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ASV I - VfK Schifferstadt

Artikel vom 15.11.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4406, Kommentare: 0

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ASV Nendingen deklassiert VfK Schifferstadt mit 25:6

Zehn Kämpfe – neun Siege. Mit dieser erstaunlichen Bilanz hat der ASV Nendingen am Samstag die Gäste vom VfK Schifferstadt in die Schranken verwiesen. Das klare Ergebnis von 25:6 spiegelt allerdings nicht ganz wider, dass sich die Pfälzer mit einer starken Mannschaft sehr teuer verkauften. So kamen die 1200 Zuschauer in der Mühlauhalle bei hochklassigen Kämpfen doch wieder voll auf ihre Kosten.

Das begann schon mit dem Einlagekampf zu Beginn dieses begeisternden Ringerabends, als die EM-Dritte Jaqueline Schellin in einem technisch hochstehenden Kampf ihre polnische Gegnerin Sylwia Shulc klar mit 10:3 besiegte. Beide Ringerinnen demonstrierten dabei vor einem staunenden Publikum, wie hoch das Niveau im Frauenringen ist.

Auch im anschließenden Bundesligakampf zwischen dem Tabellenführer ASV Nendingen und dem Tabellensechsten VfK Schifferstadt gab es höchst spannende Auseinandersetzungen. Nur zwei Kämpfe wurden durch Florin Gavrila und Andrei Perpelita vorzeitig entschieden. Vor allem die Gegner von Ghenadie Tulbea, Nicolai Ceban, Peter Öhler und Saba Khubezhty leisteten jedoch harten Widerstand, ehe sie sich geschlagen geben mussten. Am Ende aber konnte Trainer Volker Hirt nach dem neunten Sieg des ASV in Folge ein genüßliches Fazit ziehen: „Ich wusste, dass der VfK recht stark ist. Aber wir sind im Moment halt doch noch ein ganzes Stück stärker.“

Für eine positive Überraschung sorgte gleich zu Beginn Florin Gavrila (55 kg G), der gegen Marvin Scherer vom Start weg keinen Zweifel daran ließ, wer Chef auf der Matte war. Mit tollen Aktionen und zwei Aushebern sammelte er 13:0 Punkte zum vorzeitigen und in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten Überlegenheitssieg. Härtere Gegenwehr leistete da der wendige Mamuka Korozaia gegen Nicolai Ceban (120 kg F). Der ASV-Ringer startete zwar furios, doch der Georgier ließ nicht mehr als einen Punktsieg des sieggewohnten Nendingers zu.

Schon beim Hinkampf war Anatoli Buruian der härteste Gegner der Vorrunde für Ghenadie Tulbea (60 kg F) gewesen. Auch diesmal musste „Ghena“ seine ganze Cleverness ausspielen, um nach einem engen Kampf mit 5:3 seinen neunten Saisonsieg einzufahren. Und auch Peter Öhler (96 kg G) hatte mit dem allerdings sehr passiv eingestellten Etka Sever mehr Mühe als in Schifferstadt. Dennoch konnte der sympathische Schwarzwälder mit einem ungefährdeten Punktsieg auch in seinem sechsten Kampf seine weiße Weste in dieser Saison behalten.

Beim Stand von 10:2 für den ASV kam dann der routinierte Wladimir Berenhardt für Schifferstadt zum ersten,- und wie sich dann herausstellen sollte-, einzigen Sieg. Gegen Benjamin Raiser (66 kg G) wurde ihm nach einem zähen und recht ausgeglichenen Kampf in der Schlussphase vom wie immer sehr energisch leitenden Kampfrichter Petar Stefanov (Traunstein) sogar eine Fünfer-Wertung gutgeschrieben. Das gab den Ausschlag für seinen Punktsieg mit 3:0 Mannschaftspunkten.

Achmed Dudarov (84 kg F) war gegen Aydin Selimoglu immer der aktivere Ringer und kam nach gutem Kampf zum klaren Punktsieg. Hochstimmung in der Halle kam dann in der Begegnung zwischen Andrei Perpelita (66 kg F) und dem bulgarischen Vizemeister Stefan Ivanov auf. In einem glänzenden Kampf spielte Perpelita sein ganzes Freistilkönnen aus und punktete seinen Gegner nach vier Minuten mit 11:0 aus.

„Erfahrung gegen Jugend“ war das Motto in der Klasse bis 84 kg G. Nenad Zugaj konnte hier gegen den Junioreneuropameister Denis Kudla seine ganze Routine und Klasse zeigen, als er gegen das große deutsche Talent mit 6:0 Punkten gewann. Hochklassig dann auch der Kampf zwischen Frank Stäbler (74 kg G) und dem polnischen Vizemeister Arkadiusz Kulynysz. In der ersten Hälfte punktete „Fränky“ mit einem Ausheber, aber erst in der Schlussphase konnte er gegen seinen zähen Gegner seine Führung auf dann sogar 8:0 ausbauen.

Zu seinem ersten Saisoneinsatz für den ASV kam Saba Khubezhty in der Klasse bis 74 kg F. Gegen den bulgarischen Meister Miroslav Kirov zeigte er aber schnell, dass er nichts von seinem großen Können verlernt hat. Schnell ging er mit 7:0 in Führung und erst zum Schluss konnte sein Gegner den Abstand etwas verkürzen. Mit 9:5 Wertungspunkten aber konnte der ASV-Ringer den neunten Nendinger Sieg des Abends feiern und damit den Endstand von 25:6 herstellen.

Die Ergebnisse im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg G: Florin Gavrila – Marvin Scherer 4:0 (TÜ 13:0). - 120 kg F: Nicolai Ceban – Mamuka Korodzaia 2:1 (PS 4:1). - 60 kg F: Ghenadie Tulbea – Anatoli Buruian 2:1 (PS 5:3). - 96 kg G: Peter Öhler – Etka Sever 2:0 (PS 3:0). - 66 kg G: Benjamin Raiser – Wladimir Berenhardt 0:3 (PS 0:6). - 84 kg G: Nenad Zugaj – Denis Kudla 3:0 (PS 6:0). - 66 kg F: Andrei Perpelita – Stefan Ivanov 4:0 (TÜ 11:0). - 84 kg F: Achmed Dudarov – Aydin Selimoglu 3:0 (PS 6:0). - 74 kg G; Frank Stäbler – Arkadiusz Kulynysz 3:0 (PS 8:0). - 74 kg F: Saba Khubezhty – Miroslav Kirov 2:1 (PS 9:5). Endstand: 25:6

Katgeorien

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