen Nachholkampf verzichten.
Die Gefühle im Nendinger Lager waren an diesem Abend etwas zwiespältig. Auf der einen Seite freute man sich natürlich über schöne Kämpfe, den eindeutigen Sieg, die über 1 100 Zuschauer und eine tolle Stimmung in der Mühlauhalle. Auf der anderen Seite war aber die Verärgerung  groß, dass die Gäste nicht mit einer stärkeren Formation angereist waren. Offensichtlich hatten sich die Bayern von vornherein keine große Siegchance ausgerechnet und hatten einige ihrer Stars nicht dabei.
Obwohl auch der ASV nicht alle seine Asse einsetzen konnte, präsentierte Trainer Volker Hirt eine starke Aufstellung, in der mit Peter Öhler und Edgar Melkumov auch zwei Neuzugänge im ASV-Trikot debütierten. Das ASV-Team mit fünf deutschen Ringern, darunter zwei mit dem U23-Status, konnte rundum gefallen, auch wenn es an diesem Abend nicht voll gefordert war. So konnte der ASV sechs Vier-Punkte-Siege verbuchen, während nur vier Kämpfe über die volle Distanz von sechs Minuten gingen.
Schon die ersten beiden Kämpfe zeigten einen Klassenunterschied. Ghenadie Tulbea (55 kg F) brauchte weniger als eine Minute, um den völlig überforderten und zudem übergewichtigen Stefan Wuchterl mit 13:0 vorzeitig zu besiegen. Und Peter Öhler (120 kg G) hatte nur zu Beginn Probleme mit dem 13 Kilogramm schwereren Ex-Aalener Coskun Efe. Der Gast war offensichtlich nicht fit,  offenbarte zudem schnell eklatante Konditionsmängel. und musste nach mehreren Verwarnungen und Pausen beim Stand von 4:3 für den topfit auftretenden Nendinger Neuzugang den Kampf aufgeben.
Eine starke Leistung zeigte Baris Diksu, der kurzfristig für die Klasse bis 60 kg Gewicht gemacht hatte. In der ersten Hälfte dominierte er gegen Csongor Knipli eindeutig, konnte aber trotz zweier Passivitätsverwarnungen für den Gast keine Wertung erzielen. Als die Kräfte Diksus etwas nachließen, genügte dem international schon erfahrenen ungarischen Ringer eine Aktion um zum Sieg mit 2:0 zu kommen. Völlig ungefährdet war jedoch Nicolai Ceban (96 kg F) gegen Anton Losowik, den er schon nach knapp vier Minuten mit 12:0 Wertungspunkten und herrlichen Freistiltechniken überfuhr.
Gegen Samet Dülger (66 kg F) leistete Martin Maier wesentlich stärkeren Widerstand. Aber auch er konnte den vorzeitigen Überlegenheitssieg des gut aufgelegten Nendingers mit 12:0 nicht verhindern. So war der Mannschaftskampf zur Pause bei einem Stand von 16:2 praktisch schon entschieden. Zumal danach Nenad Zugaj (84 kg G) gegen Max Lukas auch nur gut zwei Minuten brauchte, um ebenfalls mit 12:0 den frühen Vier-Punkte-Erfolg einzufahren.
Die letzten drei Kämpfe waren dann viel härter umkämpft. Neuzugang Edgar Melkumov musste zunächst großen Widerstand des DM-Dritten Andreas Maier brechen, ehe er mit 4:0 Wertungspunkten seinen ersten Sieg im ASV-Trikot sichergestellt hatte. Achmed Dudarov ist nun in die Klasse bis 84 kg F aufgerückt und demonstrierte mit einem nicht unbedingt zu erwartenden Punktsieg auch hier seine Klasse. Gegen Namik Kormaz, den Dritten der türkischen Meisterschaften, zeigte er eine ganz starke Leistung und baute seine knappe Führung kurz vor Schluss sogar noch auf 5:1 aus.
Ihren stärksten Ringer hatten die Gäste zweifellos mit Nikolay Kurtev in der Klasse bis 74 kg F. Hier war auf Nendinger Seite kurzfristig Yan Ceaban eingesprungen, der ansonsten für die Regionalligamannschaft des ASV vorgesehen ist. Aber der Nendinger Co-Trainer hielt gegen den bulgarischen EM-Neunten dieses Jahres den Kampf lange Zeit völlig offen und musste erst in der Schlussphase seine Niederlage mit 3:8 Punkten akzeptieren.
Beschäftigungslos war an diesem Abend leider Eduard Kratz (74 kg G), der auf einen Einsatz gebrannt hatte. Burghausen hatte aber nur auf dem Papier mit Eugen Ponomartschuk einen Gegner, der vom DRB für die WM-Vorbereitung in der Klasse bis 84 kg freigestellt war, für einen möglichen Nachholkampf aber ohnehin viel zu schwer wäre.
 
Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Stefan Wuchterl 4:0 (TÜ 13:0). - 120 kg G: Peter Öhler – Coskun Efe 4:0 (Aufgabe bei 4:3). - 60 kg G: Baris Diksu – Csongor Knipli 0:2 (PS 0:3). -  96 kg F: Nicolai Ceban – Anton Losowik 4:0 (TÜ 12:0). - 66 kg F: Samet Dülger – Martin Maier 4:0 (TÜ 12:0). -  84 kg G: Nenad Zugaj – Max Lukas 4:0 (TÜ 12:0). - 66 kg G: Edgar Melkumov – Andreas Maier 2:0 (PS 4:0). - 84 kg F: Achmed Dudarov – Namik Korkmaz 2:1 (PS 5:1). - 74 kg F: Yan Ceaban – Nikolay Kurtev 1:3 (PS 3:8). - 74 kg G: Eduard Kratz – Eugen Ponomartschuk. Der SVW-Ringer ist vom DRB für die WM-Vorbereitung freigestellt. Burghausen verzichtet aber auf einen möglichen Nachholkampf. Der vorläufige Endstand von 25:6 wird deswegen aber letztlich mit 29:6 gewertet werden.

 

Mattensplitter 13/1

Artikel vom 01.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 5112, Kommentare: 0

Mattensplitter 13/1

Vom Ergebnis und vom Auftreten der Nendinger Mannschaft her war der Saisonauftakt der Nendinger Ringer am Samstag rundum gelungen. Auch die Stimmung in der Mühlauhalle und die Unterstützung der Fans waren schon wieder absolut endrundenreif. Nur der Auftritt der Gäste aus Burghausen war zumindest problematisch. Von den in ihrem Vorbericht angekündigten Ringern waren nur wenige auf der Matte. Etwa die Hälfte der Gästemannschaft ließ gutes Bundesliganiveau vermissen.

Auch DRB-Vizepräsident Günter Maienschein war von dieser Aufstellung wenig begeistert: „Das ist eigentlich nicht hinnehmbar.“ Auch die Tatsache, dass durch die Freistellung einiger deutscher WM-Teilnehmer einige Kämpfe ausfallen und eventuell nachgeholt werden müssen, stört eigentlich einen wünschenswerten Saisonstart. So führt Triberg vorläufig überraschend mit 15:13 gegen SVG Weingarten. Zwei Kämpfe müssen aber erst noch nachgeholt werden. Daher gibt es jetzt schon Überlegungen, in Zukunft die Mannschaftsrunde auf die Zeit nach der WM zu verschieben, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Das allerdings würde bedeuten, dass entweder einige Doppelkampftage eingeführt werden müssen oder die Runde bis ins Frühjahr hinein verlängert würde.

Sehr merkwürdig mutete es allerdings an, dass der SV Wacker Burghausen erst am Samstagmorgen seine Aufstellungsprobleme telefonisch bekundete und sogar Absagepläne hatte. Das war natürlich sowohl für den ASV Nendingen als auch für den DRB völlig inakzeptabel. Auch sonst zeigten sich die Bayern wenig zimperlich. Eine Erläuterung der neuen Regeln durch den Nendinger Pressewart übernahm Burghausen wortwörtlich auf seiner Homepage, allerdings wurde hier der Pressewart des SV Wacker als Autor genannt. Plagiator Guttenberg schein also in Bayern Schule zu machen.

Ein Ringer des ASV Nendingen verdient es trotz seiner Niederlage besonders herausgehoben zu werden. Da Dawid Ersetic wegen der WM-Vorbereitung von seinem Verband nicht freigegeben wurde, kochte Baris Diksu über sechs Kilogramm Gewicht ab, um für den ASV in der Klasse bis 60 kg antreten zu können. Wenn man dann noch weiß, dass Baris und seine Frau daheim zwei kleine Zwillingsbabys haben, die den Eltern keine richtige Nachtruhe gönnen, dann kann man das nervtötende Gewichtmachen des bewährten ASV-Ringers nicht hoch genug einschätzen.

Beim ASV freute man sich am Samstag auch über Besucher aus dem hohen Norden Europas. Jorma Manninen, mehrfacher Seniorenweltmeister über 100 Meter, hatte einen Besuch bei seinem langjährigen Konkurrenten und guten Freund Fritz Reichle extra so gelegt, dass er diesen ersten Heimkampf des ASV selber mit seiner Frau Sirkka erleben konnte. Nachdem er sonst in Finnland die Erfolge des ASV nur übers Internet verfolgen kann, war er am Samstag tief beeindruckt von der Atmosphäre und den schönen Kämpfen in der Mühlauhalle.

Natürlich ist es nach dem ersten Kampftag zu früh, ein Urteil über die Regeländerungen zu fällen. Die Kämpfe im griechisch-römischen Stil scheinen tatsächlich an Dynamik zu gewinnen. Allerdings müssen sich Ringer, Zuschauer, aber auch die Kampfrichter, noch erst allmählich an das neue und doch recht komplizierte Regelwerk gewöhnen. Vieles scheint mit heißer Nadel gestrickt zu sein und muss den Praxistest erst noch bestehen. Und so mancher Kampfrichter hat heute schon Bauchweh, wenn er an seinen ersten Einsatz in der Saison denkt.

Endlich geht's los: Erster Heimkampf des ASV Nendingen

Artikel vom 29.08.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 2763, Kommentare: 0

Endlich geht’s los: Erster Heimkampf des ASV Nendingen

Viele Ringsportfreunde haben seit den Halbfinalkämpfen gegen den ASV Mainz im Januar auf diesen Tag hingefiebert. An diesem Samstag, 31. August, wird in der Tuttlinger Mühlauhalle wieder die Post abgehen. Die Ringer des ASV Nendingen wollen mit der Unterstützung ihres treuen Publikums einen neuen Anlauf unternehmen, um auch in dieser Saison im Konzert der großen Ringervereine in Deutschland mitzumischen.

Mit dem SV Wacker Burghausen kommt auch gleich ein attraktiver Gegner, der den Nendingern schon mal alles abverlangen wird. Zwar muss die Heimmannschaft als Favorit gelten, aber die Niederbayern haben schon in der letzten Saison bewiesen, dass sie immer dann besonders stark sind, wenn es um etwas geht. So haben sie im Viertelfinale gegen den späteren Vizemeister KSV Köllerbach kräftig dagegen gehalten und nur relativ knapp verloren.

Genauso wie der ASV haben sich auch die Niederbayern mit acht hochkarätigen Neuzugängen verstärkt. In den beiden leichten Gewichtsklassen sorgen im Freistil Shurab Atalay (bisher Mainz) und der Georgier Beka Lomtadze für ganz hohes Niveau. Und im griechisch-römischen Stil stehen ihnen Junioren-Europameister Tolgahan Karatas und der Pole Marcin Kunysz in nichts nach. In der Klasse bis 66 kg G kann der SV mit dem Serben Davor Stefanek einen EM-Dritten von 2012 aufbieten. Gleich zwei neue Spitzenringer können die Klasse bis 84 oder 96 kg Freistil abdecken. Vom TuS Adelhausen kam Edgaras Voitechovskis und von der RWG Mömbris/Königshofen Mihail Ganev, der EM-Zweite von 2012. Und in der Klasse bis 120 kg im klassischen Stil ist der frühere Aalener Coskun Efe vom ASV Mainz nach Niederbayern gewechselt.

Schon diese Aufzählung beweist, dass Burghausen sich für diese Saison hohe Ziele gesetzt hat. Und sie macht auch klar, dass dieser Kampf für Nendingen kein Selbstläufer sein wird. Natürlich bleibt auf beiden Seiten abzuwarten, wie viele der internationalen Asse wegen der WM-Vorbereitung tatsächlich aufgeboten werden können. Aber beide Mannschaften haben so viel Potenzial und so viele Variationsmöglichkeiten, dass absoluter Spitzensport am Samstag garantiert ist.

Beim ASV werden mit Sicherheit einige der Neuzugänge eingesetzt werden. Aber natürlich darf man sich auch auf ein Wiedersehen mit vielen bewährten Stammringern des letzten Jahres freuen. Trainer Volker Hirt hält sich selbstverständlich bei der Offenlegung seiner Aufstellung noch bedeckt, um dem Gegner nicht zu viel zu verraten. Aber er zeigt sich zuversichtlich: „Wir wollen unseren Fans gleich beim ersten Kampf eine gute Schau bieten und Appetit machen für die weitere Saison. Und da ist es ganz gut, dass wir gleich auf einen richtig starken Gegner treffen.“

Ein besonderes Augenmerk gilt am Samstag natürlich der erstmaligen Anwendung der neuen Regeln in dieser Mannschaftsrunde. Deshalb wird Kampfrichter Uwe Steuler besonders im Mittelpunkt des Interesses stehen. Um den Zuschauern ein besseres Verständnis der Neuerungen zu ermöglichen, bietet der ASV vor dem eigentlichen Kampfbeginn ab etwa 19 Uhr zwei Vorkämpfe an. Hier sollen einmal im Freistil und einmal im griechisch-römischen Stil besonders die neuen Passivitätsregelungen kurz erläutert werden.

Rechtzeitig vorher, um 18.47 Uhr, wird der Ringerzug eintreffen. Er wird mit Abfahrt ab Fridingen um 18.33 Uhr die Ringsportfreunde aus dem Donautal und vom Heuberg direkt zur Mühlauhalle bringen. Schon wegen der Parkplatzprobleme empfiehlt sich die Nutzung dieses kostenlosen Services von TUTicket.

Saisonvorschau: Gelingt dem ASV Nendingen wieder eine so starke Runde?

Artikel vom 27.08.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 2795, Kommentare: 0

Saisonvorschau: Gelingt dem ASV Nendingen wieder eine so starke Runde?

Der ASV Nendingen geht am Samstag, 31. August 2013, in seine sechste Saison in der 1. Bundesliga in Folge. Und es gibt nicht wenige Experten, die dem ASV zutrauen, erneut im Kampf um den deutschen Meistertitel ein ernstes Wort mitzureden. Und es spricht Vieles dafür, dass es am Ende ähnlich dramatisch zugehen wird wie in diesem Frühjahr.

Man erinnert sich, dass der ASV im Halbfinale gerade mal um einen Punkt mit 38:39 gegen den späteren Meister ASV Mainz im Kampf um den Finaleinzug gescheitert ist. Und dann hat ja auch der ASV Mainz im Finale nur genau so knapp mit 37:36 gegen den KSV Köllerbach die Oberhand behalten.

Aber Geschichte wiederholt sich nicht. Viele Rahmenbedingungen haben sich vor dieser Saison geändert. Und so gibt es also viele Fragezeichen. Wie kommen die Ringer jeweils mit der geänderten Kampfzeit und den neuen Regeln zurecht? Wird es gelingen, dass die Kampfrichter sich schnell auf eine einheitliche Auslegung der neuen Passivitätsbestimmungen einigen können? Sind die Vereine in ihrer Aufstellung durch den Wegfall der Toleranz von zwei Kilogramm geschwächt oder gestärkt?

Und dann wird der Terminplan auch wieder unterbrochen von zwei kampffreien Wochenenden am 14. und 21. September wegen der WM in Budapest. Bleibt die Frage, wie viele Ringer vorher von ihren Verbänden nicht für die Bundesliga freigegeben werden und wie die Ringer dann die WM-Kämpfe nach der strapaziösen Vorbereitung wegstecken.

Beide Gruppen der 1. Liga umfassen jeweils acht Mannschaften. Und die Nord- und Südligen weisen jeweils eine ähnliche Konstellation auf. In der Nordgruppe wird erwartet, dass ein Trio mit dem Meister ASV Mainz gemeinsam mit dem KSV Köllerbach und der RWG Mömbris/Königshofen die Gruppenphase dominieren werden. Und in der Südgruppe zählt neben dem SVG Weingarten und dem TuS Adelhausen auch der ASV Nendingen zu den Topfavoriten.

Wenn das so stimmt, wären sechs der acht Endrundenplätze reserviert. Aber grau ist alle Theorie und die Praxis wird manche Prognose scheitern lassen. Entscheidend ist aber auf jeden Fall, dass jeweils nur der Gruppenerste für die Endrunde gesetzt ist. Schon der Zweite muss also damit rechnen, im Viertelfinale auf den Ersten der anderen Gruppe zu treffen.

Trainer Volker Hirt hat also die Marschroute schon festgelegt: „Wir wollen möglichst Gruppensieger werden, um dann eventuell ein leichteres Los zu erwischen.“ Und wenn dann der ASV sein Ziel des Erreichens des Halbfinales erreichen sollte, dann wäre wieder alles möglich.

Alle Vereine der Südgruppe haben sich wieder in großem Stil verstärkt, am bemerkenswertesten vielleicht der TuS Adelhausen, der von vielen als ganz ernster Titelanwärter angesehen wird. Der ASV Nendingen muss aber außer den Schwarzwäldern und dem Dauerrivalen des SVG Weingarten auch den SV Wacker Burghausen, den SV Triberg und natürlich auch den nie zu unterschätzenden KSV Aalen auf der Rechnung haben. Schon der erste Heimkampf gegen Burghausen an diesem Samstag, 31. August, wird da wohl eine Weichenstellung aufzeigen.

Sehr wohl zu beachten sind aber selbstverständlich auch die beiden Aufsteiger. Zwar werden sie wohl kaum in den Kampf um die Endrundenplätze eingreifen können. Besonders gespannt ist man aber auf den Traditionsverein VfK Schifferstadt, der nach langer Durststrecke endlich wieder erstklassig ist. Aber auch der KSV Schriesheim, hat sich vor dieser Saison mit sieben sehr guten Ringern verstärkt und wird sich nicht widerstandslos geschlagen geben.

ASV Nendingen will in Mainz den Einzug ins Finale schaffen

Artikel vom 09.01.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4660, Kommentare: 0

ASV-Trainer Volker Hirt ist fest entschlossen: „Wir haben ein ganz klares Ziel. Wir fahren nach Mainz um den Einzug in das Finale perfekt zu machen. Das wird eine sehr schwere Aufgabe, aber wir wollen diese einmalige Chance jetzt nutzen.“ Nach dem Sieg mit 20:19 im Vorkampf sieht er seine Mannschaft im Vorteil. „Es ist für uns in der Arena in einigen Kämpfen nicht optimal gelaufen. Vielleicht haben wir ja dann in Mainz diesmal auch noch das nötige Glück und Können, um uns endgültig durchzusetzen.“

Die Sporthalle am Großen Sand in Mainz-Mombach wird am Samstag wohl ausverkauft sein. Im berüchtigten „Hexenkessel“ dieser Halle werden sich aber auch rund 200 Fans des ASV Nendingen lautstark bemerkbar machen und ihre Mannschaft unterstützen. Drei Busse setzt der ASV für diesen Rückkampf ein. Und viele Ringsportfreunde werden außerdem in privaten Fahrgemeinschaften sich auf den Weg nach Mainz machen.

War die erste Auseinandersetzung in der Arena Geisingen schon ein wahrer Thriller, so wird dieser zweite und entscheidende Kampf vielleicht noch eine Steigerung der Dramatik bringen. Noch führt Nendingen mit einem Punkt Vorsprung, aber dieses Polster ist sicher nicht sehr beruhigend. Viele Fragen stehen im Raum. Welche Aufstellungsvariante werden die beiden Trainer wählen? Werden die fünf Nendinger Sieger vom Vorkampf ihre knappen Erfolge wiederholen können? Können beispielsweise Ghenadie Tulbea und Nicolai Ceban in Mainz wichtige Punkte für ihre Mannschaft holen, auch wenn sie eine Klasse höher antreten?

Gerade weil es keinen Favoriten gibt, verspricht diese Begegnung große Spannung. Auf beiden Seiten werden in einigen Klassen neue Ringer eingesetzt werden. So ist bei Mainz auf der Nicht-EU-Position Elizbar Odikadze (120 kg F) oder Ilyas Magamadov (74 kg G) zu erwarten. Bei Nendingen könnte hier Roman Amoyan (55 kg G) neu zum Einsatz kommen. Auf einen Einsatz brennen bei Mainz auch Mahmut Bayoglu (60 kg F), der im Viertelfinale den starken Ivan Guidea aus Adelhausen besiegt hat, und Saban Karatas, der in der Klasse bis 84 kg G Nenad Zugaj herausfordern würde.

Im durchaus denkbaren Fall eines Punktegleichstandes nach beiden Kämpfen, würde die höhere Anzahl an klaren Siegen entscheiden. Da es in Geisingen nur je einmal einen Sieg mit 3:0 gab, käme in Mainz einem Sieg von 4:0 in einem einzelnen Kampf vielleicht schon eine entscheidende Bedeutung zu. Es steckt also jede Menge an Brisanz in dieser Begegnung, von der viele Experten erwarten, dass hier schon eine Vorentscheidung über die deutsche Meisterschaft getroffen wird.

Falls der ASV Nendingen sich für das Finale qualifizieren würde, käme es am Samstag, 19. Januar, um 19.30 Uhr in der Arena Geisingen zum Kampf entweder gegen den KSV Köllerbach oder die RWG Mömbris-Königshofen. Schon jetzt gibt es beim ASV eine Flut von Voranmeldungen für diesen möglichen Termin.

Mattensplitter zum Halbfinale

Artikel vom 06.01.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 5220, Kommentare: 0

Grandioses Event in der Arena begeistert ein großes Publikum

Das neue Jahr ist zwar noch jung, aber es ist schwer vorstellbar, dass ein so grandioses Sportereignis wie das Halbfinale am Samstag in der Arena Geisingen in diesem Jahr 2013 im Kreis Tuttlingen noch getoppt werden kann. Es sei denn, dass der ASV Nendingen tatsächlich das Finale erreichen sollte und dann am 19. Januar ein noch größeres Ereignis anstehen würde.

Auch Baris Baglan, der Trainer des ASV Mainz, hielt sich bei der Pressekonferenz nach dem tollen Kampf mit seinem Lob nicht zurück: „Ich liebe eine solche Atmosphäre. Die Verantwortlichen des ASV Nendingen haben wirklich alles getan, um einen würdigen Rahmen für dieses Halbfinale um die deutsche Meisterschaft zu schaffen.“ Kein Wunder, dass auch die politische Prominenz versammelt war. Im Namen auch von Landrat Stefan Bär und vom Tuttlinger OB Michael Beck begrüßte Walter Hengstler als Bürgermeister von Geisingen mit großem Stolz fast 3 000 Zuschauer aus nah und fern.

Wie groß das Interesse an diesem Ereignis in der Region war, zeigt eine kleine Anekdote. Christof Kaltenbach, der Sportredakteur des „Südkurier“ aus dem Schwarzwald kam direkt vom Ski-Weltcup in Schonach in die Arena. Kurz vor seiner Abreise hatte er noch mit dem Bürgermeister von Schonach gesprochen. Und der hatte ihm sein großes Bedauern ausgedrückt, dass er selber wegen seiner Verpflichtungen im Weltcup leider nicht zu diesem Ringsportereignis kommen könne

Auch viele aktuelle und ehemalige Sportgrößen ließen sich diesen Kampf in der Arena nicht entgehen. Die Damenvolleyballmannschaft von Villingen aus der 3. Liga war genauso präsent wie beispielsweise Karl Dodrimont aus Baienfurt, der als sechsfacher Deutscher Meister 1965 bei der WM den 3. Platz belegt hatte. Der ehemalige Präsident des DRB, Helmut Pauli, zählt inzwischen ja schon zu den Stammgästen des ASV. Von der jetzigen Führung des DRB war unter anderem Vizepräsident Günter Maienschein vertreten.

Für viele Zuschauer, vor allem aber für die Ringer selbst, wird dieser Abend noch lange in Erinnerung bleiben. Einer wird ihn aber mit Sicherheit gar nie vergessen. Nenad Zugaj nämlich hatte gleich dreifachen Grund zur Freude. Er feierte einen Sieg in seinem Kampf und konnte mit seinen Kollegen über den Mannschaftserfolg des ASV jubeln. Wenige Stunden vor dem Kampf hatte er aber auch erfahren, dass er erstmals Vater geworden war. Nur zu gerne wäre er bei der Geburt dabei gewesen, doch bei seiner Abreise nach Nendingen war noch nicht abzusehen, dass es der kleine Jakov so eilig hatte auf die Welt zu kommen.

ASV-Trainer Volker Hirt hätte natürlich gerne ein größeres Punktepolster mit nach Mainz genommen. „Wir haben daheim leider den einen oder anderen Punkt liegen lassen. Aber in Mainz werden die Karten neu gemischt und da haben wir durchaus noch die Chance unseren Traum vom Finale zu verwirklichen.“ Besonders unglücklich waren am Samstag beispielsweise die Rundenverluste beim Kampf von Ghenadie Tulbea. Zwei Runden verlor er trotz Punktgleichstand von 5:5, da sein Gegner jeweils eine Dreierwertung erzielt hatte. So sammelte Tulbea zwar in einem tollen Kampf insgesamt nicht weniger als 18 Wertungspunkte, unterlag aber doch mit 1:3 Runden.

Wenn man ein erstes Fazit zieht, muss man aber dennoch konstatieren, dass der ASV schon jetzt unglaublich viel erreicht hat. Er hat den ersten Kampf im Halbfinale gewonnen und das Ziel vom Erreichen des Finales ist immer noch greifbar. Genauso zählt aber auch, dass es dem ASV Nendingen mit der Präsentation der Finalkämpfe gelungen ist, eine ganze Region für den Ringkampfsport zu euphorisieren. Mit dazu beigetragen haben sicher auch die Musikkapelle Nendingen und die Guggenmusiker aus Eigeltingen sowie „DJ“ Karl Greiner für die musikalische Untermalung dieser Veranstaltung.

Für die beiden Trainer Volker Hirt und Baris Baglan aber hat dieser erste Kampf zwischen den beiden Teams eine große Denksportaufgabe gestellt. Welche Schlüsse muss ich jetzt ziehen? Wie kann ich meine Mannschaft am nächsten Samstag optimal aufstellen? Beide Vereine haben ja noch einige Ringer im Kader, die auf einen Einsatz brennen.

Von den Siegern unter den Nendinger Ringern muss man vielleicht Samet Dülger und Eduard Kratz besonders hervorheben. Samet Dülger leitete mit seinem begeisternden Sieg gegen George Bucur beim Stand von 3:10 die Wende für Nendingen ein. Und Routinier „Edi“ Kratz avancierte zum umjubelten Matchwinner, als er im letzten Kampf den entscheidenden Sieg zum knappen Mannschaftserfolg beisteuerte. Überhaupt war bemerkenswert, dass drei der vier deutschen Ringer des ASV Nendingen ihre Kämpfe gewannen, was auf der Mainzer Seite nur William Harth gelang.

Der in den Finalkämpfen mögliche Videobeweis hat sich im Kampf gegen Mainz als stumpfe Waffe erwiesen. Mehrfach wurde diese Möglichkeit, eine Kampfrichterentscheidung anzufechten, von beiden Mannschaften in Anspruch genommen. In keinem Fall hat das Kampfgericht aber seine Entscheidung revidiert.

1/2 Finale: ASV Nendingen - ASV Mainz 20:19

Artikel vom 06.01.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 5132, Kommentare: 0

Ringer-Krimi in der Arena: ASV Nendingen gewinnt gegen Mainz mit 20:19

Der erste Kampf im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft zwischen dem ASV Nendingen und dem ASV Mainz hat am Samstag alles geboten, was das Ringerherz begehrt. Eine Rekordzuschauerzahl von über 2 700, eine tolle Atmosphäre in der Arena Geisingen, dramatische Kämpfe, Hochspannung bis zur letzten Minute und letztlich dann sogar doch noch einen hauchdünnen Sieg der Heimmannschaft mit 20:19.

Das gut amtierende Drei-Mann-Kampfgericht ließ deswegen auch extra mit sechs Ausrufezeichen ins Kampfprotokoll eintragen „Super Ringerstimmung!!!!!!“ Schon vor Beginn der Kämpfe war die Arena zu einem „Hexenkessel“ geworden, als die Guggenmusik der „Mühlengeister“ aus Eigeltingen die Stimmung anheizte. Und auch als die Nendinger dann etwas überraschend und zum Teil unglücklich die ersten vier Kämpfe verloren und 3:10 zurücklagen, feuerten die Zuschauer „ihre“ Ringer weiter unermüdlich an.

Mit Erfolg, denn nun erkämpften die Gastgeber ihrerseits vier Siege in Folge und gingen nach dem achten Kampf erstmals mit 15:14 in Führung. Die beiden letzten Kämpfe mussten die Entscheidung bringen und beide gingen dann sogar jeweils über die vollen fünf Runden. Beim Stand von 17:17 gelang Eduard Kratz nach Rundenrückstand von 1:2 doch noch der Sieg mit 3:2, womit er dem ASV Nendingen immerhin noch ein winziges Polster von einem Punkt für den Rückkampf verschaffte.

Spannender hätte es kein Krimi-Regisseur inszenieren können. Und nachdem viele Fans des ASV Nendingen zur Halbzeit noch eher skeptisch gewesen waren, fand der Jubel nach dem Sieg von „Edi“ Kratz kein Ende mehr. Trainer Volker Hirt fand dann aber schnell zur realistischen Einschätzung zurück: „Wir freuen uns sehr über diesen Sieg in dieser gigantischen Atmosphäre. Aber wir wissen auch, dass auf uns im Rückkampf in Mainz eine sehr schwere Aufgabe wartet“. Der Krimi geht also am nächsten Samstag weiter.

Schon der erste Kampf am Samstag brachte für die Zuschauer ein wahres Wechselbad der Gefühle. Ghenadie Tulbea (55 kg F) punktete den favorisierten Mihran Jaburyan in der 1. Runde mit 8:2 in toller Manier klar aus. Doch dann entschied der armenische WM-Fünfte und Olympia-Siebte die nächsten beiden Runden mit viel Glück jeweils bei Gleichstand von 5:5 durch die höhere Wertung für sich und holte dann auch den Sieg mit 3:1 gegen den konditionell etwas nachlassenden Nendinger.

Hatte man diese Niederlage noch einkalkuliert, so war die Leistung von Mindaugas Mizgaitis (120 kg G) gegen den wesentlich leichteren Daigoro Timoncini doch eher enttäuschend. Er ließ zwar keine technische Wertung zu und unterlag so „nur“ mit 0:1, aber etwas mehr Einsatz hatte man sich im ASV-Lager schon versprochen. Tadellos hingegen war der Auftritt von Baris Diksu (60 kg G) gegen den Universiade-Zweiten Mevlüt Arik. Fast hätte der Nendinger mit großem Einsatz nur mit 0:1 verloren, da gelang dem Mainzer dann in der 3. Runde doch noch eine technische Wertung zum Sieg mit 3:0 Mannschaftspunkten.

Von Nicolai Ceban (96 kg F) hätte man sich eigentlich einen Sieg gegen William Harth erwünscht. Doch diesmal ließ der ansonsten so zuverlässige Siegringer die gewohnte Spritzigkeit und Dynamik vermissen und unterlag etwas überraschend mit 2:3 Runden. Der Jubel im Mainzer Lager war nach ihrem Traumstart mit 10:3 natürlich entsprechend groß. Und dazu kam nun in der Klasse bis 66 kg F mit dem EM-Fünften George Bucur ein Ringer, der fast immer für einen Sieg garantiert.

Doch da hatten die Gäste die Rechnung ohne Samet Dülger gemacht. Der deutsche Meister machte wieder einen glänzenden Kampf und kämpfte seinen favorisierten Gegner mit 3:1 Runden nieder. Damit brachte er Nendingen mit dem Pausenstand von 6:10 doch wieder zurück in diese Begegnung und gab den Impuls zu einer tollen Aufholjagd.

Die zweite Hälfte begann für Nendingen mit dem erhofften Sieg von Nenad Zugaj (84 kg G), der gegen Patric Nuding zwar nur knapp gewann, aber nie in Gefahr war einen Punkt abzugeben. Sehr viel enger war es dann für Frank Stäbler (66 kg G) gegen Dawid Karecinski. „Fränky“ musste hier wirklich alles geben, um gegen den allerdings recht unsportlich auftretenden Gast mit 3:2 die Oberhand zu behalten. Mehrfach konnte Karecinski nur mit unerlaubter Beinarbeit in der Unterlage eine Wertung Stäblers verhindern.

Eine Vorentscheidung musste nun im Kampf von Piotr Ianulov (84 kg F) gegen den Routinier Davyd Bichinashvili fallen. Und Ianulov erfüllte voll die in ihn gesetzten Erwartungen, als er gegen den bis zum Umfallen kämpfenden Mainzer mit einem Sieg in 3:1 Runden seinen ASV erstmals mit15:14 in Führung brachte. Ganz ausgeglichen und offen gestalteten sich dann auch die beiden Begegnungen in der Klasse bis 74 kg. Saba Khubezhty lieferte im Freistil gegen Kiril Terziev, der mit einer Saisonbilanz von 14:0 Siegen anreiste, einen tollen Kampf. Nachdem er die 1. Runde unglücklich im Zwiegriff abgeben musste, ging er mit tollen Aktionen sogar mit 2:1 Runden in Führung und stand in der 4. Runde fast vor dem Sieg. Der Gast konnte sich jedoch doch noch in die 5. Runde retten, die er dann auch knapp für sich entscheiden konnte.

Zum Matchwinner für Nendingen wurde zum Abschluss Eduard Kratz. Er ließ sich in der Unterlage von einem starken Pascal Eisele nur einmal durchdrehen. Obwohl „Edi“ in der Oberlage nicht selber punkten konnte, wehrte er doch weitere Griffversuche seines Gegners ab. Nach großem Kampf und mit letztem Einsatz kam er dann in der 5. Runde im Standkampf zur entscheidenden Wertung zum knappen Sieg mit 3:2.

Die Kämpfe im Einzelnen, Nendingen zuerst genannt: 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Mihran Jaburyan 1:3 (PS 8:2/5:5/5:5/0:2). - 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis – Daigoro Timoncini 0:1 (PS 0:1/0:1/0:1). - 60 kg G: Baris Diksu – Mevlüt Arik 0:3 (PS 0:1/0:1/0:3). - 96 kg F: Nicolai Ceban – William Harth 2:3 (PS 1:0/0:1/1:0/0:1/0:1). - 66 kg F: Samet Dülger – George Bucur 3:1 (PS 1:1/5:1/1:5/3:0). - 84 kg G: Nenad Zugaj – Patric Nuding 3:0 (PS 1:0/1:0/1:0). - 66 kg G: Frank Stäbler – Dawid Karecinski 3:2 (PS 0:1/2:0/1:0/0:2/2:0). - 84 kg F: Piotr Ianulov – Davyd Bichinashvili 3:1 (PS 1:0/1:0/0:1/1:0). - 74 kg F: Saba Khubezhty – Kiril Terziev 2:3 (PS 0:2/3:0/2:0/2:2/1:3). - 74 kg G: Eduard Kratz – Pascal Eisele 3:2 (PS 1:0/0:2/0:1/1:0/1:0). Endstand: 20:19

Ilayda bracht Ihre Hilfe!!!

Artikel vom 11.11.2012, Autor: Marc Buschle, Views: 4340, Kommentare: 0

Lebensretter gesucht!

Beim unserem Heimkampf am Samstag, 10.11.2012 wurde in der Mühlauhalle ein Aufruf  gestartet, der mich persönlich sehr bewegt. Die kleine Ilyda aus Singen ist an Leukämie erkrant und sucht dringen einen Stammzellenspenderpender. Lassen Sie uns gemeinsam helfen, Sie können Ilaydas Lebensretter sein.

LASSEN SIE SICH TYPISIEREN:
Sonntag, 25 November 2012
13:00 - 18:00 Uhr
Imanuel-Kant-Gymnasium (Aula)
Mühlnweg 15, 78532 Tuttlingen

SPENDENKONTO:
Stefan Morsch Stiftung
Konto: 251 20 70 05
BLZ: 64 39 01 03
Volksbank Donau Neckar

Tuttlingen für Ilayda:
http://www.youtube.com/watch?v=zvxEfl9XYn0

Folgede Informationen habe ich erhalten:

Ilayda ist 6 Jahre alt und wohnt in Singen. Bis Februar 2012 war ihre Welt noch in Ordnung, bis die Ärzte bei ihr Leukämie diagnostiziert haben. Diese Diagnose hat das Leben der Familie Yildiz komplett aus der Bahn geworfen.

Seit klar ist, dass Ilayda nur mit einer Knochenmarkspende überleben kann, wird auf der ganzen Welt für sie nach einem passenden Spender gesucht. Da ihre Vorfahren aus der Türkei stammen, wird auch dort zeitgleich auf dieses Thema aufmerksam gemacht und über ihr Schicksal wurde bereits in verschiedenen Fernsehkanälen wie auch in Zeitungen berichtet. Immer mit der Hoffnung die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren und sie zu einer Typisierung zu bewegen.

Irgendwann im Juni wurde dieser Hilferuf auf Facebook gepostet und seitdem ist die gesamte Region im Ilayda Fieber.

Am 02.September 2012 wurde in Singen eine große Typisierungsaktion durchgeführt. Die Stadt Singen hat hierfür viel geleistet, der Oberbürgermeister war sehr aktiv dabei und hat mehrfach seine Bürger dazu aufgerufen zu helfen.

Mit Kuchenverkäufen und zahlreichen Aktionen durch freiwillige Helfer, die Ilayda und ihre Familie noch nicht einmal kennen, konnten knapp 276.000 Euro an Spendengeldern gesammelt werden. Am Tag der Typisierung kamen knapp 5800 Menschen um Ilayda zu helfen. Leider ohne Erfolg. Es konnte wieder kein passender Spender gefunden werden.

Vor gut vier Wochen kam der Vater von Ilayda zu uns nach Tuttlingen, weil er wusste, dass wir vorher schon aktive Helfer waren. Er bat uns um Hilfe, daraufhin haben wir das Orga-Team-TUT gegründet.

Am 25.November 2012 von 13-18 Uhr findet in der Aula des IKG-Gymnasiums die zweite Typisierungsaktion für Ilayda statt.

Unsere Bitte an Sie ist, die Firmen und Vereine an die Sie herankommen, dazu aufzurufen, erstens ihre Mitarbeiter dazu aufzufordern zur Typisierung zu kommen und zweitens uns zu helfen, diese zweite Typisierung zu finanzieren. Eine Typisierung kostet 50 Euro pro Person.

Dies ist die Chance, für jeden gesunden Menschen sich typisieren zu lassen-für ILAYDA aber auch alle anderen!!!  Jeder sollte darüber aufgeklärt werden, wie einfach es ist ein Menschenleben zu retten.

Bitte helfen Sie uns und allen anderen im Kampf gegen Leukämie.


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KSK Furtwangen - ASV Nendingen II 18:21

Artikel vom 23.09.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 4885, Kommentare: 0

ASV Nendingen II siegt im dramatischen Spitzenkampf in Furtwangen

Die Erfolgsserie der Nendinger Zweiten geht weiter. Überraschend haben die ASV-Ringer um Marc Buschle mit einer unglaublichen Mannschaftsleistung auch ihren dritten Saisonkampf gewonnen und damit die Tabellenführung in der Regionalliga behauptet.

Ohne die Leistungen vor allem von Marc Buschle und Steffen Baur zu unterschätzen, muss man wohl nach diesem spannenden Kampf den jungen Louis Stumpe als Matchwinner in dieser Partie herausheben. Im letzten und entscheidenden Kampf sicherte der erst 15-jährige Mühlheimer gegen den routinierten und bundesligaerfahrenen Georgier Teimuraz Beradze mit einer sensationellen Leistung den Mannschaftssieg des ASV.

In einem wahren Ringerkrimi zwischen den beiden erstplatzierten Mannschaften der Regionalliga hatten die Nendinger Gäste in der Jahnsporthalle in Furtwangen zur Pause die Nase knapp mit 11:8 vorne. Vor den beiden letzten Paarungen aber lagen die Schwarzwälder ihrerseits mit 17:14 scheinbar sicher in Führung. Nach dem klaren Sieg von Yan Ceaban musste beim Stand von 17:18 der letzte Kampf die Entscheidung bringen. Dass Louis Stumpe das Ruder noch für den ASV herumreißen konnte, war für die Gastgeber zwar unfassbar, für die Nendinger aber natürlich Grund zur überschäumenden Freude.

Genauso muss jedoch auch die Leistung von Steffen Baur gewürdigt werden. Er hatte im Interesse der Mannschaft Gewicht gemacht und holte nach verlorener ersten Runde noch einen wichtigen Punktsieg für den ASV. Und nicht zuletzt war es der tolle Auftritt von Co-Trainer und Mannschaftsführer Marc Buschle. Gegen den früheren Militär-Weltmeister Bülent Dagdemir legte er mit einem Punktsieg selber den Grundstein für den Sieg seiner Mannschaft, die leider wieder die Klasse bis 84 kg G kampflos abgeben musste.

Toll war auch wieder der Einsatz des 14-jährigen Tim Baur (55 kg), der gegen den Griechen Kalanidis Teocharis einen Klassekampf machte und immerhin eine wichtige Runde für den ASV gewann. Auch David Stumpe (120 kg) hatte mit dem Georgier Sergo Ninua, der schon WM-Dritter bei den Junioren war, ein Ass des KSK gegen sich. Bei seiner knappen Niederlage hielt er sich dennoch hervorragend.

In einem turbulenten und wechselvollen Kampf zeigte Steffen Baur nach verlorener ersten Runden sein Kämpferherz. Mit 7:1 trumpfte er dann in der 2. Runde auf und entschied auch die nächsten Durchgänge für sich. Auch Marc Buschle (96 kg) gab gegen den starken Bülent Dagdemir die 1. Runde ab, sicherte sich dann jedoch mit all seiner Erfahrung jeweils knapp die nächsten Durchgänge und verkürzte so den Rückstand seiner Mannschaft auf einen Punkt. Mit einem ungefährdeten Überlegenheitssieg brachte dann sogar Andrei Perpelita (66 kg) gegen Fabian Kirner den ASV erstmals mit 11:8 zur Pause in Führung.

Nach dem kampflosen Sieg der Gastgeber (84 kg) war es dann Sergej Skrypka (66 kg), der gegen den starken Christian Bösinger nach Rundenrückstand mit einem Sieg mit 3:1 wieder ganz entscheidend Boden gutmachte und die Nendinger zurück ins Spiel brachte. Stefan Rutschmann war mit seinen 74 Kilogramm im Freistil der Klasse bis 84 Kilogramm eingesprungen, konnte aber gegen den körperlich überlegenen Tobias Haaga eine Niederlage nicht vermeiden.

So kam es nun beim Stand von 17:14 auf die beiden Kämpfe in der Klasse bis 74 Kilogramm an. Yan Ceaban leistete im Freistil seinen erhofften Beitrag mit einem Überlegenheitssieg gegen Felix Pfaff. Die Gastgeber wähnten sich nun trotzdem siegessicher, ging doch jetzt mit Teimuraz Beradze ihr vermeintlicher Siegringer auf die Matte. Doch Louis Stumpe wuchs über sich hinaus und sicherte mit seinem unerwarteten Sieg in 3:1 Runden dem ASV doch noch den umjubelten Mannschaftserfolg.

Die Kämpfe im Einzelnen (Furtwangen zuerst genannt): 55 kg F: Kalanidis Teocharis – Tim Baur 3:1 (PS 4:0/4:4/3:1/5:1). – 120 kg G: Sergo Ninua – David Stumpe 3:0 (PS 3:0/1:0/3:0). – 60 kg G: Marcel Wolber – Steffen Baur 1:3 (PS 5:3/1:7/1:2/1:3). – 96 kg F: Bülent Dagdemir – Marc Buschle 1:3 (PS 1:0/1:1/0:1/1:3). – 66 kg F: Fabian Kirner – Andrei Perpelita 0:4 (TÜ 0:6/0:5/0:6). – 84 kg G: 4:0 Albert Qorrai (KSK) siegt ohne Gegner. – 66 kg G: Christian Bösinger – Sergej Skrypka 1:3 (PS 2:0/0:1/0:2/0:1). – 84 kg F: Tobias Haaga – Stefan Rutschmann 4:0 (SS bei 3:1/4:0). – 74 kg F: Felix Pfaff – Yan Ceaban 0:4 (TÜ 0:6/1:6/0:1). – 74 kg G: Teimuraz Beradze – Louis Stumpe 1:3 (PS 0:3/1:0/0:2/0:5). Endstand 18:21.

ASV Neningen I - SV Triberg 24:7

Artikel vom 23.09.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 4800, Kommentare: 0

Klarer Sieg gegen Triberg -ASV Nendingen ist nun an der Tabellenspitze

Wer hätte das gedacht? Nach dem klaren Sieg mit 24:7 gegen den SV Triberg und der gleichzeitigen sensationellen Niederlage des deutschen Meisters SVG Weingarten beim TuS Adelhausen ist der ASV Nendingen seit Samstag erstmals Tabellenführer der 1. Bundesliga Süd.

Trainer Volker Hirt hatte in einem Interview vorher angekündigt, dass der SV Triberg gegen Nendingen „chancenlos“ sein würde. Was etwas vielleicht großspurig klang, stellte sich am Samstag in der Mühlauhalle schnell als sehr realistisch heraus. Die Gäste wehrten sich zwar verbissen, mit 8:2 siegreichen Kämpfen war der ASV aber immer Herr des Geschehens auf der Matte.

Auch mit der Zuschauerzahl von 1 130 wurde eine neue Saisonhöchstmarke in der Bundesliga erzielt. Und die Besucher waren begeistert. Obwohl die favorisierten Gastgeber von Anfang an klar machten, wer hier die Matte als Sieger verlassen würde, wurden die Ringsportfreunde für die fehlende Spannung durch schöne Kämpfe und gute Stimmung entschädigt.

Vor allem die Freistilkämpfe vor der Pause waren Glanzlichter an einem Abend, der den Ringsport in all seinen Facetten zeigte. Auch den Gästen aus Triberg musste hoher Respekt gezollt werden. „Ich war mir immer sicher, dass wir gewinnen würden. Aber wir mussten ganz stark aufstellen und alles geben, um die Triberger zu besiegen“, zog ein glücklicher Volker Hirt Bilanz.

Für den ASV ist es fast schon zur Routine geworden, dass sie durch Ghenadie Tulbea (55 kg) in Führung gebracht werden. Wie der Routinier aber in seinem fünften Jahr für den ASV am Samstag über die Matte wirbelte, war eine absolute Augenweide. Der gewiss nicht schlechte und wieselflinke Marin Filip wurde mit 19:2 Punkten in die Schranken verwiesen.

Sehr viel ruhiger ließen es die Herren in der Klasse bis 120 kg angehen. Doch Mindaugas Mizgaitis zeigte zumindest kämpferische Qualitäten und beherrschte Eduard Popp mit 1:0. Dem favorisierten Triberger Neuzugang Aurelian Leciu nachte Baris Diksu (60 kg) den Sieg nicht leicht. Ab der 2. Runde machte er viel Druck, konnte sich aber im Bodenkampf nicht entscheidend durchsetzen und unterlag nach gutem Kampf mit 1:3 Runden.

Einen Klassekampf erlebten die Zuschauer auch im Freistil der Klasse bis 96 kg. Der türkische Meister Kenan Gör hatte für den SV vorher alle drei Kämpfe gewonnen. Nicolai Ceban aber demonstrierte einmal mehr, dass er in dieser Klasse ein absolutes Trumpfass für den ASV ist. Selbst als sein Gegner im Zwiegriff sein Bein fassen durfte, machte Ceban daraus einen Punkt für sich zum hart erkämpften Sieg mit 3:0. Auch in der Klasse bis 66 kg lieferten sich Samet Dülger und Mihail Sava einen tollen und ganz engen Kampf. In der 2. Runde hatte der für den ASV ringende deutsche Meister sogar Glück, als er sich noch einmal aus schwieriger Lage retten konnte. Letztlich setzte er sich aber doch in 3:1 Runden als knapper Sieger durch.

Mit der Pausenführung von 12:4 war schon eine Vorentscheidung für den ASV gefallen. Und so verliefen die Kämpfe danach auch etwas ruhiger. Eerik Aps (84 kg) behielt in einem engen Kampf mit 3:0 knapp die Oberhand gegen Kai Rotter. Und Benjamin Raiser (66 kg) musste sich wie erwartet gegen den körperlich sehr starken Aram Julfalakyan trotz allen Bemühens mit 0:3 geschlagen geben.

Die letzten drei Paarungen gingen aber wieder klar an den ASV. Piotr Ianulov (84 kg) war gegen Michael Kaufmehl jederzeit Chef auf der Matte. Auch Achmed Dudarov (74 kg), obwohl grippegeschwächt, ließ Viorel Ghita beim 3:0 keinerlei Siegchance. Und auch Jan Rotter, der bisher alle seine drei Kämpfe für Triberg gewonnen hatte, wurde von Neven Zugaj (74 kg) klar die Grenzen aufgezeigt. Mit 8:1 Wertungspunkten stellte der sympathische Kroate mit einem Sieg in drei Runden den hohen Gesamtsieg seiner Mannschaft entgültig sicher.

Nach diesem überzeugenden Auftritt der Nendinger steigt nun natürlich die Spannung im Hinblick auf den württembergischen Derbyknaller beim KSV Aalen am kommenden Samstag, wo man erstmals als Spitzenreiter antreten wird.

Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Marin Filip 4:0 (TÜ 4:1/7:1/8:0). – 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis – Eduard Popp 1:0 (PS 1:0/1:0/1:0). – 60 kg G: Baris Diksu – Aurelian Leciu 1:3 (PS 0:2/2:0/0:1/0:2). – 96 kg F: Nicolai Ceban – Kenan Gör 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 66 kg F: Samet Dülger – Mihail Sava 3:1 (PS 1:1/0:4/3:2/4:2). – 84 kg G: Eerik Als – Kai Rotter 3:0 (PS 1:0/2:0/2:0). -  66 kg G: Benjamin Raiser – Aram Julfalakyan 0:3 (PS 0:2/0:1/0:3). – 84 kg F: Piotr Ianulov – Michael Kaufmehl 3:0 (PS 2:0/2:0/2:0). – 74 kg F: Achmed Dudarov – Viorel Ghita 3:0 (PS 1:0/2:0/2:0), - 74 kg G: Neven Zugaj – Jan Rotter 3:0 (PS 4:0/2:0/2:1). Endstand 24:7.

ASV Nendingen II - KG Fachsenfeld/Dewangen 21:18

Artikel vom 16.09.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 4912, Kommentare: 0

Nendinger Zweite siegt auch gegen die KG Fachsenfeld/Dewangen

Auch im zweiten Kampf dieser Saison in der Regionalliga blieb ASV Nendingen II siegreich. Mit dem hart erkämpften 21:18 gegen die KG Fachsenfeld/Dewangen stehen die Nendinger nun gemeinsam mit dem KSK Furtwangen, ihrem nächsten Gegner am kommenden Samstag, an der Tabellenspitze.

In der Nendinger Donauhalle holten sich am Samstag beide Mannschaften je fünf Siege. Den Ausschlag für die Gastgeber gaben drei Vier-Punkte-Siege, die Marc Buschle, Florin Gavrila und Andrei Perpelita auf der Matte erkämpften. Beide Mannschaften mussten je eine Klasse unbesetzt lassen, so dass auf Seiten des ASV Orhan Bolat (84 kg F) kampflos zu den Punkten kam.

300 Zuschauer sahen tolle Kämpfe mit vielen spektakulären Aktionen und sehr viel Hochspannung. So mussten beispielsweise beide Stumpe-Brüder über die volle Distanz von drei Runden gehen. Antonio Silvestri, Deutschlands Kampfrichter Nummer eins, war wie üblich ein sehr souveräner und umsichtiger Chef auf der Matte, der keine Mühe mit den fairen Kämpfen hatte.

Eine gute Leistung zeigte bei seinem ersten Heimkampf in der Regionalliga der 14-jährige Tim Baur (55 kg F). Allerdings erwies sich sein zwei Jahre älterer Gegner Eduard Asan noch als etwas cleverer und holte sich den Punktsieg. David Stumpe (120 kg G) tat sich gegen den starken Anton Schneider zunächst schwer, setzte sich dann jedoch in der 4. und 5. Runde mit großer Energie und guter Kondition doch noch verdient mit 3:2 durch.

Keinerlei Mühe hatte hingegen Florin Gavrila in der Klasse bis 60 kg. Der Nendinger Co-Trainer brillierte mit insgesamt 21:3 Punkten gegen Christian Pfisterer. Den vielleicht stärksten KG-Ringer hatte Marc Buschle (96 kg F) mit Michael Manea gegen sich. Nach vorsichtigem Beginn drehte der ASV-Freistiltrainer aber am Ende der 1. Runde plötzlich auf und zwang seinen völlig verdutzten Gegner mit seinem Spezialgriff auf die Schultern.

Während die beiden Klassen bis 84 kg kampflos an Roman Klingl (KG) und Orhan Bolat (ASV) gingen, konnten die Gäste in den Klassen bis 66 kg mit sicheren Punktsiegen Boden gutmachen. Timo Schmid hielt zwar zunächst gut mit, musste dann aber doch die Überlegenheit von Oliver Müller anerkennen. Und ähnlich ging es Steffen Baur der anfangs gegen David Kraus nicht chancenlos schien, dann aber doch mit 0:3 Runden unterlag.

Beim Stand von 15:15 musste die Entscheidung also in den Klassen bis 74 kg fallen. Und hier trumpfte im Freistil Andrei Perpelita gegen den KG-Neuzugang Dominik Chelo gewaltig auf. Das ASV-Kraftpaket setzte sich mit herrlichen Aktionen im Stand immer wieder durch und sammelte 19:2 Punkte. Das war die Vorentscheidung für Nendingen, an der auch die 2:3 Niederlage von Louis Stumpe nichts änderte. Der 16-Jährige schien zunächst sogar gegen Jochen Teichmann nach zwei gewonnenen Runden einem weiteren Sieg zuzusteuern, verlor dann aber seine Linie und unterlag ganz knapp. Damit hatte er dennoch einen wichtigen Beitrag zum Sieg seiner Mannschaft mit 21:18 geleistet.

Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Tim Baur – Eduard Asan 0:3 (PS 0:1/1:2/0:4). – 120 kg G: David Stumpe 3:2 (PS 1:0/0:2/0:1/2:0/2:0). – 60 kg G: Florin Gavrila – Christian Pfisterer 4:0 (TÜ 6:0/7:0/8:3). – 96 kg F: Marc Buschle – Michael Manea 4:0 (SS bei 3:0). – 66 kg F: Timo Schmid – Oliver Müller 0:3 (PS 0:1/0:2/0:7). – 84 kg G: 0:4 Roman Klingl (KG) siegt ohne Gegner. – 66 kg G: Steffen Baur – David Kraus 0:3 (PS 0:1/2:4/0:5). – 84 kg F: 4:0 Orhan Bolat (ASV) siegt ohne Gegner. – 74 kg F: Andrei Perpelita – Dominik Chelo 4:0 (TÜ 6:0/5:0/8:2). – 74 kg G: Louis Stumpe – Jochen Teichmann 2:3 (PS 2:0/1:0/0:5/1:2/0:1). Endstand 21:18

SV J. Nürnberg - ASV Nendingen I 3:34

Artikel vom 16.09.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 4905, Kommentare: 0

34:3: Nendinger Kantersieg in Nürnberg

Mit einem rekordverdächtigen Kantersieg mit 34:3 Punkten haben die Bundesligaringer des ASV Nendingen am Samstag beim SV J. Nürnberg ihre bestechende Form unterstrichen. Die Franken konnten in den zehn Kämpfen nur einen Sieg erringen und waren ansonsten den Gästen klar unterlegen.

Während Nendingen mit diesem Auftritt eindrucksvoll seine Ambitionen in dieser Saison bekräftigte, muss Nürnberg wohl endgültig als Abstiegskandidat gelten. Zu sehr war man den allerdings an diesem Tag auch toll auftrumpfenden Nendingern unterlegen.

Auch die Hoffnung des Ex-Nendingers Georgi Sredkov auf einen Sieg erfüllte sich nicht. Nicolai Ceban, der dem Bulgaren ja beim ASV einen Stammplatz weggenommen hatte, bewies letztlich sogar mit einem Schultersieg seine Klasse. Und auch der erstmals bei Nendingen eingesetzte Eerik Aps, der Nenad Zugaj vertrat, fügte sich mit einem Erfolg nahtlos in die starke Phalanx des ASV ein, die mit insgesamt sechs Vier-Punkte-Siegen überzeugte.

Wie fast schon gewohnt setzte Ghenadie Tulbea (55 kg F) mit einem Überlegenheitssieg gegen den früheren deutschen Jugendmeister Fabian Schmitt das erste Ausrufezeichen für den ASV. Und auch Mindaugas Mizgaitis ließ sich im Schwergewicht nicht lumpen und holte gegen Fredrik Schön einen Erfolg mit 3:0. Den einzigen Sieg für die Franken sicherte sich in der Klasse bis 60 kg Deniz Menekse. Dem Neuzugang des SVJ nahm Baris Diksu zwar die erste Runde ab, der deutsche Jugendmeister von 2010 setzte sich dann aber doch nach Punkten durch.

Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch nicht ahnen, dass das die einzigen Punkte für die Gastgeber an diesem Abend sein würden. Doch dann begann der Durchmarsch der Nendinger. Nicolai Ceban (96 kg F) verlor zwar eine Runde gegen den hochmotivierten Georgi Sredkov, trumpfte dann aber gewaltig auf und zwang seinen Gegner kurz vor Schluss der 4. Runde nach klarer Führung sogar auf die Schultern.

Samet Dülger (66 kg F) hat trotz seiner Niederlagen schon in den ersten beiden Kämpfen voll überzeugt. Hier in Nürnberg dokumentierte er seine Klasse mit einem klaren Sieg gegen Mario Besold, den er gleich zu Beginn der 2. Runde blitzsauber auf die Schultern legte. Etwas mehr Mühe hatte nach der Pause zwar Eerik Aps (84 kg G). Der Este bewies jedoch mit einem sicheren Punktsieg gegen Mathias Baumeister, dass er eine gute Alternative in dieser Klasse ist.

Gegen Sven Dürmeier zeigte Benjamin Raiser (66 kg G) in einem engen Kampf wieder seine Kämpferqualitäten. Mit 3:0 Runden holte er so im dritten Kampf dieser Saison schon seinen zweiten Sieg. Völlig ungefährdet hingegen war Piotr Ianulov (84 kg F), der gegen den überforderten Sven Schleicher in bestechender Manier in nicht einmal drei Minuten 19:0 Punkte herausrang. Nach seinem WM-Erfolg wirkte Achmed Dudarov (74 kg F) gegen Marco Dürmeier in der ersten Runde noch zurückhaltend, doch dann feierte auch er schon im zweiten Durchgang einen Schultersieg.

Ihm tat es anschließend Eduard Kratz gleich. Im letzten Kampf in der Klasse bis 74 kg legte er Michael Lutz schon in Runde zwei auf die Schultern und vollendete mit 34:3 Punkten einen Rekordsieg des ASV in der 1. Bundesliga.

Die Kämpfe im Einzelnen (Nürnberg zuerst genannt): 55 kg F: Fabian Schmitt – Ghenadie Tulbea 0:4 (TÜ 0:7/1:5/0:3). – 120 kg G: Fredrik Schön – Mindaugas Mizgaitis 0:3 (PS 0:2/0:1/0:1). – 60 kg G: Deniz Menekse – Baris Diksu 3:1 (PS 0:2/2:0/3:0/4:0). - 96 kg F: Georgi Sredkov – Nicolai Ceban 0:4 (SS bei 0:1/1:0/0:3/1:7). – 66 kg F: Mario Besold – Samet Dülger 0:4 (SS bei 0:4/0:3). – 84 kg G: Mathias Baumeister – Eerik Aps 0:3 (PS 0:2/0:1/0:1). – 66 kg G: Sven Dürmeier – Benjamin Raiser 0:3 (PS 0:1/0:1/0:1). – 84 kg F: Sven Schleicher – Piotr Ianulov 0:4 (TÜ 0:6/0:6/0:7). – 74 kg F: Marco Dürmeier – Achmed Dudarov 0:4 (SS bei 0:1/1:2). – 74 kg G: Michael Lutz – Eduard Kratz 0:4 (SS bei 0:3/0:5). Endstand: 3:34.

KSV Unterelchingen - ASV Nendingen II 9:29

Artikel vom 09.09.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 5103, Kommentare: 0

ASV Nendingen II siegt überraschend klar in Unterelchingen

Überraschend klar hat die zweite Mannschaft des ASV Nendingen am Samstag mit 29:9 Punkten beim KSV Unterelchingen aufgetrumpft. Trotz einiger Verletzungsprobleme demonstrierte die ASV-Zweite damit ihr großes Leistungspotenzial in der Regionalliga. Kein Wunder, dass Co-Trainer Marc Buschle, der seinerseits ebenfalls mit einem Schultersieg zum Erfolg beitrug, sehr zufrieden war: „Das hat richtig Spaß gemacht. Ich freue mich vor allem mit unseren vier jungen Ringern über ihre Siege und diesen tollen Auftakt.“

Die Baur-Brüder Tim und Steffen und die Stumpe-Brüder Louis und David hatten mit ihren Siegen großen Anteil am Triumph der Nendinger, der in dieser Höhe nicht zu erwarten war. Zur Pause führten die Gäste in Unterelchingen sogar schon nach fünf Vier-Punkte-Siegen mit unglaublichen 20:1 Punkten. Die Gastgeber konnten danach nur mit einem Sieg auf der Matte und einem kampflosen Erfolg den Abstand in Grenzen halten.

Besonders erfreulich war der Einstand des 14-jährigen Tim Baur (55 kg F) bei seinem ersten Kampf in der Männerklasse und zwar gleich in der dritthöchsten Liga. Etwas nervös gab er die 1. Runde noch ab, drehte dann aber immer mehr auf und holte sogar noch einen tollen Überlegenheitssieg. Auch David Stumpe (120 kg G) trumpfte beim Debüt in der Regionalliga mächtig auf. Der routinierte Siegfried Kinzel war ohne Chance und gab beim Stand von 0:6 auf.

Der Nendinger Neuzugang Sergiy Skrypka (60 kg G) gewann zwar schon auf der Waage gegen den zu schweren Kevin Schweter, zeigte aber auch mit einem überlegenen Sieg im Freundschaftskampf, dass er eine große Verstärkung für den ASV ist. Marc Buschle ging in der Klasse bis 96 kg selbst auf die Matte und gewann die ersten zwei Runden sicher. Als Rudolf Münkle im 3. Durchgang den Druck erhöhen wollte, lief er prompt in Buschles Spezialgriff und musste nach einer Kopfklammer auf die Schultern.

Mit Andrei Perpelita feierte ein weiterer ASV-Zugang an diesem Tag seinen Einstand in der Regionalliga. In einem technisch wunderbaren Kampf ließ er seinen gewiss nicht schlechten Gegner Joshua Übelhör mit insgesamt 13:0 Punkten keinerlei Chance. Da Nendingen aus Verletzungsgründen die Klasse bis 84 kg G nicht besetzen konnten, kamen die Gastgeber hier durch Lars-Rene Schmidt zu ihrem ersten Sieg. Doch Steffen Baur (66 kg G) baute die Führung des ASV sofort wieder auf uneinholbare 23:5 aus. Gegen Martin Weickert behielt er seine klare taktische Linie und siegte sicher mit 3:0 Runden.

Einen Klassekampf sahen die Zuschauer im Freistil der Klasse bis 84 kg. Piotr Ianulov traf hier mit dem Armenier Hayk Karapetyan auf den sicherlich stärksten KSV-Ringer an diesem Tag. Der Nendinger musste dabei sein ganzes Können aufbieten, um mit insgesamt 9:0 technischen Punkten den Sieg davon zu tragen. Stefan Rutschmann (74 kg F) war erst kurz vor dem Kampf aus dem Urlaub zurückgekehrt und war dennoch bereit Gewicht zu machen und sich für die Mannschaft zur Verfügung zu stellen. Er hielt den Kampf gegen Mathias Krauter trotzdem lange offen und unterlag erst in der 4. Runde. Ganz stark dann wieder die Leistung von Louis Stumpe in seinem ersten Kampf in der Regionalliga in der Klasse bis 74 kg G. Gegen Daniel Böck hätte er nach einem sauberen Kampf mit mehreren Kopfrollen in der Bodenlage mit insgesamt 11:1 Punkten sogar fast noch einen Vier-Punkte-Sieg erreicht.

Die Kämpfe im Einzelnen (Unterelchingen zuerst genannt): 55 kg F: Dominic Schumny – Tim Baur 1:4 (TÜ 3.2/0.1/0:6/0:6). – 120 kg G: Siegfried Kinzel – David Stumpe 0:4 (Aufgabesieg bei 6:0). – 60 kg G: Kevin Schweter – Sergiy Skrypka 0:4 (Übergewicht, Freundschaftskampf 0.1/0:3/0:6). – 96 kg F: Rudolf Münkle - Marc Buschle 0:4 (SS bei 0:2/1:3/0:3). – 66 kg F: Joshua Übelhör – Andrei Perpelita 0.4 (TÜ 0:4/0:7/0.2). – 84 kg G: 4:0 Lars-Rene Schmidt (KSV) siegt ohne Gegner). – 66 kg G: Martin Weickert – Steffen Baur 0:3 (PS 2.4/0:1/0:1). – 84 kg F: Hayk Karapetyan – Piotr Ianulov 0:3 (PS 0:3/0:2/0:4). – 74 kg F: Mathias Krauter – Stefan Rutschmann 4:0 (SS bei 3.1/0:1/2:1/7:0). – 74 kg G: Daniel Böck – Louis Stumpe 0:3 (PS 0:6/0:4/1:1). Endstand 9:29

ASV Nendingen I - SVG Weingarten 18:19

Artikel vom 09.09.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 4865, Kommentare: 0

Hängepartie: Schafft ASV Nendingen noch ein Unentschieden gegen den deutschen Meister?

Die Kämpfe des ASV Nendingen haben es in dieser Bundesligasaison offensichtlich in sich. Nach dem Zittersieg in Adelhausen am vorigen Samstag wurde nun auch der Kampf gegen den Deutschen Meister SVG Weingarten zu einem weiteren Krimi, der allerdings noch auf seine Auflösung wartet.

Der vorläufige Endstand von 18:19 für die Gäste kann nämlich durch einen Nachholkampf möglicherweise noch zugunsten des ASV verändert werden. Achmed Dudarov wurde vom DRB für die Junioren-WM nominiert und hat dabei an eben diesem Samstag in Thailand sensationell sogar die Silbermedaille für Deutschland geholt. Der DRB genehmigte deswegen für Dudarov einen Nachholkampf, der in den nächsten drei Wochen auszutragen ist. Sein Kampf in der Klasse bis 84 kg ist vorläufig mit 0:4 für Weingarten gewertet. Falls Dudarov gegen den favorisierten SVG-Ringer Gheorghita dann nur mit 0:3 Punkten verlieren sollte, hätte Nendingen mit einem 18:18 eine für den ASV ganz wichtige Punkteteilung erreicht.

Doch auch ohne diesen Spannungsbogen zehrte der Kampf in der mit 950 Zuschauern gut gefüllten Mühlauhalle an den Nerven. Der ASV ging nach vier Siegen in den ersten vier Kämpfen klar mit 12:1 in Führung. Doch den Insidern war klar, dass damit noch keine Vorentscheidung getroffen war. Und in der Tat drehte der Gast danach mächtig auf und hat damit vorläufig mal die Nase vorn.

Beide Trainer hatten wie erwartet im Vorfeld kräftig taktiert und ihre Mannschaft entscheidend umgebaut. Volker Hirt war für den ASV mit seinem Plan zufrieden: „Unsere Rechnung ist im Wesentlichen aufgegangen. Weingarten musste seine stärkste Formation gegen uns bringen und so haben wir tolle und dramatische Kämpfe gesehen.“

Der international erfahrene und souverän auftretende Kampfleiter Claudio Bibbo (Furtwangen) hatte allerdings bei den harten und engen Kämpfen kein leichtes Amt. Auf beiden Seiten wogten zeitweise die Emotionen sehr hoch und viele ASV-Fans waren mit manchen Entscheidungen nicht einverstanden.

In der ersten Kampfhälfte dominierte der ASV eindeutig. Überraschend klar beherrschte Ghenadie Tulbea (55 kg F) den mehrfachen Deutschen Meister Marcel Ewald, dem er in der letzten Saison noch unglücklich unterlegen war. Sehr konzentriert ringend ließ er dem Gast mit 8:0 technischen Punkten keinerlei Chance. Äußerst zäh war dagegen der Kampf der Schwergewichtler. Mindaugas Mizgaitis dominierte nur gewichtsmäßig und Oliver Hassler war mit 18 Kilogramm weniger für die Gäste nur auf Schadensbegrenzung aus, was ihm letztlich mit der Wertung von nur 1:0 für Nendingen auch gelang.

Sehr viel lebhafter zeigten sich die beiden Ringer in der Klasse bis 60 kg G. Der ASV bot den Olympiastarter Aleksandar Kostadinov auf, gegen den Benjamin Hofmann einen engagierten Kampf lieferte. Obwohl sich der ASV-Ringer deutlich überlegen zeigte, leistete er sich in der 1. Runde bei einem verkehrten Ausheber eine kleine Unachtsamkeit, die der Gast mit einem Konter zum überraschenden Rundengewinn nutzte. Danach aber demonstrierte „Kosta“ mit tollen Aktionen seine Überlegenheit, die dem ASV eine 4:1 Wertung einbrachte.

Einen weiteren Überlegenheitssieg für den ASV holte Nicolai Ceban (96 kg F), der gegen Gabriel Seregelyi mit insgesamt 13:0 technischen Punkten brillierte. Beim Stand von 12:1 machte dann der Olympionike Anatoli Guidea (66 kg F) erstmals für die Gäste Boden gut. Der deutsche Meister Samet Dülger lieferte wieder einen guten und engagierten Kampf, doch der Gast verkürzte clever mit einem knappen Punktsieg auf den Pausenstand von 12:4 für den ASV.

Wenig Glück hatte nach der Pause Nenad Zugaj (84 kg G) gegen den ukrainischen EM-Dritten Zhan Belenyuk. Die 1. Runde konnte er noch für sich entscheiden, dann aber erlitt er in der 2. Runde bei einer spektakulären Aktion seines Gegners eine sehr schmerzhafte Rippenprellung, die ihm sichtlich zu schaffen machte. So konnte er sich nicht wie gewohnt in Szene setzen und unterlag mit 1:3 Runden. Auch Benjamin Raiser (66 kg G) musste die Überlegenheit der „Kampfmaschine“ Ionut Panait anerkennen, so dass die Gäste nach dem vorläufigen kampflosen Sieg von Stefan Gheorghita (84 kg F) plötzlich mit 14:13 in Führung lagen.

Mit einem klaren Sieg hätte der erstmals für den ASV ringende Saba Khubezhty (74 kg F) die Siegchancen für Nendingen doch noch konkretisieren können. Das schien gegen den starken EM-Fünften Soener Demirtas nach zwei gewonnenen Runden und einer Führung von 2:0 im 3. Durchgang durchaus möglich. Doch dann schien „Saba“ etwas übermotiviert, riskierte wohl zu viel und gab beim Sieg mit 3:2 trotz guter Leistung zwei Runden ab, was den Gästen wieder die Siegchancen vergrößerte.

Beim vorläufigen Stand von 16:16 versuchte Eduard Kratz (74 kg G) bei seinem Debüt nach langer Verletzungspause Alles, um die Entscheidung für seine Mannschaft zu erzwingen. Fantastisch unterstützt vom ASV-Anhang gewann er gegen den bulgarischen Meister Illian Georgiev sogar tatsächlich zwei Runden, doch dann wollte ihm in der Oberlage im Bodenkampf auch in der 5. Runde keine Wertung gelingen. So gewann Georgiev mit 3:2 und die Gäste konnten ihren vorläufigen Sieg mit 19:18 Punkten feiern.

Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Marcel Ewald 3:0 (PS 2:0/4:0/2:0). – 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis – Oliver Hassler 1:0 /PS 1:0/1:0/1:0). – 60 kg G: Aleksandar Kostadinov – Benjamin Hofmann 4:1 (TÜ 3:3/4:0/5:0/2:0). – 96 kg F: Nicolai Ceban – Gabriel Seregelyi 4:0 (TÜ 5:0/1:0/7:0). – 66 kg F: Samet Dülger – Anatoli Guidea 0:3 (PS 0:2/1:1/0:2). – 84 kg G: Nenad Zugaj – Zhan Belenyuk 1:3 (PS 2:0/0:4/0:1/0:1). – 66 kg G: Benjamin Raiser – Ionut Panait 0:3 (PS 0:1/0:1/0:6). – 84 kg F: Achmed Dudarov – Stefan Gheorghita vorläufig 0:4 (Nachholkampf folgt). – 74 kg F: Saba Khubezhty – Soener Demirtas 3:2 (PS 2:1/3:2/2:4/0:2/3:1). – 74 kg G: Eduard Kratz – Illian Georgiev 2:3 (PS 1:0/0:1/0:1/1:1/0:1). Vorläufiger Endstand: 18:19

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Artikel vom 07.09.2012, Autor: Marc Buschle, Views: 6553, Kommentare: 0

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TuS Adelhausen - ASV Nendingen I 17:18

Artikel vom 03.09.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 4686, Kommentare: 0

Ein guter Jahrgang feiert seinen Schulabschluss

Artikel vom 02.08.2012, Autor: H. Eberhart-Sahle, Views: 4671, Kommentare: 0

Die Ferdinand von Steinbeis Schule verabschiedet ihre Techniker Schüler.

Mit einer glatten 1,0 schloss Wilhelm Spät die Technikerschule an der Ferdinand von Steinbeis Schule ab und bekam dafür von Herrn Stephan Itter von der Geschäftsführung der Firma Marquardt den Preis für den Jahrgangsbesten überreicht. Zu dieser außergewöhnlichen Leistung kamen der Preis des Innovationsclubs für die beste Abschlusspräsentation, die Frederik Lenzenhuber in fließendem Englisch vortrug, sowie die Preise des REFA - Verbandes für außergewöhnlich gute Technikerarbeiten für Marc Buschle und Klaus Fischer. Weitere Schulpreise gingen an Alexander Axt, Andreas Kohler, Jan Obst, Nils Obst, Timo Orlando, Wilhelm Spät, Waldemar Vogelsang, Heiko Blessing, Frederik Lenzenhuber, Daniel Pinkel, Stefan Peuker und Mario Zetto.

Für sein außergewöhnliches Engagement sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule konnte sich Marc Buschle über den erstmals vergebenen Sozialpreis des Fördervereins der gewerblichen Schulen freuen.

In einer kurzen Ansprache würdigten Herr Itter und Schulleiter Hartwig Hils die ausgezeichnete Qualität des Jahrgangs und wünschten den 45 Absolventinnen und Absolventen für ihre Zukunft alles Gute.

Auch dieses Jahr gab es wieder Neuerungen an der Technikerschule. Erstmals gibt es eine landesweit einheitliche Abschlussprüfung im Fach Berufsbezogenes Englisch, die dem Niveau B2 des europäischen Vergleichsrahmens entspricht, der sich alle stellen mussten. 5 Schüler erwarben in einer zusätzlichen mündlichen Prüfung auch noch das Fremdsprachenzertifikat der Stufe III der Kultusministerkonferenz. Fünf Schüler beteiligten sich darüber hinaus am Zusatzunterricht Chinesisch, der erstmals an der Ferdinand von Steinbeis Schule für alle Schüler angeboten wurde.

Auch der Zusatzunterricht zum Erwerb der Eignung als Ausbilder fand wieder großen Anklang und 21 Absolventen nutzten die Chance, in Zukunft in ihren Betrieben auch Auszubildende anleiten zu dürfen.

Für das kommende Schuljahr verzeichnet die Technikerschule eine erneute Steigerung der Anmeldezahlen auf über 130, was Abteilungsleiter Eberhart-Sahle als Zeichen für den guten Ruf der Schule wertete, aber auch für die gute Arbeitsmarktlage für Techniker der Fachrichtungen Fertigungstechnik und Industrial MedTech.

 


Von links: Schulleiter Hartig Hils, Abteilungsleiter Eberhart-Sahle, Geschäftsführer Stephan Itter, Ausbildungsleiter Steffen Rudischhauser, Lehrer und frisch gebackene Technikerinnen und Techniker

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Bewegte Bildungskooperation

Artikel vom 28.02.2012, Autor: Marc Buschle, Views: 5270, Kommentare: 0

Steinbeisschule und Aesculap AG weihen das „Kraftwerk“ ein

In den Räumen der alten Metzgerei ist in den letzten Monaten ein pfiffig gestalteter Gesundheits- und Fitnessraum entstanden, das offiziell „Kraftwerk. Fit4Seinbeis!“ heißt. Schüler der 70 Klassen der Steinbeisschule und vor allem die Schüler der Ganztagesklassen freuen sich, zwischendurch ihre Muskeln stählen und die Ausdauer trainieren zu können.

Schüler der Schreiner- und Bauklasse sowie VAB-Schüler haben unter der Regie des Schreinerlehrers Ralf Bieberstein in den letzten Monaten aus der ehemaligen Metzgerei einen hellen und freundlichen Raum gestaltet, der durch einen breiten Spiegel und eine pfiffige Farbgestaltung durch Weite und Freundlichkeit besticht. Die nach einen speziellen Konzept ausgewählten Fitnessgeräte wurden von der Firma Aesculap AG im Rahmen der im vergangenen Jahr beschlossenen Bildungspartnerschaft mit über 23000.- €. gesponsert Hauptzielgruppe des Pädagogischen Konzeptes sind die Ganztagesklassen am Technischen Gymnasium und im Vorbereitungsjahr Arbeit und Beruf, die sich auf verlängerte Schul- und Betreuungszeiten eingelassen haben. Als Gegengewicht für das viele Sitzen und die Kopfarbeit warten Rudermaschinen, Spinningfahrrädern oder Kraft- und Ausdauergeräte auf die bewegungshungrigen Schüler. Unter Anleitung und Aufsicht der Sportlehrer können die Schüler die Geräte nutzen und sich ein entsprechendes Trainingsprogramm zusammenstellen lassen.

Am 07.02.12 wurde der Raum „Kraftwerk. Fit4Steinbeis!“ der schulischen Öffentlichkeit übergeben. Unter Anwesenheit des ersten Landesbeamten Stefan Helbig als Vertreter des Landkreises  und des Vorstandsvorsitzenden der Aesculap AG Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, des Personalleiters Norbert Feldhaus und Ausbildungsvertreter Arno Brugger nahm Schulleiter Hartwig Hils den Raum in Besitz und Betrieb. Marc Buschle, international agierender Ringer und derzeitiger Schüler an der Steinbeisschule, hat ihn dabei unterstützen. Der bekannte Sportler gab Schülern und Lehrern die erste Einweisung in den Raum und sorgte für Bewegung bei den Gästen.
„Der Fitnessraum ist eine weitere Frucht der effektiven Bildungspartnerschaft zwischen Steinbeisschule und Aesculap AG, und das nicht nur in finanzieller Hinsicht. In vielem konnte die Schule bereits von den eigenen Erfahrungen von Aesculap in Kursen und dem dortigem Gesundheitskonzept profitieren“, so der begeisterte Schulleiter Hartwig Hils. 


Steinbeisschüler und Ringer Marc Buschle, Prof. Knaebel (Aesculap AG), Schulleiter Hartwig Hils und ein Schüler (v.l.) freuen sich über das neue "Kraftwerk".

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Zu Ende gedacht

Artikel vom 27.02.2012, Autor: Kai Blandin, Views: 4561, Kommentare: 0

Zu Ende gedacht

Bericht aus der Heimkampf-Zeitschrift „Hüftschwung“ des ASV Nendingen

Schon vor der laufenden Saison hatte er sich so seine Gedanken gemacht. Ob er es noch mal packt, ob er sich das noch mal antun möchte. Damals konnte er sich diese Fragen mit einem „ja“ beantworten. Nun aber gibt Marc Buschle seinen Rückzug aus der Bundesliga-Mannschaft des ASV Nendingen bekannt.

Die Zeiten ändern sich. Auch für Einen, dessen Lebensinhalt bisher fast ausschließlich das Ringen war. Nach zwölf Jahren Bundesliga ist für Marc Buschle am Ende dieser Saison nun Schluss. Zu vieles lässt sich in Zukunft mit dem aufwendigen Leben eines Vollzeit-Ringers nicht mehr vereinbaren. „Für mich beginnt nächstes Jahr ein neuer Abschnitt“, erklärt der 32-Jährige durchaus entspannt. „Ich werde im Januar Vater, wir wollen unser neues Haus umbauen und zudem werde ich erstmals richtig ins Berufsleben einsteigen.

“Eine Entscheidung, die über einen längeren Zeitraum gereift ist. Schon am Ende der Saison 2010/2011 machte sich der Schwergewichtler bis 84kg so seine Gedanken. Eine Saison, die nicht so schlecht gelaufen war, an deren Ende eine zufriedenstellende Bilanz von 60 Prozent Siegen stand. „Ich wusste, ich habe noch ein Jahr Schule vor mir und damit noch genug Zeit fürs Training“, sagt Marc Buschle. „Und ich konnte auch mit dem Gedanken leben, dass die kommende Saison eventuell etwas schlechter laufen würde.“ Um es nicht soweit kommen zu lassen, hat sich der mehrfache Deutsche Meister noch mal richtig reingehängt, hat sogar mehr trainiert als in den Jahren zuvor. Dennoch steht in der laufenden Saison noch kein Sieg zu Buche. „Auch das hat bei meiner Entscheidung sicherlich eine Rolle gespielt“, gibt er zu. „Meine Gewichtsklasse habe ich noch nie auf einem so hohen Niveau erlebt, wie in diesem Jahr.“Wie gesagt, die Zeiten ändern sich. Und Marc Buschle wollte und musste sich den Realitäten stellen. Zum Beispiel der, dass er schlicht nicht mehr genügend Zeit haben wird und mit diesen eingeschränkten Möglichkeiten dann „in der Bundesliga nichts mehr zu suchen“ hat, wie er sagt. Nach vielen Jahren in der Sportfördergruppe der Bundeswehr begann er vor einem Jahr an der Technikerschule, die er nun im nächsten Sommer abschließen wird. Es stehen Prüfungen an, danach wird er zum ersten Mal in seinem Leben Bewerbungen schreiben, um einen guten Job zu bekommen. „Ich sehe das als neue Herausforderung und ich bin in diesem Bereich genauso ehrgeizig, wie ich es immer im Sport war“, so der gelernte Chirurgiemechaniker.

Doch so ganz möchte er auch den „alten“ Ehrgeiz noch nicht ablegen. Sein Abschied aus der Bundesliga soll kein Abschied vom Ringen sein. Dazu hat ihm der Sport über die Jahre zu viel gegeben. „Jedes Erlebnis beim Ringen hat die ganzen Entbehrungen gerechtfertigt“, befindet Marc Buschle. „Ich habe durch das Ringen viele Menschen kennengelernt und habe viel von der Welt gesehen. Das hat mich auch menschlich extrem weitergebracht.“ Wie sein starkes soziales Engagement unter anderem für den Verein „Mutpol“, für den er als Botschafter tätig ist, zeigt. Dieses Engagement wird er weiterführen, ebenso wie seinen Sport. Marc Buschle wird dem ASV Nendingen erhalten bleiben. „Ich möchte schon noch zwei bis drei Jahre Ringen“, erklärt er. „In der zweiten Mannschaft möchte ich auf jeden Fall weiter machen, der Aufwand ist dort ein wenig geringer. Wenn es aber in der Bundesliga-Mannschaft brennt, stehe ich selbstverständlich als ‚Aushilfe‘ zur Verfügung.“ Ob er darüber hinaus für den Verein irgendwann auch in anderer Form tätig werden möchte, lässt er zunächst offen.

Nun aber stehen erst einmal seine letzten Kämpfe im „Oberhaus“ an. Sieben werden es wohl noch sein. „Da habe ich dann schon mal ein bisschen gerechnet“, gesteht Marc Buschle. „Nur noch sieben.“ Und die möchte er auf jeden Fall zu einem guten Ende bringen. „Ich werde wie immer alles geben“, verspricht er. „Auch für die Zuschauer.“

Marc Buschle will kürzer treten

Artikel vom 26.02.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 3904, Kommentare: 0

Marc Buschle will nach dieser Saison kürzer treten

Am Montag war Marc Buschle wieder einmal der Matchwinner für den ASV Nendingen in der Bundesliga. Nach einer Saison, die bisher für ihn in der ganz stark besetzten Klasse bis 84 Kilogramm nicht besonders gut verlaufen ist, hat ihm dieser Sieg natürlich besonders gut getan. Und es gibt wohl niemanden, der ihm diesen Erfolg nicht von Herzen gönnt.
Das aber ändert nichts an seinem Beschluss, nach dieser Saison nicht mehr in der Bundesligamannschaft zu ringen.
„Ich muss jetzt andere Prioritäten setzen. Lange Jahre habe ich in der Sportfördergruppe der Bundeswehr fast nur für den Sport gelebt. Jetzt zählen Familie und Beruf einfach mehr.“ Er wird im nächsten Juni die Prüfungen der Technikerschule abschließen und hofft dann auf eine feste Anstellung hier in der Region. Und nicht zuletzt ist da die Familie. Anne und Marc erwarten im Januar ihr erstes Kind und für die vergrößerte Familie soll auch das Haus umgebaut werden. „Das ist für mich jetzt einfach wichtiger“. Und wer würde das nicht verstehen.
Dabei hat Marc nichts zu bereuen. „Der Sport hat mir unheimlich viel gegeben. Die vielen Erlebnisse, Erfolge und Begegnungen haben mir emotional und menschlich unheimlich viel gebracht.“ Sieben Mal war er deutscher Meister in verschiedenen Altersklassen. Zahlreiche internationale Erfolge haben ihn über die deutschen Grenzen hinweg bekannt gemacht. Seit 1998 ringt der jetzt 32-Jährige in der Bundesliga. Mit dem KSV Aalen war er vier Mal im Finale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft und hat zwei Meistertitel mitgewonnen.
Seit seiner Berufsausbildung hat der gebürtige Mühlheimer nicht mehr so viel ins Training investieren können. Und dann kommt hinzu, dass das Niveau in der 1. Bundesliga West in diesem Jahr noch einmal enorm angestiegen ist. „Ich habe es fast nur mit ausländischen Weltklasseringern zu tun, die unter Profibedingungen trainieren. Da kannst Du als normaler Berufstätiger einfach nicht mehr mithalten.“
Umso schöner ist da natürlich dann ein solcher Coup wie am letzten Montag, als er den Litauer Edgaras Voitechovskis auf die Schultern zwang und damit entscheidend zum ASV-Sieg gegen Adelhausen beitrug. Aber er ist sich klar darüber, dass sich solche Erfolge nicht beliebig wiederholen lassen. „Ich werde jedoch mit dem Ringen nicht aufhören, sondern im nächsten Jahr versuchen in der 2. Mannschaft in der Regionalliga zu einem guten Abschneiden beizutragen.“ Und vielleicht findet er ja dann auch einen anderen Mannschaftskollegen beim ASV Nendingen in der gleichen Situation. Florian Schwarz fühlt sich ebenfalls der 1. Bundesliga nicht mehr gewachsen. Auch er will aus ähnlichen Beweggründen kürzertreten. Aber er hat schon seiner beunruhigten Mutter versichert: „Ich werde doch mit dem Ringen nicht aufhören.“

 

TuS Adelhausen - ASV Nendingen 16:19

Artikel vom 02.11.2011, Autor: Fritz Reichle, Views: 4048, Kommentare: 0

Marc Buschle sichert dem ASV einen weiteren Sieg

Der ASV Nendingen hat am Montag beim TuS Adelhausen seinen zweiten Sieg am verlängerten Wochenende geholt. Es waren nur wenige im ASV-Lager, die diesen Sieg erwartet hatten. Denn die Schwarzwälder hatten sich schon lange auf diesen Kampf konzentriert, den sie unbedingt gewinnen wollten. Und so hatten sie auch ihre bestmögliche Besetzung mit sechs ausländischen WM-Teilnehmern aufgeboten.

Dass es für Nendingen dennoch zum Sieg reichte, lag zum einen an einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit einer tollen Kampfmoral. Zum anderen aber muss man eindeutig Marc Buschle als den Matchwinner bezeichnen. Gegen den Litauer Edgaras Voitechovskis, gegen den er in der Vorrunde noch mit 1:3 verloren hatte, kam er schon in der 1. Runde zu einem überraschenden Schultersieg, der dann die Grundlage für den Mannschaftserfolg bildete.

In der mit 500 Zuschauern gefüllten Dinkelberghalle herrschte eine tolle Stimmung, die allerdings auf Seiten der Gastgeber nach dem Sieg von Marc Buschle auf einen Tiefpunkt sank, wohingegen die ASV-Anhang dann immer mehr dominierte. Etwa 80 ASV-Fans waren ins Wiesental mitgereist und sie waren für ihre Mannschaft eine ganz große Unterstützung. Auch Sportfotograf Helmut Bucher war beeindruckt: „ Das war vielleicht die beste Leistung der Mannschaft in dieser Saison, aber sicher der beste Auftritt der ASV-Anhänger bisher.“

Neben Marc Buschle muss man aber auch die Zugaj-Zwillinge und Edgaras Venckaitis besonders hervorheben. Nenad Zugaj besiegte in einem Prestigekampf zweier Weltklasseleute den Vizeweltmeister Damian Janikowski und Venckaitis beeindruckte wieder mit einem unbändigen Einsatz.

Wegen der vielen Verletzungen der deutschen Ringer beim ASV wurde mit Florin Gavrila ein siebter, überzähliger, ausländischer Ringer eingesetzt, dessen Kampf dann aber mit 0:4 für den TuS gewertet wurde. Im Freundschaftskampf gegen Vyugar Ragijmov hielt sich der Rumäne bei seiner 1:3 Niederlage hervorragend und brillierte in der 3. Runde sogar mit einer Fünfer-Wertung durch Ausheber. Seine erste Saisonniederlage musste Nicolai Ceban einstecken. Der EM-Dritte von Dortmund traf auf Daniel Ligeti, der in Dortmund ebenfalls Dritter geworden war, allerdings in der Klasse bis 120 Kilogramm. Der ungarische TuS-Ringer nutzte seinen Gewichtsvorteil zu einem Sieg mit 3:0.

Ghenadie Tulbea (60 Kilogramm) holte gegen den jungen Stephan Brunner den erwarteten Sieg und auch Balazs Kiss (96 Kilogramm) setzte sich mit 3:0 durch, hatte dabei aber härtesten Widerstand des starken Andreas Fix zu brechen. In einem hochklassigen Kampf sicherte dann Edgaras Venckaitis (66 Kilogramm) mit einer überzeugenden Leistung gegen Florian Hassler und einem 3:0 Sieg die Pausenführung von 9:7 für den ASV.

Mit seinem Paukenschlag brachte dann Marc Buschle (84 Kilogramm) seine Mannschaft auf die Siegerstraße. Er lag schon nach Punkten zurück, als er noch in der 1. Runde mit seinem Spezialgriff den völlig überraschten Litauer auf die Schultern legte. Nachdem Gergö Wöller gegen Steffen Baur mit einem überlegenen Sieg den TuS wieder auf 11:13 herangebracht hatte, zerstörte Nenad Zugaj endgültig die Hoffnungen der Gastgeber. Der WM-Siebte setzte sich in einem tollen Kampf nach 5 Runden gegen den polnischen WM-Zweiten Damian Janikowski mit 3:2 durch. Und sein Zwillingsbruder Neven (74 Kilogramm) baute dann mit einem ungefährdeten Sieg gegen Alexander Heit die Nendinger Führung auf uneinholbare 19:13 aus. Mit der Punktniederlage von Ahmed Dudarov (74 Kilogramm) gegen Krystian Brzozowski konnten die Adelhausener das Endergebnis dann nur noch auf 16:19 korrigieren. Nach diesem Mannschaftssieg kannte der Jubel der ASV-Ringer auf der Matte und der Fans auf den Rängen keine Grenzen mehr.

Der Kampfverlauf (Adelhausen zuerst genannt): 55 kg G: Vyugar Ragijmov – Florin Gavrila 4:0 (OG, Freundschaftskampf 1:0/6:3/0:6/1:0). – 120 kg F: Daniel Ligeti – Nicolai Ceban 3:0 (4:2/1:0/2:1). – 60 kg F: Stephan Brunner – Ghenadie Tulbea 0:3 (PS 0:1/0:2/0:2). – 96 kg G: Andreas Fix – Balazs Kiss 0:3 (PS 0:1/0:2/0:1). – 66 kg G: Florian Hassler – Edgaras Venckaitis 0:3 (PS 0:3/0:1/2:4). - 84 kg F: Edgaras Voitechosvskis – Marc Buschle 0:4 (SS bei 5:2). – 66 kg F: Gergö Wöller – Steffen Baur 4:0 (TÜ 6:0/6:0/7:0). – 84 kg G: Damian Janikowski – Nenad Zugaj 2:3 (PS 0:1/1:1/2:0/1:0/0:1). – 74 kg G: Alexander Heit – Neven Zugaj 0:3 (PS 0:1/0:2/0:1). – 74 kg F: Krystian Brzozowski – Ahmed Dudarov 3:0 (PS 3:0/3:0/4:0), Endstand 16:19

TSV Musberg - ASV Nendingen 15:20

Artikel vom 04.10.2011, Autor: Fritz Reichle, Views: 4045, Kommentare: 0

ASV Nendingen holt beim TSV Musberg seinen zweiten Sieg

Die Bundesligaringer des ASV Nendingen haben am Montag mit 20:15 beim TSV Musberg den erhofften zweiten Sieg dieser Saison eingefahren. Im Vergleich zum Samstag hatte Trainer Volker Hirt die Mannschaft auf vier Positionen umgebaut. Florian Schwarz kehrte in das Team zurück Und mit Balazs Kiss und Alexander Kostadinov kamen zwei starke Ringer zu ihrem ersten Einsatz in dieser Saison. Wegen der Ausländerquote musste Volker Hirt auch selber auf die Matte gehen. Die Rechnung mit diesen taktischen Umstellungen ging dann auch tatsächlich auf.

Das war im Vorfeld nicht unbedingt zu erwarten gewesen, denn man wusste um die Stärke der Musberger in dieser Saison. Schon im Vorjahr hatte man sich mit einem Unentschieden mit 19:19 begnügen müssen. Umso glücklicher war man beim ASV nach dieser gelungenen Vorstellung.

Dabei hatte es für den ASV in der mit 600 Zuschauern gefüllten Sporthalle am Hauberg ganz und gar nicht optimal angefangen. Denn Ghenadie Tulbea (55 kg), ansonsten ja fast immer ein sicherer Sieggarant, musste sich in einem engen Kampf gegen seinen moldawischen Landsmann Alexandru Chirtoaca knapp geschlagen geben. Das war eine sehr unglückliche Niederlage in einem hochklassigen und ausgeglichenen Kampf. Dabei konnte der Musberger in zwei Runden jeweils in letzter Sekunde den entscheidenden Punkt machen. Doch die ASV-Ringer ließen sich davon nicht beeindrucken und trumpften dann doch noch durch sechs Einzelsiege auf.

Dabei war es ganz wichtig, dass schon im zweiten Kampf Balazs Kiss (120 kg), der den verletzten Mindaugas Mizgaitis vertrat, mit einem imponierenden Einstand im ASV-Trikot den starken Rumänen Robert Papp sicher bezwang. Und genauso souverän zeigte sich anschließend Alexander Kostadinov (60 kg). Der Bulgare war gegen Oliver Runge immer der aktivere Ringer und holte sich alle drei Runden.

Die Nendinger Führung baute Nicolai Ceban (96 kg) sogar auf 10:3 aus. Kamil Skaskiewicz wehrte sich zwar vehement. Gegen die überlegene Kraft und Freistiltechnik des EM-Dritten aber war er letztlich machtlos. Der ansonsten gut leitende Kampfrichter Utz Aißlinger zog sich im Kampf von Florian Schwarz (66 kg) den Unmut der Nendinger Anhänger zu. „Lotte“ lieferte gegen den Rumänen Adrian Moise einen tollen und ausgeglichenen Kampf. Nach einigen umstrittenen Wertungen am Mattenrand aber ging der Sieg dann doch an den Musberger.

Volker Hirt sprang in der Klasse bis 84 kg selber ein und holte gegen Michael Böpple auch nach einer ganz starken ersten Runde den erhofften Punktsieg mit 3:1 Runden. Ohne Chance aber war natürlich der Nendinger Nachwuchsringer Steffen Baur (66 kg) gegen Frank Stäbler, der ja bei der WM den einzigen Olympiaplatz für Deutschland geholt hatte. Und auch im Freistil der Klasse bis 84 kg gingen die vier Punkte an Musberg. Marc Buschle hatte sich am Samstag verletzt. Zur Komplettierung der Mannschaft trat er in Musberg zwar dennoch an, gab die Punkte aber schon auf der Waage ab.

Nun lag Musberg plötzlich mit 15:13 in Führung, so dass nun die beiden letzten Trümpfe des ASV stechen mussten. Ivan Deliverski (74 kg F)  leistete gegen den überforderten Andre Ehrmann mit einem schnellen Überlegenheitssieg auch seinen Anteil zum Nendinger Gegenschlag. Und Neven Zugaj (74 kg) musste zwar heftigen Widerstand von Stefan Stäbler brechen, holte aber doch in jeder Runde schon im Standkampf die entscheidenden Punkte zum Sieg in drei Runden.

Der Kampfverlauf (Musberg zuerst genannt): 55 kg F: Alexandru Chirtoaca – Ghenadie Tulbea 3.1 (PS 3:2/0:3/1:0/4:2). – 120 kg G: Robert Papp – Balazs Kiss 0:3 (PS 0:1/0:1/0:2). – 60 kg G: Oliver Runge – Alexander Kostadinov 0:3 (PS 0:2/0:2/0:2). – 96 kg F: Kamil Skaskiewicz – Nicolai Ceban 0:3 (PS 0:3/0:2/0:3). – 66 kg F: Adrian Moise – Florian Schwarz 3:0 (PS 1:0/3:0/3:1). – 84 kg G: Michael Böpple – Volker Hirt 1:3 (PS 0:6/2:0/0:1/0:1). – 66 kg G: Frank Stäbler – Steffen Baur 4:0 (TÜ 8:0/7:0/10:0). – 84 kg F: Radoslav Marcinkiewicz – Marc Buschle 4:0 (ÜG). – 74 kg F: Andre Ehrmann – Ivan Deliverski 0:4 (TÜ 0:6/0:8/0:6). – 74 kg G: Stefan Stäbler – Neven Zugaj 0:3 (PS 0:1/0:1/0:1). Endstand 15:20

ASV Nendingen - ASV Mainz 11:24

Artikel vom 04.10.2011, Autor: Fritz Reichle, Views: 3358, Kommentare: 0

Der ASV kann gegen den Tabellenführer nicht gewinnen

Die 750 Zuschauer in der Tuttlinger Mühlauhalle werden sich an diesen Kampf mit zwiespältigen Gefühlen erinnern. Einerseits erlebten sie absolute Weltklassekämpfe, wie man sie in unserer Region wohl kaum einmal gesehen hat. Andererseits mussten sie mitleiden, als die Träume des ASV von einem Außenseitersieg gegen den Tabellenführer der Bundesliga ziemlich unsanft beendet wurden.

Die Niederlage fiel mit 11:24 sicherlich zu hoch aus. Aber jeder beim ASV musste neidlos anerkennen, dass die Ringer des ASV Mainz sich in blendender Form vorstellten und mit dem fünften Sieg in Folge unterstrichen, dass sie in dieser Saison mehr als nur einen Endrundenplatz anstreben.

Der ASV Nendingen kann es sich allerdings als Kompliment anrechnen, dass dieser Meisterschaftsanwärter mit seiner bestmöglichen Aufstellung anreiste und seinen Sieg mit großer Erleichterung frenetisch bejubelte. Sowohl Volker Hirt als auch der Gästetrainer Baris Baglan hatten wie erwartet gepokert. Beide hatten einen deutschen U-23-Ringer „geopfert“, um so einen zusätzlichen sechsten ausländischen Ringer einsetzen zu können.

So kam Ghenadie Tulbea zu einem leichten Sieg. Und auch Nicolai Ceban und Nenad Zugaj bei seinem ersten Kampf im ASV-Trikot holten nach harten Kämpfen die erhofften Siege für den ASV. Entscheidend für den Mainzer Sieg waren aber die drei Schlüsselkämpfe in den beiden Gewichtsklassen bis 74 kg und in 66 kg F. Hier hätte der ASV mindestens zwei Mal siegen müssen, aber alle drei Kämpfe gingen an die Gäste.

Keinerlei Mühe hatte Ghenadie Tulbea (55 kg) bei seinem überlegenen Sieg gegen Kevin Grasmann. Scheinbar spielerisch hatte er schon nach zwei Minuten seinen jungen Gegner mit 19:0 Punkten deklassiert. Nach einer Ringerpause von fast einem Jahr wurde Andreas Miekeley (120 kg) vom Publikum besonders herzlich begrüßt. Gegen den 16 kg schwereren griechischen WM-Siebten Xenofon Koutsioumpas machte er einen tollen Kampf und verlor nur relativ knapp. Auch Baris Diksu (60 kg) hielt sich gegen Jurij Kohl, den Deutschen Meister von 2009, zwei Runden lang sehr achtbar. In der 3. Runde aber musste er bei einem spektakulären Ausheber seines Gegners eine Fünferwertung abgeben. Seine Niederlage mit 0:3 kam aber nicht unerwartet.

In der Klasse bis 96 kg erlebten die Zuschauer dann einen absoluten Weltklassekampf. Für Nendingen holte der EM-Dritte Nicolai Ceban zwar den erhofften Punktsieg. Der gewichtsmäßig unterlegene Davyd Bichinashvili lieferte für Mainz aber einen großartigen Kampf. In einer höchst intensiven Auseinandersetzung kämpften beide Ringer bis zur Erschöpfung, ehe sich der Nendinger doch noch mit 3:1 Runden behaupten konnte.

Beim Stand von 7:7 gab es dann jedoch für Nendingen die erste Ernüchterung, als in einem Duell der beiden rumänischen WM-Starter sich George Bucur für Mainz etwas unerwartet mit 3:0 durchsetzen konnte. Yan Ceaban schien etwas verkrampft, nachdem er sich in der 1. Runde von einem Bilderbuchhüftschwung hatte überraschen lassen.

Den erneuten Ausgleich zum 10:10 besorgte dann bei seinem ersten Auftritt in der Mühlauhalle der EM-Dritte Nenad Zugaj (84 kg). Der Kroate holte sich mit enormem kämpferischen Einsatz in allen drei Runden jeweils im Standkampf die Punkte zum Sieg gegen den stets in die Defensive gedrängten Patric Nuding. Der junge Steffen Baur (66 kg) war anschließend erwartungsgemäß gegen den starken Russen Seyran Simonyan ohne Chance. Er setzte sich zwar mutig zur Wehr, musste aber doch schon in der 2. Minute auf die Schultern.

Auch die nächsten drei Kämpfe gingen an die Gäste. Die Niederlage von Marc Buschle gegen den starken rumänischen WM-Starter Stefan Gheorghita kam zwar nicht unerwartet, fiel aber mit 0:4 doch etwas deutlicher aus als erhofft. Ivan Deliverski (74 kg) hatte man einen Sieg gegen Olegk Motsalin zugetraut. Nach gewonnener 1. Runde gab er aber unglücklich die beiden nächsten Runden jeweils bei 1:1 ab und war dann in der 4. Runde konditionell nicht mehr in der Lage dem Kampf noch eine Wende zu geben.

Der letzte Kampf war ein Beispiel dafür wie eng die Kämpfe in der Weltklasse sind. Der für Mainz ringende Bulgare Ilian Georgiev war bei der EM im März mit Platz neun besser gewesen als der Kroate Neven Zugaj (74 kg), der dann aber bei der WM im September mit der Bronzemedaille auftrumpfte. Anders als sein Zwillingsbruder konnte Neven aber seinen Einstand in Nendingen nicht siegreich gestalten und unterlag ganz knapp nach Punkten.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Kevin Grasmann 4:0 (TÜ 7:0/6:0/6:0).- 120 kg G: Andreas Miekeley – Xenofon Koutsioumpas 0:3 (PS 0:2/0:2/0:1). – 60 kg G: Baris Diksu – Jurij Kohl 0:3 (PS 0:1/0:1/0:6). – 96 kg F: Nicolai Ceban – Davyd Bichinashvili 3:1 (PS 1:0/2:1/0:1/1:0). – 66 kg F: Yan Ceaban – George Bucur 0:3 (PS 1:6/0:1/0:1). – 84 kg G: Nenad Zugaj – Patric Nuding 3:0 (PS 1:0/3:0/1:0). – 66 kg G: Steffen Baur – Seyran Simonyan 0:4 (SS bei 0:4). – 84 kg F: Marc Buschle – Stefan Gheorghita 0:4 (TÜ 0:1/0:6/0:6). – 74 kg F: Ivan Deliverski – Olegk Motsalin 1:3 (PS 2:0/1:1/1:1/0:5). – 74 kg G: Neven Zugaj – Ilian Georgiev 0:3 (PS 0.1/0:2/0:1). Endstand: 11:24

TKSV Bonn-Duisdorf - ASV Nendingen 23:14

Artikel vom 02.09.2011, Autor: Fritz Reichle, Views: 3388, Kommentare: 0

Rückschlag: ASV Nendingen unterliegt beim TKSV Bonn-Duisdorf mit 14:23

Das hatten sich Trainer Volker Hirt und seine Mannschaft anders vorgestellt. Man wusste zwar um die Kampfkraft des TKSV Bonn-Duisdorf in dieser Saison. Dennoch hatte man im Vorfeld gehofft, vielleicht doch die Punkte aus dem Rheinland zu entführen. Aber das Glück war an diesem Kampftag nicht auf der Seite des ASV.

Da auch diesmal noch Mindaugas Mizgaitis im Schwergewicht verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden konnte, war der Freistilspezialist Georgi Sredkov eine Klasse höher im klassischen Stil eingesprungen. Er machte seine Sache trotzdem gut, konnte aber eine knappe Niederlage nicht verhindern. Erschwerend kam dann aber noch dazu, dass im Nendinger Team drei Ringer in der Vorwoche mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatten. Sie gingen dennoch auf die Matte, konnten aber natürlich doch nicht in bester Verfassung kämpfen.

Trotz aller Widrigkeiten hielten die Nendinger den Kampf in Bonn bis zum 8. Kampf mit 14:14 ausgeglichen. Die letzten drei Paarungen und damit der Mannschaftssieg gingen dann aber an die Gastgeber. So blieb es bei drei Einzelsiegen für die Gäste. Die eigentlich eingeplanten Siege für Sergios Solontkis und Eduard Kratz konnten leider nicht realisiert werden. Die Ringer des TKSV bestätigten hingegen mit einem starken Kampf ihre Ansprüche auf einen möglichen Endrundenplatz.

Ghenadie Tulbea (55 kg) erfüllte mit einem Punktsieg wieder die in ihn gesetzten Erwartungen. Er musste zwar eine Runde abgeben, hielt aber den gefährlichen Amiran Kartanov doch sicher in Schach. Gegen den deutschen Vizemeister Felix Radinger hielt Georgi Sredkov im ungewohnten griechisch-römischen Stil im Schwergewicht gut mit, doch ein Rundengewinn gelang ihm nicht. Das schaffte aber Florin Gavrila (60 kg). Gegen Mariusz Los, den EM-Zweiten von 2009, hielt er sich beim 1:3 hervorragend.

Mit William Harth hatte Nicolai Ceban (96 kg) den stärksten deutschen Ringer dieser Klasse gegen sich. Beide werden im September ihre Länder bei der WM vertreten. Hier in Bonn setzte sich der ASV-Ringer nach einem engen Kampf mit 3:0 Runden als Sieger durch. Ohne Chance war dann allerdings Florian Schwarz (66 kg) gegen Stefan Daniliuc. Die 1. Runde entschied er zwar noch knapp für sich, dann aber konnte er an diesem Tag nicht mehr mithalten und musste eine Überlegenheitsniederlage mit 1:4 hinnehmen.

Dennoch war für Nendingen zur Pause beim Stand von 8:11 noch nichts verloren. Sergios Solontkis (84 kg) erfüllte dann aber gegen Waldemar Streib nicht die in ihn gesetzten Erwartungen. Der Neuzugang des TKSV war immer der aktivere Ringer und holte dann in der Bodenlage die entscheidenden Punkte zum Sieg mit 3:2. Als Edgaras Venckaitis (66 kg) mit einem schnellen Schultersieg in der 1. Runde gegen Juri Baron mit einem Vierer für Nendingen zum 14:14 ausglich, keimte noch einmal Hoffnung auf.

Marc Buschle (84 kg) hatte jedoch mit dem WM-Fünften Piotr Janulov eine unlösbare Aufgabe. Der Moldawier blockte alle Angriffe des Nendingers ab und holte in jeder Runde mit 2:0 die entscheidenden Punkte. Schlüsselkampf war dann die Begegnung zwischen Ahmed Dudarov (74 kg), dem deutschen Juniorenmeister bei seinem ersten Bundesligaeinsatz für den ASV, und Georg Harth. Hier erwies sich der erfahrene Bonner dann doch als zu clever. Er ließ dem Jüngeren keine Chance und wurde mit seinem Punktsieg zum Matchwinner für den TKSV.

Eduard Kratz (74 kg) hätte dann im Schlusskampf auch in Bestform nicht mehr das Ruder für Nendingen herumreißen können. So aber musste er sich gegen Mateusz Wolny mit 0:3 geschlagen geben.

Für den ASV Nendingen wird es nun am Samstag darauf ankommen, sich mit einem Sieg gegen den TuS Adelhausen wieder in den Kampf um einen guten Tabellenplatz zurückzumelden. Die Schwarzwälder werden aber in der Mühlauhalle unterstützt von einer großen Fangruppe dem ASV einen Heimsieg gewiss nicht leicht machen.

Der Kampfverlauf (Bonn zuerst genannt): 55 kg F: Amiran Kartanov – Ghenadie Tulbea 1:3 (PN 0:2/3:1/0:1/0:3). – 120 kg G: Felix Radinger – Georgi Sredkov 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 60 kg G: Mariusz Los – Florin Gavrila 3:1 (PS 1:0/1:0/2:2/2:0). – 96 kg F: William Harth – Nicolai Ceban 0:3 (PN 0:1/1:1/0:2). – 66 kg F: Stefan Daniliuc – Florian Schwarz 4:1 (TÜ 2:3/6:0/6:0/3:1). – 84 kg G: Waldemar Streib – Sergios Solontkis 3:2 (PS 1:0/3:4/0:1/2:0/1:0). – 66 kg G: Juri Baron – Edgaras Venckaitis 0:4 (SS bei 0:3). – 84 kg F: Piotr Ianulov – Marc Buschle 3:0 (PS 2:0/2:0/2:0). – 74 kg F: Georg Harth – Ahmed Dudarov 3:0 (PS 3:0/4:0/2:0). – 74 kg G: Mateusz Wolny – Eduard Kratz 3:0 (PS 1:0/1:0/2:0). Endstand 23:14

Mattensplitter 2011/01

Artikel vom 23.08.2011, Autor: Fritz Reichle, Views: 4191, Kommentare: 0

Trotz des hochsommerlichen Wetters und trotz der Tuttlinger Weinstraße und der Ferienzeit waren es doch über 800 Zuschauer, die den ersten Bundesligaheimkampf des ASV Nendingen dieser Saison miterleben wollten. Und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn es gab eine ganze Reihe von hochklassigen Kämpfen zu sehen. Nicht verwunderlich, denn immerhin sechs der Akteure auf der Matte waren schon Medaillengewinner bei WM oder EM. Beim ASV Nendingen ist man zuversichtlich, dass in den kommenden Kämpfen der Publikumszuspruch noch größer werden wird.

Wer bei den Heimkämpfen verhindert ist, kann künftig das Ereignis in Kurzform doch noch zumindest im Fernsehen verfolgen. Auch am Samstag schon war ein Aufnahmeteam von Regio TV in der Mühlauhalle vertreten. Am Montagabend wird dann jeweils ein Bericht in den halbstündig wiederholten Nachrichtensendungen ausgestrahlt werden. Denn so wie beispielsweise die Volleyballer aus Friedrichshafen oder die Eishockeyspieler aus Schwenningen gehören die Ringer des ASV Nendingen zu den Aushängeschildern der Region.

Pech für den ASV war der kurzfristige Ausfall des Schwergewichtlers Mindaugas Mizgaitis. Bei einem Trainingslager verschiedener Nationen in der Ukraine, bei dem neben den deutschen Greco-Ringern auch Volker Hirt mit seinen Schweizer Ringern in der Vorbereitung auf die WM vertreten war, musste der Litauer wegen einer Armverletzung behandelt werden und erhielt ein ärztliches Startverbot für den letzten Samstag. Da auch Balasz Kiss aus dem ungarischen Team noch nicht zur Verfügung stand, musste eben Volker Hirt zwei Gewichtsklassen höher als normal selber ran und hielt gegen seinen 12 kg schwereren Gegner dennoch gut mit.

Viel Freude werden die Nendinger wohl noch mit Nicolai Ceban in der Klasse bis 96 kg haben. Der EM-Dritte von Dortmund war auf Empfehlung von Ghenadie Tulbea verpflichtet worden und erwies sich als Glücksgriff. Und außerdem hat der ASV hier mit Georgi Sredkov noch einen weiteren starken Athleten in der Hinterhand, der auf seinen Einsatz brennt. Überhaupt scheinen die bisher eingetroffenen Neuzugänge sich nicht nur sportlich sondern auch menschlich sehr gut in die Mannschaft zu integrieren.

Wie eng die Auseinandersetzung mit dem deutschen Vizemeister war, zeigt ein Blick auf die Kampfstatistik. 20 der ausgetragenen 35 Runden endeten mit dem Punktestand von 1:0. Und auch wenn der Sieg der RWG nicht unverdient war, so lag ein Unentschieden oder gar ein Sieg des ASV durchaus in Reichweite. Nach dem ersten Kampftag zeigt ein Blick auf die Konkurrenz, dass es weiterhin eng und spannend werden wird. Der TKSV Bonn-Duisdorf als nächster Gegner des ASV, ließ trotz seiner Niederlage in Weingarten aufhorchen. Der deutsche Meister musste schon fast seine Bestbesetzung aufbieten, um die Gäste in Schach zu halten. Der TKSV stellte nur noch 3 Ringer aus dem Kader des letzten Jahres auf und unterstrich seine Endkampfambitionen mit gleich 7 neuen starken Ringern. Nendingen ist also gewarnt und wird am Samstag sein Bestes geben müssen, um eine Niederlage am Rhein zu verhindern.

ASV Nendingen - RWG Mömbris-Königshofen 17:20

Artikel vom 23.08.2011, Autor: Fritz Reichle, Views: 4317, Kommentare: 0

Ehrenvolle Niederlage: Der ASV Nendingen unterliegt dem Vizemeister knapp mit 17:20

Die insgeheim erhoffte Sensation ist ausgeblieben. Der ASV Nendingen hat am Samstag dem deutschen Vizemeister RWG Mömbris-Königshofen zwar einen großen Kampf geliefert. Am Ende setzte sich aber doch der Favorit mit 20:17 Punkten durch.

Schon auf der Waage zeigte es sich, dass die Gäste keinerlei Risiko eingehen wollten. Zwar konnten auch sie nicht alle ihre Stars einsetzen, aber die Tatsache, dass sie gleich fünf ihrer ausländischen Neuzugänge aufboten, war klarer Beleg für ihren absoluten Siegeswillen. Auch der ASV konnte nicht seine Bestbesetzung aufbieten. Größtes und vielleicht entscheidendes Handicap war, dass der Schwergewichtler Mindaugas Mizgaitis wegen einer Armverletzung kurzfristig absagen musste. Für ihn sprang notgedrungen Trainer Volker Hirt in die Bresche. Trotz erheblichen Gewichtsnachteils schlug er sich bravourös und verlor nur relativ knapp mit 0:3 Punkten.

Auffallend war, dass im Vergleich zum überraschenden Sieg der Nendinger im Vorjahr nur noch jeweils drei Ringer beider Mannschaften auch diesmal wieder auf der Matte standen. Ein Indiz für den intensiven Transfermarkt aber auch für die vergrößerte Kaderstärke der Vereine in der Bundesliga. Beim ASV waren es allerdings nur drei Neue, die ihr Debüt in der Mühlauhalle vor immerhin 800 Zuschauern gaben. Dabei überzeugten vor allem Nicolai Ceban und Edgaras Venckaitis bei ihren Siegen, während sich Ivan Deliverski gegen einen früheren Weltmeister nach Punkten geschlagen geben musste.

Trainer Volker Hirt war dann auch nicht unzufrieden. „Ich hatte ein ähnliches Ergebnis erwartet und kann keinem einen Vorwurf machen. Jeder hat sein Bestes gegeben.“ Neben Nicolai Ceban konnte aber vor allem auch wieder Eduard Kratz besonders gefallen, der gegen einen starken Gegner zu einem sicheren Sieg kam.

Die Begegnung stand eigentlich bis zum achten Kampf auf des Messers Schneide. Als Marc Buschle gegen den letztjährigen deutschen Meister Peter Weisenberger die ersten beiden Runden gewonnen hatte, stand es 14:14 und die Sensation lag in der Luft. Dann aber ging dem ASV-Star, der in der Woche zuvor wegen einer hartnäckigen Erkältung nicht trainieren konnte, etwas die Luft aus. Und mit seiner, - wenn auch ehrenvollen-, Niederlage gewannen die Gäste dann doch noch die Oberhand.

Im ersten Kampf tat sich Ghenadie Tulbea (55 kg) etwas schwerer als erwartet gegen einen Gegner, der ihn aus vielen Begegnungen her genauestens kannte. Der routinierte Ivan Djorev agierte praktisch nur im Rückwärtsgang, ließ keine spektakulären Aktionen zu und kam seinerseits tatsächlich einmal mit einer Konteraktion zu einem Rundengewinn. Am sicheren Sieg des Klasseringers Ghenadie Tulbea gab es keinen Zweifel, aber er fiel mit 3:1 knapper aus als erhofft. Nach der einkalkulierten Niederlage von Volker Hirt gegen Vladislav Metodiev (120 kg) lieferte Baris Diksu (60 kg) gegen Jens Rung einen offenen Kampf. Nach seiner schweren Schulterverletzung hat er zwar noch nicht wieder ganz die Form des Vorjahres erreicht. Mit einem Rundegewinn hielt er aber mit einem 1:3 den Rückstand des ASV in Grenzen.

Auf der ganzen Linie überzeugen konnte Nicolai Ceban bei seinem Debüt im ASV-Trikot. Der EM-Dritte war gegen Oldrik Wagner, den deutschen Meister 2010, jederzeit Chef auf der Matte und imponierte bei seinem Überlegenheitssieg mit 14:0 Punkten und dem erhofften „Vierer“ für den ASV. Ähnlich stark trumpfte dann aber auf Seiten der RWG Saba Bolaghi, der derzeit erfolgreichste deutsche Freistilringer, auf. Florian Schwarz (66 kg) probierte zwar alles. Gegen die überragende Technik und Schnelligkeit seines Gegners reichte das aber nicht aus. In der 3. Runde allerdings hatte er sich glänzend eingestellt und hielt ein 1:1 ehe er wenige Sekunden vor Schluss doch noch eine Wertung und damit den „Vierer“ abgeben musste.

Nach dem 8:11 zur Pause hielt sich Sergios Solontkis (84 kg) gegen Jim Petterson beim 1:3 sehr gut. Der schwedische Meister, der mit einem Siegverhältnis von 11:1 in der letzten Saison seine Klasse bewiesen hatte, ließ allerdings auch nicht mehr als einen Rundengewinn zu. Eine positive Vorstellung gab Edgaras Venckaitis in der Klasse bis 66 kg. Der Litauer holte beim 3:0 gegen den für Großbritannien startenden Myroslav Dykun einen nicht unbedingt zu erwartenden Sieg.

Marc Buschle und Peter Weisenberger, beide schon deutsche Meister in der Klasse bis 84 kg, kennen sich nun schon seit Jahren. In einem ganz engen Kampf holte Marc Buschle mit 4:3 zwar mehr Punkte, der Gast machte aber mit starker Kondition in den letzten drei Runden mit jeweils einem technischen Punkt den Rückstand von 2 Runden wett. Bei einem Stand von 14:17 hätte nun Ivan Deliverski (74 kg), der dritte Debütant auf Seiten des ASV, gegen Kahkaber Khubetzy gewinnen müssen, um doch noch eine Siegchance zu bewahren. Doch der für die Slowakei startende Welt- und Europameister von 2006 sicherte mit einem Punktsieg und dem 14:20 vorzeitig den Mannschaftssieg für die RWG.

Einen dennoch versöhnlichen Schlusspunkt für den ASV setzte aber Eduard Kratz (74 kg) mit einer sehr engagierten Leistung. Sein tschechischer Gegner Tomas Sobecky war bei der EM 2010 Fünfter geworden, doch „Ede“ demonstrierte mit einem sicheren Sieg, dass er auch dieses Jahr wieder ein Punktegarant für den ASV sein könnte.

Die Kämpfe im Einzelnen (der ASV zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Ivan Djorev 3:1 (PS 1:0/0:1/3:0/4:0). – 120 kg G: Volker Hirt – Vladislav Metodiev 0:3 (PN 0:4/0:1/0:1). – 60 kg G: Baris Diksu – Jens Rung 1:3 (PN 0:4/0:1/1:0/0:1). – 96 kg F: Nicolai Ceban – Oldrik Wagner 4:0 (TÜ 4:0/3:0/7:0). – 66 kg F: Florian Schwarz – Saba Bolaghi 0.4 (TÜ 0:5/0:4/1:6). – 84 kg G: Sergios Solontkis – Jim Petterson 1:3 (PN 1:0/0:3/0:1/0:1). – 66 kg G: Edgaras Venckaitis – Myroslav Dykun 3:0 (PS 1:0/1:0/1:0). – 84 kg F: Marc Buschle – Peter Weisenberger 2:3 (PN 2:0/1:0/1:1/0:1/0:1). – 74 kg F: Ivan Deliverski – Kahkaber Khubetzy 0:3 (PN 0:1/0:1/0:3). – 74 kg G. Eduard Kratz – Tomas Sobecky 3:0 (PS 3:0/1:0/1:0). Endstand 17:20. Kampfleiter Joachim Wioska (KSV Taisersdorf).

Hirsch-Brauerei unterstützt wertvolle Arbeit

Artikel vom 24.07.2011, Autor: Arne Hahn - "agentur aha", Views: 4360, Kommentare: 0

Groß war das Interesse der Besucher am Brauereihoffest der Wurmlinger Hirsch-Brauerei und groß war jetzt auch die Freude bei den Vertretern von Mutpol, der diakonischen Jugendhilfe Tuttlingen, und der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn: Die beiden Mutpol-Botschafter Marc Buschle und Simone Hauswald überreichten ihnen in der „Bierwelt“ jeweils einen Spendenscheck in Höhe von 2020 Euro. Insgesamt hatten beim Brauereihoffest mehr als 4000 Besucher den Brauerei-Rundgang absolviert - und für jeden spendete die Hirsch-Brauerei jeweils 50 Cent an Mutpol und St. Franziskus. „Es freut uns, dass wir damit die wertvolle und gute Arbeit dieser beiden Organisationen unterstützen können“, so Brauereichef Rainer Honer. Melanie Steinhart, Assistentin der Leitung in Heiligenbronn, erläuterte, dass die Spende in das Projekt „Wir machen Schule – machen Sie mit!“ fließe, mit dem die Realisierung der Schule für sinnesbehinderte Kinder vorangetrieben wird. Mutpol-Verwaltungsratsvorsitzende Dr. Ulrike Martin betonte, dass es die Extras seien, die nur durch großzügige Spenden wie diese ermöglicht werden könnten.

Weitere Informationen:
www.hirschbrauerei.de
www.mutpol.de
www.simone-hauswald.de

Bild und Text: "agentur aha"
agentur für text, bild & sprache
Beim Holderstöckle 40
78573 Wurmlingen
Tel. 0172-6303302


Anlässlich ihres Brauereihoffests spendete die Wurmlinger Hirsch-Brauerei insgesamt 4040 Euro an die Stiftung St. Franziskus und Mutpol. Kein Wunder, dass es bei der Scheckübergabe nur strahlende Gesichter gab: (von links) Marc Buschle, Hirsch-Geschäftsführer Hubert Hepfer, Hirsch-Gesellschafterin Gabriele Lemke, Melanie Steinhart (Assistentin der Leitung, Stiftung St. Franziskus), Simone Hauswald, Dieter Meyer (Gesamtleiter Mutpol), Ingo Fauser (stellvertretender Mutpol-Verwaltungsratsvorsitzender), Dr. Ulrike Martin (Mutpol-Verwaltungsratsvorsitzende), und Brauereichef Rainer Honer.

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Brot backen für Mutpol

Artikel vom 25.05.2011, Autor: Frank Merkt, Views: 4650, Kommentare: 0

Am Samstag den 28. Mai werden die Biathletin Simone Hauswald und der Ringer Marc Buschle den Freundeskreis Dreifaltigkeitsberg aktiv beim Backen und Verkaufen unterstützen, indem Sie fleißig mithelfen. Der Erlös fließt dem Projekt Mutpol zu, für das sich Simone Hauswald – momentan noch bei der Bundeswehr tätig - und Marc Buschle – derzeit noch auf der Technikerschule in Tuttlingen - sehr engagieren. Normalerweise auch mit dabei ist die Rhönradweltmeisterin Katrin Schad, die aber bei der WM-Vorbereitung weilt.

Beginn ist am Samstag 28. Mai ab 12 Uhr vor der Klause auf dem Dreifaltigkeitsberg. Es gibt frisch gebackenes Brot, sowie ofenfrische Brezeln ohne Vorbestellung zu kaufen. Für Bewirtung mit Kaffee und Kuchen sowie Schmalzbrot und Bier ist gesorgt.


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Hirsch-Brauerei spendet für Mutpol

Artikel vom 22.05.2011, Autor: agentur aha, Views: 5038, Kommentare: 0

Ansturm übertrifft alle Erwartungen

Tausende folgen Einladung der Hirsch-Brauerei nach Wurmlingen


Wurmlingen. So einen Ansturm wie am Wochenende hat die Hirsch-Brauerei Honer in Wurmlingen (Kreis Tuttlingen) in ihrer über 225-jährigen Geschichte noch nicht erlebt: Tausende kamen nicht nur aus der ganzen Region, sondern auch aus dem benachbarten Ausland zum Brauereihoffest, wo Alt und Jung gemeinsam feierten.

Bereits der Auftakt am Samstagabend sprengte sämtliche Erwartungen: Zur Goldstoff-Party mit der Froschenkapelle aus Radolfzell verwandelte sich die Verladehalle in eine schillernde - und vor allem proppenvolle – Party-Location. Nicht weniger rund ging es am Sonntag. Quasi ohne Verschnaufpause heizten diesmal die Hirsch-Buben den Gästen ein, die schon am Vormittag das Festgelände geradezu gestürmt hatten. Prominente Gäste begrüßte Brauereichef Rainer Honer zum Fassanstich: Simone Hauswald und Marc Buschle. Beide kamen in ihrer Funktion als Mutpol-Botschafter nach Wurmlingen. Schließlich spendet die Brauerei für jeden Gast, der beim Brauereirundgang einen Blick hinter die Kulissen geworfen hat, 50 Cent an Mutpol und 50 Cent an die Stiftung St. Franziskus.

Publikumsmagneten waren auch der historische Handwerkermarkt, der Segway-Parcours, Planwagenfahrten durch den Ort. Für die Kleinsten wurde die Bierwelt kurzum zur Kinderwelt umfunktioniert. Kurzum: Die Organisatoren haben mit ihrem Konzept voll ins Schwarze getroffen. Kein Wunder, dass es am Sonntagabend rund um die Hirsch-Brauerei nur zufriedene Gesichter gab.

Weitere Informationen:
www.hirschbrauerei.de
www.mutpol.de

Bild und Text: "agentur aha"


Stoßen auf ein gelungenes Brauereihoffest an: (von links) Marc Buschle, Simone Hauswald, Brauereichef Rainer Honer, Braumeister Thorsten Jauch und Bürgermeister Klaus Schellenberg.

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Sieg und Niederlage für die Jubelringer des VfL

Artikel vom 15.05.2011, Autor: Wilfried Waibel, Views: 8162, Kommentare: 0

MÜHLHEIM (ly) – Mit zwei Mannschaftskämpfen gegen die Ringerstaffel von RS Freiamt/Schweiz, mit denen die Ringer des VfL Mühlheim schon viele Jahre eine Sportfreundschaft verbindet, hat die Ringerabteilung des VfL Mühlheim sportlich das 100jährige Jubiläum begangen. Vor rund 300 begeisterten Zuschauern in der Mühlheimer Festhalle siegte der Nachwuchs (verstärkt durch einige Nendinger Nachwuchsringer) knapp mit 18:17 während es bei den Aktiven eine klare 13:29-Niederlage absetzte. Unter den zahlreichen Gästen weilten natürlich auch die ehemaligen Mühlheimer Spitzenringer aus der Schweiz, Viktor Meier und Josef Broch, die bereits schon am Festakt am Freitagabend teilgenommen hatten. 

Gerade bei den Aktiven, die elf Einzelkämpfe austrugen, war unübersehbar, dass sich die Schweizer Gäste sehr gut auf diesen Kampf vorbereitet haben. Bei der Jubelstaffel kamen alle Mühlheimer Ringer, also auch Marc Buschle vom ASV Nendingen sowie Michael Kalmbach und die drei Stumpe-Brüder Louis, David und Maximilian vom SV Dürbheim zum Einsatz. Obwohl gerade der Aktiven-Mannschaftskampf fast zweieinhalb Stunden dauerte, kam nie Langeweile auf. Vielmehr wurde teilweise Ringen auf sehr hoher Stufe geboten, das die Zuschauer oft mit „Beifall auf offener Szene“ begleiteten.

Spannend war es bereits im Jugendkampf. Nach drei Kämpfen sah es nach einer hohen Mannschaftsniederlage aus, als man fast aussichtslos 0:12 zurück lag. Dann leitete Nendingens Nachwuchsringer Robin Baur mit einem 2:1-Sieg die Wende ein. Und als dann noch das einzige Mädchen, die zehnjährige Annika Schmid mit einem Schultersieg in der zweiten Runde siegte, hatte es Tobias Kramer in der Hand mit einem Schultersieg für die Überraschung zu sorgen.

Jugend: VfL Mühlheim verstärkt – RS Freiamt 18:17. Die Einzelpaarungen (VfL zuerst): 27 kg (F): Heiko Plünske – Raffael Küng 0:4 (SN nach 49 Sekunden/0:6, 0:6). – 76 kg (F): Dennis Buschle – Jon Jordan 0:4 (SN nach 1.22/0:8); Stand 0:8. – 29 kg (G): Tobias Geiselmann – Flurin Meier 0:4 (SN nach 49 Sekunden/0:3); Stand 0:12. – 60 kg (G): Robin Baur – Jayan Göcmen 2:1 (PS/1:0, 0:1, 1:0); Stand 2:13. – 34 kg (F): Annika Schmid – Joschua Waldner 4:0 (SS nach 3.26/2:1, 8:1); Stand 6:13. – 59 kg (F): Robin Kessler – Sascha Rüttimann 4:0 (SS nach 1.48/4:1); Stand 10:13. – 35 kg (G): Yunus Bakir – Reto Bürgisser 4:0 (TÜS nach 3.18/6:0, 7:0); Stand 14:13. – 46 kg (G): Andreas Spradau – Michi Bucher 0:4 (TÜN/0:6, 1:9); Stand 14:17. – 42 kg (F): Tobias Kramer – Ryan Gauch 4:0 (SS nach 3.26/7:1, 7:1); Endstand 18.17. – Kampfleiter Manuel Wagner.

Die mit einigen Schweizer Meisten angetretenen Gäste, unter anderem mit Roland Ruch (57 kg), der in beiden Stilarten Meister ist, oder der EM-Teilnehmer Pascal Strebel, auf der einen Seite und Marc Buschle, Robin Kessler, Michael Kalmbach, Dennis Schilling und dem Stumpe-Trio auf der anderen Seite, drückten dem Freundschaftskampf einen dicken, sportlichen Stempel auf. Oft waren es nur Bruchteile von Sekunden, die das Kampfgeschehen auf der Matte kippten ließen. Die Zuschauer waren am Ende sichtlich zufrieden und dankten es den Aktiven mit lang anhaltende Beifall, für ihre sportlichen Vorstellungen.

Aktive: VfL Mühlheim verstärkt – RSV Freiamt 13:29. Die Einzelpaarungen (VfL zuerst): 57 kg (G): Robin Kessler – Roland Ruch 1:3 (PN/0:7, 0:3, 1:0, 1:2). – 120 kg (G): David Stumpe – Sandro Vollenwieder 1:3 (PN/0:1, 7:0, 1:3, 3:5); Stand 2:6. – 62 kg (F): Selvin Kovacevic – Randy Vock 0:4 (TÜN/0:6, 0:6, 0:6); Stand 2:10. – 96 kg (F): Marc Buschle – Pascal Gurtner 3:0 (PS/2:2, 3:0, 1:0); Stand 5:10. – 68 kg (G): Andreas Betzler – Reto Stadelmann 0:4 (TÜN/0:1, 0:4, 0:6); Stand 5:14. – 85 kg (G): Martin Wenskus – Manuel Stierli 0:4 (TÜN/0:5, 1:7, 0:6); Stand 5:18. – 68 kg (G): Louis Stumpe – Loscha Maltser 1:3 (PN 2:3, 2:4, 3:1, 0:2); Stand 6:21. – 78 kg (G): Michael Kalmbach – Thomas Murer 3:0 (PS/8:1, 1:0, 5:4); Stand 9:21. – 74 kg (G): Dennis Schilling – Pascal Strebel 0:4 (TÜN/0:6, 0:6, 0:6); Stand 9:25. – 78 kg (G): Maximilian Stumpe – Adrian Bucher 4:0 (TÜS/6:0, 9:2, 3:0); Stand 13:25. – 74 kg


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100 Jahre Ringen in Mühlheim

Artikel vom 03.05.2011, Autor: Marc Buschle, Views: 4377, Kommentare: 0

Der VFL Mühlheim feiert am 6. und 7. Mai 2011
"100 Jahre Ringen in Mühlheim"

Termine über das Jubiläumswochenende:


Freitag, den 6. Mai 2011:

19:30 Uhr: Festakt in der Mühlheimer Festhalle mit geladenen Gästen.
                  Eröffnung der Ausstellung "100 Jahre Ringen in Mühlheim"

Samstag, den 7.Mai 2011:

16.30 Uhr: Jugendfreundschaftskampf
17:30 Uhr: Jubiläumskampf zwischen RS Freiamt (1. Liga Schweiz) und em VFL Mühlheim
                  (verstärkt mit ehemaligen Mühlheimer Ringern)
anschließend Unterhaltungsabend

Hier der Link zum VFL Mühlheim:
www.vfl-muehlheim.de
 

Auf der Ringermatte für das Leben lernen

Artikel vom 11.04.2011, Autor: Fritz Reichle, Views: 3553, Kommentare: 0

Auch auf der Ringermatte können junge Menschen viel für das Leben lernen. Das konnte Marc Buschle, das Ringer-Ass des ASV Nendingen, am letzten Freitag einer Gruppe von Mutpol-Schülern aus Tuttlingen eindrucksvoll demonstrieren. Als Botschafter von Mutpol hatte er Kinder der Tagesgruppe Wirbelwind ins Nendinger Ringerlokal zu einem Schnuppertraining eingeladen.

Und schon bei den Aufwärmspielen wie auch später beim Training im Zweikampf wurde den Jungen immer wieder bewusst gemacht, wie wichtig es auch auf der Matte ist, Regeln einzuhalten, Disziplin zu wahren und Rücksicht auf Andere zu nehmen. Und die neun Jungen im Alter von 8 bis 13 Jahren waren mit Feuereifer bei der Sache. Die Begründung lag auf der Hand: „Es ist natürlich schon toll für uns, wenn wir mit einem deutschen Meister trainieren dürfen.“

Als der Schweiß schon in Strömen floss, ging es dann an die „Tricks“ der Ringer. Wie muss ich mich bewegen, wenn ich mit einem Armzug meinen Partner auf die Schultern befördern will, ohne ihn zu verletzen? Worauf muss ich beim Achselwurf achten, um meinen Gegner in die Bodenlage zu bringen? Und wie kann ich im Freistil mit dem Beinangriff eine sichere Dreier-Wertung erhalten?

Schließlich musste Marc Buschle auch noch als Kampfrichter amtieren, um die Sieger in den  ersten Trainingskämpfen zu ermitteln. Bewundernden Beifall erntete er, als er zum Abschluss mit der schweren Ringerpuppe spektakuläre Überwürfe demonstrierte. Jeder Teilnehmer erhielt dann natürlich eine handsignierte Autogrammkarte. Und Marc Buschle musste beim Abschied feierlich versprechen, dass er bald beim wöchentlichen Fußballspielen der Mutpolkinder zeigt, dass er auch noch andere sportliche Fähigkeiten hat.

 


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Werden Sie Lebensretter!

Artikel vom 22.02.2011, Autor: Marc Buschle, Views: 4011, Kommentare: 0

Wenige Minuten für dich - ein ganzes Leben für mich

Liebe Ringsportfreunde,
heute muss ich mich mit einer traurigen Nachricht an euch wenden und um eure Mithilfe bitten.
Unser mit 2 Jahren jüngstes Vereinsmitglied Lucas Tylla aus Salem, Sohn unseres langjährigen aktiven Ringers Christof Tylla, ist seit längerem an Leukämie erkrankt.
Seit März 2010 wurde er mit einer langen, mehrstufigen und intensiven Chemotherapie behandelt, welche zunächst auch sehr gut angeschlagen hat. Ende letzten Jahres machten sich deshalb alle die berechtigte Hoffnung, dass das schlimmste überstanden sei und Lucas über den Berg wäre.
Doch dem war nicht so. Mitte Januar diesen Jahres bekamen Christof und seine Frau Ulrike bei einer Nachuntersuchung die Hiobsbotschaft, dass die Leukämie zurückgekehrt ist, und zwar noch stärker als zuvor. Und die Ärzte redeten auch nichts schön: Lucas kann nur durch eine Stammzellspende gerettet werden.
Einen passenden Spender zu finden ist jedoch nicht einfach, da die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger übereinstimmen müssen. Es gibt zwar eine weltweite Spenderkartei mit ca. 14 Mio. Einträgen, doch hier wurde für den kleinen Lucas kein passender Spender gefunden.
Aus diesem Grund wurde eine Typisierungsaktion für Lucas ins Leben gerufen, um vielleicht doch noch einen passenden Spender für ihn zu finden und ihm Hoffnung auf ein normales Leben zu schenken. Der KSV versucht hier natürlich die Familie Tylla so gut es geht zu unterstützen.

Helft bitte alle mit und lasst euch typisieren!

Typisierungsaktion für Lucas:

Sonntag, 27.02.2011, von 10:00 - 16:00 Uhr
Bildungszentrum Salem
Schlossseeallee 45
88682 Salem

weitere Informationen:

www.helden-fuer-lucas.de

Daniel Höfler, 2. Vorsitzender (Taisersdorf)

 


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Mattensplitter 2010/18

Artikel vom 26.12.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4492, Kommentare: 0

Die Ergebnisse im Viertelfinale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Ringen haben bestätigt, was Experten schon vorher festgestellt hatten. Die Mannschaften der 1. Bundesliga West sind eindeutig stärker als die der Ostgruppe. Alle vier West-Vereine haben sich ins Halbfinale durchgesetzt. Besonders spannend machte es dabei aber die RWG Mömbris-Königshofen. Sie hatte es mit dem SV Wacker Burghausen zu tun, der sich in der Ost-Liga mit 36:0 Punkten klar an der Spitze durchgesetzt hatte. Den Vorkampf gewann die RWG daheim mit 23:15, verlor aber nun am Samstag in Burghausen mit 21:13. Bei Gleichstand von Siegen und Punkten war nun der einzige Schultersieg in beiden Partien durch den schwedischen Schwergewichtler Johan Euren im Vorkampf für die RWG im wahrsten Sinn des Wortes Gold wert. Denn nun kann auch die RWG, die ja in der Saison in der Mühlauhalle vom ASV Nendingen besiegt wurde, im Halbfinale nochmals Geld verdienen.

Überhaupt kann der ASV nach diesem Verlauf der Endrunde sicher sein, dass er als Fünftplatzierter der 1. Bundesliga West sich mit Fug und Recht zu den eindeutig stärksten Mannschaften in Deutschland zählen kann. An Weihnachten bleibt ihm aber in den Halbfinals nur die Zuschauerrolle. Und da dürften in der Tat viele heimische Ringerfans am nächsten Sonntag, 26. Dezember, sich auf den Weg nach Aalen machen. Denn um 17 Uhr stehen sich dann in einer Neuauflage des letztjährigen Finales der KSV Aalen und der SVG Weingarten gegenüber. Im anderen Halbfinale empfängt der KSV Köllerbach die RWG Mömbris-Königshofen. Die Rückkämpfe folgen dann am 2. Januar.

Der ASV Nendingen tritt dann aber mit seiner zweiten Mannschaft am Donnerstag, 6. Januar, selber wieder in Erscheinung. In der ersten Aufstiegsrunde werden die Nendinger versuchen sich eine gute Ausgangsposition für den Aufstieg in die Regionalliga zu verschaffen. Mit dem KSV Berghausen und der RG Waldkirch-Kollnau stehen nun endgültig die Oberligameister aus Nord- und Südbaden fest. Dazu kommt neben dem ASV als vierter Teilnehmer die KG Baienfurt, die als Vorletzter der Regionalliga in die Relegation muss. Der erste Teil dieser Aufstiegsrunde findet am Dreikönigstag in Berghausen (bei Karlsruhe) statt. In drei Runden kämpft jede Mannschaft gegen jede. Die erste Runde auf zwei Matten ist um 10.30 Uhr angesetzt. Die nächsten Kämpfe sind dann für 13.00 Uhr und 16.00 Uhr geplant. Die Rückrunde folgt dann am 8. oder 9. Januar in Waldkirch. Die besten drei Mannschaften qualifizieren sich für die Regionalliga.

Am letzten Samstag haben nun auch die zweite und dritte Mannschaft des ASV Nendingen ihre Saison als Meister der Oberliga und der A-Klasse beendet. Die erfolgreichsten Ringer von ASV Nendingen II waren dabei Adrian Ozsda und Markus Eichin, die jeweils ein Siegverhältnis von 12:1 aufweisen. Dicht dahinter folgen Dominik Hipp (12.2), Bernhard Scheuring (10.2) und Marco Schmid (9:2). In der dritten Mannschaften waren Stefan Rutschmann (10:0) und Robin Baur (9:0) ungeschlagen. Dann folgt Timo Schmid mit 11.2 Siegen.

TKSV Bonn-Duisdorf - ASV Nendingen 12:26

Artikel vom 06.12.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4781, Kommentare: 0

ASV Nendingen erringt den fünften Sieg in Serie

Der ASV Nendingen hat am Samstag in seinem letzten Kampf dieser Saison in der 1. Bundesliga beim TKSV Bonn-Duisdorf klar mit 26:12 gewonnen. „Ende gut, alles gut“, könnte man fast sagen, denn damit dokumentierten die Nendinger mit 10:0 Punkten aus den letzten fünf Kämpfen mit einem tollen Endspurt ihre enorme Mannschaftsstärke. Mit dem 5. Platz wurde zwar die Endrunde knapp verpasst, aber dennoch das beste Bundesligaergebnis der ASV-Geschichte erreicht.

Die Gastgeber erhielten zwar die vier Punkte in der Klasse bis 55 Kilogramm kampflos, konnten auf der Matte aber nur zwei Kämpfe jeweils mit 3:1 für sich entscheiden. Alle ASV-Ringer präsentierten sich auch im letzten Saisonkampf wieder in glänzender Form. Ghenadie Tulbea und Marc Buschle dominierten mit tollen Überlegenheitssiegen und Eduard Kratz holte sich sogar einen Schultersieg. Benjamin Raiser und Yan Ceaban mussten sich zwar knapp gegen starke Gegner geschlagen geben, aber alle fünf anderen Nendinger setzten sich in ganz engen Kämpfen mit großem Einsatz letztlich doch als Sieger durch.

Nachdem Melvin Pelzer (55 kg) für die Rheinländer ohne Gegner zum Sieger erklärt wurde, setzte sich Nendingen gleich durch drei Siege mit 10:4 Punkten entscheidend ab. Georgi Sredkov (120 kg) behielt trotz Gewichtsnachteils gegen Patrick Zimmermann in drei Runden jeweils knapp die Oberhand. Dann aber zeigte Ghenadie Tulbea bei seinem letzten Auftritt in dieser Saison wieder seine ganze Klasse. Er brannte ein wahres Feuerwerk an Griffen ab und deklassierte den gewiss nicht schlechten Juri Baron mit 20:1 Punkten.

Richtig eng war dann wieder der nächste Kampf, bei dem sich aber mit Andreas Miekeley (96 kg) wieder der Gast in allen drei Runden denkbar knapp gegen den schon international erfolgreichen Rumänen Oktavian Nicoara durchsetzte. „Weeste“ kam damit mit seinem 4. Sieg in 9 Kämpfen gegen ganz starke Konkurrenz auf eine stolze Saisonbilanz. Den ersten Sieg auf der Matte für den Gastgeber sicherte sich dann Stefan Daniliuc. Benjamin Raiser (66 kg) hatte den WM-Elften des letzten Jahres zwar in der Vorrunde überraschend mit 3:2 bezwingen können, diesmal aber revanchierte sich der TKSV-Ringer denkbar knapp mit 3:1 Runden.

Nach dem Pausenstand von 11:7 zogen die Nendinger dann jedoch mit vier Siegen in Folge auf 25:9 Punkte davon. Marc Buschle (84 kg) brillierte gegen David Harth mit einem Überlegenheitssieg. Höhepunkt war dabei Runde zwei, in der er beim 9:1 auch mit einer Fünferwertung glänzte. Sehr viel spannender machte es dann wieder Florian Schwarz (66 kg). Gegen Lernik Vanjan konnte aber auch „Lotte“ nach abwechslungsreichem Kampf dann doch in Runde fünf seinen siebten Saisonsieg bejubeln. Ebenfalls hart zu kämpfen hatte Sergios Solontkis (84 kg) gegen Jochen Jahn, dem er aber in einem ausgeglichenen Kampf keinen Rundengewinn zuließ.

Völlig ungefährdet war jedoch Eduard Kratz (74 kg), der sich in dieser Saison nur vom früheren Vizeweltmeister Konstantin Schneider ganz knapp bezwingen ließ. Am Samstag aber war Werner Schellenberg kein ebenbürtiger Gegner. „Ede“ kam in der 2. Runde nach Führung mit 11:0 sogar zum Schultersieg und damit dem 13.Erfolg dieser Saison trotz Verletzungsproblemen. So blieb es Georg Harth, dem stärksten Ringer der Rheinländer, vorbehalten, mit einem Punktsieg den Rückstand auf 12:26 etwas zu verkürzen. Yan Ceaban (74 kg), der wieder eine Klasse aufrückte, überraschte den Favoriten in Runde eins mit einem klaren Rundengewinn, lieferte aber beim 1:3 dennoch eine starke Leistung ab.

Der Kampfverlauf (Bonn-Duisdorf zuerst genannt):
55 kg G: 4:0 Melvin Pelzer (TKSV) siegt ohne Gegner. – 120 kg F: Patrick Zimmermann – Georgi Sredkov 0:3 (PS 0:1/0:2/0:1). – 60 kg F: Juri Baron – Ghenadie Tulbea 0:4 (TÜ 1:7/0:7/0:6). – 96 kg G: Oktavian Nicoara – Andreas Miekeley 0:3 (PS 0:1/0:1/0:1). – 66 kg G: Stefan Daniliuc – Benjamin Raiser 3:1 (PS 0:1/1:0/2:0/1:0). – 84 kg F: David Harth – Marc Buschle 0:4 (TÜ 0:3/1:9/0:1). – 66 kg F: Lernik Vanjan – Florian Schwarz 2:3 (PS 0:2/2:0/0:1/3:0/1:2). – 84 kg G: Jochen Jahn – Sergios Solontkis 0:3 (PS 0:1/0:2/0:1). – 74 kg G: Werner Schellenberg – Eduard Kratz 0:4 (SS bei 0:7/0:4). – 74 kg F: Georg Harth – Yan Ceaban 3:1 (PS 0:4/2:0/1:0/3:0). Endstand 12:26

 

Mattensplitter 2010/15

Artikel vom 29.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6984, Kommentare: 0

Der Großkampftag am Samstag brachte für den ASV Nendingen eine optimale Ausbeute. Es hatten wieder rund 800 Zuschauer trotz widriger Witterungsbedingungen und vielen anderer Veranstaltungen den Weg in die Mühlauhalle gefunden. Ein TV-Team sorgte für regionale Fernsehpräsenz. Aber noch erfreulicher war, dass alle drei Mannschaften mit Siegen ihre Tabellenpositionen weiter verbessern konnten. Da war natürlich auch die Prominenz auf der VIP-Tribüne mit Landrat und MdL Guido Wolf und der Sportkreisvorsitzenden Maggie Lehmann an der Spitze zufrieden. Und Markus Scheu, einer der drei Sportvorstände des ASV, erinnerte in seiner Begrüßung zu Recht daran, dass die Präsentation der Bundesligakämpfe ín diesem Rahmen in Deutschland „einmalig“ ist. Auch die Gäste aus Neuss, die in der Regel rund 150 Zuschauer haben, waren sichtlich beeindruckt. Aber Markus Scheu verwies auch noch einmal darauf, dass das nur dank eines enormen Einsatzes von freiwilligen Helfern des ASV und dank vieler Sponsoren möglich sei.

Dass Sponsorenunterstützung unabdingbar ist, wird an vielen Details deutlich. So konnte die Anfrage von Regio-TV EURO 3 auf Berichterstattung aus der Mühlauhalle nur durch die kurzfristige Zusage eines Sponsors positiv beschieden werden. Denn nur bei Erstattung der im mittleren dreistelligen Bereich liegenden Lizenzgebühren für eine TV-Aufzeichnung der Ringkämpfe, ist eine Ausstrahlung möglich. In manchen Sportarten kassieren die Vereine, im Ringen müssen die Vereine für eine natürlich hochwillkommene Berichterstattung erst mal Geld auf den Tisch legen. Aber so konnten sich die Ringsportfreunde über die regionale TV-Präsenz des ASV Nendingen am Montag freuen.

Manche Zuschauer wunderten sich am Samstag, als der ASV die Klasse bis 55 Kilogramm nicht besetzte. Aber die Bandscheibenprobleme von Florin Gavrila seit dem Kampf in Weingarten hätten seinen Einsatz zu einem unverantwortlichen Risiko gemacht. Da auch Alexandar Kostadinov nicht zur Verfügung stand, hätte beispielsweise der Nachwuchsringer Steffen Baur einspringen müssen. Der wäre dann aber nach einem Bundesligaeinsatz für spätere Kämpfe in der 2. Mannschaft gesperrt gewesen. Da überließ man dem starken Gästeringer lieber kampflos den Sieg. Anders war wohl die Situation der Gästemannschaft, in der der für einen Einsatz in der Klasse bis 120 Kilogramm im freien Stil vorgesehene Ringer nach heftigen Diskussionen gar nicht auf die Waage ging. Die Nendinger nahmen dies dankend zur Kenntnis.

Mit dem schwer erkämpften Sieg gegen den KSK Neuss hat sich der ASV vermutlich endgültig den 5. Platz in der 1. Bundesliga West vor dem ASV Mainz und dem KSK Neuss gesichert. Und damit ist nach dem Verpassen der Play-Offs zumindest ein realistisches Teilziel erreicht worden. Und falls der KSV Köllerbach im letzten Kampf gegen den KSV Aalen verlieren sollte, dann wären es gerade mal zwei Punkte, die dem ASV zu Platz 4 gefehlt hätten.

Für manche ASV-Anhänger waren der Sieg der „Zweiten“ gegen den TSV Herbrechtingen und die Übernahme der Tabellenführung in der Oberliga genau so wichtig wie der Sieg der „Ersten“. Viele waren im Vorfeld sehr skeptisch gewesen. ob das nach der Verletzung von Baris Diksu gelingen könnte. Doch die Mannschaft bewies eine tolle Moral. Da war einmal der enorme Einsatz von Semih Bosyan, der innerhalb von vier Tagen sechs Kilogramm in die Klasse bis 66 Kilogramm „abkochte“ und sich dann bis zur Erschöpfung auf der Matte verausgabte. Und dieser Mannschaftsgeist zeigte sich beispielsweise auch bei Bernhard Scheuring, der am Samstag erst von früh an beim Umzug eines Mannschaftskollegen schwitzte und anschließend auf der Matte noch mit einem Überlegenheitssieg aufwartete.

ASV Nendingen - KSK Neuss 19:18

Artikel vom 29.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 7630, Kommentare: 0

ASV Nendingen mit viertem Sieg in Folge

Der ASV Nendingen hat am Samstag mit dem denkbar knappen Erfolg von 19:18 gegen den KSK Neuss den vierten Sieg in Folge errungen. Mit dieser Serie haben sich die Nendinger auf den 5. Platz in der Bundesligatabelle vorgearbeitet.

Vor 800 Zuschauern in der Mühlauhalle kam es zu der erwartet spannenden und ausgeglichenen Auseinandersetzung. Und dabei war bis zum Ende Bangen und Bibbern angesagt. Erst mit dem Schlussgong der letzten Runde stand der nicht unbedingt zu erwartende und deswegen umso freudiger gefeierte Sieg des ASV fest. Trainer Volker Hirt hatte schon vorher angekündigt, dass hier um jede einzelne Runde gekämpft werden müsse. Und so war am Schluss auch bei je fünf Siegen entscheidend, dass Nendingen eben bei den verlorenen Kämpfen doch mehr Siegrunden eingefahren hatten als die Gäste.

Beide Mannschaften hatten je eine Gewichtsklasse unbesetzt. Nach den Verletzungen von Florin Gavrila und Aleksandar Kostadinov musste der ASV die Klasse bis 55 Kilogramm frei lassen. Und Neuss war zwar mit einem Schwergewichtler angereist, der aber nicht zum Abwiegen antrat. So konnte Georgi Sredkov sich über kampflose vier Punkte freuen, wobei er aber bei der Siegerehrung mit einer Serie von Flick-Flacks zumindest seine turnerischen Fähigkeiten demonstrieren konnte.

Nachdem Eduarnis Tellez-Zamora (55 kg) für die Gäste und Georgi Sredkov (120 kg) für Nendingen ohne Kampf zu Siegern erklärt waren, erkämpfte wie erhofft Ghenadie Tulbea (60 kg) den ersten Sieg auf der Matte. Gegen Yaschar Jamali, den deutschen Meister von 2009, konnte der ASV-Star aber nicht wie so oft brillant auftrumpfen, sondern musste sich die Punkte zu seinem klaren Punktsieg regelrecht erarbeiten. Und harte Arbeit war auch für Andreas Miekeley (96 kg) gegen Jackson Vaillant-Cantero, den fünffachen italienischen Meister mit kubanischer Abstammung, angesagt. Er gab nur einen einzigen technischen Punkt ab und unterlag gegen seinen konditionell nachlassenden Gegner nur ganz knapp. Der Gewinn einer Runde sollte sich aber in der Endabrechnung aber noch als ganz wichtig erweisen.

Und mindestens genauso wichtig war der anschließende Sieg für Benjamin Raiser in der Klasse bis 66 Kilogramm. Dadurch dass er gegen Mahmut Cavusoglu bei seinem Sieg mit 3:0 keine Runde abgab, legte der hoch motivierte und engagierte Nendinger den Grundstein für den Sieg seiner Mannschaft.

Nach dem Pausenstand von 11:7 hielt Marc Buschle (84 kg) im Kampf gegen Patrick Loes, den DM-Dritten des letzten Jahres, in einem Schlüsselkampf die Nendinger Siegchancen intakt. Nach im Zwiegriff verlorener erster Runde trumpfte er im 2. Durchgang mit 3:0 auf. Dann aber hatte er in Runde 3 und 4 das Glück auf seiner Seite, als er jeweils zum Schluss der Runde gegen den starken Neusser doch noch eine siegbringende Wertung erreichte. Ohne Chance aber war Florian Schwarz (66 kg) gegen Samet Dülger, den deutschen Meister von 2008 und 2009. Obwohl „Lotte“ immer wieder alles riskierte, musste er nach einem spektakulären Kampf seinem übermächtigen Kontrahenten einen Vier-Punkte-Sieg überlassen.                                                                                                                            Wann immer es in den letzten beiden Jahren zum Kampf zwischen Sergios Solontkis (84 kg) und dem früheren Juniorenweltmeister Max Schwindt kam, so hieß das Ergebnis nach 5 Runden immer 3:2. Und nachdem in der Vorrunde der für den ASV ringende Grieche mit diesem Ergebnis gesiegt hatte, so war nun wieder zur Abwechslung nach einem verbissenen Kampf der Neusser mit einem knappen Sieg an der Reihe. Bei einem Zwischenstand von 16:15 durfte nun Eduard Kratz (74 kg) keine Runde gegen Ilyas Özdemir, den deutschen Vizemeister des letzten Jahres, abgeben. Und „Ede“ erfüllte die hohen Erwartungen. Der insgesamt gut leitende, international renommierte Kampfrichter Claudio Bibbo (Furtwangen) hätte einmal sogar auf Schultersieg entscheiden können. So aber blieb es bei einem überraschend klaren Sieg mit 10:1 Punkten für den als zuverlässigen Mannschaftsringer unersetzlichen Eduard Kratz.

Yan Ceaban (74 kg), der eine Klasse aufgerückt war, durfte nun beim Stand von 19:15 gegen Hamberd Durdischew keine Schulter- oder Überlegenheitsniederlage abgeben. Und der körperlich klar unterlegene Rumäne erfüllte diese Aufgabe taktisch souverän. Die ersten beiden Runden gab er nur mit jeweils 0:1 ab und konnte sich dann im 3. Durchgang locker dreimal durchdrehen lassen, um nur mit 0:3 zu verlieren. Damit hatte er letztlich ebenfalls einen wichtigen Anteil am hauchdünnen Nendinger Sieg mit 19:18.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55 kg G: 0:4 Eduarnis Tellez-Zamora (KSK) siegt ohne Gegner. – 120 kg F: 4:0 Georgi Sredkov (ASV) siegt ohne Gegner. – 60 kg F: Ghenadie Tulbea – Yaschar Jamali 3:0 (PS 1:0/2:0/4:0). – 96 kg G: Andreas Miekeley – Jackson Vaillant-Cantero 1:3 (PS 0:1/0:1/1:0/0:1). – 66 kg G: Benjamin Raiser – Mahmut Cavusoglu 3:0 (PS 2:0/3:0/1:0). – 84 kg F: Marc Buschle – Patrick Loes 3:1 (PS 0:1/3:0/1:1/1:0). – 66 kg F: Florian Schwarz – Samet Dülger 0:4 (TÜ 0:5/0:6/0:3). – 84 kg G: Sergios Solontkis – Max Schwindt 2:3 (PS 1:0/1:0/0:1/0:1/0:1). – 74 kg G: Eduard Kratz – Ilyas Özdemir 3:0 (PS 5:0/2:0/3:1). – 74 kg F: Yan Ceaban – Hamberd Durdischew 0:3 (PS 0:1/0:1/0:7). Endstand 19:18


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Mattensplitter 2010/14

Artikel vom 22.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6650, Kommentare: 0

Adolf Seger, als vierfacher Europameister und zweifacher Weltmeister sicher einer der besten deutschen Ringer aller Zeiten, war wie bei allen Kämpfen des ASV Nendingen in Freiburg auch am Samstag wieder unter den Zuschauern in der Freiburger Staudingerhalle. Und es war ihm anzusehen, wie bitter dieser Tag für ihn war. Nicht nur, weil es in der Halle bitterkalt war, so dass sogar Kampfrichter Walther Wölfelschneider ins Protokoll eintragen ließ: „Sporthalle für Wettkämpfe zu kalt.“ Mehr noch betrübte ihn der Zustand der RKG Freiburg. Nach 16 Kämpfen und 16 Niederlagen Tabellenletzter in der 1. Bundesliga West und sicherer Absteiger. Zum achten Mal in dieser Saison ohne komplette Mannschaft. Und dann eine Zuschauerkulisse, in der die 60 Nendinger ASV-Anhänger bei weitem in der Überzahl waren. Alles Beweise dafür, dass es bei der RKG Freiburg 2000, einem Zusammenschluss der früheren Freiburger Traditionsvereine von Haslach und St. Georgen, gewaltig knirscht. Bleibt zu hoffen, dass nach dem Abstieg ein mutiger und erfolgreicher Neuanfang gelingen möge.

Erfreulich aus Nendinger Sicht war in Freiburg allerdings nicht nur das gute Auftreten ihrer Mannschaft, sondern auch die lautstarke Unterstützung durch die ASV-Anhänger, die so doch noch für gute Stimmung in der Halle sorgten. Die wird auch am nächsten Samstag in der Mühlauhalle nötig sein. Nachdem nun endgültig die vier Endrundenplätze vergeben sind, geht es für den ASV Mainz, den ASV Nendingen und den KSK Neuss um die Plätze 5 bis 7. Wenn nun im letzten Heimkampf des Jahres der KSK Neuss zu Gast ist, könnte sich der ASV mit einem Sieg gute Karten in diesem Dreikampf verschaffen. Da kann man einwenden, das sei ein Kampf um die berühmte „Goldene Ananas“, aber immerhin wollen sich natürlich alle Mannschaften mit einem guten Eindruck aus der Saison verabschieden.

Der KSV Aalen hat hier allerdings offensichtlich einige Sympathien verspielt. Nachdem die Aalener schon gegen Nendingen einige Leistungsträger „geschont“ hatten, traten sie am Samstag in Neuss beim 6:32 mit einer noch deutlich schwächeren Mannschaft an, aus der vielleicht nur ein oder zwei Ringer wohl in der Endrunde eingesetzt werden dürften. Da war in den Ringerforen im Internet am Sonntag natürlich gleich von „Wettbewerbsverzerrung“ die Rede. Zudem war der junge Oliver Hug Doppelstarter, da er tags zuvor schon gegen die Nendinger Zweite gerungen hatte. Der Sieg von ASV Nendingen II wurde also folgerichtig von 24:15 auf 28:11 korrigiert.

Der ASV Nendingen will an diesem Samstag beim letzten Großkampftag in der Mühlauhalle mit allen drei Mannschaften seinen Dauerkarteninhabern ein kleines Geschenk machen. Als „danke schön“ für die Treue in dieser Saison kann die Dauerkarte an der Theke in ein kostenloses Getränk umgetauscht werden. Und vielleicht sorgen die ASV-Ringer dann für weitere „Geschenke“, wenn die Erste gegen den KSK Neuss, die Zweite als Tabellenzweiter der Oberliga gegen den Tabellendritten TSV Herbrechtingen und die Dritte als Tabellenführer der A-Klasse gegen die TG Stockach gewinnen könnten.

KSV Aalen II - ASV Nendingen II 14:25

Artikel vom 20.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6764, Kommentare: 0

Auch ASV Nendingen II gewinnt gegen Aalen

Nach dem Sieg im Bundesligaderby hat nun auch die Nendinger Zweite das Derby gegen den KSV Aalen II für sich entschieden. ASV Nendingen II gewann am Freitagabend in der Thomas-Zander-Halle in Aalen mit 24:15 und behauptete damit Rang zwei in der Tabelle der Oberliga.

Die Aalener Zweite war nicht so stark aufgestellt wie erwartet, so dass die gut disponierten  Nendinger überraschend deutlich siegten. Bitterer Wermutstropfen bei diesem Erfolg war allerdings die Verletzung von Baris Diksu, der mit einer ausgekugelten Schulter mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gefahren werden musste. Dort konnte sie zwar wieder eingerenkt werden, doch wird der für die Mannschaft so wichtige Ringer wohl einige Zeit ausfallen.

Die Nendinger Zweite wurde in Aalen durch Marc Buschle verstärkt. Er war während der Woche beruflich auf der Medica in Düsseldorf und konnte so nicht für einen Einsatz in der Bundesliga Gewicht machen. Er trat hier zwei Klassen höher an und holte gegen einen 30 Kilogramm schwereren Gegner doch einen wichtige Punktsieg.

Zum Auftakt musste Robin Baur (55 kg) nach elf Siegen seine erste Niederlage in dieser Saison einstecken. Gegen den ebenfalls 15-jährigen Nicolai Eiberger machte er zwar einen ebenbürtigen Kampf, musste aber nach Führung in der 2. Runde unglücklich auf die Schultern. Marc Buschle spielte gegen den echten Schwergewichtler Tafil Buduri seine Schnelligkeit bei Beinangriffen aus und siegte deutlich nach Punkten. Die Klasse bis 60 Kilogramm hatte Nendingen gegen den Bundesligaringer Amiran Elbakidze nicht besetzt, doch ein stark auftrumpfender Bernhard Scheuring (96 kg) verkürzte für Nendingen mit einem schnellen Schultersieg gegen Max Knobel auf 7:8.

Dann passierte im Kampf von Baris Diksu (66 kg) gegen den ebenfalls schon häufig in der Bundesliga eingesetzten Oliver Hug das Missgeschick. In einem ausgeglichenen Kampf zweier starker Ringer führte Baris Diksu bei Rundengleichstand von 2:2 im 5. Durchgang klar, als er bei einer unglücklichen Aktion seines Gegners die Schulter auskugelte und entscheidend verlor. Die Nendinger beunruhigte zwar weniger der Rückstand von 7:12, sondern es dominierte mehr das Mitgefühl mit dem in dieser Saison so erfolgreichen Mannschaftskollegen.

Dennoch aber trumpften die Gäste nun mit vier Vier-Punkte-Siegen in Folge auf. Daniel Reichle (84 kg) brauchte nur etwa drei Minuten um gegen Kevin Heinzmann einen Überlegenheitssieg zu erringen. Yan Ceaban (66 kg) legte als glänzender Freistilringer Fabian Link schon nach 42 Sekunden bei klarer Führung auf die Schultern. Und auch Co-Trainer Adrian Ozsda (84 kg) blieb gegen Hüseyin Karaman beim deutlichen Sieg völlig ungefährdet. Da blieb es Marco Schmid (74 kg) vorbehalten, gegen Marc Graeve den Mannschaftssieg vorzeitig sicherzustellen. Mit einem Erfolg mit 14:2 Wertungspunkten brachte er Nendingen uneinholbar mit 23:12 in Führung.

Im ungeliebten Freistil tat sich Semih Bosyan (74 kg) natürlich etwas schwer gegen Markus Knobel. Seine Niederlage mit 1:3 Runden konnte die Freude über den klaren Mannschaftserfolg aber nicht trüben.

Der Kampfverlauf (Aalen zuerst genannt):
55 kg G: Nicolai Eiberger – Robin Baur 4:0 (SS bei 1:0/2:3). – 120 kg F: Tafil Buduri – Marc Buschle 0:3 (PS 1:2/3:6/0:3). – 60 kg F: 4:0 Amiran Elbakidze (KSV) siegt ohne Gegner. – 96 kg G: Max Knobel – Bernhard Scheuring 0:4 (SS bei 4:0). – 66 kg G: Oliver Hug – Baris Diksu 4:0 (SS bei 0:1/1:0/1:0/0:2/2:5). – 84 kg F: Kevin Heinzmann – Daniel Reichle 0:4 (TÜ 0:6/0:7/0:6). – 66 kg F: Fabian Link – Yan Ceaban 0:4 (SS bei 0:6). – 84 kg G: Hüseyin Karaman – Adrian Ozsda 0:4 (TÜ 0:5/0:4/0:3). – 74 kg G: Marc Graeve – Marco Schmid 0:4 (TÜ 1:3/0:6/1:5). – 74 kg F: Markus Knobel – Semih Bosyan 3:1 (PS 2:0/0:2/3:1/2:1). Endstand: 15:24

Mutpol zu Gast beim ASV Nendingen

Artikel vom 15.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5862, Kommentare: 0

Mutpol-Kinder feuern „ihren“ Marc Buschle an

Einen eigenen Fan-Block für Marc Buschle und den ASV Nendingen bildete am Samstag in der Mühlauhalle eine größere Gruppe von Mutpol-Kindern. Marc Buschle fungiert ja bekanntlich seit einigen Jahren gemeinsam mit der Biathlonweltmeisterin Simone Hauswald als Botschafter von Mutpol. Beide Spitzensportler unterstützen seither diese soziale Einrichtung für Kinder aus schwierigen Lebensverhältnissen immer wieder durch besondere Initiativen. So haben beide im letzten Jahr eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Im Mai dieses Jahres war dann auch beispielsweise eine Gruppe von Kindern im Nendinger Ringerlokal, um gemeinsam mit Marc Buschle mal ein Schnuppertraining im Ringen zu erleben. Viele waren dabei begeistert, aber auch beeindruckt von dem, was man in diesem Sport leisten muss.

Nun waren interessierte Mutpol-Kinder eingeladen, beim Spitzenkampf in der Bundesliga am Samstag gegen den KSV Aalen dabei zu sein. Für viele war es die erste große Sportveranstaltung in einem solchen Rahmen. Entsprechend beeindruckt von den über 1000 Zuschauern, von der tollen Stimmung in der Halle und von den Aktionen auf der Matte zeigten sich die direkt am Mattenrand postierten 8 – 13 Jahre alten Kinder. Aus den von ihnen gestalteten Plakaten und Spruchbändern war klar ersichtlich, wem ihr besonderes Augenmerk galt. Und als Marc Buschle dann tatsächlich auf die Matte ging und auch noch einen ungefährdeten Sieg erkämpfte, kannte die Begeisterung natürlich keine Grenzen. „Marc ist einfach stark“, war der einhellige Tenor. Und dann ging es auch noch fleißig ans Sammeln von Autogrammen bei den vielen starken Spitzenringern.

Mattensplitter 2010/13

Artikel vom 15.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6377, Kommentare: 0

Oberbürgermeister Michael Beck scheint –zumindest was den Sport angeht- einen guten Riecher zu haben. Zum ersten Mal in dieser Saison besuchte er einen Bundesligakampf des ASV Nendingen. Und mit diesem Termin hatte er eine ausgesprochen gute Wahl getroffen, denn der Kampf gegen den KSV Aalen war sicherlich die bisher spektakulärste Veranstaltung dieser Saison in der Mühlauhalle. Ein Gästebucheintrag auf der Homepage des ASV brachte dies auf den Punkt: „Superstimmung! Superkampf! Supersieg!“ Von Anfang an herrschte in der Mühlauhalle eine tolle Atmosphäre, die umso besser wurde, je deutlicher sich ein möglicher Sensationssieg des ASV abzeichnete. Über 1 000 Zuschauer konnten begeistert nach Hause gehen, sieht man mal von den vereinzelten Schlachtenbummlern des KSV Aalen ab, die offensichtlich weniger erfreut waren. Und sie hatten auch eine Premiere erlebt. Denn vermutlich erstmals waren die beiden Bundesligamannschaften von einem Oberbürgermeister höchstpersönlich auf der Matte vorgestellt worden.

Wenn die „Ostalb-Bären“ in Bestbesetzung erschienen wären, hätte der ASV sicher keine Siegchance gehabt. So aber profitierte man indirekt von der ausgeglichenen Kampfstärke der 1. Bundesliga West. Schon vor dem Kampf hatten die Aalener geklagt, dass sie anders als die Spitzenvereine im Osten schon in der Gruppenphase teure Ringer aus dem Ausland einfliegen müssten, um sich überhaupt für die Endrunde zu qualifizieren. Das aber könne man sich finanziell kaum erlauben. Wohl auch deswegen glaubte man dann, gegen Nendingen auf einige Stars aus Sparsamkeitsgründen verzichten zu müssen. Dass sich das aber auch ein deutscher Meister gegen den ASV Nendingen nicht erlauben kann, konnte man am Samstag sehen.

Der ASV Nendingen seinerseits kann natürlich in der Bundesliga auch nicht auf ausländische Stars verzichten. Aber in der gegen den KSV Aalen siegreichen Mannschaft standen immerhin sechs Ringer, die entweder schon in der Jugend beim ASV rangen oder seit geraumer Zeit ihren Wohnsitz in Nendingen gefunden haben. Und auch einige der Zugänge, wie zum Beispiel Ghenadie Tulbea, Eduard Kratz oder Adrian Ozsda, werden ja schon von vielen Zuschauern fast als „Eigene“ angesehen.

Unter Experten setzte nach dem Sieg am Samstag ein Rätselraten ein, wann denn der KSV Aalen letztmals gegen eine württembergische Mannschaft verloren habe. Und keiner konnte sich an einen solchen Fall in den letzten 20 Jahren erinnern. Hallensprecher Edwin Hamma spielte dann während des Kampfes gegen Musberg auf diese württembergische Rivalität an, als er ironisch meinte: “Der KSV Aalen mag ja deutscher Meister sein, aber nach dem 15:17 in Aalen und dem 19:16 gestern können wir uns eigentlich württembergischer Meister nennen.“

Dass Ringer harte Burschen sind, weiß man ja. Aber an diesem Wochenende war schon bemerkenswert, wie Ghenadie Tulbea und Florin Gavrila ihre schweren Verletzungen der Vorwoche weggesteckt haben. Dass beide schon wieder auf der Matte standen, war alles andere als selbstverständlich und Florin Gavrila war ja im Kampf gegen Aalen auch noch geschont worden. Beiden merkte man auch noch eine gewisse Gehemmtheit und Vorsicht an, aber beide holten für den ASV jeweils Vier-Punkte-Siege.

ASV Nendingen - TSV Musberg 21:17

Artikel vom 14.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6304, Kommentare: 0

ASV Nendingen siegt auch gegen den TSV Musberg

Der ASV Nendingen hat am Sonntag mit 21:17 gegen den TSV Musberg auch den zweiten Kampf des Wochenendes gewonnen. Damit gelang dem ASV die Revanche für das Unentschieden im Vorkampf. Der Erfolg war aber bei je fünf Siegen hart erkämpft, denn die Gäste von der Filder leisteten wie erwartet heftigen Widerstand. Trainer Volker Hirt hatte die Mannschaft durch die Hereinnahme von Florin Gavrila, Baris Diksu und Sandor Tözser auf drei Positionen gegenüber dem Vorabend umgebaut.

Trotz des herrlichen Herbstwetters, der zeitgleich stattfindenden TV-Übertragung des Formel 1-Finales und der Fußballspiele in der Region waren über 500 Zuschauer zu diesem zweiten württembergischen Derby in die Mühlauhalle gekommen. Sie erlebten drei überlegene Siege für Nendingen durch Florin Gavrila, Ghenadie Tulbea und Sergios Solontkis. Florian Schwarz kam sogar kampflos zum Sieg. Alle anderen ASV-Ringer trafen aber auf starke Gegner, die nur für Eduard Kratz einen fünften Heimsieg zuließen.

In einem spannenden Kampf unterlag Marc Buschle dem vom KSV Köllerbach gekommenen polnischen Spitzenringer Radoslav Marcinkiewicz ganz knapp nach Punkten. Auch Markus Eichin unterlag gegen Schota Bilanishvili, holte beim 2:3 aber immerhin zwei Runden.

Der Einsatz von Florin Gavrila (55 kg) war ganz und gar nicht selbstverständlich. Doch der Ringer mit dem großen Kämpferherz wollte trotz seiner Rückenprobleme unbedingt ringen und setzte sich dann auch gegen Steffen Armbruster unter anderem mit zwei tollen Aushebern überlegen mit 15:2 Punkten durch. Große Mühe hatte Markus Eichin (120 kg) mit Schota Bilanishvili. Der „Bär“ war zwar der körperlich überlegene und aktivere Ringer. Aber der Georgier punktete doch mit schnellen Beinangriffen und erwies sich in der fünften Runde, als beide schon recht erschöpft waren, als konditionell etwas stärker.

Wenig Mühe hatte hingegen Ghenadie Tulbea (60 kg) mit Andreas Böpple, den er souverän beherrschte und mit 16:0 Punkten zum Überlegenheitssieg kam. Mit dem ungarischen WM-Neunten Robert Papp hatte Andreas Miekeley eine harte Nuss zu knacken. Sein Gegner zeigte nach passivem Standkampf in der Bodenlage mit zwei verkehrten Aushebern und Fünfer-Wertungen sein enormes Potenzial. Auch Baris Diksu, der diesmal eine Klasse höher bis 66 Kilogramm antrat, musste die Klasse des deutschen Vizemeisters Frank Stäbler anerkennen, so dass die Musberger mit einer knappen Führung von 11:10 in die Pause gingen.

Der polnische Weltklassemann Radoslav Marcinkiewicz hatte gegen einen stark ringenden Marc Buschle (84 kg) seine liebe Mühe, um dann doch denkbar knapp zu einem Sieg in drei Runden zu kommen. Dann aber glich Florian Schwarz (66 kg) mit seinem kampflosen Sieg zum 14:14 aus, bevor Sergios Solontkis und Eduard Kratz vorzeitig den Sieg des ASV Nendingen perfekt machten

Sergios Solontkis (84 kg) traf bei Michael Taylor auf wenig Gegenwehr, als er ihn gleich mit vier Aushebern souverän auspunktete. Wesentlich mehr Mühe hatte Eduard Kratz (74 kg) mit dem starken Stefan Stäbler. Mit letztem Krafteinsatz gelang ihm aber doch in jeder der drei Runden der siegentscheidende Durchdreher. Gegen Marcin Marcinkiewicz kam Sandor Tözser (74 kg) überhaupt nicht zurecht und unterlag mit 0:3 Runden.

Mit den beiden Siegen vom Wochenende steht der ASV Nendingen nun mit dem ausgeglichenen Verhältnis von 15:15 Punkten auf Platz sechs der Tabelle der 1. Bundesliga.

ASV Nendingen - KSV Aalen 05 19:16

Artikel vom 14.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 7173, Kommentare: 0

ASV Nendingen besiegt den deutschen Meister KSV Aalen sensationell 19:16

Der ASV Nendingen hat am Samstag in der 1. Bundesliga mit einem Sieg über den KSV Aalen für eine kleine Sensation gesorgt. Der deutsche Meister war allerdings nicht in seiner allerbesten Besetzung erschienen und hatte sich offensichtlich bei seiner Aufstellung etwas verpokert. Andererseits bot auch Nendingen nicht alle Stammringer auf und deswegen war für die „Ostalb-Bären“ die Niederlage sehr bitter.

1 000 Zuschauer erlebten in der Mühlauhalle einen spektakulären Ringsportabend mit begeisternden Kämpfen. Aber das Publikum trug seinerseits auch viel zur tollen Atmosphäre bei, da es - angeführt von den ASV-Supporters - stimmungsvoll die Ringer unterstützte. Und so wurde dieser Kampf nicht nur wegen des überraschenden Ergebnisses zu einem denkwürdigen Ereignis.

Der KSV Aalen hatte auf den teuren Einsatz einiger ihrer vielen ausländischen Spitzenringer verzichtet und präsentierte ein junge Mannschaft, in der neben drei internationalen Stars auch drei deutschen Juniorenmeister vertreten waren. Auch Trainer Volker Hirt hatte seine Mannschaft etwas umgestellt und verhalf mit Steffen Baur und Dominik Hipp zwei Nendinger Eigengewächsen zu ihrem Saisondebüt in der Bundesliga . Man hatte eigentlich den deutschen Meister bei dieser Begegnung nur etwas „ärgern“ wollen, dass es aber dann sogar zum Sieg reichte, war für die Nendinger Ringer und Anhänger umso schöner.

Wenn man aus der insgesamt überzeugenden Nendinger Mannschaft überhaupt einen Ringer hervorheben wollte, so müsste das Andreas Miekeley sein. Sein Gegner Coskun Efe, der Dritte der Junioren-WM, wird als eines der größten deutschen Ringertalente gehandelt. Wie „Weeste“ den sichtlich konsternierten Aalener aber dann in vier Runden niederkämpfte, war schon allein das Eintrittsgeld wert.

Dabei hatte der Kampf erwartungsgemäß gar nicht so positiv angefangen, als der ASV zunächst mit 0:7 zurück lag. Der 17-jährige Steffen Baur (55 kg) machte gegen den erfahrenen Constantin Bulibasa zwar einen guten und mutigen Kampf, musste aber dann doch nach einem Hüftschwung auf die Schultern. Auch Markus Eichin (120 kg) war gegen den georgischen Meister Dato Kerashvili, der immer einen Tick schneller war, bei seiner Punktniederlage ohne Siegchance. Dann aber trumpfte Ghenadie Tulbea trotz seiner schmerzhaften Kopfverletzung gegen den jungen Andreas Herzig wie gewohnt mit einem klaren Überlegenheitssieg auf.

Die Stimmung in der Mühlauhalle stieg dann beim Kampf von Andreas Miekeley (96 kg) gegen Coskun Efe noch weiter an. Der Nendinger gab zwar die 1. Runde ab, punktete dann aber sowohl in der Ober- als auch in der Unterlage seinen favorisierten Gegner unter dem Jubel der Fans aus. Auch Benjamin Raiser (66 kg) bewies einmal mehr, wie wichtig er für den ASV ist. Gegen Christian Fetzer, den deutschen Meister der letzten beiden Jahre, lieferte er einen absolut ebenbürtigen Kampf und verlor erst in Runde fünf denkbar knapp.

Beim Pausenstand von 9:11 witterten die Experten schon eine Sensation. Und als Marc Buschle (84 kg) den deutschen Juniorenmeister Pascal Koch klar mit 10:0 Punkten in die Schranken verwies und dabei in der 3.Runde mit einer Fünfer-Wertung durch Souplesse begeisterte, deutete sich die Wende schon an. Die wurde dann noch konkreter, als Florian Schwarz (66 kg) gegen Julian Meyer einen überlegenen Punktsieg herausrang und den ASV mit 15:11 in Führung und die Halle zum Toben brachte.

Die Vorentscheidung brachte Sergios Solontkis (84 kg) gegen Ramsin Azizsir, den Juniorenweltmeister von 2009. Obwohl er die 1. Runde nach Ausheber mit 0:5 verlor, holte er sich gegen den KSV-Ringer mit Durchdrehern dann doch noch die Punkte zum nicht unbedingt zu erwartenden Sieg. Bei einer Führung von 18:12 wurde im vorletzten Kampf Eduard Kratz (74 kg) zum Matchwinner. Als der aktivere Ringer ließ er gegen den ungarischen Meister Balint Korpasi in der Bodenlage keine Wertung zu und baute damit die Nendinger Führung uneinholbar auf 19:12 aus. Da spielte es dann auch keine Rolle mehr, dass Dominik Hipp (74 kg) gegen Benjamin Sezgin im Schlusskampf auf die Schultern musste.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55kg G: Steffen Baur – Constantin Bulibasa 0:4 (SS bei 0:4). – 120 kg F: Markus Eichin – Dato Kerashvili 0:3 (PS 0:4/0:3/0:1). – 60 kg F: Gheandie Tulbea – Andreas Herzig 4:0 (TÜ 6:0/6:0/6:0). – 96 kg G: Andreas Miekely – Coskun Efe 3:1 (PS 0:2/3:0/2:0/3:0). – 66 kg G: Benjamin Raiser – Christian Fetzer 2:3 (PS 0:3/1:0/0:3/1:0/0:1). – 84 kg F: Marc Buschle – Pascal Koch 3:0 (PS 4:0/1:0/5:0). – 66 kg F: Florian Schwarz – Julian Meyer 3:0 (PS1:0/1:0/6:0). – 84 kg G: Sergios Solontkis - Ramsin Azizsir 3:1 (PS 0:5/2:0/2:0/1:0). – 74 kg G: Eduard Kratz – Balint Korpasi 1:0 (PS 1:0/0:1/1:0/1:0). -74 kg F: Dominik Hipp – Benjamin Sezgin 0:4 (SS bei 0:3/0:3). Endstand 19:16

Marc Buschle bei Reservisten in Immendingen

Artikel vom 12.11.2010, Autor: Steffen Zander, Views: 6611, Kommentare: 0

In der vergangenen Woche fand in der Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne in Immendingen eine Schießausbildung für die Reservisten der Kreisgruppe Schwarzwald-Baar-Heuberg statt.
In der von Oberfeldwebel der Reserve Michael Schrader von der Reservistenkameradschaft Singen geleiteten Veranstaltung ging es jedoch nicht ausschließlich um das Üben der Schießfertigkeiten und die Handhabung der Waffen.
Üblicherweise findet auch eine Parallelveranstaltung zu aktuellen sicherheitspolitischen Themen.
Auf Vermittlung von Hauptfeldwebel der Reserve Steffen Zander von der Reservistenkameradschaft Immendingen 1963 e.V. konnte mit dem aktiven Ringer des ASV Nendingen Marc Buschle ein prominenter Reservist für einen Vortrag gewonnen. Buschle, ebenfalls Hauptfeldwebel und seit September diesen Jahres auch Reservist berichtete über seinen sportlichen Werdegang, auch innerhalb der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Bruchsal in der er 12 Jahre gedient hat. Mit seiner frischen und unbescheidenen Art bot er den anwesenden Reservisten einen lebendigen Vortrag und einen Einblick in die Welt eines Spitzensportlers in Uniform. Buschle betonte immer wieder dass eine solche Karriere im Ringsport ohne die Unterstützung der Bundeswehr gar nicht möglich gewesen wäre.
Er ging auch auf sein gesellschaftliches Engagement als Botschafter von Mutpol in Tuttlingen ein und gewann an diesem Abend die Herzen der Teilnehmer mit seiner sympathischen Art.

ASV Nendingen plant bereits für 2011

Artikel vom 12.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6139, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen plant bereits für die nächste Bundesligasaison

Noch steht der ASV Nendingen in der Bundesliga vor dem Endspurt, in dem nach dem Spitzenkampf gegen den deutschen Meister KSV Aalen in den letzten vier Kämpfen noch möglichst viele Siege eingefahren werden sollen. Und doch ist vom Verein in dieser Woche schon die wichtige Weichenstellung für die nächste Saison in der 1. Bundesliga gestellt worden.

Nachdem in einer Mannschaftssitzung am letzten Montag von Seiten der Ringer schon der Wille zur Fortsetzung der Bundesligaambitionen signalisiert worden war, fand am Donnerstag in einer erweiterten Ausschusssitzung eine umfassende Analyse des bisherigen Saisonverlaufs statt. Als Ergebnis eingehender Diskussionen wurden in großer Einmütigkeit die Sportvorstände beauftragt, jetzt schon die Kaderplanung für die nächste Bundesligasaison in Angriff zu nehmen.

In dieser Aussprache wurde einerseits der Stolz über die Erfolge der drei Mannschaften in der Aktivenklasse ausgedrückt. „Obwohl wir nicht alle Ziele erreicht haben, so haben wir uns in der Bundesliga doch große Zuschauerzahlen und den Respekt der Spitzenmannschaften erarbeitet. Mit der 2. Mannschaft kämpfen wir um die Meisterschaft in der Oberliga. Und die 3. Mannschaft hat den Aufstieg in die Bezirksklasse so gut wie sicher“, zog beispielsweise Trainer Volker Hirt seine vorläufige positive Saisonbilanz.

Andererseits gab es natürlich auch Diskussionsbedarf über Probleme der Zusammensetzung der Mannschaft, über die Hallenfrage und den aufwändigen Bedarf an aktiven Helfern. Mit großer Freude wurde in der Personalfrage registriert, dass Marc Buschle und Florian Schwarz weiterhin den heimischen Kern der 1. Mannschaft bilden wollen. Und um die beiden Sympathieträger herum soll mit Augenmaß ein homogenes Team gebaut werden, in der natürlich Leistungsträger wie Ghenadie Tulbea oder Eduard Kratz  weiterhin eine wichtige Rolle spielen sollen.

In der Hallenfrage wurde bei aller Sympathie für eine Verlegung der Bundesliga in die Nendinger Sporthalle festgestellt, dass aus Gründen der Raumkapazität zum Beispiel im Sitzplatzangebot und im finanziell lukrativen VIP-Bereich die Mühlauhalle offensichtliche Vorteile bietet. Hier sind die veranstaltungstechnischen Auflagen in der Nendinger Halle einfach zu restriktiv. Auch könnten dort die große Anzahl an Werbereitern und Wandbannern der Sponsoren, die für einen Bundesligabetrieb unverzichtbar sind, nur begrenzt angebracht werden.

Ein weiterer Problembereich ist der große Bedarf an Helfern, beispielsweise beim Hallenaufbau oder im Wirtschaftsbereich. Hier sollen durch gezielte Verbesserungen oder Auslagerungen Hilfen geboten werden, um die vielen freiwilligen Mitarbeiter im Verein nicht über Gebühr zu belasten. Denn sie bilden auch in Zukunft die unverzichtbare Basis für die angemessene Präsentation der sportlichen Wettkämpfe.

Vorbericht: ASV - Aalen, Musberg

Artikel vom 10.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6046, Kommentare: 0

Zwei Heimkämpfe des ASV Nendingen an diesem Wochenende

Auch an diesem Wochenende wird beim ASV Nendingen wieder Ringsport vom Feinsten geboten. Die Bundesligamannschaft hat am Samstag und Sonntag gleich zwei Heimkämpfe in der Mühlauhalle. Und am Samstag werden auch die Jugendmannschaft und die Oberligamannschaft des ASV Nendingen II daheim antreten.

Mit dem deutschen Meister KSV Aalen ist am Samstag um 19.30 Uhr die letzte, - und allerdings auch beste-, der sogenannten „großen“ Mannschaften zu Gast. Auch hier wird der ASV wohl nicht um eine Niederlage herum kommen. Denn die Aalener als Titelverteidiger haben im Verlauf dieser Saison schon klar gemacht, dass die Meisterschaft wohl nur über sie gehen wird. Der Kader der Ostälbler ist so stark und ausgeglichen besetzt, dass sie eine große Auswahl an Aufstellungsvarianten haben und dennoch kaum zu besiegen sind. Es sein denn, sie schlagen sich schon auf der Waage selber, wie in Bonn-Duisdorf geschehen. Aber ein solches Missgeschick passiert wohl nur einmal.

Man kann sich also am Samstag in diesem württembergischen Derby auf ein Klasseteam der Gäste freuen, dem sich die Nendinger aber doch nicht so ohne weiteres ergeben werden. Beispielsweise mit Ghenadie Tulbea, Eduard Kratz und Sergios Solontkis stellt der ASV durchaus Ringer mit guten Siegchancen. Alle Nendinger werden aber auf Spitzenringer treffen und so kann man einige herausragende Paarungen erwarten.

Ghenadie Tulbea, falls sich seine Verletzung nicht verschlimmern sollte, wird auf den für Griechenland startenden Amiran Kartanov treffen, der bisher nur eine Niederlage hinzunehmen hatte. Benjamin Raiser hat es voraussichtlich mit dem deutschen Meister Christian Fetzer zu tun, dem er einen ebenbürtigen Kampf liefern will. Falls nicht der unschlagbare Vizeweltmeister Arsen Julfalakyan auflaufen sollte, wird Eduard Kratz auf den ungarischen Meister Balint Korpasi treffen, den er in Aalen knapp besiegen konnte. In der Klasse bis 84 Kilogramm bekommt Marc Buschle entweder seinen alten Rivalen Davyd Bichinashvili oder den früheren Europameister Emzarios Bentinidis oder den deutschen Juniorenmeister Pascal Koch vorgesetzt. Allein an diesem Beispiel sieht man die Auswahlmöglichkeiten der Gäste. Auch der Kampf zwischen Andreas Miekeley und Coskun Efe, dem Dritten der Junioren-WM, verspricht einiges an Spannung.

Am Sonntag um 15.00 Uhr kommt mit dem TSV Musberg ein Gegner, mit dem man noch eine Rechnung offen hat. Im der Vorrunde kam der ASV über ein überraschendes Unentschieden nicht hinaus. Nun wollen die Nendinger im zweiten Schwabenderby des Wochenendes aufzeigen, wer die Nummer 2 in Württemberg ist. Aber auch hier darf man die Rechnung nicht ohne den Wirt machen. Die Gäste von der Filder werden die Nendinger auch diesmal ärgern wollen und dürfen auf keinen Fall unterschätzt werden.

Aber natürlich will der ASV in diesem Kampf und dann in den drei letzten Begegnungen der Saison in Freiburg, gegen den KSK Neuss und beim TKSV Bonn-Duisdorf mit Siegen einen versöhnlichen Saisonabschluss gestalten und hoffen wieder auf die Unterstützung der heimischen Fans.

Im Vorkampf trifft ASV Nendingen II in der Oberliga ab 17.30 Uhr auf die Mannschaft des VFL Neckargartach. Die bisher so überraschend erfolgreiche Nendinger Zweite gilt hier als Favorit und will mit einem Sieg den 2. Tabellenplatz festigen.

Schon ab 14.30 Uhr stehen sich in einem Dreierkampftag die Jugendmannschaften des ASV Nendingen, der KG Baienfurt und des AV Sulgen gegenüber.

Mattensplitter 2010/12

Artikel vom 08.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6663, Kommentare: 0

Andreas Miekeley hatte am Samstag nicht unrecht: „Es gibt Tage, da läuft halt alles schief.“ In der Tat war der ASV Nendingen beim SVG Weingarten ganz und gar nicht vom Glück verwöhnt. Und das begann schon vor dem ersten Kampf. Florin Gavrila klagte schon beim Aufwärmen über Rückenprobleme. Seinen Kampf über 5 Runden stand er dann nur unter großen Schmerzen durch. Wobei sich da natürlich die Frage stellt, ob man seinen Einsatz für die Mannschaft bewundern soll oder ob es nicht besser gewesen wäre, vorzeitig aufzugeben. Aber für Florin Gavrila, dessen großes Kämpferherz schon bei seinem Abschied aus Weingarten im letzten Jahr gerühmt wurde, kam eine Aufgabe nie in Frage. Auch nach seiner Behandlung in einer Klinik in Karlsruhe wegen Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall dachte er schon wieder an die nächsten Kämpfe. Ob er die aber tatsächlich bestreiten kann, scheint wohl mehr als fraglich.

Der zweite Schock für den ASV kam dann schon im dritten Kampf. Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit seinem Gegner lag Ghenadie Tulbea plötzlich in einer großen Blutlache. Aus einer geplatzten Arterie an der Stirn rann das Blut. Das Nendinger Ringer-Ass wurde jedoch sofort von zwei Ärzten hervorragend betreut. Während der Schock im Publikum in Weingarten, wo ja auch Ghenadie Tulbea jahrelang ein beliebter Ringer gewesen war, noch wirkte, wurde er in der Kabine ärztlich bestens versorgt und genäht. Und als er kurz darauf wieder in der Halle erschien, wurde er vom erleichterten Publikum mit großem Beifall begrüßt. Wie überhaupt die Weingartener Zuschauer sich von ihrer besten Seite präsentierten und in sportlich fairer Weise ihre Ringer unterstützten. Diese Haltung zeigte sich dann auch auf der Homepage der SVG, wo sowohl im Kampfbericht als auch durch Beiträge im Gästebuch die besten Genesungswünsche für die beiden ASV-Ringer ausgesprochen wurden.

Ghenadie Tulbea will übrigens schon am nächsten Samstag im Kampf gegen den KSV Aalen wieder auf der Matte stehen. Und dann wird vielleicht auch wieder Matthias Kelch, einer der drei Sportvorstände des ASV, in Ruhe die Kämpfe seiner Mannschaft verfolgen können. In Weingarten nämlich sah er zwar den Kampf von Florin Gavrila, dann allerdings begleitete er seinen Ringer auf dem Weg in die Karlsruher Klinik und kam erst lange nach Kampfende wieder nach Weingarten zurück. Dass einige der ASV-Ringer, wohl auch etwas geschockt durch die Ereignisse, an diesem Tag so manch eine Runde „verpennten“, wie es Andreas Miekeley einräumte, bekam Matthias Kelch erst auf der Rückfahrt mit.

Für die Nendinger Bundesligaringer steht nun am Samstag der letzte der ganz schweren Kämpfe mit der Begegnung gegen den deutschen Meister KSV Aalen an. Dann aber kommen die vier letzten Kämpfe der Saison, in denen man gegen vermeintlich leichtere Gegner auch vier Siege einfahren will. Der Auftakt zu diesem „guten Schluss“ könnte schon am Sonntagnachmittag gesetzt werden, wenn in der Mühlauhalle der zweite Heimkampf des Wochenendes gegen den TSV Musberg angepfiffen wird. Und gegen die Gäste von den Fildern hat der ASV nach dem überraschenden Unentschieden im Vorkampf ja noch eine Rechnung offen.

SVG Weingarten - ASV Nendingen 29:8

Artikel vom 07.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6645, Kommentare: 0

ASV Nendingen im Pech: klare Niederlage und zwei Verletzte

An einem höchst unglücklichen Kampfabend hat der ASV Nendingen am Samstag beim SVG Weingarten mit 8:29 klar verloren. Die Niederlage kam nicht unerwartet. Was aber schwerer wiegt, waren die Verletzungen, die Ghenadie Tulbea und Florin Gavrila an diesem Abend erlitten.

Wie angekündigt war der deutsche Vizemeister SVG mit einer ganz starken Aufstellung angetreten. Die Nendinger hielten dennoch wieder weit besser dagegen, als das klare Ergebnis besagt. Doch die Begegnung stand von Anfang an für sie unter einem unglücklichen Stern. Schon nach dem ersten Kampf musste Florin Gavrila wegen einer schmerzhaften Rückenverletzung von der Matte weg ins Krankenhaus gebracht werden. Und im dritten Kampf erlitt Ghenadie Tulbea nach gewonnener erster Runde durch eine unbeabsichtigte Aktion seines Gegners eine klaffende Platzwunde am Kopf, die ihn zur Aufgabe zwang.

Vielleicht war es auch der dadurch verursachte Schock, der manch engen Kampf dann doch zu Gunsten des ohnehin überlegenen SVG drehte. Wie knapp viele der Begegnungen waren, zeigt die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Runden mit 1:0 endeten. Doch am Ende blieb für den ASV nur ein Sieg durch Eduard Kratz. „Ede“ feierte damit schon seinen achten Sieg dieser Saison.

Nur ganz knapp mit 2:3 unterlagen Sergios Solontkis und auch Florin Gavrila, der ohne seine Probleme wohl gute Siegchancen gehabt hätte. Kurios war der Verlauf des Kampfes zwischen Benjamin Raiser und Ionut Panait. „Benji“ gewann sensationell die 1. Runde gegen den Vize-Europameister dieses Jahres. Dann aber zeigte der SVG-Ringer, warum er „Maschine“ genannt wird, und holte sich doch noch die Punkte zum Überlegenheitssieg.

Florin Gavrila (55 kg) hatte zum Auftakt zwei Runden zum Gleichstand aufgeholt, musste sich dann aber doch in der 5. Runde knapp geschlagen geben. Auch Markus Eichin (120 kg) hielt sich gegen den WM-Teilnehmer Johannes Kessel sehr gut und unterlag relativ knapp nach Punkten. Leider konnte dann der mit Spannung erwartete Kampf zwischen Ghenadie Tulbea und Marcel Ewald, der ebenfalls für Deutschland bei der WM gestartet war, die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Das Nendinger Ass gewann zwar die erste Runde bei Gleichstand durch die letzte Wertung, dann aber kam zu Beginn der 2. Runde leider das jähe Ende dieses Kampfes.

Andreas Miekeley (96 kg) war danach in der 1. Runde beim 0:6 wohl noch etwas konsterniert, hielt dann aber gegen Oliver Hassler gut mit und gab nur 3 Mannschaftspunkte ab. Mit dem 4:1 Sieg von Ionut Panait gegen Benjamin Raiser (66 kg) war dann der Pausenstand von 17:3 schon recht deutlich. Auch Marc Buschle und Florian Schwarz vermochten in der 2. Hälfte gegen übermächtige Gegner den Kampfverlauf nicht zu wenden. Marc Buschle (84 kg) lieferte dem starken Russen Berkhan Kurkiev wieder einen fast ausgeglichenen Kampf, musste sich aber ebenso mit 0:3 geschlagen geben wie anschließend Florian Schwarz (66 kg). „Lotte“ verlor die ersten beiden Runden gegen Sahit Prizreni nur ganz knapp, wurde aber dann in Runde 3 vom albanischen WM-Dritten von 2007 mit 6:0 überrollt.

In einem völlig ausgeglichenen Kampf war dann Rene Zimmermann für den SVG gegen Sergios Solontkis (84 kg) in der 5. Runde mit 1:0 der Glücklichere. Im vorletzten Kampf aber war es wieder einmal Eduard Kratz (74 kg), der gegen den rumänischen Meister Ionel Puscasu den einzigen ASV-Sieg landete. Imponierend, wie „Ede“ in Runde drei sogar mit 6:0 punktete. Auch der letzte Kampf zwischen den beiden Ungarn Sandor Tözser (74 kg) und Gergö Wöller war äußerst eng, aber der Sieg ging mit 1:0 in jeder Runde dann doch an Weingarten.

Der Kampfverlauf (Weingarten zuerst genannt):
55 kg G: Lukas Höglmeier – Florin Gavrila 3:2 (PS 3:0/2:0/0:2/0:1/1:0). -120 kg F: Johannes Kessel – Markus Eichin 3:0 (PS 2:0/1:0/3:2). – 60 kg F: Marcel Ewald – Ghenadie Tulbea 4:0 (Aufgabesieg bei 1:1/0:0). – 96 kg G: Oliver Hassler – Andreas Miekeley 3:0 (PS 6:0/1:0/2:0). – 66 kg G: Ionut Panait – Benjamin Raiser 4:1 (TÜ 2:4/3:0/8:0/6:0). – 84 kg F: Bekhan Kurkiev – Marc Buschle 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 66 kg F: Sahit Prizreni – Florian Schwarz 3:0 (PS 1:0/3:2/6:0). – 84 kg G: Rene Zimmermann – Sergios Solontkis 3:2 (PS 1:0/0:1/0:1/1:0/1:0). – 74 kg G: Ionel Puscasu - Eduard Kratz 0:3 (PS 0:1/0:1/0:6). – 74 kg F: Gergö Wöller – Sandor Tözser 3:0 (PS 1:0/1:0/1:0). Endstand 29:8.

Mattensplitter 2010/11

Artikel vom 02.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6421, Kommentare: 0

Träume gehen bekanntlich nur selten in Erfüllung. Dennoch sind sich Psychologen einig, dass es wichtig ist, Träume zu haben und sich Ziele zu setzen. Der ASV Nendingen kann in dieser Saison sein erklärtes Traumziel eines Endrundenplatzes offenkundig nicht mehr erreichen. Der Verein, die Ringer und ihr Trainer Volker Hirt können dennoch hoch erhobenen Hauptes in die nächsten Kämpfe gehen. Sie haben in den bisherigen 12 Kämpfen großen Sport geboten. Sie haben für manche positive Überraschung gesorgt. Und sie haben sich in dieser Saison den großen Respekt aller Spitzenmannschaften errungen. Das war allein schon an der Qualität der Aufstellung auch der großen Mannschaften deutlich, die gegen den ASV Nendingen jeweils eine starke Formation aufboten, um kein zu großes Risiko einzugehen. Und so kam die Region in den Genuss großen Ringkampfsportes, auch wenn manche Niederlage natürlich nicht so leicht zu verkraften war.

Ein kleiner Trost für den ASV ist es sicher, dass in diesem Jahr der Kampf um die Endrundenplätze in der 1. Bundesliga West härter war als je zuvor. Und auch, dass die Qualität der Mannschaften hier enorm hoch ist. Experten sind sich einig, dass Nendingen zum Beispiel in der 1. Bundesliga Ost wohl ohne große Probleme zumindest Platz vier hätte erreichen können, der im Augenblick vom SV Johannes Nürnberg gehalten wird. Das Beispiel von Sandor Tözser verdeutlicht den Klasseunterschied zwischen West und Ost. Sandor Tözser war im letzten Jahr für den ASV Hof in der 1. Bundesliga Ost mit 12:0 Siegen ungeschlagen. In der Westgruppe hat er bisher für den ASV Nendingen trotz seines guten Könnens und trotz großen Einsatzes gegen sehr viel stärkere Konkurrenz eine Bilanz von 3:8 aufzuweisen.

Wie hoch das Niveau der Kämpfe schon jetzt in der Gruppenphase ist, zeigt auch das Beispiel des KSV Aalen. Anders als im Vorjahr, als ihre großen ausländischen Stars erst in der Endrunde eingeflogen wurden, mussten sie nach ihrem Aufstellungsfehler bei Bonn-Duisdorf schon jetzt Asse wie den Vizeweltmeister Arsen Julfalakyan oder am letzten Wochenende auch noch die Ringerlegende David Musulbes einsetzen. Der Slowake genießt als Olympiasieger und achtfacher Welt- und Europameister geradezu Kult-Status und wird vielleicht auch am 13. November in der Mühlauhalle zu sehen sein, wenn der KSV Aalen zu Gast sein wird.

Eine wohl sehr seltene Aktion erlebten die staunenden Zuschauer am Samstag beim Kampf der Nendinger bei der RWG Mömbris-Königshofen. Der deutsche Meister Peter Weisenberger erhielt durch Kampfrichterentscheidung nach wertungsloser erster Runde im Zwiegriff die große Chance des Beinfassens gegen Marc Buschle. Dieser normalerweise ausschlaggebende Vorteil verpuffte, als Marc Buschle sich nicht nur lösen konnte, sondern seinerseits mit seinem Spezialgriff der Kopfzange seinen Gegner sogar schulterte. Der Kampfrichter Georg Goczol erkannte spontan auf Schultersieg, musste sich dann aber selbst korrigieren, da im Zwiegriff nur mit einer Punktwertung die betreffende Runde entschieden werden kann, nicht aber der ganze Kampf.

Der ASV Nendingen kann in dieser Saison nicht nur auf seine Bundesligamannschaft stolz sein. Die zweite Mannschaft steht als Aufsteiger in die Oberliga hier im Augenblick nur einen Punkt hinter dem TSV Ehningen und punktgleich mit zwei weiteren Mannschaften überraschend sogar auf Platz zwei und hat am nächsten Samstag die punktgleiche Mannschaft der KG Dewangen/Fachsenfeld in der Nendinger Sporthalle zum Spitzenkampf zu Gast. Und die dritte Mannschaft des ASV führt mit 20:0 Punkten die Tabelle der A-Klasse an und steht vor dem Aufstieg in die Bezirksklasse. Insgesamt 40 eingesetzte Ringer haben für den ASV zu diesen Erfolgen beigetragen.

ASV Nendingen - ASV Mainz 15:22

Artikel vom 01.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5437, Kommentare: 0

ASV Nendingen unterliegt auch gegen den ASV Mainz mit 15:22

Es hat nicht sollen sein. Mit der zweiten Niederlage des Wochenendes gegen den ASV Mainz muss der ASV Nendingen nun seine Finalträume wohl endgültig begraben. Auch diesmal wieder hielten die ASV-Ringer lange gut mit, am Ende mussten sie den Gästen doch mit 15:22 den Vortritt lassen.

800 Zuschauer sahen am Sonntag in der Mühlauhalle durchwegs ausgeglichene und verbissene Kämpfe. Beide Mannschaften konnten je fünf Siege für sich verbuchen. Die klareren Erfolge der Rheinländer gaben aber letztlich den Ausschlag für ihren Sieg. Für die Kondition und den Kampfgeist der Nendinger spricht, dass vier ihrer Siege in der 5. Runde erzielt wurden. Das jedoch brachte in der Mannschaftswertung dann nur je einen Punkt Vorsprung, während die Mainzer aus ihren Niederlagen doch noch 6 Punkte für sich verbuchen konnten.

Während der Sieg von Ghenadie Tulbea fest eingeplant war, konnte man nicht unbedingt damit rechnen, dass auch Florin Gavrila, Andreas Miekeley. Benjamin Raiser und Eduard Kratz gegen starke Gegner gewinnen würden. Insofern brauchte Trainer Volker Hirt und das gut aufgelegte Publikum trotz der Niederlage nicht Trübsal zu blasen, sondern konnte nach einem großen Kampf auf viele positive Aspekte stolz sein.

Einen spektakulären Kampf lieferte Florin Gavrila (55 Kilogramm) gegen den Georgier Giorgi Gvenetadze. Die ersten beiden Runden gewann er und schien auch im 3. Durchgang vor dem 3:0 Sieg zu stehen. Zwei Sekunden vor Schluss ließ er sich dann aber doch noch überraschen und musste dann gar in die 5. Runde. Hier trumpfte er nochmals auf, als er seinen geschockten Gegner zum Schluss fast noch entscheidend besiegt hätte. Wie am Tag zuvor hatte Georgi Sredkov mit dem deutschen Meister Stefan Kehrer wieder einen Gegner, der über 16 Kilogramm mehr auf die Waage brachte. Doch er hielt sich hervorragend, bewegte den Gast recht geschickt und brachte ihn beim beachtlichen 1:3 doch schon in arge konditionelle Probleme. Timur Seidel war für Ghenadie Tulbea ein sehr unbequemer Gegner, der ihn nicht recht zur Entfaltung kommen ließ. Da beschränkte sich der ASV-Star klugerweise darauf, ohne großes Risiko einen sicheren Punktsieg einzufahren.

Mit größtem Einsatz gelang danach Andreas Miekeley (96 Kilogramm) sein erster Saisonsieg. Gegen den deutschen Altmeister Kai Dittrich drehte er nach zwei verlorenen Runden den Kampf noch zu seinen Gunsten, als er in der Unterlage keine Wertung zuließ und so mit 1:0 Punkten gewann. Den vierten Nendinger Sieg und damit die Pausenführung von 11:7 schaffte dann überraschend Benjamin Raiser. In der Vorrunde hatte er gegen Wladimir Berenhardt noch glatt verloren. Diesmal aber ließ er keine technische Wertung zu und sorgte dann sogar in der 5. Runde mit einer spektakulären Dreierwertung für Hochstimmung in der Halle und seinen unerwarteten Sieg.

Stefan Gheorghita, mehrfacher rumänischer Meister und Olympiateilnehmer, war für Marc Buschle (84 Kilogramm) einen Tick zu stark. Wie sehr sich das Nendinger Ass auch bemühte, sein Gegner beeindruckte mit blitzschnellen Beinangriffen und war in jeder Runde um ein Quäntchen besser. Auch Yan Ceaban (66 Kilogramm) überzeugte diesmal mit einem Rundengewinn gegen George Bucur, zu mehr allerdings reichte es noch nicht.

Eiskalt erwischt wurde Sergios Solontkis im Kampf gegen Lennie Persson. Einen Augenblick riskierte er im Standkampf etwas zuviel und wurde vom bärenstarken Schweden gekontert und geschultert. Einen ganz unbequemen Gegner hatte anschließend Eduard Kratz im Bulgaren Ilian Georgiev. Der missfiel dem Publikum mit seinem unschönen und destruktiven Ringstil. Umso lauter war dann der Jubel, als „Ede“ in der 5. Runde dann doch den knappen Sieg schaffte. Sandor Tözser hingegen hatte trotz guter Ansätze gegen den Olympiadritten Kiril Terziev keine wirkliche Siegchance und unterlag mit 0:3 Punkten.  

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55 kg G: Florin Gavrila – Giorgi Gvenetadze 3:2 (PS 2:2/1:0/0:3/0:2/4:0). – 120 kg F: Georgi Sredkov – Stefan Kehrer 1:3 (PS 0:1/0:5/1:1/0:2). – 60 kg F: Ghenadie Tulbea - Timur Seidel 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 96 kg G: Andreas Miekeley – Kai Dittrich 1:0 (PS 0:1/0:2/1:0/1:0/1:0). – 66 kg G: Benjamin Raiser – Wladimir Berenhardt 3:2 (PS 1:0/0:1/1:0/0:1/3:0). – 84 kg F: Marc Buschle – Stefan Gheorghita 0:3 (PS 0:2/0:2/0:1). – 66 kg F: Yan Ceaban – George Bucur 1:3 (PS 3:0/0:1/0:3/0:1). – 84 kg G: Sergios Solontkis – Lennie Persson 0:4 (SS bei 0:4). – 74 kg G: Eduard Kratz – Ilian Georgiev 3:2 (PS 0:1/1:0/1:0/0:1/1:0). – 74 kg F: Sandor Tözser – Kiril Terziev 0:3 (PS 0:1/1:5/0:2). Endstand 15:22.

RWG Mömbris-Königshofen - ASV Nendingen 23:13

Artikel vom 01.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6726, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen verliert den Schlüsselkampf bei der RWG Mömbris-Königshofen

Trotz bravourösen Kampfes hat der ASV Nendingen am Samstag bei der RWG Mömbris-Königshofen mit 13:23 klar verloren. Damit haben die Nendinger Ringer eine vielleicht vorentscheidende Niederlage im Kampf um das Traumziel eines Endrundenplatzes hinnehmen müssen.

Drei Siege waren in dieser Begegnung zwischen zwei direkten Konkurrenten um Platz vier zu wenig. Da war es für den ASV-Trainer Volker Hirt natürlich auch nur ein schwacher Trost, dass fast alle Kämpfe ganz eng umstritten waren und durchaus so manch eine Paarung nur unglücklich verloren wurde.

Die beiden Siege von Ghenadie Tulbea und Eduard Kratz waren auf Nendinger Seite im Vorfeld erhofft worden. Aber auch sie mussten recht hart erkämpft werden. Für eine kleine Sensation aber sorgte der überraschende Sieg von Marc Buschle. Er hatte ja schon in den letzten Kämpfen seine gute Form angedeutet. Dass er aber nun mit Peter Weisenberger den deutschen Meister dieses Jahres auf dessen Matte in drei Runden besiegen würde, das übertraf sicherlich alle Erwartungen.

Für eine weitere positive Überraschung sorgte Georgi Sredkov, der eine Klasse aufgerückt war und gegen den favorisierten Krassimir Kotchev zwei Runden gewinnen konnte. In fünf weiteren Kämpfen aber, die als Schlüsselkämpfe galten, konnten die Nendinger trotz allen Einsatzes nicht für weitere Überraschungen sorgen.

Florin Gavrila (55 Kilogramm) ließ sich von Ceyhun Zaidov in der ersten Runde komplett überraschen. Dann gestaltete er den Kampf ganz ausgeglichen, konnte aber die Niederlage mit 1:3 nicht vermeiden. Georgi Sredkov war im Schwergewicht gegen Krassimir Kotchev zwar körperlich klar unterlegen. Er machte dies aber mit großem Kampfgeist wieder wett und unterlag nur mit 2:3 Runden. Ghenadie Tulbea zeigte dann in der Klasse bis 60 Kilogramm wieder seine große Klasse gegen den international renommierten Krassimir Krastanov. Er verlor zwar eine Runde bei Gleichstand von 2:2, beherrschte jedoch in den anderen drei Runden seinen Gegner deutlich.

Auch Andreas Miekeley (96 Kilogramm) kämpfte gegen den Schweden Jakob Cedergren mit gewohnter Energieleistung, verlor aber alle drei Runden denkbar knapp jeweils mit 0.1. Wie schon im Vorkampf lieferte Benjamin Raiser (66 Kilogramm) gegen Bengt Trageser einen verbissenen Kampf. Nach seinem tollen Erfolg am vorigen Samstag konnte er aber diesmal nicht für eine weitere Überraschung sorgen und musste sich auch auswärts wieder mit 1:3 geschlagen geben.

Nach der Pause sorgte Marc Buschle mit seinem Paukenschlag gegen Peter Weisenberger für ein Aufflackern der Nendinger Hoffnungen. Mit seinem 3:0 Sieg gegen den vielfachen deutschen Meister verkürzte er für seine Mannschaft auf 10:13. Und es bestand durchaus die reelle Chance, 3 der letzten 4 Kämpfe zu gewinnen. Das aber gelang dann nur Eduard Kratz, der gewohnt zuverlässig gegen Benjamin Stange den erhofften Punktsieg einfuhr. Yan Ceaban (66 Kilogramm) gelang aber gegen den deutschen Vizemeister Saba Bolaghi kein Rundengewinn.

Die Hoffnungen ruhten nun noch auf Sergios Solontkis und Sandor Tözser. Doch beide mussten sich mit je 0:3 Runden geschlagen geben, wobei 5 der 6 Runden mit 0:1 oder 1:1 endeten. Und der Schwede Jim Petterson gegen Sergios Solontkis und der Georgier Paata Nozadze gegen Sandor Tözser holten damit für die RWG die Punkte für den in dieser Höhe sicher zu klar ausgefallenen Mannschaftssieg der Heimmannschaft.

Der Kampfverlauf (Mömbris-Königshofen zuerst genannt):
55 kg G: Ceyhun Zaidov – Florin Gavrila 3:1 (PS 8:0/0:2/1:0/1:0). – 120 kg F: Krassimir Kotchev – Georgi Sredkov 3:2 (PS 2:0/1:1/1:0/0:3/4:0). – 60 kg F: Krassimir Krastanov – Ghenadie Tulbea 1:3 (PS 0:3/0:2/2:2/1:4). – 96 kg G: Jakob Cedergren – Andreas Miekeley 3:0 (PS 1:0/1:0/1:0). – 66 kg G: Bengt Trageser – Benjamin Raiser 3:1 (PS 4:0/3:0/0:1/1:0). – 84 kg F: Peter Weisenberger – Marc Buschle 0:3 (PS 0:3/0:2/0:1). – 66 kg F: Saba Bolaghi – Yan Ceaban 3:0 (PS 3:0/2:0/4:0). – 84 kg G: Jim Petterson – Sergios Solontkis 3:0 (PS 3:0/1:0/1:0). – 74 kg G: Benjamin Stange – Eduard Kratz 1:3 (PS (0:1/1:0/0:1/0:2). – 74 kg F: Paata Nozadze – Sandor Tözser 3:0 (PS 1:0/1:0/1:1). Endstand: 23:13.

Mattensplitter 2010/10

Artikel vom 25.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6323, Kommentare: 0

Für den ASV Nendingen geht es am Wochenende um die Wurst

Am letzten Wochenende gab es in der Bundesliga die interessante Konstellation, dass sich die drei „Großen“ mit den drei „Verfolgern“ auseinander zu setzen hatten. Und dabei behielten dann auch wieder Aalen, Köllerbach und Weingarten jeweils gegen die Herausforderer die Oberhand. Das heißt also wohl, dass wie erwartet die RWG Mömbris-Königshofen, der ASV Mainz und der ASV Nendingen sich um den verbleibenden 4. Platz für die Play-Offs streiten müssen. Und das heißt also auch, dass sich für den ASV Nendingen nach der Niederlage gegen Köllerbach die Lage zwar nicht verbessert hat, aber auch noch nichts verloren ist. Allerdings schlägt am kommenden Wochenende mit dem nächsten Doppelkampftag für den ASV die Stunde der Wahrheit. Bei der RWG Mömbris-Königshofen am Samstag und dann am Sonntag daheim gegen den ASV Mainz muss unbedingt gewonnen werden, soll ein Endrundenplatz erreicht werden. Und das wird alles andere als leicht.

Trainer Volker Hirt war nach der klaren Niederlage nicht enttäuscht. „Die Niederlage kam nicht überraschend. Aber wir haben enge Kämpfe gezeigt und keine Verletzungen erlitten. Also können wir am kommenden Wochenende gegen unsere direkten Konkurrenten voll angreifen, um unsere kleine Chance zu wahren.“ Und dann war ja auch bemerkenswert zu sehen, wie sich der Stellenwert des ASV Nendingen in der Wahrnehmung der „Großen“ geändert hat. Der ASV kann es durchaus als ein Kompliment werten, dass der deutsche Meister von 2009 mit seiner stärksten Formation antreten musste, um jedes Risiko gegen den ASV Nendingen auszuschalten.

Als ein Gewinner des Tages durfte sich Benjamin Raiser fühlen. Sein Gegner Emil Milev hatte am Samstag zuvor in Aalen gegen den deutschen Meister Christian Fetzer mit 3:1 gesiegt. Und nun setzte sich Benjamin Raiser gegen den international erfolgreichen Bulgaren seinerseits mit 3:0 durch. Dieser Triumph war nach einigen leichten Enttäuschungen in dieser Saison dem jungen Nendinger von Herzen zu gönnen.

Mit Andreas Miekeley und Yan Ceaban feierten zwei ASV-Ringer ihren Saisoneinstand. Für Andreas Miekeley war das nach einer Verletzung und langer Wettkampfpause ein durchaus geglücktes Comeback. Etwas schwerer tat sich da der Rumäne Yan Ceaban. Verunsichert wurde er auch wohl zusätzlich durch die Sprechchöre einiger Fans, die den Einsatz von Florian Schwarz forderten, der diesmal in der 2. Mannschaft aushalf.

Während des Großkampftages konnte man ab und zu auch zwei Nationaltrainer im Fachgespräch beobachten. Volker Hirt, als Greco-Trainer der Schweiz, fachsimpelte mit Nicolae Ghita, der seinerseits als rumänischer Nationaltrainer tätig ist. Nicolae Ghita, seit seiner Zeit bei der ASV Tuttlingen hier gut bekannt, ist mit Volker Hirt seit dem gemeinsamen  Engagement beim KSV Haslach befreundet. Und als Vater des ASV-Neuzugangs Viorel Ghita, war er am Samstag natürlich auch persönlich am Kampf seines Sohnes in der Nendinger Zweiten interessiert.

Zwei positive Aspekte eines interessanten Kampftages waren ebenfalls bemerkenswert. Mit der Zahl von rund 1 000 Zuschauern wurde wohl ein Saisonrekord in der deutschen Bundesliga aufgestellt. Und der Mattenleiter Ralf Schick (ASC Kappel) hatte für die Besetzung des Kampfrichtertisches beim ASV ein besonderes Lob übrig. „Ich werde eure kompetente Arbeit extra im Protokoll vermerken.“ Harald Scheuring, Artur Behr, Wolfgang Funkler und Wolfgang Knoche vernahmen diese Anerkennung mit Genugtuung.

ASV Nendingen - KSV Köllerbach 10:26

Artikel vom 25.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4823, Kommentare: 0

ASV Nendingen verliert gegen KSV Köllerbach klar

Mit 10:26 hat der ASV Nendingen am Samstag gegen den deutschen Meister von 2009 eine deutliche Niederlage bezogen. Der in absoluter Top-Besetzung angetretene KSV Köllerbach erwies sich an diesem Tag als unbesiegbar. Dabei war sich Trainer Volker Hirt mit seinen Köllerbacher Kollegen einig: „Das Ergebnis ist viel zu hoch ausgefallen und spiegelt das Kräfteverhältnis nicht richtig wider.“

Mindestens sieben der zehn Paarungen waren sehr eng umkämpft und hätten mit etwas Glück auch anders ausgehen können. So verloren Ghenadie Tulbea und Andreas Miekeley ihre Kämpfe erst in der 5. Runde. Und auch beispielsweise Marc Buschle, Sergios Solontkis oder Eduard Kratz mussten sich nur ganz knapp geschlagen geben.

Mann des Tages aus Nendinger Sicht war Benjamin Raiser, der in seinem besten Kampf dieser Saison mit einer überragenden Leistung den bulgarischen Meister Emil Milev, den WM-Neunten von 2009, mit 3:0 Runden bezwang. Überhaupt stellten bei den Saarländern die starken Bulgaren mit fünf Ringern die größte Fraktion. Aber auch ihre vier deutschen Ringer, die allesamt Deutschland bei der WM im September vertreten hatten, verkörperten absolute ringerische Spitzenklasse.

Rund 1 000 Zuschauer in der Mühlauhalle sahen Kämpfe auf hohem internationalen Niveau. Nur schade, dass die Hochstimmung der ersten fünf Kämpfe, die im grenzenlosen Jubel nach dem Sieg Benjamin Raisers gipfelte, dann nach der anschließenden Pause nicht in die zweite Hälfte hinüber getragen werden konnte. Nach durchwegs engen Kämpfen mit knappen Niederlagen war dann naturgemäß der Stimmungspegel nicht mehr so hoch.

Florin Gavrila (55 kg) konnte trotz guten Einsatzes gegen Venelin Venkov, den WM-Fünften dieses Jahres, nicht ganz mithalten und musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Auch Markus Eichin (120 kg) war gegen den EM-Dritten Dimitar Kumchev ohne Siegchance. Der vielleicht beste Ringer dieser Klasse in der Liga konnte letztlich sogar die nötigen Punkte zum Überlegenheitssieg machen.

Absoluter Höhepunkt des Abends war der Kampf in der Klasse bis 60 Kilogramm. Mit Ghenadie Tulbea und dem Mongolen Naranbaatar Bayaraa, dem Weltmeister von 2007, boten zwei Spitzenethleten Ringen auf höchstem Niveau. Nach jederzeit packendem Kampf schien der Nendinger in der 4. Runde sogar vor dem Sieg zu stehen. Er glaubte sich mit zwei Punkten in Führung, gab zwei Sekunden vor Schluss noch eine Eins ab und verlor damit zu seiner Verblüffung diese Runde und dann auch noch den letzten Durchgang ganz knapp.

Eine starke Leistung zeigte in seinem ersten Kampf der Saison Andreas Miekeley (96 kg). Gegen Elis Guri, den EM-Dritten von 2008, hielt er den Kampf bis zur vierten Runde offen und musste sich ebenfalls nur mit 2:3 geschlagen geben. Für eine sehr positive Überraschung aus Sicht des ASV sorgte dann Benjamin Raiser (66 kg) mit seinem Sieg gegen Emil Milev. Es gab wohl keinen unter den vielen Zuschauern, der „Benji“ seine überglückliche Ehrenrunde nach dem Kampf nicht gegönnt hätte.

Beim Stand von 7:13 bestand nach der Pause noch die Möglichkeit, die Niederlage zumindest in Grenzen zu halten. Doch alle fünf Kämpfe gingen verloren, auch wenn man keinem der ASV-Ringer den geringsten Vorwurf machen könnte. Marc Buschle (84 kg) zeigte gegen Lyuben Iliev einen ganz starken Kampf und stand auch in den ersten beiden Durchgängen jeweils kurz vor einem Rundengewinn. Doch der junge Bulgare drehte den Kampf immer wieder und setzte sich knapp mit 3:1 Runden durch. Bei seinem ersten Kampf im ASV-Trikot gewann der Rumäne Yan Ceaban (66 kg) zwar eine Runde, aber auch er verlor gegen den deutschen Spitzenringer Martin Daum mit 1:3 Runden.

In den letzten drei Kämpfen mussten sich die Nendinger Ringer dann nach harten Kämpfen ebenfalls jeweils den amtierenden deutschen Meistern geschlagen geben. Sergios Solontkis (84 kg) hatte im Hinkampf gegen Jan Fischer überraschend gewonnen. Doch diesmal glückte dem Saaränder die Revanche, nachdem der Nendinger im Bodenkampf nicht punkten konnte. Ähnlich der Verlauf im Kampf von Eduard Kratz (74 kg) gegen Konstantin Schneider, der jeweils die Unterlage wählte. Seine Rechnung ging auf, als „Ede“ als „Obermann“ keine Wertung erzielen konnte und der Saarländer so ohne technische Wertung zum 1:0-Sieg kam Wie erwartet konnte Sandor Tözser (74 kg) schließlich Andrij Shyyka nicht gefährden und unterlag mit 0:3 Runden.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55 kg G: Florin Gavrila – Venelin Venkov 0:3 (PS 1:1/0:4/0:3). – 120 kg F: Markus Eichin – Dimitar Kumchev 0:4 (TÜ 0:5/0:2/0:6). – 60 kg F: Ghenadie Tulbea – Naranbaatar Bayaraa 2:3 (PS 3:0/0:3/2:0/2:2/0:1). – 96 kg G: Andreas Miekeley – Elis Guri 2:3 (PS 0:4/0:1/1:0/1:0/0:4). – 66 kg G: Benjamin Raiser – Emil Milev 3:0 (PS 2:0/1:1/1:0). – 84 kg F: Marc Buschle – Lyuben Iliev 1:3 (PS 2:3/0:1/1:0/0:2). – 66 kg F: Yan Ceaban – Martin Daum 1:3 (PS 1:0/0:2/1:1/0:1). – 84 kg G: Sergios Solontkis – Jan Fischer 1:3 (PS 0:1/0:3/1:0/0:1). – 74 kg G: Eduard Kratz – Konstantin Schneider 0:1 (PS 0:1/0:1/0:1). – 74 kg F: Sandor Tözser – Andrij Shyyka 0:3 (PS 0:1/0:3/0:6). Endstand: 10:26

Interview mit Basti Benz

Artikel vom 21.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4881, Kommentare: 0

Bastian Bentz im Interview

Bastian Bentz hat ja bekanntlich ab 2007 drei Jahre lang erfolgreich in der Bundesliga für den ASV Nendingen gerungen. In diesem Frühjahr kehrte er nun zu seinem Heimatverein TSV Ehningen zurück und tritt am Samstag mit seiner Mannschaft gegen den ASV Nendingen II an. Vor diesem brisanten Duell haben wir „Baschti“ einige Fragen gestellt:

Wie schnell hast Du Dich nach Deinem Abschied vom ASV wieder beim TSV Ehningen eingewöhnt?

Das war überhaupt nicht schwer. Ich habe ja auch zu meiner ASV-Zeit beim TSV trainiert und kenne Ringer, Funktionäre und Zuschauer schon sehr lange.

Wie bist Du mit dem bisherigen Verlauf der Saison zufrieden?

Wir sind alle sehr zufrieden und zugleich überrascht, wie gut sich die Mannschaft in dieser Saison präsentiert. Das war bei unserer im Schnitt erst 21 Jahre alten Mannschaft so nicht zu erwarten. Da zähle ich mit meinen 27 Jahren schon zu den alten Hasen. Ich selbst bin bis auf eine knappe Niederlage bisher auch zufrieden.

Habt ihr die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga zum Ziel?

Da sind wir etwas vorsichtig. Wir hatten bei einigen sehr knappen Siegen auch das nötige Glück auf unserer Seite. Außerdem haben wir noch nicht mal Halbzeit und der Oberligameister muss zudem eine Aufstiegsrunde bestreiten und steigt nicht automatisch auf. Unsere junge Mannschaft hat aber durchaus das Potenzial, sich in den nächsten Jahren noch zu entwickeln. Den Aufstieg würden wir schon sehr gerne in Angriff nehmen.

Verfolgst Du noch die Bundesliga und die Kämpfe des ASV?

Na selbstverständlich! Durch den zeitversetzten Saisonbeginn in den verschiedenen Ligen konnte ich bei drei Kämpfen selbst anwesend sein. Die Einzelergebnisse der verschiedenen Duelle studiere ich sehr aufmerksam.

Was meinst Du zum bisherigen Abschneiden des ASV Nendingen?

Es geht wie erwartet sehr knapp zu um Platz 4 und damit die Playoff-Teilnahme. Es ist nach wie vor alles drin und die kommenden Kämpfe werden eine Vorentscheidung bringen. Ich wünsche dem ASV auf jeden Fall einen Sieg gegen Köllerbach und fiebere mit meinen alten Kollegen mit.

Wie ist Deine Prognose für den Kampf ASV II gegen TSV Ehningen und den Kampf der Ersten?

Das wird bei uns vermutlich ein ganz knapper Kampf werden, in dem die Tagesform in einigen offenen Kämpfen die Entscheidung bringen wird. Wir werden natürlich alles daran setzen, weiterhin ungeschlagen zu bleiben. Der ersten Mannschaft des ASV traue ich durchaus eine Überraschung zu. Den Hinkampf in Köllerbach habe ich selbst gesehen und damals hat nicht viel gefehlt.

Baschti, vielen Dank für das Gespräch. Wir freuen uns auf schöne Kämpfe am Samstag.

Vorbericht: ASV Nendingen - KSV Köllerbach

Artikel vom 21.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5054, Kommentare: 0

Zwei Schlagerkämpfe in der Mühlauhalle

Gleich zwei Schlagerkämpfe werden die Ringsportanhänger am Samstag mobilisieren. Im Vorkampf kommt es in der Mühlauhalle zur Spitzenbegegnung in der Oberliga, wenn ASV Nendingen II auf den vom früheren ASV-Ringer Bastian Bentz angeführten Meisterschaftsfavoriten TSV Ehningen trifft. Und danach stehen sich in einem für die Endrundenplätze vorentscheidenden Kampf der 1. Bundesliga ASV Nendingen I und der deutsche Ex-Meister KSV Köllerbach gegenüber.

Die Köllerbacher, die im Januar 2009 deutsche Mannschaftsmeister wurden, verfügen auch in diesem Jahr über einen hervorragenden und in allen Gewichtsklassen stark besetzten Kader. Deutsche Meister wie Konstantin Schneider, Jan Fischer, Andry Shyyka oder Martin Daum sind darin genauso vertreten wie ausländische WM-Medaillengewinner. Jimmy Lidberg (96 kg) wurde bei der WM in Moskau im September Dritter, Naranbaatar Bayaraa (60 kg) Fünfter. Und von ähnlichem Kaliber sind Ismail Redzhep (66 kg), Emil Milev (66 kg), Lyuben Iliev (84 kg) oder Dimitar Kumchev (120 kg). In vielen Klassen haben die Saarländer sogar die Auswahl zwischen zwei gleich starken Top-Athleten.

Demgegenüber nimmt sich der Kader des ASV Nendingen eher bescheiden aus. Aber die Nendinger Stars wie Ghenadie Tulbea, Eduard Kratz, Sergios Solontkis oder Marc Buschle brauchen sich da nicht zu verstecken. Besonders gespannt darf man natürlich nach dem Stilartwechsel in der Rückrunde auf die Auftritte von Florin Gavrila, Andreas Miekeley und Markus Eichin sein. Und auch Florian Schwarz und Benjamin Raiser haben beim Vorkampf im Saarland ihren Gegnern den Sieg sehr schwer gemacht.

Der KSV Köllerbach geht sicher als klarer Favorit in diesen Kampf. Und sie haben auch schon angekündigt, sich hier gegen Nendingen keine Blöße geben zu wollen, um mit starker Aufstellung zum Sieg zu kommen. Für den ASV Nendingen gilt es, sich möglichst teuer zu verkaufen, und für die eine oder andere positive Überraschung zu sorgen.

 

Auch der Vorkampf ab 17.30 Uhr verspricht schon einiges an Spannung. Mit dem TSV Ehningen ist der Spitzenreiter der Oberliga zu Gast. Mit diesem Verein, von dem 2007 Bastian Bentz und Benjamin Raiser zum ASV kamen, ist Nendingen ja schon lange freundschaftlich verbunden. Und nach der Rückkehr von Bastian Bentz zu seinem Heimatverein erhält dieser Kampf natürlich noch eine ganz spezielle Note. „Baschti“ wird nach seinen tollen Kämpfen für den ASV wohl ganz besonders herzlich hier empfangen werden.

Er bringt eine Mannschaft mit, die nicht umsonst an der Spitze der Oberliga steht. Außer ihm sind mit dem rumänischen Vizemeister Cornel Predoiu (55 kg) und dem polnischen Spitzenringer Sebastian Czerwinski (120 kg) zwei weitere Klasseringer dabei. Aber auch beispielsweise Eric Vogt (74 kg), Samuel Siegel (66 kg), oder Sebastian Sander (60 kg) und Jan Platter (96 kg) werden nur schwer zu besiegen sein. So kann man eine hart umkämpfte Begegnung erwarten, denn die Nendinger werden bei aller Freundschaft keine Gastgeschenke verteilen.

Die Kämpfe am Samstag in der Mühlauhalle im Überblick: 16.30 Uhr: ASV Nendingen III – KSV Vöhrenbach II, 17.30 Uhr: ASV Nendingen II – TSV Ehningen I, 19.30 Uhr: ASV Nendingen I – KSV Köllerbach I.

Mattensplitter 2010/09

Artikel vom 18.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4811, Kommentare: 0

ASV Nendingen liegt noch im Soll

Mit 11:7 Punkten hat der ASV Nendingen nach Abschluss der Vorrunde der 1. Bundesliga zwar nicht die optimale Punkteausbeute erreicht, bei realistischer Betrachtung aber doch mehr geschafft, als viele vermutet haben. Gegen die großen Drei, - KSV Aalen, SVG Weingarten und KSV Köllerbach -, gab es die eingeplanten Niederlagen. Aber dass sowohl die RWG Mömbris-Königshofen als auch der ASV Mainz besiegt werden konnten, war ganz und gar nicht selbstverständlich. Allein das vermeidbare Unentschieden in Musberg entsprach nicht dem, was man sich beim ASV vorgestellt hatte.

Da gilt jetzt der am Samstag mit dem Heimkampf gegen den deutschen Ex-Meister KSV Köllerbach beginnenden Rückrunde die besondere Konzentration. Trainer Volker Hirt war deswegen am letzten Samstag beim Sieg gegen Bonn-Duisdorf noch nicht mit allen Ringern ganz zufrieden: „Wir müssen jetzt in der Rückrunde gegen stärkere Gegner noch konsequenter um jede Chance und jede einzelne Runde kämpfen.“

Über die Rolle des Ausnahmeathleten Ghenadie Tulbea braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Auch die ansteigende Form von Marc Buschle ist zu Recht schon öfters gewürdigt worden. Aber man muss auch die herausragende Leistung von Sergios Solontkis in dieser Saison ins richtige Licht rücken. Mit acht Siegen aus neun Kämpfen hat er sich in den letzten Wochen als überaus wertvoll für den ASV erwiesen. Vielleicht liegt ein Geheimnis seiner Stärke in seinen Essgewohnheiten. Von einigen aufmerksamen Beobachtern ist registriert worden, dass er fast jeden Tag in Nendingen mit einem Körbchen voll Äpfeln vom Einkauf zurückkommt. Äpfel sind nicht nur gesund, sondern machen offensichtlich auch stark.

Auch Florian Schwarz gehört zu den Säulen der Nendinger Mannschaft. Zwar kann er gegen übermächtige Konkurrenz nicht immer siegen, doch sorgt er in all seinen Kämpfen für Stimmung und Leidenschaft. Am letzten Samstag hat er vielleicht seinen bisher besten Kampf in dieser Runde gemacht. Mit Herz, aber ohne zu viel Risiko, hat er seinen starken Gegner mit höchster Konzentration in Schach gehalten.

Ähnliches gilt für Baris Diksu, dem manche angesichts der mit Alexandar Kostadinov und Florin Gavrila starken Konkurrenz im eigenen Verein eine schwere Saison prophezeit hatten. Aber auch hier galt die alte Weisheit: „Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Alle drei haben bisher eine wichtige Rolle in verschiedenen Gewichtsklassen und sowohl in der 1. als auch in der 2. Mannschaft gespielt. Und auch Baris Diksu konnte sich am Samstag wieder für seine starke Leistung von den ASV-Fans feiern lassen.

Der ASV hatte in der Mühlauhalle auch die Unterstützung der Klasse 9c der Mühlheimer Realschule. Ihre Sportlehrerin, Frau Wegener, hatte den Ringsport in ihren Unterrichtsplan eingebaut. Und zur anschaulichen Demonstration hatten Sergios Solontkis und Mindaugas Mizgaitis im Unterricht ihr Können gezeigt. Die interessierten Schülerinnen und Schüler waren nun mit einem eigenen Plakat zur Unterstützung der ASV-Ringer zum Bundesligakampf gekommen und sammelten auch fleißig Autogramme.

Großen Anklang findet die neugestaltete Homepage des ASV Nendingen (www.asv-nendingen.de). Mit über 4 000 Aufrufen pro Woche findet sie eine erfreulich gute Resonanz. Am nächsten Wochenende, wenn der ASV in der Bundesliga auf den KSV Köllerbach trifft und die Zweite in der Oberliga ihren Schlagerkampf gegen den Spitzenreiter TSV Ehningen mit Bastian Bentz absolviert, wird diese Resonanz sicher noch höher sein. Noch lieber ist dem ASV allerdings, wenn zudem wieder eine große Zuschauerzahl zu diesem Großkampftag in die Mühlauhalle kommt.

ASV Nendingen - TKSV Bonn/Duisdorf 29:11

Artikel vom 17.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4987, Kommentare: 0

Souveräner Sieg für den ASV Nendingen

Zum Abschluss der Vorrunde in der Bundesliga haben die Ringer des ASV Nendingen am Samstag den TKSV Bonn-Duisdorf klar mit 29:11 Punkten besiegt. Damit liegen sie nun mit 11:7 Punkten in der Tabelle nur um einen Punkt hinter dem zur Endrunde berechtigenden 4. Platz.

Auch ohne Eduard Kratz war die von Trainer Volker Hirt gut eingestellte Mannschaft in der mit 700 Zuschauern gut gefüllten Mühlauhalle nie gefährdet. Nach einem Pausenstand von 16:4 gelang den Gästen nach acht Siegen der Nendinger erst im 9. Kampf beim Stand von 25:6 der erste und einzige Sieg des Tages. Trotz des klaren Erfolges war allerdings Volker Hirt noch nicht mit allen Ringern voll zufrieden: „Wenn es jetzt in den nächsten Kämpfen gegen stärkere Gegner um die Vorentscheidung für die Play-Off-Plätze geht, dann müssen wir noch konsequenter um jede Chance und jede Runde kämpfen.“

Dennoch war es schon bemerkenswert, wie die Nendinger auch in den hart umkämpften Begegnungen am Samstag sich durchsetzen konnten. Zum Beispiel entschieden sie alle drei Kämpfe, die über die fünf Runden gingen, dann doch noch für sich.

Die begeisterten Zuschauer hätten im Auftaktkampf sicher gerne noch länger die Ringkünste von Ghenadie Tulbea (55 kg) bewundert. Doch der Nendinger Sieggarant schulterte schon nach 39 Sekunden Nicolae Gogiltan, den er mit einer herrlichen Kopfschleuder in die Brücke gezwungen hatte. Mindaugas Mizgaitis (120 kg) war gegen Patrick Zimmermann immer Chef auf der Matte. In allen drei Runden holte er aus dem Stand und in der Bodenlage seine Wertungen, die fast sogar für einen Überlegenheitssieg gereicht hätten. Eine sehr gute Leistung bot auch wieder Baris Diksu (60 kg), der gegen den starken Juri Baron nach verlorener 1. Runde mit großem Einsatz doch noch den nicht unbedingt zu erwartenden Punktsieg holte.

Georgi Sredkov (96 kg) konnte sich an seinem 24. Geburtstag zu Recht von den Zuschauern für seinen Sieg gegen Octavian Nicoara feiern lassen. In einem ganz ausgeglichenen Kampf setzte sich der sympathische Bulgare nach fünf Runden mit 3:2 durch. Ein Höhepunkt des Abends war sicherlich der Sieg von Publikumsliebling Florian Schwarz (66 kg) gegen Lernik Vanyan. In einem sehr konzentriert und klug geführten Kampf ließ „Lotte“ seinen bulligen Gegner nicht zur Entfaltung kommen und siegte mit 3:1 Runden.

Es ist schon erfreulich, wie stark sich in dieser Saison Sergios Solontkis (84 kg) im ASV-Trikot präsentiert. Gegen seine Durchdreher am Boden hatte auch Kevin van Rienen keine Chance. Einen verbissenen Kampf sahen die Zuschauer beim Kampf von Benjamin Raiser (66 kg) gegen Stefan Daniliuc. In der 5. Runde jedoch behielt der Nendinger bei Punktgleichstand nach einer Verwarnung seines Gegners das bessere Ende für sich und holte sich damit seinen zweiten Saisonsieg. Mit einem fulminanten Auftakt begeisterte Marc Buschle (84 kg) das Publikum in der 1. Runde gegen David Harth. Nach 33 Sekunden schon hatte er nach einem Beinzangenangriff die Runde mit 7:0 gewonnen, wobei Kampfrichter Bernd Vollmer (Mühlenbach) allerdings einen Schultersieg nicht anerkannte. So fehlte dem Nendinger am Schluss nur ein Punkt zum Überlegenheitssieg.

Den einzigen Sieg der Gäste sicherte sich Georg Harth. Sandor Tözser (74 kg) hielt sich aber gegen den favorisierten DM-Dritten hervorragend und verlor nur denkbar knapp nach vier Runden. Den Schlusspunkt unter den Nendinger Triumph setzte Co-Trainer Adrian Ozsda (74 kg), der für Eduard Kratz eingesprungen war. Mit einer starken Leistung holte er sich gegen Tim van Voorst in der 5. Runde den entscheidenden Punkt zum 9. Sieg der Nendinger an diesem Tag.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55 kg F: Ghenadie Tulbea – Nicolae Gogiltan 4:0 (SS bei 4:0).- 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis – Patrick Zimmermann 3:0 (PS 2:0/4:0/5:1). – 60 kg G: Baris Diksu – Juri Baron 3:1 (PS 0:2/5:1/1:1/1:0). – 96 kg F: Georgi Sredkov – Octavian Nicoara 3:2 (PS 0:3/3:2/1:0/0:1/1:0). -66 kg F: Florian Schwarz – Lernik Vanyan 3:1 (PS 1:2/1:1/4:3/1:0). – 84 kg G: Sergios Solontkis – Kevin van Rienen 3:0 PS 3:0/2:0/1:0). – 66 kg G: Benjamin Raiser – Stefan Daniliuc 3:2 (PS 1:0/0:2/1:0/0:1/2:2). – 84 kg F: Marc Buschle – David Harth 3:0 (PS 7:0/1:0/2:0). – 74 kg F: Sandor Tözser – Georg Harth 1:3 (PS 0:1/1:0/0:1/1:2). – 74 kg G: Adrian Ozsda – Tim van Voorst 3:2 (PS 5:0/2:0/0:1/0:2/1:0). Endstand 29:11

Vorbericht: ASV Nendingen - TKSV Bonn/Duisdorf

Artikel vom 13.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5485, Kommentare: 0

Gelingt wieder ein Heimsieg gegen Bonn-Duisdorf?

Der ASV Nendingen hat am kommenden Samstag zum Abschluss der Vorrunde wieder einen Heimkampf in der Mühlauhalle. Gegen den TKSV Bonn-Duisdorf könnte vielleicht wieder ein Heimsieg gelingen. Die Rheinländer haben als Tabellenachter Freiburg ganz klar besiegt und gegen den TSV Musberg nur knapp mit 17:18 verloren. Hohe Konzentration ist also für den ASV angesagt, soll der erhoffte Sieg gelingen.

Vielleicht gibt den Rheinländern der ihnen voriges Wochenende am grünen Tisch zugesprochene Sieg gegen den KSV Aalen, als der deutsche Meister offensichtlich diesen Kampf zu leicht nahm, zusätzlichen Auftrieb. Diese Punkte könnten ihnen entscheidend weiterhelfen, den Klassenerhalt vorzeitig sicherzustellen.

Die Gäste haben mit Georg Harth (74 kg F) ihren bisher erfolgreichsten Ringer. Aber auch beispielsweise Juri Baron (60 kg), Nicolae Gogiltan (55 kg), Stefan Daniliuc (66 kg F), Dejan Sernek (84 kg G) oder vor allem Mateusz Wolny (74 kg G) sind als sehr stark einzuschätzen. Dennoch müssten die Nendinger mit Unterstützung ihrer Anhänger am Ende die Matte als Sieger verlassen.

Der Kampf in der Mühlauhalle beginnt um 19.30 Uhr. Der Ringerzug wird natürlich wieder wie üblich im Einsatz sein.

Mattensplitter 2010/08

Artikel vom 13.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5218, Kommentare: 0

Erfolgreiches Wochenende für den ASV: 5 Kämpfe – 5 Siege

Das vergangene Wochenende brachte für den ASV Nendingen ein optimales Erfolgserlebnis.

Die Ringermannschaften bestritten fünf Kämpfe und alle fünf wurden auch gewonnen. Den Anfang machte die Jugendmannschaft, die am Nachmittag ihre beiden Kämpfe in der Bezirksjugendliga erfolgreich absolvierte. Besonders der knappe Sieg mit 21:19 gegen AB Aichhalden, den Bezirksmeister des letzten Jahres, löste natürlich viel Freude aus. Dann setzte sich die dritte Mannschaft als klarer Tabellenführer der A-Klasse mit 24:16 gegen den AV Hornberg I durch. Und der Höhepunkt des Abends in der Nendinger Sporthalle war der Sieg der Zweiten gegen den Bezirksrivalen vom AB Aichalden I. Das i-Tüpfelchen war dann die Nachricht vom Sieg der Ersten beim KSK Neuss.

Die Fahrt nach Neuss war für die Bundesligaringer und ihre Betreuer allerdings nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig. Am Samstag um 8 Uhr ging es los. Am Sonntag kurz nach 8 Uhr morgens kamen die übernächtigten Sportler nach 24 Stunden zurück. Was die Fahrt allerdings noch erheblich erschwerte, war ein technischer Defekt am Bus, der die Heizung lahm legte. Nach dem Schwitzen auf der Matte war also nun ärgerlicherweise Frieren im Bus angesagt.

Auf der Matte sah man beim knappen Sieg der Nendinger mit 21:19 keine großen Unterschiede zwischen den Vereinen. Was aber außerhalb der Matte abging, war für die Nendinger schon erstaunlich. Als sie um 17 Uhr in der Halle ankamen, war von Vorbereitungen für einen Bundesligakampf nichts zu sehen. Erst später wurde die Matte aufgebaut und einige Stühle hergeschleppt. Die waren dann auch für die rund 100 Zuschauer ausreichend. Im Unterschied dazu beginnen bei einem Heimkampf des ASV die Vorbereitungen in der Mühlauhalle schon am Freitagabend. Am Samstag ist dann ab 8.30 Uhr unter Leitung von Herbert Wax eine Schar von rund 20 freiwilligen Helfern vier Stunden im Einsatz beim Herrichten der Halle. Am Abend endlich sind für den ASV für den Wirtschaftsdienst, für die Kasse, für den Wettkampftisch, für den Ordnungsdienst und weitere Aufgaben noch mal mindestens 20 Frauen und Männer im Einsatz. Dazu kommt dann noch am Sonntagmorgen der Abbau, der die Freiwilligen noch einmal fordert. Ohne diese fleißigen und engagierten Helfer wäre diese große Veranstaltung in der Mühlauhalle, die auch von der Zuschauerzahl her in der deutschen Bundesliga einmalig ist, nicht zu stemmen. Und deswegen sei auch an dieser Stelle einmal diesen vielen Freiwilligen Lob und Anerkennung gezollt.

Auch Antonio Silvestri, der Kampfrichterreferent des DRB, der den Oberligakampf gegen Aichhalden leitete, war des Lobes voll über die Art der Präsentation der Bundesligakämpfe in der Mühlauhalle. „Das ist das, was wir vom DRB uns für das Ringen in der höchsten Klasse eigentlich wünschen.“ Aber auch beim Kampf in der Nendinger Sporthalle herrschte am Samstag gute Stimmung. Zumal hier auch viel Nostalgie im Spiel war bei diesem immer wieder reizvollen Duell zwischen Aichhalden I und Nendingen. Erstmals allerdings seit Jahrzehnten sahen sich die Schwarzwälder der Nendinger Zweiten gegenüber und auch die war beim 28:13 deutlich überlegen. Hochmut ist da allerdings fehl am Platz, denn es ist nicht so lange her, dass die Nendinger Erste sich mit Aichhaldens zweiter Mannschaft auseinandersetzen musste.

Dass kein Verein in der 1. Bundesliga unterschätzt werden sollte, wurde am Samstag beim Kampf des KSV Aalen beim TKSV Bonn-Duisdorf, dem nächsten Gegner der Nendinger, deutlich. Die Gäste schonten einige ihrer Stars und erschienen außerdem nur mit acht Ringern rechtzeitig auf der Waage. Ihr klarer Sieg auf der Matte wurde deswegen nachträglich in eine Niederlage mit 0:40 umgewandelt.

KSK Neuss - ASV Nendingen 19:21

Artikel vom 10.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5685, Kommentare: 0

ASV Nendingen erkämpft beim KSK Neuss den Sieg

Einen ganz wichtigen Sieg hat der ASV Nendingen am Samstag beim KSK Neuss geholt. Mit dem hart errungenen Erfolg mit 21:19 bleiben damit die Chancen des ASV im Kampf um die Endrundenplätze erhalten.

Trainer Volker Hirt war mit seiner Mannschaft hoch zufrieden: „Alle haben richtig gut gekämpft und einige sind fast über sich hinaus gewachsen.“ Wie hart, verbissen und ausgeglichen die Kämpfe waren, zeigt die Tatsache, dass 24 Runden mit 1:0 endeten. Den tollen Kämpfen auf der Matte entsprach allerdings nicht der Rahmen dieser Begegnung in der Neusser Stadionhalle, der mit rund 100 Zuschauern nicht bundesligawürdig war.

Zwei Nendinger Ringer müssen vielleicht besonders herausgehoben werden. Die taktische Umstellung mit Alexandar Kostadinov erwies sich als richtig. Er holte gegen den zweifachen deutschen Meister Sergiy Skrypka mit 3:0 einen Erfolg, der Gold wert war. „Das war unser Sieg“, freute sich Volker Hirt. Und dass Eduard Kratz trotz seiner schmerzhaften Verletzung gegen Ilyas Özdemir, den deutschen Vizemeister von 2009, mit seinem 3:1 Sieg als Matchwinner die entscheidenden Punkte für den ASV sicherte, war vorher ganz und gar nicht zu erwarten gewesen.

Mit 9:2 Punkten brachten die ersten drei Kämpfe einen fast optimalen Start für Nendingen. Ghenadie Tulbea (55 kg) musste gegen den rein passiv ringenden schwedischen Meister Eduarnis Tellez-Zamora zwar eine Runde abgeben, holte aber doch den erhofften Auftaktsieg. Auch Mindaugas Mizgaitis (120 kg) tat sich schwer gegen Björn Holk. Aber dennoch konnte er mit 3:1 die Nendinger Führung ausbauen. Der Kampf von Alexandar Kostadinov (60 kg) brachte dann die Weichenstellung für einen Nendinger Erfolg. Alle drei Runden entschied er gegen Sergiy Skrypka knapp für sich und schuf somit die Grundlage für den Nendinger Mannschaftserfolg.

Fast genau so wichtig waren im Anschluss die zwei Runden, die Georgi Sredkov (96 kg) seinem Gegner William Harth abtrotzte. Der bisher in dieser Saison erfolgreichste Neusser Ringer musste sich deswegen mit einem knappen Sieg mit 3:2 begnügen. Ohne Chance war erwartungsgemäß Florian Schwarz (66 kg) gegen Samet Dülger. Der deutsche Meister von 2007 und 2008 war in allen drei Runden trotz allen Bemühens von „Lotte“ überlegen. Dennoch konnte der ASV mit einer Pausenführung von 11:9 sehr zufrieden sein.

Mit einer tollen Leistung unterstrich dann Sergios Solontkis (84 kg) erneut seine glänzende Form. Gegen den früheren Juniorenweltmeister Max Schwindt musste er nur zwei Runden nach sehr fragwürdigen Kampfrichterentscheidungen abgeben. Mit 3:2 setzte sich mit Sergios aber dennoch der bessere Ringer durch. Stark rang auch Benjamin Raiser (66 kg) gegen Emilyan Todorow, den bulgarischen Meister dieses Jahres. Er unterlag zwar mit 1:3. Hätte er aber in Runde vier nicht 10 Sekunden vor Schluss eine unglückliche Einserwertung abgegeben, hätte er gegen seinen konditionell nachlassenden Gegner durchaus sogar noch mehr erreichen können.

Seine ansteigende Form stellte Marc Buschle (84 kg) gegen Patrick Loes, den DM-Dritten von 2009 unter Beweis. Nur eine Runde musste er im Clinch abgeben. Nach einem tollen Beinangriff kurz vor Schluss der 4. Runde triumphierte er aber dennoch nach einer Fünfer-Wertung mit 3:1 über seinen starken Gegner. Auch Sandor Tözser konnte trotz einer ganz knappen Niederlage gegen den unbequem ringenden Russen Hamberd Durdischew gefallen. In allen drei Runden holte sich der Neusser im Clinch nur jeweils eine Einserwertung. Damit hatte Neuss erstmals in dieser Begegnung den Gleichstand mit 18:18 erreicht. Damit lag es wieder einmal an Eduard Kratz, den Auswärtssieg vielleicht doch noch zu sichern. Und mit einer Energieleistung sondersgleichen setzte er sich tatsächlich gegen den starken Ilyas Özdemir durch. Nach verlorener ersten Runde holte er sich in Runde vier sogar mit einem 5:0 die entscheidenden Punkte für den Nendinger Mannschaftserfolg

Der Kampfverlauf (Neuss zuerst genannt):
55 kg F: Eduarnis Tellez-Zamora – Ghenadie Tulbea 1:3 (PS 0:2/1:1/0:3/0:3). -120 kg G: Björn Holk – Mindaugas Mizgaitis 1:3 (PS 0:1/0:1/1:0/0:1). – 60 kg G: Sergiy Skrypka – Alexandar Kostadinov 0:3 (PS 0:1/0:1/0:2). – 96 kg F: William Harth – Georgi Sredkov 3:2 (PS 0:1/1:0/0:2/1:0/1:0). – 66 kg F: Samet Dülger – Florian Schwarz 4:0 (TÜ 4:0/6:2/9:0). – 84 kg G: Max Schwindt – Sergios Solontkis 2:3 (PS 2:0/0:1/0:2/1:0/0:1). – 66 kg G: Emilyan Todorov – Benjamin Raiser 3:1 (PS 1:0/1:0/0:1/1:0). – 84 kg F: Patrick Loes – Marc Buschle 1:3 (PS 1:0/0:1/3:3/0:5). – Hamberd Durdischew – Sandor Tözser 3:0 (1:0/1:0/1:0). – 74 kg G: Ilyas Özdemir – Eduard Kratz 1:3 (PS 1:0/1:2/0:1/0:5). Endstand 19.21

Mattensplitter 2010/07

Artikel vom 05.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5122, Kommentare: 0

Im Kampf um die Endrundenplätze hat der ASV Nendingen an diesem Wochenende einen leichten Rückschlag erlitten. Da war zum einen das Unentschieden beim TSV Musberg, bei dem man natürlich nur allzu gerne zwei Punkte geholt hätte. Und dann war da noch der überraschende Erfolg der RWG Mömbris-Königshofen beim KSV Köllerbach. Man hatte bisher die RWG als einen der härtesten und vielleicht bezwingbaren Rivalen im Kampf um Platz vier angesehen. Nun aber steht die Hessen plötzlich mit 12:2 Punkten an der Spitze der 1. Bundesliga West. Die deutschen Meister der beiden letzten Jahre haben sie besiegt. Und kurioserweise haben sie ihre bisher einzige Niederlage gegen den ASV Nendingen bezogen.

Und nun könnte plötzlich der KSV Köllerbach ins Grübeln kommen, denn zum Schluss der Vorrunde hat er mit dem KSV Aalen und dem SVG Weingarten noch zwei ganz schwere Brocken vor sich. Mit Siegen in Neuss und gegen Bonn-Duisdorf könnte dann der ASV bei zwei Köllerbacher Niederlagen dann sogar zur Halbzeit vor den Saarländern stehen. Aber das sind natürlich müßige Spekulationen, denn der bisherige Saisonverlauf hat gezeigt, dass immer mit Überraschungen gerechnet werden muss und keine Mannschaft sich in Sicherheit fühlen darf.

Wie stark sich dieser Druck auf Mannschaften und Ringer auswirken kann, hat man auch am letzten Wochenende gesehen. Adrian Ozsda, der Nendinger Co-Trainer, musste in Musberg für den verletzten Eduard Kratz einspringen. Und in seinem ersten Bundesligakampf dieser Saison sah er sich plötzlich in der Situation, beim Stand von 18:16 im letzten Kampf die entscheidenden Punkte für den erhofften Sieg seiner Mannschaft zu machen. Und bei aller Erfahrung und Routine, die er fraglos hat, spielten ihm da vielleicht auch seine Nerven einen Streich. Obwohl er topfit ist und schon immer als kleines Konditionswunder gilt, war er in Musberg nach der 2. Runde mit seiner Kraft am Ende und konnte die eine Runde, die er noch gebraucht hätte, nicht mehr gewinnen.

Der verletzungsbedingte Ausfall des Siegringers Eduard Kratz am letzten Wochenende verdeutlicht auch die Notwendigkeit eines großen Kaders. Der ASV Nendingen hat in den ersten sieben Kämpfen dieser Saison schon 18 Ringer in der Bundesliga eingesetzt. Umso wichtiger ist es deshalb, dass der ASV mit seiner 2. Mannschaft in der Oberliga und auch der 3. Mannschaft in der A-Klasse für einen stabilen Unterbau und eine stetige Förderung der Wettkampfpraxis auch seiner jungen Ringer sorgen kann. Da freut es die ASV-Fans natürlich, dass die „Zweite“ in der Oberliga derzeit Dritter ist, und die „Dritte“ sogar souverän die Tabelle der A-Klasse anführt. Insgesamt 37 ASV-Ringer sind dafür bisher in dieser Saison auf die Matte gegangen. Und die Jugendmannschaft ist dabei noch nicht eingerechnet.

ASV Nendingen - RKG Freiburg 24:12

Artikel vom 05.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5436, Kommentare: 0

ASV siegt gegen die RKG Freiburg klar mit 24:12

Trotz des herrlichen Herbstwetters und der gleichzeitigen Einweihung der Nendinger Donauhallen waren am Sonntagnachmittag 450 Zuschauer in die Mühlauhalle zum Kampf des ASV Nendingen gegen die RKG Freiburg gekommen. Und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn sie erlebten eine unterhaltsame und interessante Begegnung, bei der sich der ASV deutlich mit 24:12 durchsetzte.

Trainer Volker Hirt hatte seine Mannschaft gegenüber dem Samstag in vier Klassen geändert. Zu seinem ersten Bundesligaeinsatz kam Alexandar Kostadinov, der 22-jährige bulgarische Neuzugang, der sich riesig über seinen Sieg gegen den gleichaltrigen rumänischen WM-Teilnehmer Virgil Munteanu freute. Baris Diksu rückte dafür in die Klasse bis 66 Kilogramm auf. Auch der 20-jährige Viorel Ghita  bekam einen weiteren Bundesligaeinsatz diesmal in der Klasse bis 74 Kilogramm und Marc Buschle (84 kg) kehrte in seine angestammte Klasse zurück.

Dass er ein absoluter Ausnahmekönner im Freistilringen ist, konnte Ghenadie Tulbea (55 kg) auch am Sonntag beweisen. Es war eine Augenweide zu sehen, wie er bei seinem Überlegenheitssieg gegen das bulgarische Talent Veliko Lyutskanow seine technischen Fähigkeiten demonstrierte. Erstmals konnte auch Mindaugas Mizgaitis (120 kg) die Nendinger Fans so richtig überzeugen. Gegen Patrick Schwendemann gelangen ihm in allen drei Runden Wertungen in der Bodenlage zum ungefährdeten Punktsieg.

Besonderes Interesse fand natürlich der Kampf in der Klasse bis 60 Kilogramm, bei dem sich mit Alexandar Kostadinov und Virgil Munteanu zwei Ringer gegenüberstanden, die schon in jungen Jahren zu internationalen Erfolgen kamen. Dass sich der Nendinger mit 3:1 Runden durchsetzte, bedeutete für ihn einen Supereinstand, während sich der Freiburger über seine Niederlage gar nicht beruhigen wollte. Ähnlich umstritten war der Kampf in der Klasse bis 96 Kilogramm zwischen Georgi Sredkov und dem deutschen Vizemeister Viktor Reh. Trotz einer kämpferisch überzeugenden Leistung des Nendingers, setzte sich aber doch der agile Freiburger mit etwas mehr Glück mit 3:1 durch.

Über seinen zweiten Saisonsieg konnte sich Publikumsliebling Florian Schwarz (66 kg) gemeinsam mit seinen Fans freuen. Der junge Franzose Zachary Federow war zwar immer gefährlich, aber „Lotte“ behielt in einem konzentriert geführten Kampf doch in allen drei Runden die Oberhand. Überraschend deutlich beherrschte auch Sergios Solontkis (84 kg) den starken Jury Witt. Der Grieche überzeugt in dieser Saison mit einer konstant guten Form und holt seine Punkte sowohl im Stand- als auch im Bodenkampf. Nachdem Baris Diksu (66 kg) wegen Übergewicht von Benedikt Rebholz kampflos zum Sieg kam, baute Marc Buschle (84 kg) die Nendinger Führung auf 24:5 aus. Sein französischer Gegner Stephane Marczinski holte sich zwar Runde eins im Clinch, musste dann aber den Beinangriffen des Nendingers Tribut zollen.

Mit zwei Siegen in den Klassen bis 74 Kilogramm hielten die Freiburger dann doch die Niederlage in Grenzen. Sehr unglücklich verlor Viorel Ghita nach ausgeglichenem Kampf in der 3. Runde nach einem Schleudergriff entscheidend. Und Adrian Ozsda gelangen im Bodenkampf keine Wertungen gegen Renato Kun, so dass sein ungarischer Gegner nach gewonnener 1. Runde auch die nächsten beiden Durchgänge für sich entschied.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55kg F: Ghenadie Tulbea – Veliko Lyutskanov 4:0 (TÜ 5:0/6:0/5:0). – 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis – Patrick Schwendemann 3:0 (PS 2:0/2:0/2:0). – 60 kg G: Alexandar Kostadinov – Virgil Munteanu 3:1 (PS 1:0/0:1/2:1/2:0). – 96 kg F: Georgi Sredkov – Viktor Reh 1:3 (PS 0:1/0:1/1:0/1:2). – 66 kg F: Florian Schwarz – Zachary Federow 3:0 (PS 3:1/2:0/2:0). – 84 kg G: Sergios Solontkis – Jury Witt 3:0 (PS 2:0/3:0/1:0). – 66 kg G: Baris Diksu – Benedikt Rebholz 4:0 (Übergewicht)). – 84 kg F: Marc Buschle – Stephane Marczinski 3:1 (PS 0:1/3:0/1:0/4:0). – 74 kg F: Viorel Ghita – Johannes Reh 0:4 (SS bei 1:3/4:0/1:3). – 74 kg G: Adrian Ozsda – Renato Kun 0:3 (PS 0:4/0:1/0:1). Endstand 24:12.

ASV Nendingen II - KSV Aalen II 23:14

Artikel vom 05.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5905, Kommentare: 0

ASV Nendingen II trumpft beim Sieg gegen KSV Aalen II auf

Die Nendinger Zweite hat am Samstag mit einem zumindest in dieser Höhe unerwarteten Sieg gegen den KSV Aalen II überrascht. Mit 23:14 wurden die mit zwei Stammringern der Bundesliga angetretenen Gäste klar bezwungen.

Schon beim Wiegen war die Überraschung groß. Da die Aalener Bundesligamannschaft beim Tabellenletzten RKG Freiburg antrat, hatten die Gäste mit den ungarischen Meistern Balint Korpasi und Peter Modos, der kürzlich bei der WM Fünfter wurde, zwei Stammringer ihrer Ersten nach Nendingen abgeordnet. Dass es ihnen dennoch nicht zum Sieg reichte, ist der ganz starken Mannschaftsleistung der Nendinger zuzuschreiben. Da Rando Sauter das Gewicht für 55 Kilogramm nicht bringen konnte, hatte kurzfristig Florin Gavrila in diese Klasse abgekocht. Er sorgte dann auch gemeinsam mit Steffen Baur, Dominik Hipp, Marco Schmid, Marc Buschle und Markus Eichin für die sechs Nendinger Siege.

Höhepunkt des Abends war sicher die Auseinandersetzung zwischen den beiden Klasseringern Alexandar Kostadinov und Peter Modos. Der für Nendingen ringende Bulgare gewann sogar eine Runde und musste sich erst in der 4. Runde nach einer etwas fragwürdigen Entscheidung von Mattenleiter Lothar Herzog (Sulgen) geschlagen geben.

Florin Gavrila (55 kg) zeigte, dass er auch im freien Stil siegen kann. Schon in der 1. Minute landete er gegen Nicolai Eiberger einen Schultersieg. Keine Mühe hatte Markus Eichin (120 kg) gegen Tafil Buduri, den er mit 20:0 Punkten überlegen besiegte. Eine starke Lestung bot auch wieder der junge Steffen Baur (60 kg). Gegen Andreas Herzig gab er nur eine Runde ab und siegte mit 3:1. Marc Buschle (96 kg) verstärkte trotz gesundheitlicher Probleme die zweite Mannschaft und bezwang im Schongang Max Knobel klar nach Punkten.

Rando Sauter rückte auf in die Klasse bis 66 Kilogramm und hielt sich gegen den viel schwereren Julian Meyer beim 1:3 hervorragend. Die Nendinger Führung baute Marco Schmid (84 kg) mit einem sicheren Punktsieg gegen Markus Knobel vorentscheidend auf 18:4 aus. Dann kam es zum oben erwähnten brisanten Spitzenkampf zwischen Alexandar Kostadinov (66 kg) und Peter Modos. In einem verbissenen Kampf setzte sich der WM-Fünfte gegen den Nendinger Neuzugang nur knapp mit 3:1 durch. Auch Daniel Reichle (84 kg) hielt sich im Kampf gegen den deutschen Juniorenmeister Pascal Koch gut und unterlag nur nach Punkten. Damit waren die Nendinger schon nicht mehr einzuholen. Für die endgültige Entscheidung sorgte Dominik Hipp (74 kg), der den jungen und völlig passiv ringenden Timur-Yilmaz Karaman mit einem souveränen Überlegenheitssieg die Grenzen aufzeigte. Ohne Siegchance war im letzten Kampf des Abends Semih Bosyan (74 kg) gegen den ungarischen Spitzenringer Balint Korpasi, dessen Punktevorsprung allerdings nicht ganz dem Kampfverlauf entsprach.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55 kg F: Florin Gavrila – Nicolai Eiberger 4:0 (SS bei 3:0).- 120 kg G: Markus Eichin – Tafil Buduri 4:0 (TÜ 6:0/7:0/7:0). – 60 kg G: Steffen Baur – Andreas Herzig 3:1 (PS 1:0/1:0/0:5/1:0). – 96 kg F: Marc Buschle – Max Knobel 3:0 (PS 1:0/2:0/4:0). – 66 kg F: Rando Sauter – Julian Meyer 1:3 (PS 1:0/0:3/0:1/1:3). – 84 kg G: Marco Schmid – Markus Knobel 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 66 kg G: Alexandar Kostadinov – Peter Modos 1:3 (PS 1:0/0:2/0:1/0:2). – 84 kg F: Daniel Reichle – Pascal Koch 0:3 (PS 0:4/0:3/0:1). – 74 kg F: Dominik Hipp – Timur-Yilmaz Karaman 4:0 (TÜ 7:0/1:1/6:1). – 74 kg G: Semih Bosyan – Balint Korpasi 0:4 (TÜ 0:6/0:5/0:1). Endstand 23:14

KSV Aalen - ASV Nendingen 17:15

Artikel vom 27.09.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 3788, Kommentare: 0

ASV Nendingen unterliegt beim deutschen Meister nur mit 15:17

Einen tollen Kampf haben die Bundesligaringer des ASV Nendingen am Samstag beim KSV Aalen geliefert. Bei der knappen Niederlage mit 15:17 Punkten brachten sie den deutschen Meister gehörig ins Schwitzen.

Auch als nach den zehn Kämpfen der Sieg der Aalener feststand, geriet das Nendinger Ringer-Ass Marc Buschle noch ins Schwärmen. „Das war ein Superkampf, den wir heute beim Favoriten gezeigt haben. Da hat wirklich nicht viel gefehlt und wir hätten für eine Sensation gesorgt.“ Und in der Tat lagen die Nendinger nach sieben Kämpfen sogar noch mit 11:10 in Führung, ehe die Gastgeber in den letzten drei Kämpfen mit zwei hart errungenen Siegen noch den Sieg unter Dach und Fach brachten.

Wie eng diese Begegnung war, zeigt die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der 35 Runden nur mit einem Punkt Unterschied entschieden wurden. Für den einzigen Vier-Punkte-Sieg des Tages sorgte Sergios Solontkis, als er nach Rundenrückstand den Junioren-Europameister Ramsin Azizsir mit einem Bilderbuch-Hüftschwung auf die Schultern zwang. Für die weiteren Nendinger Siege sorgten Ghenadie Tulbea, Eduard Kratz und mit seinem ersten Saisonsieg auch Benjamin Raiser.

Wie fast schon gewohnt, brachte Ghenadie Tulbea (55 kg) den ASV beim ersten Kampf in Führung. Mit 7:1 Wertungspunkten trumpfte er gegen den starken Georgier Amiran Elbakidze wieder souverän auf. Dann allerdings erfüllten sich die Nendinger Hoffnungen auf einen weiteren Sieg im Schwergewicht nicht. Gegen Ralf Böhringer, den diesjährigen deutschen Meister, konnte Mindaugas Mizgaitis keine Wertung erzielen, hielt aber nach ausgeglichenem Kampf mit 0:1 die Niederlage in Grenzen. Erneut eine hervorragende Leistung zeigte danach aber Baris Diksu (60 kg). Gegen den früheren Europameister Peter Modos, der vor zwei Wochen nur knapp im Kampf um die Bronzemedaille bei der WM gescheitert war, ließ er keine technische Wertung zu. Mit einer taktisch glänzenden Einstellung unterlag er seinem ungarischen Gegner nur mit 0:1 Punkten.

Georgi Sredkov (96 kg) hatte mit David Bichinashvili den derzeit erfolgreichsten deutschen Freistilrínger zum Gegner. Da hatte er zwar keine Siegchance, nahm dem Aalener aber immerhin eine wichtige Runde ab. Und auch Florian Schwarz (66 kg) hielt die Niederlage in Grenzen, als er gegen Anatolie Guidea nur mit 0:3 Mannschaftspunkten verlor. Als der bulgarische Vizeweltmeister von 2007 sich schon eines Überlegenheitssieges sicher wähnte, erwischte „Lotte“ seiner Gegner drei Sekunden vor Schluss mit einer blitzsauberen Kopfschleuder und hielt so den Rückstand in Grenzen.

Nach der Pause sorgte Sergios Solontkis für einen Paukenschlag. Die ersten beiden Runden musste er gegen Ramsin Azizsir knapp abgeben, dann aber nutzte er eine Unachtsamkeit des Aalener Neuzugangs und legte ihn schulmäßig auf die Schultern. Mit Patrick Sorg, dem früheren deutschen Juniorenmeister, hat sich Benjamin Raiser (66 kg) schon viele schöne Kämpfe geliefert. In einer sehr engen Auseinandersetzung hatte der Nendinger nach gutem Einsatz mal wieder mit 3:2 Runden das bessere Ende für sich und brachte damit den ASV mit 11:10 in Führung.

Marc Buschle (84 kg) lieferte sich mit seinem alten Bekannten Emzarios Bentinidis wieder einen tollen Kampf. Eine Runde gewann er und eine verlor er nur bei 1:1 Gleichstand. Insgesamt überzeugte er aber bei seiner Niederlage mit 1:3 gegen den früheren Europameister durchaus.

Die Entscheidung über den Mannschaftserfolg fiel dann in den beiden letzten Kämpfen in den Klassen bis 74 Kilogramm. Eduard Kratz bezwang hier zwar gewohnt zuverlässig den ungarischen Meister Balint Korpasi mit 3:1. Da Sandor Tözser sich aber dem griechischen Meister Olegk Motsalin knapp in drei Runden geschlagen geben musste, hatte der KSV Aalen noch einmal das bessere Ende mit 17:15 für sich.

Der Kampfverlauf (Aalen zuerst genannt):
55 kg F: Amiran Elbakidze – Ghenadie Tulbea 0:3 (PS 1:1/0:3/0:3). – 120 kg G: Ralf Böhringer – Mindaugas Mizgaitis 1:0 (PS 1:0/1:0/1:0). – 60 kg G: Peter Modos – Baris Diksu 1:0 (PS 1:0/1:0/1:0). – 96 kg F: David Bichinashvili – Georgi Sredkov 3:1 (PS 0:1/1:0/1:0/1:0). – 66 kg F: Anatolie Guidea – Florian Schwarz 3:0 (PS 2:0/4:0/5:3). – 84 kg G: Ramsin Azizsir – Sergios Solontkis 0:4 (SS bei 3:0/1:0/0:4). – 66 kg G: Patrick Sorg – Benjamin Raiser 2:3 (PS 0:2/2:0/3:0/0:2/0:1). – 84 kg F: Emzarios Bentinidis – Marc Buschle 3:1 (PS 3:0/1:2/1:1/2:0). – 74 kg F: Olegk Motsalin – Sandor Tözser 3:0 (PS 1:0/3:0/2:0). – 74 kg G: Balint Korpasi – Eduard Kratz 1:3 (PS 0:2/0:4/1:0/0:1). Endstand 17:15.

Mattensplitter 2010/06

Artikel vom 27.09.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4202, Kommentare: 0

Die Bundesligakämpfe zwischen dem ASV Nendingen und dem KSV Aalen haben immer einen ganz besonderen Reiz. Das liegt natürlich auch am Charakter eines württembergischen Derbys, aber auch an den traditionell guten Beziehungen zwischen den beiden Vereinen. Am letzten Samstag aber kam noch ein weiteres Moment mit dazu. Im dritten Bundesligajahr des ASV Nendingen bewegte man sich bei diesem Kampf erstmals annähernd auf Augenhöhe mit dem deutschen Meister von der Ostalb. Der KSV Aalen musste fast seine absolute Topbesetzung aufbieten, um nicht ein zu großes Risiko einer unliebsamen Überraschung einzugehen.

Und für einen war diese Begegnung wieder einmal ein Erlebnis der besonderen Art. Marc Buschle, der ja vor einigen Jahren mit Aalen den deutschen Meistertitel gewonnen hat, wurde vom KSV und dem Publikum gewohnt freundlich und herzlich in der Aalener Greuthalle aufgenommen. „Ich habe immer ein Gänsehautgefühl, wenn ich da auf die Matte gehe. Und meinen Gegner Emzarios Bentinidis kenne ich ja noch gut aus der gemeinsamen Zeit im Aalener Team.“ Und zum heimischen Gefühl trug auch noch bei, dass unter den 350 Zuschauern auch etwa 50 Nendinger Fans zur Unterstützung mit angereist waren.

Dieser sportlich faire Umgang zeigte sich beispielsweise auch darin, dass der Physiotherapeut des KSV nach dem Kampf sich auch um Marc Buschle kümmerte. Und als Eduard Kratz im letzten Kampf des Abends sich eine Verletzung zuzog, da war der Aalener „Physio“ selbstverständlich auch sofort bereit, den Nendinger Siegringer zu behandeln.

Marc Buschle und Florian Schwarz hatten es übrigens nach dem Kampf besonders eilig, wieder nach Hause zu kommen. Sie wollten zumindest noch für zwei bis drei Stunden bei der Hochzeitsfeier ihres Vereinskollegen Daniel Reichle mit dabei sein. Marc Buschle hatte seinerseits ja ebenfalls erst vor wenigen Wochen mit seiner auch als Handballspielerin bekannten Frau Anne (geb. Epple) eine Sportlerhochzeit gefeiert.

Und ein weiterer ASV-Ringer hatte allen Grund zur Freude. Ghenadie Tulbea war während der Woche in seine moldawische Heimat zurückgereist und konnte am Mittwoch bei der Geburt eines gesunden Sohnes mit dabei sein. Auch an dieser Stelle soll „Ghena“ und seiner Frau Raisa herzlich gratuliert werden.

Ein weiterer Glückwunsch galt an diesem Wochenende dem Webmaster des ASV Karl Greiner. Er hatte in Zusammenarbeit mit einer Spaichinger Firma ein neues Gesicht der Homepage des ASV Nendingen entwickelt und am Samstag ins Netz gestellt. Allen Ringsportfreunden sei ein Klick auf „www.asv-nendingen.de“ empfohlen, wo mit Bildern und Texten ausführlich über den ASV berichtet wird.

ASV Nendingen - SVG Weingarten 13:23

Artikel vom 19.09.2010, Autor: Fitz Reichle, Views: 4046, Kommentare: 0

Der deutsche Vizemeister zu stark für den ASV Nendingen

Der ASV Nendingen hat am Samstag die Überlegenheit des deutschen Vizemeisters SVG Weingarten anerkennen müssen. Die Niederlage fiel mit 13:23 etwas deutlicher aus, als manche erwartet hatten. Doch die favorisierten Gäste traten bis auf eine Ausnahme mit ihrer allerstärksten Aufstellung an, um gegen Nendingen überhaupt kein Risiko einzugehen.
Wie auch SVG-Trainer Frank Heinzelbecker einräumte, fiel der Sieg der Nordbadener zu deutlich aus und spiegelt das Kräfteverhältnis in der vom Regio-TV Euro3 aufgezeichneten interessanten Begegnung nicht richtig wider.
Mindestens drei der Niederlagen waren sehr knapp und umstritten. Doch drei Siege durch Ghenadie Tulbea, Sergios Solontkis und Eduard Kratz und nur zwei weitere Rundengewinne waren in der Endabrechnung für den ASV zu wenig. Dass aber auch Niederlagen wie Siege gefeiert werden können, zeigt das Beispiel von Baris Diksu. Gegen den finnischen Europameister Jani Haapamäki gewann er sogar eine Runde und seine starke Leistung wurde von den 850 Zuschauern in der Mühlauhalle zu Recht gewürdigt.
Schon im ersten vorgezogenen Kampf erfüllten sich die ASV-Hoffnungen nicht ganz. Georgi Sredkov (96 kg F) stand zwar im 1. und im 3. Durchgang kurz vor dem Rundengewinn. Doch mit fast sechs Kilogramm Gewichtsvorteil nutzte Johannes Kessel, der deutsche WM-Vertreter in Moskau, seine körperlichen Vorteile doch zum Sieg mit 3:0. Den Erwartungen der Zuschauer entsprach jedoch Ghenadie Tulbea (55 kg) wieder vollauf. Mit seinen blitzschnellen Beinangriffen gegen den deutschen Spitzenringer Christoph Ewald entzückte er das Publikum erneut mit einem Überlegenheitssieg mit 14:2 Punkten. Weniger lebhaft war naturgemäß die Auseinandersetzung zwischen den beiden „Schwergewichten“ in der Klasse bis 120 Kilogramm. Unter den beiden mehrfachen WM-Medaillengewinnern setzte sich letztlich der athletischer wirkende Mihaly Deak-Bardos gegen den ASV-Vertreter Mindaugas Mizgaitis mit 3:1 durch.
Wie schon erwähnt präsentierte sich Baris Diksu (60 kg) in toller Form. Trotz seiner Punktniederlage rechtfertigte er seine Aufstellung mit einer starken Vorstellung, während sein Weltklassegegner mit arroganten und unsportlichen Allüren das Publikum verärgerte. Gergö Wöller, der ungarische EM-Dritte von 2008, war für Florian Schwarz (66 kg F) auch diesmal eine Nummer zu groß. So sehr sich „Lotte“ auch bemühte, sein Gegner hatte immer die bessere Antwort und auch Kampfrichter Ralf Schick (Kappel) hatte er nicht auf seiner Seite.
Bei einem Pausenstand von 6:13 zeichnete sich damit schon ein kaum aufzuholender Rückstand für Nendingen ab.
Allerdings nutzte Sergios Solontkis (84 kg G) dann konsequent den einzigen Schwachpunkt in der Formation der Weingartener mit einem blitzsauberen Schultersieg in der 2. Minute gegen Philipp Lakes, um auf 10:13 zu verkürzen. Die nächsten drei Kämpfe gingen dann aber wieder an die Gäste. Benjamin Raiser (66 kg G) kämpfte gut gegen Ionut Panait, den rumänischen EM-Vizemeister von 2008. Der erwies sich vor allem in der Bodenlage als einen Tick besser, doch „Benschi“ konnte immerhin eine Überlegenheitsniederlage vermeiden. Auch Marc Buschle (84 kg F) kann eine gute Leistung gegen den starken Russen Bekhan Kurkiev bescheinigt werden. Doch in jeder Runde holte der Gast eben doch den einen nötigen Punkt zum Sieg.
Als völlig offen war der Kampf in der Klasse bis 74 Kilogramm im freien Stil angesehen worden. Aber auch hier holte sich der mehrfache rumänische Meister Szabolcs Laszlo für die die SVG einen denkbar knappen Punktsieg, während die Angriffsversuche von Sandor Tözser nicht belohnt wurden. Einen versöhnlichen Abschluss schaffte dann Eduard Kratz (74 kg G) mit einem nicht unbedingt zu erwartenden Sieg gegen den mehrfachen deutschen Meister Adam Juretzko. „Edi“ war trotz erbitterter Gegenwehr zwei Mal mit einem Durchdreher erfolgreich und demonstrierte erneut seine Klasse und seinen Wert für den ASV.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
96 kg F: Georgi Sredkov – Johannes Kessel 0:3 (PS 1.1/0:7/4:6). – 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Christoph Ewald 4:0 (TÜ 3:2/5:0/6:0). – 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis – Mihaly Deak-Bardos 1:3 (PS 1:0/0:1/0:1/0:1). – 60 kg G: Baris Diksu – Jani Haapamäki 1:3 (PS 2:0/0:4/0:1/0:3). – 66kg F: Florian Schwarz – Gergö Wöller 0:4 (TÜ 0:4/0:4/0:6). - 84 kg G: Sergios Solontkis – Philipp Lakes 4:0 (SS bei 3:0). – 66 kg G. Benjamin Raiser – Ionut Panait 0:3 (PS 0:3/0:3/0:4). – 84 kg F: Marc Buschle – Bekhan Kurkiev 0:3 (PS 0:1/0:1/0:2). – 74 kg F: Sandor Tözser – Szabolcs Laszlo 0:3 (PS 0:1/0:1/1:1). – 74 kg G: Eduard Kratz – Adam Juretzko 3:1 (PS 0:1/1:0/1:0/2:0). Endstand 13:23.

ASV Nendingen holt beim Grenzlandturnier in Kriessern den dritten Sieg in Folge

Artikel vom 21.06.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4600, Kommentare: 0

Im dritten Jahr in Folge hat der ASV Nendingen das wieder gut besetzte Internationale Grenzlandturnier in Kriessern gewonnen. Auch diesmal waren die Nendinger in der Schweiz die klar dominierende Mannschaft und gewannen alle fünf Kämpfe überlegen.

Dabei waren die Vorzeichen nicht einmal günstig gewesen, da Benjamin Raiser und Markus Eichin kurzfristig aus beruflichen Gründen absagen mussten. Doch ihr Fehlen wurde durch die Siegesserien der anderen Ringer mehr als kompensiert. Baris Diksu, Florian Schwarz, Marc Buschle und der erstmals eingesetzte Viorel Ghita siegten in allen fünf Kämpfen. Und da wollten die beiden Trainer nicht zurückstehen. Auch Volker Hirt war fünf Mal siegreich und Co-Trainer Adrian Ozsda konnte nach vier Siegen mit einer leichten Verletzung auf einen Einsatz im letzten Finalkampf vorsorglich verzichten. Rando Sauter musste sich nach drei Siegen nur gegen zwei ganz starke Ringer geschlagen geben und auch der junge Cederic Mühlmann, der für Markus Eichin eingesprungen war, konnte mit einem Schultersieg gefallen. Für Benjamin Raiser wurde in den beiden Finalbegegnungen der Mühlbacher Michael Wettlin als Gastringer eingesetzt Und auch er konnte mit einem Sieg ebenfalls überzeugen.

In den Gruppenbegegnungen gewann der ASV Nendingen am Samstag zunächst gegen die RR Brunnen mit 22:8. Auch die schweizerische Kampfgemeinschaft aus Oberriet und Weinfelden wurde mit 25:7 klar bezwungen. Am Sonntag leistete der österreichische Vizemeister KSV Götzis zwar heftige Gegenwehr, blieb aber beim 25:11 ebenfalls chancenlos.In den anschließenden Finalbegegnungen gegen die beiden Ersten der anderen Gruppe traf man zunächst auf den SC Isaria Unterföhring. Auch der Meister der Bayernliga musste beim 22:8 die Überlegenheit des Bundesligisten anerkennen. Im letzten Finalkampf konnte auch der schweizerische Vizemeister RS Freiamt den Siegeszug der Nendinger nicht stoppen. Mit 23:12 Punkten machte der ASV die Pokalverteidigung perfekt und ließ sich wie in den beiden Vorjahren als Turniersieger feiern.

Am kommenden Wochenende setzen die Nendinger Bundesligaringer ihre Testserie fort. Bei einem Turnier in Arad in Rumänien werden sechs Nendinger Ringer erneut internationale Wettkampfatmosphäre schnuppern und sich unter Turnierbedingungen auf die kommende Saison vorbereiten.

ASV Nendingen hat in der Bundesliga viel vor

Artikel vom 16.06.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6078, Kommentare: 1

Mit ehrgeizigen Zielen gehen die Ringer des ASV Nendingen in ihre dritte Saison in der 1. Bundesliga. Bei ihrem Debüt in der höchsten Klasse hatten die Nendinger vor zwei Jahren mit Siegen gegen Nürnberg den Klassenerhalt gesichert. Im letzten Jahr hatten sie schon mit einem fast ausgeglichenen Punkteverhältnis einen Mittelfeldplatz erobert und schon manchen Favoriten ins Schwitzen gebracht. In dieser Saison nun will der ASV sogar im Kampf um die begehrten Endrundenplätze mitmischen. Das ist in der Westgruppe der 1. Liga aber alles andere als einfach.

Die letzte Saison hat gezeigt, dass die Mannschaften hier eindeutig stärker sind als in der Ostgruppe. Mit dem neuen deutschen Meister KSV Aalen, dem SVG Weingarten und dem KSV Köllerbach sind hier die drei offensichtlich besten deutschen Teams vertreten. Da aber nur vier Mannschaften aus jeder Gruppe in die Play-Offs einziehen, wird der Kampf um den 4. Platz ganz eng werden. In der letzten Saison lagen die RG Mömbris-Königshofen, der ASV Mainz und der KSK Neuss vor den Nendingern. Nun kommen außerdem neben der RKG Freiburg mit den beiden Aufsteigern TKSV Bonn.Duisdorf und TSV Musberg zwei weitere starke Mannschaften hinzu. Alle bisherigen Informationen deuten darauf hin, dass sich alle Vereine weiter enorm verstärkt haben.Auch der ASV Nendingen hat sich deswegen auch ein Stück weiter aus dem Fenster gelehnt und hat sich zusätzlich zum im Wesentlichen unveränderten bisherigen Kader mit weiteren Ringern verstärkt. Die bisherigen Stammringer Ghenadie Tulbea, Baris Diksu, Florian Schwarz, Benjamin Raiser, Eduard Kratz, Sergios Solontkis, Marc Buschle, Andreas Miekeley und Markus Eichin werden auch in diesem Jahr den Kern der Mannschaft bilden. Das war ein Herzensanliegen des ASV-Vorsitzenden Reiner Schilling, der auch nach seinem familiären Schicksalsschlag durch den Unfalltod seines Sohnes weiterhin „seinen“ ASV maßgeblich leiten wird. Unterstützt wird er dabei unter anderem vom neuen Sportvorstand Werner Marquardt, der das Konzept für die neue Saison mitgeprägt hat: „ Wir müssen einen Kader haben, in dem auch verletzungsbedingte Ausfälle gleichwertig aufgefangen werden. Und wir dürfen für die Gegner in unserer Aufstellung nicht mehr so leicht auszurechnen sein wie bisher.“In der Presse bereits vorgestellt wurde die Verpflichtung von Florin Gavrila, der für Florin Matei künftig in der Klasse 55 kg griechisch-römisch eingesetzt wird. Neben der Rückkehr von Rando Sauter, der vorwiegend in der 2. Mannschaft in der Oberliga (55 kg F) eingesetzt werden wird, bedeutet auch der Zugang des jungen Viorel Ghita (74 kg F) eine Verstärkung der Oberligamannschaft als auch eine weitere Option für die „Erste“.Nun kann der ASV Nendingen sechs weitere Ringer vorstellen, die ganz gezielt den Bundesligakader verstärken werden. Für Bastian Bentz wird künftig der 21-jährige Ungar Sandor Tözser eingesetzt, der in der letzten Saison für den ASV Hof in der Bundesliga Ost ungeschlagen blieb. Da Marc Buschle nach der neuen Regelung einer Gewichtstoleranz von 2 kg künftig wieder in seiner alten Klasse bis 84 kg ringen will, wird nun die Klasse bis 96 kg im Freistil durch Georgi Sredkov abgedeckt. Der früher für den KSV Köllerbach startende Bulgare hat mit seinem Sieg bei der Landesmeisterschaft vor 4 Wochen nachgewiesen, dass er wieder in absoluter Topform ist.Für das Schwergewicht im klasssichen Stil wurde mit Mindaugas Mizgaitis ein Ringer verpflichtet, der die Klasse bis 120 kg nicht nur gewichtsmäßig voll ausschöpft. Er hat mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Peking und dem 3. EM-Platz in diesem Jahr nachgewiesen, dass der ASV in ihm ein Schwergewicht in jeglicher Hinsicht verpflichten konnte. Andreas Miekeley wird künftig also überwiegend in seiner angestammten Gewichtsklasse von 96 kg eingesetzt werden. Und „der Bär“ Markus Eichin wird weiterhin die Klasse bis 120 kg im freien Stil abdecken.Der ASV Nendingen hat außerdem drei weitere Klasseringer verpflichtet, die ganz gezielt bei Ausfällen oder bei besonderen Kämpfen eingesetzt werden sollen. Der 22-jährige Bulgare Aleksandar Kostadinov kann in den leichten Gewichtsklassen im griechisch-römischen Stil eingesetzt werden. Er war 2008 Juniorenweltmeister und belegte im letzten Jahr Platz drei bei der EM der Aktivenklasse. Der Rumäne Yan Ceaban steht zur Verfügung, falls in der Klasse bis 66 oder 74 kg im freien Stil Bedarf besteht. Und mit dem Ukrainer Taras Danko, ebenfalls Bronzemedaillengewinner in Peking, hat der ASV ein weiteres Trumpf-Ass im freien Stil der Klassen bis 84 oder 96 kg in der Hinterhand.Mit diesen spektakulären Verpflichtungen hat der ASV Nendingen natürlich seine sportlichen Möglichkeiten deutlich erweitert. Er hat dennoch nicht seinen finanziellen Spielraum überschritten. Wohl aber hat er die Voraussetzungen geschaffen, dass in der am 14. August beginnenden Bundesligasaison in der Mühlauhalle Weltklassesport geboten wird und vielleicht sogar das Traumziel einer Endrundenteilnahme möglich sein kann. Für die kommende Saison läuft der Vorverkauf der Dauerkarten schon auf Hochtouren. Und durch den in den Sommerferien durchgeführten Umbau der Mühlauhalle gibt es die Möglichkeit, den VIP-Bereich noch zu erweitern. Die Verpflegung der VIP-Gäste wird nun in den bisher als Kraftraum benutzten Bereich verlegt.Jedoch hat der ASV nicht nur die Bundesliga im Blickpunkt. Genau so wichtig wird in diesem Herbst das Auftreten der 2. Mannschaft in der Oberliga sein, wo man beispielsweise auf die bisherige Bundesligamannschaft des AB Aichhalden oder die befreundeten Mannschaften aus Ehningen und Neckargartach trifft. Also sind auch hier höchst attraktive Kämpfe zu erwarten. Da in dieser Klasse eine Beschränkung auf maximal zwei Ausländer gilt, stehen hier natürlich noch mehr heimische Ringer im Mittelpunkt.

ASV Nendingen siegt beim Großen Preis von Baden-Württemberg in Baienfurt

Artikel vom 14.06.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4964, Kommentare: 0

Ihren ersten großen Test vor der am 14.August beginnenden Bundesligasaison haben die Ringer des ASV Nendingen mit Bravour bestanden. In Baienfurt wiederholten sie beim Großen Preis von Baden-Württemberg ihren Vorjahressieg. Mit 36 Punkten lag der ASV Nendingen in der Vereinswertung unter den 52 vertretenen Vereinen erneut ganz vorne. Damit konnten die Schützlinge von Trainer Volker Hirt den begehrten Wanderpokal wieder heim ins Nendinger Ringerlokal holen, wo sie sich vorher gewissenhaft auf die anstehenden Kämpfe vorbereitet hatten.

Mit Adrian Ozsda (74 kg G), Marc Buschle (96 kg F) und dem Doppelsieger Markus Eichin (120 kg F und G) gingen auch vier Einzeltitel an die Donau. Darüber hinaus überzeugten vor allem auch Florian Schwarz als Zweiter (66 kg F), Baris Diksu als Dritter (60 kg G) und Benjamin Raiser (66 kg G) mit einem 5. Platz. Aber auch Marco Schmid, Steffen Baur, Dominik Hipp und Florian Hermann lieferten in Baienfurt tolle Kämpfe. Im griechisch-römischen Stil hatte Adrian Ozsda in der Klasse bis 74 kg im Feld der 24 Teilnehmer Schwerstarbeit zu verrichten. Erst nach fünf Siegen hatte er sich ins Finale durchgekämpft und traf hier auf den für den Schweizer Vizemeister RS Freiamt startenden Ungar Laszlo Kacsor. Bei seinem Sieg mit 6:0/0:2/6:0 demonstrierte der Nendinger Co-Trainer nicht nur seine tolle Technik sondern auch seine hervorragende Kondition. In dieser Klasse kam Marco Schmid auf Platz 12. Gegen Laszlo Kacsor unterlag er nur mit 0:1/0:1. Nach zwei Siegen unter anderem gegen Michael Kalmbach (SV Dürbheim) unterlag er dann nur dem württembergischen Meister Hans-Jörg Scherr (KSV Aalen). Einen sehr guten 5. Platz in dieser Klasse holte der für den SV Dürbheim ringende Mühlheimer Maximilian Stumpe, der mit seinem Bruder David Stumpe als Vierter der Klasse bis 84 kg für Platz 19 des SV Dürbheim in der Vereinswertung sorgte.Den zweiten Titel für den ASV Nendingen im klassischen Stil holte Markus Eichin gewohnt souverän in der Klasse bis 120 kg. Nach zwei Siegen besiegte er in Finale auch den diesjährigen württembergischen Meister Eduard Popp. Schon vorher hatte er sich konkurrenzlos den Titel in seiner Spezialdisziplin, dem Freistil, gesichert. Einen guten 3. Platz belegte Baris Diksu in der Klasse bis 60 kg. Nach vier Siegen unterlag er in seinem Pool nur Christoph Scherr (SV Untergriesbach) und besiegte im Kampf um Platz 3 den Österreicher Stefan Seigl vom KSV Götzis. Steffen Baur traf hier nach einer Niederlage gleich auf seinen Vereinskollegen Baris Diksu, dem er nach gutem Kampf nur nach Punkten unterlag und damit auf Platz 10 landete. Eine unglückliche Auslosung hatte in der Klasse bis 66 kg Benjamin Raiser. Alle Favoriten unter den 16 Startern waren in seinem Pool. Nach 3 Siegen unter anderem gegen den Nürnberger Bundesligaringer Marco Greifelt verlor er gegen den Georgier Marad Abuladze denkbar knapp mit 0:1/0:1 und auch gegen seinen alten Rivalen Patrick Sorg vom KSV Aalen mit 0:1/0:2. Mit seinem vierten Sieg sicherte er sich dann aber noch Platz 5 in dieser starken Klasse.Im Freistil sorgte Marc Buschle für den wohl wertvollsten Titel aus Nendinger Sicht. Im Finale der Klasse bis 96 kg traf er nämlich auf den stark verbesserten Freiburger Viktor Reh, der im März bei der deutschen Meisterschaft mit einem 2. Platz überrascht hatte. Auch in diesem Kampf ging der Freiburger zunächst mit 2:0 in Führung. Dann aber zeigte das Nendinger Ass, dass er von seinem Können noch nichts verlernt hat. Mit 4:0/4:0 in den nächsten beiden Runden wies er den DM-Zweiten bei diesem Turnier in die Schranken. Diese Leistung macht Freude auf die Kämpfe von Marc Buschle in der kommenden Mannschaftsrunde. Etwas Pech hatte Florian Schwarz in der Klasse bis 66 kg. Nasch vier Siegen traf er im Finale auf den starken Tobias Ketterer. „Lotte“ schien auch diesmal den Freiburger nach 1:0 in der 1. Runde im Griff zu haben. Doch dann ging er gegen den letztjährigen DM-Fünften im zweiten Durchgang unglücklich auf die Schultern und musste sich mit dem dennoch guten 2. Platz zufrieden geben.Für Dominik Hipp blieb in der Klasse bis 74 kg nach zwei Punktniederlagen Platz 15. Und der Nachwuchsringer Florian Hermann überraschte in der Klasse bis 55 kg mit einem Auftaktsieg. Nach drei Niederlagen stand für ihn dann der gute 4. Platz zu Buche.

Marc Buschle trainiert Mutpol-Schüler

Artikel vom 03.05.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4189, Kommentare: 0

Hochbetrieb herrschte im Mattenraum im Ringerlokal des ASV Nendingen am Freitagnachmittag.
Ein Dutzend Mutpol-Schüler im Alter von 8 – 13 Jahren waren auf Einladung von Marc Buschle, dem Ringer-Ass des ASV Nendingen zu einem Schnuppertraining gekommen.
Marc Buschle agiert ja seit Jahren schon gemeinsam mit der Biathletin Simone Hauswald als Botschafter von Mutpol, um diese soziale Tuttlinger Einrichtung in vielerlei Hinsicht zu unterstützen. Nachdem in der letzten Saison schon eine Gruppe von Mutpol einen Bundesligakampf des ASV Nendingen besucht hatte, bot es sich natürlich an, die Schüler nun selbst mal auf die Matte zu schicken.
Begleitet von ihren Erziehern Arno Zehnder, Christoph Greiner und Jochen Kiem nutzten sie gerne die Gelegenheit sich selbst auf der Matte zu testen. Und schon nach einigen bei den Ringern beliebten Aufwärmspielen ging es mit hochroten Köpfen ans erste Techniktraining. Den Armzug als klassischen Ringergriff beherrschten die meisten Gäste schon bald recht gut. Dann demonstrierte Marc Buschle den Doppelbeinangriff der Freistilringer und mehr als einmal konnte er seine Schützlinge loben: „Du bist ein richtiges Talent.“ Bevor es dann wie mit Alessandro gegen Tobias an die ersten Zweikampfversuche mit Schiedsrichter ging, hatte der Trainer natürlich einige Fragen zu beantworten: Wie oft trainiert man? Wie sieht das aus mit der Einteilung der Gewichts- und Altersklassen? Wie viele Punkte bringt ein solcher Griff? Und als die Rede auf das Trainingsgerät der Ringerpuppen kam, musste Marc Buschle unter großem Applaus einen dreifachen Salto mit der schweren Puppe demonstrieren. Und als Höhepunkt forderte dann der 12-jährige Christian mit seinen 42 kg den deutschen Meister von 2006 in der Klasse bis 84 kg zum ultimativen Zweikampf heraus. Nachdem Marc Buschle eine Minute lang die ständigen Angriffsversuche seines Gegners abgewehrt hatte, kam Christian dann mit dem vorher gelernten Armzug zur entscheidenden Dreierwertung für den „Sieg“ des Herausforderers. Und so wie der 13-jährige Marius war mancher der Gäste überzeugt: „Ich komme da jetzt öfters zum Training her.“


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Schweres Auftaktprogramm für den ASV Nendingen

Artikel vom 09.04.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4260, Kommentare: 0

Schweres Auftaktprogramm für den ASV Nendingen in der Bundesliga

Die Terminlisten für die Ringersaison stehen nun auch für die 1. Bundesliga weitgehend fest. Dabei hat der ASV Nendingen die schwersten Gegner gleich zum Rundenbeginn.
Der Startschuss für die 1. Bundesliga ist vom DRB auf Grund eines Antrags des ASV Nendingen um eine Woche auf den 14. August verschoben worden. Die Nendinger hatten bekanntlich wegen der Sommerferien, die in Baden-Württemberg und Bayern erst relativ spät beginnen, um eine Verschiebung sogar um zwei Wochen gebeten. „Der neue Termin ist nicht ideal, aber das ist eine Lösung, mit der wir leben können“, meint der ASV-Vorsitzende Reiner Schilling. Da in der Mühlauhalle aber in den Ferien erst noch Renovierungsarbeiten anstehen, ist er froh, dass der erste Heimkampf erst am 21. August ausgetragen wird.
Zum Auftakt haben die Nendinger beim KSV Köllerbach gleich einen ganz schweren Brocken vor sich. Die Aufgabe beim deutschen Meister der Saison 2008/09 dürfte für den ASV wohl unlösbar sein. Aber dann geht es auch hammerhart weiter. In den ersten fünf Kämpfen steht man ausgerechnet gleich den fünf Erstplatzierten der vergangenen Saison gegenüber. Zum ersten Heimkampf am 21.8. kommt die RWG Mömbris-Königshofen und dann geht die Reise zum ASV Mainz. Nach der WM-Pause in den ersten beiden Septemberwochen kommt der deutsche Vizemeister, die SVG Weingarten, in die Mühlauhalle. Und am 25. September steht das württembergische Derby beim aktuellen deutschen Meister KSV Aalen an.
Auf die vier vermeintlich leichteren Gegner trifft der ASV Nendingen dann erst zum Ende der Vorrunde im Oktober. Die RKG Freiburg und der Aufsteiger TKSV Bonn-Duisdorf kommen als Gäste. Zum zweiten Aufsteiger, dem TSV Musberg, und zum KSK Neuss müssen die Nendinger zunächst auswärts antreten. Der ASV darf sich also beim wahrscheinlich schwierigen Start bei nicht zu vermeidenden Niederlagen nicht gleich beirren lassen. Allerdings, wenn das Traumziel einer Qualifizierung für die Endrunde gelingen sollte, dann muss auch ab und zu gegen die „Großen“ gepunktet werden. Alle Heimkämpfe des ASV werden wieder in der Mühlauhalle ausgetragen werden. Die neue Nendinger Mehrzweckhalle ist zum Rundenbeginn noch nicht fertig und ein Wechsel während der Saison ist organisatorisch nicht möglich.
Bei drei Kampftagen in der Mühlauhalle wird übrigens auch der frischgebackene Oberligist ASV Nendingen II gemeinsam mit der Bundesligamannschaft im Vorkampf zu sehen sein. Die meisten anderen Heimkämpfe der Zweiten finden dann separat in der Nendinger Halle statt. Dabei kommt es beispielsweise in Nendingen am 9. Oktober zum mit Spannung erwarteten Bezirksderby gegen den AB Aichhalden, der bekanntlich freiwillig aus der 2. Bundesliga abgestiegen ist und nun in der Oberliga auf die Nendinger Zweite trifft. Und am 30.Oktober ist mit dem AV Sulgen eine weitere attraktive Mannschaft aus dem Bezirk zu Gast.
Der ASV Nendingen bemüht sich zwar in zwei Fällen noch um einen Tausch zwischen Vor- und Rückkampf, doch im Wesentlich steht der Terminplan nun fest

Die Vorrundentermine im Einzelnen:

Bundesliga: 14.8. KSV Köllerbach – ASV Nendingen, 21.8. ASV Nendingen – RWG Mömbris-Königshofen, 28.8. ASV Mainz – ASV Nendingen, 18.9. ASV Nendingen – SVG Weingarten, 25.9. KSV Aalen – ASV Nendingen, 2.10. TSV Musberg – ASV Nendingen, 3.10. ASV Nendingen – RKG Freiburg, 9.10. KSK Neuss – ASV Nendingen, 16.10. ASV Nendingen – TKSV Duisdorf

Oberliga: 4.9. AV Sulgen – ASV Nendingen II, 11.9. ASV Nendingen II – VFL Obereisesheim, 18.9. KG Dewangen/Fachsenfeld – ASV Nendingen II, 25.9. VFL Neckargartach – ASV Nendingen II, 2.10. ASV Nendingen II – KSV Aalen II, 3.10. TSV Herbrechtingen – ASV Nendingen II, 9.10. ASV Nendingen II – AB Aichhalden, 16.10. AC Röhlingen – ASV Nendingen II

3. Jugend-Grenzlandturnier

Artikel vom 28.03.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 2236, Kommentare: 0

Die jüngsten ASV-Ringer überzeugen in Gottmadingen

Sehr zufrieden konnte Marc Buschle mit seinen jüngsten Schützlingen vom ASV Nendingen am Samstag sein. Beim Internationalen Grenzland-Jugendturnier in Gottmadingen im Freistil der E-, D- und C-Klassen sicherte sich der ASV-Nachwuchs den 2. Platz in der Vereinswertung hinter dem KSV Taisersdorf. Trainer Marc Buschle zeigte sich begeistert: „Das war eine sehr schöne Veranstaltung. Und auch alle meine Ringer haben mich mit sehr guten Leistungen überzeugt.“ Von den 7 Nendinger Teilnehmern holten sich Tim Baur, Tobias Geiselmann und Heiko Plünske Klassensiege und die Geschwister Dominik und Katja Reichle wurden gute Zweite. Sie alle konnten sich über schön gestaltete Ringerskulpturen als Pokale freuen. In der E-Jugend dominierte der ASV die Klasse bis 21 kg. Heiko Plünske holte sich ungeschlagen den 1. Platz und seine Vereinskollegin Katja Reichle kam als einziges Mädchen dieser Klasse auf den hervorragenden 2. Platz. In der D-Jugend holte sich Tobias Geiselmann den Pokal in der Klasse bis 27 kg. Und Tim Stiller (31 kg) platzierte sich als guter Vierter. Souveräner Sieger in der C-Jugend bis 38 kg wurde einmal mehr Tim Baur. Keiner seiner 8 Konkurrenten konnte ihn auch nur annähernd gefährden. Gut hielt sich auch Dominik Reichle (34 kg). Nur gegen seinen „alten“ Rivalen Andreas Rauch (KSV Taisersdorf) musste er sich geschlagen geben. Auch Ronny Preilipper (31 kg) hielt sich als Dritter gut. Obwohl er noch nicht lange auf der Matte aktiv ist, zeigte er schon eine starke Leistung.

ASV Nendingen bei Landesmeisterschaften erfolgreich

Artikel vom 08.02.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4471, Kommentare: 0

ASV Nendingen bei Landesmeisterschaften erfolgreich: 3 Meister und 3 Vize-Meister

Bei den württembergischen Meisterschaften im Freistil haben die Ringer des ASV Nendingen wieder einmal aufgetrumpft. Mit drei Meistertiteln und drei 2. Plätzen waren sie in Ebersbach auf dem Siegerpodest vertreten. Bei den Männern siegten Marc Buschle und Markus Eichin. In der C-Jugend holte Tim Baur überlegen die Meisterschaft und auch Dominik Reichle überzeugte als Zweiter. Vizemeister wurden auch Steffen Baur in der A-Jugend und Manuel Behr in der B-Jugend.

Völlig ungefährdet waren am Samstag Marc Buschle und Markus Eichin. Marc Buschle setzte sich in der Klasse bis 96 kg mit Siegen gegen Rudolf Münkle (KSV Unterelchingen) und Pierre Pardon (ASV Schwäbisch Hall) souverän durch. Und Markus Eichin dominierte genauso klar mit drei Überlegenheitssiegen in der Klasse bis 120 kg. In der Klasse bis 74 kg traten Marco Schmid und Dominik Preilipper an. Marco Schmid als Greco-Spezialist hielt sich auch im freien Stil gut und kam mit einem Sieg bei zwei Niederlagen auf Platz 7. Achter wurde hier Dominik Preilipper bei seinem ersten Auftritt bei Landesmeisterschaften.

Mit vier überlegenen Siegen sicherte sich Tim Baur (34 kg) am Sonntag in seinem Pool den 1. Platz. Erst im Finalkampf hatte er gegen Peter Eckstein (TSV Dewangen) härteren Widerstand zu überwinden, setzte sich aber dennoch als neuer Landesmeister durch. Auch Dominik Reichle (31 kg) holte sich mit drei Siegen Rang 1 im Pool. Im Endkampf musste er aber die Überlegenheit von Nico Weingart (TSV Dewangen) anerkennen. Die Vizemeisterschaft ist dennoch auch für ihn ein großer Erfolg.

Ebenfalls glänzende Zweite wurden Manuel Behr und Steffen Baur. Manuel Behr (54 kg B-Jugend) feierte im Pool drei souveräne Überlegenheitssiege. Im Finale setzte sich dann jedoch Kai Rösch (TSV Ehningen) mit einem knappen Punktsieg durch, was die tolle Leistung des Nendinger Talents aber nicht schmälert. Die Vize-Meisterschaft sicherte sich auch Steffen Baur in derselben Gewichtsklasse der A-Jugend. Nach zwei Siegen hatte er seinen Pool gewonnen. Im Endkampf setzte sich dann aber die Sonderklasse des deutschen Jugendmeisters Marc Luithle (AV Sulgen) durch, der Steffen Baur auf Platz zwei verwies.

Auch wenn es nicht zu Podestplätzen reichte, so konnten auch die anderen Nendinger Jugendringer gefallen. In der A.Jugend waren Robin Baur und Kevin Mägerle in der Klasse bis 50 kg in ihren Pools nach je zwei Siegen und zwei Niederlagen Dritte. Im Kampf um Platz 5 verwies dann Robin Baur seinen Vereinskollegen auf Platz 6. Ebenfalls Sechster wurde Attila Tolvaj (58 kg) nach guter Leistung und zwei Siegen bei drei Niederlagen. Florian Hermann landete hier auf Platz 16. Pascal Lang (63 kg) musste sich zwei Mal geschlagen geben, holte aber mit einem Sieg Platz 9. Und in der B-Jugend gefiel Lukas Stiller (38 kg) als Sechster. In seinem Pool wurde er guter Dritter und musste sich im Kampf um Platz 5 nur knapp geschlagen geben.

Jugend des ASV Nendingen holt auch im Freistil 4 Meistertitel

Artikel vom 25.01.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 3746, Kommentare: 0

Nach ihren Erfolgen im klassischen Stil am vorigen Wochenende war der Ringernachwuchs des ASV Nendingen am Samstag in Trossingen auch im freien Stil sehr erfolgreich. Wie in Sulgen gab es nun auch in Trossingen bei den Bezirksmeisterschaften 8 Podestplätze darunter vier Meistertitel. Zur Freude von Jugendtrainer Marc Buschle, der von Markus Baur, Gerd Reichle und Stefan Rutschmann bei der Betreuung unterstützt wurde, gaben alle 16 ASV-Teilnehmer jeweils ihr Bestes. Doppelmeister wurden Dominik Reichle und Tim Hubert Baur. Beide waren nach ihren Siegen in Sulgen jetzt auch im Freistil in der C-Jugend nicht zu schlagen. Die zwei weiteren Titel gingen auf das Konto von Manuel Behr (B-Jugend) und Heiko Plünske (E-Jugend).

Tim Hubert Baur setzte sich mit drei überlegenen Sieg ins Finale durch. Hier schulterte er auch Adrian Heim (KSV Winzeln) und dokumentierte dadurch seine überragende Stellung in der Klasse bis 34 kg. Genauso souverän präsentierte sich Dominik Reichle in der Klasse bis 31 kg. Neben drei Schultersiegen hatte er nur in den beiden Begegnungen mit seinem Vereinskollegen Yunus Bakir bei seinen Punktsiegen härter zu kämpfen. Der aber holte sich nach vier Siegen unter den 11 Teilnehmern den tollen 2. Platz. Auf Rang 10 kam hier Ronny Preilipper.Manuel Behr (54 kg) holte sich seinen ersten Titel des Jahres nach zwei Schultersiegen gegen Valentin Baier (AV Sulgen). Nach drei entscheidenden Siegen wurde Heiko Plünske in der Klasse bis 21 kg zum ersten Mal Bezirksmeister. Katja Reichle wurde hier gute Vierte. Aber auch Lukas Stiller und Tobias Geiselmann, die in der Vorwoche Meister geworden waren, hielten sich auch im freien Stil ausgezeichnet. Lukas Stiller (B 38 kg) wurde diesmal von Robin Hezel (KSV Winzeln) nach Punkten besiegt und wurde immerhin Zweiter. Und Tobias Geiselmann (D 25 kg) kam mit Platz drei wieder auf das Siegerpodest.Gute Platzierungen gab es auch in der A-Jugend. In der Klasse bis 50 kg kamen Robin Baur und Kevin Mägerle auf die Plätze drei und vier. Robin Baur musste nur zwei ganz knappe Punktniederlagen einstecken, setzte sich aber im Kampf um Platz drei knapp nach Punkten gegen Kevin Mägerle durch. Ebenfalls gut gefallen konnten Tobias Müller und Marco Schullian (beide 63 kg), die die Plätze vier und fünf belegten. Das gute Abschneiden der ASV-Talente rundeten Lukas Geiselmann und Lars Füsslin (beide B 42 kg) sowie Tim Stiller (D 29kg) ab. Mit 46 Punkten belegte der ASV Nendingen in der Vereinswertung hinter dem AB Aichhalden, KSV Winzeln und der KG Baienfurt den guten 4. Rang.

ASV Nendingen plant für die nächste Saison

Artikel vom 25.01.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4107, Kommentare: 0

Der Kampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen wird demnächst in einem Finale zwischen dem SVG Weingarten und dem KSV Aalen entschieden. Zwei Mannschaften also aus der 1. Bundesliga West, die sich als eindeutig stärker als die Ost-Liga herausgestellt hat. Umso erstaunlicher, dass sich der ASV Nendingen in seinem 2. Jahr in der 1. Liga mit einer fast ausgeglichenen Punktebilanz im Mittelfeld gegen scheinbar übermächtige Gegner so gut geschlagen hat. Im Feld der etwas schwächeren Mannschaften aus der anderen Gruppe wäre da vielleicht sogar ein Endrundenplatz möglich gewesen. Doch auch in der nächsten Saison wird die Konkurrenz für die Nendinger zu einer großen Herausforderung. Nach dem Abstieg der RG Hausen-Zell und des KSV Seeheim kommen vermutlich mit den beiden Aufsteigern TSV Musberg und TKSV Duisdorf zwei ehrgeizige neue Mannschaften, die sich im Oberhaus unbedingt halten wollen. Und neben den vier „Großen“, die sich für die Endrunde qualifiziert hatten, werden auch wieder der ASV Mainz und der KSK Neuss einen Spitzenplatz anstreben.

Für den ASV Nendingen geht es also darum, sich in diesem Umfeld möglichst gut zu behaupten. Die Planungen für die nächste Runde laufen natürlich schon lang auf Hochtouren. Der bisherige Kader bleibt im Wesentlichen erhalten. Nur Florin Matei wird den ASV wohl verlassen und auch Konstantinos Karpouzas, der nun in seiner griechischen Heimat sich auf seine berufliche Weiterbildung konzentrieren will, spielt in den Planungen keine große Rolle mehr.Dagegen haben die in der letzten Runde erfolgreichsten Ringer wie Ghenadie Tulbea, Eduard Kratz und Sergios Solontkis schon jetzt auch für 2010 fest zugesagt. So wird also wohl der bisherige Stamm auch in diesem Jahr den Kern der Bundesligamannschaft bilden. Dazu aber bemüht sich der ASV natürlich noch gezielt um Verstärkung in einzelnen Gewichtsklassen.Denn nicht nur die 1. Mannschaft hat sich viel vorgenommen, sondern auch die „Zweite“ steht nach ihrem Aufstieg in die Oberliga vor einer ganz schweren Aufgabe.
Nach seinem freiwilligen Rückzug aus der Bundesliga muss der AB Aichhalden hier als ein Favorit angesehen werden. Dazu kommen starke Mannschaften wie der VfL Neckargartach, TSV Ehningen, KSV Aalen II, KG Dewangen/Fachsenfeld und vielleicht auch der ASV Schorndorf, der den AV Sulgen verdrängen könnte. Um gegen solche Mannschaften bestehen zu können, braucht es natürlich einen starken und ausgeglichenen Kader. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 40 Ringer in den drei Aktiven-Mannschaften des ASV Nendingen eingesetzt. Und dieser Stamm sollte möglichst sowohl in der Quantität als auch in der Qualität noch gestärkt werden.Die Planungen des ASV sind allerdings durch eine in der Entstehungsgeschichte fragwürdige Entscheidung des DRB erschwert worden. Über die kurzfristig ins Spiel gebrachte Einführung einer Toleranz von 2 kg in den Gewichtsklassen der Bundesliga hieß es im Dezember noch, sie würde erst im Februar bei der Tagung der Bundesliga entschieden werden. Inzwischen aber verlautete, dass diese neue Regelung wohl definitiv kommen werde. Das ermöglicht den Vereinen natürlich eventuell ganz neue Aufstellungsmöglichkeiten, aber stellt eben auch plötzlich neue Fragen bei der Verpflichtung von Zugängen. So wäre beispielsweise für Bastian Bentz das Gewichtmachen auf 76 kg wesentlich einfacher als bisher auf 74 kg. Oder für Marc Buschle könnte die Gewichtsklasse „84 kg“ nun wieder ein Thema sein, wenn er „nur“ auf 86 kg abkochen müsste.Eine weitere Entscheidung des DRB würde den ASV Nendingen aber noch viel gravierender treffen. Der nun veröffentlichte Terminplan des DRB sieht den Start für die 1. Bundesliga ohne vorherige Rücksprache mit den Vereinen für den 7. August vor. Das wäre in Bayern gerade zu Beginn der Sommerferien und hier in Baden-Württemberg gerade nach der ersten Ferienwoche. Was das für die Zuschauerzahlen bedeuten würde, kann man sich leicht ausmalen. Dazu käme für den ASV Nendingen ein weiteres Problem. Die Mühlauhalle ist in den Ferien wegen dringender Renovierungsarbeiten voll gesperrt. Die neue Halle in Nendingen wird frühestens im September fertig. Reiner Schilling, der ASV-Vorsitzende hat deswegen in einem dringenden Schreiben an den DRB seinem Unmut Ausdruck verliehen: „Ein Beginn der Bundesliga ohne Zuschauer, mit nur einem Teil der Ringer und ohne Halle ist absolut nicht vorstellbar.“ Ein späterer Start, wie bisher auch, wäre ohne weiteres durch weitere Doppelkampftage möglich. Man kann gespannt sein, wie der DRB auf die Klagen aus Bayern und Baden-Württemberg reagieren wird. Zumal die beiden Länder gemeinsam mehr als die Hälfte der Bundesligavereine stellen.

Sportler sammeln Spenden

Artikel vom 31.12.2009, Autor: , Views: 4239, Kommentare: 0

Es ist die Idee von Simone Hauswald, Weltklasse-Biathletin und Botschafterin von Mutpol gewesen: Auch die Kinder, die über Weihnachten nicht nachHause können, sollen Geschenke bekommen.

Alle drei Botschafter von Mutpol, Simone Hauswald, Marc Buschle und Katrin Schad, erklärten sich spontan bereit, für diese Kinder aktiv zu werden.
Marc Buschle bat beim letzten Bundesligawettkampf die Zuschauer um Spenden, Simone Hauswald sammelte, trotz Weltcupstress, ebenso wie Katrin Schad. So kamen fast 1000 Euro für Geschenke zusammen.
Marc Buschle überreichte im Auftrag der drei Botschafter den Betrag an den Gesamtleiter Dieter Meyer und an den Bereichsleiter für das stationäre Wohnen, Wolf-Dieter Scheuring. Beide freuten sich riesig über dieses Engagement, gäbe es doch Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und sogar über die Weihnachtsfeiertage nicht nach Hause können. Die Mitarbeiter, die rund um die Uhr im Schichtdienst arbeiten, können, Dank dieser Spende, nun den Kindern schöne Weihnachts-Festtage gestalten und Wünsche in Erfüllung gehen lassen.
„Ohne Sie, ohne diese Hilfe der Botschafter von Mutpol, wäre dies undenkbar“, so Dieter Meyer, „wir danken Ihnen von ganzem Herzen“.

Mattensplitter 2009/7

Artikel vom 31.12.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4409, Kommentare: 0

Der Ringerkampftag am Samstag war für den ASV Nendingen in vielerlei Hinsicht ein denkwürdiges Ereignis. Rein sportlich waren natürlich die beiden Siege der 1. und 2. Mannschaft in ihren letzten Heimkämpfen schon ein schöner Erfolg. Wobei diesmal allerdings trotz des Kantersiegs der Bundesligaringer die Nendinger Zweite mehr im Blickpunkt stand. Mit ihrer Ehrung als Meister der württembergischen Verbandsliga wurde eine Erfolgsserie gewürdigt, die wohl ihresgleichen sucht. Vor 3 Jahren stieg der ASV Nendingen II in die Bezirksliga auf. Vor 2 Jahren qualifizierten sich die Donautäler dann in der Aufstiegsrunde für die Landesliga. Im letzten Jahr wurden sie ungeschlagen Meister der Landesliga. Und in dieser Saison schafften sie mit nur einer Niederlage den 4. Aufstieg in Folge in die Oberliga.

Die Erfolge der Ringermannschaften wirken sich nun aber auch immer stärker auf die Vereinsstruktur aus. Am Wochenende konnte der ASV über 20 neue Mitglieder verbuchen. Und so konnte sein Vorsitzender Reiner Schilling am Samstag das Überschreiten der Grenze von 400 Mitgliedern vermelden. Damit ist der ASV Nendingen nun der mitgliederstärkste Ringerverein im Bereich des württembergischen Ringerverbandes. Unter den neu Eingetretenen wurde nach der Bundesligabegegnung das 399., 400. und 401. Mitglied ausgelost und unter Mithilfe von Landrat Guido Wolf mit einem Geschenk bedacht.

Unmittelbar vor Weihnachten war aber noch ein anderer Aspekt von Bedeutung. OB Michael Beck rief zu Spenden im Rahmen der Aktion „Tuttlinger helfen Afrika“ auf, bei der wie auch in 31 weiteren Städten des Landes anlässlich der Fußball-WM 2010 Kindern in Afrika geholfen werden soll. Und so kam in der Mühlauhalle ein ansehnlicher Betrag für diese Aktion und die gleichzeitig durchgeführte Sammlung für Mutpol zusammen.

Und so kam es, dass Ringer-Ass Marc Buschle am Samstag mal in ganz anderer Rolle auftreten konnte. Da der TSV Asperg keinen Gegner gegen ihn stellte, kam er in der 2. Mannschaft kampflos zum Sieg. Dafür machte er sich in einem Aufruf in seiner Eigenschaft als Boschafter für Mutpol stark für die Hilfe für Kinder aus zerrütteten Familien, die durch Mutpol gerade auch an Weihnachten unterstützt werden sollen. Und dann war Marc Buschle während des Bundesligakampfes dann doch noch auch auf der Matte in Aktion, als er in einigen Verletzungspausen den notwendigen Reinigungsdienst auf der Matte übernahm.

Einen ersten zählbaren Erfolg für den Bundesligisten brachte am Samstag das von der Stadt neu eingeführte Parkleitsystem. Hier war der Hinweis auf Parkmöglichkeiten für den „Bundesligakampf am 19.12 in der Mühlauhalle“ angebracht. Davon inspiriert erschienen prompt an der Abendkasse 3 englischsprachige Campus-Studenten, die ihr Kommen zu dem ihnen bis dahin unbekannten Sportwettkampf nach den vielen interessanten Zweikämpfen auf der Matte dann auch nicht bereuten.

Einen besonderen Heiterkeitserfolg erzielte am Samstag Konstantinos Karpouzas. In der 3. Runde erlitt er eine klaffende Kopfverletzung, die mit einem Verband behandelt werden musste. Bei der enormen blonden Lockenpracht des Griechen war dieser turbanähnliche Verband für viele Zuschauer eine besondere Augenweide. Und als der ASV-Ringer unmittelbar darauf enorm aufdrehte und sogar einen Überlegenheitssieg errang, keimte in manch einem Zuschauer der Verdacht auf: „Der braucht wohl erst was auf den Kopf, bevor er seine wahre Leistung bringen kann.

Vorbericht: ASV Nendingen - SV Weingarten

Artikel vom 30.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 7221, Kommentare: 3

ASV Nendingen vor Spitzenkampf gegen den SV Germania Weingarten

Mit dem SV Germania Weingarten stellt sich am Samstag, 31. Oktober, einer der erklärten Favoriten für die diesjährige deutsche Mannschaftsmeisterschaft in der Mühlauhalle vor. Die Nordbadener hatten schon in der letzten Saison das Halbfinale erreicht und wollen nun zumindest ins Finale vorstoßen. Sie haben bisher erst eine Niederlage gegen den amtierenden Meister KSV Köllerbach hinnehmen müssen und gelten nun im letzten Kampf der Vorrunde gegen den ASV Nendingen natürlich als klare Favoriten. Der ASV Nendingen hat seinerseits bisher mit vier Siegen sehr positiv überrascht. Und die Ringer um Trainer Volker Hirt wollen nun auch im Kampf gegen Weingarten ihr hohes Leistungspotential und ihr gesteigertes Selbstbewusstsein vor heimischem Publikum demonstrieren.
Dabei hat dieser Spitzenkampf für drei ASV-Aktive eine ganz besondere Bedeutung. Denn sowohl Trainer Volker Hirt als auch Sergios Solontkis und Ghenadie Tulbea waren in früheren Jahren für den SV Germania Weingarten sehr erfolgreich aktiv. Ghenadie Tulbea rang dort 8 Jahre lang und wurde bei seinem Weggang nach Nendingen als „bester Freistilringer, den Weingarten je hatte“ gewürdigt.  Und auch Sergios Solontkis verlor dort in 2 Jahren Bundesliga nur insgesamt drei Kämpfe. Sie alle werden nun in der Mühlauhalle also besonders motiviert sein, wenn es darum geht, sich gegen den alten Verein zu beweisen. Dabei werden sie allerdings nicht viele ihrer früheren Mannschaftskollegen wiederfinden. Die Nordbadener haben allein für diese Saison neun neue hochkarätige Ringer dazu gewonnen und haben die Auswahl aus mindestens 20 absoluten Spitzenringern.
Da gilt es für die Nendinger sich gegen diese Weltklasseleute zu behaupten und doch auch für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. Auch die Gäste schätzen die Nendinger nach Aussage des SV-Vorsitzenden Ralph Oberacker als „eine richtig starke Truppe“ ein, gegen die sie aber bei „aller Freundschaft doch mit aller Macht gewinnen wollen“. Da sind in der Tat hoch interessante Kämpfe auf der Matte zu erwarten, aber auch die Fans der Nordbadener werden zahlreich und bekannt lautstark ihre Ringer unterstützen. So wird es also wohl auch auf den Rängen zu einem Wettstreit der Anhänger beim Anfeuern ihrer jeweiligen Ringer kommen.
Schon der erste Kampf zwischen Ghenadie Tulbea und Christoph Ewald verspricht sehr interessant zu werden und der sympathische Moldawier wird sicher versuchen, den ASV-Anhängern einen Sieg zu präsentieren. Von großer Brisanz wird auch das Duell zwischen Marc Buschle und dem DM-Zweiten Johannes Kessel werden. Kessel hat am vergangenen Samstag den deutschen Meister Stefan Kehrer besiegt. Wird sich Marc Buschle gegen ihn behaupten können? Der bisher unbesiegte Eduard Kratz wird es auf jeden Fall mit seinem bisher stärksten Gegner zu tun haben. Falls nicht der deutsche Meister Adam Juretzko das Gewicht bringen sollte, dann kommt mit dem ungarischen Ringer Ionel Puscasu ein weiteres großes Kaliber. Nicht ganz chancenlos ist vielleicht auch Baris Diksu, der es entweder mit dem DM-Zweiten Lukas Höglmeier oder dem rumänischen EM-Dritten von 2006, Florin Gavrila, zu tun hat. Das gleiche gilt für Sergios Solontkis gegen Rene Zimmermann und Andreas Miekeley gegen Ivamn Nemeth oder Rolf Linke.
Wohl unlösbar sind aber die Aufgaben für die anderen Nendinger gegen absolute Weltklasseleute. Auf Florian Schwarz wartet entweder der Ungar Gergö Wöller oder der Albaner Sahit Prizreni. Benjamin Raiser trifft auf den Rumänen Ionel Panait oder den Ukrainer Oleg Boikow. Und Bastian Bentz wird wohl mit Andrej Stadnik den amtierenden Europameister und Silbermedaillengewiner von Peking vorgesetzt bekommen. Der wohl unbezwingbare Gegner von Kosta Karpouzas könnte der zweifache ungarische Europameister Arpad Ritter oder Konstantin Völk sein.
Auch wenn also eine Niederlage für Nendingen vorprogrammiert zu sein scheint, so können sich die Zuschauer auf jeden Fall auf zehn hochkarätige und spannende Kämpfe freuen. Da alle anderen Nendinger Mannschaften auswärts beschäftigt sind, wird es keinen Vorkampf geben. Es lohnt sich aber bei dem zu erwartenden Andrang recht früh zu kommen. Schon um 18.45 Uhr findet in der Halle das öffentliche Wiegen und Vorstellen der Kämpfer statt. Bis zum Einmarsch der Mannschaften um 19.20 Uhr sind auf der Leinwand dann frühere Bundesligakämpfe des ASV Nendingen zu sehen.

RG Hausen-Zell - ASV Nendingen 13:23

Artikel vom 25.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 7920, Kommentare: 3

ASV Nendingen siegt nach begeisterndem Kampf auch in Hausen-Zell

Die Ringer des ASV Nendingen haben am Samstag bei der RG Hausen-Zell ihren vierten Sieg in dieser Bundesligasaison errungen. Mit 23:14 Punkten entführten sie beide Punkte aus dem Wiesental. Die Trainer beider Mannschaften waren sich absolut einig: „Das war ein toller Ringsportabend, mit dem eigentlich alle hoch zufrieden sein müssen.“ Auch der RG- Kassier konnte sich freuen, denn von den 450 Zuschauern kam sicher mindestens ein Viertel aus dem Donautal. Und die ASV-Fans dominierten in der Stadthalle von Zell sogar stimmungsmäßig eindeutig.
Das war auch ein wichtiger Pluspunkt, denn so eindeutig war der Kampfverlauf wirklich nicht. Eugen Hirt, Co-Trainer Freistil, der seinen beruflich verhinderten Sohn Volker am Mattenrand vertrat, sprach dann auch in der Pressekonferenz von der nervlichen Anspannung, die seine Ringer unter dem Druck als Favoriten verspürten. So war schließlich bei einem Pausenstand von 10:8 für Nendingen noch nichts entschieden. Letztendlich aber setzten sich die Gäste nach spannenden und hochklassigen Duellen doch klar durch.
Ghenadie Tulbea (55 kg) sorgte für die erhoffte Führung, obwohl sich der junge Manuel Wolfer mit einer defensiven Einstellung aber taktisch erfolgreich gegen eine Vier-Punkte-Niederlage wehrte.
Markus Eichin, der „Bär“ aus dem nur 4 Kilometer von Zell entfernten Gresgen, feierte einen gelungenen Saisoneinstand in der Bundesliga. Gegen den WM-Starter Oliver Hassler hätte er dabei im eher ungeliebten griechisch-römischen Stil fast sogar die 1. Runde gewonnen, musste sich dann aber doch in 3 ganz engen Runden nach Punkten geschlagen geben.
Baris Diksu
(60 kg) ließ sich zwar in der 2. Runde einmal von einer Dreier-Wertung des Rumänen Mihai Ungureanu überraschen, ansonsten aber sicherte er mit einer wiederum starken Leistung mit spektakulären Aktionen sogar einen Überlegenheitssieg.
Für eine sehr positive Überraschung sorgte wieder Marc Buschle (96 kg). Nach seinem nicht zu erwartenden Sieg gegen Seeheim am letzten Samstag siegte er nun nach einer taktisch hervorragenden Leistung auch in Zell gegen das RG-Ass Sven Kiefer. Nach einem sehr ausgeglichenen Kampf zweier Spitzenringer setzte er sich in jeder der 3 Runden knapp aber clever gegen den DM-Dritten durch.
Eine eher unangenehme Überraschung erlebte Florian Schwarz (66 kg), der mit einer vielleicht zu offensiven Einstellung sich nach anfangs überlegen geführtem Kampf vom starken Schweizer Mike Mühlemann überrumpeln ließ und eine Schulterniederlage hinnehmen musste.
Nach der Pause brachte jedoch Sergios Solontkis (84 kg) die Nendinger endgültig zurück auf die Siegerstraße. Gegen den langen Florian Philipp setzte sich der routinierte Grieche souverän nach Punkten durch.
Ähnlich stark auch wieder die Vorstellung von Benjamin Raiser (66 kg), der sich vom ruppigen Kampfstil von Simon Waßmer nicht beirren ließ und die Nendinger Führung auf beruhigende 16:8 Punkte ausbaute.
Sehr viel mehr Mühe als ihm wohl lieb war, hatte der mehrfache rumänische Meister Adrian Recorean (84 kg) mit Konstantinos Karpouzas. Ständig im Angriff setzte „Kosta“, von den ASV-Fans begeistert angefeuert, den Favoriten arg unter Druck und musste sich letztlich nur ganz knapp mit insgesamt 2:3 Wertungspunkten geschlagen geben.
Der emotionale Höhepunkt des Abends war dann das Duell zwischen Bastian Bentz (74 kg) und Axel Sutter. Der Nendinger schien gegen den RG-Routinier nach vielen Wertungen im Bodenkampf nach zwei Runden schon auf dem Weg zu einem sensationellen Überlegenheitssieg zu sein. Doch dann setzte sich der „Kämpfer“ Sutter mit einer veränderten Einstellung und ständigen Beinangriffen doch noch mit 3:2 Runden gegen Bastian Bentz durch, der geschwächt durch das Gewichtmachen trotz hervorragendem Einsatz letztlich dem Druck seines Gegners Tribut zollen musste.
Absolut souverän zum Abschluss dann wieder die Vorstellung von Eduard Kratz (74 kg) gegen Matthias Philipp. „Ede“ behielt mit einem nie gefährdeten Überlegenheitssieg ungeschlagen seine „weiße Weste“ in dieser Saison und stellte damit nach einem denkwürdigen Abend den Endstand von 23:13 für die Gäste her.
Der Kampfverlauf (Hausen-Zell zuerst genannt): 55 kg (F): Manuel Wolfer – Ghenadie Tulbea 0:3 (PS 0:1/0:2/1:6). – 120 kg (G): Oliver Hassler – Markus Eichin 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 60 kg (G): Mihai Ungureanu – Baris Diksu 1:4 (TÜ 0:6/3:2/1:2/0:5). – 96 kg (F): Sven Kiefer - Marc Buschle 0:3 (PS 0:1/1:1/0:1). – 66 kg (F): Mike Mühlemann – Florian Schwarz 4:0 (SS bei 0:1/4:1/4:0). – 84 kg (G): Florian Philipp – Sergios Solontkis 0:3 (PS 0:4/0:1/0:4). – 66 kg (G): Simon Waßmer – Benjamin Raiser 0:3 (PS 0:1/0:1/0:2). – 84 kg (F): Adrian Recorean – Konstantinos Karpouzas 3:1 (PS 1:0/0:1/1:1/1:0). – 74 kg (F): Axel Sutter – Bastian Bentz 3:2 (PS 4:11/1:8/1:0/2:1/3:0). – 74 kg (G): Matthias Philipp – Eduard Kratz 0:3 (TÜ 0:6/0:3/0:6). Endstand: 14:23.

Mattensplitter 2009/04

Artikel vom 19.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 5339, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen hat auch am vergangenen Wochenende eindrucksvolle Erfolge feiern können. Zwar war die zweite Mannschaft als ungeschlagener Tabellenführer in der Verbandsliga diesmal kampffrei, aber die anderen Mannschaften fuhren durchweg Siege ein. Der Erfolg der Bundesligaringer gegen den KSV Seeheim war sicherlich in dieser Höhe nicht zu erwarten. Aber auch die Jugendmannschaft konnte mit zwei Siegen gegen den AB Aichhalden und den KSV Winzeln ihre Chance auf die Meisterschaft in der Bezirksjugendliga wahren. Und die in dieser Saison erstmals aufgestellte III. Mannschaft feierte mit dem klaren Erfolg gegen die KG Weingarten/Friedrichshafen schon ihren 3. Saisonsieg. Das Konzept von Trainer Volker Hirt, mit drei Aktiven-Mannschaften für einen starken Unterbau für den Bundesligakader zu sorgen, scheint also aufzugehen. Insgesamt 36 Ringer sind bisher in dieser Saison für den ASV Nendingen bei den Aktiven in den Rundenkämpfen eingesetzt worden. Das ist sicher eine Größenordnung, mit der nicht viele andere Vereine mithalten können. Umso erfreulicher dann auch, dass zusätzlich auch im Jugendbereich ein weiterer Aufschwung spürbar ist.

Auch die Gäste aus Seeheim waren am Samstag ersichtlich beeindruckt. Sie staunten über die tolle Präsentation der Kämpfe in „dieser Klasse-Halle“ und noch mehr über die Zuschauerzahl, „von der wir nur träumen können“. Und obwohl es auf der Matte für die sympathischen Gäste nicht viel zu erben gab, haben zumindest die mitgereisten Fans „trotz der Niederlage viel Spaß gehabt“.

Einer, der am Samstag vielleicht die größte Genugtuung verspürte, war das Ringer-Ass Marc Buschle. Er hatte in den letzten Monaten nach seinem Ausscheiden aus der Bundeswehr nicht nur mit der beruflichen Neuorientierung zu tun, sondern hatte immer wieder auch mit gesundheitlichen und verletzungsbedingten Problemen zu kämpfen. Kein Wunder, dass es dann auch sportlich nicht immer so lief, wie er sich das selber vorgestellt hatte. Manchen vorschnellen Kritikern hat er mit seinem Auftritt am Samstag den Wind aus den Segeln nehmen können. Dass er gegen den zur Weltspitze zählenden Letten Imants Lagodskis so gut mithalten würde und dass er ihn gar entscheidend besiegen konnte, war vorher nicht zu erwarten gewesen. Zumal ihn seine in Neuss erlittene Verletzung mit einem angerissenen Brustmuskel doch sichtbar erheblich beeinträchtigte. Aber offensichtlich profitiert er auch davon, dass er sich zur Zeit bei seinem Praktikum bei der Firma Karl Leibinger auch beruflich sehr wohl fühlt.

Wenn am kommenden Samstag die ASV-Ringer gemeinsam mit den Fans die Fahrt nach Hausen-Zell antreten, dann werden im Bus auch zwei Nendinger sitzen, die sich nicht nur auf das zu erwartende spannende Ringer-Derby zwischen den Wiesentälern und den Donautälern freuen werden. Altmeister Rolf Schullian und sein ebenfalls als Ringer erfolgreiche Sohn Gert waren in der letzten Saison bei dem um den Aufstieg entscheidenden Kampf der RG Hausen-Zell gegen den AB Aichhalden glückliche Gewinner einer Tombola. Und so kommen sie nun vor dem Kampf in den Genuss eines Sechs-Gänge-Menüs in einem renommierten Schwarzwald-Hotel.

ASV Nendingen - KSV Seeheim 29:13

Artikel vom 18.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 6113, Kommentare: 0

ASV Nendingen besiegt den KSV Seeheim unerwartet klar mit 29:13

Die Bundesligamannschaft des ASV Nendingen hat am Samstag in der mit 1 200 Zuschauern gefüllten Mühlauhalle über Erwarten stark aufgetrumpft. Gegen den bis dahin mit den Nendingern punktgleichen Aufsteiger gab es einen imponierenden Sieg mit 29:13 Punkten. Auch Trainer Volker Hirt hatte vorher mit einem sehr knappen Ergebnis gerechnet. Umso stolzer war er dann über den Triumph seiner durchweg überzeugenden Ringer.
Auch wenn man eigentlich aus der homogenen Mannschaft niemanden herausheben sollte, so stach an diesem Abend doch der sensationelle Schultersieg von Marc Buschle über den lettischen EM-Fünften Imants Lagodskis hervor. Trotz schmerzhafter Verletzung besiegte er in der 2. Runde seinen völlig verdutzten Gegner entscheidend und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zur vorentscheidenden Pausenführung von 14:6. Die Nendinger liegen nach diesem Heimsieg mit 6:8 Punkten nur einen Rang hinter dem KSV Aalen auf Platz 6 der Bundesliga West und haben am nächsten Samstag die Chance, durch einen möglichen Sieg bei der RG Hausen-Zell sich endgültig im Mittelfeld zu etablieren.
Ghenadie Tulbea (55 kg) holte im ersten Kampf den erhofften und von den Fans lautstark eingeforderten Vier-Punkte-Sieg. Wie so oft begann er gegen den lettischen Meister Eduards Kucepalovs sehr ruhig, drehte dann aber in Runde 2 und 3 mit Angriffen wie aus dem Freistillehrbuch gewaltig auf und feierte gar einen Schultersieg. Andreas Miekeley (120 kg) beeindruckte bei seinem 3:0-Sieg gegen den körperlich sehr starken Tobias Bauer durch eine sehr kluge Kampfführung. Nachdem er sich per Durchdreher die 1. Runde gesichert hatte, überließ er dem Gast im Bodenkampf die Oberlage, die dieser aber zu keiner Punktewertung nutzen konnte. Einen sehr unbequemen Gegner hatte Baris Diksu (60 kg) in Timur Seidel. Nachdem der sich sogar zwei Runden gesichert hatte, drehte der gesundheitlich angeschlagene Nendinger den Kampf mit einer wahren Energieleistung doch noch in 5 Runden zu seinen Gunsten. Marc Buschle (96 kg) imponierte anschließend von Beginn an mit einer sehr couragierten und konzentrierten Ringweise. Obwohl er den ersten Durchgang unglücklich mit 0:1 abgab, ließ er sich nicht irritieren und überraschte den favorisierten Gast mit einem blitzschnellen Angriff, in dem er unter dem Jubelsturm der Zuschauer seinen Gegner auf die Schultern zwang. Einen schweren Stand hatte Florian Schwarz (66 kg) gegen den deutschen Vizemeister Michél Schneider. Nach verlorener 1. Runde suchte „Lotte“ sein Heil unverdrossen immer mehr in mutigen aber riskanten Griffaktionen, die der clevere Gast jedoch häufig gnadenlos konterte und Punkt um Punkt zum Überlegenheitssieg sammelte. Imponierend nach der Pause wieder die Vorstellung von Sergios Solontkis (84 kg). Gegen den ungarischen Meister Laszlo Antunovits gab er nur eine Runde ab, holte sich aber unter anderem mit 2 Dreier-Wertungen aus dem Stand den nicht unbedingt zu erwartenden deutlichen Punktsieg. Beeindruckend auch Einsatz und Kampfgeist von Benjamin Raiser, der sich immer besser in der neuen Klasse bis 66 kg etabliert. Gegen den gewiss nicht schlechten Cihan Görgü baute er mit seinem souveränen Punktsieg die Nendinger Führung auf 20:8 aus. Keine große Mühe hatte dann Konstantinos Karpouzas (84 kg), der gegen den sehr ruppig agierenden Stefan Hassenzahl nach klarer Überlegenheit sogar zum Schultersieg kam. Trotz seiner ganz knappen 2:3-Niederlage bot auch Bastian Bentz (74 kg) wieder eine glänzende Leistung. Martin Daum, 2007 WM-Starter für Deutschland, kam erst in Runde 4 und 5 mit gekonnten Ein-Bein-Angriffen zu den entscheidenden Punkten für seinen hauchdünnen Sieg. Einen absoluten Klassekampf sahen die Zuschauer in der letzten Begegnung zwischen zwei Spitzenringern im griechisch-römischen Stil. Wie sich Eduard Kratz (74 kg) dann doch noch in der 5. Runde gegen den bärenstarken ungarischen Meister Zoltan Lakatos durchsetzte, war wirklich Ringen vom Feinsten. Schade nur, dass der ansonsten insgesamt gut leitende Kampfrichter B.Vollmer (Mühlenbach) den vom Publikum geforderten Schultersieg von „Ede“ kurz vor Schluss nicht anerkannte.
Der Kampfverlauf
(Nendingen zuerst genannt): 55 kg (F): Ghenadie Tulbea – Eduards Kucepalovs 4:0 (SS bei 3:0/6:0/3:0). – 120 kg (G): Andreas Miekeley – Tobias Bauer 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 60 kg (G): Baris Diksu – Timur Seidel 3:2 (PS 4:0/0:2/0:2/1:0/1:0). -96 kg (F): Marc Buschle – Imants Lagodskis 4:0 (SS bei 0:1/3:0). -66 kg (F): Florian Schwarz – Michél Schneider 0:4 (TÜ 2:4/0:6/0:5). – 84 kg (G): Sergios Solontkis – Laszlo Antunovits 3:1 (PS 6:1/1:0/0:1/2:0). – 66 kg (G): Benjamin Raiser – Cihan Görgü 3:1 (PS 3:0/0:2/1:0/2:1). – 84 kg (F): Konstantinos Karpouzas – Stefan Hassenzahl 4:0 (SS bei 7:0/6:0/3:0).- 74 kg (F): Bastian Bentz – Martin Daum 2:3 (PS 1:0/0:1/3:1/0:2/2:3). – 74 kg (G): Eduard Kratz – Zoltan Lakatos 3:2 (PS 1:3/4:0/3:0/0:1/3:0). Endstand: 29:13

KSV Köllerbach - ASV Nendingen 23:14

Artikel vom 11.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 5446, Kommentare: 0

ASV Nendingen hält sich beim deutschen Meister KSV Köllerbach sehr achtbar

Der ASV Nendingen hat sich am Samstag beim deutschen Meister KSV Köllerbach bei einer Niederlage mit 14:23 sehr achtbar gehalten. Dabei war Trainer Volker Hirt kurzfristig zu einer Umstellung der Mannschaft auf 5 Positionen gezwungen worden. Eine kleine Grippewelle hatte zunächst Ghenadie Tulbea und dann auch Florian Schwarz und Marc Buschle erwischt. In der Klasse bis 55 kg trat deswegen Florin Matei im ungewohnten freien Stil an. Bastian Bentz und Konstantinos Karpouzas rückten jeweils eine Gewichtsklasse höher auf. Dafür sprang Dominik Hipp in der Klasse bis 74 kg ein. Als sich Ghenadie Tulbea am Samstag dann doch wieder etwas besser fühlte, füllte er kurz entschlossen die Lücke von Florian Schwarz und stellte sich zwei Klassen höher (66 kg) in den Dienst der Mannschaft. Dass sich die Nendinger gegen die Saarländer, die bis auf 3 Positionen in stärkster Aufstellung erschienen, dann doch sehr teuer verkauften, verdient allen Respekt. Zumal sich die Nendinger in mehreren Kämpfen vom Mattenleiter eklatant benachteiligt fühlten Bei einem Pausenstand von 10:9 konnte der Meister sich seiner Sache noch gar nicht sicher sein. Florin Matei und Andreas Miekeley hatten die Gäste gleich mal mit 7:0 in Führung gebracht.
Florin Matei (55 kg) hatte im Freistil nur in der 1. Runde noch Probleme mit Kevin Müller, kam aber schon in der nächsten Runde dann zum Schultersieg. Und Andreas Miekeley (120 kg) setzte sich gegen Kevin Arend in drei Runden ohne Punktverlust zu seinem hochverdienten ersten Saisonsieg durch. Dann aber fand der ebenfalls gesundheitlich angeschlagene Baris Diksu (60 kg) keine richtige Einstellung zu seinem Gegner. Venelin Venkov, EM-Zweiter 2006 und Olympia-Achter von Peking, demonstrierte vor allem in der 3. Runde mit einem überlegenen Sieg seine Zugehörigkeit zur Weltklasse. Wie schon in Mainz gewann Konstantinos Karpouzas (96 kg) die ersten beiden Runden und schien klar auf der Siegerstraße zu sein. Dann aber erlitt er eine Kopfverletzung, war kurz bewusstlos und musste Gabriel Seregelyi doch noch mit 2:3 den Sieg überlassen. Hervorragend hielt sich Ghenadie Tulbea (66 kg) gegen den körperlich klar überlegenen bulgarischen Junioren-Europameister von 2006, Ismail Redzhep, der in allen drei Runden nur ganz knapp und umstritten siegte. Ganz eng war auch der Kampf von Sergios Solontkis (84 kg) gegen Jan Fischer, den deutschen Meister und WM-Starter dieses Jahres. Der Nendinger hätte durchaus mindestens einen Rundengewinn verdient, musste sich aber nach einigen fragwürdigen Wertungen sehr unglücklich 0:3 geschlagen geben. Beispielhaft auch wieder der Einsatz von Benjamin Raiser (66 kg). Dem polnischen Meister Sylwester Charzewski leistete er erbitterten Widerstand und nahm ihm sogar eine Runde ab. Auch Bastian Bentz (diesmal 84 kg) hatte es mit Radoslaw Marcinkiewicz mit einem polnischen Spitzenringer zu tun, gegen den er immerhin eine Überlegenheitsniederlage vermeiden konnte. Dominik Hipp (74 kg) hielt sich in der 1. Runde gegen den mehrfachen deutschen Meister Andriy Shyyka hervorragend, musste dann aber in Runde 2 doch auf die Schultern. Und so war es wieder Eduard Kratz (74 kg) vorbehalten mit einem überlegenen Erfolg gegen Manuel Pitz und seinem sechsten Sieg in Folge das Ergebnis auf 14:23 zu verkürzen.
Für den ASV Nendingen geht es nun darum, am nächsten Samstag daheim gegen den KSV Seeheim und eine Woche später bei der RG Hausen-Zell mit stärkster Aufstellung und zwei möglichen Siegen seine ohnehin nicht schlechte Punktebilanz noch zu verbessern.

Der Kampfverlauf (Köllerbach zuerst genannt): 55 kg (F): Kevin Müller – Florin Matei 0:4 (SN bei 2:2/0:4). – 120 kg (G): Kevin Arend – Andreas Miekeley 0:3 (PN 0:1/0:3/0:1). – 60 kg (G): Venelin Venkow – Baris Diksu 4:0 (TÜ 2:0/3:0/6:0). – 96 kg (F): Gabriel Seregelyi – Konstantinos Karpouzas 3:2 (PS 0:2/0:2/3:0/4:1/5:0). – 66 kg (F): Ismail Redzhep – Ghenadie Tulbea 3:0 (PS 2:1/3:2/1:0). – 84 kg (G): Jan Fischer – Sergios Solontkis 3:0 (PS 2:0/1:0/2:0).- 66 kg (G): Sylvester Charzewski – Benjamin Raiser 3:1 (PS 1:0/0:1/1:0/2:0). – 84 kg (F): Radoslaw Marcinkiewicz – Bastian Bentz 3:0 (PS 4:0/3:0/3:0). – 74 kg (F): Andriy Skyyka – Dominik Hipp 4:0 (SS bei 4:3/9:1). – 74 kg (G): Manuel Pitz – Eduard Kratz 0:4 (TÜ 0:7/0:3/0:3). Endstand: 23:14

Mattensplitter 2009/03

Artikel vom 05.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 5356, Kommentare: 0

Das vergangene Wochenende war für den ASV Nendingen ganz besonders bemerkenswert. Die Jugendmannschaft holte sich mit zwei Siegen die Tabellenführung in der Jugendbezirksliga. ASV Nendingen II erwies sich in der württembergischen Verbandsliga als Mannschaft der Stunde und liegt nach den beiden Siegen in Schwäbisch Hall und gegen Weilimdorf klar an der Tabellenspitze. Und die Bundesligamannschaft erreichte das von Trainer Volker Hirt angepeilte Wunschziel von der langen Fahrt nach Neuss und Mainz möglichst einen Sieg und damit zwei wichtige Punkte ins Donautal zu bringen.

Und fast hätte es sogar noch in Mainz einen weiteren Sieg gegeben. Das aber verhinderte zum einen der verletzungsbedingte Ausfall von Marc Buschle und zum anderen ein zumindest fragwürdiges Taktieren des ASV Mainz, das die Grenzen der Wettbewerbsverzerrung zumindest tangiert. Vor den beiden siegreichen Heimkämpfen gegen den KSV Aalen und den ASV Nendingen erklärte die Vereinsführung in aller Öffentlichkeit, dass hier zum ersten und gleichzeitig auch zum letzten Mal in dieser Saison die stärkstmögliche Mannschaft mit allen eingeflogenen ausländischen Stars aufgeboten würde. Dann aber würde sich Mainz „mangels finanzieller Möglichkeiten aus dem Play-Off-Rennen verabschieden“ und sich mit schwächerer Aufstellung auf den Klassenerhalt beschränken. Die nächsten Gegner der Mainzer werden sich freuen, die Nendinger aber bekamen noch einmal den Irrsinn der finanziellen Hochstapelei mancher Vereine zu spüren. Ob das im Sinn der sportlichen Fairness und der Wettbewerbsgleichheit ist, müsste sich vielleicht auch der DRB fragen lassen.

Ein Wermutstropfen in der Erfolgsgeschichte des ASV Nendingen am letzten Wochenende war jedoch die Schulterverletzung von Marc Buschle im Kampf in Neuss. Sie machte einen Einsatz in Mainz unmöglich und man kann nur hoffen, dass der Nendinger Spitzenringer bald wieder einsatzfähig sein wird. Zumal er in Neuss zeigte, dass er immer besser in Form kommt und dass er seiner Verletzung trotzend hervorragenden Kampfgeist im Dienst der Mannschaft demonstrierte. Außerdem übt Marc Buschle seit kurzem auch sehr engagiert die Trainerfunktion für die ASV.Jugend aus und konnte sich deswegen auch über die Erfolge seiner Schützlinge sehr freuen.

Als Trainer Volker Hirt vor 4 Jahren die Devise ausgab, die damals in der Bezirksklasse ringende zweite Mannschaft des ASV müsse den Weg in die Oberliga finden, wurde er von vielen nur belächelt. Jetzt aber nach dreimaligem Aufstieg in Folge steht die „Zweite“ nach 5 Siegen in Folge klar an der Spitze der Verbandsliga. Die Möglichkeit des nochmaligen Aufstiegs in die Oberliga wird damit immer realistischer. Wenn man bedenkt, dass die Nendinger erste Mannschaft vor vier Jahren noch in der Oberliga gerungen hat, dann wird der enorme Aufschwung der Nendinger Ringer in dieser kurzen Zeit erst richtig deutlich.

ASV Mainz - ASV Nendingen 22:17

Artikel vom 04.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 5394, Kommentare: 0

ASV Nendingen verliert beim ASV Mainz mit 17.22

Es hat am Sonntagmorgen in Mainz nicht viel gefehlt und der ASV Nendingen hätte für die zweite Überraschung des Wochenendes gesorgt. Obwohl Marc Buschle nach seiner Schulterverletzung nicht antreten konnte und obwohl der ASV Mainz in absoluter Top-Besetzung antrat, hatten die Nendinger durchaus sogar Siegchancen. Der Mattenleiter anerkannte aber einen offensichtlichen Schultersieg von Bastian Bentz nicht an und Konstantinos Karpouzas musste sich nach zwei Rundengewinnen doch noch hauchdünn geschlagen geben. Ärgerlich allerdings für die Gäste, dass die Mainzer öffentlich erklärten, ab sofort aus finanziellen Gründen nur noch mit geschwächter Mannschaft ohne die gegen Nendingen noch eingesetzten ausländischen Stars antreten zu wollen. So aber reichte es gegen Nendingen genauso wie am Tag zuvor gegen den KSV Aalen noch einmal zum Sieg für die Mainzer. Den Nendingern bleibt aber die Genugtuung, diese Mannschaft an den Rand einer Niederlage gebracht zu haben. Auch die taktische Umstellung, dass Konstantinos Karpouzas nach der Verletzung von Marc Buschle in die Klasse bis 96 kg aufrückte und dafür Trainer Volker Hirt in der Klasse bis 84 kg der Mannschaft zuliebe den aussichtslosen Kampf gegen den Olympia-Fünften Stefan Gheorgita aufnahm, erwies sich als durchaus richtig. Pech allerdings, dass Benjamin Raiser gegen den mehrfachen deutschen Meister Juriy Kohl schon in der 1. Runde unglücklich eine Schulterniederlage einstecken musste.
Zunächst hatte Ghenadie Tulbea (55 kg) gewaltig aufgetrumpft. Gegen den starken Franzosen Lokman Kaplanbaba holte er sich nach tollem Kampf sogar einen Überlegenheitssieg. Andreas Miekeley (120 kg) hatte gegen den italienischen Olympiateilnehmer Daigoro Timoncini durchaus die Chance auf einen Rundengewinn, musste sich aber doch 0:3 geschlagen geben. Eine starke Leistung zeigte erneut Baris Diksu (60 kg), der Kevin Grasmann in allen drei Runden mit 6:0 bezwang. Konstantinos Karpouzas 96 kg) machte gegen Kevin Schwaebe eine Gewichtsklasse höher ringend einen sehr guten Kampf. Zwei Runden gewann er sogar und musste dann doch die nächsten drei Runden jeweils unglücklich jeweils 0:1 abgeben. Ohne Chance war Florian Schwarz (66 kg) gegen den EM-Fünften George Bucur, der zum überlegenen Sieg kam. Gegen den Franzosen Christoph Guenot, Bronzemedaillengewinner in Peking, machte Sergios Solontkis (84 kg) einen glänzenden Kampf. Zur Verblüffung seines Gegners und der Mainzer Zuschauer setzte er sich gegen den klaren Favoriten mit 3:1 Runden durch und brachte damit Nendingen mir 13:11 in Führung Nach der unglücklichen Niederlage von Benjamin Raiser stellte sich Trainer Volker Hirt (84 kg) im freien Stil dem Kampf gegen den Fünftplatzierten von Peking, dem rumänischen Meister Stefan Georgita, gegen den er sich gut hielt, aber natürlich eine klare Niederlage nicht vermeiden konnte. Bastian Bentz (74 kg) hatte gegen Ende der 1. Runde Salvatore Rinella auf den Schultern. Der Mattenleiter pfiff ab und der Pausengong ertönte. Da kein Nendinger Vertreter am Kampfrichtertisch saß, bleibt unklar, ob der Mattenleiter dann zu Recht den Schultersieg annullierte. Der hätte den Nendinger Gesamtsieg bedeutet, so aber musste sich Bastian Bentz, doch noch 1:3 geschlagen geben. Mit seinem souveränen Sieg gegen den Schweden Hamrideza Mokhtazadeh konnte der erneut überzeugende Eduard Kratz dann das Ergebnis nur noch auf 17:22 korrigieren.

Der Kampfverlauf (Mainz zuerst genannt): 55 kg (F): Lokman Kaplanbaba – Ghenadie Tulbea 0:4 (TÜ 0:4/0:61:7). – 120 kg (G): Daigoro Timoncini – Andreas Miekeley 3:0 (PS 1:0/1:0/2:0). – 60 kg (G): Kevin Grasmann – Baris Diksu 0:4 (TÜ 0:6/0:6/0:6). – 96 kg (F): Kevin Schwäbe – Konstantinos Karpouzas 3:2 (PS 0:6/3:4/1:0/1:0/1:0). – 66 kg (F). George Bucur – Florian Schwarz 4:0 (TÜ 4:0/9:2/7:0). – 84 kg (G): Christophe Guenot – Sergios Solontkis 1:3 (PN 0:1/1:0/0:1/0:1). – 66 kg (G): Juriy Kohl – Benjamin Raiser 4:0 (SS 1. Runde). – 84 kg (F): Stefan Gheorgita – Volker Hirt 4:0 (TÜ 6:0/8:0/7:0). – 74 kg (F): Salvatore Rinella – Bastian Bentz 3:1 (PS 2:5/2:1/1:0/1:0). – 74 kg (G): Hamidreza Mokhtazabeh – Eduard Kratz 0:3 (PN 0:2/0:1/0:3). Endstand 22:17.

KSK Neuss - ASV Nendingen 19:22

Artikel vom 04.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 5795, Kommentare: 0

ASV Nendingen schafft die Sensation und gewinnt mit 22:19 beim KSK Neuss

Mit einer überragenden Mannschaftsleistung hat der ASV Nendingen am Samstag für eine faustdicke Überraschung in der Bundesliga gesorgt. Mit 22:19 gelang beim klar favorisierten KSK Neuss ein Sieg, den selbst der immer optimistische Trainer nicht erwartet hatte. Volker Hirt war deshalb restlos begeistert: “Ich kann meinen Ringern nur ein Riesenkompliment machen. Da hat wirklich jeder bis zum Letzten gekämpft und alles für die Mannschaft gegeben.“ Selbst zwei schwere Verletzungen warfen die Nendinger nicht aus der Bahn. Marc Buschle war nach zwei gewonnenen Runden auf der Siegerstraße, als er sich die Schulter auskugelte. Mit enormem Kampfgeist aber gab er seinen Kampf dennoch nur mit 2:3 verloren. Eine sensationelle Leistung bot auch Baris Diksu. Gegen den zweifachen deutschen Meister Sergiy Skrypka kugelte er sich in Runde 2 einen Finger aus und war kurzzeitig bewusstlos. Wie er dann aber weitermachte und in Runde 5 sogar den Punktsieg gegen den Favoriten erkämpfte, verdiente aller höchsten Respekt.
Wie eng diese Begegnung war, zeigt die Tatsache, dass 4 der 10 Kämpfe erst in der 5. Runde entschieden wurden. Bei je 5 Siegen wirkten sich dann die auch bei Niederlagen gewonnenen Runden als siegentscheidend für den ASV Nendingen aus. „Wir waren diesmal einfach konditionell und mental stärker“, konnte Volker Hirt zufrieden konstatieren.
Zum Auftakt hatte Ghenadie Tulbea (55 kg) den erhofften Sieg gegen den DM-Dritten Mimoun Touba geholt. Dann sicherte Andreas Miekeley (120 kg) mit einer ganz starken Leistung und zwei Rundengewinnen gegen den deutschen Vizemeister dieses Jahres, Björn Holk, trotz seiner knappen Niederlage ganz wichtige Punkte für die Gäste. Und als dann Baris Diksu (60 kg) mit seiner Energieleistung sogar mit 3:2 Runden siegreich blieb, war klar, dass die Nendinger an diesem Tag zu allem fähig sein könnten. Marc Buschle (96 kg) schien mit einer tadellosen Leistung gegen den vielfachen italienischen Meister Jackson Vaillant Cantero diese Erfolgsserie fortsetzen zu können, ehe seine Verletzung ihn aus der Spur brachte. Durch seine daraus resultierende Niederlage mit nur 2:3 Punkten holte er aber doch wichtige Mannschaftspunkte. Eine tolle Vorstellung zeigte auch wieder Florian Schwarz (66 kg). Mit seinem Überlegenheitssieg gegen Anatoliy Efremow brachte er Nendingen zur Pause mit 14:8 Punkten in Führung.
Sergios Solontkis (84 kg) überzeugte durchaus gegen den vierfachen deutschen Meister Max Schwindt trotz seiner etwas unglücklichen Niederlage bei 2:3 Runden. Ganz stark dann ebenfalls Benjamin Raiser (66 kg). Gut eingestellt und hoch konzentriert wie immer bezwang er den mehrfachen türkischen Meister Mahmut Cavusoglu. Würde die Führung mit 19.12 Punkten nun bis zum Schluss reichen? Konstantinos Karpouzas (84 kg) hielt sich gegen den DM-Dritten Patrick Loes bei Rundgleichstand von 1:1 hervorragend, musste dann aber unglücklich auf die Schultern. Fast hätte dann Bastian Bentz (74 kg) gegen den starken Russen Hamberd Durdischew sogar eine Runde gewonnen, konnte aber trotz seiner Punktniederlage erneut überzeugen. Beim Stand von 19:19 blieb es dann Eduard Kratz (74 kg) vorbehalten, gegen den diesjährigen deutschen Vizemeister Ilyas Özdemir die Sensation perfekt zu machen. Nach seinem souverän herausgerungenen Sieg mit 3:0 konnte er sich zu Recht von seinen Mannschaftskameraden feiern lassen.

Der Kampfverlauf (Neuss zuerst genannt): 55 kg (F): Mimoun Touba – Ghenadie Tulbea 0:3 (PN 0:3/3/4/0/1). 120 kg (G): Björn Holk – Andreas Miekeley 3:2 (PS 4:1/0:1/0/1/3:0/1:0). -60 kg (G): Sergiy Skrypka – Baris Diksu 2:3 (PN 0:1/6:0/0:2/3:0/0:1). 96 kg (F): Jackson Vaillant Cantero – Marc Buschle 3:2 (PS 0:1/0:1/6:0/2:0/4:2). 66 kg (F): Anatoliy Efremow – Florian Schwarz 0:4 (TÜ 0:1/0:5/0:7). – 84 kg (G): Max Schwindt – Sergios Solontkis 3:2 (PS 0:2/1:0/0:2/1:0/2:0). -66 kg (G): Mahmut Cavusoglu – Benjamin Raiser 1:3 (PN 0:1/1:0/0:1/0:2). – 84 kg (F): Patrick Loes – Konstantinos Karpouzas 4:0 (SS bei 5:5/0:5/3:0). – 84 kg (F): Hamberd Durdischew – Bastian Bentz 3:0 (PS 3:0/3:2/5:1). – 84 kg (G): Ilyas Özdemir – Eduard Kratz 0:3 (PN 0:1/0:2/0:2).

 

Jugendmannschaft holt sich Tabellenführung

Artikel vom 03.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 5880, Kommentare: 0

Jugendmannschaft des ASV Nendingen holt sich die Tabellenführung

Am Samstag hat die ASV-Jugend ganz gewaltig aufgetrumpft. Mit einem in dieser Höhe sensationellen Sieg von 32:5 gegen die bisher ungeschlagene Mannschaft des StTV Singen haben sich die Nendinger Ringertalente die Tabellenführung der Bezirksjugendliga gesichert.

Vielleicht hat sich hier schon ausgewirkt, dass Marc Buschle als neuer Jugendtrainer frischen Schwung in die Mannschaft gebracht hat. Auf jeden Fall konnte die Nendinger Jugendmannschaft beim Kampftag in Sulgen restlos überzeugen. Nach dem unerwarteten klaren Sieg gegen Singen wurde auch der Kampf gegen den gastgebenden AV Sulgen mit 25:11 gewonnen. Doppelsiege errangen dabei Tobias Geiselmann, Dominik Reichle, Tim Hubert Baur, Lukas Stiller und Attila Tolvaj. Mit je einem Sieg waren aber auch Tim Stiller, Lars Füsslin, Robin Baur, Manuel Behr und Tobias Müller genauso an dem tollen Triumph des Nendinger Nachwuchses beteiligt. Der weitere Verlauf dieser Runde scheint also sehr spannend zu werden. Denn punktgleich mit dem ASV folgen die KG Baienfurt und der StTV Singen ebenfalls mit je 10:2 Punkten auf den Plätzen 2 und 3. Der letztjährige Meister AB Aichhalden liegt mit 8:4 Punkten derzeit nur auf Platz 4. Der nächste Kampftag für die Nendinger ist nun am 17.10.,  wenn man in der Mühlauhalle auf Aichhalden und Winzeln trifft.

 

Vorschau auf ASV Nendingen - RWG Mömbris-Königshofen

Artikel vom 10.09.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4403, Kommentare: 0

Großkampftag in der Mühlauhalle am Samstag, 12. September mit drei Mannschaften - der erste Heimkampf in der Bundesliga gegen die RWG Mömbris-Königshofen verspricht Hochspannung

Viele Ringsportfreunde haben sich diesen Termin schon längst vorgemerkt. An diesem Samstag, 12. September, startet der erste Heimkampf der Bundesligaringer des ASV Nendingen im Rahmen eines Großkampftages in der Tuttlinger Mühlauhalle. Mit gleich drei Mannschaften werden sich die Nendinger dem sicherlich wieder zahlreichen heimischen Publikum vorstellen. Im Mittelpunkt des Interesses steht natürlich die erste Mannschaft, die so erfolgreich in die neue Saison in der 1. Bundesliga West gestartet ist. Nach dem guten Abschneiden in Aalen, wo man dem vielfachen deutschen Mannschaftsmeister nur mit 17:20 unterlag, folgte am letzten Wochenende ein Paukenschlag mit dem Kantersieg von 28:12 Punkten bei der RKG Freiburg.
Gegner in der Mühlauhalle ist nun aber ein besonderes Kaliber. Die RWG Mömbris-Königshofen hat im letzten Kampf gegen Aalen mit 22:12 gewonnen. Damit unterstrichen die Hessen eindrucksvoll ihre Ambitionen, mit einem Platz unter den ersten vier dieser Liga sich für die Endrunde zu qualifizieren. Das wird für den ASV Nendingen also eine ganz schwere Aufgabe, denn die Gäste müssen eindeutig als Favorit gehandelt werden. Für die Mannschaft um Trainer Volker Hirt könnte also die Devise gelten: „Wir haben eigentlich keine Chance, aber die nützen wir.“
Die RWG Mömbris-Königshofen hat eine gute Mischung aus deutschen Spitzenringern und ausländischen Stars. Der vielfache deutsche Meister Peter Weisenberger gilt derzeit in der Klasse bis 84 kg in Deutschland als Nummer zwei im Freistil hinter Davyd Bichinashvili. Der junge Oldrik Wagner (96 kg F) soll sogar in zwei Wochen für Deutschland bei der Weltmeisterschaft an den Start gehen und gegen ihn wird es Marc Buschle natürlich sehr schwer haben. Und Saba Bolaghi (66 kg F) ist vor kurzem Dritter der Junioren-Weltmeisterschaft geworden und sein Kampf gegen Florian Schwarz könnte einer der Höhepunkte des Abends werden. Einen weiteren Trumpf hat die RWG mit dem Schweden Johann Euren (120 kg), der am letzten Samstag den Aalener Ralf Böhringer besiegte und auch im Frühjahr den Großen Preis von Deutschland gewann. Auch Ceyhun Zaidow (60 kg G) hat seine ersten beiden Kämpfe gewonnen und muss auch in der Begegnung mit Baris Diksu favorisiert werden.
Vorteile für Nendingen sieht Volker Hirt im Kampf von Ghenadie Tulbea (55 kg F) gegen Tahir Zaidow, für Eduard Kratz gegen Christopher Fersch (74 kg G) und vielleicht auch für Sergios Solontkis gegen Michael Carl (84 kg G). Gespannt sein kann man aber auch auf die Kämpfe von Benjamin Raiser (66 kg G) gegen Bengt Trageser und von Bastian Bentz (74 kg F) gegen Milan Blagoev. Normalerweise spricht alles für einen Sieg der Gäste, aber der Kampf in Freiburg hat gezeigt, dass im Ringen vieles möglich ist. Dieser Hauptkampf beginnt um 19.30 Uhr.
Schon ab 16.30 Uhr trifft die erstmals formierte 3. Mannschaft des ASV Nendingen auf die Gäste vom StTV Singen II. und ab 17:30 Uhr kommt es im Kampf der Verbandsliga zum Bezirksderby zwischen dem ASV Nendingen II und dem AB Aichhalden II. Hier erhoffen sich die Nendinger einen Sieg. Mit einer starken Mannschaft, unter anderem mit Steffen Baur, Florin Matei, Dominik Hipp, Marco Schmid, Adrian Ozsda und Markus Eichin, will der ASV die Tabellenführung behaupten. Auch die Nendinger Zweite würde sich über einen regen Zuschauerzuspruch freuen. Der Ringerzug zum Bundesligakampf startet wieder ab 18.30 Uhr am Bahnhof in Fridingen

RKG Freiburg - ASV Nendingen 12:28

Artikel vom 05.09.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4237, Kommentare: 0

ASV Nendingen gewinnt „Heimkampf“ in Freiburg sensationell mit 28:12

Eine bessere Werbung für den ersten Heimkampf des ASV Nendingen am kommenden Samstag in der Mühlauhalle hätte es nicht geben können. Wer am Freitag in der Staudingerhalle in Freiburg dabei war, wird diesen Ringsportabend so schnell nicht vergessen. Unter den 450 Zuschauern war über ein Drittel aus Nendingen angereist und sie machten diesen Kampf eigentlich zu einem Heimkampf. Angefeuert von ihren begeisterten Anhängern verloren die Nendinger Ringer auf der Matte nur einen einzigen Kampf denkbar knapp mit 2:3. Und dabei hatte dieser Abend ganz schlecht begonnen. Andreas Miekely konnte sich erst nach 18 Uhr von seiner Arbeitsstelle loseisen und kam dann genau zwei Minuten zu spät zum Wiegen. Der Kampf begann für die Gäste also mit einer Hypothek von 0:4 Punkten.
Was dann aber auf der Matte und auf den Rängen bis zum Sieg mit sensationell anmutenden 28:12 Punkten abging, war eine Trotzreaktion der besonderen Art. Auf der Matte kämpften nicht neun einzelne ASV-Ringer, sondern da war eine Mannschaft, die mit letztem Einsatz um jeden einzelnen Punkt kämpfte. Und auf den Rängen dominierten die Nendinger Zuschauer und sorgten für richtige Heimkampfstimmung. Vor allem die erste Hälfte des Kampfes hatte es dann richtig in sich und sorgte für ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Die RKG Freiburg hatte sich nach dem letzten Kampf auf vier Positionen wesentlich verstärkt und brachte mit Marian Sandu, Arsen Saisov, Jesse Federov und Renato Kun erstmals vier renommierte ausländische Zugänge zum Einsatz. Doch ihre Rechnung sollte nicht aufgehen.

Zunächst sorgte Ghenadie Tulbea (55 kg F) gegen den deutschen Jugendmeister Simon Ketterer mit einem souveränen Überlegenheitssieg für die erhofften vier Punkte. Nachdem Patrick Schwendemann (120 kg G) für Freiburg durch seinen kampflosen Sieg ausgeglichen hatte, sorgte Baris Diksu (60 kg G) für den ersten Nendinger Paukenschlag. Dem mehrfachen Welt- und Europameister Marian Sandu nützte seine ganze Erfahrung nichts, als der ASV-Ringer sich mit einer glänzenden Energieleistung in allen drei Runden knapp nach Punkten durchsetzte. Sein Sieg mit 3:0 setzte ein Zeichen für den unbändigen Siegeswillen der Nendinger, die an diesem Abend nicht zu bremsen waren. Da ließ sich auch ein entschlossener Marc Buschle (96 kg F) nach unglücklich verlorener 1. Runde vom enorm verbesserten Viktor Reh nicht aufhalten und baute mit seinem letztlich doch klaren Sieg die Nendinger Führung auf 10:5 aus.
Was dann aber Florian „Lotte“ Schwarz (66 kg F) im Kampf gegen den starken Russen Arsen Saidov leistete, strapazierte das Nervenkostüm des ASV-Anhangs bis aufs Äußerste. Schon in der 1. Minute schien in scheinbar aussichtsloser Brückenlage eine Schulterniederlage unvermeidbar. Dass er sich daraus aber doch wieder befreien konnte und dann den teilweise sehr unfair agierenden Favoriten trotz einiger fragwürdiger Entscheidungen des Mattenleisters Schmitt (Hessen) doch noch mit 3:2 Runden besiegen konnte, war eine Energieleistung der absoluten Sonderklasse. Kein Wunder, dass der enthusiastische ASV-Anhang diese Vorstellung und die Pausenführung von 13:7 begeistert feierte.
Den einzigen Freiburger Sieg gab es dann durch den Ungarn Renato Kun, Vize-Weltmeister der Junioren 2006, der sich gegen einen aufopfernd kämpfenden Sergios Solontkis (84 kg G), mit etwa Glück hauchdünn in der 5. Runde mit 3:2 durchsetzen konnte. Hervorragend dann auch die Leistung von Benjamin Raiser (66 kg G), der gegen den französischen Spitzenringer Jesse Federov im Standkampf immer aktiver war und in der Bodenlage genügend Punkte sammelte, die fast sogar für einen Überlegenheitssieg gereicht hätten. Den holte sich dann Konstantinos Karpouzas (84 kg F), als er mit seinen blitzschnellen Attacken den französischen Juniorenmeister Stephane Marczinski immer wieder unter Druck setzte und sich von den Fans für seinen Sieg mit 11:0 Punkten feiern lassen konnte. Damit stand schon der Sieg für Nendingen fest. Bastian Bentz (74 kg F), konzentriert und zuverlässig wie immer, baute die Führung aber durch einen Punktsieg gegen den diesjährigen deutschen Jugendmeister Lukas Schöffler noch weiter aus. Eduard Kratz (74 kg G) schien im letzten Kampf ausgerechnet bei seinem bisherigen Verein eine Niederlage gegen den starken Bogdan Eismont hinnehmen zu müssen. Als der sich aber in den ersten beiden Runden ausgetobt hatte, setzte sich „Eddy“ aber doch noch konditionell stark und taktisch glänzend disponiert gegen seinen Nachfolger im Freiburger Trikot mit 3:2 Runden durch.

Für den ersten wirklichen Heimkampf in der Mühlauhalle am Samstag, 12. September, ist dieser Sieg natürlich eine glänzende Ausgangsposition. Und die vermutlich zahlreichen Zuschauer können sich auf ein weiteres Ringsporterlebnis erster Güteklasse freuen.

Vorschau auf RKG Freiburg - ASV Nendingen (Freitag, 4.9.)

Artikel vom 02.09.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4707, Kommentare: 0

Die Kämpfe gegen Freiburg zählten schon in der letzten Saison zu den dramatischsten Begegnungen des damaligen Aufsteigers ASV Nendingen. Beide Male schien ein Sieg greifbar nahe und beide Male musste man doch noch hauchdünne Niederlagen hinnehmen. Nun möchten die Nendinger liebend gerne den Spieß herumdrehen. Ob das möglich ist, wird sich im vorgezogenen Kampf in der Staudingerhalle in Freiburg-Haslach am Freitagabend zeigen. Die Nendinger rechnen sich natürlich nach ihrem starken Auftreten in Aalen gute Chancen aus. Außerdem muss Freiburg den Abgang von Eduard Kratz ins Donautal verkraften. Wer aber nun siegesgewiss die Fahrt in den Breisgau antritt, der könnte sich schnell täuschen. Die Freiburger haben sich nämlich für diese Saison mit nicht weniger als 11 teilweise hochkarätigen Zugängen, darunter sechs Ausländer, verstärkt. Zusammen mit bewährten Stammringern und einigen großen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs könnten sie damit eine exzellente Mannschaft auf die Matte bringen, die dem ASV große Schwierigkeiten bereiten dürfte. Viel wird also von der Aufstellung der Freiburger abhängen, so dass Prognosen sehr schwierig sind. Man wird sich aber vermutlich auf die Begegnungen zwischen Florian Schwarz und Tobias Ketterer (66kg F), Eduard Kratz und Bogdan Eismont (74 kg G), Marc Buschle gegen Daniel Bona oder Viktor Reh (96 kg F) und Andreas Miekeley und dem Ex-Aichhaldener Patrick Schwendemann (120 kg G) besonders freuen dürfen. Gespannt sein kann man auch, ob die Freiburger die neu verpflichteten Spitzenringer Marian Sandu (60 kg G) und den ganz starken Franzosen Luca Lampis (74 kg F) einsetzen werden. Es steht also ein Ringerabend an, der ein Höchstmaß an Spannung und Dramatik verspricht. Die Nendinger Ringer hoffen natürlich wieder darauf, bei der Fahrt nach Freiburg von zahlreichen Anhängern begleitet zu werden. Ihre Unterstützung könnte bei diesem Kampf der entscheidende Faktor sein.
Anmeldungen für den Ringerbus, der am Freitag um 16.30 Uhr am Ringerlokal abfährt, sind immer noch möglich (Tel. 07461-72799). Kampfbeginn in der Staudingerhalle ist um 20.30 Uhr.

Mattensplitter 2009/1

Artikel vom 02.09.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4836, Kommentare: 0

Die Rollen schienen beim Auftaktkampf zur 1. Bundesliga West in der Aalener Greuthalle klar verteilt. Da waren zum einen die Gastgeber, die sich selbst zu den DM-Favoriten in diesem Jahr zählen, als der klare Favorit. Und auf der anderen Seite stand der ASV Nendingen, der als Aufsteiger des letzten Jahres nur Außenseiter sein konnte. Doch die erfolgsverwöhnten Aalener taten sich dann bei ihrem knappen Sieg unerwartet schwer. Ein Grund dafür könnte in einem Aspekt liegen, der aufmerksamen Zuschauern schon beim Betreten der Halle auffiel. Im Vergleich zum Vorjahr war die Sponsorenwerbung deutlich geringer. Gerade mal 6 Firmen nutzten die Möglichkeit der Bandenwerbung. Und KSV-Präsident Edmund Weizmann sprach dann auch in seinem Grußwort von der schwierigen wirtschaftlichen Lage, die man auch als Chance nutzen könne, um „eine kontinuierliche, stabile Mannschaft ohne einzufliegende Stars zu formen.“ Wenn man den umfangreichen Kader des KSV Aalen mit 15 teuren ausländischen Stars ansieht, von denen am Samstag nur drei zum Einsatz kamen, dann wird es interessant sein, die Entwicklung der nächsten Wochen zu verfolgen.
Die zehn Kämpfe auf der Matte brachten durchweg, wenn auch auf ganz unterschiedliche Art und Weise, spannenden Ringsport. Zwei Begegnungen aber stießen auf besonderes Interesse. Da war der deutsche „Freistil-Klassiker“ der letzten Jahre mit dem Duell von Davyd Bichinashvili und Marc Buschle. Allerdings waren die Vorzeichen für die beiden „ewigen“ Kontrahenten sehr unterschiedlich. Der Aalener steht in der unmittelbaren Vorbereitung für die Mitte September beginnende WM und zeigte sich entsprechend topfit. Marc Buschle hingegen hat nach vielen verletzungsbedingten Problemen und seiner beruflichen Umschulung noch ein Defizit an Mattentraining. Unter diesen Umständen war sein couragierter Kampf ein durchaus positives Signal, dass er im Verlauf dieser Saison sicherlich viele positive Akzente für seine Mannschaft setzen kann.
Und dann war es der Kampf im Freistil-Leichtgewicht, der wohl die Nerven der Zuschauer am meisten strapazierte. Der konzentrierte Konterringer Benjamin Sezgin gewann für die Nendinger Fans etwas unerwartet die ersten beiden Runden gegen einen manchmal zu riskant oder leichtfertig ringenden Florian Schwarz. „Des isch halt Lotte“, war da der Kommentar von Volker Hirt. Zudem wurde der Nendinger hier vom nicht immer ganz sicheren Mattenleiter Ralf Schneider (Lauffen) aus Nendinger Sicht klar benachteiligt. Aber es war halt dann auch „Lotte“, wie er die nächsten drei Runden mit enormem Kampfgeist für sich entschied. Sein Gegner verausgabte sich dabei so sehr, dass er von seinen Betreuern von der Matte getragen werden musste.
Beim Gleichstand von jeweils fünf Siegen war es nach Beendigung natürlich müßig darüber zu streiten, wo die fehlenden Punkte zu einem Sensationssieg hätten geholt werden können. Auch Trainer Volker Hirt und Vorstand Reiner Schilling waren sich einig, dass man mit einem so knappen Ergebnis eigentlich vorher nicht rechnen konnte. „Wir haben den Kampf knapp gestaltet und können damit sehr zufrieden sein. Aber am nächsten Freitag in Freiburg da geht es um den Sieg.“
Auch außerhalb der Matte demonstrierten die Nendinger, dass sie sich mit Aalen durchaus auf Augenhöhe sehen. Vor Kampfbeginn hatte Präsident Weizmann Coskun Efe zur Vizeweltmeisterschaft bei den Junioren und dem langjährigen Hallensprecher Hans Göhringer zum 60. Geburtstag gratuliert. Nach einem entsprechenden Hinweis von Sportfotograf Helmut Bucher informierte der Hallensprecher dann nach der Pause die Zuschauer, dass auch der ASV Nendingen in Sachen Erfolg und Alter was zu bieten habe. Die „Stimme Aalens“ gratulierte im Namen des KSV dem 67-jährigen ASV-Pressewart Fritz Reichle zu seinem WM-Erfolg mit der deutschen Seniorenstaffel über 4x100 Meter.

KSV Aalen 05 - ASV Nendingen 20 : 17

Artikel vom 30.08.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4426, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen bringt Aalen an den Rand einer Niederlage

Es hat am Samstag in der Aalener Greuthalle wirklich nicht viel gefehlt und die 80 mitgereisten Nendinger ASV-Anhänger wären Zeugen einer kleinen Sensation geworden. Beim seinem knappen Sieg mit 20:17 Punkten musste der vielfache deutsche Mannschaftsmeister KSV Aalen 05 ganz schön schwitzen, um am Ende doch noch die Nase vorne zu haben. Bis zum 8. Kampf lagen die Gäste immer in Führung, ehe dann doch noch der Favorit sich durchsetzen konnte. Für ASV-Trainer Volker Hirt ist die Botschaft an die nächsten Gegner klar: „Die dürfen uns nicht unterschätzen und müssen gegen uns alles aufbieten.“
Und er hatte in der Tat Grund, mit seiner Mannschaft, die den Aalenern alles abverlangte, zufrieden zu sein. Bei jeweils fünf Siegen stand der Kampf lange auf des Messers Schneide. Mit etwas mehr Glück oder Cleverness wäre da eine größere Überraschung durchaus drin gewesen. Zumal die Aalener offensichtlich auch wegen der wirtschaftlichen Lage gar nicht in der Lage sind, auf alle ihre großen internationalen Stars in ihrem Kader zurückgreifen zu können.
Vor nur etwa 300 Zuschauern, darunter mindestens ein Viertel aus Nendingen, begann der Kampf für den ASV mit dem erhofften Auftaktsieg für Ghenadie Tulbea (55 kg F). Der mehrfache georgische Meister Amiran Elbakidze hatte den tollen Freistiltechniken des für Nendingen ringenden Moldawiers nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen und musste eine Überlegenheitsniederlage hinnehmen. Im Schwergewicht hielt sich Andreas Miekeley trotz eines Gewichtsnachteils von über 15 kg sehr gut gegen den deutschen Spitzenringer Ralf Böhringer. Der Aalener kann nur einmal mit einem Durchdreher durch und sicherte sich so den knappen Punktsieg. Eine souveräne Vorstellung bot dann Baris Diksu (60 kg G) gegen Oliver Hug. Er unterstrich seine schon in der Vorbereitung gezeigte gute Form und hätte bei seinem Sieg mit 10:0 Punkten fast sogar einen Überlegenheitssieg herausgerungen.
In einer Neuauflage des alten Duells zwischen Marc Buschle (96 kg F) und dem derzeit sicher besten deutschen Freistilrínger Davyd Bichinashvili hielt sich das Nendinger Ass sehr gut. Zwar konnte er eine Punktniederlage nicht vermeiden, zeigte aber doch eine starke Leistung, die für diese Saison doch einiges verspricht. Zu einer reinen Nervenprobe für die Nendinger Anhänger geriet dann der Kampf zwischen Florian Schwarz (66 kg F) und dem vielfachen deutschen Jugendmeister Benjamin Sezgin. Der Aalener rang äußerst konzentriert und holte sich gegen den etwas zu leichtfertig ringenden Nendinger als Konterringer sogar die ersten beiden Runden. Dann aber drehte „Lotte“ auf und holte sich nach der 5. Runde doch noch den Sieg mit 3:2 Runden.
Die Nendinger Halbzeitführung baute dann Sergios Solontkis (84 kg G) mit einem clever herausgerungenen 3:1-Sieg gegen Patric Nuding sogar auf 13:9 aus. Dann aber drehte Aalen mit drei Siegen in Folge doch noch den Kampf zu seinen Gunsten. Benjamin Raiser bot in seinem ersten Bundesligakampf in der höheren Gewichtsklasse bis 66 kg zwar eine hervorragende Vorstellung gegen den amtierenden deutschen Meister Christian Fetzer, der erst in der Woche zuvor ein großes Turnier in Rumänien gewonnen hatte. Der Neu-Aalener verkürzte aber doch mit einem Punktsieg die Nendinger Führung, ehe dann ein überragender Emzarios Bentinidis (84 kg ) in einem griechischen Duell mit dem Nendinger Zugang Konstantinos Karpouzas die Gastgeber erstmals in Führung brachte. Diese Führung schien ins Wanken zu geraten, als Bastian Bentz (74 kg F) die 1. Runde überraschend gegen den Griechen Oleg Motsalin gewann. Der Aalener Neuzugang setzte sich aber dann doch gegen einen alles riskierenden Nendinger durch und sorgte damit für große Erleichterung im nervös gewordenen Aalener Lager. Eduard Kratz (74 kg G) blieb es dann vorbehalten mit einem nie gefährdeten Sieg gegen Hans-Jörg Scherr zum Endstand von 20:17 aufzuholen.
Nach diesem ermutigenden Auftritt der Nendinger gilt nun ihre ganze Konzentration dem Kampf in Freiburg am kommenden Freitagabend. Anmeldungen für den Fanbus (Abfahrt 16.30 Uhr) sind ab sofort bei Harry Moll (07461) 72799 möglich.

Vorschau auf KSV Aalen 05 - ASV Nendingen

Artikel vom 26.08.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4691, Kommentare: 0

Schon zum Auftakt der neuen Bundesligasaison steht für den ASV Nendingen an diesem Samstag, 29. August, mit dem Auswärtskampf beim vielfachen deutschen Mannschaftsmeister KSV Aalen ein ganz schwerer Gang an. Die Aalener haben sich für diese Saison sehr viel vorgenommen und zählen sich selber zu den DM-Favoriten in diesem Jahr. Obwohl sie nach der letzten Runde auf einige ihrer ausländischen Stars verzichteten, haben sie sich dennoch auch wieder durch zahlreiche Zugänge verstärkt. Dazu zählen die aktuellen deutschen Meister Stefan Kehrer (96 kg F) und Christian Fetzer (74 kg G) aber auch internationale Spitzenringer wie der Armenier Arsen Julfalakyan (Europameister 2009), der Grieche Oleg Motsalis (74 kg F), der Bulgare Anatoli Guidea (Vize-Weltmeister 2007) oder der Rumäne Robert Papp (Junioren-Europameister 2008, 84 kg G). Insgesamt befinden sich im Aalener Kader 15 Ringer, die schon Medaillenränge bei Europa- oder Weltmeisterschaften errungen haben. Wie viele von ihnen tatsächlich jeweils eingesetzt werden, ist sicher auch eine Frage der finanziellen Mittel und des jeweiligen Gegners. Aber die klar favoriserten Gastgeber werden am Samstag den ASV Nendingen auf keinen Fall unterschätzen, denn auch in Aalen weiß man, dass die Nendinger in dieser Saison wohl noch leistungsfähiger als im letzten Jahr sein werden. Die Gäste werden mit einer starken Aufstellung auf die Ostalb fahren und wollen versuchen, sich wieder so gut wie möglich zu verkaufen.
Kampfbeginn in der Aalener Greuthalle ist um 19.30 Uhr. Der Nendinger Ringerbus fährt um 14 Uhr am Ringerlokal ab. Die ASV-Ringer hoffen auf die Unterstützung durch viele Fans, die sich bei Harry Moll (Tel. 07461-72799) für die Mitfahrt im Bus anmelden können.
Die Zuschauer werden erstmals in der Bundesliga die schon bei Einzelturnieren erprobte Änderung im griechisch-römischen Stil erleben. Bisher folgte ja nach 1 Minute Standkampf der Bodenkampf mit jeweils 30 Sekunden in der Ober- und Unterlage. Zur Aufwertung des Standkampfes wurde er nun auf 90 Sekunden verlängert, auf den dann in jeder Runde ein Bodenkampf von 30 Sekunden folgt, bei dem der nach Punkten führende Ringer in der Oberlage ist. Endet der Standkampf jedoch unentschieden mit 0:0, bekommt zunächst der „rote“ Ringer die Oberlage zugesprochen. Bei einem 0:0 in einer zweiten Runde erhält dann der „blaue“ Ringer diesen Vorteil zugesprochen, den er allerdings dann auch mit einer Wertung im Bodenkampf für sich entscheiden müsste. Diese neue etwas komplizierte Regelung wird bei einem Heimkampf der Nendinger Ringer den Zuschauern noch genauer erläutert werden.

Ausblick auf die Saison 2009

Artikel vom 24.08.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4435, Kommentare: 0

Für die Bundesligasaison 2009 hat sich im Vergleich zum Vorjahr sehr viel verändert. Der ASV Nendingen wird nach der Umstrukturierung der 1. Bundesliga mit dem KSV Aalen 05 und der RKG Freiburg 2000 nur noch auf zwei Gegner aus der letzten Saison treffen. Statt wie bisher auf die drei Ligen Nord, Mitte, Süd werden die Bundesligavereine nun auf je eine Liga West und Ost aufgeteilt. Diese eigentlich erst für 2010 vorgesehene Zusammenlegung wurde um ein Jahr vorgezogen. Anlass dafür war der Rückzug mehrerer Vereine aus der 1.Bundesliga, wie zum Beispiel der KG Dewangen-Fachsenfeld, des KSV Witten oder des KSV Ketsch. Immer mehr Vereine scheinen sich in dem wahnwitzigen Wettlauf um die Verpflichtung nationaler und vor allem internationaler Stars finanziell zu übernehmen oder sie bekamen Probleme mit den versicherungs- und steuerrechtlichen Bestimmungen.
Der ASV Nendingen will hier für einen soliden Weg der Vernunft stehen. Zwar können auch die Nendinger auf Neuzugänge nicht verzichten, aber im Vergleich zu den meisten anderen Vereinen bleibt hier die Bodenhaftung noch gewahrt. Schließlich stehen mit Reiner Schilling und Edwin Hamma zwei Männer an der Vereinsspitze in der Verantwortung, die als Bankkaufleute alter Schule wissen, dass Ausgaben durch entsprechende Einnahmen gedeckt sein müssen.
Der ASV Nendingen ist nun in die 1. Bundesliga West eingeteilt worden. Neben Aalen und Freiburg sind hier die fünf erstplatzierten Mannschaften der letztjährigen 1. Bundesliga Mitte vertreten. Und das sind angeführt vom aktuellen deutschen Mannschaftsmeister KSV Köllerbach so hochkarätige Teams wie der SV Germania Weingarten, der ASV Mainz 88, die RWG Mömbris/Königshofen und der KSK Neuss. Vervollständigt wird die Zehner-Liga durch die beiden Aufsteiger RG Hausen-Zell und KSV Seeheim.
Das Niveau dieser Liga ist also noch deutlich höher einzuschätzen als im vergangenen Jahr. Mit den Mannschaften des KSV Köllerbach, des KSV Aalen und des SV Germania Weingarten sind alle drei Favoriten für die deutsche Meisterschaft in dieser Liga West und sie sind damit auch für die ersten vier Plätze und das Erreichen der Endrunde klar favorisiert. Aber auch die RWG Mömbris-Königshofen, der ASV Mainz und der KSK Neuss wollen hier ein Wort mitreden. Für den ASV Nendingen kann es nur darum gehen, zu versuchen den Klassenerhalt zu schaffen und möglichst früh einen gesicherten Platz im Mittelfeld zu erreichen. Trainer Volker Hirt hat, -optimistisch wie immer-,  Platz 6 als Saisonziel angegeben. Aber auch Platz 8, der die Mannschaft vor einem Relegationskampf bewahren würde, wäre sicher als Erfolg zu werten. Und dafür müssen die nötigen Punkte gegen Mannschaften wie die RG Hausen-Zell, den KSV Seeheim, die RKG Freiburg und vielleicht auch der eine oder andere Überraschungssieg geholt werden.
Auch wenn zum Auftakt am 29. August die Aufgabe in Aalen sehr schwer ist, so könnten schon die beiden nächsten Kämpfe in Freiburg und der erste Heimkampf gegen die RWG Mömbris-Königshofen am 12. September Schlüsselkämpfe werden. Leider will es der Terminplan so, dass der zweite Heimkampf wegen der WM-bedingten zweiwöchigen Pause erst am 17. Oktober stattfinden wird. Dann aber geht es Schlag auf Schlag, wenn in den 5 Wochen zwischen dem 31. Oktober und 5. Dezember gleich 5 Heimkämpfe in der Mühlauhalle anstehen. Der ASV Nendingen hofft natürlich dann darauf, dass seine Ringer wie im Vorjahr immer von einer großen Zuschauerkulisse unterstützt werden.
Neben Eishockey in Schwenningen und Handball in Balingen war Ringen beim ASV Nendingen in der Region im letzten Jahr das Maß aller Dinge. Und die Ringer des ASV mit Trainer Volker Hirt, die verantwortlichen Funktionäre im Verein, die große Zahl der ehrenamtlichen Helfer und die ASV-Supporters, sie alle wollen ihren Teil dazu beitragen, dass das auch in diesem Herbst so sein wird. 

ASV Nendingen siegt beim 44. Int. Grenzlandturnier in Kriessern

Artikel vom 18.08.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4815, Kommentare: 0

Nach seinem souveränen Sieg beim 44. Internationalen Grenzlandturnier in Kriessern scheint der ASV Nendingen für die neue Saison in der 1. Bundesliga bestens gerüstet. Die Art und Weise wie die Nendinger Ringer ihren im letzten Jahr errungenen Pokal verteidigten, steigert die Spannung auf die in 11 Tagen beginnende neue Mannschaftsrunde. Sie waren in Kriessern diesmal in der Auseinandersetzung mit den Spitzenmannschaften aus der Schweiz und Österreich einfach eine Klasse für sich. In allen fünf Begegnungen gaben sie jeweils höchstens einen Einzelkampf verloren und deklassierten alle ihre Gegner. Von den insgesamt 45 Einzelkämpfen verloren sie nur drei auf der Matte und einen durch verletzungsbedingte Aufgabe.
Dabei waren die Gegner wirklich nicht zu unterschätzen. Im ersten Gruppenkampf war der österreichische Vizemeister KSK Klaus beim 33:4 ohne Chance. Auch der letztjährige Turnierzweite, Gastgeber RS Kriessern, wurde anschließend mit 29:6 klar besiegt, ehe dann der Gruppensieg beim Sieg gegen den österreichischen Bundesligisten AC Hörbranz mit 28:6 sichergestellt wurde. Im Halbfinale musste der Zweite der Gruppe B, der Bayernligist SC Isaria Unterföhring, beim 28:7 die Überlegenheit der Nendinger anerkennen. Im Endkampf versuchte dann der amtierende Schweizer Meister RS Freiamt vergeblich den Nendinger Siegeszug zu stoppen. Doch mit 30:7 holte der Pokalverteidiger auch in diesem Jahr die begehrte Trophäe an die Donau.
Da blieb den Gegnern nur die neidlose Anerkennung: „Ihr wart einfach mit Abstand die Stärksten in diesem Turnier.“ Der einzige Wermutstropfen für den ASV Nendingen war die Verletzung von Neuzugang Sergios Solontkis (84 kg G)). Nach drei Siegen in Folge musste er vorsichtshalber den vierten Kampf im Habfinale aufgeben, um einen Einsatz zum Bundesligaauftakt nicht zu gefährden. An seine Stelle trat dann Trainer Volker Hirt, der im Finale ebenfalls souverän zum Sieg kam. Er konnte somit ein sehr positives Fazit dieses Turnier ziehen: „Eine so starke Mannschaft, zu der ja noch Ghenadie Tulbea, Florin Matei, Marc Buschle und Andreas Miekeley dazu kommen, haben wir sicher bisher noch nicht gehabt. Wir freuen uns auf eine tolle Saison 2009.“
Für Ghenadie Tulbea, der nächste Woche wieder nach Nendingen kommen wird, trat in Kriessern Rando Sauter (TSV Benningen) als Gastringer in der Klasse bis 55 kg an. Er bereitet sich schon seit längerem in Nendingen für die neue Runde vor und zeigte bei seinen 4 Turniersiegen glänzende Form. Nur im Finale musste er gegen den Schweizer Meister Urs Wild in einem engen Kampf eine knappe Niederlage hinnehmen. Alle ihre 5 Kämpfe gewannen Florian Schwarz (66 kg F), Benjamin Raiser (66 kg G), Bastian Bentz (74 kg F), Eduard Kratz (74 kg G) und Markus Eichin (120 kg F), die durchwegs souveräne Vorstellungen boten. So siegte beispielsweise Benjamin Raiser gegen den Schweizer Meister Pascal Strebel. Besonders hervorheben muss man aber die imponierende Form von Neuzugang Eduard Kratz, der eine große Verstärkung für die neue Saison sein wird. Und dann gefiel vor allem wieder Florian Schwarz, der in seinem vierten Turnier in Kriessern seine „weiße Weste“ behielt. Er hat jeweils alle Kämpfe bestritten und alle seine Kämpfe gewonnen. In diesem Jahr aber brauchte er zwei Mal eine klar verlorene „Aufwachrunde“ gegen Ilias Magomadow (KSK Klaus) und Marcos Theodoridis (Unterföhring), um sich gegen starke Gegner dann doch noch durchzusetzen. Glänzend auch die Leistung von Baris Diksu (60 kg G), der nur dem Ungar Molnar Gabor (Hörbranz) knapp unterlag. Und steigende Form im Lauf des Turniers zeigte auch Konstantinos Karpouzas (84 kg F), der nach einer hauchdünnen Niederlage gegen Mirko Moser mit vier Siegen unter anderem gegen den GP-Turniersieger von Baienfurt, Christian Axenbeck (Unterföhring), seine Möglichkeiten andeutete.
Nendingen nutzte dieses Turnierwochenende im Übrigen auch für den erweiterten Kader zum Training, das Florin Matei, Andreas Miekeley. Bernhard Scheuring, Daniel Reichle, Christian Mayer und Cederic Mühlmann nutzten.

ASV Nendingen will den Pokal in Kriessern verteidigen (15./16.08.2009)

Artikel vom 12.08.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4559, Kommentare: 0

Zwei Wochen vor dem Beginn der neuen Saison in der 1. Bundesliga steht für den ASV Nendingen an diesem Wochenende mit dem Start beim 44. Internationalen Grenzlandturnier in Kriessern in der Schweiz ein letzter großer Wettkampftest an. Die neue Saison beginnt bekanntlich mit zwei schweren Auswärtskämpfen beim KSV Aalen (29.August) und bei der RKG Freiburg am Freitag, 4. September, bevor dann am 12. September in der Mühlauhalle der erste Heimkampf gegen die RWG Mömbris/Königshofen steigen wird. Trainer Volker Hirt wird die  Tage in Kriessern neben den sechs Turnierkämpfen zu weiteren Trainingseinheiten nutzen. Auf den Bundesligakader wartet also ein echter Härtetest.
Wie immer in den letzten Jahren ist das Turnier in der Schweiz sehr gut besetzt. Der ASV Nendingen gilt zwar als Pokalverteidiger als Favorit, er hat sich aber mit mehreren starken Mannschaften der ersten Liga aus der Schweiz und Österreich auseinander zu setzen. Schon in den Gruppenkämpfen warten mit dem KSK Klaus, dem Lokalmatador RS Kriessern und der RR Brunnen ganz harte Brocken auf den Bundesligisten. Und auch die andere Gruppe ist beispielsweise mit dem KSV Götzis, RS Freiamt und dem SC Isaria Unterföhring stark besetzt.
Besonders gespannt ist man im Nendinger Lager natürlich auf die ersten Wettkampfeinsätze der drei Neuen im ASV-Trikot. Eduard Kratz (74 G), Konstantinos Karpouzas (84 F) und Sergios Solontkis (84 G) dürften für den ASV Nendingen eine erhebliche Verstärkung bedeuten. Auch Florin Matei ist bereits wieder im Donautal angekommen und wird die letzten Trainingsvorbereitungen mit der Mannschaft absolvieren.
Neben dem Turnier der Aktiven werden in Kriessern auch wieder Jugendringer im Kampf um den 22. Internationalen Raiffeisencup auf die Matte gehen. Auch hier stellt der ASV Nendingen eine Mannschaft, die am Samstag um 14.30 Uhr ihren ersten Gruppenkampf gegen die Kampfgemeinschaft Weinfelden/Winterthur austragen wird. Für den ASV-Nachwuchs wird dieses Turnier ebenfalls eine wichtige Standortbestimmung darstellen, bevor am 19. September die Runde der Bezirksjugendliga beginnt.
Die Nendinger Ringer werden schon am Freitag um 17.30 Uhr die Fahrt nach Kriessern antreten. Für die Aktiven beginnt das Turnier dann am Samstag schon mit zwei echten Bewährungsproben. Um 13.15 Uhr trifft der ASV auf den österreichischen Bundesligisten vom KSK Klaus und um 15.45 Uhr kommt es dann im Treffen der beiden Turniersieger der letzten beiden Jahre zum Kampf gegen den Gastgeber RS Kriessern. Mit dem AC Hörbranz trifft man dann um 18.15 Uhr auf eine weitere österreichische Mannschaft.
Am Sonntag steht um 9.00 Uhr der letzte Gruppenkampf gegen die RR Brunnen an, bevor dann ab 11.30 Uhr die Endkämpfe um den Turniersieg angepfiffen werden. Mit dem Ende des Turniers ist etwa um 15.30 Uhr zu rechnen. Die Kämpfe auf drei Matten im Zelt auf der Festwiese in Kriessern werden sicher auch wieder viele Anhänger des ASV Nendingen anlocken, die die Fahrt in die Schweiz wohl nicht bereuen werden.

ASV Nendingen gewinnt WRV-Pokal

Artikel vom 02.08.2009, Autor: Daniel Reichle, Views: 5742, Kommentare: 0

Der Bundesligist ASV Nendingen setzte sich beim Finale um den Pokal des Württembergischen Ringerverbandes in Ehningen gegen die KG Dewangen/Fachsenfeld und TSV Ehningen durch und wurde somit seiner Favoritenrolle gerecht. Der Wanderpokal, welcher im Vorjahr vom AB Aichhalden gewonnen werden konnte, geht somit für ein Jahr nach Nendingen.
Das ursprünglich mit vier Mannschaften angesetzte Finale musste durch den Rückzug der Überraschungsmannschaft des Bezirksligisten KVA Remseck, welche Urlaubs- und Verletzungsbedingt auf zu viel Ringer verzichten mussten, auf drei Mannschaften reduziert werden.
Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse, darunter auch einige aus Nendingen angereiste Fans, bestritten die Mannschaften aus Ehningen und Dewangen/Fachsenfeld den Eröffnungskampf in der durch die hochsommerlichen Temperaturen angeheizten Ehninger Sporthalle auf Schalkwiesen. Erst kurz vor Schluß konnte sich die KG Dewangen/Fachsenfeld in einem spannenden Duell mit 18:15 Mannschaftspunkten durchsetzen.
Im zweiten Kampf mussten nun die ASV-Aktiven gegen die KG Dewangen/Fachsenfeld antreten. Durch die kurzfristig verletzungsbedingten Ausfälle von Baris Diksu (60kg Gr.-röm.) und Arthur Kratz (74kg Gr.-röm.) musste Dominick Preilipper in die Klasse bis 74kg Gr.-röm. einspringen und die Klasse bis 60kg wurde nicht besetzt. Die Nachwuchsringer Florian Hermann und Kevin Mägerle ergänzten das Team um Trainer Volker Hirt. Durch souveräne Siege von Steffen Baur (50kg Fr.), Marc Buschle (120kg Fr.), Volker Hirt (96kg Gr.-röm.), Bastian Bentz (84kg Fr.), Benjamin Raiser (66kg Gr.-röm.) und Daniel Reichle (74kg Fr.) konnte ein klarer Sieg von 24:12 Punkten eingefahren werden.
Im dritten und letzten Kampf des Abends kam es zu dem immerjungen Duell gegen den TSV Ehningen. Spannend wurden hier die Kämpfe zwischen Marc Buschle gegen den 30kg schwereren Manuel Senn, Benjamin Raiser gegen seinen älteren Bruder Daniel Raiser, Volker Hirt gegen Benjamin Senn und Bastian Bentz gegen Jan Platter erwartet, welche alle für den ASV Nendingen entschieden werden konnten. Ausserdem Siegreich für den ASV Nendingen waren Steffen Baur und Daniel Reichle, so dass auch dieser Kampf klar mit 20:12 gewonnen werden konnte.
In einem sehr gut organisierten Finale mit fairen Kämpfen gewann somit der ASV Nendingen vor der KG Dewangen/Fachsenfeld und dem TSV Ehningen den WRV-Pokal. Der KVA Remseck belegte den vierten Platz im Endklassement.


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Endrunde um den WRV-Pokal in Ehningen

Artikel vom 27.07.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 3948, Kommentare: 0

An diesem Samstag, 1. August, findet die Endrunde um den WRV-Pokal in Ehningen statt. Von den ursprünglich 21 Mannschaften haben sich vier für dieses Finale durchgesetzt. Neben dem ASV Nendingen sind dies die KG Dewangen/Fachsenfeld, die sich nach dem Rückzug aus der 1.Bundesliga neu formiert hat, die gastgebende Mannschaft des TSV Ehningen und etwas überraschend der Bezirksligist KVA Remseck. Der ASV Nendingen muss in dieser Endrunde natürlich als Favorit gelten und will den Pokal an die Donau bringen. Das Wiegen ist auf 15 Uhr terminiert. Die Kämpfe beginnen dann um 16 Uhr.

WRV-Pokal-Viertelfinale: AV Hardt - ASV Nendingen 7:27

Artikel vom 19.07.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4678, Kommentare: 0

Ohne Probleme hat der ASV Nendingen am Samstag beim AV Hardt das Viertelfinale im WRV-Pokal erfolgreich überstanden. Mit einem ungefährdeten Sieg mit 27:7 zog der Bundesligist in die am 1.August stattfindende Endrunde der letzten vier Mannschaften ein. Der Gastgeber kam bei der Einweihung seiner neuen Ringermatte nur zu zwei Siegen gegen zwei Nendinger Jugendringer, musste aber ansonsten neidlos die Überlegenheit der Gäste anerkennen. Das sportlich faire Publikum in Hardt erlebte so einen schönen Ringerabend, bei dem zwar die große Spannung fehlte, aber doch tolle Aktionen geboten wurden.
In der Klasse bis 50 kg siegte der Nendinger Nachwuchsringer Kevin Mägerle ohne Gegner. Steffen Baur (55 kg) tat sich im griechisch-römischen Stil gegen den wesentlich älteren Josip Nad wie erwartet schwer. Er zeigte einen beherzten Kampf, musste seinem erfahrenen Gegner aber doch den Punktsieg überlassen. Für den dritten ASV-Jugendlichen, Dominik Preilipper, ging es darum weitere Erfahrungen zu sammeln. Im Kampf gegen Manuel Dieterle (74 kg G) kam er aber um eine klare Niederlage nicht herum.
Die restlichen sechs Stammringer des ASV Nendingen jedoch dominierten in ihren Kämpfen sehr eindeutig. Baris Diksu (60 kg F) führte schnell mit 6:0 Punkten, ehe Johannes Bösinger verletzt aufgeben musste. Auch Benjamin Raiser (66 kg G) war gegen Johann Reswich der klar bessere Mann auf der Matte und holte mit einem Überlegenheitssieg die vollen vier Punkte. Dominik Hipp (74 kg F) brauchte gar nur etwa vier Minuten, um gegen Markus Flaig alle drei Runden mit jeweils 6:0 Punkten für sich zu entscheiden. Und als hätten sie sich abgesprochen, stellte Bastian Bentz (84 kg F) genau das gleiche Ergebnis in fast genau der gleichen Zeit gegen Jochen Benner her. Für den Endstand von 27:7 für Nendingen sorgten die beiden Routiniers Volker Hirt und Marc Buschle. Während sich Marc Buschle (120 kg F) gen den 23 kg schwereren Thomas Müller mit einem klaren Punktsieg begnügte, punktete Trainer Volker Hirt (96 kg G) trotz Gewichtsnachteils Wolfgang Jauch in gut drei Minuten mit insgesamt 21:0 Punkten aus.
Schwerer wird es für die Nendinger zweifellos in zwei Wochen in der Endrunde der letzten vier Mannschaften, die in Ehningen oder Winzeln ausgetragen wird. Denn hier wird voraussichtlich der Zweitligist vom AB Aichhalden in einem klassischen Bezirksderby der stärkste Konkurrent im Kampf um den Pokal sein.

WRV-Pokal: ASV Nendingen kämpft beim AV Hardt um den Einzug ins Finale

Artikel vom 18.07.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 3980, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen hat mit den zwei Siegen in Benningen und Unterelchingen den Einzug ins Viertelfinale des WRV-Pokals geschafft.
Nun gilt es am kommenden Samstag, 18. Juli, beim AV Hardt auch den Sprung in die Finalrunde der besten vier Mannschaften zu schaffen. Auf dem Papier scheint das im Kampf gegen den Landesligisten eine leichte Aufgabe zu sein. Doch wie im Fußball so gilt auch hier die alte Weisheit, dass „der Pokal seine eigenen Gesetze hat“. Aber natürlich will sich der Bundesligist hier keine Blöße geben und mit einem Sieg sich für die Endrunde qualifizieren, die am 1. August in Ehningen oder Winzeln ausgetragen wird.
Kampfbeginn in Hardt ist am Samstag um 20 Uhr.

Freundschaftskampf des ASV Nendingen beim SV Triberg (21:19)

Artikel vom 19.04.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 6429, Kommentare: 0

Es war eine schöne Werbung für den Ringkampfsport, was die Ringer des ASV Nendingen und des SV Triberg am Samstag im Kurhaus von Triberg auf der Matte boten. Und es war auch eine schöne Demonstration der engen Verbindung zwischen den beiden Vereinen. Besonders als Andreas Winter, der Vorsitzende des Gastgebers, vor Beginn der Kämpfe eine Ehrung des ASV-Vorsitzenden Reiner Schilling vornahm. Der hatte ja in den 70er Jahren den SV Triberg als Ringer und vor allem dann als Trainer der Bundesligamannschaft den Schwarzwäldern „die erfolgreichste Zeit in der Vereinsgeschichte“ beschert.

Den Freundschaftskampf in Triberg bestritt der ASV Nendingen mit einer Mischung aus Bundesligaringern und Nachwuchskräften aus der 2. und 3. Mannschaft. Von diesen Talenten überzeugte Steffen Baur (55 kg), der nach zwei knapp verlorenen Runden im dritten Durchgang aufdrehte und gegen Jonas Kammerer mit Nackenhebel sogar zum Schultersieg kam. Sehr viel schwerer taten sich da Pascal Lang (66 kg), Branko Fanizzi (66 kg) und Cederic Mühlmann (120 kg), die klare Niederlagen nicht vermeiden konnten. Auch der als Gastringer eingesetzte Gottmadinger Hannes Zuber (60 kg) musste trotz starker Leistung gegen den gewichtsmäßig klar überlegenen Sascha Osswald eine Punktniederlage hinnehmen. Keine Mühe hatte hingegen Adrian Ozsda (74 kg G), bei seinem deutlichen Überlegenheitssieg gegen Patrick Becker, der vor 2 Wochen deutscher Vize-Jugendmeister geworden war. Der sieggewohnte Triberger Coskun Öztürk (96 kg G) war im letzten Jahr in der Oberliga klar dominierend. Am Samstag musste er aber gegen einen sehr konzentriert auftretenden Andreas Miekeley doch die Überlegenheit eines Bundesligaringers anerkennen. Zwar enttäuschte er keineswegs, aber der Nendinger ist derzeit einfach in glänzender Verfassung und siegte mit 5:0/4:0/2:1. Auch Benjamin Raiser (66 kg G) zeigte Jerome Friedrich seine Grenzen auf. In allen drei Runden sicherte er sich, - in der 1. Runde sogar mit einer tollen Fünferwertung-, die nötigen Punkte zum Überlegenheitssieg.
Was die Dramatik angeht, war der Kampf von Bastian Bentz (84 kg G) gegen Kai Rotter der absolute Höhepunkt des Abends. Erstmals seit längerer Zeit trat der ASV-Ringer wieder im klassischen Stil an und rechnete sich gegen das Triberger Kraftpaket eigentlich wenig Chancen aus. Und tatsächlich gab er auch die 1. Runde mit 0:8 Punkten ab, als der Triberger immer wieder mit seiner gefürchteten Kopfklammer punktete. Dann drehte sich der Kampfverlauf und Bastian Bentz sicherte sich die nächste Runde mit mehreren Durchdrehern seinerseits klar mit 7:0. Kai Rotter schien dann in Runde 3 wieder nach 5:0 Punkten auf die Siegerstraße zurückzukommen, doch der Nendinger holte sich die Runde doch noch bei 5:5 Punkten. Die konditionelle Überlegenheit von Bastian Bentz entschied dann den dramatischen und packenden Kampf in der 4. Runde doch noch mit 5:0 zu seinen Gunsten. Semih Bosyan (74 kg F) tat sich gegen den Freistilspezialisten Kirill Fadeew erwartungsgemäß schwer. Der Ex-Aichhaldener war bei seinem ersten Auftritt auf Triberger Matte hochmotiviert und setzte sich in drei Runden jeweils knapp mit 1:0/1:0/2:0 durch. Beim Mannschaftsstand von 19:18 für Triberg musste der Kampf von Marc Buschle gegen Michael Kaufmehl (84 kg F) die Entscheidung über den allerdings unerheblichen Endstand dieses Freundschaftskampfes bringen. Im Kampf der beiden deutschen Spitzenringer setzte sich Marc Buschle gegen den deutschen Vizemeister des vergangenen Jahres in allen drei Runden knapp durch und bewies, dass er auch trotz Rückstands im Mattentraining auf dem Weg zur alten Form ist.
Die rund 400 Zuschauer im Triberger Kurhaus, unter ihnen auch viele Nendinger Anhänger, konnten sich am Ende über einen interessanten und lebhaften Kampfabend freuen. Und die Triberger können sicher sein, dass sie mit ihrer kompletten Mannschaft gute Chancen auf den Aufstieg in die Regionalliga und den Erhalt dieser Klasse haben.

Termine 1. Bundesliga

Artikel vom 02.04.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4642, Kommentare: 0

Schon wenige Tage nach der Neueinteilung der 1. Bundesliga steht der vorläufige Terminplan fest, der höchstens noch nach Absprache der Vereine untereinander geringfügig verändert werden könnte. Die Saison 2009 beginnt demnach für den ASV Nendingen mit zwei Auswärtskämpfen in Aalen (29.8.) und in Freiburg (5.9.). Vor allem die Begegnung in Freiburg könnte dabei für die Nendinger schon zu einem richtungsweisenden Kampf werden.
Der erste Heimkampf findet dann am 12.9. in der Mühlauhalle gegen die RWG Mömbris-Königshofen statt. Der erste Doppelkampftag am ersten Oktoberwochenende nach einer durch die WM bedingten zweiwöchigen Pause stellt sich für die Nendinger als Härtetest dar. Am Samstag, 3. Oktober hat man beim KSK Neuss anzutreten, ausgerechnet dem Gegner mit der weitesten Anfahrt von 520 km. Und nach der sicherlich anstrengenden Rückfahrt kommt dann der ASV Mainz am Sonntag, 4. Oktober, um 15 Uhr in die Mühlauhalle. Der zweite Doppelkampftag im November wird dann wohl ohne Auswärtskampf sehr viel geruhsamer. Allerdings bedeutet das für den ASV Nendingen, dass man nach dem Heimkampf gegen den SV Weingarten am 31.10. mit den Begegnungen gegen den KSV Aalen (Samstag, 7.11.) und die RKG Freiburg (Sonntag, 8.11.) gleich drei Heimkämpfe hintereinander innerhalb einer Woche hat. Der letzte Heimkampf findet unmittelbar vor Weihnachten am 19.12. gegen die RG Hausen-Zell statt. Die Gruppenkämpfe enden am Sonntag, 27.12., wenn der ASV Nendingen zum SV Germania Weingarten reisen muss.

Die Termine des ASV Nendingen im einzelnen (Kampfbeginn jeweils 19.30 Uhr, falls nicht anders angegeben):
29.8. KSV Aalen 05 – ASV Nendingen;
5.9. RKG Freiburg 2000 – ASV Nendingen;
12.9. ASV Nendingen – RWG Mömbris-Königshofen;
3.10. KSK Neuss – ASV Nendingen (15 Uhr);
4.10. ASV Nendingen – ASV Mainz 88 (15 Uhr);
10.10. KSV Köllerbach – ASV Nendingen;
17.10. ASV Nendingen – KSV Seeheim;
24.10. RG Hausen-Zell – ASV Nendingen;
31.10. ASV Nendingen – SV Germania Weingarten;
7.11. ASV Nendingen – KSV Aalen 05 (17 Uhr);
8.11. ASV Nendingen – RKG Freiburg (15 Uhr);
14.11. RG Mömbris-Königshofen – ASV Nendingen;
21.11. ASV Nendingen – KSK Neuss;
28.11. ASV Mainz 88 – ASV Nendingen;
5.12. ASV Nendingen – KSV Köllerbach;
12.12. KSV Seeheim – ASV Nendingen;
19.12. ASV Nendingen – RG Hausen-Zell;
27.12. SV Germania Weingarten – ASV Nendingen (15 Uhr).

Bundesliga nun zweigleisig - Neue Gegner für den ASV

Artikel vom 29.03.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4587, Kommentare: 0

Bundesliga nun zweigleisig- Neue Gegner für den ASV – Neun Heimkämpfe 2009

Wie der DRB nach einer Sitzung mit den Vertretern der Bundesligavereine am 28.03.09 bekannt gab, wird nun tatsächlich schon in diesem Jahr die 1. Bundesliga nur noch zweigleisig geführt. Nach dem Rückzug einiger Mannschaften werden die 20 Vereine je zur Hälfte auf eine  1.Bundesliga West und eine 1.Bundesliga Ost aufgeteilt.

Das bedeutet für den ASV Nendingen, dass er es in diesem Jahr mit überwiegend neuen und starken Gegnern zu tun haben wird. Von der alten Liga Süd sind außer Nendingen nur noch der KSV Aalen und die RKG Freiburg in dieser Gruppe. Die bayrischen Mannschaften gehören nun zur neuen Bundesliga Ost. In der Westliga sind mit den fünf erstplatzierten Mannschaften aus der alten Liga Mitte durchwegs äußerst kampfstarke Teams zu finden, darunter drei der vier Halbfinalisten der diesjährigen Endrunde. Mit dem SV Germania Weingarten, dem KSV Köllerbach, dem ASV Mainz 88, der RWG Mömbris/Königshofen und dem KSK Neuss trifft der ASV Nendingen damit auf sehr attraktive, aber auch schwer bezwingbare Gegner. Zu diesen Mannschaften kommen noch die beiden Aufsteiger des KSV Seeheim und der RG Hausen-Zell.
Der ASV Nendingen wird im Herbst also nun neun Heimkämpfe in der Mühlauhalle haben. Allerdings sind die Fahrten zu den Auswärtskämpfen ins Rheinland, nach Hessen, ins Saarland und nach Nordbaden zum Teil noch weiter als bisher nach Bayern. Die Liga wird wie geplant am 29. August beginnen. Um alle Kämpfe rechtzeitig abwickeln zu können, werden zwei Doppel-Kampftage am 3./4. Oktober und am 7./8. November terminiert. Für den ASV Nendingen ist diese Neueinteilung zwar auch mit einigen Problemen verbunden, sie ist aber auf jeden Fall der Lösung mit eventuell nur sechs Mannschaften und nur fünf Heimkämpfen in der alten Liga Süd vorzuziehen.
Die neue Bundesliga West setzt sich wie folgt zusammen: KSV Köllerbach, ASV Mainz 88, RWG Mömbris/Königshofen, KSK Neuss SV Germania Weingarten, KSV Aalen 05, RKG Freiburg, ASV Nendingen, KSV Seeheim, RG Hausen.Zell.  

ASV Nendingen präsentiert seinen Kader 2009

Artikel vom 29.03.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4752, Kommentare: 0

ASV Nendingen präsentiert seinen Kader 2009 mit vier hochkarätigen Zugängen

Auf Einladung der Hirschbrauerei, einem der Hauptsponsoren des ASV, wurde am Freitagabend in der dortigen „Bier-Welt“ der Bundesligakader 2009 vorgestellt. Unter den fast 100 Gästen waren neben den Ringern, der Vorstandschaft, den treuesten Helfern und Supporters auch die wichtigsten Sponsoren des Vereins vertreten. Der alte Kader, nur ergänzt durch den Nachwuchsringer Steffen Baur, bleibt erhalten, nicht mehr dabei sind im Vergleich zum letzten Jahr nur die beiden Rumänen Pavel Burla und Valentin Lupu. Dafür konnten aber vier Zugänge präsentiert werden, die wohl das Potential der Mannschaft in der nächsten Saison deutlich verstärken werden.

In der Gewichtsklasse bis 60 kg wird Baris Diksu nun im Nendinger Trikot auf die Matte gehen. Er kann sowohl im griechisch-römischen als auch im freien Stil eingesetzt werden. Beim ASV ist der 24-Jährige ja kein Unbekannter, denn er hatte schon als Schüler für den ASV Nendingen große Erfolge feiern können und kämpfte als Jugendlicher auch schon in der in der damaligen Nendinger Oberligamannschaft. Auch während seiner späteren Zeit beim ASV Tuttlingen war er ein häufiger Gast beim Training im Nendinger Ringerlokal. 2004 wurde er deutscher Juniorenmeister und 2006 erreichte er mit dem 2. Platz bei der DM in der Männerklasse bis 55kg einen weiteren herausragenden Erfolg.

Mit Eduard Kratz (bisher RKG Freiburg) konnte der wohl hochkarätigste Zugang verpflichtet werden. Der 29-jährige wird im klassischen Stil in der Klasse bis 74 kg wohl ein wichtiger Punktesammler für den ASV sein. In den Jahren 2000 -2004 stellte er einen wohl kaum überbietbaren Rekord auf, als er über 5 Jahre hinweg in der Bundesliga unbesiegt blieb. Mehrfach holte er den deutschen Meistertitel und vertrat Deutschland auch einige Male bei Welt- und Europameisterschaften. Die RKG hat ihre bisheriges „Aushängeschild“ nur ungern ziehen lassen. Aber Eduard Kratz, der schon beim Kampf der Freiburger gegen den ASV von der Stimmung und besonderen Atmosphäre in der Mühlauhalle sehr angetan war, sucht nun hier in Nendingen eine neue Herausforderung.

Zwei griechische Ringer werden den ASV in der Klasse bis 84 kg verstärken. Am Freitagabend stellte sich Konstantinos Karpouzas den Nendingern vor. Der sympathische 24-jährige Grieche aus Larisa belegte im Dezember 2008 bei den griechischen Landesmeisterschaften den 2. Platz und will nun zum ersten Mal die Herausforderung eines Einsatzes im Ausland suchen. Er überzeugte in den letzten Tagen in Nendingen im Probetraining und zeigte auch bei den Laktattests außerordentliche Ausdauerwerte, die seine körperliche Fitness bewiesen. Der junge Grieche wird nun in dieser Saison für den ASV in der Klasse bis 84 kg im Freistil auf die Matte gehen, da Marc Buschle jetzt eine Gewichtsklasse aufrücken wird.

Mit dem 30-jährigen Sergios Solontkis wird ein zweiter Grieche für den ASV auflaufen. Er ringt in der Klasse bis 84 kg im griechisch-römischen Stil. Im Unterschied zu seinem Landsmann verfügt Sergios Solontkis schon über eine langjährige Kampferfahrung in der deutschen Bundesliga. Zuletzt ging er für den AV Germania Weingarten auf die Matte und verlor dabei in zwei Jahren nur drei Kämpfe. Er war 2007 für Griechenland bei der WM in Baku im Einsatz und belegte dort den 12. Platz. Auch bei vielen internationalen Turnieren, wie zum Beispiel 2007 mit dem 2. Rang beim Großen Preis von Athen zeigte Sergios Solontkis seine Klasse. Er konnte am Freitagabend zwar nicht anwesend sein, hat aber bei einem früheren Besuch in Nendingen mit seinem sympathischen Auftreten auf Anhieb großen Eindruck gemacht.

Gemeinsam mit diesen vier Zugängen wird der bisherige Kader des ASV um Marc Buschle und Florian Schwarz als wichtige Stützen der Mannschaft in der 1. Bundesliga eine noch stärkere Rolle spielen als im vergangenen Jahr. Trainer Volker Hirt ist zuversichtlich, dass in dieser Saison mehr als „nur“ der Klassenerhalt möglich sein wird.

Einmaliger Triumph für die Nendinger Ringer

Artikel vom 12.02.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 5821, Kommentare: 0

Einmaliger Triumph für die Nendinger Ringer bei den württembergischen Freistilmeisterschaften – Fünf von sieben Titeln gehen an den ASV

Einen wohl einmaligen Triumph haben die Ringer des ASV Nendingen am Samstag bei den württembergischem Meisterschaften der Männer im Freistil gefeiert. In Mühlheim holten sie sich fünf der sieben zu vergebenden Meistertitel. Waren die Siege von Florian Schwarz, Marc Buschle und Markus Eichin noch erhofft worden, so kamen die Meisterschaftspokale für Bastian Bentz und vor allem für Semih Bosyan doch eher überraschend. Das hervorragende Auftreten der ASV-Ringer rundeten Benjamin Raiser mit Platz drei und Daniel Reichle mit einem 4. Platz ab. Doch auch wenn es noch nicht für einen Spitzenplatz reichte, so konnten  die Nachwuchsringer Tobias Zepf, Timo Schmid, Cederic Mühlmann und Fabian Schwarz durchaus ebenfalls überzeugen.

Obwohl man Florian Schwarz in der Klasse bis 66 kg als Titelverteidiger zu den Favoriten zählen durfte, so hatte er mit Philipp Grosse (TSV Benningen), dem Vizemeister von 2008, und auch mit seinem alten Rivalen Michael Wernz (AB Aichhalden) zwei sehr gefährliche Gegner zu bezwingen. Beide verlangten ihm wieder alles ab. Aber es war höchst eindrucksvoll, wie es „Lotte“ wieder gelang die richtige Balance zwischen Risiko und Sicherheit zu finden. Immer wieder glänzte er durch blitzschnelle technische Aktionen und andererseits schaffte er es auch, einen Vorsprung sicher über die Zeit zu bringen. Und so konnte er den starken Benninger sowohl im Pool als auch im Finale nach tollem Kampf überzeugend in die Schranken weisen. Kein Wunder, dass der Nendinger nach seinen glanzvollen Auftritten mit einem Pokal als technisch bester Ringer des Turniers ausgezeichnet wurde. Auch Benjamin Raiser konnte in dieser Klasse sehr gefallen. Obwohl der Freistil nicht gerade seine Stärke ist, gewann er seinen Pool souverän und verlor im Halbfinale nur sehr umstritten gegen Philipp Grosse. Man darf ihm also schon jetzt bescheinigen, dass er den Wechsel von 60 auf 66 kg nicht zu bereuen hat.

Für die größte Sensation dieses Turniers sorgte fraglos Semih Bosyan. Bisher nur bis 66 kg und fast nur im klassichen Stil erfolgreich stellte er sich nun für viele überraschend der Konkurrenz in der Klasse bis 74 kg im freien Stil. Zwar musste er im Pool zunächst eine knappe Niederlage gegen den Aichhaldener Kirill Fadeew einstecken, doch dann trumpfte er mächtig auf. Gegen den favorisierten Gerhard Tenhündfeld (KG Baienfurt) siegte er überraschend in Runde drei und war dann nicht mehr zu bremsen. Und so musste auch im Finale David Merkle (KSV Unterelchingen) sich der Cleverness und dem Kampfgeist des Nendinger Co-Trainers beugen. Semih Bosyan konnte sich dafür zu Recht nicht nur von den zahlreichen Nendinger Ringsportfreunden feiern lassen.

Ein ganz hartes Turnier hatte auch Bastian Bentz in der Klasse bis 84 kg zu bestehen. In seinem Pool gewann er alle Kämpfe sicher und musste sich nur dem vielfachen Landesmeister Frank Schwab (AB Aichalden) beugen. Dennoch setzte er sich dann souverän ins Finale durch. Hier fand er nach verlorener erster Runde gegen Frank Schwab die richtige Einstellung. Mit enormem Kampfgeist und toller Kondition drehte er überraschend den Kampf noch und verwies den sichtlich verdutzten Schwarzwälder auf Platz zwei. Nach drei Siegen schaffte auch Daniel Reichle in dieser Klasse den Sprung ins Halbfinale, ehe er sich Frank Schwab und im Kampf um Platz drei etwas unglücklich Frank Steck (KSV Unterelchingen) geschlagen geben musste. Auch Tobias Zepf demonstrierte seine Leistungssteigerung mit einem Sieg im Pool und Platz acht.

Völlig ungefährdet waren Marc Buschle (96 kg) und Markus Eichin (120 kg) in den beiden schweren Gewichtsklassen. Beide waren all ihren Gegnern klar überlegen und holten sich souverän den Siegerpokal. Als erfahrene Leistungsträger in der Nendinger Mannschaft gaben sie den anderen ASV-Finalteilnehmern mit ihren Siegen noch zusätzliche Motivation, so dass in der „Nendinger Viertelstunde“ zwischen 21.00 Uhr und 21.15 Uhr die Halle tobte, als alle fünf ihre Kämpfe erfolgreich beendeten. Anerkennung gebührt aber auch hier den jungen Cederic Mühlmann und Fabian Schwarz, die sich hier mutig der durchwegs älteren Konkurrenz stellten.

Kein Wunder, dass der ASV Nendingen mit seinen 11 Ringern ganz überlegen die Vereinswertung gewann. Mit 40 Punkten dominierten sie diese Titelkämpfe in überragender Manier und verwiesen den KSV Unterelchingen mit 20 Punkten und den AB Aichhalden mit 14 Punkten klar auf die Plätze zwei und drei.

ASV Nendingen - SV Burghausen 14:20

Artikel vom 08.12.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 5054, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen hält sich beim 14:20 gegen den Meister der 1. Bundesliga Süd hervorragend

Im letzten Heimkampf der Saison hat sich der ASV Nendingen am Samstag gegen den Spitzenreiter der 1. Bundesliga Süd bei der Niederlage mit 14:20 mehr als achtbar geschlagen. Auch Siggi Seibold, der Trainer des SV Wacker Burghausen, kam nicht umhin dem Gastgeber wegen seines Publikums aber auch wegen seiner Leistungsstärke ein großes Kompliment zu machen. „Es ist wirklich erstaunlich und erfreulich, was hier auf die Beine gestellt wurde.“ Mehr als 1 200 Zuschauer fanden auch diesmal wieder trotz der vielen anderen Veranstaltungen in der Vorweihnachtszeit den Weg in die Mühlauhalle und erlebten spannende und hochklassige Kämpfe.
Das fing schon im vorgezogenen Kampf zwischen Pavel Burla (84 kg) und dem amtierenden Europameister und Olympia-Fünften Peter Bacsi an. Der ungarische Starringer kam auch im Standkampf immer wieder mit Griffaktionen durch und holte die ersten vier Punkte für sein Team. Die Nendinger konterten mit zwei Siegen in den beiden leichten Gewichtsklassen, wobei aber die beiden hochtalentierten Brüder Andreas und Martin Maier den Nendinger Assen Florin Matei und Gheandie Tulbea erbitterte Gegenwehr leisteten. Florin Matei setzte sich trotzdem mit einem herrlich herausgerungenen Überlegenheitssieg durch. Ghenadie Tulbea musste sich jedoch gegen den hervorragend eingestellten Martin Maier mit einem Punktsieg begnügen. Damit beendete der Moldawier, der auch nächstes Jahr wieder für den ASV ringen wird, diese Saison unbesiegt und als erfolgreichster Ringer der ganzen Liga. Markus Eichin (120 kg) begann zwar sehr aktiv und aggressiv, musste aber vor allem in der dritten Runde die Überlegenheit des sehr clever ringenden David Otiashvili anerkennen. Da die Gäste für Andreas Miekeley (96 kg) keinen Gegner stellen konnten, stand es zur Pause 11:8 für Nendingen.
Diese Führung konnte Semih Bosyan (66 kg) sogar noch ausbauen, als der engagierte Nendinger Jugendtrainer unter dem Jubel seiner Schützlinge und des Publikums in drei Runden Christoph Scherr besiegen konnte. Die Hoffnungen auf einen Sieg von Marc Buschle zerstörte der bulgarische Meister Miroslav Geshev. Der zweitbeste Ringer der Klasse bis 84 kg in dieser Liga unterband alle Angriffsversuche von Marc Buschle. Selbst als der Nendinger im Zwiegriff als der aktivere Ringer das Bein seines Gegners fassen durfte, schlug der noch Kapital daraus und siegte in allen 3 Runden mit je einem Punkt Vorsprung. Florian Schwarz (66 kg) demonstrierte erneut, warum er einer der Publikumslieblinge ist. Gegen den Weltklasseringer Nikolay Kurtev probierte er 6 Minuten lang alles, war ständig im Angriff und gab nie auf. Trotz seiner Punktniederlage wurde er von den Zuschauern mit Ovationen gefeiert. Beim Stand von 14:14 kam dann auch Adrian Ozsda (74 kg) gegen Sharur Vardanyan um eine knappe Punktniederlage nicht herum. Sein Gegner war im Standkampf etwas aktiver und setzte sich einmal am Boden mit einem Durchdreher durch. Bastian Bentz (74 kg) hatte im Interesse der Mannschaft wieder sehr viel Gewicht machen müssen. Dennoch lieferte er Ivan Deliverski wieder einen guten Kampf und verlor nur mit 0:3 Punkten.

 

Letzter Großkampftag

Artikel vom 04.12.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 5022, Kommentare: 0

Letzter Großkampftag dieses Jahres in der Mühlauhalle:

Der ASV Nendingen will den Tabellenführer der Bundesliga aus Burghausen etwas ärgern
ASV Nendingen II will sein Meisterstück gegen den KSV Neckarweihingen vollenden

Der letzte Großkampftag für den ASV Nendingen in diesem Jahr steht am Samstag, 6. Dezember, in der Mühlauhalle an. Dabei kommt es zu einem richtigen Knüller, denn mit dem SV Wacker Burghausen kommt um 19.20 Uhr der Tabellenführer der 1. Bundesliga Süd, der mit einem weiteren Sieg seine Spitzenposition behaupten will. Mit nur einer Saisonniederlage gegen Aalen könnte man dann selbstbewusst in die in der nächsten Woche beginnende Endrunde um die deutsche Meisterschaft ziehen. Die Nendinger haben in der Vorrunde in Burghausen ihre einzige wirklich deftige Niederlage bezogen und wollen sich nun daheim nicht so einfach über den Tisch ziehen lassen. Dafür könnten schon in den beiden leichten Klassen Florin Matei und Ghenadie Tulbea sorgen, die ihre tolle Form zu Sieg nutzen sollten. In den beiden schweren Klassen haben in Burghausen Andreas Miekeley und Markus Eichin nur recht knapp gegen Theodoros Tounousidis und David Otiashvili verloren. Vielleicht kann einer der beiden diesmal für eine Überraschung sorgen. Und Marc Buschle hat mit Miroslaw Geshev wieder einen starken Gegner, der aber sicher nicht unschlagbar ist. In allen anderen Klassen wird es für Nendingen sehr schwer zu Siegen zu kommen. Aber, wie heißt es so schön: Nichts ist unmöglich. Nach einer anstrengenden, aber insgesamt sehr erfreulichen, Saison will sich der ASV Nendingen einem hoffentlich wieder zahlreichen Publikum von seiner besten Seite präsentieren, um den treuen Anhängern seinen Dank für die tolle Unterstützung in all diesen Kämpfen abzustatten. Es soll ein richtig schönes Ringerfest werden, das dann wohl auch schon Appetit macht auf die Saison 2009.

Ein besonderer Kampf steht schon ab 17.30 Uhr für die zweite Mannschaft des ASV Nendingen an. Als Aufsteiger hat man bereits zwei Kampftage vor Schluss die Meisterschaft in der Landesliga errungen. Das bedeutet auch den dritten Aufstieg in Folge nun in die Verbandsliga. Bevor die Nendinger mit dem Meisterwimpel geehrt werden, wollen sie aber den Zuschauern noch einmal im Kampf gegen den KSV Neckarweihingen ihr hohes Leistungspotenzial demonstrieren. Die Mischung aus Stammringern wie Marco Schmid, Martin Hirt oder Ömer Keser sowie jungen Talenten und nicht zuletzt Ringern, die auch in der 1. Bundesliga eingesetzt werden, hat sich vollauf bewährt. Nur so war dieser erstaunliche Siegeszug möglich, der nächstes Jahr auch ein gutes Abschneiden in der höheren Klasse garantieren sollte. Wer sich also schon etwas früher auf den Weg in die Mühlauhalle macht, der wird mit zehn weiteren spannenden Kämpfen gegen einen nicht zu unterschätzenden Gegner aus dem Unterland belohnt.

 

KSV Aalen - ASV Nendingen 29:9

Artikel vom 01.12.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 4765, Kommentare: 0

Ehrenvolle Niederlage mit 9:29 gegen starke Aalener Mannschaft

Gegen einen fast in Bestbesetzung antretenden KSV Aalen hat der ASV Nendingen am Samstag eine ehrenvolle Niederlage mit 9:29 hinnehmen müssen. Der frühere deutsche Mannschaftsmeister, der dieses Jahr zumindest wieder das Finale erreichen will, hatte offensichtlich doch gehörigen Respekt vor den Nendingern. Deswegen boten sie in der Aalener Greuthalle fast alle ihre internationalen Asse auf. Einer von ihnen, der Ukrainer Vasyl Fedorishin, wurde vor dem Kampf noch gebührend für seine Ehrung zum „Weltringer des Jahres 2008“ durch den internationalen Verband gewürdigt. Die Nendinger wehrten sich gegen diese Top-Auswahl wacker, konnten die klare Niederlage in einem in sehr freundschaftlicher Atmosphäre ausgetragenen Kampf vor allerdings nur etwa 300 Zuschauern jedoch nicht vermeiden. Für Nendinger Siege sorgten Ghenadie Tulbea, der damit weiterhin ungeschlagen die Bestenliste der 1. Bundesliga Süd anführt, und Adrian Ozsda. Da Andreas Miekely aus privaten Gründen und Bernhard Scheuring nach einer Knieoperation nicht zur Verfügung standen, mussten die Gäste die Klasse bis 96 kg kampflos abgeben.
Den erwartet engen Kampf gab es zu Beginn zwischen Florin Matei (55 kg) und Constantin Bulibasa. Der sehr ruppig ringende Aalener setzte sich mit seinem unbequemen Kampfstil letztlich in der 5. Runde ganz knapp durch und brachte Florin Matei damit seine erste Niederlage in der Bundesliga bei. Sehr gut hielt sich Markus Eichin gegen den ins Schwergewicht aufgerückten Davyd Bichinashvili. Der Aalener behielt aber mit seiner Schnelligkeit und Cleverness in allen 3 Runden knapp die Oberhand. Den erwarteten Überlegenheitssieg für Nendingen sicherte sich Ghenadie Tulbea (60 kg). Der deutsche Jugendmeister Benjamin Sezgin wehrte sich zwar mutig, war gegen die überlegene Freistiltechnik des Nendingers aber ohne Chance. Semih Bosyan (66 kg) musste trotz guten Kampfes gegen den Ungar Balint Korpasi in der Bodenlage jeweils eine Wertung abgeben, so dass Aalen mit einer Führung von 13:6 in die Pause gehen konnte.
Danach wurde Marc Buschle (84 kg) nach seinen 6 Jahren im KSV-Trikot zwar sehr freundlich vom Aalener Publikum empfangen, Gastgeschenke gab es aber für ihn  keine. Sein Gegner, der Europameister Emzarios Bentinidis, ließ den Nendinger nicht zur Entfaltung kommen und setzte sich in 3 Runden jeweils knapp durch. Einen ausgezeichneten Kampf lieferte auch wieder Florian Schwarz (66 kg). Obwohl er den Überlegenheitssieg von Vasyl Fedorishin, dem besten Freistilringer der Welt dieses Jahres, nicht verhindern konnte, überzeugte er durch mutigen Kampfstil und ständige Angriffsversuche. Pavel Burla (84 kg) konnte gegen Paul Potapov nicht den erhofften Rundengewinn erreichen und musste sich 0:3 geschlagen geben. Einen mitreißenden Kampf erlebten die Zuschauer in der Klasse bis 74 kg zwischen Adrian Ozsda und Hans-Jörg Scherr. Der Nendinger schien nach 2 Runden einen klaren Sieg anzusteuern, als der Aalener immer mehr aufkam und zum 2:2 ausgleichen konnte. In der 5. Runde allerdings holte sich der Nendinger doch noch mit letzter Kraft die letzte Wertung zum knappen Sieg. Daniel Reichle (74 kg) hielt sich gegen Kiril Terziev, den bulgarischen Bronzemedaillengewinner von Peking, in der 1. Runde beim 0:1 hervorragend, musste dann aber kurz vor Schluss der 2. Runde doch auf die Schultern.

 

Mattensplitter 9

Artikel vom 01.12.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 5440, Kommentare: 0

Etwas ungewohnt für die nach Aalen mitgereisten Fans des ASV Nendingen war am Samstag die relativ spärliche Kulisse in der Aalener Greuthalle. Zwar waren es sicher etwas mehr als die im Protokoll aufgeführte Zahl von 191 zahlenden Zuschauern, aber für eine Top-Mannschaft, deren Ziel das Finale um die deutsche Meisterschaft ist, mutet der Zuspruch doch etwas mager an. Der Hallensprecher versäumte es dann auch nicht, darauf hinzuweisen, dass die Nendinger immer über 1000 Zuschauern bei ihren Heimkämpfen begrüßen können.

Besonders freundlich wurde Marc Buschle von den Ringern und Zuschauern in Aalen begrüßt. Von 2000 – 2006 hatte er ja bekanntlich für den KSV Aalen gerungen und in dieser Zeit auch für die Ostälbler den deutschen Mannschaftsmeistertitel miterrungen. Welche Beliebtheit er dabei erworben hat, zeigt die Reaktion eines jungen Aalener Zuschauers bei Beginn des Kampfes von Marc Buschle gegen Emzarios Bentinidis: „Ich glaube in dem Kampf bin ich für den Marc.“

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Aalenern und den Nendingern zeigten sich auch nach dem Kampf beim gemeinsamen Essen in der Gaststätte des Aalener Trainers und früheren Ringers Anton Nuding. Als Anton Nuding nach einer spendierten Runde in einem Trinkspruch den erstaunlichen Aufschwung und das gute Auftreten der Nendinger würdigte, wurde er von einem der Gäste launig ergänzt: „Aber ihr habt euch heute Abend auf der Matte auch ganz gut gehalten.

“Viele der Ringer, die jetzt über drei Monate hinweg durch hartes Training, schwere Wettkämpfe und vor allem kräftezehrendes Gewichtmachen an ihre Leistungsgrenzen herankommen, sehnen sich nach dem Ende der Mannschaftsrunde. Am kommenden Samstag aber wollen die Nendinger Ringer noch einmal ihr Bestes geben, wenn in der Tuttlinger Mühlauhalle der letzte Heimkampf des ASV gegen den Tabellenführer vom SV Wacker Burghausen steigt. Trotz vieler anstehender anderer Veranstaltungen wird auch hier wieder mit einer großen Zuschauerkulisse gerechnet, denn für viele sind diese Bundesligakämpfe zu einem gesellschaftlichen Muss geworden. Und auch TUTicket will beim letzten Ringerzug dieses Jahres wieder mit einer besonderen Aktion aufwarten.

12-Stunden- Benefizschwimmen am 6. Dezember 2008

Artikel vom 27.11.2008, Autor: Regnionales Buendnis fuer Arbeit, Views: 8711, Kommentare: 0

12-Stunden-Benefizschwimmen im Freizeit- und Erlebnisbad TuWass
in Tuttlingen am Samstag, 6. Dezember 2008 von 8:00 - 20:00 Uhr

Sie schwimmen für einen guten Zweck, jeder Meter zählt.
Je 100 geschwommene Meter werden 50 Cent gespendet.

Helfen Sie Jugendlichen, die es schwerer haben in den Beruf einzusteigen,
helfen Sie mit, dass Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit der Vergangenheit angehören.

Jeder Teilnehmer erhält einen Schokoladennikolaus.
Musik und mehr - ein attraktives Rahmenprogramm und prominente Mitschwimmer warten auf Sie.

Machen Sie mit!

 

Vorbericht: KSV Aalen 05 - ASV Nendingen

Artikel vom 26.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8077, Kommentare: 0

Noch zwei Kämpfe hat der ASV Nendingen in der diesjährigen Bundesligasaison zu bestreiten. Und die haben es auch in sich, denn für den Aufsteiger, der ja den Klassenerhalt schon sicher erreicht hat, geht es gegen die beiden Tabellenersten der 1. Bundesliga Süd. An diesem Samstag sind die Nendinger beim KSV Aalen 05 zu Gast und am 6. Dezember erwartet man im letzten Heimkampf den SV Wacker Burghausen. In Aalen will sich der ASV Nendingen wieder ähnlich gut präsentieren wie im Vorkampf, als die Gäste allerdings nicht mit ihrer allerstärksten Formation aufliefen. Auch diesmal ist zu erwarten, dass die Aalener nicht zuletzt aus finanziellen Gründen nicht alle ihre Stars einfliegen lassen. Aber ihr Kader ist so groß und ausgeglichen, dass sie auf jeden Fall eine hervorragende Mannschaft stellen werden. Für Nendingen wird es wieder darauf ankommen, sich so gut wie möglich zu behaupten. Schon zu Beginn des Kampfabends sind zwei besondere Leckerbissen zu erwarten. Denn in den Klassen bis 55 und 60 kg stehen sich hier die wohl stärksten Ringer der Liga gegenüber. Florin Matei hat es mit Constantin Bulibasa zu tun und Ghenadie Tulbea trifft wohl wieder auf Vitalie Railean, der als einziger ihm bisher beim knappen Sieg mit 3:2 in der Mühlauhalle stärkste Gegenwehr geleistet hat. Der für den ASV ringende Moldawier möchte natürlich unbedingt seine makellose Siegesbilanz als bisher erfolgreichster aller Ringer dieser Liga fortsetzen. Ob ihm das gelingt, wird eine der spannenden Fragen dieses Abends werden. Ein weiterer Höhepunkt könnte in der Klasse bis 84 kg das „ewige“ Duell zwischen Marc Buschle und Davyd Bichinashvili werden. Da Marc Buschle im Augenblick aufgrund der Umstände seiner beruflichen Weiterbildung nicht in seiner besten Form antreten kann, muss hier der Aalener als Favorit gelten. Im Schwergewicht würde sich Markus Eichin freuen gegen die „Legende“ David Musulbes kämpfen zu können. Der jetzt für Aalen ringende vielfache Olympiasieger und Weltmeister wäre für ihn ein Wunschgegner der besonderen Art. In allen anderen Kämpfen ist eine Vorhersage wegen der vielfältigen Aufstellungsvarianten der Aalener fast unmöglich. Sicher werden auch wieder zahlreiche Anhänger des ASV sich diesen Kampf nicht entgehen lassen. Abfahrt des Ringerbusses ist um 14 Uhr. Für den letzten Heimkampf gegen Burghausen sind übrigens auch wieder Tageskarten bei der Ticket-Box im Vorverkauf erhältlich. Auch die zweite ASV-Mannschaft hat am Samstag einen Auswärtskampf. Der Tabellenvierte von der KG Kirchheim/Köngen wird versuchen, dem ASV Nendingen II als ungeschlagenem Spitzenreiter die erste Niederlage beizubringen.

Mattensplitter 8

Artikel vom 25.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8252, Kommentare: 0

Emotionen pur und Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde gab es am Samstag in der Dewanger Wellandhalle beim Bundesligakampf der Ringer zwischen der KG Dewangen und dem ASV Nendingen. Die Anhänger beider Lager wurden in ein wahres Wechselbad der Gefühle getaucht. Waren es zunächst vor allem die rund 70 Nendinger, die nach den ersten drei Kämpfen euphorisch die Nendinger Führung mit 11:1 feierten, dann dominierten im Verlauf der Begegnung mehr und mehr die über 600 Anhänger der Gastgeber, die ihre Ringer bei der Aufholjagd lautstark unterstützten. Oft war es aber schwer auszumachen, ob die Anfeuerung nun beispielsweise „Eddi“ (Barsegjan) oder „Semih“ (Bosyan) galt, und im letzten Kampf war fast ein Gleichklang von „Ronny“ (Sauter) und „Baschti“ (Bentz) zu hören. Zwar waren es am Ende die Dewanger, die ihre Mannschaft und den Sieg begeistert feierten, aber bei den Nendingern machte die anfängliche Enttäuschung über die knappe und unglückliche Niederlage schnell Platz für den Stolz auf die Leistung der eigenen Mannschaft und für die Freude über einen denkwürdigen Ringsportabend, bei dem der ASV Nendingen auf der Matte und neben der Matte eine gute Figur abgegeben hatte.

 

Einen Zwiespalt der Gefühle gab es auch für Ronny Sauter, den „Helden“ der Heimmannschaft mit seinem in letzter Sekunde errungenen Sieg. Nicht erst seit den Einsätzen seines Bruders Rando beim ASV ist er vielen Nendingern freundschaftlich verbunden. Immer wieder sprudelte es nach Kampfende aus ihm heraus: „Ich hätte euch den Sieg wirklich gegönnt, aber ich wollte nicht wieder 2:3 verlieren.“ Und in der Tat stand ja für Dewangen auch sehr viel mehr auf dem Spiel als für die Gäste. Nur mit einem Sieg konnten sie ihr Saisonziel des Einzugs in die Endrunde sichern.

Einen ähnlichen Zwiespalt musste Kampfrichter Michael Faller (Neuss) nach dem Kampf eingestehen. Im Gespräch mit Trainer Volker Hirt erläuterte er noch einmal seine Entscheidung beim entscheidenden Zwiegriff nach dem Gleichstand nach 5 Runden im letzten Kampf. „Vielleicht wäre ein Losentscheid hier besser gewesen, aber ich musste mich eben für einen der beiden praktisch ebenbürtigen Ringer entscheiden.“ Es spricht für die sportliche Haltung der Nendinger, dass sie diese Entscheidung und die entgangenen Siegchance ohne großen Protest hinnahmen.

 

KG Dewangen - ASV Nendingen 20:19

Artikel vom 25.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8433, Kommentare: 0

Nach einem wahren Ringerkrimi verliert der ASV Nendingen bei der KG Dewangen denkbar knapp mit 19:20

Es ist wie verhext. Zum wiederholten Male in dieser Saison hat der ASV Nendingen am Samstag bei der KG Dewangen einen Favoriten an den Rand einer Niederlage gebracht. Mit nur einem einzigen Punkt Vorsprung aber rettete sich der Gastgeber noch einmal und sicherte sich damit den Einzug in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Kein Drehbuchautor hätte diesen Ringerkrimi spannender gestalten können. Nach wechselhaftem Verlauf stand es 17:17 vor dem letzten Kampf zwischen Bastian Bentz und Ronny Sauter. Beide Ringer gewannen dann je zwei Runden. Die 5. Runde musste also die Entscheidung auch über den Gesamtsieg bringen. Aber keiner der beiden konnte hier einen sichtbaren Vorteil erzielen. So musste also der Mattenleiter einem der beiden Ringer den entscheidenden Vorteil des Beinfassens im Zwiegriff zuerkennen. Und der gut leitende Kampfrichter Michael Faller (Neuss) entschied sich dann eben für den Heimringer Ronny Sauter, der mit diesem Vorteil für seine Mannschaft mit 20:19 den von rund 700 Zuschauern frenetisch bejubelten Sieg rettete.
Sieger an diesem Abend war aber auch der Ringsport. Spannende Kämpfe, viele Wertungen, tolle Techniken und eine fantastische Stimmung in der gut gefüllten Wellandarena, - das Einzige, was den bei schwierigen Wetterbedingungen angereisten Nendinger Fans versagt blieb, war eben der so sehnlich gewünschte Überraschungssieg. Dabei hatte es wieder einmal glänzend begonnen. Florin Matei (55 kg) und Ghenadie Tulbea (60 kg) erwiesen sich als die erwartet sichere Nendinger Bank. Weder Aliaksandr Palau noch Paul Penner konnten dem Feuerwerk an Griffen, das die beiden Gäste abbrannten, Gleichwertiges entgegensetzen. Genauso wie diese beiden vorzeitigen Überlegenheitssiege wurde vom Nendinger Anhang aber der nicht einkalkulierte Sieg von Markus Eichin im Schwergewicht bejubelt. Der Schwarzwälder im Nendinger Trikot kommt immer besser in Schwung. Zwar verlor er gegen Dragomir Stoichev die 1.Runde noch im Zwiegriff, dann revanchierte er sich aber mit drei gewonnenen Runden dank überlegener Kondition für seine Niederlage in der Vorrunde. Das bis dahin auffallend ruhige Heimpublikum zeigte sich dann jedoch immer mehr von seiner lauten Seite, als zunächst in einem ganz engen Kampf Marek Szustek gegen Andreas Miekeley dank einer einzigen technischen Wertung im Bodenkampf mit 3:0 die Oberhand behielt. Und ganz laut wurde es als Edward Barsegjan (66kg) wie schon im Vorkampf mit überlegener Technik im Bodenkampf gegen Semih Bosyan zum Pausenstand von 8:11 verkürzen konnte.
In einem der Schlüsselkämpfe gab Marc Buschle (84 kg) gegen den routinierten Felix Polianidis zwar Alles. Aber in der 5. Runde setzte sich der für Dewangen ringende Grieche doch knapp durch und hielt damit die Hoffnungen der Gastgeber am Leben. Florian Schwarz (66 kg) war gegen Lukasz Goral in einem tollen Kampf zwar immer der aktivere Ringer. Der polnische Weltklassemann aber konterte dreimal und brachte sein Team erstmals in Führung. Nach dem  erwarteten Überlegenheitssieg von Pavel Burla (84 kg) gegen Jan Eckstein und der einkalkulierten Punktniederlage von Adrian Ozsda (74 kg) gegen Krzysztof Kowalski kam es dann zum erwähnten Herzschlagfinale beim Stand von 17:17. In der Vorrunde hatte Bastian Bentz mit 3:2 gewonnen, diesmal waren eben Ronny Sauter und damit die Dewanger die im wahrsten Sinne des Wortes Glücklicheren.

 

Vorbericht: KG Dewangen- ASV Nendingen

Artikel vom 20.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8261, Kommentare: 0

Auf die Ringer des ASV Nendingen wartet am Samstag bei der KG Dewangen schon wieder ein ganz heißer Tanz. Die Ostälbler stehen im Augenblick auf Platz 5 der 1. Bundesliga Süd, der gerade noch zum Einzug in die Endrunde berechtigt. Um diese Chance zu wahren, müssen sie gegen Nendingen unbedingt gewinnen. Die Nendinger werden sich in Dewangen aber sicher nicht als Punktelieferant präsentieren, sondern sehen durchaus ihre Chancen so wie schon bei der knappen Niederlage in der Vorrunde mit 18:21. Der ASV rechnet mit sicheren Siegen durch Florin Matei (55 kg), Ghenadie Tulbea (60 kg) und Pavel Burla (84 kg). Klare Favoriten auf Dewanger Seite sind hingegen die Weltklasseringer Edward Barsegjan gegen Semih Bosyan und Lukasz Goral gegen Florian Schwarz. Und auch für Adrian Ozsda wird es schwer sein, gegen Krzysztof Kowalski zu einem Rundengewinn zu kommen. Die vier Schlüsselkämpfe wird es zunächst in den beiden oberen Gewichtsklassen geben, wo zuerst Markus Eichin seine verbesserte Form gegen Dragomir Stoichov unter Beweis stellen will und vielleicht für eine Überraschung sorgen kann. Und dann hat es Andreas Miekeley mit dem bärenstarken Marek Szustek zu tun, der auf Revanche für seine sensationelle Niederlage im Vorkampf brennen wird. Marc Buschle wird in einem weiteren vorentscheidenden Kampf voraussichtlich auf den erfahrenen Griechen Felix Polianidis treffen. Falls er hier die Oberhand behalten sollte, wird wohl die endgültige Entscheidung im letzten Kampf zwischen voraussichtlich Bastian Bentz und Ronny Sauter fallen. In der Mühlauhalle hatte Bastian Bentz mit 3:2 knapp die Nase vorn, doch in Dewangen ist auch hier alles offen. Diese Begegnung verspricht also ein hohes Maß an Spannung und Dramatik. Die Nendinger Ringer hoffen natürlich darauf, bei diesem württembergischen Derby von einer großen Zahl ihrer Anhänger unterstützt zu werden. Vielleicht gelingt ja diesmal die Überraschung, die schon mehrmals zum Greifen nahe war.
Die zweite ASV-Mannschaft tritt am Sonntagmorgen zum Bezirksderby in Hardt an und möchte mit einem weiteren Sieg ihre Spitzenposition untermauern.

Jugendliche von Mutpol beim Bundesligakampf

Artikel vom 17.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7936, Kommentare: 0

Es gibt ja erfreulicherweise viele große Sportler, die sich nicht nur auf ihren Sport und ihre Erfolge konzentrieren, sondern sich auch für gesellschaftliche Belange einsetzen. Zu ihnen zählt sicher auch Marc Buschle, eines der Ringerasse des ASV Nendingen. Seit einiger Zeit ist er beispielsweise als Botschafter für Mutpol in Tuttlingen tätig. Diese Einrichtung hilft bekanntlich Kinder und Jugendlichen, aktiv am sozialen Leben teilzunehmen und so schwierige Lebenssituationen zu meistern. Auf Initiative von Marc Buschle hat der ASV Nendingen am vergangenen Samstag eine Gruppe der von Mutpol betreuten Jugendlichen zum Bundesligakampf des ASV Nendingen gegen den SV Hallbergmoos eingeladen. Von den Kämpfen vor der Kulisse der mit 1100 Zuschauern gut gefüllten Mühlauhalle waren die Gäste begeistert. Auf die Frage, was ihm denn besonders gefallen habe, meinte eines der Kinder: „Eigentlich alles.“ Und ein anderer zeigte sich sichtlich beeindruckt: „Die sind ja wirklich alle voll stark.“ Zwar hätten sie natürlich gern an diesem Tag einen Sieg „ihres“ Marc Buschle mitgefeiert, aber sie wissen ja aus eigener Erfahrung, dass es im Sport wie im Leben neben Siegen eben auch Niederlagen gibt. Der ASV Nendingen hat vor kurzem auch schon eine Gruppe von Gästen der Lebenshilfe Tuttlingen zu einem Kampfabend eingeladen und will dieses Engagement auch in Zukunft fortsetzen.

Mehr über Mutpol: www.mutpol.de

 

ASV Nendingen - SV Hallbergmoos 16:22

Artikel vom 17.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7065, Kommentare: 0

ASV Nendingen liefert dem SV Hallbergmoos wieder einen großen Kampf

Der ASV Nendingen hat auch am Samstag wieder vor 1 100 Zuschauern einem der Top Teams der Bundesliga einen großen Kampf geliefert. Zwar hat es auch diesmal nicht zu einer Sensation gereicht, aber bis zu den letzten beiden Kämpfen musste der letztjährige DM-Halbfinalist beim Gleichstand von 15:15 ganz schön zittern, ehe er in der letzten Begegnung dann den Sieg mit 22:16 sicherstellen konnte. Die Bayern waren wie erwartet mit einer ganz starken Aufstellung angereist, um ihre Endrundenchance zu wahren. Im Fliegengewicht konnten sie allerdings für den derzeit überragenden Florin Matei keinen adäquaten Gegner aufbieten. Und auch Ghenadie Tulbea und Pavel Burla fuhren für Nendingen die vollen vier Punkte ein. Nicht unbedingt zu erwarten war jedoch der Punktsieg von Markus Eichin gegen den starken Polen Bartnicki, der dem ASV Nendingen vorübergehend doch die Tür zu einer Überraschung öffnete. Als Marc Buschle dann aber gegen den starken Konstantin Völk nicht den erhofften Sieg erringen konnte, nutzte Hallbergmoos seine Chancen. Denn ihre fünf weiteren Ringer waren durch die Bank Weltklasseathleten, die bei EM und WM schon Medaillen geholt hatten. Imponierend aber, dass die Nendinger auch gegen diese Stars tolle Gegenwehr leisteten.
Der Auftakt verlief für den ASV wieder ganz nach Wunsch. Nach dem kampflosen Sieg von Florin Matei lieferte Markus Eichin wohl seinen besten Kampf der Saison. Zwar musste er die 1. Runde gegen den fast 10 kg schwereren Bartolomiej Bartnicki abgeben, dann setzte er sich mit unbändiger Kampfkraft doch gegen seinen Gegner durch. Dessen auch konditionell bedingte Passivität ahndete Mattenleiter Claudio Bibbo mit einer Verwarnung und dem entscheidenden Punkt für den Nendinger. Ghenadie Tulbea (60 kg) gab dann war zunächst gegen den respektlos ringenden jungen Mathias Fritsch Punkte ab, ließ dann aber mit einem Überlegenheitssieg doch seine Klasse erkennen. In der Klasse bis 96 kg kam Bernhard Scheuring zu seinem Debüt in der 1. Bundesliga. Allerdings traf er dabei mit dem Litauer Mindaugas Ezerskis auf den WM-Zweiten von 2007 und Olympia-Siebten von Peking. Im Standkampf konnte der Nendinger gut mithalten, gegen die robusten Bodenkampftechniken seines Gegners war er dann aber natürlich machtlos. Ähnlich erging es Semih Bosyan (66 kg) gegen den EM-Dritten dieses Jahres, den Bulgaren Plamen Petrov. Erst in der 3. Runde kam er am Boden auch mal durch, wurde aber doch noch gekontert und konnte eine klare Niederlage nicht vermeiden.
Marc Buschle (84 kg) hatte in der Vorrunde gegen Konstantin Völk zwar einen Schultersieg errungen, er wusste dennoch aber um die Stärke seines Gegners Konstantin Völk, in dem viele den kommenden Mann in Deutschland in dieser Gewichtsklasse sehen. Wie befürchtet, hatte sich der Hallbergmooser diesmal hervorragend auf Marc Buschle eingestellt, ließ ihm trotz aller Bemühungen kaum eine Angriffschance und kam selber immer wieder gegen den gesundheitlich etwas angeschlagenen Nendinger durch. Der hauchdünne Punktsieg Völks war in der Endabrechnung dann für die Gäste Gold wert. Einen großen Kampf zeigte wieder Florian Schwarz (66 kg) gegen den EM-Dritten Gergö Woller. Zwar holte sich in einem begeisternden Kampf der Ungar zunächst doch immer die Punktwertungen, doch in der 3. Runde ging „Lotte“ sogar nach tollen Aktionen in Führung, die er jedoch 2 Sekunden vor Schluss durch eine umstrittene Verwarnung einbüßte. Dennoch muss ihm eine wiederum glänzende Leistung bestätigt werden. Pavel Burla gelang dann mit einem Überlegenheitssieg gegen Markus Niedermeier (84 kg) zwar wieder der Ausgleich zum 15:15. In den letzten beiden Kämpfen der Klasse bis 74 kg aber konnten Adrian Ozsda trotz Rundengewinn gegen Julian Kwit und Dominik Hipp trotz guter Leistung gegen Akos Wöller die Siege der Gäste und damit den Gesamterfolg des SV Hallbergmoos nicht verhindern.

 

ASV Nendingen II beim ASV Möckmühl 31:9

Artikel vom 17.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 9804, Kommentare: 0

Kantersieg mit 31:9 für ASV Nendingen II beim ASV Möckmühl

Auch der Mitaufsteiger ASV Möckmühl hat am Samstag die Siegesserie des ASV Nendingen II nicht stoppen können. Mit einem Kantersieg von 31:9 demonstrierte die Nendinger Zweite auch diesmal ihr hohes Leistungspotential. Die Gastgeber konnten nur zwei Siege verbuchen, wobei aber besonders der junge Steffen Baur bei seiner Niederlage gegen den Routinier Sven Rauhut eine sehr gute Leistung bot. In 7 Kämpfen holten jedoch die Nendinger die vollen 4 Punkte durch die bundesligaerprobten Bastian Bentz, Andreas Miekeley, Benjamin Raiser und Valentin Lupu, aber auch die bewährten Stammkräfte Andreas Kosing, Martin Hirt und Thomas Scheuring. Eine starke Leistung bot auch Marco Schmid, der sich nach hartem Kampf gegen den erfahrenen Miroslaw Latusinski in der 5. Runde durchsetzen konnte. Die Nendinger bleiben damit klar an der Tabellenspitze und dürften auch in den letzten vier Kämpfen kaum noch verdrängt werden.
Der Kampfverlauf (Möckmühl zuerst genannt):
55 kg (G): Sven Rauhut – Steffen Baur 4:0 (Schultersieg bei 7:2/7:1). – 120 kg (F): Nedim Ceylan – Andreas Kosing 0:4 (Schulterniederlage bei (0:3/0:3). – 60 kg (F): Philipp Westpfahl – Ömer Keser 3:0 (PS 5:0/1:0/1:1). – 96 kg (G): Markus Egner – Andreas Miekeley 0:4 (Schulterniederlage bei (0:6/0:6/0:3). – 66 kg (G): Timur Griener – Valentin Lupu 0:4 (Übergewicht, aber auch Schulterniederlage im Freundschaftskampf). – 84 kg (F): Wolfgang Klein – Bastian Bentz 0:4 (TÜ 0:3/0:5/0:3). – 66 kg (F): Ömer Durusu – Benjamin Raiser 0:4 (TÜ 0:7/0:7/0:7). – 84 kg (G): Miroslaw Latusinski – Marco Schmid 2:3 (PN 1:3/3:1/1:1/1:3/0:2). – 74 kg (G): Daniel Vasilenko – Martin Hirt 0:4 (TÜ 0:7/4:5/0:3). – 74 kg (F): Albert Tonn – Thomas Scheuring 0:4 (Schulterniederlage bei 2:1/0:3/0:4).

 

Vorbericht: ASV Nendingen - SV Hallbergmoos

Artikel vom 13.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7943, Kommentare: 0

Die Ergebnisse des letzten Kampftages haben die Aufgabe des ASV Nendingen im vorletzten Heimkampf gegen den SV Hallbergmoos nicht einfacher gemacht. Die Bayern unterlagen in Dewangen knapp und müssen jetzt gegen Nendingen am Samstag unbedingt gewinnen, um die Chance auf einen Platz in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft zu erhalten. Die Gäste dürfen sich also keine Blöße geben und müssen mit all ihren Assen in der Mühlauhalle antreten, wenn sie keine Überraschung erleben wollen. Und da wimmelt es im Kader der Hallbergmooser nur so von Weltklasseringern aus Ungarn, Litauen, Polen, Finnland und Griechenland. In manchen Klassen haben sie sogar die Auswahl aus zwei oder drei ausländischen Spitzenringern. Auf Nendinger Seite hofft man auf Siege in den zwei leichten Gewichtsklassen durch Florin Matei und Ghenadie Tulbea, die sich beide derzeit in blendender Form präsentieren. Außerdem möchte Marc Buschle natürlich seinen Sieg gegen Konstantin Völk wiederholen, doch wird sich sein zur deutschen Spitzenklasse zählender Gegner wohl diesmal besser auf Marc Buschle eingestellt haben als im Vorkampf. In allen anderen Klassen wird es sehr schwer sein zu Rundengewinnen zu kommen. Denn Plamen Petrov (66kg G), Aleksandr Kazakevic (74 G), Akos Wöller (74 F), Julian Kwitt (84 kg G) und Mindaugas Ezerskis (96 kg G) werden wohl kaum zu bezwingen sein. Aber vielleicht kann ja Florian Schwarz den deutschen Spitzenringer Steffen Lübke ein bisschen in Verlegenheit bringen. Und auch Markus Eichin ist gegen Tzonis Lamprianos oder Bartolomiej Bartniecki nicht ganz chancenlos. Die Nendinger Mannschaft hat sich auf jeden Fall beim klaren Sieg in Nürnberg wieder von ihrer besten Seite gezeigt und wird sich auch dem treuen heimischen Publikum bestens motiviert und selbstbewusst präsentieren. Da die zweite Mannschaft beim ASV Möckmühl und die Jugendmannschaft beim KSV Allensbach Auswärtskämpfe bestreiten, wird es keinen Vorkampf geben. Die Vorstellung der Mannschaft beginnt um 19.20 Uhr. Der Ringerzug aus dem Donautal ist natürlich auch diesmal wieder im Einsatz.

 

Mattensplitter 7

Artikel vom 12.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8641, Kommentare: 0

Der vergangene Samstag war für alle drei Ringermannschaften des ASV Nendingen ein sehr erfolgreicher Kampftag. Die Bundesligamannschaft hat mit dem klaren Sieg in Nürnberg einen ganz großen Schritt zum Erreichen des Saisonziels, dem Klassenerhalt, geschafft. Die Nendinger Zweite hat mit dem Sieg gegen den direkten Verfolger SG Weilimdorf wohl endgültig den dritten Aufstieg in Folge, nun in die Verbandsliga, sicher. Aber die Mannschaft will nicht nur den Aufstieg, sondern möchte unbedingt den Meisterschaftswimpel der Landesliga nach Nendingen holen.
Und die Jugendmannschaft liegt nach einem hart erkämpften Erfolg mit 22:16 gegen den KSV Taisersdorf weiter mit drei Punkten Vorsprung auf die KG Baienfurt an der Tabellenspitze der Bezirksliga B. Bei nur noch zwei ausstehenden Kämpfen bedeutet das praktisch den Einzug in die Endrunde um die Bezirksmeisterschaft. Beim letzten Kampf setzten übrigens die Brüder Steffen und Tim Baur sowie ihr Cousin Robin Baur ihre makellose Bilanz von acht Siegen in Folge fort. Man kann auch hier wieder die Gültigkeit des Sprichwortes vomApfel, der nicht weit vom Stamm fällt, feststellen, denn ihre Väter Markus und Roland gehörten mit ihrem leider früh verstorbenen Bruder Hubert einst selber zu den großen Talenten des ASV Nendingen. Und sie zählen wie beisipielsweise die ehemaligen erfolgreichen Ringer Adolf Rutschmann, Oswald Buschle, Gerd Reichle oder Arthur Behr zu den Betreuern des Nendinger Nachwuchses, die gemeinsam mit Chefnachwuchstrainer Semih Bosyan und neuerdings auch Ghenadie Tulbea sich um die hoffnungsvollen Talente kümmern.
Da ist es kein Wunder, dass es jetzt beim ASV Nendingen Überlegungen gibt, für die nächste Saison die Aufstellung einer dritten Aktivenmannschaft einzuplanen. So könnten einige jüngere Ringer vermehrte Chancen auf Wettkampfpraxis in der Aktivenklasse erhalten und so die Ringerbasis zu erweitern.
Hervorragend sieht es derzeit für die Aktiven des ASV auch bei einem Blick auf die aktuellen Bestenlisten aus. In der 1. Bundesliga Süd steht unter den 147 bisher eingesetzten Ringern Ghenadie Tulbea an erster Stelle. Obwohl er ja einen Kampf aussetzte, führt er die Liste mit 9:0 Siegen und 35:2 Punkten vor allen anderen Assen an. Auf Platz sechs schon wird auch Marc Buschle geführt mit einem Siegverhältnis von 8:2 und 30:8 Punkten.
Aber auch in der Landesliga ist Martin Hirt unter 133 Ringern auf Platz drei mit 9:0 Siegen und 33:0 Punkten ohne Rundenverlust hervorragend platziert. Und auch Valentin Lupu zählt mit 7:1 Siegen und 27:4 Punkten als Neunter noch zu den Top Ten.

SV Johannis Nürnberg - ASV Nendingen 8:29

Artikel vom 10.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 9978, Kommentare: 0

ASV Nendingen hat nach klarem Sieg in Nürnberg den Klassenerhalt so gut wie sicher

Mit einem weiteren klaren Sieg mit 29:8 gegen den direkten Konkurrenten SV Johannis Nürnberg hat der ASV Nendingen den wohl entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt in der 1. Bundesliga gemacht. Die noch sieglosen Nürnberger müssten in den letzten 4 Kämpfen noch 3 Siege einfahren, um die Nendinger noch in Gefahr zu bringen. Die Franken hatten vor diesem Kampf einige Überraschungen angekündigt und wollten mit einer veränderten Aufstellung die Gäste in Verlegenheit bringen.
Die wohl größte Überraschung erlebten sie aber selber im spektakulären Höhepunkt dieses Abends, dem Kampf bis 60 kg. Der Nürnberger Tim Schleicher ist dieses Jahr deutscher Meister geworden und wurde als Vize-Europameister der Junioren zum „Sportler des Jahres der Region Nürnberg“ gewählt. Im Frühjahr hatte er Ghenadie Tulbea bei der EM sogar entscheidend besiegt. Der seit dieser Saison für Nendingen ringende Moldawier aber trumpfte in Nürnberg mit einer sensationellen Leistung auf. Nicht nur Trainer Volker Hirt war total begeistert: “Ein absolut geiler Weltklassekampf“. Mit insgesamt 12:1 Punkten ließ Tulbea dem starken Nürnberger keine Chance und trug damit entscheidend zur klaren Nendinger Führung mit 14:0 Punkten nach den ersten 4 Kämpfen bei.
Der ebenfalls wieder in Hochform ringende Florin Matei mit einem Überlegenheitssieg und Markus Eichin und Andreas Miekeley in den beiden schweren Klassen mit klaren Punktsiegen ließen damit von Anfang an keinen Zweifel über den Ausgang dieser Begegnung aufkommen. Die Franken kamen insgesamt nur zu zwei Siegen, während nach der Pause auch Marc Buschle, Pavel Burda und Adrian Ozsda die erhofften Erfolge für Nendingen beisteuerten. Besonders erfreulich war hier aber auch der vorher nicht zu erwartende Schultersieg von Florian „Lotte“ Schwarz.
Der Auftakt in Nürnberg verlief für Nendingen nach Plan. Florin Matei (55 kg) demonstrierte gegen den deutschen A-Jugendmeister Fabian Schmitt mit einem überlegenen Sieg seine überragende Form und auch Markus Eichin (120 kg) wiederholte gegen Fabian Appel mit 3:0 seinen Punktsieg aus der Vorrunde. Dann allerdings zeigte Ghenadie Tulbea (60 kg) Freistilringen vom Feinsten und durchkreuzte mit seinem so nicht zu erwartenden Überlegenheitssieg gegen den deutschen Meister Tim Schleicher alle Nürnberger Hoffnungen auf einen für sie günstigeren Kampfverlauf. Andreas Miekeley (96 kg) erhöhte mit einem kontrolliert herausgerungen Punktsieg gegen Matthias Baumeister sogar die Nendinger Führung, ehe Marco Greifelt (66 kg) in einem ganz engen Kampf gegen Semih Bosyan für die Franken erstmals punkten konnte.Nach der Pause bauten aber die Nendinger ihre Führung mit 4 Siegen in Serie auf 29:4 aus. War Marc Buschles Überlegenheitssieg gegen Ralf Choroba (84 kg) noch erwartet worden, so konnte man auf den Vier-Punkte-Sieg von Florian Schwarz (66 kg) vorher nicht unbedingt setzen. Sein Gegner Mario Besold hatte eigens in diese Klasse abtrainiert, war aber schon vor seiner Schulterniederlage in der 3. Runde gegen einen wieder überragenden „Lotte“ absolut chancenlos. Pavel Burla (84 kg) traf auf den in letzter Zeit so starken Sebastian Krieger, dem er aber mit 3:1 Punkten eine weitere Überraschung verwehrte. Nach dem klaren Überlegenheitssieg von Adrian Ozsda (74 kg) gegen Martin Klopf war es dem Nürnberger Trainer Christian Graupeter (74 kg) wenigstens vergönnt, mit einem Schultersieg gegen Dominik Hipp den Rückstand seiner Mannschaft doch noch etwas zu verkürzen.
Trainer Volker Hirt kann nach dieser überzeugenden Vorstellung seiner Mannschaft nun den weiteren Kämpfen beruhigt entgegensehen.
Am nächsten Samstag wollen die Nendinger aber im vorletzten Heimkampf der Saison dem favorisierten SV Hallbergmoos wieder nach Kräften Paroli bieten.

 


Bild: Karl Greiner (ASV Nendingen)

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ASV Nendingen/Jugend - KSV Taisersdorf 22:16

Artikel vom 10.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 9505, Kommentare: 0

Die Nendinger Jugendmannschaft revanchiert sich mit 22:16 gegen den KSV Taisersdorf für die Vorkampfniederlage

Mit einem hart erkämpften Sieg hat sich die Nendinger Jugendmannschaft für ihre bisher einzige Niederlage revanchiert. Mit dem 22:16 gegen den KSV Taisersdorf festigten die Nendinger damit auch ihre klare Tabellenführung in der Bezirksliga B. Dabei stand der Kampfausgang am Samstag lange Zeit in Frage, denn wie erwartet gingen die Taisersdorfer zunächst in Führung. Dass diese aber mit 16:4 so deutlich ausfallen würde, war doch nicht ganz eingeplant. Mit fünf Siegen in Folge drehten die Nendinger Talente den Kampf aber doch noch zu ihren Gunsten. Dass das aber noch möglich war, ist auch Florian Hermann zu verdanken. Nachdem er im Vorkampf noch gegen Simon Weißhaar eine Überlegenheitsniederlage einstecken musste, entschied er am Samstag nach verlorener 1. Runde den Kampf noch mit einer starken 2. Runde und einem überraschenden Schultersieg für sich. Damit verhinderte er einen noch größeren Rückstand und ermöglichte erst die glänzende Aufholjagd. Die Brüder Tim und Steffen Baur sowie ihr Cousin Robin Baur verbesserten mit ihrem jeweils 8. Sieg in Folge ihre makellose Erfolgsbilanz. Seine erste Niederlage musste dagegen Luca Herold einstecken, der aber immer noch auf eine Bilanz von 7:1 stolz sein kann. Überzeugend auch das Auftreten von Manuel Behr, der mit einem Punktsieg im letzten Kampf den Nendinger Erfolg besiegelte. Aber auch Lukas Stiller mit einem schnellen Schultersieg sowie trotz ihrer Niederlagen Tobias Geiselmann, Yunus Bakir und Pascal Lang konnten vor 200 Zuschauern gefallen.

 


Bild: Michael Herold (ASV Nendingen)

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ASV Nendingen II - SG Weilimdorf 24:12

Artikel vom 10.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 10473, Kommentare: 0

ASV Nendingen II macht mit 24:12 gegen Weilimdorf einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft

In einem würdigen Spitzenkampf hat der ASV Nendingen II am Samstag vor 300 Zuschauern mit einem klaren Sieg mit 24:12 gegen den Verfolger SG Weilimdorf die Weichen wohl endgültig in Richtung Meisterschaft der Landesliga gestellt. Die Gäste überraschten zwar mit einer veränderten Mannschaftsaufstellung, bei der sie eigens für diesen Kampf 3 weitere Ausländer aus dem Hut zauberten. Die Nendinger Zweite hielt aber mit einer geschlossenen und konzentrierten Mannschaftsleistung bravourös dagegen und bleibt damit weiter ungeschlagen. Martin Hirt gewann auch seinen 9. Kampf in Folge, während leider Marco Schmid trotz guter Leistung seine erste Saisonniederlage einstecken musste. Der sehr robuste Kampfstil seines 5 kg schwereren Gegners, dem früheren Bundesligaringer Kemal Demir, kam beim Nendinger Publikum allerdings gar nicht gut an. Benjamin Raiser mit einem Schultersieg und Bernhard Scheuring mit einem Überlegenheitssieg holten die vollen 4 Punkte für Nendingen. Sehr überzeugend auch das Auftreten von Ömer Keser und Valentin Lupu, der sich für seine unglückliche Vorrundenniederlage gegen den polnischen Vize-Juniorenmeister eindrucksvoll revanchierte. Spektakulär der Sieg von Routinier Andreas Kosing gegen den riesigen Andreas Werft. Der frühere deutsche Vizemeister aus Weilimdorf brachte mit 119,9 kg gerade noch das Höchstlimit auf die Waage, hatte aber gegen Andreas Kosing keine Siegchance. Und Bastian Bentz gefiel mit einer sehr konzentrierten Kampfführung, mit der er dem slowakischen früheren Olympiateilnehmer Milan Revicky die erste Niederlage des Jahres beibrachte.
Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55 kg (G): Steffen Baur – Khagani Abbasov 0:4 (TÜ 0:7/1:7/0:7). – 120 kg (F): Andreas Kosing – Andreas Werft 3:0 (Punktsieg 6:2/3:2/1:1). – 60 kg (F): Ömer Keser – Stefan Stiber 3:0 (Punktsieg 1:0/1:0/1:0). – 96 kg (G): Bernhhard Scheuring – Daniel Möbius 4:0 (TÜ 5:0/5:0/4:0). – 66 kg (G): Valentin Lupu – Dariusz Marszalkowski 3:0 (Punktsieg 5:3/4:0/5:3). – 84 kg (F): Bastian Bentz – Milan Revicky 3:0   (Punktsieg 1:0/1:0/1:0). – 66 kg (F): Benjamin Raiser – Vaclav Janoch 4:0 (Schultersieg bei 6:0). – 84 kg (G): Marco Schmid – Kemal Demir 0:4 (TÜ 0:9/1:2/0:7). – 74 kg (G): Martin Hirt – Aydin Keles 4:0 (TÜ 7:0/5:0/6:0). – 74 kg (F): 0:4 Stefan Vogt (Weilimdorf) siegt ohne Gegner. Endstand 24:12. Mattenleiter Lothar Herzog (Sulgen).

 


Bild: Michael Herold (ASV Nendingen)

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E-Jugend des VfL Mühlheim beim Bundesligakampf

Artikel vom 06.11.2008, Autor: Hubert Reizner, Views: 8625, Kommentare: 0

E-Jugend beim Bundesligakampf ASV Nendingen - RKG 2000 Freiburg

Einen tollen Abend mit absoluter Hochspannung erlebten unsere Fußballer am Samstag in der Mühlausporthalle bei dem Lokalderby der Ringer-Bundesliga-Süd zwischen Nendingen und Freiburg. Oswald Buschle empfing uns frühzeitig in der Mühlausporthalle und führte uns sachkundig in die Welt des Ringens ein. Nach der Besichtigung des Wiegeraums stellte sich ein Großteil der Mannschaft auf die Waage. Alle wurden für zu leicht befunden. Nach dieser kurzen Einlage gesellte sich der Spitzenringer des ASV, Marc Buschle, zu uns. Leider hatte keiner eine Kamera, für das angedachte Mannschaftsfoto mit Marc, dabei. Dankenswerter Weise sprang hier Helmut Bucher ein, der dies in professioneller Weise erledigte. Danach nahm sich Marc viel Zeit um alle Autogrammwünsche zu erfüllen und Fragen zu beantworten. Nachdem sich alle auf der Matte ausgetobt hatten, begann das eigentliche Spektakel. Die bombastische Stimmung bei ausverkaufter Halle, sprang auf unsere E-Jugend-Spieler über, sodass sie die Mannschaft des ASV tatkräftig anfeuerten. Nach der hervorragenden ersten Halbzeit, konnten sie in der zweiten Halbzeit einen souveränen 3 : 0 Sieg ihres Autogrammschreibers Marc Buschle bewundern. Der Gesamtsieg wurde zwar knapp verfehlt, was der guten Stimmung bei Jung und Alt keinen Abbruch tat.

Nochmals ein riesiges Dankeschön an Marc und Oswald Buschle. Ihr könnt sicher sein, ihr werdet uns wiedersehen.


Foto: Helmut Bucher (www.hkb-presse.de)

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Vorbericht: SV Johannis Nürnberg - ASV Nendingen

Artikel vom 06.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8278, Kommentare: 0

Viele in Nendingen haben auch nach der Niederlage gegen Freiburg allen Grund stolz zu sein. Stolz auf eine Leistung des ASV Nendingen, die man vor der Saison so nicht erwarten durfte. Ob Ringer, Trainer, Funktionäre, Helfer oder Zuschauer, - sie alle haben Anteil an dem, was der ASV in dieser ersten Bundesligasaison auf die Beine gestellt hat.
Zwar hat man bisher weiterhin erst einen Sieg auf der sportlichen Habenseite. Dennoch hat sich die Mannschaft in fast allen Kämpfen bisher auf Augenhöhe mit den etablierten Mannschaften der Liga präsentiert. Das hat sich auch am letzten Samstag bei der knappen Niederlage gegen Freiburg wieder bestätigt. Und noch etwas wurde hier wieder deutlich. Kein anderer Verein in der Ringerbundesliga in Deutschland kann derzeit offensichtlich den Ringern eine derart imposante Kulisse bieten wie der ASV Nendingen.
So wie die Freiburger war bisher jeder Gastverein des Lobes voll über das Umfeld, das in der Mühlauhalle den Ringern das Herz höher schlagen lässt.
Und was die sportliche Seite angeht, so könnte am Samstag mit einem Erfolg in Nürnberg die Siegesbilanz etwas verbessert werden. Die Nendinger gehen beim noch sieglosen Tabellenletzten als Favorit auf die Matte. Allerdings sind die Franken nun in der Rückrunde deutlich stärker einzuschätzen als vorher, so dass die Fahrt nach Nürnberg kein Spaziergang werden wird.
Der Höhepunkt dieser Begegnung wird sicherlich der Kampf zwischen dem noch unbesiegten Ghenadie Tulbea (60 kg) und dem für Nürnberg ringenden deutschen Meister Tim Schleicher werden. Tim Schleicher kann nun in der Rückrunde in seiner Stilart antreten. Im Frühjahr hat er den Nendinger bei den Europameisterschaften besiegen können. Aber Ghenadie Tulbea wird versuchen auch in Nürnberg seine makellose Bilanz fortzusetzen. Aufpassen muss auch Adrian Ozsda. Im Vorkampf konnte er Sebastian Krieger besiegen. Der hat aber in den letzten Wochen mit zwei sensationellen Schultersiegen gegen die beiden besten Ringer der Liga in der Klasse bis 74 kg aufhorchen lassen. Erst schulterte er Eduard Kratz in Freiburg und nun machte er dasselbe mit dem lettischen Olympiateilnehmer Alexander Kazakevic in Hallbergmoos. Mal sehen, ob Adrian Ozsda diesen Aufwärtstrend stoppen kann. Auch Florian Schwarz muss sich vorsehen, denn der erstmals eingesetzte Marc Pöhlmann ist in Hallbergmoos dem Favoriten Steffen Lübke nur ganz knapp unterlegen. Vielleicht kann sich andererseits Semih Bosyan für seine knappe Vorkampfniederlage gegen Marco Greifelt revanchieren.
Die Nendinger werden sich sicher schwerer tun als beim klaren Heimsieg, sollten bei normalem Kampfverlauf aber doch beide Punkte mit nach Hause nehmen und damit wohl endgültig den Klassenerhalt zementieren.
Für Fans besteht wieder nach vorheriger Anmeldung eine Mitfahrmöglichkeit im Mannschaftsbus (Abfahrt 12.30 Uhr).

Vorbericht: ASV Nendingen II - SG Weilimdorf

Artikel vom 06.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8563, Kommentare: 0

Entscheidender Kampf von ASV Nendingen II gegen die SG Weilimdorf

Vor einem ganz wichtigen Kampf steht am Samstag auch der ASV Nendingen II. Mit der SG Weilimdorf stellt sich in Nendingen zum Spitzenkampf der Tabellenzweite der Landesliga vor, der bisher nur eine knappe Niederlage hinnehmen musste. In der Vorrunde entführte nämlich die Nendinger Zweite die Punkte mit einem Sieg, der allerdings erst im allerletzten Kampf sichergestellt wurde. Die Weilimdorfer haben mit Khagani Abasov, Dariuzs Marszalkowski, Stefan Vogt, Kevin Strecker. Milan Revicky und dem Schwergewichtler Andreas Werft einige ganz starke Ringer im Aufgebot. Anders als in den beiden letzten Kämpfen wird es also hier für die Nendinger zu einer ganz harten Bewährungsprobe kommen, die nur mit einer starken Aufstellung erfolgreich bestanden werden kann. Die Gastgeber hoffen dabei auf zahlreiche Unterstützung in diesem Kampf, der um 20 Uhr in der Nendinger Sporthalle beginnt.
Schon ab 19 Uhr trifft die Jugendmannschaft des ASV Nendingen auf den KSV Taisersdorf, gegen den man in der Vorrunde die bisher einzige Niederlage hinnehmen musste.

 

Swinny - schön, dass es ihn gibt!

Artikel vom 03.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 9122, Kommentare: 0

Schön, dass es ihn gibt – Swinny, ein Glücksfall für unsere Ringer

„Hast du mit Muskeln ein Malheur, dann muss sofort der Swinny her.“ Mit dieser Redensart frei nach Wilhelm Busch könnte das Verhältnis der Ringer des ASV Nendingen zum Sportmasseur Winfried („Swinny“) Gfröhrer beschrieben werden.
In den ganzen Jahren seit dem Aufstieg von der Oberliga bis in die 1. Bundesliga war Swinny ein fester Bestandteil der Mannschaft. Ob im Training im Ringerlokal, bei Auswärts- oder Heimkämpfen, - Swinny ist fast immer dabei und macht müde Muskeln munter. Dass der 52-Jährige gerade bei Ringern besonders gern hilft, ist kein Zufall. Als Jugendlicher war Swinny selbst beim AB Wurmlingen erfolgreich als Ringer aktiv.
Als ein Arbeitsunfall zur beruflichen Umschulung führte, schlug er glücklicherweise die Ausbildung zum Masseur ein und wurde dadurch für Hunderte von Sportlern zu einem wahren Glücksfall. Schon früh war er in Freiburg für Nationalmannschaften in verschiedenen Sportarten tätig, ehe er dann in Tuttlingen seine Praxis aufbaute. Doch auch heute noch ist er oft im Auftrag des IOC bei großen internationalen Wettkämpfen wie zum Beispiel den Paralympics oder bei Trainingslagern verschiedener Nationen tätig. Auch bei den Seniorenleichtathleten ist er inzwischen durch seine Mitwirkung bei Europa- und Weltmeisterschaften als gefragter Masseur beliebt. Geradezu sprichwörtlich sind seine Reisefreudigkeit und sein Bekanntheitsgrad. Von welchem Ort oder von welchem bekannten Sportler man auch spricht, meist kommt die gleiche Antwort: „Da war ich auch schon“ oder „den habe ich auch schon massiert“.
Bleibt zu hoffen, dass Swinny trotz angeschlagener Gesundheit den Nendinger Ringern noch lange erhalten bleibt. Es gibt wohl wenige, die so wie er, immer hilfsbereit und fast immer auch einsatzbereit sind.
Homepage von Swinny: www.sportmasseur-swinny.de


Tour de Ländle 2008

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ASV Nendingen - RKG Freiburg 2000 16:18

Artikel vom 02.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8280, Kommentare: 0

ASV Nendingen verliert nach großem Kampf wieder ganz knapp gegen Freiburg

Trotz großen Kampfes hat der ASV Nendingen am Samstag erneut gegen die RKG Freiburg 2000 eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Die Enttäuschung darüber hielt sich aber unter dem Gesamteindruck eines tollen Ringsportabends in Grenzen. Mattenleiter P. Pimpel beispielsweise bestand sogar darauf, dass für die Präsentation dieses Spektakels in das Kampfprotokoll das Prädikat „fantastisch“ eingetragen wurde.
Wiederum mindestens 1 300 Zuschauer in der vollbesetzten Mühlauhalle boten einen würdigen Rahmen für diese Bundesligabegegnung, die bei jeweils 5 Siegen der Nendinger und der Gäste an Klasse und Spannung nichts zu wünschen übrig ließ.
Die Halle bebte besonders bei den Kämpfen von Markus Eichin und Florian Schwarz, als beide nach Rundenrückstand angepeitscht vom Publikum noch mit einer Energieleistung die Wende und den Punktsieg mit jeweils 3:1 Punkten erzwangen. Und zu Recht konnten sich auch Florin Matei, Ghenadie Tulbea und Marc Buschle als klare Sieger von den Fans mit der „Welle“ feiern lassen.
Die Dramatik dieses Kampfabends ist deutlich ablesbar an den Zwischenständen: Euphorie nach drei Auftaktsiegen zum 10:1, leichte Ungewissheit beim Pausenstand von 10:7, verhaltener Optimismus beim 16:8 vor den letzten drei Kämpfen und dann doch wieder ähnlich wie im Vorkampf die knappe Niederlage mit 16:18 im Endspurt der Gäste.
Mit Florin Matei und Ghenadie Tulbea hat der ASV Nendingen nach dem Stilartwechsel in der Rückrunde in den beiden leichten Klassen zwei absolute Asse aufzubieten.
„Der Florin verliert in der Rückrunde keinen Kampf“, prophezeite Florin Mateis Gegner Manuel Krämer (55 kg), immerhin DM-Dritter dieses Jahres, anerkennend nach seiner deutlichen Niederlage. Und in ähnlicher Klasseform präsentierte sich auch Freistilringer Ghenadie Tulbea nunmehr eine Klasse höher bis 60 kg. Blitzschnell und gewandt wie eine Katze kam der Nendinger kurz vor Schluss der 1. Runde gegen den ungarischen Juniorenmeister Istvan Kovacs sogar zum Schultersieg. Und für den dritten Nendinger Erfolg zu Beginn sorgte Schwergewichtler Markus Eichin. Der „Bär von Gresgen“ hatte sich nach seiner Vorkampfniederlage besser auf den Ungar Daniel Bona eingestellt und holte sich den ersehnten Sieg in vier Runden. Andreas Miekely (96 kg) konnte dagegen seinen Rundengewinn von Freiburg nicht wiederholen und musste sich trotz aller Bemühungen dem ungarischen Meister Balazs Kiss 0:3 geschlagen geben. Und auch der vierte ungarische Ringer im Freiburger Dress, Ede Komaromi, konnte mit einem harterkämpften Punktsieg gegen den Nendinger Co-Trainer Semih Bosyan den Rückstand seines Teams in Grenzen halten. Nach der Pause war aber zunächst wieder die Heimmannschaft an Zug. Marc Buschle (84 kg) rang, zuverlässig wie immer, einen klaren Sieg gegen den wieder nur defensiv eingestellten Viktor Reh heraus. Und in einem begeisternden Kampf demonstrierte mit Florian Schwarz einer der Publikumslieblinge seine derzeitige tolle Form und Einstellung, als er den Bulgaren Rumen Kolev klar nach Punkten bezwang. In einem der Schlüsselkämpfe dieses Abends brannte Ringertrainer Volker Hirt (84 kg) auf einen Sieg gegen Jury Witt. Als er aber trotz großen Einsatzes den Weg zum Sieg nicht fand, war klar, dass es auch diesmal zu einem Sieg gegen Freiburg nicht reichen würde. Denn Adrian Ozsda (74 kg) hielt sich gegen den überragenden Eduard Kratz zwar besser als im Vorkampf, konnte aber eine Niederlage genauso wenig vermeiden wie im Schlusskampf Daniel Reichle. Er war kurzfristig eingesprungen, gab gegen Vitali Wagin zwar nie auf, musste sich dem Freiburger aber trotzdem geschlagen geben.

 

ASV Nendingen II siegt wieder mit 40:0

Artikel vom 02.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8210, Kommentare: 0

ASV Nendingen II siegt wieder mit 40:0 gegen unvollständige Gastmannschaft aus Baienfurt

Der ASV Nendingen II hat es am Samstag erneut mit einer unvollständigen Gastmannschaft zu tun gehabt. Die KG Baienfurt II als Schlusslicht der Landesliga konnte nur mit 7 Ringern antreten. Auf der Matte gewannen sie zwar die Kämpfe in den beiden leichten Klassen, der Nendinger Sieg auf der Matte mit 31:9 wird aber mit 40:0 in die Wertung eingehen. Mit diesem Sieg hat die Nendinger Zweite vor 350 Zuschauern ihre Spitzenposition weiter behauptet. Mit dem 15-jährigen Steffen Baur wurde erneut eines der jungen Nendinger Talente eingesetzt. Er hielt sich bei seinem ersten Einsatz in einer Aktivenmannschaft auch hervorragend und hatte durchaus eine Siegchance. In der 4. Runde musste er aber eine Schulterniederlage hinnehmen, als der Kampfrichter eine klare unerlaubte Beinarbeit seines Gegners übersah. In den meisten anderen Klassen waren die Gäste deutlich überfordert. Mit Routinier Thomas Scheuring kam schon der 23. Ringer in dieser Saison in der „Zweiten“ zum erfolgreichen Einsatz. Am nächsten Samstag findet dann in der Nendinger Sporthalle das vorweggenommene „Finale“ um die Landesligameisterschaft zwischen dem ASV Nendingen II und der SG Weilimdorf statt, die bisher nur eine knapp Niederlage gegen Nendingen hinnehmen musste.
Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55 kg (G): Steffen Baur – Tim Oppenrieder 0:4 (Schulterniederlage bei 3:6/3:4/4:3/0:4). – 120 kg (F): Bernhard Scheuring – Fabio Maier 4:0 (TÜ 7:0/7:0/6:0 nach 1:19 Minuten). – 60 kg (F): A. Maimone – Pejman Mir 0:4 (Schulterniederlage bei 0:3/0:6/0:6). – 96 kg (G): 4:0 (Pavel Burla ohne Gegner ). – 66 kg (G): 4:0 (Valentin Lupu ohne Gegner). – 84 kg (F): Thomas Scheuring – Alexander Bojo 4:0 (Schultersieg nach 18 Sekunden). – 66 kg (F): Benjamin Raiser – Rico Troltsch 3:1 (Punktsieg 1:0/0:4/1:0/4:0). – 84 kg (G): Marco Schmid – Louis Wessels 4:0 (Schultersieg bei 7:0/7:0). – 74 kg (G): 4:0 (Martin Hirt ohne Gegner). – 74 kg (F): Dominik Hipp – Christoph Dornfeld 4:0 (Schultersieg bei 2:1/8:0).

 

Vorschau: ASV Nendingen - RKG Freiburg

Artikel vom 29.10.2008, Autor: , Views: 7283, Kommentare: 0

Ein mit großer Spannung erwarteter Ringsportabend steht am Samstag in der Mühlauhalle an. Mit der RKG Freiburg stellt sich im drittletzten Heimkampf der direkte Tabellennachbar des ASV Nendingen in der 1. Bundesliga Süd vor. Die Vorrundenbegegnung haben die Nendinger bekanntlich mit 18:19 ganz knapp verloren und sie brennen nun natürlich auf Revanche vor eigenem Publikum. Ob das gelingen kann, wird sich vermutlich auch wieder erst in den letzten Kämpfen entscheiden. Da die Freiburger in den beiden Klassen bis 74 kg mit Eduard Kratz und Vitali Wagin aber stark besetzt sind, wird es darauf ankommen sich vorher ein möglichst großes Punktepolster zu sichern. Und da wird es auf jeden einzelnen Punkt ankommen. Vorentscheidend könnten schon die beiden leichtesten Gewichtsklassen werden. Florin Matei wird dabei auf den diesjährigen DM-Dritten Manuel Krämer treffen und Ghenadie Tulbea bekommt es mit dem ungarischen Juniorenmeister Istvan Kovacs zu tun. Zwei schwere Aufgaben also, aber vielleicht ist doch der eine oder andere Sieg möglich. Semih Bosyan verlor in Freiburg gegen den Ungar Ede Komaromi mit 1:3 und will versuchen auch diesmal mindestens eine Runde zu gewinnen. Ein Sieg von Florian Schwarz gegen Rumen Kolev oder Tobias Ketterer würde die Nendinger Chancen natürlich intakt halten. Von Marc Buschle erwartet man einen Sieg gegen Viktor Reh im Freistil. Ob aber im klassischen Stil bis 84 kg der Freiburger Jury Witt besiegt werden kann, wird eine der Schlüsselfragen am Samstag sein. Auch die beiden oberen Gewichtsklassen scheinen völlig offen. Falls Andreas Miekeley wieder auf Balazs Kiss trifft, wäre jeder Rundengewinn ein Erfolg. Im Schwergewicht erhoffen sich die Nendinger einen Sieg von Markus Eichin, der damit die Weichen auf einen Nendinger Mannschaftserfolg stellen könnte. Wie man schon an dieser Aufreihung der möglichen Paarungen sehen kann, ist ein völlig offener Ausgang dieses Kampfes zu erwarten. Vielleicht wird das Publikum der Schlüssel zum Erfolg sein. Falls die Nendinger Mannschaft wieder so unterstützt wird wie in den vorherigen Begegnungen, könnte das der entscheidende Knackpunkt für den zweiten Nendinger Sieg in der 1. Bundesliga sein. Die Vorstellung der Mannschaften ist um 19.20 Uhr. Der Ringerzug wird die Zuschauer aus dem Donautal ab Fridingen wieder zu den üblichen Abfahrtszeiten zur Halle bringen.
Schon ab 17.30 Uhr trifft in der Mühlauhalle die Nendinger zweite Mannschaft auf die Gäste der KG Baienfurt II. Die Heimmannschaft möchte mit einer wiederum starken Aufstellung ihr großes Leistungspotential demonstrieren. Alles andere als ein klarer Sieg des gastgebenden Tabellenführers der Landesliga wäre deswegen eine Überraschung. 

Halbzeitbilanz der Nendinger Ringer

Artikel vom 29.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6426, Kommentare: 0

In den meisten Ringerligen ist die Vorrunde jetzt abgeschlossen oder hat bereits die Rückrunde begonnen. Besonders für den ASV Nendingen ist das nach dem neuerlichen Aufstieg beider Aktivenmannschaften die Zeit, um Bilanz zu ziehen und Prognosen und Erwartungen zu überprüfen. Von den drei gemeldeten Mannschaften haben die Jugend und die zweite Mannschaft als momentane Tabellenführer die Erwartungen voll und ganz erfüllt. Der Nachwuchs rückt mit seinen 16 bisher eingesetzten Talenten in der Bezirksliga B immer mehr in den Vordergrund. Die Leistungsfortschritte durch die guten Trainingsbedingungen und die engagierte Arbeit der Betreuer sind unübersehbar. Hier wächst eine neue Ringergeneration heran, die für die Zukunft viel Positives verspricht. Das wurde auch am letzten Samstag deutlich, als die KG Baienfurt überraschend deutlich mit 29:13 und die TG Stockach mit 28:12 besiegt wurden. Der Einzug in die Endrunde der Bezirksmeisterschaft scheint in greifbarer Nähe.

Genauso positiv muss man die bisherigen Erfolge des ASV Nendingen II würdigen. Nach dem direkten Durchmarsch von der Bezirksklasse über die Bezirksliga in die Landesliga steht man nun schon wieder ungeschlagen an der Tabellenspitze. Der dritte Aufstieg in Folge in die Verbandsliga scheint auch hier vorprogrammiert. Nicht weniger als 21 Ringer sind bisher in der Nendinger Zweiten eingesetzt worden. Dabei reicht die Bandbreite vom Jungtalent Pascal Lang bis hin zum Altmeister Andreas Kosing. Die Erweiterung des Kaders und der Austausch von Ringern zwischen Bundesliga- und Landesligateam haben sich voll bewährt. Der von Trainer Volker Hirt schon vor drei Jahren gewünschte starke Unterbau für die Erstligamannschaft scheint Wirklichkeit zu werden.

Mit der Tabellenführung kann die erste Mannschaft in der 1. Bundesliga Süd natürlich nicht aufwarten. Aber dennoch hat gerade auch der letzte Kampf beim Tabellenzweiten SC Anger gezeigt, dass die vor Jahresfrist von vielen Beobachtern geäußerte Befürchtung, man werde in der 1. Bundesliga zum billigen Kanonenfutter für die Spitzenteams, sich überhaupt nicht bestätigt hat. Der Klassenerhalt scheint absehbar. Schon an diesem Samstag will man sich im drittletzten Heimkampf der Saison gegen die RKG Freiburg für die äußerst knappe Vorrundenniederlage revanchieren. Ein möglicher Sieg würde noch deutlicher dokumentieren, dass der Abstand zu den etablierten Bundesligamannschaften gar nicht so groß ist. Ein Abstand der ganz anderen Art hat sich allerdings in den bisherigen Heimkämpfen in der Mühlauhalle gezeigt. Alle Gäste waren sich einig, dass die Art der Präsentation der Kämpfe hier in der 1. Bundesliga Süd Spitze ist. Auch was die Zuschauerzahlen angeht, kann kein anderer Verein auch nur annähernd den Zuspruch des ASV Nendingen erreichen. Die ersten Heimkämpfe wurden durchschnittlich von etwa 1 200 Zuschauern besucht. Der Lokalschlager zwischen dem KSV Aalen und der KG Dewangen hatte im Vergleich dazu mit 670 Zuschauern die ansonsten stärkste Kulisse. Natürlich ist diese ganze Organisation nur mit einer enormen Anzahl von freiwilligen Helfern des ASV zu bewältigen. Bleibt zu hoffen, dass ihr Engagement auch in den letzten drei Heimkämpfen durch eine entsprechende Resonanz belohnt wird. Das „Abenteuer erste Liga“ scheint für den ASV Nendingen auf jeden Fall zu einem bisher gelungenen Experiment  zu werden.

SC Anger - ASV Nendingen

Artikel vom 27.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6306, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen bringt den Tabellenzweiten arg ins Schwitzen – Nur knappe Niederlage mit 16:21 beim SC Anger

Hervorragend haben sich die Ringer des ASV Nendingen beim Tabellenzweiten der 1. Bundesliga Süd gehalten. Am Samstag brachten sie den SC Anger bei der recht knappen Niederlage mit 16:21 arg ins Schwitzen. „So spannend muss es nicht immer sein“, überschrieben die arg in Bedrängnis geratenen Oberbayern ihren Bericht über diese dramatische Begegnung, bei der der SC Anger seinen Sieg erst im allerletzten Kampf sicherstellen konnten. Die Nendinger ihrerseits haderten weniger damit, einen möglichen Sieg knapp verpasst zu haben. Trainer Volker Hirt verwies stattdessen auf den positiven Aspekt: „Wir haben hier alles gegeben und eine Superleistung geboten. Und diesen Schwung wollen wir in den nächsten wichtigen Heimkampf gegen Freiburg mitnehmen.“ Vor allem die beiden leichten Gewichtsklassen erwiesen sich in Anger als Trumpf-Asse des ASV. Mit Vier-Punkte-Siegen brillierten sowohl Florin Matein als auch Ghenadie Tulbea, die in der Rückrunde in ihrer bevorzugten Stilart antreten können. Aber auch Marc Buschle zeigte seinen wohl besten Kampf der Saison, als er den Olympiastarter Radoslaw Horbik auswärts besiegte. Für Andreas Miekely konnte Anger keinen Gegner stellen, so dass Nendingen hier kampflos zu den Punkten kam. Für einen furiosen Einstand in der 1. Bundesliga sorgte zum Auftakt Florin Matei, der in der Rückrunde die Klasse bis 55 kg im klassischen Stil besetzt. Seinem estnischen Gegner Anar Zeinalow ließ er mit einer Glanzleistung beim Überlegenheitssieg keine Chance. Umgekehrt die Vorzeichen im Schwergewicht, wo Anger mit dem noch ungeschlagenen Gergely Kiss einen Spitzenringer hat, der Markus Eichin trotz heftiger Gegenwehr in der 2. Runde auf die Schultern zwang. Ghenadie Tulbea zeigte dann seine Freistilklasse auch in der höheren Klasse bis 60 kg, als er den gewiss nicht schlechten Christopher Geiger schon in Runde eins auf die Schultern legte. Sehr gut hielt sich auch wieder Semih Bosyan (66 kg) gegen den deutschen Meister Heinz Marnette, gegen den er in drei Runden nur relativ knapp verlor. Höhepunkt des Abends war dann der Kampf zwischen Radoslaw Horbik (84 kg) und Marc Buschle, der sich unbedingt für die Vorrundenniederlage revanchieren wollte. In einer hochdramatischen Begegnung wogte der Kampf hin und her. Nach einem 1:2-Rundenrückstand, konnte Marc Buschle mit einer tollen Leistung in den beiden letzten Runden doch noch mit letztem Energieeinsatz die Wende zu seinem Triumph erzwingen. Nun stand es 9:15 für die Gäste und die Aufholjagd der Heimmannschaft musste beginnen. Die hätte Florian Schwarz (66 kg) um ein Haar jäh beendet, als er Alexander Kropf in der 2. Runde fast auf die Schultern zwang. Der Kampfrichter pfiff aber nicht ab und so konnte Anger mit einem Punktsieg trotz starker Leistung von „Lotte“ weiter auf einen Mannschaftssieg hoffen. Den Gleichstand von 15:15 schaffte dann der bärenstarke Bernhard Mayr (84 kg), gegen den Ringertrainer Volker Hirt zwar vor allem in Runde drei gut dagegen hielt, aber eine Punktniederlage nicht vermeiden konnte. Ebenfalls sehr gut präsentierte sich wieder Adrian Ozsda (74 kg) gegen Levente Füeredy, der aber doch in allen 3 Runden die Nase knapp vorn hatte. Bastian Bentz (74 kg) holte zum Schluss in einem guten Kampf zwar gegen Stefan Koch eine Runde, doch der Heimringer erwies sich dennoch als der etwas cleverere Freistilringer.
Die Sensation war damit ausgeblieben, aber für Nendingen gilt ja ohnehin der nächste Samstag mit dem Heimkampf gegen Freiburg als der Kampf, den man unbedingt gewinnen will.

Die Nendinger Jugend festigt Tabellenführung

Artikel vom 27.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6692, Kommentare: 0

Die Nendinger Jugend festigt Tabellenführung mit Doppelsieg

Mit zwei Siegen hat die Jugendmannschaft des ASV am Samstag ihre Spitzenposition in der Bezirksliga Gruppe B ausgebaut. In der Nendinger Sporthalle wurde erst die starke Mannschaft der KG Baienfurt überraschend deutlich mit 29:13 besiegt, bevor man dann auch gegen die TG Stockach erwartungsgemäß mit 28:12 die Oberhand behielt. Vor allem der klare Sieg gegen Baienfurt war nicht unbedingt zu erwarten, aber die Nendinger Talente demonstrierten wieder eindrucksvoll, wie sehr sie sich von Wettkampf zu Wettkampf steigern können. Für die doch recht zahlreichen Zuschauer war es eine Freude zu sehen, wie beim ASV wieder eine Generation von talentierten Ringern heranwächst. Die guten Trainingsbedingungen und die engagierte Arbeit von vielen Betreuern in der Nachwuchsförderung führen offensichtlich auch zu einer entsprechenden Leistungssteigerung, die in absehbarer Zeit auch zu einer Blutauffrischung im Aktivenkader führen wird. Am Samstag waren 13 Ringer im Einsatz, die 14 von den 20 Kämpfen für sich entscheiden konnten. Tobias Geiselmann, Yunus Bakir, Dominik Reichle, Luca Herold, Lukas Stiller, Tim Baur, Lars Füsslin, Manuel Behr, Robin Baur, Steffen Baur, Tobias Müller, Florian Hermann sowie Pascal Lang waren diesmal im Einsatz, doch einige andere brennen ebenfalls schon auf ihre Chance.

ASV Nendingen II - VfL Gemmrigheim 35:4 (40:0)

Artikel vom 27.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7548, Kommentare: 0

ASV Nendingen II siegt klar gegen eine Rumpfmannschaft des VfL Gemmrigheim

Gegen eine Rumpfmannschaft aus Gemmrigheim hat die Nendinger Zweite mit einem klaren Sieg mit 35:4 die Tabellenführung behauptet. Die Verlegenheit stand dem Betreuer der Gäste Hans-Michael Raiser, auch WRV-Referent für Öffentlichkeitsarbeit, ins Gesicht geschrieben, als er seine angereisten fünf Ringer präsentierte: „Ich habe in meiner Ringsportkarriere noch keine so peinliche Situation erleben müssen.“ Aus Verletzungsgründen und wegen einer Grippewelle konnte er den enttäuschten 250 Zuschauern keine vollwertige Mannschaft bieten. Als kleinen Trost hatte er etliche Flaschen guten Weines mitgebracht, eine Geste, die nicht nur die Nendinger Ringer wieder besänftigte. Der ASV Nendingen hatte zu diesem vermeintlichen Spitzenkampf wieder eine ganz starke 2. Mannschaft aufgeboten, die auf der Matte dann auch nur einen Kampf durch Aufgabe nach einer Verletzung verlor. Das große Talent Pascal Lang kam zu seinem ersten Sieg in einer Aktivenmannschaft. Nach den 5 gewerteten Begegnungen stellten sich die Gäste noch zu einigen Freundschaftskämpfen, so dass die Zuschauer auch noch Siege von Benjamin Raiser, Daniel Reichle und Andreas Betzler auf der Matte sehen konnten.
Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt): 55 kg (F): 4:0 Ömer Keser hat keinen Gegner. – 120 kg (G): Bernhard Scheuring – Andre Rommel 4:0 ( Schultersieg bei 6:0/8:0/8:0). – 60 kg (G): 4:0 Benjamin Raiser hat keinen Gegner. – 96 kg (F): Orhan Bolat – Maurizio Boellis 3:0 (PS 3:0/2:0/3:2). – 66 kg (F): Pascal Lang – Alexander Hermann 4:0 (Schultersieg 1. Runde bei 4:0). – 84 kg (G): Pavel Burla – Udo Müller 4:0 (Schultersieg 1. Runde). – 66 kg (G): 4:0 Valentin Lupu hat keinen Gegner. – 84 kg (F): 4:0 Daniel Reichle hat keinen Gegner. – 74 kg (F): Christian Mayer – Steffen Schober 0:4 (Niederlage durch Aufgabe bei 3:1). – 74 kg (G): 4:0 Martin Hirt hat keinen Gegner. Der Endstand von 35:4 wird wohl nachträglich wegen unvollständiger Mannschaft mit 40:0 gewertet.

ASV Nendingen II - VfL Gemmrigheim

Artikel vom 22.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6578, Kommentare: 0

Im besonderen Blickpunkt des Interesses steht an diesem Samstag die Nendinger zweite Mannschaft. Als Tabellenführer der Landesliga treffen die Nendinger daheim im Spitzenkampf auf den direkten Verfolger des VfL Gemmrigheim. Die Unterländer haben erst eine Niederlage hinnehmen müssen. Mit Krzysztof Mudrecki (60 kg), Michal Kujda (84 kg F), Artur Salachna (120 kg) und Oliver Wörz (74 kg F) verfügen sie über einige ganz starke Ringer. Die Nendinger Zweite hat aber bisher nach ihrem Aufstieg eine tadellose Saison bestritten und wird sich auch in diesem letzten Kampf der Vorrunde mit einer stark aufgestellten Mannschaft die sehr gute Bilanz nicht verderben lassen wollen. Sie hätte es verdient, am Samstag ab 20 Uhr in der Nendinger Sporthalle wieder von einer großen Zuschauerkulisse unterstützt zu werden. Denn es hat sich rumgesprochen, dass auch hier in der Landesliga toller Ringersport zu sehen ist.
Schon ab 17.30 Uhr steht die aufstrebende Nendinger Jugendmannschaft in einem Dreier-Kampftag gegen die KG Baienfurt und die TG Stockach auf der Matte. Auch hier treffen die Nendinger als Spitzenreiter mit der KG Baienfurt auf den direkten Verfolger, von dem man sich mit einem Sieg weiter absetzen könnte.

ASV Nendingen beim SC Anger

Artikel vom 22.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6550, Kommentare: 0

Einen weiteren schweren Auswärtskampf hat der ASV Nendingen am Samstag in der 1. Bundesliga vor sich. Beim Tabellenzweiten SC Anger werden die Trauben wieder sehr hoch hängen. Die Oberbayern haben in der Vorrunde nur gegen Burghausen verloren und werden nun in der Rückrunde ihre gute Ausgangsposition für die Endrunde mit Macht verteidigen wollen. Die Nendinger können trotz der hohen Niederlage in Burghausen stolz auf eine erstaunlich gute Vorrundenbilanz sein. Mit dem klaren Sieg gegen Nürnberg hat man sein Soll vorerst erfüllt und wird sich in der Rückrunde vor allem auf die Kämpfe in Nürnberg und daheim gegen Freiburg konzentrieren. Das heißt aber ganz und gar nicht, dass man die anderen Kämpfe auf die leichte Schulter nimmt. Schon in Anger werden die Nendinger versuchen, sich wieder so teuer wie möglich zu verkaufen. Interessant wird in diesem ersten Kampf der Rückrunde mit dem Stilartwechsel die Aufstellung der Mannschaften in den beiden leichten Gewichtsklassen. Sowohl Nendingen als auch Anger haben hier mehrere Optionen, die zu brisanten Duellen führen können. Schwer wird es für Nendingen in den Klassen bis 66 und 74 kg, wo man schon im Hinkampf trotz tollem Einsatz Niederlagen hinnehmen musste. Marc Buschle wird gegen den Peking-Starter Radoslaw Horbik auf Revanche für die knappe Vorrundenniederlage brennen. Andreas Miekeley bekommt es in der Klasse bis 96 kg entweder wieder mit Heiki Nabi, dem Weltmeister von 2006, oder dem polnischen Juniorenmeister Marcin Olejniczak zu tun. Und auch für Markus Eichin wird es im Freistilschwergewicht ganz schwer. Er trifft entweder wieder auf den bisher ungeschlagenen Ungarn Gergely Kiss oder dessen genauso starken Landsmann Otto Aubeli. Zum Auftakt holten die Nendinger gegen die Oberbayern 11 Mannschaftspunkte. Wenn sie auswärts annähernd so viele Punkte erreichen würden, könnte man sehr zufrieden sein.

SV Burhausen - ASV Nendingen 34:2

Artikel vom 20.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6481, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen unterliegt beim Herbstmeister in Burghausen klar mit  2:34

Die erwartet klare Niederlage hat der ASV Nendingen am Samstag beim Tabellenführer SV Wacker Burghausen mit 2:34 bezogen. Die Gastgeber hatten schon im Vorgeld klar gemacht, dass sie den Aufsteiger sehr ernst nehmen und sich „keinen Stolperstein in den Weg zur Herbstmeisterschaft“ legen lassen wollten. Deswegen traten sie auch mit ihrer stärksten Formation an, gegen die die ersatzgeschwächten Nendinger ohne wirkliche Chance waren. Ghenadie Tulbea weilte auf einem verabredeten Kurzbesuch in seiner moldawischen Heimat und Florian Schwarz konnte auch wegen seiner hartnäckigen Rippenverletzung das Gewicht nicht bringen, so dass von vornherein 8 Punkte an die Gastgeber fielen. Außerdem musste Pavel Burla, der von den rumänischen Meisterschaften mit einer Verletzung zurückgekommen war, durch Trainer Volker Hirt ersetzt werden. Aber auch in stärkster Aufstellung wäre für den ASV gegen den bärenstarken Halbzeitmeister der 1. Bundesliga nicht viel zu erben gewesen. Dennoch haben die Nendinger wohl als „sympathischer Aufsteiger“ offensichtlich doch einen guten Eindruck in Burghausen hinterlassen, und das klare Endergebnis täuscht auch etwas über den teilweise doch relativ engen Kampfverlauf hinweg.
In der ersten Begegnung lieferte Andreas Miekeley (120 kg) gegen den griechischen Olympiateilnehmer Theodoros Tounisidis einen sehr ausgeglichenen Kampf, gewann sogar eine Runde und musste sich nur mit 1:3 geschlagen geben. Auch Benjamin Raiser (60 kg) war gegen den starken Christoph Scherr nahe an einem Rundengewinn, verlor aber doch mit 0:3. Ähnlich die Situation dann in der Klasse bis 96 kg. Markus Eichin hielt sich gegen den mehrfachen EM- und WM-Medaillengewinner David Otiashvili sehr gut, zog aber doch in allen drei Runden knapp den Kürzeren. Der bisher noch unbesiegte Eugen Ponomartschuk (84 kg) hatte gegen Volker Hirt bei seinem Punktsieg ebenfalls etwas mehr Mühe, als er wohl vorher erwartet hatte. Der Burghausener Matthias Maasch (60 kg) hat sich bisher klar als zweitbester klassischer Leichtgewichtler der Liga präsentiert. Semih Bosyan konnte zunächst noch gut mithalten, konnte eine Überlegenheitsniederlage aber dann doch nicht verhindern. Höhepunkt des Abends war die ganz hart umkämpfte Auseinandersetzung zwischen dem bisher noch unbesiegten Miroslav Geshev und Marc Buschle. Letztlich war der Bulgare der etwas Glücklichere, der mit 3:1 Runden sich durchsetzen konnte. Gegen Ivan Deliverski konnte Dominik Hipp (74 kg) eine Schulterniederlage nicht vermeiden. Adrian Ozsda sah gegen Sharur Vardanyan in den ersten beiden Runden noch sehr gut aus, verlor dann aber in Runde drei doch noch deutlich. Für den ASV Nendingen gilt nun nach dem nächsten Auswärtskampf in Anger die ganze Konzentration dem Heimkampf am 1. November gegen die RKG Freiburg, gegen die man sich nur zu gerne für die knappe Vorrundenniederlage revanchieren möchte.

Die Nendinger Zweite siegt auch in Neckarweihingen mit 22:16

Artikel vom 20.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8228, Kommentare: 0

ASV Nendingen II bleibt weiter auf der Erfolgsspur. Auch der KSV Neckarweihingen konnte den Siegeszug der Gäste nicht stoppen. Die Nendinger Zweite zeigte wieder einige spektakuläre Kämpfe. Florin Matei und Martin Hirt setzten ihre Siegesserie fort und Bastian Bentz gewann wie erwartet wieder überlegen. Sehr gut hielt sich Ömer Keser, der dem bisher ungeschlagenen Michal Mis nur denkbar knapp unterlag. Bitter war die Lehrstunde, die der erfolgreichste Ringer der Gastgeber, Neculaj Mihai, bei seiner Überlegenheitsniederlage gegen Valentin Lupu erlitt. Dramatisch verlief der Kampf von Marco Schmid gegen den erfolgsgewohnten Roman Biskupek. Der Wurmlinger verlor die 1. Runde klar, drehte dann aber wie entfesselt auf und demonstrierte bei seinem hart erkämpften, aber letztlich doch noch klaren Sieg seine hervorragende Form.
Der Kampfverlauf (Neckarweihingen erstgenannt): 55 kg (F): Michal Mis – Ömer Keser 3:0 (PS 1:0/1:0/1:0). – 120 kg (G): Andreas Kosing siegt für Nendingen ohne Gegner (0:4). – 60 kg (G): Marcel Jung – Florin Matei 0:4 (TÜN 0:7/0:7/0:7). – 96 kg (F): Simon Fingerle – Cederic Mühlmann 4:0 (TÜ 4:0/3:0/6:0). – 66 kg (F): Patrik Tulai – Timo Schmid 4:0 (Schultersieg bei 7:1). – 84 kg (G):  Roman Biskupek . Marco Schmid 1:3 (PN 6:0/3:5/1:3/1:6). – 66 kg (G): Neculai Mihai – Valentin Lupu 0:4 (TÜN 0:6/1:2/0:6). – 84 kg (F): Damian Adamczuk – Bastian Bentz 0:4 (TÜN 0:7/0:7/0:6). – 74 kg (F): Fabian Häcker – Christian Mayer 4:0 (Schultersieg bei 3:1). – 74 kg (G): Norbert Böhlke – Martin Hirt 0:3 (PN 1:3/0:5/1:3).

SV Wacker Burghausen - ASV Nendingen / Vorschau

Artikel vom 15.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6607, Kommentare: 0

ASV Nendingen vor ganz schwerer Aufgabe beim SV Wacker Burghausen

Ihren bisher sicherlich schwersten Kampf müssen die Bundesligaringer des ASV Nendingen am Samstag bestreiten. Dann sind sie nämlich zum Abschluss der Vorrunde zu Gast beim bisherigen Top-Team der Liga, dem ungeschlagenen Tabellenführer SV Wacker Burghausen. Die Bayern haben heuer sogar auswärts in Aalen und in Hallbergmoos gewonnen und sind ein ganz heißer Kandidat für die DM-Endrunde. Sie sind bisher fast immer mit der gleichen Mannschaft angetreten und haben eigentlich in keiner Gewichtsklasse einen Schwachpunkt. Miroslav Geshev (84 kg F) und Eugen Ponomartschuk ( 84 kg G) haben alle sechs Kämpfe gewonnen. Und Ivan Djorev (55 kg), Nikolay Kurtev (66 kg F) und Matthias Maasch (66 kg G) mussten bei 5 Siegen nur je eine Niederlage hinnehmen. Aber auch alle anderen Ringer, darunter der Olympiateilnehmer Theodoros Tounousidis (120 kg), gehören in die Kategorie der Extraklasse. Einen Sieg für Nendingen kann man nach Lage der Dinge bei stärkster Aufstellung der Gastgeber allenfalls Benjamin Raiser gegen Christoph Scherr oder Marc Buschle gegen den bisher aber noch unbesiegten Miroslav Geshev zutrauen. Und das wird für beide kein leichtes Unterfangen. Es wird also darum gehen, die zu erwartende Niederlage in Grenzen zu halten und den bisher erworbenen guten Ruf durch die nötige kämpferische Einstellung zu wahren.

Die zweite Mannschaft will am Samstag beim KSV Neckarweihingen die alleinige Tabellenführung behaupten. Sie darf dabei aber die Gastgeber auf keinen Fall unterschätzen, denn sie verfügen vor allem in den leichten Gewichtsklassen mit den noch ungeschlagenen Niculai Mihai, Patrik Tulai und Michal Mis über ganz starke Ringer. Dennoch gelten die Nendinger als Favoriten und wollen sich vor dem Spitzenkampf gegen den VfL Gemmrigheim nächste Woche keine Blöße geben.

Mattensplitter 6

Artikel vom 14.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6601, Kommentare: 0

Die Resonanz auf die Atmosphäre und die Präsentation der Heimkämpfe des ASV Nendingen in der 1. Bundesliga ist offensichtlich bemerkenswert. Alle bisherigen Gastmannschaften zeigten sich außerordentlich beeindruckt von der großen Zuschauerkulisse und der Art und Weise, wie hier der Ringkampfsport inszeniert wird. Trainer wie Christian Kloucek vom SC Anger oder Hüseyin Karaman vom KSV Aalen waren sich einig, dass sie so etwas bisher nur ab und zu in Endkämpfen der Bundesliga gesehen hatten. Ein weiteres Beispiel für die Anerkennung von außen ist der jüngste Bericht in der Schwäbischen Zeitung von Aalen, in dem in Bezug auf den Kampf des ASV gegen Aalen von „einem grandiosen Ringsportabend“ gesprochen wird. „Sage und schreibe 1 200 Zuschauer“ hätten „packende Mattengefechte“ erlebt“. Und Aalener Ringer seien „begeistert von der großen, sportlich fairen Zuschauerkulisse“ gewesen. Da übt sich die heimische lokale Presse eher in vornehmer Zurückhaltung und räumt beispielsweise dem Fußballspiel der Bezirksliga zwischen dem SV Wurmlingen und dem SC 04 Tuttlingen (250 Zuschauer) einen zumindest umfangmäßig wesentlich höheren Stellenwert ein als diesem Höhepunkt der Heimkämpfe in der 1. Bundesliga.

Nicht sehr positiv wurde am Samstag die kurzfristige Absage des KSV Gottmadingen für den Kampf ihrer Jugendmannschaft gegen den ASV Nendingen in der Mühlauhalle aufgenommen. Erst knapp zwei Stunden vor dem vorgesehenen Kampfbeginn wurde der ASV darüber telefonisch informiert, dass man nur 5 Jugendringer habe und auch nicht zu einem Freundschaftskampf kommen könne. Eine ganze Reihe von Zuschauern, die vor den Kämpfen der 1. und 2. Mannschaft auch gern diese immer wieder reizvollen Jugendkämpfe um 16.30 Uhr ansehen wollten, waren darüber natürlich nicht sehr begeistert. Dieser Vorfall wird die freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem KSV Gottmadingen und dem ASV Nendingen nicht trüben, aber eine frühere Information wäre doch hilfreich gewesen.

ASV Nendingen - KSV Aalen 17:22

Artikel vom 14.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 11024, Kommentare: 4

Der ASV Nendingen verliert gegen Aalen nur mit 17:22 
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300 begeisterte Zuchauer erleben eine tolles Ringerspektakel

Zum erwarteten spektakulären Höhepunkt ist die Begegnung zwischen dem ASV Nendingen und dem vielfachen deutschen Mannschaftsmeister KSV Aalen 05 am Samstag geworden. Vor 1 300 begeisterten Zuschauern kamen die Nendinger in der Mühlauhalle zwar nicht um eine neuerliche Niederlage  herum. Doch wie sie sich bei der gleichen Anzahl von je fünf Siegen gegen die Favoriten von der Ostalb verkauften, nötigte auch den Aalener großen Respekt ab. Und genauso imponiert hat ihnen die Atmosphäre dieses Ringerspektakels. Bezeichnend dafür die Äußerung ihrer beiden großen Nachwuchstalente Patrick Sorg und Oliver Hug, die sich trotz ihrer Niederlagen mächtig beeindruckt zeigten: „Es ist einfach Klasse vor einer solchen Kulisse ringen zu dürfen.“ Der KSV Aalen musste auf zwei Olympiateilnehmer aus verletzungsbedingten und familiären Problemen verzichten, schickte aber dennoch angeführt von ihren Olympiamedaillengewinnern Fedorishin und Terziev eine starke, durch drei Nachwuchsringer ergänzte, Mannschaft auf die Matte. Leider ließen sie die Klasse bis 84 kg Freistil unbesetzt und so kamen die Nendinger durch ihren Starringer Marc Buschle zu vier kampflosen Punkten, da Buschles Dauerrivale Davyd Bichinashvili in die Klasse bis 96 kg aufgerückt war. Die Überraschung auf Nendinger Seite war der Einsatz von Trainer Volker Hirt, der den bei den rumänischen Meisterschaften eingesetzten Pavel Burla vertrat.
Schon am Beginn des Kampfabends stand ein absoluter ringerischer Höhepunkt. Ghenadie Tulbea und Vitalie Railean lieferten sich einen äußerst intensiv geführten Kampf, der in jeder Sekunde auf des Messers Schneide zu stehen schien. Technisch hochklassig und blitzschnell agierend zeigten sie Ringsport für Genießer. Erst in der fünften Runde konnte sich der Nendinger zum umjubelten Sieg durchsetzen und die erwarteten drei Punkte einfahren. Schneller als es Andreas Miekely lieb war, ging die Schwergewichtsbegegnung zu Ende. Obwohl er zunächst sogar in Führung ging, musste er sich vom 15 kg schwereren DM-Dritten Ralf Böhringer schultern lassen. Den Gleichstand von 6:6 schaffte dann Benjamin Raiser (60 kg), der gegen das Aalener Talent Oliver Hug sogar fast einen Überlegenheitssieg geschafft hätte. Markus Eichin (96 kg) hielt sich gegen den Olympia-Fünften Davyd Bichinashvili zwar hervorragend, doch der Aalener holte sich mit blitzschnellen Beinangriffen immer wieder die nötigen Punkte zum Sieg. Vasyl Fedorishin, Silbermedaillengewinner von Peking, stellte den ohnehin durch seine Rippenverletztung behinderten Florian Schwarz (66 kg) vor eine unlösbare Aufgabe. Der ukrainische Weltklassemann kam nach klarer Führung in der 2. Runde zum Schultersieg. Nach der Pause versuchte Volker Hirt (84 kg) bei seinem Comeback auf der Matte mit einem Sieg gegen Paul Potapov vielleicht doch noch eine Wende zugunsten der Nendinger zu erzwingen. Doch trotz seines unbändigen Kampfgeistes konnte er eine Punktniederlage gegen den Aalener nicht verhindern. Seinen lautstark bejubelten ersten Sieg dieser Saison konnte Semih Bosyan (66 kg) feiern. Gegen Patrick Sorg, den diesjährigen deutschen Juniorenmeister, kam er nach drei Runden zum verdienten Punktsieg. Nach dem kampflosen Sieg von Marc Buschle war dann vor den letzten zwei Kämpfen Nendingen plötzlich auf 14:16 Punkte herangekommen. Doch die Aalener konnten dann mit dem erwarteten Sieg von Kiril Terziev (74 kg) die Entscheidung herbeiführen. Dominik Hipp wehrte sich gegen den Bronzemedaillengewinner von Peking zwar nach Kräften, musste dann aber nach vier Minuten gegen den bulgarischen Weltklasseringer doch auf die Schultern. Mit einem hart erkämpften Punktsieg gegen Hans-Jörg Scherr konnte Adrian Ozsda mit seinem zweiten Saisonsieg das Endergebnis für Nendingen mit 17:22 Punkten noch freundlicher gestalten, als es vorher erwartet werden konnte.
Auch wenn damit nun die fünfte Niederlage für den ASV zu Buche steht. Die Nendinger haben ohne Frage bisher mit ihrem Kampfgeist auf der Matte und der Präsentation ihrer Heimkämpfe in der Bundesliga für Furore und hohen Respekt gesorgt.

ASV Nendingen II - KG Kirchheim/Köngen 25:14

Artikel vom 14.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7037, Kommentare: 0

Mit dem erwarteten klaren Sieg gegen die KG Kirchheim/Köngen mit 24:14 und der gleichzeitigen Niederlage des VfL Gemmrigheim hat sich die Nendinger Zweite die alleinige souveräne Tabellenführung in der Landesliga gesichert. Die Gäste kamen nur zu drei Siegen, überließen andererseits Florin Matei einen kampflosen Sieg und stellten für Martin Hirt nur einen übergewichtigen Gegner. Während Ömer Keser und Andreas Kosing zu Vier-Punkte-Siegen kamen, mussten Bastian Bentz, Daniel Reichle und Orhan Bolat doch mächtig kämpfen, um ihre starken Gegner niederzuhalten. Zu seinem ersten Einsatz in einer Aktivenmannschaft kam der junge Pascal Lang, der sich bei seiner Niederlage gegen Timur Togajbaev sehr gut hielt. Kampfrichter G.Reich (Musberg) leitete vor 400 Zuschauern souverän.
Der Kampfverlauf (Nendingen erstgenannt): 55 kg (F): Ömer Keser – Steffen Wagner 4:0 (TÜ 6:0/6:0/6:0). – 120 kg (G): Andreas Kosing – Miroslaw Jurczyszyn 4:0 (Schultersieg 1. Runde). – 60 kg (G): Florin Matei siegt kampflos 4:0. – 96 kg (F): Orhan Bolat – Michael Eisele 3:0 (PS 1:0/1:0/1:0). – 66 kg (F): Timo Schmid – Tomasz Dec 0:4 (TÜ 0:6/0:6/1:7). – 84 kg (G): Bastian Bentz – Alexander Meinero 3:1 (PS 7:0/1:2/1:1/2:1). – 66 kg (G):Pascal Lang – Timur Togajbaev 0:4 (TÜ 0:6/0:6/0:6). – 84 kg (F): Daniel Reichle – Pawel Janiak 3:1 (PS 1:0/0:1/3:1/5:1). – 74 kg (F): Christian Mayer – Oleg Roth 0:4 (Schulterniederlage bei 1:3/0:3). – 74 kg (G): Martin Hirt – Alexander Pack 4:0 (Übergewicht, Schultersieg Hirt im Freundschaftskampf).

ASV Nendingen - KSV Aalen 05 / Vorschau

Artikel vom 08.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6466, Kommentare: 0

An diesem Samstag wird es zu der vielleicht spektakulärsten Ringsportveranstaltung dieser Saison in der Mühlauhalle kommen. Mit dem mehrfachen deutschen Mannschaftsmeister KSV Aalen ist der wohl attraktivste Gegner des ASV Nendingen zu Gast.
Nach verletzungsbedingten Startschwierigkeiten haben die Ostälbler in den letzten beiden Kämpfen wieder zu ihrer wahren Stärke zurückgefunden. Am letzten Samstag besiegten sie den SV Hallbergmoos mit 25:14, während die Nendinger ihrerseits tags zuvor in Hallbergmoos noch 24:12 unterlegen waren. Solche Quervergleiche sind natürlich nur beschränkt aussagefähig, aber trotzdem gibt es an der klaren Favoritenrolle der Aalener keinen Zweifel. Da sich die Gäste keine Blöße geben dürfen, ist zu erwarten, dass sie mit einer ähnlich starken Mannschaft wie am letzten Kampftag auch gegen Nendingen antreten werden. Fünf in Peking hervorragend platzierte Olympiateilnehmer garantieren für Ringen auf Weltklasseniveau:
Der Ukrainer Vasyl Fedorishin (66 kg F) als Silbermedaillengewinner, der Bulgare Kirill Terziev (74 kg F) als Bronzemedaillengewinner, die beiden Olympiafünften Davyd Bichinashvili (84/96 kg F) und Nikolay Gergov (74 kg G) sowie der Olympianeunte Emzarios Bentinidis (74/84 kg F). Aber auch die anderen Mannschaftskollegen stehen diesen Stars nicht viel nach. Die besten Chancen auf einen möglichen Erfolg auf Nendinger Seite haben wohl am ehesten Ghenadie Tulbea und Benjamin Raiser. Der mit Spannung erwartete Höhepunkt wird aber wohl der Kampf von Marc Buschle sein, der entweder auf seinen Dauerrivalen Bichinashvili oder den Griechen Bentinidis trifft. In jedem Fall wird das gegen diese Weltklasseleute eine ganz harte Bewährungsprobe für das Ass des ASV Nendingen. Und vielleicht kann er nach seiner tollen Vorstellung gegen Dewangen den Favoriten das Leben schwer machen. Eine schwierige Aufgabe hat auch wieder Andreas Miekeley nach seinem Überraschungssieg im letzten Kampf. Mit Ralf Böhringer aber wartet auf ihn ein im wahrsten Sinn des Wortes schwerer Brocken. Die Nendinger werden versuchen, auf eine zweistellige Anzahl von Mannschaftspunkten zu kommen und ihren Anhängern wieder eine bestmögliche Leistung zu zeigen. Der Kampf beginnt wie üblich pünktlich um 19.30 Uhr.
Wer bei dem zu erwartenden Andrang ein Anstehen an den Kassen vermeiden will, kann auch schon in der Ticket-Box im Vorverkauf eine Tageskarte erwerben.

Im Vorkampf stehen sich ab 17.30 Uhr schon der ASV Nendingen II und der Mitaufsteiger von der KG Kirchheim/Köngen gegenüber. Die Gäste haben zwei unglückliche Niederlagen einstecken müssen, dürfen aber auf keinen Fall unterschätzt werden. Die Nendinger sind bisher klar auf Aufstiegskurs und wollen das mit einem weiteren Sieg demonstrieren.
Davor kommt es ab 16.30 Uhr zu einer Auseinandersetzung der Jugendmannschaft des ASV Nendingen mit dem KSV Gottmadingen, bei der der heimische Nachwuchs favorisiert werden kann.

ASV Nendingen - KG Dewangen/Fachsenfeld 18:21

Artikel vom 06.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6802, Kommentare: 0

Eine Niederlage, die Mut macht. – Nach großem Kampf verliert Nendingen gegen Dewangen nur ganz knapp.

 

Nach einem denkwürdigen und dramatischen Ringsportabend ist der ASV Nendingen zwar am Samstag der KG Dewangen/Fachsenfeld knapp mit 18:21 unterlegen. Von Niedergeschlagenheit war bei den Nendingern danach aber trotzdem nicht die Rede. Im Gegenteil, das war eine Niederlage, die noch mehr Mut macht.
Man hatte einen Gegner, der letztes Jahr immerhin die Endrunde der deutschen Meisterschaft erreicht hatte, ins Wanken gebracht. 18:18 stand es vor dem letzten Kampf, ehe die Gäste mit einem Sieg doch noch die Wende zu ihren Gunsten erzwangen.
1200  begeisterte Zuschauer brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn ihnen wurde eigentlich alles geboten. Selbst Antonio Silvestri, der Kampfrichter-Referent des DRB, der die Begegnung höchstpersönlich und souverän leitete, war von der „tollen Wettkampfatmosphäre“ begeistert.
Mann des Tages aus Nendinger Sicht war diesmal Andreas Miekeley. Den klar favorisierten polnischen Spitzenringer Marek Szustek bezwang er in einem engagierten Kampf unerwartet nach Punkten. Weniger überraschend die Siege von Ghenadie Tulbea und Marc Buschle, die aber beide das Publikum durch eine überlegene und glänzende Kampfführung überzeugten.
Nicht unbedingt zu erwarten waren dagegen die beiden Siege von Pavel Burla und Bastian Bentz, die mit ihren Erfolgen die Gäste an den Rand einer Niederlage brachten. Schon die ersten beiden Kämpfe lösten bei den Zuschauern Begeisterung aus.
Wie Ghenadie Tulbea (55 kg) den gewiss nicht schlechten Paul Penner bis zu seinem Schultersieg auspunktete, war wirklich Spitzenklasse. Viel zäher dann erwartungsgemäß der Kampf im Schwergewicht zwischen Andreas Miekeley und Marek Szustek. Überraschend bot der Nendinger seinem kraftstrotzenden Gegner Paroli, ehe er mit einer Wertung in der 4. Runde endgültig gar den Punktsieg einfahren konnte. Der bisher unbesiegte polnische Meister Mariusz Los (60 kg) erwies sich auch für einen Benjamin Raiser in Hochform als zu stark. Immerhin konnte der Nendinger aber eine Runde für sich entscheiden. Etwas unglücklich war Markus Eichin (96 kg) nach seinem Kampf. Hochmotiviert war er in die Begegnung mit Dragomir Stoichev gegangen. Trotz allen Bemühens holte sich der Bulgare taktisch sehr klug ringend aber in allen drei Runden den jeweils einen entscheidenden Punkt zum knappen Sieg. Unter Wert musste sich Florian Schwarz (74 kg) gegen den bisher ebenfalls noch unbesiegten polnischen Vizemeister Lukasz Goral geschlagen geben. Zu seiner schmerzhaften Rippenprellung kam während des Kampfes noch eine Ohrenverletzung, so dass er trotz allen Einsatzes eine Überlegenheitsniederlage nicht vermeiden konnte. Pavel Burla (84 kg) kommt immer besser in Schwung. Er stand gegen Lars-Rene Schmidt sogar kurz vor einem Überlegenheitssieg, ehe er durch eine Unachtsamkeit doch noch eine Runde abgab. Entscheidend für den Sieg der Gäste war die Tatsache, dass sie im Leichtgewicht nach Ablauf seiner Rotsperre am Samstag erstmals wieder Edward Barsegjan aufbieten konnten. Gegen diesen Klassemann konnte Semih Bosyan, dazu noch mit dem Handicap einer Handverletzung, eine Niederlage nicht vermeiden. In den letzten drei Kämpfen aber bebte dann die Halle. Zunächst brannte Marc Buschle in bester Ringerlaune schon von der ersten Runde an ein Feuerwerk von Griffen ab, die Halil Meral mit nicht weniger als 17 Punkten in Rückstand brachten. Die beiden letzten Kämpfe mussten so die Entscheidung bringen. Bastian Bentz (74 kg) zeigte sicherlich einen seiner bisher besten Kämpfe, als er Ronny Sauter in fünf Runden bezwingen konnte. Im entscheidenden letzten Kampf war Adrian Ozsda zwar im Standkampf immer aktiver, musste aber in der Unterlage gegen seinen polnischen Gegner Krzysztof Kowalski jeweils einen Punkt abgeben. Damit hatte Dewangen doch noch den Sieg gerettet, die Nendinger Mannschaft konnte sich aber trotzdem für eine überzeugende Leistung von ihren Anhängern feiern lassen.
Der nächste Ringerhöhepunkt steht schon am kommenden Samstag in der Mühlauhalle an, wenn der mehrfache deutsche Mannschaftsmeister KSV Aalen zu Gast ist.

 

ASV Nendingen - AV Hardt 29:6

Artikel vom 06.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8273, Kommentare: 0

Den erwartet klaren Sieg hat der ASV Nendingen II im Bezirksduell mit dem AV Hardt mit 29:6 Punkten eingefahren. Die Gäste kamen nur zu zwei Punktsiegen, ansonsten  kam die wieder stark aufgestellte Nendinger Zweite vor 400 Zuschauern zu meist überlegenen Erfolgen. Erstmals im Einsatz war Co-Trainer Andreas Kosing, der mit einem Schultersieg ebenso überzeugte, wie alle anderen Nendinger Ringer. Der Austausch von Ringern zwischen erster und zweiter Mannschaft mit dem Einsatz von bundesligaerfahrenen Ringern wie Florin Matei, Dominik Hipp, Daniel Reichle oder Valentin Lupu kommt der Leistungsstärke des Teams genauso zugute wie die Zuverlässigkeit beispielsweise eines Martin Hirt, Marco Schmid oder Ömer Keser.  Damit bleiben die Nendinger weiterhin an der Tabellenspitze der Landesliga.
Der Kampfverlauf im Einzelnen
(Nendingen erstgenannt): 55 kg (F): Ömer Keser – Josip Nad 3:0 (Punktsieg 2:1/2:1/2:0). – 120 kg (G): Andreas Kosing – Thomas Müller 4:0 (Schultersieg bei 3:3/3:0). – 60 kg (G): Florin Matei – Johannes Bösinger 4:0 (TÜ 6:0/6:0/6:0). – 96 kg (F): Cederic Mühlmann – Jochen Benner 0:3 (PN 0:6/0:1/0:1). – 66 kg (F): Timo Schmid – Achim Reuter 0:3 (PN 0:2/0:2/0:2). – 84 kg (G): Marco Schmid – Marcel Bajerke 4:0 (TÜ 8:2/3:0/5:2). – 66 kg (G): Valentin Lupu – Tobias Profft 4:0 (Übergewicht, Freundschaftskampf 5:0/7:0/5:0). – 84 kg (F): Daniel Reichle – Dominik Klausmann 3:0 (Punktsieg 1:0/2:1/8:0). – 74 kg (F): Dominik Hipp – Markus Flaig 4:0 (TÜ 3:1/6:0/6:0). – 74 kg (G): Martin Hirt – Manuel Dieterle 3:0 (Punktsieg 6:0/3:0/1:1). Kampfrichter Manuel Wagner (Mühlheim) hatte keine Mühe mit den fairen Kämpfen.

SV Hallbergmoos - ASV Nendingen 24:12

Artikel vom 04.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6696, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen hat sich gestern Abend beim Tabellenzweiten SV Hallbergmoos mit 12:24 geschlagen geben müssen. Dennoch war Trainer Volker Hirt mit seinen Ringern sehr zufrieden: „Hallbergmoos hat mit einer viel stärker besetzten Mannschaft gerungen als bisher. Und da hat sich meine Mannschaft sehr gut verkauft. In einigen engen Kämpfen wäre mit etwas Glück durchaus noch ein Sieg oder weitere Rundengewinne drin gewesen.“
Für den Höhepunkt des Kampfes aus Sicht der Nendinger sorgte Marc Buschle, der einen seiner härtesten nationalen Konkurrenten nach 56 Sekunden auf die Schultern legte. Ghenadie Tulbea siegte gegen einen ohnehin zu schweren Gegner klar und Benjamin Raiser und Pavel Burla verloren nur äußerst knapp mit jeweils 2:3 Runden. Aber auch in allen anderen Begegnungen war für die Nendinger durchaus der Erfolg in der einen oder anderen Runde möglich.
Nach dem Überlegenheitssieg von Ghenadie Tulbea gegen den jungen Mathias Fritsch hielt sich Andreas Miekeley gegen den Litauer Mindaugas Ezerskis hervorragend. Obwohl er im Stand der aktivere Ringer war, musste er aber in Runde 2 und 3 zuerst in die Unterlage und verlor so jeweils mit 1:1. Gespannt war man auf die Auseinandersetzung zwischen dem bisher ungeschlagenen Benjamin Raiser (60 kg) und dem finnischen EM-Fünften Jani Haapamäki. Raiser war trotz guter Leistung diesmal am Boden vielleicht nicht aggressiv genug und musste sich nach zwei Rundengewinnen gegen den Favoriten in Runde 5 doch noch mit 2:3 Punkten geschlagen geben. Äußerst umstritten auch der Kampf von Markus Eichin gegen William Harth. Doch auch hier hatte der Heimringer dreimal hauchdünn die Nase vorn. Mit dem Handicap einer schmerzhaften Rippenverletzung ging Florian Schwarz (66 kg) in den Kampf gegen den DM-Dritten Steffen Lübke. „Lotte“ hielt trotzdem sehr gut mit und führte auch in Runde 2 und 3. Am Rundenende setzte sich Lübke dann aber jeweils doch noch durch. In der Klasse bis 84 kg (G) bot Hallbergmoos erstmals den Finnen Kim-Jussi Nurmela auf. Pavel Burla hielt sich glänzend gegen diesen routinierten Klassemann. Er gewann sogar die erste und dritte Runde und musste in der Schlussrunde sich nur bei Gleichstand von 1:1 denkbar knapp geschlagen geben. Für den verletzten Semih Bosyan rückte diesmal Valentin Lupu in die erste Mannschaft. Gegen den bulgarischen EM-Zweiten machte er trotz Gewichtsnachteil seine Sache hervorragend und gab nur in der Bodenlage gegen den mit Ausheber punktenden Gegner die Punkte ab. Konstantin Völk, von vielen als kommender Mann in der Klasse bis 84 kg gehandelt, musste seine Träume von einer Revanche für die DM-Niederlage gegen Marc Buschle schnell beenden. Das Nendinger Ass kam schon spektakulär in der 1. Minute mit seinem Spezialgriff zum umjubelten Schultersieg. Auch Bastian Bentz (74 kg) machte gegen den früheren Vize-Europameister Akos Wöller einen tollen Kampf. Er hätte einen Rundengewinn sehr wohl verdient gehabt, musste sich aber mit jeweils einem Punkt geschlagen geben. Adrian Ozsda (74 kg G) war im Stand immer der aktivere Ringer gegen Aleksandr Kazakevic, doch der zeigte seine überlegene Klasse dann im Bodenkampf.
Wenn die Nendinger jedoch heute Abend gegen die KG Dewangen ähnlich stark auftreten wie in Hallbergmoos, dann liegt vielleicht durchaus eine Überraschung in der Luft.

ASV Nendingen in Hallbergmoos (3.10.) und daheim gegen Dewangen (4.10.)

Artikel vom 01.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6666, Kommentare: 0

Die Pflicht ist erfüllt, jetzt kommt die Kür. Mit ihrem klaren Sieg gegen Nürnberg haben die Nendinger Ringer ihre „Pflichtaufgabe“ mit Erfolg gelöst. Nun kommt in den nächsten Kämpfen die Kür, bei der die Schützlinge von Trainer Volker Hirt eigentlich nichts zu verlieren haben. Für den Kampf am Freitag, 3.Oktober, beim SV Siegfried Hallbergmoos fällt eine Vorhersage sehr schwer. Die Oberbayern haben einen Kader mit 15 ausländischen Spitzenringern, die sie aber nur sporadisch einsetzen können. Falls sie mit ihrem stärksten Aufgebot antreten, hat Nendingen natürlich kaum eine Chance auf einen Sieg. Geben sie sich aber eine Blöße, dann wird der ASV seine Möglichkeiten nutzen. Höhepunkte werden sicherlich die Kämpfe zwischen Benjamin Raiser und dem finnischen EM-Fünften Jani Haapamäki, Florian Schwarz und dem DM-Dritten Steffen Lübke, Andreas Miekeley und dem Bronzemedaillengewinner von Peking Mindaugas Mizgaitis sowie die Begegnung zwischen Marc Buschle und Konstantin Völk sein, den er bei der DM in Ehningen besiegen konnte. Für die ASV-Anhänger gibt es natürlich wieder eine Mitfahrgelegenheit mit dem Bus, der um 10 Uhr am Ringerlokal abfährt.
Schon tags darauf kommt es am Samstag, 4.Oktober, in der Mühlauhalle zum Kampf gegen die KG Dewangen/Fachsenfeld. Die Ostälbler wollen sich unbedingt zumindest mit Platz 5 für die Endrunde qualifizieren. Deswegen werden sie alles daran setzen, beim Aufsteiger beide Punkte zu holen. Am letzten Samstag konnten sie drei ihrer polnischen Ringer wegen der nationalen Meisterschaften nicht einsetzen und wurden daher in Hallbergmoos unter Wert geschlagen. Gegen Nendingen wollen sie aber wieder in Bestbesetzung antreten und werden dann nur schwer zu bezwingen sein. Vor allem Benjamin Raiser, Florian Schwarz und Adrian Ozsda stehen gegen die bisher unbesiegten Polen Mariusz Los, Lukasz Goral und Krzystof Kowalski vor einer schweren Bewährungsprobe. Schwere Brocken haben auch Markus Eichin und Andreas Miekeley mit Dragomir Stoichev und Marek Szustek vor sich. Während Ghenadie Tulbea und Marc Buschle gegen Paul Penner und Halil Meral als Sieger erwartet werden können, sind die Dewanger Ronny Sauter (74 kg) und Lars-Rene Schmidt (84 kg) trotz leichter Favoritenrolle wohl nicht unschlagbar. Wenn die Gäste aber in der Klasse bis 84 kg im klassischen Stil ihren Olympiasieger von Peking, den Italiener Andrea Minguzzi, aufbieten, dann wäre der natürlich die Attraktion des Abends. Man kann am Samstag also wieder mit tollen Kämpfen rechnen und der Nendinger Anhang wird sicher erneut für stimmungsvolle Unterstützung sorgen. Kampfbeginn in der Mühlauhalle ist um 19.30 Uhr. Wie bei jedem Heimkampf wird der Ringerzug (Abfahrt 18.30 Uhr in Fridingen) Zuschauer wieder kostenlos zur Halle bringen.                                                                                         
Im Vorkampf ab 17.30 Uhr schon stehen sich am Samstag in der Mühlauhalle der ASV Nendingen II und der AV Hardt gegenüber. In diesem Bezirksderby gelten die Nendinger als Favoriten und wollen mit einem Heimsieg die Tabellenführung verteidigen. Nach ihren tollen Erfolgen bisher hofft unsere Zweite daheim auf zahlreiche Unterstützung ihrer Fans.

ASV Nendingen - SV J. Nürnberg 33:4

Artikel vom 28.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7037, Kommentare: 0

Mit Kantersieg gegen Nürnberg dem Klassenerhalt schon näher

Die Ringer des ASV Nendingen sind ihrem Saisonziel des Klassenerhalts in der 1. Bundesliga ein großes Stück nähergekommen. Im Kampf gegen den SV Johannis Nürnberg haben sie die Franken vor 1100 begeisterten Zuschauern mit nicht weniger als 33:4 Punkten deklassiert. Auch wenn die Nürnberger ihre drei nicht zugelassenen Ausländer hätten einsetzen können, gegen die hochmotivierten Nendinger wären sie am Samstag dennoch chancenlos geblieben. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass der ASV-Kader bestens vorbereitet und hervorragend eingestellt in diese erste Saison in der 1. Liga gegangen ist.
Die mustergültige Präsentation der Kämpfe in der Mühlauhalle und die tolle Unterstützung durch die Fans haben auch diesmal wesentlich dazu beigetragen, dass sich der ASV Nendingen derzeit tatsächlich als erstklassig darstellt.
Wenn man aus der insgesamt überzeugenden Nendinger Mannschaft jemanden hervorheben will, dann müsste man auf jeden Fall Benjamin Raiser und Florian Schwarz nennen. Der begeisternde Kampf von „Lotte“ Schwarz war auch diesmal wieder ein Höhepunkt des Abends. Und was Benjamin Raiser mit seinen drei Siegen in drei Kämpfen ohne jeden Rundenverlust gegen starke Gegner bisher gezeigt hat, ist einfach fabelhaft. Am Samstag musste sogar Tim Schleicher, der diesjährige deutsche Meister und Vize-Europameister der Junioren die physische und psychische Stärke von Benjamin Raiser anerkennen.
In der Klasse bis 55 kg stellten die Nürnberger gegen den ohnehin klar favorisierten Ghenadie Tulbea keinen Gegner. Auch im Schwergewicht kamen die Nendinger durch Andreas Miekeley zu vier Punkten, als er gegen den jungen Alexander Baumeister einen klaren Überlegenheitssieg herausrang. Hatte man damit noch gerechnet, so kam der anschließende Sieg von Benjamin Raiser (60 kg) doch überraschend. Auch wenn die klassische Stilart nicht gerade die Spezialität seines Gegners Tim Schleicher ist, so hatte der in der vorigen Woche doch auch in diesem Stil überzeugt und den finnischen EM-Fünften besiegt. Ein hervorragend eingestellter Benjamin Raiser ließ dem sieggewohnten Nürnberger aber in allen drei Runden keine Siegchance. Wenig Mühe hatte Markus Eichin (96 kg F) mit Fabian Appel. Schneller und beweglicher als in seinen ersten Kämpfen punktete er den Franken klar aus. In einem Kampf, den man vorher für völlig offen gehalten hatte, kam Florian Schwarz (66 kg F) gegen Marco Dürmeier, immerhin Vierter der Junioren-DM, zu einem unerwartet klaren Sieg, mit dem er seine derzeit glänzende Form unterstrich. Den sensationellen Pausenstand von 18:0 baute danach Pavel Burla (84 kg G) mit seinem ersten Saisonsieg weiter aus. Bastian Wohlfahrt lag gegen den stark auftrumpfenden Rumänen schon vor seiner Aufgabe klar im Rückstand. Vom kräfteraubenden Gewichtmachen geschwächt musste Semih Bosyan (66 kg G) den Gästen den einzigen Sieg überlassen. Trotz Gewinns der ersten Runde konnte er Marco Greifelt den knappen Punktsieg nicht streitig machen. Völlig überfordert schien Florian Böhm im Kampf gegen Marc Buschle (84 kg F). Das Nendinger Ass kam in der 2. Runde nach klarer Führung zu einem schnellen Schultersieg. Stark dann auch die Vorstellung von Dominik Hipp (74 kg F). Gegen den mehrfachen früheren deutschen Jugendmeister Mario Besold setzte er sich in allen drei Runden unerwartet deutlich durch. Das Endresultat stellte Adrian Ozsda (74 kg G) mit seinem Sieg gegen Sebastian Krieger her. Die 1. Runde gab er etwas unglücklich ab, dominierte seinen Gegner aber dann sehr deutlich. Mattenleiter Claudio Bibbo bot eine tadellose Leistung.
Am nächsten Wochenende kommen nun auf die Nendinger mit dem Auswärtskampf in Hallbergmoos am Freitag und dem Heimkampf gegen die KG Dewangen/Fachsenfeld zwei schwere Bewährungsproben zu.

ASV Nendingen II - ASV Möckmühl 27:12

Artikel vom 28.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8659, Kommentare: 0

 

Der ASV Nendingen II hat mit einem unerwartet deutlichen Sieg von 27:12 gegen den Mitaufsteiger ASV Möckmühl nach nunmehr drei Erfolgen weiterhin die Tabellenführung inne. Die Gäste kamen nur zu drei Siegen. Die erneut stark aufgestellte Nendinger „Zweite“ ließ aber vor 500 Zuschauern mit Siegen in den letzten 5 Kämpfen keine Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen. Mit ihrem dritten Sieg in Folge überzeugten der in dieser Liga überragende Florin Matei genauso wie Martin Hirt. Aber auch Valentin Lupu, Bastian Bentz und die erstmals eingesetzten Stefan Rutschmann, Philipp Henning sowie Trainer Volker Hirt zeigten bei ihren Siegen erstklassige Leistungen. Wenn die Mannschaft weiterhin so auftrumpfen kann, wird sie im Kampf um Meisterschaft und Aufstieg ein gewichtiges Wort mitreden. Kampfrichter W. Hettinger hatte keine Mühe mit den fairen Kämpfen. Der Kampfverlauf (Nendingen erstgenannt):
55 kg (F): Ömer Keser – Sven Rauhut 0:4 (Schulterniederlage bei 2:0/2:5).- 120 kg (G): Philipp Henning – Markus Egner 4:0 (TÜ 7:0/7:0/3:0). – 60 kg (G): Florin Matei – Mario Beerbaum 4:0 (Schultersieg bei 6:0/6:0/5:0). - 96 kg (F): Cederic Mühlmann – Nedim Ceylan 0:4 (Schulterniederlage bei 1:7/0:4). – 66 kg (F): Timo Schmid – Devran Sahin 0:4 ((TÜ 1:4/0:7/0:7). – 84 kg (G): Volker Hirt – Miroslaw Latusinski 4:0 (TÜ 3:0/5:0/7:0). – 66 kg (G): Valentin Lupu – Philipp Westpfahl 4:0 (Schultersieg bei 6:0/5:0). – 84 kg (F): Bastian Bentz – Wolfgang Klein 3:0 (PS 2:0/2:0/1:1). – 74 kg (F): Stefan Rutschmann – Albert Tonn 4:0 (Schultersieg bei 6:0/6:0/4:0). – 74 kg (G): Martin Hirt – Daniel Vasilenko 4:0 (Aufgabesieg bei 6:0/0:0).

ASV Nendingen - SV Nürnberg / Vorschau

Artikel vom 24.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6892, Kommentare: 0

Großkampftag in der Mühlauhalle – Schlüsselkampf ASV Nendingen gegen SV Nürnberg
Gleich mit drei Mannschaften werden die Ringer des ASV Nendingen am Samstag in der Mühlauhalle einen Großkampftag bestreiten. Im Mittelpunkt steht natürlich das für die Nendinger so wichtige Duell gegen den SV Johannis Nürnberg.
Dieser Kampf hat ohne Frage eine vorentscheidende Bedeutung im Ringen um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga. Und die Nendinger wollen hier natürlich erstmals in dieser Saison als Sieger von der Matte gehen. Doch darf der Gegner aus dem Frankenland keinesfalls unterschätzt werden. Wohl fehlen ihnen die als Verstärkung gedachten ausländischen Neuzugänge. Doch haben sie auch in der letzten Saison nur mit deutschen Ringern den Klassenerhalt geschafft. Überhaupt bilden die Nürnberger ein durchaus sympathisches Gegenmodell zu vielen anderen, überwiegend mit Ausländern gespickten, Bundesligamannschaften. Am letzten Samstag standen allein sechs Ringer im Alter zwischen 16 und 19 Jahren aus dem eigenen Nachwuchs auf der Matte.
Sie werden angeführt von Tim Schleicher, der in diesem Jahr schon besonders erfolgreich war. Im Freistil der Klasse bis 55 kg wurde er in Ehningen deutscher Meister und holte dann bei der Junioren-EM die Silbermedaille. Er hat dieses Jahr schon Ghenadie Tulbea besiegt, wird aber wohl gegen Nendingen in der Klasse bis 60 kg erwartet. Auf diesen Kampf gegen den bisher zwei Mal siegreichen Benjamin Raiser darf man natürlich besonders gespannt sein. Im Fliegengewicht wird wohl der deutsche Jugendmeister Fabian Schmitt antreten und versuchen gegen Ghenadie Tulbea zu bestehen. Auch in der Klasse bis 66 kg kämpfen mit Marco Dürmeier im Freistil (DM-Vierter der Junioren) und Sven Dürmeier (DM-Vizemeister der Junioren) im klassischen Stil zwei Talente, die Florian Schwarz und Semih Bosyan alles abverlangen werden.
Eine relative Schwäche der Nürnberger liegt sicherlich in den vier schweren Gewichtsklassen. Dennoch freute sich ihr Trainer Christian Graupeter nach dem letzten Kampf über „eine tolle Moral“ seiner Ringer und eine Nürnberger Zeitung sprach von einer „Niederlage, die Mut macht“. Aber die Nendinger müssen für diese Begegnung als Favoriten gelten. Gestärkt durch ihr gutes Auftreten in den ersten beiden Kämpfen wollen sie nun am Samstag den ersten Saisonsieg einfahren und einen Grundstein für den Klassenerhalt legen. Vor diesem um 19.30 Uhr beginnenden Bundesligaduell stehen schon die Ringer des ASV Nendingen II ab 17.30 Uhr auf der Matte. Als Tabellenführer treffen sie mit dem Mitaufsteiger ASV Möckmühl auf jene Mannschaft, die ihnen in der Aufstiegsrunde die einzige Niederlage beigebracht hat. Angeführt von Sven Rauhut verfügen die Gäste über eine Mannschaft, die den Gastgebern einen Sieg schwer machen will. Doch die Nendinger „Zweite“ ist dieses Jahr so stark besetzt, dass man den Ringsportfreunden einen Besuch auch dieses Kampfs nur wärmstens empfehlen kann.
Ab 16.30 Uhr schon geht der Nendinger Nachwuchs auf die Matte. Am letzten Samstag wurden die ersten beiden Kämpfe gegen die KG Baienfurt und die TG Stockach gewonnen. Jetzt wollen die vielversprechenden Talente gegen den KSV Wollmatingen die Tabellenführung verteidigen.
Auch diesmal wird der Ringerzug Zuschauer aus dem Donautal und vom Heuberg kostenlos direkt zum Bundesligakampf an die Mühlauhalle bringen. Abfahrt des Zuges ist um 18.30 Uhr in Fridingen. Zusteigmöglichkeiten sind in Mühlheim 18:36, Stetten 18.37 und Nendingen 18.39 Uhr.
 

Mattensplitter 5

Artikel vom 22.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7144, Kommentare: 0

Drei Mannschaften liegen im Augenblick mit je zwei Niederlagen am Ende der Tabelle der 1. Bundesliga Süd. Nicht überraschend mit dabei sind der SV Johannis Nürnberg und der Aufsteiger ASV Nendingen, sehr überraschend allerdings auch der KSV Aalen 05. Und so kann es nicht verwundern, dass die Stimmungen auch sehr unterschiedlich sind. Bei den Nendingern ist nach wie vor eine geradezu euphorische und zuversichtliche Stimmungslage dominierend, weil man sich bisher über Erwarten gut präsentieren konnte. Bei den Nürnbergern, dem nächsten Gegner der Nendinger an diesem Samstag, ist nach der Nichtzulassung ihrer drei ausländischen Neuzugänge die anfängliche Niedergeschlagenheit einer Trotzreaktion des „jetzt erst recht“ gewichen. Obwohl sie sich am Wochenende gegen Hallbergmoos geschlagen geben mussten, sprach eine Nürnberger Zeitung von „einer Niederlage, die Mut macht“. Und Trainer Christian Graupeter bewunderte die Moral seiner Mannschaft und lobte sein junges Team: „Wir haben uns super verkauft“.

Ganz anders die Stimmung beim KSV Aalen 05, der vor der Saison seine Meisterschaftsambitionen unterstrichen hat und gleich neun neue Klasseleute verpflichtet hat. Nach der überraschenden Heimpleite gegen Wacker Burghausen war man vor dem Kampf in Anger noch sehr zuversichtlich. Nach der neuerlichen Niederlage gegen den ersten Gegner der Nendinger ist nun aber offensichtlich Katzenjammer und Sprachlosigkeit eingekehrt. Auch zwei Tage nach dem Kampf war auf ihrer Homepage noch kein Bericht über den Kampf in Anger zu finden.

Gesänge und Sprechchöre von Sportfans können manchmal ja sehr gewöhnungsbedürftig sein. Oft kann man aber auch eher originelle und witzige Parolen hören. Zu dieser Spezies gehört wohl auch das, was die Nendinger ASV-Supporters am Samstag in Freiburg skandierten. Als der Freiburger Viktor Reh im Kampf gegen das Nendinger Ass Marc Buschle eher die Flucht suchte und nur sehr defensiv und zurückhaltend kämpfte, reagierten die Nendinger in Anspielung auf seinen Namen mit dem Sprechchor: “Du willst ein Hirsch sein und bist doch nur ein Reh“:

RKG Freiburg 2000 - ASV Nendingen 19:18

Artikel vom 22.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7046, Kommentare: 0

Um ein Haar hat der ASV Nendingen am Samstag eine Sensation in Freiburg verpasst. Bei ihrer hauchdünnen Niederlage mit 18:19 Punkten gegen die RKG 2000 präsentierten sich die Nendinger Ringer aber noch stärker als im Kampf gegen Anger. Die Freiburger galten nach ihrem Sieg in Hallbergmoos als klare Favoriten, konnten aber den Kampf gegen die lange führenden Nendinger erst im allerletzten Kampf doch noch zu ihren Gunsten wenden. Vor der dürftigen Kulisse von 280 Zuschauern waren es die Gäste, die lange Zeit dominierten. Angepeitscht von den über 100 Nendinger Fans bewiesen die Schützlinge von Trainer Volker Hirt einmal mehr eindrucksvoll, dass sie in der 1. Liga sehr wohl mithalten können. Ghenadie Tulbea, Benjamin Raiser, Florian Schwarz und Marc Buschle gewannen ihre Kämpfe ohne Rundenverlust. Aber auch Markus Eichin, Semih Bosyan, Pavel Burla und Andreas Miekeley holten mit Rundengewinnen wertvolle Mannschaftspunkte. Dass es am Ende doch nicht ganz zur großen Überraschung reichte, lag sicher nicht an den Nendinger Fans, die wieder mit toller Unterstützung ihre Ringer anfeuerten und zeitweise fast eine Heimkampf-Atmosphäre herstellten. Wie schon in der Vorwoche sorgte Ghenadie Tulbea mit einem ganz abgeklärt herausgerungenen Überlegenheitssieg gegen den Bulgaren Stoyko Rusev für einen idealen Start. Andreas Miekely hielt sich gegen den EM-Zweiten Balasz Kiss ganz hervorragend. Er nahm dem Ungar sogar eine Runde ab und verlor nur knapp mit 1:3. Für eine weitere Überraschung sorgte Benjamin Raiser (60 kg). Glänzend eingestellt kam er gegen den polnischen Meister Pawel Kramarz zu einem vorher nicht zu erwartenden 3:0 Sieg. Dramatisch dann auch der Kampf von Markus Eichin (96 kg). Mit letzter Kraft glich er gegen Daniel Bona zum 2:2 Rundengleichstand aus. Fast hätte er auch in der 5. Runde in letzter Sekunde den Sieg noch geschafft, doch so musste er den Kampf gegen den ungarischen Ringer mit 2:3 abgeben. Einen seiner bisher wohl besten Kämpfe machte Florian Schwarz (66 kg) gegen den Bulgaren Rumen Kolev. Taktisch hervorragend eingestellt, konzentriert und überlegt ringend holte er sich alle drei Runden und sorgte für die sensationelle Pausenführung von 13:6 Punkten.              
Danach zeigte Pavel Burla (84 kg) gegen Jury Witt zwar eine Leistungssteigerung und holte sich die erste Runde. Dennoch musste er den Kampf mit 1:3 abgeben. Das gleiche Bild dann auch in der Klasse bis 66kg G. Semih Bosyan gewann Runde eins, musste dann aber doch die Überlegenheit des ungarischen Ringers Ede Komaromi anerkennen. Fast hätte Marc Buschle (84 kg F) dann mit einem 4-Punkte-Sieg gegen Viktor Reh sogar für eine gewisse Vorentscheidung sorgen können. Doch der Freiburger war rein defensiv eingestellt nur auf Schadensbegrenzung bedacht und so fehlten Marc Buschle drei Punkte zum Überlegenheitssieg. Nach verlorener ersten Runde hatte sich Dominik Hipp (74 kg F) sehr gut auf Vitali Wagin eingestellt, kämpfte hervorragend und gab nur drei Punkte zum Stand von 18:15 für Nendingen ab. Die Nendinger Hoffnungen auf einen Sieg oder ein Unentschieden machte dann der Freiburger Eduard Kratz (74 kg G) schnell zunichte. Was immer auch Adrian Ozsda versuchte, sein Gegner hatte die bessere Antwort parat und sicherte mit einem Überlegenheitssieg doch noch den Sieg für seine Mannschaft.       
Für die Nendinger ist diese ehrenvolle Niederlage überhaupt kein Grund die Köpfe hängen zu lassen. Am nächsten Samstag kommt für sie beim Heimkampf gegen den SV J.Nürnberg der vorentscheidende Kampf um den Klassenerhalt, dem sie nach dieser Leistung selbstbewusst entgegenblicken können.

SG Weilimdorf - ASV Nendingen II 17:21

Artikel vom 22.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7225, Kommentare: 0

Einen ganz wichtigen Auswärtserfolg hat die Nendinger „Zweite“ am Samstag gefeiert. Bei der mitfavorisierten SG Weilimdorf holten die hervorragend kämpfenden Nendinger einen vorher nicht unbedingt zu erwartenden Sieg mit 21:17 Punkten. Damit liegen sie nun gemeinsam mit dem VfL Gemmrigheim an der Tabellenspitze und untermauerten ihre Aufstiegsambitionen. Florin Matei, Bernhard Scheuring, Marco Schmid, Bastian Bentz und Martin Hirt sorgten für 5 Siege ohne Rundenverlust. Und dazu gelangen Daniel Reichle und dem jungen Cederic Mühlmann wichtige Rundengewinne, die zum Nendinger Sieg beitrugen. Nach einer überraschenden Niederlage von Valentin Lupu stand der Kampf bis zum Schluss auf der Kippe, bis dann Martin Hirt mit einem knappen Punktsieg für den wertvollen Auswärtssieg sorgte.
Der Kampfverlauf (Weilimdorf erstgenannt): 55 kg (F): Khagani Abasov – A. Maimone 4:0 (TÜ 5:0/7:0/6.0). – 120 kg (G): Andreas Werft – Bernhard Scheuring 0:3 (PN 2:3/1:4/1:5). – 60 kg (G): Stefan Stiber – Florin Matei 0:4 (TÜ 0:6/0:7/0:7). – 96 kg (F): Daniel Möbius – Cederic Mühlmann 3:1 (PS 3:0/1:0/1:3/2:0). – 66 kg (F): Abdullah Eren – Timo Schmid 3:0 (PS 2:0/4:0/3:1). – 84 kg (G): Michael Berner – Marco Schmid 0:4 (TÜ 0:3/0:3/0:5). – 66 kg (G): Dariusz Marszalkowski – Valentin Lupu 4:0 (SS bei 3:4/6:1). – 84 kg (F): Milan Revicky . Daniel Reichle 3:2 (PS 0:1/0:1/2:1/3:0/3:0). – 74 kg (F): Stefan Vogt – Bastian Bentz 0:4 (TÜ 0:7/3:4/1:5). – 74 kg (G): Kevin Strecker – Martin Hirt 0:3 (PN 1:2/1:1/1:1). Endstand 17:21 Punkte.

Bereits vor dem ersten Kampf Bundesligatauglichkeit

Artikel vom 18.09.2008, Autor: Helmut Bucher, Views: 7675, Kommentare: 0

Am ersten Kampftag der Ringerbundesliga stellten die Mitglieder des ASV nachhaltig unter Beweis, dass sie Erstklassik sind. Zehn Stunden bevor die ersten Akteure auf die Ringermatte gingen packten mehr als 30 Freiwillig in der Tuttlinger Mühlau Sporthalle an, um diese in eine moderne Kampfarena zu verwandeln. Bis aufs Kleinste vom Vorsitzenden für Organisation/Verwaltung Rolf Henning ausgeklügelten Plänen wurde die Mühlau Sporthalle für den abendlichen Auftakt in der 1. Bundesliga gerichtet. Ohne Übertreibung was hier auf die Beine gestellt wurde sucht seines gleichen in der ganzen Republik. Es fehlt an nichts. Hochmoderne, auf dem neuesten Stand der Technik, Computer gesteuerte Anzeigetafeln, oder Web-Kameras die das Geschehen auf der Matte in die eigens eingerichteten VIP-Räumlichkeiten übertragen, an alles wurde gedacht. Bundesligareif auch das 48 Seiten umfassende Programmheft "Hüftschwung" mit viel Information für die Fans. Hier hat der Villinger Kai Blandin ganze Arbeit abgeliefert die sich sehen lassen kann. Nicht weniger Aufwendig und informativ die seit Jahren zu Saisonbeginn erscheinende "Ringermatte" für die Bernhard Scheuring und Daniel Reichle als Redakteure verantwortlich zeichnen, mit einem großen farbigen Bilderanhang des Sportfotografen Helmut Bucher der mit seinen packenden Szenefotos auch zur Ausgestaltung des VIP-Bereiches in der Mühlausporthalle beitrug. Seinen Teil trägt auch Webmaster Karl Greiner mit seiner fein und hochaktuell gestalteten ASV Homepage bei. Alles in allem es ist (fast) nicht zu übertreffen was der ASV Nendingen im Vorfeld für die Ringerbundesliga auf die Beine gestellt hat. Dazu kann man nur gratulieren und voller Hochachtung seinen Hut ziehen. Jetzt hoffen die vielen hundert Fans der ASV auf ihre Gladiatoren, daß sie mit dem gleichen Engagement, wie das Umfeld, auf der Matte ihr Bestes geben.
www.hkb-presse.de war mit von der Partie, nach dem Motto: aktuell-pfiffig-professionell
 


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RKG Freiburg 2000 - ASV Nendingen / Vorschau

Artikel vom 18.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7303, Kommentare: 0

Eine äußerst unangenehme Aufgabe wartet auf die Ringer des ASV Nendingen am Samstag in Freiburg. Hatte man im Vorfeld sich noch einige Chancen ausgerechnet, im Breisgau eventuell einen Überraschungscoup zu landen, so haben sich diese Aussichten nach dem glänzenden Auftritt der Freiburger in Hallbergmoos am letzten Wochenende deutlich verschlechtert. Mit ihrem Sieg bei einem der Favoriten hat die RKG ihre diesjährige Leistungsstärke eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das heißt nicht, dass die Nendinger völlig chancenlos sind. Sie werden natürlich genau wie gegen Anger ihr Bestes zu geben. Dabei haben erneut Andreas Miekeley und Markus Eichin in den schweren Gewichtsklassen ganze harte Brocken vor sich. Markus Eichin trifft auf Daniel Bona, den EM-Zweiten von 2006, und Andreas Miekeley hat es mit Balasz Kiss zu tun. Der vorher für Schorndorf startende Ungar war EM-Dritter im letzten Jahr und hat in Hallbergmoos gegen den Olympiadritten von Peking nur ganz knapp verloren. Aber auch in allen anderen Gewichtsklassen haben die Freiburger durchwegs starke Ringer aufzubieten. Zwar gilt Marc Buschle als Favorit gegen Viktor Reh, aber auch der hat beispielsweise bei seinem Sieg beim Großen Preis von Baden-Württemberg in Baienfurt dieses Jahr schon überzeugt. Auch Ghenadi Tulbea hat mit dem Bulgaren Styko Rusev (vorher Ketsch) kein leichtes Spiel. In allen anderen Klassen müssen die Freiburger favorisiert werden. Aber vielleicht können Benjamin Raiser gegen Pawel Kramarz, Florian Schwarz gegen Rumen Kolev, Semih Bosyan gegen Ede Komaromi, Dominik Hipp gegen Vitali Wagin oder Adrian Ozsda gegen Eduard Kratz  für die eine oder andere Überraschung sorgen. Aber auch Pawel Burla hat gegen Jury Witt, der letzte Woche gegen den Olympiateilnehmer Venckaitis nur 0:1 verlor, einen ganz schweren Stand. Die Nendinger Ringer hoffen auf die Unterstützung durch zahlreiche Fans. Vielleicht können sie ja den Kampf in Freiburg stimmungsmäßig zu einem „Heimkampf“ machen. Der Bus fährt ab am Samstag um 14.30 Uhr am Ringerlokal. Anmeldungen sind noch möglich bei Reiner Schilling (Tel 07463  -1394).

SG Weilimdorf - ASV Nendingen II / Vorschau

Artikel vom 18.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7273, Kommentare: 0

Für viele Experten gelten die SG Weilimdorf und der ASV Nendingen II als Favoriten in der Landesliga. Diese beiden Mannschaften treffen nun schon am zweiten Kampftag aufeinander. Beide haben in der Vorwoche mit klaren Siegen überzeugt. Dabei haben die Weilimdorfer mit ihren vielen Neuzugängen bei der KG Kirchheim/Köngen ganz schön aufgetrumpft. Die Nendinger Zweite will aber am Samstag mit einer starken Aufstellung dagegenhalten, so dass ein völlig offener Kampf erwartet werden kann. Die Weilimdorfer haben ihre stärksten Kräfte in Khagani Abbassov (55 kg), Abdullah Eren und Dariusz Marszalkowski (beide 66 kg), Stefan Vogt (74 kg F), Milan Revicki (84 kg F) und Andreas Werft (120 kg). Vielleicht gibt dieser Kampf schon Aufschluss, wie realistisch die Nendinger Aufstiegsambitionen einzuschätzen sind.

Mattensplitter 4

Artikel vom 16.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7021, Kommentare: 0

Das Landgericht Dortmund hat am Freitag einen Antrag auf Einstweilige Verfügung des SV Johannis Nürnberg abgelehnt. Der DRB hatte den Nürnbergern keine Lizenz für ihre neuverpflichteten Ausländer erteilt, da die entsprechenden Anträge nicht ordnungsgemäß eingereicht worden waren. Mit ihrem Antrag wollten die Franken nun doch deren Einsatz erzwingen, scheiterten damit aber auch vor dem Gericht. Damit ist klar, dass die Ungarn Andras Horvath  und Lajos Virag sowie der Rumäne Yvgenyi Valentir in dieser Saison nicht eingesetzt werden dürfen. Trotz zwischenzeitlichen Überlegungen ihre Mannschaft zurückzuziehen, wollen die Nürnberger aber nun die Bundesligasaison mit ihren bisherigen deutschen Ringern durchziehen. Wie schwer das werden wird, ist am letzten Samstag bei der klaren Niederlage gegen  die KG Dewangen deutlich geworden. Die Nürnberger dürfen dennoch aber keineswegs unterschätzt werden. Immerhin haben sie mit dem deutschen Meister Tim Schleicher, der in diesem Frühjahr bei der EM gegen Ghenadi Tulbea gar zum Schultersieg kam, und mit mehreren deutschen Jugendmeistern herausragende Talente in ihren Reihen. Auch ohne Ausländer haben sie im letzten Jahr den Klassenerhalt gegen den TUS Adelhausen geschafft. Der ASV Nendingen ist also gewarnt. Die Chancen auf den Klassenerhalt sind mit dieser Entwicklung natürlich zwar gestiegen. Aber die Nürnberger müssen erst einmal besiegt werden.

KG Baienfurt II - ASV Nendingen II 7:31

Artikel vom 15.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8044, Kommentare: 0

Zum Saisonbeginn hat eine starke zweite Mannschaft des ASV Nendingen als Aufsteiger in die Landesliga gleich einen souveränen Sieg in Baienfurt eingefahren. Auch wenn die Baienfurter zwei Ringer einsetzten, die in der Vorwoche in Tuttlingen noch in der 2. Bundesliga gekämpft hatten, waren sie gegen die gut eingestellte Nendinger „Zweite“ chancenlos. Nur die bundesligaerfahrenen Mir Pejman und Vladimiros Ioakeimidis waren für die Gastgeber siegreich. Auch Marcel Bolduan, der kürzlich gegen den Tuttlinger Manuel Fehrenbach gut gekämpft hatte, musste sich dem eine Gewichtsklasse aufgerückten Dominik Hipp geschlagen geben. Und Valentin Lupu errang gegen Simon Tenhündfeld für Nendingen genauso einen Überlegenheitssieg, wie vor acht Tagen der Tuttlinger Baris Diksu. Auch wenn bei den Nendingern noch Philipp Henning, Daniel Reichle und Bernhard Scheuring fehlten, deuteten sie doch an, dass sie dieses Jahr im Kampf um den nochmaligen Aufstieg mitreden wollen. Der Kampfverlauf (Baienfurt erstgenannt): 55 kg F: Tim Oppenrieder – Ömer Keser 0:4 (Schulterniederlage beim Stand von 0:2/0:5/0:4). – 120 kg G: Vladimiros Ioakeimidis – Fabian Schwarz 4:0 (TÜS).- 60 kg G: Luca Zanutta – Florin Matei 0:4 (Schulterniederlage beim Stand von 1:7/0:6/0:4). – 96 kg F: Manuel Göhring – Cederic Mühlmann 0:4 (Schulterniederlage 1. Runde). – 66 kg F: Mir Pejman – Timo Schmid 3:0 (PS 4:0/2:1/4:0). – 84 kg G: Raldf Grüble – Marco Schmid 0:4 (Aufgabe beim Stand von 1:5/0:6). – 66 kg G: Simon Tenhündfeld – Valentin Lupu 0:4 (TÜN 0:6/0:4/1:4). – 84 kg F: Marcel Bolduan – Dominik Hipp 0:3 (Punktniederlage 1:2/0:1/1:2). – 74 kg F: Louis Wessels – Christian Mayer 0:4 (Schulterniederlage beim Stand von 0:6/0:1/0:4). – 74 kg G: Simon Hamm – Martin Hirt 0:4 (TÜN 0:7/0:6/0:6). Endstand: 7:31. Mattenleiter Waleri Hettinger.

Mattensplitter 3

Artikel vom 14.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6840, Kommentare: 0

Der erste Kampftag in der 1. Bundesliga Süd hat gleich mit zwei faustdicken Überraschungen begonnen. Zwei der klaren Favoriten haben schon zum Auftakt Heimniederlagen einstecken müssen. Der KSV Aalen 05 unterlag unerwartet gegen den SV Wacker Burghausen mit 21:22 Punkten und noch sensationeller ist die Heimniederlage des SV Hallbergmoos, die gegen die RKG Freiburg 2000 mit 16:18 Punkten den Kürzeren zog. Kurios, dass in beiden Begegnungen die Heimmannschaft zwar jeweils sechs Kämpfe gewann, die Gäste bei nur vier Siegen aber durch Rundengewinnen in den verlorenen Kämpfen dennoch die entscheidenden Punkte für den Mannschaftssieg einfahren konnten. Für Nendingen besonders interessant ist natürlich der unerwartet starke Auftritt der Freiburger in Hallbergmoos. Denn der ASV Nendingen ist am kommenden Samstag, 20.September in Freiburg zu Gast und muss sich nun natürlich auf einen noch stärkeren Gegner als eigentlich erwartet einstellen.  Aufmerksam verfolgt man in Nendingen natürlich auch die Auftritte des SV Johannis 07 Nürnberg, der so wie die Nendinger um den Klassenerhalt bangen muss. Wie fast schon erwartet mussten die Nürnberger im ersten Kampf ohne ihre ausländischen Neueinkäufe antreten, für die sie zu spät die Unterlagen für eine DRB-Lizenz eingereicht hatten. So waren sie gegen die KG Dewangen im ersten Heimkampf beim 1:34 völlig chancenlos. 

 

ASV Nendingen - SC Anger 11:24

Artikel vom 14.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6887, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen hat seinen Auftaktkampf in der 1. Bundesliga zwar erwartungsgemäß gegen die Spitzenmannschaft des SC Anger mit 11:24 verloren. Die wichtigere Erkenntnis am Samstag in der mit 1 300 Zuschauern ausverkauften Mühlauhalle aber war, dass man durchaus auch gegen ein solches mit Weltklasseathleten gespickten Team bestehen kann. Nach einem furiosen Start mit zwei Siegen in den leichten Gewichtsklassen und einem Gleichstand von 9:9 Punkten zur Pause dachte wohl sogar manch einer an die Möglichkeit einer kleinen Sensation. Die Bayern rückten aber nach der Pause mit 5 Siegen die Maßstäbe doch wieder zurecht und sicherten sich routiniert den verdienten Sieg. Aber auch sie kamen nicht umhin, nach dem Kampf dem Aufsteiger ihre Anerkennung auszusprechen. „Einen so tollen Rahmen eines Bundesligakampfes habe ich in den letzten Jahren nicht erlebt“, zeigte sich Gästetrainer Christian Kloucek schwer beeindruckt. Doch es war nicht nur das fantastische Ambiente in der proppenvollen Halle, das den Nendingern so viel Lob einbrachte, sondern es war auch die Leistung der Ringer auf der Matte, die überzeugte. Vor allem in der ersten Hälfte des Abends wurde die Stimmung geradezu euphorisch, als in den ersten 5 Kämpfen kein Unterschied zwischen dem letztjährigen Spitzenreiter der Bundesliga und dem Aufsteiger festzustellen war.
Einen geradezu optimalen Einstieg in die Nendinger Mannschaft feierte der moldawische Neuzugang Ghenadi Tulbea im Fliegengewicht. Zwar musste er die 2. und 4. Runde gegen seinen sieggewohnten bulgarischen Gegner Krasimir Krastanov abgeben. Im 5. Durchgang aber ließ er mit zwei spektakulären Beinangriffen sein Können aufblitzen und zwang den Angerer im Jubelsturm der Zuschauer sogar auf die Schultern. Auch Andreas Miekeley (120 kg G) zeigte gegen den Estländer Heiki Nabi, Weltmeister 2006, eine absolute Klasseleistung und gab sich in allen drei Runden nur jeweils knapp geschlagen. Für eine weitere Steigerung der Stimmung sorgte dann Benjamin Raiser (60 kg G). In der letzten Saison hatte er gegen Christopher Geiger (damals noch Mietraching) zwei Niederlagen einstecken müssen. Diesmal brannte er auf Revanche und ging entsprechend motiviert auf die Matte. Dass er aber alle drei Runden für sich entscheiden würde, das hatte er wohl selbst nicht erwartet. Auch Markus Eichin 96 kg F) knüpfte nahtlos an das tadellose Auftreten seiner Mannschaftskollegen an. Der „Bär von Gresgen“ zeigte keinerlei Respekt vor Gergely Kiss, dem ungarischen Olympia-Achten von Peking und unterlag nach starkem Kampf nur mit 4:6 Punkten.
Ein Hohepunkt des Abends war zweifellos die Begegnung zwischen Florian „Lotte“ Schwarz und Alexander Kropf, der eben aus Split von der Militär-WM zurückgekehrt war. In einem begeisternden Kampf zweier wieselflinker und technisch versierter Leichtgewichtler unterlag der Nendinger nur denkbar knapp in der 5. Runde. Mit einem riskanten Angriff geriet er zwar in der 2. Runde an den Rand einer Schulterniederlage. Mit einer spektakulären Aktion drehte er aber dann in der folgenden Runde einen Rückstand von 0:2 in letzter Sekunde in einen Rundensieg mit 3:2. Auch wenn es dann zum Sieg nicht ganz reichte, „Lotte“ hatte das Publikum wieder mal voll überzeugt.
Aus der Euphorie wurde nach der Pause aber schnell wieder nüchterne Realität. Zwar kämpften auch hier die Nendinger mit vollem Einsatz und Engagement. Ihre Gegner zeigten sich aber doch einen Tick cleverer und abgeklärter. Pavel Burla (84 kg G) unterlag gegen Bernhard Mayr genauso mit 0:3 wie anschließend Semih Bosyan gegen Heinz Marnette (66 kg G). Trotz aller Bemühungen des Nendingers, gegen die spektakulären Ausheber des diesjährigen deutschen Meisters und Dritten der Militär-WM vor einer Woche war auch ein Semih Bosyan in Bestform machtlos.
Marc Buschle (84 kg F) wusste aus manchen gemeinsamen Trainingseinheiten nur zu gut, welches Kaliber er mit dem polnischen Meister und Olympiastarter Radoslaw Horbik vorgesetzt bekam. Der Pole machte nach Meinung des Angerer Trainers seinen wohl besten Kampf in der Liga bisher und war immer wieder etwas schneller und cleverer. So musste das Nendinger Ass eine denkbar knappe Niederlage einstecken, die sicherlich auch mit seiner durch eine Ellbogen-OP bedingten Trainingspause erklärt werden muss. Bastian Bentz (74 kg F) ging nach guter Leistung gegen Stefan Koch zwar mit 2:1 Runden in Führung, musste sich dann aber letztlich doch knapp mit 2:3 geschlagen geben. Auch bei Adrian Ozsda (74 kg G) hatte man auf einen Rundengewinn gehofft. Doch der ungarische Klassemann Levente Füeredy zeigte sich in der Bodenlage dann doch einen Tick stärker und setzte sich in allen drei hart umkämpften Runden knapp durch.
Auch wenn er die Nendinger Fans nicht mit allen Entscheidungen überzeugen konnte, zeigte Mattenleiter Ralf Schick (Ettenheim) eine souveräne Leistung. Als Fazit dieses denkwürdigen Abends bleibt festzuhalten. Die Sensation ist zwar ausgeblieben. Der ASV Nendingen ist aber dennoch durch die Art und Weise der Präsentation dieser Veranstaltung und durch das engagierte Auftreten seiner Ringer gegen einen „Goliath“ ein absoluter Gewinner dieses Saisonauftakts.
 

ASV Nendingen - SC Anger / Vorschau

Artikel vom 10.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6903, Kommentare: 1

„Jetzt geht’s los“ – ASV Nendingen – SC Anger

Das Warten hat ein Ende. An diesem Samstag, 13. September, steigt nun der mit Hochspannung erwartete Auftakt zur 1. Bundesliga. Der ASV Nendingen als Aufsteiger empfängt dabei mit dem SC Anger gleich eine ganz hochkarätige Mannschaft. Die Bayern waren im letzten Jahr gemeinsam mit dem KSV Aalen mit 24:4 Punkten Spitzenreiter der 1. Bundesliga Süd. Und sie haben sich für diese Saison noch einmal enorm verstärkt. Wenn die Gäste mit ihrer stärksten Auswahl antreten, wird es am Samstag für die Nendinger nicht viel zu erben geben. Nicht weniger als fünf Ringer des SC Anger waren beispielsweise in Peking bei den Olympischen Spielen im Einsatz. Dazu kommen weitere Spitzenleute wie ihr Neuzugang Heinz Marnette, amtierender deutscher Meister und in der vergangenen Woche Bronzemedaillengewinner bei der Militär-WM in Split.
Ob alle diese Weltklasseleute in der Mühlauhalle tatsächlich auf der Matte stehen, wird man sehen. Aber auch wenn der eine oder andere nicht eingesetzt wird, der Kader der Bayern ist so stark, dass die Nendinger auf jeden Fall in jeder Gewichtsklasse auf absolute Klassegegner treffen werden. Volker Hirt hat aber mit seinen Mannen in der Vorbereitungsphase alles versucht. Alle sind topfit und hochmotiviert. Und mit der lautstarken Unterstützung der Fans wird vielleicht manch einer über sich hinauswachsen und für eine Überraschung sorgen.
Die endgültige Besetzung des ASV stand allerdings eine Woche zuvor noch nicht fest, denn in einigen Gewichtsklassen hat Volker Hirt erfreulicherweise die Qual der Wahl.
Im Fliegengewicht kann man auf den ersten Einsatz des moldawischen Neuzugangs Ghennadie Tulbea gespannt sein. Der frühere Europameister hat es aber vermutlich mit dem Bulgaren Krasimir Krastanow gleich mit einem ganz harten Brocken zu tun, der ihm alles abverlangen wird. Über 60 kg kann Anger gegen Benjamin Raiser oder Valentin Lupu den Dänen Anders Nyblom aufbieten, der in Peking nur am Bronzemedaillengewinner scheiterte. Florian Schwarz (66 kg F) bekommt es entweder mit dem Polen Michal Malkewicz oder mit Alexander Kropf zu tun, der letzte Woche bei der Militär-WM im Einsatz war. Dort in Split war auch Heinz Marnette mit einem 3. Platz sehr erfolgreich. Der diesjährige deutsche Meister stellt Semih Bosyan (66 kg G) natürlich vor eine ganz gewaltige Herausforderung. In der Klasse bis 74 kg F vermeldet Anger den bulgarischen Neuzugang Nikolai Paslar, der eine bisherige leichte Schwäche in dieser Klasse beheben soll. Für Dominik Hipp oder Bastian Bentz wird das ein echter Prüfstein sein. Einen ganz starken Eindruck machte Adrian Ozsda (74 kg G) im Training. Auf seinen Kampf mit Tamas Lörincz, Olympia-Achter in Peking, kann man also sehr gespannt sein. Höhepunkt des Abends könnte die Begegnung zwischen Marc Buschle (84 kg F) und dem polnischen Olympiateilnehmer Radoslaw Horbik werden. Er zählt zur europäischen Spitze und wird nur schwer zu besiegen sein. Auch in den drei oberen Gewichtsklassen wird es für Nendingen sehr schwer. Der Neuzugang Pavel Burla (84 G) trifft wohl auf Bernhard Mayr, und Markus Eichin (96 F) und Andreas Miekeley (120 G) haben es mit den Ungarn Gergely Kiss und Otto Aubeli zu tun, die beide in Peking sich als Achte glänzend platzierten.
Schon diese Aufstellung zeigt, vor welch großer Hürde die Ringer des ASV Nendingen stehen. Überspitzt könnte man sagen, hier trifft eine ehrgeizige Dorfmannschaft auf eine routinierte Weltklasseauswahl. Die Zeit der Seriensiege der letzten Jahre ist vorbei. Jetzt kommt die Zeit, in der jeder erkämpfte Punkt, jede gewonnene Runde und dann vielleicht doch auch der eine oder andere Sieg als Erfolg bejubelt werden kann. Mit ihren treuen Anhängern im Rücken werden die ASV-Ringer sicherlich ihr Bestes geben.
Die Verantwortlichen des ASV haben im Vorfeld schon ihr Möglichstes getan, um in der Mühlauhalle den geeigneten Rahmen für die Erstligakämpfe zu schaffen. Ein hoffentlich sehr zahlreiches Publikum wird dann sicherlich das Seine tun, um für die nötige Stimmung in der Halle zu sorgen. Kampfbeginn ist um 19.30 Uhr. Pünktlich um 19.20 Uhr werden aber schon die Mannschaften zur Vorstellung einmarschieren.
 

Auftakt auch für ASV Nendingen II

Artikel vom 10.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7047, Kommentare: 0

Auch die „Zweite“ des ASV Nendingen steigt am kommenden Samstag, 13. September, in die neue Saison ein. Nach dem Aufstieg in die Landesliga beginnt nun eine hochinteressante Saison, in der einige starke Gegner erwartet werden. Von der Erweiterung des Ringerkaders dürfte die Mannschaft besonders profitieren, da sie durch den Austausch von Ringern aus der ersten und zweiten Mannschaft viel mehr Alternativen hat und enorm an Kampfkraft gewonnen haben dürfte. Zu den Stammkräften und Leistungsträgern dürften wohl unter anderem Martin Hirt, Stefan Rutschmann, Daniel Reichle, Bernhard Scheuring und Marco Schmid zählen. Aber auch der eine oder andere Nachwuchsringer wird hier seine Chance erhalten. Zum Auftakt muss man am Samstag nach Baienfurt reisen, wo gegen die KG Baienfurt II möglichst ein Sieg eingefahren werden soll. Kampfbeginn in Baienfurt ist um 17.30 Uhr.

Mattensplitter 2

Artikel vom 10.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7184, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen ist stolz darauf, mit Natalie Greiner eine der jüngsten Kampfrichterinnen in Deutschland aufbieten zu können. Die 20-Jährige war bisher schon bei mehreren Jugendturnieren im Einsatz. Am Samstag hatte sie nun ihre erste große Bewährungsprobe in der Mannschaftsrunde der Aktiven. Beim Kampf in der Bezirksklasse zwischen dem AB Wurmlingen und dem KSV Tennenbronn III ließ sie sich keine Nervosität anmerken. Die Tochter des ASV-Webmasters zeigte eine souveräne Leistung und leitete die Begegnung ohne Probleme. Glückwunsch Natalie!

Marc Buschle, der Starringer des ASV Nendingen, ist derzeit bei der Militär-WM im kroatischen Split im Einsatz. Nach einem leichten operativen Eingriff konnte er zwar nicht selbst auf die Matte, hatte aber eine wichtige Aufgabe als Betreuer der deutschen Ringer. Er wird am Dienstag zurückkehren und brennt genauso wie seine ASV-Mannschaftskollegen auf seinen ersten Kampf in der 1. Bundesliga im Trikot des ASV Nendingen am 13. September.
 

Mattensplitter 1

Artikel vom 05.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7093, Kommentare: 0

Wie das Sportgericht des DRB diese Woche mitteilte, ist ein Verwaltungsentscheid vom 10. Juli aufgehoben. Danach darf der KSV Aalen 05 doch all seine Neuerwerbungen ab 13.09. in der Bundesliga einsetzen. Ursprünglich hatte der DRB beanstandet, dass die Aalener mehrere ihrer Zugänge, darunter auch Andreas Deberny (früher ASV 97 Tuttlingen), nicht rechtzeitig an- oder abgemeldet hätten.

Heinz Marnette (SC Anger) hat am Mittwoch bei den Militärweltmeisterschaften die Bronzemedaille geholt. Der diesjährige deutsche Meister kehrte zur neuen Saison von Ketsch zu seinem Heimatverein zurück. Er wird am kommenden Samstag, 13. September, in der Mühlauhalle in der Klasse 66 kg G für seinen neuen Verein gegen den ASV Nendingen auf der Matte stehen.

Auch unsere Zweite ist im Kommen

Artikel vom 05.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6959, Kommentare: 0

Natürlich gilt auch in der Saison 2008 das Hauptaugenmerk unserer Bundesligamannschaft. Aber viele Ringsportfreunde werden in diesem Herbst mit verstärktem Interesse die Kämpfe unserer „Zweiten“ verfolgen. Ihr ist ja der Aufstieg in die Landesliga gelungen und sie hat es hier mit einigen starken Mannschaften zu tun. Und dann wird sie ja auch durch die Erweiterung unseres Kaders in dieser Runde noch viel stärker auftreten können als im vergangenen Jahr.
Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga wurde 2007 hinter dem StTV Singen der 2. Platz erreicht, der zur Aufstiegsrunde berechtigte. Dabei konnte man starke Mannschaften wie den KSV Gottmadingen oder den SV Dürbheim hinter sich lassen. Wenn man einzelne Ringer herausheben will, dann muss man sicher unter anderem Stefan Rutschmann, Martin Hirt und Marco Schmid nennen, die maßgeblich und zuverlässig zu den Erfolgen beigetragen haben. In einzelnen Kämpfen und vor allem in der Aufstiegrunde waren aber auch Routiniers wie Andreas Kosing, Orhan Bolat oder Daniel Reichle wichtige Erfolgsgaranten. Aber auch alle anderen der insgesamt 21 in der 2.Mannschaft eingesetzten Ringer hatten ihren Anteil, dass mit dem Triumph in der Aufstiegsrunde gegen den ASV Möckmühl, die KG Kirchheim/Köngen und ASV Schorndorf II der Aufstieg perfekt gemacht werden konnte.
Jetzt kommt auf die „Zweite“ natürlich eine noch stärkere Herausforderung zu. Der letztjährige Dritte der Landesliga, der VfL Gemmrigheim, vor allem aber die SG Weilimdorf, die sich ganz enorm verstärkt hat, könnten die härtesten Gegner werden. Aber auch die Bezirksderbys mit der KG Baienfurt II und dem AV Hardt haben ihre besonderen Reize.
Durch die Verstärkung unseres Bundesligakaders wird es in dieser Saison sicherlich zu einem häufigen Austausch von Ringern zwischen der 1. und 2. Mannschaft kommen, abhängig beispielsweise vom Stilartwechsel in Vor- und Rückrunde. Und sicherlich wird auch der eine oder andere unserer erfolgreichen Jugendringer seine Chance in der „Zweiten“ erhalten.
Kurzum, es ist sicher kein Geheimtipp, wenn man den Ringsportfreunden den Besuch der Kämpfe unserer „Zweiten“ wärmstens empfehlen kann.
 

Ringer des ASV Nendingen holen sich den letzten Schliff

Artikel vom 03.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6756, Kommentare: 0

Trainingslager mit den Schweizer Freunden der RS Kriessern

Die heiße Phase der Saisonvorbereitung des ASV Nendingen hat längst begonnen. Nach einem Trainingslager in Kriessern im Juli, intensiven Trainingsabenden in Nendingen, dem Wettkampftest beim internationalen Turnier in Kriessern vor zwei Wochen wollen sich die Ringer des Kaders für die Bundes- und Landesliga nun den letzten Schliff in einem Trainingswochenende mit den Schweizer Freunden aus Kriessern holen.
Trainer Volker Hirt ist zur Zeit hochzufrieden mit Trainingsbesuch, Einsatz und Form seiner Ringer. Wer mal beim ASV-Training dabei war, konnte sich ein Bild davon machen, wie hart und engagiert hier gearbeitet wird. Kein Wunder, dass das Nendinger Ringerlokal auch immer wieder Ringer aus Tuttlingen oder Taisersdorf für ihre Saisonvorbereitung angezogen hat.
An diesem verlängerten Wochenende sind nun die Ringerfreunde aus Kriessern hier in Nendingen zu Gast. Auch sie befinden sich in der unmittelbaren Vorbereitung für ihre Saison in der Nationalliga A. Mit zwölf Ringern hat sich praktisch ihr ganzer Erstligakader angemeldet. Und sie werden genau so wie ihre Nendinger Gastgeber vom gemeinsamen Training mit qualifizierten Partnern auf der Matte profitieren.
Die erste gemeinsame Einheit auf den Matten in der alten Nendinger Festhalle ist schon für Donnerstag abends geplant. Am Freitag ist nach einem speziellen Training der Schweizer am Vormittag und einem Ausflug auf die Kartbahn in Rottweil dann am Abend eine zweite gemeinsame Trainingseinheit angesetzt. Nach einem weiterem Training am Samstagvormittag sind für den Nachmittag durchaus auch Zuschauer eingeladen, die sich ab 15.30 Uhr ein Bild davon machen können, mit welcher Intensität die Trainingswettkämpfe bestritten werden. Für Volker Hirt bringt das natürlich auch noch eine weitere Gelegenheit, nach seinen Eindrücken dann die Mannschaften für den Auftakt in der Bundes- wie auch in der Landesliga für den 13. September festzulegen. Denn mit dem erweiterten Kader hat er in verschiedenen Gewichtsklassen mehrere Optionen, die er je nach Form und Gegner nutzen kann.
Diese Saison 2008 bringt also nicht nur bei der ersten Mannschaft in der Bundesliga sondern auch in der wesentlich verstärkten zweiten Mannschaft in der Landesliga für die Ringsportfreunde die Gewähr für hochklassige und engagierte Kämpfe auf der Matte. Das Trainingswochenende wird übrigens am Samstagabend mit einem Besuch des Kampfes der Tuttlinger in der 2. Bundesliga und einer regenerativen Einheit im TuWass am Sonntagmorgen abgeschlossen.

 

Ausblick auf die 1. Bundesliga 2008

Artikel vom 01.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6917, Kommentare: 0

2005 Oberliga – 2006 Regionalliga – 2007 dann 2. Bundesliga - und 2008 nun 1. Bundesliga. Der direkte Durchmarsch des ASV Nendingen von der Oberliga in die 1. Bundesliga mutet geradezu traumhaft an. Was aber jetzt in dieser Saison auf unseren Verein zukommt, ist allerdings nichts für Träumer sondern nur für nüchterne Realisten. Man braucht sich nur einmal die mit internationalen Assen gespickten Kaderlisten der meisten Vereine anzusehen, um zu erkennen, dass der ASV Nendingen hier trotz aller Verstärkungen ein Aschenputtel unter diesen Supermannschaften ist. Aalen und Hallbergmoos beispielsweise haben in ihrem Kader je 10 Ringer, die schon Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften gewonnen haben. Da müssen wir Nendinger schon ganz bescheiden sein. Aber wir wissen ja aus den Märchen, dass auch ein Aschenputtel nicht ganz chancenlos ist.
Erklärtes Ziel wird es natürlich sein, den Klassenerhalt zu schaffen. Dafür aber finanzielle Risiken einzugehen und seine eigene Identität völlig aufzugeben, kam für die Verantwortlichen des Vereins nicht in Frage. Dass andererseits ohne gezielte und maßvolle Verstärkungen der Klassenerhalt utopisch wäre, ist offensichtlich. Mit dem bodenständigen Schwarzwälder Markus Eichin (bisher Adelhausen) ist die Lücke im Freistilschwergewicht geschlossen worden. Für die Klasse bis 55 kg im Freistil konnte der Moldawier Ghenadie Tulbea (bisher Germania Weingarten) verpflichtet werden und der Rumäne Pavel Burla (84 kg G) bietet eine Option für Tauschmöglichkeiten in den mittleren Klassen. Dazu kommt noch mit Valentin Lupu (bisher Tuttlingen) ein alter Bekannter, der ja schon seit Jahren in Nendingen trainiert und für die Klassen bis 60 und 66 kg Alternativen in der 1. und 2. Mannschaft bildet.
Mit diesen Kaderergänzungen wird die Mannschaft homogener und kann mögliche verletzungsbedingte Ausfälle leichter verkraften. Auch wird es nun zu einer engeren Verzahnung zwischen der 1. und der 2. Mannschaft kommen, von der letztlich beide profitieren werden. Aber auch die Ringsportfreunde dürfen sich in dieser Saison auf hochkarätige Kämpfe mit Weltklasseathleten freuen. Auch wenn nicht mehr so viele Siege bejubelt werden können, rechnen die Ringer in dieser Saison doch wieder mit der leidenschaftlichen Unterstützung ihrer Anhänger. Vor allem die ASV-Supporters waren in den letzten Jahren Garanten für tolle Stimmung und Anfeuerung unserer Ringer. Gerade jetzt unter den veränderten Bedingungen in der rauen Luft der 1. Liga und in der Tuttlinger Mühlauhalle sind unsere Athleten auf die Unterstützung der Zuschauer angewiesen. Nur so wird es vielleicht möglich sein, das kleine Wunder Klassenerhalt zu schaffen.

Ein Blick auf unsere Gegner:

SC Anger
Schon unser Gegner im ersten Heimkampf ist ein ganz harter Brocken. Der SC Anger war im letzten Jahr gemeinsam mit dem KSV Aalen mit 24:4 Punkten Spitzenreiter der 1. Bundesliga Süd. Neben einigen starken heimischen Ringern, wie dem deutschen Meister Heinz Marnette, haben sie 10 ausländische Eliteringer, darunter viele Ungarn, im Kader. Unter ihnen ragt der Bulgare Krasimir Krastanov (55 kg), und die Olympiastarter Anders Nyblom (55/60 G). Tamas Lörincz (1. EM 2006, 66 G)), Radoslaw Horbik (84 kg F), Gergely Kiss (96 kg F), Otto Aubeli (120 kg 3.WM2005) sowie auch Heiko Nabi (Weltmeister 2006) heraus..

RKG Freiburg 2000
Auch im zweiten Kampf in Freiburg wird es ganz schwer werden. Die Breisgauer, im letzten Jahr Tabellenfünfter, verfügen über eine sehr ausgeglichene Mannschaft und haben sich zur neuen Saison noch weiter verstärkt. Unter anderem kamen in den beiden oberen Gewichtsklassen mit dem bisherigen Schorndorfer Balasz Kiss (3.EM 2007) und dem früheren Haslacher Raimund Schulnies zwei in Nendingen wohlbekannte Ringer dazu. Vom bisherigen Stamm sind Eduard Kratz(74 kg G), der in der Bundesliga lange unbesiegt war, und Daniel Bona (2.EM 2006) besonders zu beachten.

SV Johannis Nürnberg
Die Franken haben 2007 mit einem Sieg gegen Adelhausen nur mit deutschen Ringern den Klassenerhalt geschafft. Aber auch sie haben sich nun mit einigen Ungarn wie Andras Horvath und Lajos Virag (2.WM 2005) verstärkt und wollen so Platz 5 in dieser Saison erreichen. Aber Nendingen fühlt sich hier nicht chancenlos, auch wenn die Nürnberger Mannschaft um den deutschen Meister Tim Schleicher (55 kg – 2.Junioren-EM 2008) nur schwer zu schlagen sein wird.

SV Siegfried Hallbergmoos
Die Oberbayern waren letztes Jahr Tabellendritter und wollen nun aber Aalen und Anger im Kampf um die Spitze Paroli bieten. Dafür wurde ein hochkarätiger Kader zusammengebastelt, in dem mindestens 10 Ringer für ihr Heimatland viele internationale Medaillen erkämpften und einige auch in Peking am Start waren.. Dazu gehören beispielsweise Jarkko-Ala Hukku (1.WM 2007), Akos Wöller (2.EM 2005), Valderamas Venckaitis (3. WM 2007), Mindaugas Ezerkis (3.WM 2007) sowie Mindaugas Mizgaitis (120 G), der in Peking die Bronzemedaille gewann.

KG Dewangen-Fachsenfeld
Mit der KG trifft man hier zwar auf einen in Nendingen altbekannten Verein, doch an viele Namen in der Mannschaft wird man sich erst gewöhnen müssen. Nicht weniger als 6 neue ausländische Ringer hat Dewangen für diese Saison verpflichtet, was zeigt, dass die KG diesmal höhere Ambitionen hat als Platz 6 im Vorjahr. Von den bisherigen Stammringern sind Paul Penner (55 kg), Ronny Sauter (74 kg) und Halil Meral (84 kg) in Nendingen gut bekannt. Am stärksten einzuschätzen sind aber die EM-Medaillengewinner Edward Barsegian. Lukas Goral, Rares Chintoan, der von Aalen zum Nachbarn gewechselt ist, und natürlich vor allem der überraschende Olympiasieger von Peking Andrea Minguzzi (84 G).

KSV Aalen 05
Es ist schon erstaunlich, welche Supermannschaft Aalen drei Jahre nach der finanziellen Pleite aufbieten kann. Man braucht sich nur auf der Homepage des KSV die Präsentation des Kaders mit seiner Fülle von internationalen Top-Platzierungen ansehen, um zu erkennen, dass der vielfache deutsche Mannschaftsmeister Aalen in dieser Saison wieder im Kampf um die deutsche Meisterschaft ganz vorne mitmischen will.
Bei der Fülle von wohlklingenden Namen tut es gut, dass mit Patric Nuding wenigstens ein vertrauter Aalener Name unter den 20 Ringern auftaucht. Aber ansonsten wimmelt es im Aalener Kader nur so von ausländischen Stars, von denen hier nur Vasyl Fedorishin (1.EM 2008 und Silbermedaille in Peking), Kiril Terziev (Bronze in Peking), Nikolay Gergov (1.EM 2007) und der absolute Superstar David Musulbes als vielfacher Welt- und Europameister sowie Olympiasieger genannt werden sollen.

SV Wacker Burghausen
Die Bayern gehörten 2007 mit 20:8 Punkten zu den Top 4 dieser Liga. Auch dieses Jahr dürften sie mit einer noch stärkeren Mannschaft ihr Saisonziel, das Achtelfinale, durchaus erreichen. Zu ihren wichtigsten Leistungsträgern gehören Peter Bacsi (1.EM 2008), Miroslav Geshev (2.EM 2004), Theodoros Tounousidis und David Otiashvili als mehrfache EM- und WM-Medaillengewinner.
 

ASV Jugend in Kriessern erfolgreich

Artikel vom 24.08.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6280, Kommentare: 0

Nicht nur die Aktiven des ASV Nendingen sind am Wochenende in Kriessern im Einsatz gewesen, sondern auch die ASV-Jugendmannschaft hat beim parallel ausgetragenen Turnier um den 21. Raiffeisencup einen erfolgreichen Wettkampftest absolviert. Verstärkt durch zwei Jugendliche des KSV Gottmadingen traf der Bundeliganachwuchs dabei auf starke Gegner aus der Schweiz und Österreich, unter ihnen auch einige regionale Auswahlmannschaften. Nach zwei Siegen gegen eine Auswahl aus Vorarlberg und gegen die KG Winterthur/Weinfelden unterlagen die Nendinger Talente zwar in den nächsten vier Kämpfen jeweils knapp, konnten aber dennoch durchweg überzeugen. „Mit dem 5. Platz in diesem Klassefeld und den gezeigten Leistungen bin ich rundum zufrieden“, konnte Nachwuchstrainer Semih Bosyan positiv bilanzieren.

Yunus Bakir und Tim Baur gewannen dabei sogar alle ihre Kämpfe. Dasselbe Kunststück gelang auch Luca Herold auf der Matte, doch wegen leichtem Übergewicht konnten seine Siege nicht anerkannt werden. Sehr erfolgreich waren auch Robin und Steffen Baur, die nur jeweils einmal unterlagen. Hervorragend hielten sich aber auch alle anderen eingesetzten Ringer und vor allem auch Pascal Lang, der es mit durchwegs wesentlich schwereren Gegnern zu tun hatte. Genauso wie die Bundesligaringer scheint also auch der ASV-Nachwuchs gut auf die anstehende Mannschaftsrunde vorbereitet zu sein.

ASV Nendingen gewinnt Grenzlandturnier in Kriessern

Artikel vom 24.08.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7205, Kommentare: 0

Mit einem Sieg beim glänzend besetzten 43. Internationalen Grenzlandturnier in Kriessern (Schweiz) haben die Ringer des ASV Nendingen am Wochenende ihren Formtest vor Beginn der Bundesligasaison eindrucksvoll bestanden. „Nendingen war eine Klasse für sich“ überschrieben die Gastgeber ihren Bericht von diesem Turnier, bei dem unter anderen alle sechs Mannschaften der Schweizer Nationalliga A am Start waren. Mit 13 Aktiven-Mannschaften und sieben Jugendteams war die Beteiligung so groß wie noch nie. Wie die Organisatoren der gastgebenden RS Kriessern aber die insgesamt 52 Mannschaftskämpfe und 450 Einzelkämpfe auf vier Matten im Festzelt abwickelten, verdient allerhöchsten Respekt und Anerkennung. Aber auch ASV-Trainer Volker Hirt hatte allen Grund mit seinen Schützlingen hochzufrieden zu sein. „Alle haben sich hervorragend geschlagen, gute Form gezeigt und mit toller Einstellung gekämpft.“ Das war schon in den Gruppenkämpfen am Samstag deutlich zu sehen, als gegen die RR Brunnen und den SC Isaria Unterföring jeweils alle neun Einzelkämpfe gewonnen wurden. Und auch im dritten Kampf gegen die RS Freiamt wurde nur ein Kampf abgegeben, als Adrian Ozsda sich nach klarer Führung verletzte und aufgeben musste. Aber auch ohne ihn demonstrierten die Nendinger am Sonntag in den Endkämpfen gegen die beiden anderen Gruppensieger ihre klare Überlegenheit. Gegen die gastgebende RS Kriessern als Pokalverteidiger revanchierte sich der Bundesligaaufsteiger eindrucksvoll mit 22:13 für die knappe Vorjahresniederlage. Und auch im zweiten Endkampf gegen den amtierenden Schweizer Meister RC Willisau kamen die Nendinger bei ihrem Sieg mit 26:11 nie in Bedrängnis. Und so konnte der im Vorfeld von Volker Hirt geforderte Pokalgewinn dann auch tatsächlich von seinen Ringern und den zahlreichen ASV-Anhängern begeistert gefeiert werden. Genau 40 Jahre nachdem 1968 erstmals die damalige Nendinger Bundesligamannschaft um den heutigen Vorsitzenden Reiner Schilling in Kriessern triumphiert hatte, konnte der begehrte Pokal wieder an die Donau geholt werden. Mit Florin Matei, Benjamin Raiser, Florian Schwarz, Semih Bosyan und Bastian Bentz gewannen fünf Ringer sogar alle ihre sechs Kämpfe. Besonders zufrieden war Volker Hirt aber auch mit den beiden Neuzugängen Markus Eichin und Pavel Burla, die gegen starke Gegner nur je einen Kampf verloren geben mussten. Gut hielten sich auch die Ringer von ASV Nendingen II, die in einer gemischten Mannschaft mit der KG Gottmadingen zwar in ihrer Gruppe gegen ihre schweizerischen und österreichischen Erstliga-Gegner chancenlos waren, aber beispielsweise durch Martin Hirt, Daniel Reichle und Marco Schmid zumindest zu Einzelsiegen kamen. Als Fazit von Kriessern bleibt festzuhalten, dass drei Wochen vor Beginn der Bundesligasaison am 13. September die Ringer des ASV Nendingen für die anstehende Herausforderung durch vermutlich übermächtige Gegner nach besten Kräften gerüstet zu sein scheinen.


Bild: Karle Greiner

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20 Olympiateilnehmer gegen ASV Nendingen

Artikel vom 21.08.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6128, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen kann sich in der am 13. September beginnenden Bundesligasaison auf Weltklassegegner freuen. Nicht weniger als 20 Teilnehmer der Olympischen Spiele in Peking stehen in den Kadern der Mannschaften, die Nendingen im Herbst in der Mühlauhalle auf der Matte erwartet. Darunter befinden sich auch vier Medaillengewinner. Der für den TSV Dewangen startende Italiener Andrea Minguzzi errang überraschend die Goldmedaille in der Klasse bis 84 kg im griechisch-römischen Stil. Und im freien Stil holte der beim KSV Aalen unter Vertrag stehende Ukrainer Vasyl Fedorishin (60 kg) die Silbermedaille und sein bulgarischer Vereinskollege Kiril Terziev (74 kg) gewann Bronze. Eine weitere Bronzemedaille ging an den Litauer Mindaugas Mizgaitis, der im Schwergewicht im klassischen Stil für den SV Siegfried Hallbergmoos auf die Matte geht. Allein aus dem Kader des KSV Aalen hatten acht Ringer die Startberechtigung für Peking erreicht, von denen allerdings drei verletzungsbedingt nicht antreten konnten. Und vom SC Anger, dem Auftaktgegner der Nendinger am 13. September im ersten Heimkampf, waren fünf Ringer bei Olympia im Einsatz. Der Däne Anders Nyblom (55 kg), der Pole Radoslav Horbik als möglicher Gegner von Marc Buschle in der Klasse bis 84 kg, und die drei Ungarn Tamas Lörincz (66 kg), Gergely Kiss (96 kg) und Otto Aubeli (120 kg), die alle drei sich unter den ersten acht platzieren konnten. Man kann sich also unschwer vorstellen, vor welche Herausforderungen die Ringer des ASV Nendingen schon im allerersten Kampf gestellt werden. Neben dem ASV Nendingen ist die RKG Freiburg übrigens die einzige Mannschaft der 1. Liga Süd, die keinen aktuellen Olympiastarter aufbieten kann. Aber auch die Freiburger haben unter anderem mit Daniel Bona, dem Vizeeuropameister von 2006, und Balasz Kiss, dem EM-Dritten von 2007, einige Weltklasseringer in ihren Reihen. Da kann für die ASV-Ringer nur die Devise gelten: „Bange machen gilt nicht.“ Sie wollen die Herausforderung annehmen und freuen sich genauso wie ihre Anhänger auf hochklassige Ringkämpfe, bei denen wohl so manche ehrenvolle Niederlage wie ein Sieg gefeiert werden kann. Und wer sagt, dass Außenseiter keine Chance haben?

Bundesliga - Ergebnisse und Termine

Artikel vom 21.08.2008, Autor: Marc Buschle, Views: 7366, Kommentare: 0

Hier finden Sie Termine und Ergebnisse zur Bundesliga Saison 2008.

- Ringer-Ligadatenbank


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Laufen bis zur vollen Ausbelastung. Nendinger Ringer beim Laktattest

Artikel vom 20.08.2008, Autor: Homepage ASV Nendingen, Views: 7571, Kommentare: 0

Erstmals in der Vereinsgeschichte wird auch beim ASV Nendingen ein Laktattest zur Überprüfung der allgemeinen Ausdauerfähigkeit durchgeführt.
Anfang Juli ließ Trainer Volker Hirt der komplette Bundesligakader zum Laktattest ins Medi Fit Tuttlingen Inh. Klaus Ragg antreten. Hier wurde ein Laufband Laktattest durchgeführt. Jeder musste Laufen bis zur vollen Ausbelastung. Mit der Geschwindigkeit von 6 km/h wurde begonnen und nach 2 Minuten wurde die Geschwindigkeit um 2 km/h erhöht. Zwischen den Stufen wurden der Laktat und der Puls gemessen und ausgewertet. Nach dem Laufen wurde die Regenerationszeit ausgewertet.
Jeder Sportler bekam nach einem Gespräch mit dem Trainer seine Ergebnisse an die Hand. Zusammen wurde dann einen Trainingszusatzplan erstellt um die Ausdauerleistung zu steigern.
Trainer Hirt sagte dazu: „Die Werte sind gut aber erst nach dem Re-Test Ende August kann man mehr dazu sagen wer sich verbessert hat“
Zitat Klaus Ragg: „Ich hätte nie gedacht, dass die Ringer auch so gute Läufer sind. Besonders beeindruckt hat mich Andreas Miekeley und Bernhard Scheuring die die 20 Km/h Stufe fast bis zum Schluss durchgelaufen sind trotz ihren fast 100 kg“.

Der ASV Nendingen möchte sich bei Klaus Ragg (Medi Fit) bedanken der es mit ermöglicht hat, diesen Laktattest durchzuführen. Wir alle freuen uns auf den Re- Test.
 


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43. Internationales Grenzlandturnier in Kriessern

Artikel vom 20.08.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6457, Kommentare: 0

Nur noch drei Wochen trennen den ASV Nendingen vom Abenteuer 1. Bundesliga. Am 13. September wird in der Mühlauhalle mit dem ersten Heimkampf gegen den SC Anger der mit Hochspannung erwartete Auftakt des Aufsteigers in der höchsten deutschen Liga beginnen.
Trainer Volker Hirt hat mit einem akribisch ausgearbeiteten Trainingsplan versucht, in der heißen Phase seit Anfang Juni seine Ringer optimal auf die anstehende Herausforderung vorzubereiten. Dazu gehörten auch ein Trainingswochenende im schweizerischen Ringerzentrum in Kriessern und mehrere Leistungstests. An diesem Wochenende soll nun das 43. Internationale Grenzlandturnier in Kriessern einen ersten Wettkampftest und eine wichtige Standortbestimmung bringen. Im letzten Jahr war die Mannschaft des ASV Nendingen im Finale nur ganz knapp der ungarischen Spitzenmannschaft des KC Kecskement unterlegen.
Volker Hirt hat aber für das Turnier am Wochenende die Marschroute ganz klar festgelegt: „Diesmal wollen wir den Pokal auf jeden Fall gewinnen.“ 40 Jahre nach dem letzten Turniersieg der Nendinger in der Schweiz soll dieser Triumph nun wiederholt werden. Das dürfte aber alles andere als leicht werden, denn die diesjährige Besetzung ist sowohl quantitativ als auch qualitativ wesentlich stärker einzuschätzen als in den vergangenen Jahren. Nicht weniger als 14 Mannschaften aus vier Nationen sind diesmal gemeldet. Neben den ungarischen Pokalverteidigern treten mehrere Mannschaften der schweizerischen Nationalliga A und der österreichischen 1. Bundesliga an. Aus Deutschland kommt neben dem ASV Nendingen unter anderen mit dem AV Jugendkraft Concordia Zella-Mehlis eine starke Mannschaft der 2. Bundesliga. Die Nendinger werden übrigens gleich doppelt vertreten sein, denn neben der 1. Mannschaft wird eine gemischte Mannschaft aus der KG Gottmadingen und ASV Nendingen II an den Start gehen. Sie wird es in Gruppe A besonders schwer haben, denn sie trifft ausschließlich auf Mannschaften der 1. Liga aus Ungarn, Schweiz und Österreich. Aber auch die Bundesligamannschaft des ASV Nendingen hat eine schwere Gruppe zu überstehen, in der besonders die schweizerischen Spitzenmannschaften der RS Freiamt mit Vizeeuropameister Reto Bucher und der RR Hergiswil erst einmal besiegt werden müssen. Für Volker Hirt kommt das aber ganz gelegen: „Das ist genau der Härtetest, den wir haben wollen. Und hier werden wir wohl auch im internen Leistungsvergleich unserer Ringer mehr Klarheit über die stärkste Aufstellung für die Bundesliga bekommen.“ Leider nicht dabei sein kann Marc Buschle, der sich bis zum Montag als möglicher Ersatzstarter für Peking bereit halten musste und sich dann am Dienstag einem leichten operativen Eingriff unterzog, um rechtzeitig zum 13. September wieder einsatzbereit zu sein. Die Nendinger werden am Samstag ab 13.15 Uhr drei Gruppenkämpfe bestreiten und dann am Sonntag nach dem letzten Gruppenkampf zu zwei Platzierungskämpfen antreten. Bleibt zu hoffen, dass die Ringer in diesem kräfteraubenden Turnier diesmal von Verletzungen verschont bleiben. Sicherlich werden auch wieder eine ganze Reihe von ASV-Anhängern ihre Ringer unterstützen. Zumal, da die Nendinger mit ihrer Jugendmannschaft auch einen Kandidaten im Kampf um den 21. Internationalen Raiffeisencup der Jugend ins Rennen schicken. Aber auch hier ist die Konkurrenz mit Teams aus vier Ländern, die zum Teil mit Auswahlmannschaften antreten, enorm stark.
 

Großer Preis von Polen in Lodz

Artikel vom 22.06.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 5378, Kommentare: 0

Marc Buschle vom ASV Nendingen hat am Wochenende beim Großen Preis von Polen in Lodz den 5. Platz belegt. Obwohl er dabei gegen zwei international sehr erfolgreiche Ringer in der Gewichtsklasse bis 96 kg Niederlagen hinnehmen musste, konnte er mit seinem Auftreten auf der Matte dennoch sehr zufrieden sein. Nach einem Freilos traf er im Viertelfinale auf den Kirgisen Alexey Krupniakow, der vor zwei Wochen beim Großen Preis von Deutschland in Dortmund den deutschen Olympiateilnehmer Stefan Kehrer im Finale klar besiegt hatte. Marc Buschle zeigte gegen den kirgisischen WM-Vierten aber eine hervorragende Leistung und verlor nur knapp mit 0:2/1:2. Kurios dabei, dass der ASV-Star dabei selber den einzigen technischen Punkt des Kampfes mit Beinangriff machte, sein körperlich überlegener Gegner aber zu seinen Wertungen nur durch Hinausschieben in die blaue Zone kam. Da der Kirgise später das Finale erreichte, erhielt Marc Buschle die Möglichkeit gegen den Polen Mateusz Gucman um Platz drei zu ringen. Auch hier zeigte sich wieder ein ähnlicher Kampfverlauf. Der polnische Olympiastarter, der vor Jahresfrist EM-Vierter geworden war, holte die erste Runde mit 1:0 Punkten. In der 2. Runde holte sich Buschle wiederum mit Beinangriff die einzige technische Wertung, die der Pole aber am Mattenrand zweimal durch Hinausdrängen seines Gegners in einen 2:1-Sieg für sich umdrehen konnte. Für Buschle blieb damit der respektable 5. Platz in diesem stark besetzten Turnier. Eigentlich hätte er in dieser Woche auf Einladung des chinesischen Ringerverbandes zur Olympiavorbereitung nach Peking fliegen sollen. Diese Reise scheiterte aber an den von den chinesischen Behörden verschärften Sicherheitsbestimmungen, die keine Visumfreigabe für die Deutschen erlaubten. Stattdessen wird Buschle nun am Freitag für 10 Tage zur gemeinsamen Olympiavorbereitung der deutschen, polnischen und ungarischen Ringer in Polen fahren. Im Hinterkopf hat Marc Buschle für sich aber schon einen anderen Termin fest im Visier. Er brennt darauf, am 13. September mit den anderen Ringern des ASV Nendingen in der Mühlauhalle den Auftakt zur ersten Saison in der 1. Bundesliga zu bestreiten.

Marc Buschle siegt bei Großen Preis von Großbritannien

Artikel vom 22.06.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7288, Kommentare: 0

Rechtzeitig vor der Nominierung der Teilnehmer bei den Olympischen Spielen hat sich Marc Buschle vom ASV Nendingen eindrucksvoll in Erinnerung gerufen. Beim internationalen Turnier um den Großen Preis von Großbritannien in Sheffield am Wochenende hat er in der Gewichtsklasse bis 96 kg einen bemerkenswerten Erfolg errungen. Während sich der deutsche Meister dieser Klasse, Stefan Kehrer, nicht platzieren konnte, hat Marc Buschle mit dem 1. Platz in diesem Turnier seine Anwartschaft auf eine Olympianominierung bekräftigt. Der Deutsche Ringerbund hat bekanntlich im freien Stil zwei Startplätze für Peking in den Gewichtsklassen bis 84 und 96 kg erreicht. Während Davyd Bichinashvili (84 kg) hier bisher die besten Karten aufzuweisen scheint, ist das Rennen um die endgültige Nominierung in der höheren Klasse weiterhin offen. Zwar hat Stefan Kehrer mit seinem 8. Platz bei der WM in Baku im letzten Juli das Startrecht für Deutschland im Halbschwergewicht gesichert, doch weitere Leistungsnachweise ist er bisher schuldig geblieben. Beim Turnier in Sheffield unterlag Kehrer nun schon in Runde eins dem starken Kanadier Silberman. Nachdem Marc Buschle in der 1. Runde einen Schweizer Ringer besiegt hatte, traf er dann pikanterweise in der nächsten Runde auf den Kanadier, gegen den er im letzten Jahr in Baienfurt ebenfalls einmal verloren hatte. In Sheffield aber drehte er nun den Spieß um und besiegte Silberman nach Punkten. Im Finale sicherte er sich dann mit einem Erfolg gegen einen Engländer den Turniersieg und ließ dabei vier Ringer hinter sich, die für die Olympischen Spiele qualifiziert sind. Damit meldete er natürlich deutlich seine Ansprüche auf einen Startplatz in Peking an. Eine Entscheidung darüber könnte in zwei Wochen beim Großen Preis von Deutschland in Dortmund fallen, wo Buschle noch einmal seine gute Form unter Beweis stellen will. In dieser Woche geht es nun zunächst zu einem weiteren Vorbereitungslehrgang nach Schifferstadt. Am kommenden Sonntag wird Marc Buschle beim run&fun in einer Prominentenstaffel einen Teilabschnitt des Marathons laufen, ehe es nach einem weiteren Trainingslager dann in Dortmund zum wohl entscheidenden Wettkampf kommt. Nicht nur die Anhänger des ASV Nendingen sondern wohl alle heimischen Sportfans werden dabei wohl dem Mühlheimer die Daumen drücken.

Großer Preis von Deutschland in Dortmund

Artikel vom 22.06.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6814, Kommentare: 0

Die Olympiahoffnungen von Marc Buschle vom ASV Nendingen haben am Wochenende beim Großen Preis in Deutschland leider keine weitere Nahrung erhalten. Die Auslosung in der Klasse bis 96 kg führte ihn schon in der ersten Runde gegen den starken Polen Radoslaw Dublinowski, gegen den er ganz knapp unterlag. Der Pole nutzte seinen Gewichtsvorteil von fast 10 kg geschickt aus, blockte alle Angriffe des Mühlheimers ab und gewann beide Runden hauchdünn mit 1:0/1:0. Beide Wertungen fielen jeweils erst im Zwiegriff, wobei die Entscheidung in der zweiten Runde sehr umstritten war, da Marc Buschle seinen Gegner eigentlich schon als erster am Boden hatte. Buschles Rivale im Kampf um das Olympiaticket in dieser Gewichtsklasse, Stefan Kehrer (Ketsch), zog seinerseits in das Finale ein, in dem er gegen den kirgisischen WM-Fünften Alexei Krupniakow klar unterlag. Dennoch hat er natürlich nun gute Karten, wenn es in diesen Tagen um die Nominierung für Peking in dieser Gewichtsklasse geht. Für Marc Buschle bliebe dann die etwas undankbare Rolle als Ersatzmann für die Gewichtsklassen bis 84 und 96 kg, in denen der Deutsche Ringerbund einen Startplatz bei den Olympischen Spielen sicher hat. Für Marc Buschle war es nur ein schwacher Trost, dass Dublinowski gegen den Turniersieger Krupniakow erst in der dritten Runde knapp verlor und damit Platz drei belegte. Der Nendinger Ringerstar lässt trotz dieser Entwicklung den Kopf nicht hängen. Er wird nach einem weiteren Trainingslager in Hennef und einem Turnier in Polen gemeinsam mit den Olympiastartern in Peking ein Trainingslager bestreiten und sich ansonsten voll auf die Bundesligasaison mit dem ASV Nendingen konzentrieren. Ähnlich wie Marc Buschle erging es in Dortmund dem zweiten Starter des ASV Nendingen in der gleichen Gewichtsklasse, dem Schwarzwälder Neuzugang Markus Eichin. Auch er kam schon in der ersten Runde gegen den anderen späteren Turnierdritten, den Chinesen Wang Yuanyuan. So wie Buschle verlor auch Eichin trotz starker Leistung jeweils mit einem Punkt in den beiden Runden, und schied damit ebenfalls früh aus. Dennoch ist es für den ASV Nendingen natürlich eine enorme Prestigebestätigung, bei diesem größten internationalen Turnier in Deutschland gleich mit zwei Ringern vertreten zu sein.