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Vorbericht zum Final-Rückkampf

Artikel vom 16.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 5095, Kommentare: 0

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Gelingt dem ASV Nendingen der große Wurf?

Am Samstag kommt es in der Helios-Arena in Schwenningen zum großen Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen. Nachdem der ASV Nendingen am vorigen Samstag beim SV Germania Weingarten mit 18:16 gesiegt hat, muss nun der Heimkampf die Entscheidung um den Titel bringen.

Unabhängig davon, wie dieser Finalkampf am Samstag ausgehen wird, der ASV Nendingen ist eigentlich auf jeden Fall ein Gewinner. Er steht erstmals im Finale um die deutsche Meisterschaft. Er hat in dieser Saison von 19 Kämpfen 18 gewonnen. Er hat im Halbfinale mit dem ASV Mainz 88 den deutschen Meister von 2012/13 ausgeschaltet. Er hat im ersten Finalkampf beim SVG Weingarten, dem deutschen Meister von 2011/12, gewonnen. Und nun hat er auch eine reelle Chance, sogar auf Anhieb den Meistertitel zu gewinnen.

Nicht nur der ASV sondern die ganze Region wäre dann ein großer Gewinner. Aber falls es diesmal noch nicht gelingen sollte, dann ist das kein Weltuntergang. Das heißt aber nicht, dass man beim ASV mit diesem Szenario rechnet. Trainer Volker Hirt ist absolut optimistisch: „Wir wollen gewinnen und wir werden gewinnen. Diese Riesenchance wollen wir uns nicht entgehen lassen.“

Aber auch er ist bei allem Optimismus Realist genug, um zu wissen, dass der ASV sich am Samstag gegen den SV Germania Weingarten enorm ins Zeug legen muss, um diese Aufgabe zu meistern. Zwar hat man nach dem Sieg im ersten Kampf ein Polster von zwei Punkten, aber die Geschichte der letzten Finalkämpfe zeigt, dass das noch nichts bedeutet.

Im Jahr 2012 verlor Weingarten zu Hause mit 18:21 und siegte dann beim KSV Köllerbach im Rückkampf mit 24:12. Und 2013 musste Mainz nach einem Heimsieg mit 22:14 froh sein, beim KSV Köllerbach nur 15:22 zu unterliegen und damit gerade noch einen Punkt Vorsprung zu retten. So schnell kann sogar ein klarer Vorsprung schmelzen.

Der ASV Nendingen setzt in der Helios-Arena auf die Moral seiner Ringer und auf die gewaltige Unterstützung durch sein tolles Publikum. Und man kann sich schon heute vorstellen, welche Woge der Begeisterung die Arena durchfluten wird, sollte die Meisterschaft gelingen. Man rechnet beim ASV mit einem gut gefüllten Stadion mit über 5 000 Zuschauern, einer Zahl die beim Ringen in Deutschland in den letzten Jahren nicht mehr erreicht wurde.

Zwei Aspekte sind vielleicht für den Ausgang dieses Kampfes vorentscheidend. Das eine ist der Stilartwechsel in den beiden leichten und schweren Klassen, wobei der SVG hier mit Araz Kalilov (55 kg G), Marcel Ewald (60 kg F) und Soslan Gagloev (120 kg F) drei absolute Asse im Vergleich zum Hinkampf neu aufbieten kann. Und das andere ist die Frage der Positionierung des Nicht-EU-Ringers. Da jeweils nur einer eingesetzt werden kann, muss sich Volker Hirt beispielsweise entscheiden, ob er Roman Amoyan (55 kg G) oder Saba Khubezhty (74 kg F) einsetzt. Und die Germanen müssen wählen zwischen entweder Araz Khalilov (55 kg G) oder aber Bekhan Kurkiev (84 kg F).

Der Kampf in Bruchsal war schon dramatisch genug. Dieser alles entscheidende Rückkampf verspricht aber noch eine Steigerung, denn jetzt fällt die endgültige Entscheidung über den Titel. Sollte am Ende ein Punktegleichstand erreicht sein, zum Beispiel wenn der ASV mit 16:18 verliert, dann entscheidet zunächst die höhere Anzahl an Einzelsiegen. Sollte sich auch hier kein Unterschied ergeben, dann entscheidet die Anzahl der Vier-Punkte-Siege durch Schultersieg, Disqualifikation, Übergewicht oder letztlich die Zahl der technisch überhöhten Siege.

Bleibt zu hoffen, dass dem ASV solche Rechenexempel erspart bleiben und er seinen Vorsprung von zwei Punkten verteidigen kann. Dann könnte er erstmals in seiner Vereinsgeschichte den Meisterpokal erringen und damit im sechsten Jahr seiner Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga einen unglaublichen Aufschwung krönen

Das Kampfgericht

Den Männern in weiß wird natürlich wieder eine zentrale Rolle zukommen. Alle drei am Samstag eingesetzten Unparteiischen sind erfahrene Kampfrichter und waren schon in der Helios-Arena gegen Mainz oder Luckenwalde im Einsatz. Mattenleiter ist Uwe Steuler (Saarland), Mattenpräsident Karl-Peter Schmitt (Hessen) und Punktrichter Claudio Bibbo (Südbaden).

Der zeitliche Ablauf

17:00 Uhr Hallenöffnung und musikalische Einlagen

18:45 öffentliches Wiegen

19.20 Uhr Vorstellung der Mannschaften

und Nationalhymne mit der Nendinger Musikkapelle und dem aus Nendingen stammenden Künstler Gordon November.

19.30 Uhr Beginn der Kämpfe

Nach dem Kampf wird in der oberen Etage der Arena noch Party gefeiert

Das Aufbauteam

Die Aufbauteams des ASV treffen sich am Freitag, um 19.30 Uhr und am Samstag um 7.30 Uhr jeweils am Ringerlokal zur Abfahrt nach Schwenningen.

Kartenreservierungen

Reservierte Karten, die an der Kasse hinterlegt sind, können bis 18:30 Uhr dort abgeholt werden. Danach gelangen sie in den freien Verkauf

Parken

Außer auf den Parkplätzen zwischen der Helios-Arena und dem Gustav-Strohm-Stadion kann auch auf dem Messegelände geparkt werden.

Ringerzüge

Wer sich die Parkplatzsuche ersparen will, kann natürlich auch wieder bequem und kostenlos mit einem der beiden Ringerzüge anreisen. Abfahrt ist in Fridingen um 16:53 und 17:09 Uhr. Zusteigmöglichkeiten sind in Mühlheim, Stetten, Nendingen (17:01 und 17:17 Uhr), Tuttlingen-Nord, Tuttlingen-Zentrum und Tuttlingen-Hauptbahnhof (17:11 und 17:24 Uhr).

Ankunft an der Arena ist um 17:52 beziehungsweise 18:03 Uhr. Die Rückfahrtzeiten werden dann in der Arena bekanntgegeben.

Ehrengäste

Die Liste der Ehrengäste aus Politik und Sport ist lang und wird angeführt vom Landtagspräsidenten Guido Wolf, dem früheren Landrat des Kreises Tuttlingen.

Fernsehteams

Zwei Fernsehteams werden vor Ort sein. Regio TV wird wieder am Sonntag, 16. Februar, ab 18:00 Uhr und ab 22:30 Uhr einen 30-minütigen Sonderbericht senden. Und das 3. Fernsehprogramm des SWR wird am Sonntag ab 22:05 Uhr im Rahmen von „Sport im Dritten“ nach den Bundesligaspielen des VfB Stuttgart und SC Freiburg über das Ringerfinale des ASV Nendingen berichten.

Der ASV Nendingen feiert

Am Ende einer grandiosen Saison wird nun auf jeden Fall gefeiert. Unabhängig vom Ausgang des entscheidenden Finalkampfes am Samstag wird am Sonntag, 16. Februar, ab 16 Uhr in der Mehrzweckhalle der Nendinger Donauhallen eine Party steigen. Und vielleicht wird das ja sogar eine Meisterfeier. Aber auch wenn das nur eine Saisonabschlussfeier sein sollte, dann haben der ASV und seine Anhänger doch allen Grund zum Festen. Im Mittelpunkt wird eine Ehrung der Ringer durch die Stadt Tuttlingen stehen Alle Ringsportfreunde sind zu dieser Feier herzlich eingeladen. Hallenöffnung ist um 15 Uhr. Der Nendinger Männergesangverein hat freundlicherweise die Bewirtung übernommen.

Preis für 500. Mitglied

 

An diesem Wochenende wirbt der ASV Nendingen nochmals gezielt um neue Mitglieder, so dass vermutlich die Grenze von 500 Mitgliedern überschritten wird. Im Rahmen der Feier am Sonntag wird unter den neuen Mitgliedern ein ansehnlicher Preis ausgelost werden.

Katgeorien

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