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ASV Neningen I - SV Triberg 24:7

Artikel vom 23.09.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 4810, Kommentare: 0

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Klarer Sieg gegen Triberg -ASV Nendingen ist nun an der Tabellenspitze

Wer hätte das gedacht? Nach dem klaren Sieg mit 24:7 gegen den SV Triberg und der gleichzeitigen sensationellen Niederlage des deutschen Meisters SVG Weingarten beim TuS Adelhausen ist der ASV Nendingen seit Samstag erstmals Tabellenführer der 1. Bundesliga Süd.

Trainer Volker Hirt hatte in einem Interview vorher angekündigt, dass der SV Triberg gegen Nendingen „chancenlos“ sein würde. Was etwas vielleicht großspurig klang, stellte sich am Samstag in der Mühlauhalle schnell als sehr realistisch heraus. Die Gäste wehrten sich zwar verbissen, mit 8:2 siegreichen Kämpfen war der ASV aber immer Herr des Geschehens auf der Matte.

Auch mit der Zuschauerzahl von 1 130 wurde eine neue Saisonhöchstmarke in der Bundesliga erzielt. Und die Besucher waren begeistert. Obwohl die favorisierten Gastgeber von Anfang an klar machten, wer hier die Matte als Sieger verlassen würde, wurden die Ringsportfreunde für die fehlende Spannung durch schöne Kämpfe und gute Stimmung entschädigt.

Vor allem die Freistilkämpfe vor der Pause waren Glanzlichter an einem Abend, der den Ringsport in all seinen Facetten zeigte. Auch den Gästen aus Triberg musste hoher Respekt gezollt werden. „Ich war mir immer sicher, dass wir gewinnen würden. Aber wir mussten ganz stark aufstellen und alles geben, um die Triberger zu besiegen“, zog ein glücklicher Volker Hirt Bilanz.

Für den ASV ist es fast schon zur Routine geworden, dass sie durch Ghenadie Tulbea (55 kg) in Führung gebracht werden. Wie der Routinier aber in seinem fünften Jahr für den ASV am Samstag über die Matte wirbelte, war eine absolute Augenweide. Der gewiss nicht schlechte und wieselflinke Marin Filip wurde mit 19:2 Punkten in die Schranken verwiesen.

Sehr viel ruhiger ließen es die Herren in der Klasse bis 120 kg angehen. Doch Mindaugas Mizgaitis zeigte zumindest kämpferische Qualitäten und beherrschte Eduard Popp mit 1:0. Dem favorisierten Triberger Neuzugang Aurelian Leciu nachte Baris Diksu (60 kg) den Sieg nicht leicht. Ab der 2. Runde machte er viel Druck, konnte sich aber im Bodenkampf nicht entscheidend durchsetzen und unterlag nach gutem Kampf mit 1:3 Runden.

Einen Klassekampf erlebten die Zuschauer auch im Freistil der Klasse bis 96 kg. Der türkische Meister Kenan Gör hatte für den SV vorher alle drei Kämpfe gewonnen. Nicolai Ceban aber demonstrierte einmal mehr, dass er in dieser Klasse ein absolutes Trumpfass für den ASV ist. Selbst als sein Gegner im Zwiegriff sein Bein fassen durfte, machte Ceban daraus einen Punkt für sich zum hart erkämpften Sieg mit 3:0. Auch in der Klasse bis 66 kg lieferten sich Samet Dülger und Mihail Sava einen tollen und ganz engen Kampf. In der 2. Runde hatte der für den ASV ringende deutsche Meister sogar Glück, als er sich noch einmal aus schwieriger Lage retten konnte. Letztlich setzte er sich aber doch in 3:1 Runden als knapper Sieger durch.

Mit der Pausenführung von 12:4 war schon eine Vorentscheidung für den ASV gefallen. Und so verliefen die Kämpfe danach auch etwas ruhiger. Eerik Aps (84 kg) behielt in einem engen Kampf mit 3:0 knapp die Oberhand gegen Kai Rotter. Und Benjamin Raiser (66 kg) musste sich wie erwartet gegen den körperlich sehr starken Aram Julfalakyan trotz allen Bemühens mit 0:3 geschlagen geben.

Die letzten drei Paarungen gingen aber wieder klar an den ASV. Piotr Ianulov (84 kg) war gegen Michael Kaufmehl jederzeit Chef auf der Matte. Auch Achmed Dudarov (74 kg), obwohl grippegeschwächt, ließ Viorel Ghita beim 3:0 keinerlei Siegchance. Und auch Jan Rotter, der bisher alle seine drei Kämpfe für Triberg gewonnen hatte, wurde von Neven Zugaj (74 kg) klar die Grenzen aufgezeigt. Mit 8:1 Wertungspunkten stellte der sympathische Kroate mit einem Sieg in drei Runden den hohen Gesamtsieg seiner Mannschaft entgültig sicher.

Nach diesem überzeugenden Auftritt der Nendinger steigt nun natürlich die Spannung im Hinblick auf den württembergischen Derbyknaller beim KSV Aalen am kommenden Samstag, wo man erstmals als Spitzenreiter antreten wird.

Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Marin Filip 4:0 (TÜ 4:1/7:1/8:0). – 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis – Eduard Popp 1:0 (PS 1:0/1:0/1:0). – 60 kg G: Baris Diksu – Aurelian Leciu 1:3 (PS 0:2/2:0/0:1/0:2). – 96 kg F: Nicolai Ceban – Kenan Gör 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 66 kg F: Samet Dülger – Mihail Sava 3:1 (PS 1:1/0:4/3:2/4:2). – 84 kg G: Eerik Als – Kai Rotter 3:0 (PS 1:0/2:0/2:0). -  66 kg G: Benjamin Raiser – Aram Julfalakyan 0:3 (PS 0:2/0:1/0:3). – 84 kg F: Piotr Ianulov – Michael Kaufmehl 3:0 (PS 2:0/2:0/2:0). – 74 kg F: Achmed Dudarov – Viorel Ghita 3:0 (PS 1:0/2:0/2:0), - 74 kg G: Neven Zugaj – Jan Rotter 3:0 (PS 4:0/2:0/2:1). Endstand 24:7.

Katgeorien

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