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Mattensplitter 04/2014

Artikel vom 03.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 4665, Kommentare: 0

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Ein historischer Erfolg und große Emotionen an einem unvergesslichen Ringerabend

„Wir können heute Geschichte schreiben“. Das hat ASV-Trainer Volker Hirt am Samstag in Mainz seiner Mannschaft vor dem Kampf mitgegeben. Und diese Botschaft haben die auch in Mainz als verschworene Einheit auftretenden ASV-Ringer in die Tat umgesetzt. Erstmals in seiner Geschichte steht der ASV Nendingen im Finale um die deutsche Meisterschaft. Und wohl alle Ringsportfreunde der Region werden sich den 15. Februar, den Tag des Final-Rückkampfes gegen den SV Germania Weingarten in der Schwenninger Helios-Arena vormerken. Denn dann hat der ASV die große Chance, vor eigenem Publikum auf Augenhöhe mit dem Deutschen Meister von 2012 um den Titel zu kämpfen.

Und was die Unterstützung durch die Fans ausmachen kann, konnte man in Mainz erfahren. Vor dem Kampf hatten die Mainzer noch auf diesen Heimvorteil gesetzt. Baris Baglan, der sportliche Leiter, hatte in einem Interview noch darauf vertraut, „dass wir zu Hause eine absolute Macht sind.“ Und er hoffte, dass „unsere mainzigartigen Fans unsere Jungs so was von nach vorne brüllen“ würden. Doch dann lief es in Mainz etwas anders ab, als sich das die 88er vorgestellt hatten. Wie die Mainzer „Allgemeine Zeitung“ danach konstatierte, waren es dann “die Nendinger Fans, die den Ton angaben“. Je länger der Kampf dauerte, umso mehr dominierte der schwäbische Block die Stimmung in der Halle. Und mit dieser einzigartigen Unterstützung wurden die Nendinger Ringer zu ihrer glänzenden Vorstellung angetrieben.

Was sich auch nach Ende des Kampfes im Nendinger Lager abspielte, wird wohl allen, die dabei waren, unvergesslich bleiben. Die Ringer mit ihren Trainern tanzten auf der Matte, die ASV-Verantwortlichen lagen sich in den Armen und die Fans skandierten unentwegt auch die Namen der Ringer, die an diesem Abend vergeblich auf einen Einsatz gehofft hatten. Und angeführt von Marc Buschle bewegte sich dann eine Polonäse von Ringern und Fans über die Matte. Man konnte fast meinen, dass die Mainzer „Sporthalle am großen Sand“ in die „Halle der großen Glückseligkeit“ der Nendinger umbenannt werden müsste.

Obwohl die Enttäuschung bei den Mainzern nach dem „zerplatzten Traum von der Titelverteidigung“ riesengroß war, muss man respektvoll anerkennen, dass die meisten Offiziellen und auch viele aus dem Publikum sich als absolut faire Verlierer zeigten. Auch der Hallensprecher gratulierte sofort zum verdienten Sieg und wünschte den Nendingern viel Glück und Erfolg im Finale. Und aus vielen Kommentaren der Presse und im Internet ist große Anerkennung der Leistung der Nendinger Ringer und ihrer Fans zu erkennen.

Nach dem Zittersieg des SV Germania Weingarten gegen die RWG Mömbris/Königshofen galt schon unmittelbar nach dem Sieg in Mainz das Augenmerk von Volker Hirt dem nächsten Gegner. „Jetzt haben wir das Ziel des Finales erreicht, nun muss unser Ziel sein, dieses Finale auch zu gewinnen.“ Aber er weiß natürlich, wie schwer diese Aufgabe sein wird. Der ASV hat zwar in dieser Saison erstmals gegen den SVG im September daheim mit 21: 18 gewonnen. Den Rückkampf haben aber die Badener im November mit 18:14 wieder für sich entschieden. Trotz aller voreiligen und überschwänglichen Spekulationen in Ringerforen im Internet über eine angebliche Favoritenstellung des ASV bleibt nüchtern festzuhalten, dass dieses Finale verspricht, eine höchst spannende Auseinandersetzung zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften zu werden. Da darf niemand glauben, den Sieg schon sicher zu haben.

Der ASV Nendingen hat vom SVG Weingarten ein Kartenkontingent für den Hinkampf am 8. Februar in Bruchsal erhalten. Diese Karten können über die Geschäftsstelle des ASV (Tel. 07461-965 84 85) genauso wie die Karten für den Rückkampf am 15. Februar in der Helios-Arena erworben werden.

Katgeorien

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