Blog

ASV Nendingen - SV Burghausen 26:9

Artikel vom 01.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 5015, Kommentare: 0

vorheriger Artikel / nächster Artikel

ASV Nendingen startet mit Kantersieg in die Saison

Ohne jede Chance ist am Samstag der Gast vom SV Wacker Burghausen in der Mühlauhalle gewesen. Der ASV Nendingen behielt beim Saisonstart in der 1. Bundesliga mit 25:6 klar die Oberhand. Und dieses Ergebnis wird demnächst sogar auf 29:6 korrigiert werden, da die Gäste auf einen theoretisch möglichen Nachholkampf verzichten.
Die Gefühle im Nendinger Lager waren an diesem Abend etwas zwiespältig. Auf der einen Seite freute man sich natürlich über schöne Kämpfe, den eindeutigen Sieg, die über 1 100 Zuschauer und eine tolle Stimmung in der Mühlauhalle. Auf der anderen Seite war aber die Verärgerung  groß, dass die Gäste nicht mit einer stärkeren Formation angereist waren. Offensichtlich hatten sich die Bayern von vornherein keine große Siegchance ausgerechnet und hatten einige ihrer Stars nicht dabei.
Obwohl auch der ASV nicht alle seine Asse einsetzen konnte, präsentierte Trainer Volker Hirt eine starke Aufstellung, in der mit Peter Öhler und Edgar Melkumov auch zwei Neuzugänge im ASV-Trikot debütierten. Das ASV-Team mit fünf deutschen Ringern, darunter zwei mit dem U23-Status, konnte rundum gefallen, auch wenn es an diesem Abend nicht voll gefordert war. So konnte der ASV sechs Vier-Punkte-Siege verbuchen, während nur vier Kämpfe über die volle Distanz von sechs Minuten gingen.
Schon die ersten beiden Kämpfe zeigten einen Klassenunterschied. Ghenadie Tulbea (55 kg F) brauchte weniger als eine Minute, um den völlig überforderten und zudem übergewichtigen Stefan Wuchterl mit 13:0 vorzeitig zu besiegen. Und Peter Öhler (120 kg G) hatte nur zu Beginn Probleme mit dem 13 Kilogramm schwereren Ex-Aalener Coskun Efe. Der Gast war offensichtlich nicht fit,  offenbarte zudem schnell eklatante Konditionsmängel. und musste nach mehreren Verwarnungen und Pausen beim Stand von 4:3 für den topfit auftretenden Nendinger Neuzugang den Kampf aufgeben.
Eine starke Leistung zeigte Baris Diksu, der kurzfristig für die Klasse bis 60 kg Gewicht gemacht hatte. In der ersten Hälfte dominierte er gegen Csongor Knipli eindeutig, konnte aber trotz zweier Passivitätsverwarnungen für den Gast keine Wertung erzielen. Als die Kräfte Diksus etwas nachließen, genügte dem international schon erfahrenen ungarischen Ringer eine Aktion um zum Sieg mit 2:0 zu kommen. Völlig ungefährdet war jedoch Nicolai Ceban (96 kg F) gegen Anton Losowik, den er schon nach knapp vier Minuten mit 12:0 Wertungspunkten und herrlichen Freistiltechniken überfuhr.
Gegen Samet Dülger (66 kg F) leistete Martin Maier wesentlich stärkeren Widerstand. Aber auch er konnte den vorzeitigen Überlegenheitssieg des gut aufgelegten Nendingers mit 12:0 nicht verhindern. So war der Mannschaftskampf zur Pause bei einem Stand von 16:2 praktisch schon entschieden. Zumal danach Nenad Zugaj (84 kg G) gegen Max Lukas auch nur gut zwei Minuten brauchte, um ebenfalls mit 12:0 den frühen Vier-Punkte-Erfolg einzufahren.
Die letzten drei Kämpfe waren dann viel härter umkämpft. Neuzugang Edgar Melkumov musste zunächst großen Widerstand des DM-Dritten Andreas Maier brechen, ehe er mit 4:0 Wertungspunkten seinen ersten Sieg im ASV-Trikot sichergestellt hatte. Achmed Dudarov ist nun in die Klasse bis 84 kg F aufgerückt und demonstrierte mit einem nicht unbedingt zu erwartenden Punktsieg auch hier seine Klasse. Gegen Namik Kormaz, den Dritten der türkischen Meisterschaften, zeigte er eine ganz starke Leistung und baute seine knappe Führung kurz vor Schluss sogar noch auf 5:1 aus.
Ihren stärksten Ringer hatten die Gäste zweifellos mit Nikolay Kurtev in der Klasse bis 74 kg F. Hier war auf Nendinger Seite kurzfristig Yan Ceaban eingesprungen, der ansonsten für die Regionalligamannschaft des ASV vorgesehen ist. Aber der Nendinger Co-Trainer hielt gegen den bulgarischen EM-Neunten dieses Jahres den Kampf lange Zeit völlig offen und musste erst in der Schlussphase seine Niederlage mit 3:8 Punkten akzeptieren.
Beschäftigungslos war an diesem Abend leider Eduard Kratz (74 kg G), der auf einen Einsatz gebrannt hatte. Burghausen hatte aber nur auf dem Papier mit Eugen Ponomartschuk einen Gegner, der vom DRB für die WM-Vorbereitung in der Klasse bis 84 kg freigestellt war, für einen möglichen Nachholkampf aber ohnehin viel zu schwer wäre.
 
Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Stefan Wuchterl 4:0 (TÜ 13:0). - 120 kg G: Peter Öhler – Coskun Efe 4:0 (Aufgabe bei 4:3). - 60 kg G: Baris Diksu – Csongor Knipli 0:2 (PS 0:3). -  96 kg F: Nicolai Ceban – Anton Losowik 4:0 (TÜ 12:0). - 66 kg F: Samet Dülger – Martin Maier 4:0 (TÜ 12:0). -  84 kg G: Nenad Zugaj – Max Lukas 4:0 (TÜ 12:0). - 66 kg G: Edgar Melkumov – Andreas Maier 2:0 (PS 4:0). - 84 kg F: Achmed Dudarov – Namik Korkmaz 2:1 (PS 5:1). - 74 kg F: Yan Ceaban – Nikolay Kurtev 1:3 (PS 3:8). - 74 kg G: Eduard Kratz – Eugen Ponomartschuk. Der SVW-Ringer ist vom DRB für die WM-Vorbereitung freigestellt. Burghausen verzichtet aber auf einen möglichen Nachholkampf. Der vorläufige Endstand von 25:6 wird deswegen aber letztlich mit 29:6 gewertet werden.

 

Katgeorien

Dieser Beitrag ist folgenden Kategorien zugeordnet:
Bundesliga (81)

Weitere Artikel im 2013

Kommentare

keine Kommentare vorhanden!

Permalink / Trackback:

http://www.marc-buschle.de/k4cms/de/blog/27,190.html

vorheriger Artikel / nächster Artikel