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ASV Nendingen ist DMM

Artikel vom 16.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 4628, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen ist Deutscher Meister !!!

Mit dem knappsten aller denkbaren Ergebnisse hat sich der ASV Nendingen am Samstag erstmals den deutschen Meistertitel gesichert. Der ASV unterlag zwar im zweiten Finalkampf gegen den SV Germania Weingarten mit 14:16. In der Addition beider Kämpfe stand es damit 32:32. Nun musste die höhere Zahl der Einzelsiege aus beiden Begegnungen entscheiden. Und hier lagen die Nendinger nach ihren sechs Siegen auswärts und fünf Siegen daheim mit 11:9 knapp vorne.
Man soll mit Superlativen ja eigentlich sparsam umgehen. Doch dieser Ringerabend in der Schwenninger Helios-Arena war einfach sensationell und übertraf wohl alle ohnehin hoch gespannten Erwartungen. Da war einmal ein fast ausverkauftes Haus mit 6 100 Zuschauern, einer Zahl die in den letzten 20 Jahren in Deutschland bei den Ringern nie erreicht wurde. Und dieses Publikum sorgte für eine Stimmung, die wohl bei vielen in der Arena zeitweise wahres Gänsehautgefühl entstehen ließ.
Und dann sorgten die Ringer beider Mannschaften mit ihrem leidenschaftlichen Einsatz und technischen Können für Ringsport auf absolutem Weltklasseniveau. Dazu kam dann aber auch noch ein Kampfverlauf mit einem Spannungsbogen, wie ihn Alfred Hitchcock auch in seinen besten Filmen nicht hätte übertreffen können. Mehrfach schien der Kampfverlauf auf die eine oder andere Seite zu kippen, ehe dann der nächste Kampf der Begegnung doch wieder eine neue Wendung zu geben schien.
Und so wurde dieses Ringen um die Meisterschaft buchstäblich im letzten Kampf in der letzten Sekunde entschieden. Nach einer Wertung kurz vor Ablauf der sechs Minuten wurde von den Gästen der Videobeweis angefordert. Und erst mit der Ablehnung dieses Protestes standen der Ausgang dieses Kampfes und damit die denkbar knappe Entscheidung über die Meisterschaft fest.
Vielleicht war an diesem Abend das entscheidend, was ASV-Trainer Volker Hirt in dieser Saison immer wieder betont hat: „Wir sind als Mannschaft zu einer verschworenen Einheit zusammengeschweißt und das kann am Ende entscheidend sein.“ Und in der Tat hatte man in diesem Finale den Eindruck, dass hier einer für den anderen kämpfte. Eine scheinbare Schwäche des einen wurde sofort von einem anderen durch eine unerwartete Steigerung ausgebügelt.
Deswegen darf man auch keinen Einzelnen aus diesem hoch motivierten und engagiert kämpfenden Meisterteam herausheben. Dennoch muss festgestellt werden, dass die überragenden Siege von Florin Gavrila und von Samet Dülger an diesem Abend die Grundlage für den Meisterschaftserfolg gelegt haben. Und noch eines muss herausgehoben werden: Am Samstag war mit Peter Öhler nur einer der acht Neuzugänge des ASV dieser Saison auf der Matte. Alle anderen Ringer bilden schon seit Jahren den Kern dieser Meistermannschaft.
Beide Trainer hatten im Aufstellungspoker die gleiche Karte gezogen. Sie verzichteten mit Roman Amoyan (ASV) und Ariz Khalilov (SVG) auf ihre stärksten Ringer der Klasse bis 55 kg G, um so mit Saba Khubezhty (ASV 74 kg F) und Bekhan Kurkiev (84 kg F) zwei andere Nicht-EU-Ringer einsetzen zu können. Die beiden letzteren kamen dann auch zu den jeweils erhofften Siegen. In der Klasse bis 55 kg G setzte sich dann aber in einem höchst dramatischen Kampf Florin Gavrila für Nendingen sogar mit einem völlig unerwarteten und letztlich für den ASV entscheidenden Vier-Punkte-Sieg durch.
Der Ringer-Krimi im Zeitraffer
Im ersten Kampf schienen nach zwei Minuten schon alle Träume des ASV Nendingen zu platzen. Florin Gavrila (55 kg G) lag nach kurzer Zeit nach einem Blitzstart von Alexander Chirtoaca mit 0:6 Punkten im Rückstand. Dann erst kam er besser in den Kampf und konnte zur Pause auf 2:6 verkürzen. Nun aber marschierte nur noch der Nendinger Co-Trainer, der den Gast immer mehr in die Defensive drängte. Zwei Mal kam er mit Aushebern zu Dreier-Wertungen und machte aus dem Rückstand eine 10:6 Führung. Der Gast konnte sich als gelernter Freistilringer mehrfach nur mit regelwidriger Beinabwehr helfen und musste nach der dritten Verwarnung disqualifiziert werden. Dieser sensationelle Sieg von „Kempes“ löste im ASV-Lager natürlich grenzenlosen Jubel aus.
Nicolai Ceban (120 kg F) konnte gegen den 24 kg schwereren Soslan Gagloev eigentlich nur auf Schadensbegrenzung aus sein. Der Slowake blockierte alle Angriffsversuche des Nendingers ab und kam seinerseits immer wieder mit seinen Beinangriffen zum einkalkulierten Sieg mit 3:0 Mannschaftspunkten.
Ein wichtiger Schlüsselkampf stand nun in der Klasse bis 60 kg F an. Ghenadie Tulbea hatte gegen Marcel Ewald zuletzt hauchdünn verloren. Beide Ringer kennen sich aus vielen Begegnungen und neutralisierten sich so in einem stets spannenden Kampf weitgehend. Den Ausschlag für den für den ASV so wichtigen 2:1 Erfolg des Nendingers gaben seine stärkere Aktivität und sein unbändiger Siegeswille.
Genauso hart umkämpft war die Begegnung zwischen Peter Öhler (96 kg G) und Ramsin Azizsir. Der hatte in der Saison dem Nendinger seine einzige Niederlage beigebracht und erwies sich auch diesmal als ganz unbequemer Gegner. In der 5. Minute kam der SVG-Ringer durch eine Verwarnung Öhlers zur Führung mit 1:0. In der Schlussphase wertete das Kampfgericht einen Angriff Öhlers mit jeweils 2 Punkten zum Stand von 2:3. Der vom ASV angeforderte Videobeweis führte zu einer Streichung beider Wertungen mit der Folge, dass nun allerdings der knappe Sieg des Gastes zu 0:2 statt 1:2 Mannschaftspunkten führte.
Damit stand es 6:6 vor dem schweren Kampf von Benjamin Raiser (66 kg G) gegen Ion Panait, einem absoluten Trumpf-Ass des SVG. So sehr sich „Benj“ mit aller Unterstützung der Zuschauer auch mühte, kurz vor Ablauf der sechs Minuten hatte Panait mit 13:0 die Punkte zum Vier-Punkte-Erfolg gesammelt. Trotz des Standes von 6:10 zur Pause waren dennoch die ASV-Hoffnungen noch nicht erloschen, denn man rechnete mit drei Siegen aus den letzten fünf Kämpfen.
Den ersten davon erhoffte man sich vom bisher ungeschlagenen Piotr Ianulov (84 kg F), der aber schon in Weingarten mit Bekhan Kurkiev große Mühe hatte. In einem hochklassigen Freistilkampf schien sich der Nendinger beim Stand von 2:2 mit einem Beinangriff durchzusetzen, als der Gast am Mattenrand aber blitzschnell konterte und mit einer vorentscheidenden Zweier-Wertung in Führung ging. Ianulov kam zwar mit unermüdlichem Einsatz mit zwei Einsern zum 4:4 Gleichstand. Doch die höhere Wertung entschied zum Sieg der Gäste mit 1:2. War das die von den SVG-Fans bejubelte Wende?
Samet Dülger (66 kg F) hatte im Hinkampf mit 0:7 gegen Anatoli Guidea verloren. Ein ähnliches Ergebnis hätte die Gäste mit 7:15 praktisch uneinholbar in Führung gebracht. Was nun aber geschah, lässt sich aus ASV-Sicht nur mit dem Wort „Wahnsinn“ beschreiben. Samet Dülger legte gegen den verdutzten Gast los wie die Feuerwehr und lag nach zwei Minuten unter dem ohrenbetäubenden Jubel der ASV-Fans sensationell mit 7:0 in Führung. Das war viel, aber war es auch genug? Denn nun begann die Aufholjagd des Gastes, der bis dahin noch nie gegen einen deutschen Ringer verloren hatte. Sechs Punkte holte er auf, aber der Nendinger rettete mit letzter Kraft das 7:6 und ließ mit diesem überragenden Erfolg die Nendinger beim Stand von 9:13 noch hoffen.
Nenad Zugaj (84 kg G) konnte nun mit einem Sieg gegen den gefährlichen Ilian Georgiev den ASV noch näher heranbringen. Und das gelang ihm auch in einem verbissenen Kampf, in dem ihm in der 4. Minute mit einem Take-Down die entscheidende Wertung zum 2:0 Sieg und damit zum Stand von 11:13 gelang.
Der nächste Schlüsselkampf stand nun in der Klasse bis 74 kg G an, wo Volker Hirt überraschend  statt Frank Stäbler diesmal Eduard Kratz aufbot, der im Kampf in der Mühlauhalle im September Adam Juretzko knapp besiegen konnte. Im letzten Kampf seiner Karriere auf der Matte gab „Edi“ wie gewohnt alles. Aber der in dieser Saison überragend auftretende Weingartener „Commander“ kam in einem Kampf auf Augenhöhe einmal mit einem halb geglückten Armzug zu einem Einser, der ihm den knappen Sieg mit 2:0 brachte.
Beim Stand von 11:15 musste der Kampf von Saba Khubezhty (74 kg F) gegen Georg Harth die Entscheidung bringen. Die Nendinger Hoffnungen auf einen deutlichen Punktsieg schienen in Erfüllung zu gehen, als der ASV-Ringer zur Pause mit 5:0 in Führung ging. Diese Führung baute er dann sogar auf 6:0 aus. Mit einer Zweier-Wertung hätte der nie aufgebende SVG-Ringer aber seiner Mannschaft mit einer Niederlage mit 1:2 Mannschaftspunkten den Titel doch noch sichern können. Wenige Sekunden vor Schluss glückte ihm tatsächlich eine Aktion, die die Kampfrichter aber nur mit einer Eins bewerteten.
Da stürmten die Nendinger schon siegessicher auf die Matte, als die Gäste aber durch einen Videobeweis doch noch auf eine für sie entscheidende Zweierwertung hofften. Doch dieser Protest wurde abgelehnt und nun gab es für die Ringer und Trainer des ASV kein Halten mehr. Der Rest war Jubeln, Tanzen, Triumphieren. Der Titel gehört den Nendingern. Der Respekt und die Anerkennung gelten aber auch dem SVG Weingarten, der seinen Anteil zu einem begeisternden und unvergesslichen Ringerspektakel geleistet hat.
 
Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55kg G: Florin Gavrila – Alexander Chirtoaca 4:0 (DQ bei 10:6). - 120 kg F: Nicolai Ceban – Soslan Gagloev 0:3 (PS 0:8). - 60 kg F: Ghenadie Tulbea – Marcel Ewald 2:1 (PS 2:1).- 96 kg G: Peter Öhler – Ramsin Azizsir 0:2 (PS 0:1). - 66 kg G: Benjamin Raiser - Ion Panait 0:4 (TÜ 0:13). - 84 kg F: Piotr Ianulov – Bekhan Kurkiev 1:2 (PS 4:4). - 66 kg F: Samet Dülger – Anatoli Guidea 2:1 (PS 7:6). - 84 kg G: Nenad Zugaj – Ilian Georgiev 2:0 (PS 2:0). - 74 kg G: Eduard Kratz - Adam Juretzko 0:2 (PS 0:1). - 74 kg F: Saba Khubezhty – Georg Harth 3:1 (PS 7:1). Endstand: 14:16- Gesamtstand beider Kämpfe 32:32. Nendingen siegt wegen der höheren Zahl der Einzelsiege (11:9).

 

Vorbericht zum Final-Rückkampf

Artikel vom 16.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 5094, Kommentare: 0

Gelingt dem ASV Nendingen der große Wurf?

Am Samstag kommt es in der Helios-Arena in Schwenningen zum großen Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen. Nachdem der ASV Nendingen am vorigen Samstag beim SV Germania Weingarten mit 18:16 gesiegt hat, muss nun der Heimkampf die Entscheidung um den Titel bringen.

Unabhängig davon, wie dieser Finalkampf am Samstag ausgehen wird, der ASV Nendingen ist eigentlich auf jeden Fall ein Gewinner. Er steht erstmals im Finale um die deutsche Meisterschaft. Er hat in dieser Saison von 19 Kämpfen 18 gewonnen. Er hat im Halbfinale mit dem ASV Mainz 88 den deutschen Meister von 2012/13 ausgeschaltet. Er hat im ersten Finalkampf beim SVG Weingarten, dem deutschen Meister von 2011/12, gewonnen. Und nun hat er auch eine reelle Chance, sogar auf Anhieb den Meistertitel zu gewinnen.

Nicht nur der ASV sondern die ganze Region wäre dann ein großer Gewinner. Aber falls es diesmal noch nicht gelingen sollte, dann ist das kein Weltuntergang. Das heißt aber nicht, dass man beim ASV mit diesem Szenario rechnet. Trainer Volker Hirt ist absolut optimistisch: „Wir wollen gewinnen und wir werden gewinnen. Diese Riesenchance wollen wir uns nicht entgehen lassen.“

Aber auch er ist bei allem Optimismus Realist genug, um zu wissen, dass der ASV sich am Samstag gegen den SV Germania Weingarten enorm ins Zeug legen muss, um diese Aufgabe zu meistern. Zwar hat man nach dem Sieg im ersten Kampf ein Polster von zwei Punkten, aber die Geschichte der letzten Finalkämpfe zeigt, dass das noch nichts bedeutet.

Im Jahr 2012 verlor Weingarten zu Hause mit 18:21 und siegte dann beim KSV Köllerbach im Rückkampf mit 24:12. Und 2013 musste Mainz nach einem Heimsieg mit 22:14 froh sein, beim KSV Köllerbach nur 15:22 zu unterliegen und damit gerade noch einen Punkt Vorsprung zu retten. So schnell kann sogar ein klarer Vorsprung schmelzen.

Der ASV Nendingen setzt in der Helios-Arena auf die Moral seiner Ringer und auf die gewaltige Unterstützung durch sein tolles Publikum. Und man kann sich schon heute vorstellen, welche Woge der Begeisterung die Arena durchfluten wird, sollte die Meisterschaft gelingen. Man rechnet beim ASV mit einem gut gefüllten Stadion mit über 5 000 Zuschauern, einer Zahl die beim Ringen in Deutschland in den letzten Jahren nicht mehr erreicht wurde.

Zwei Aspekte sind vielleicht für den Ausgang dieses Kampfes vorentscheidend. Das eine ist der Stilartwechsel in den beiden leichten und schweren Klassen, wobei der SVG hier mit Araz Kalilov (55 kg G), Marcel Ewald (60 kg F) und Soslan Gagloev (120 kg F) drei absolute Asse im Vergleich zum Hinkampf neu aufbieten kann. Und das andere ist die Frage der Positionierung des Nicht-EU-Ringers. Da jeweils nur einer eingesetzt werden kann, muss sich Volker Hirt beispielsweise entscheiden, ob er Roman Amoyan (55 kg G) oder Saba Khubezhty (74 kg F) einsetzt. Und die Germanen müssen wählen zwischen entweder Araz Khalilov (55 kg G) oder aber Bekhan Kurkiev (84 kg F).

Der Kampf in Bruchsal war schon dramatisch genug. Dieser alles entscheidende Rückkampf verspricht aber noch eine Steigerung, denn jetzt fällt die endgültige Entscheidung über den Titel. Sollte am Ende ein Punktegleichstand erreicht sein, zum Beispiel wenn der ASV mit 16:18 verliert, dann entscheidet zunächst die höhere Anzahl an Einzelsiegen. Sollte sich auch hier kein Unterschied ergeben, dann entscheidet die Anzahl der Vier-Punkte-Siege durch Schultersieg, Disqualifikation, Übergewicht oder letztlich die Zahl der technisch überhöhten Siege.

Bleibt zu hoffen, dass dem ASV solche Rechenexempel erspart bleiben und er seinen Vorsprung von zwei Punkten verteidigen kann. Dann könnte er erstmals in seiner Vereinsgeschichte den Meisterpokal erringen und damit im sechsten Jahr seiner Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga einen unglaublichen Aufschwung krönen

Das Kampfgericht

Den Männern in weiß wird natürlich wieder eine zentrale Rolle zukommen. Alle drei am Samstag eingesetzten Unparteiischen sind erfahrene Kampfrichter und waren schon in der Helios-Arena gegen Mainz oder Luckenwalde im Einsatz. Mattenleiter ist Uwe Steuler (Saarland), Mattenpräsident Karl-Peter Schmitt (Hessen) und Punktrichter Claudio Bibbo (Südbaden).

Der zeitliche Ablauf

17:00 Uhr Hallenöffnung und musikalische Einlagen

18:45 öffentliches Wiegen

19.20 Uhr Vorstellung der Mannschaften

und Nationalhymne mit der Nendinger Musikkapelle und dem aus Nendingen stammenden Künstler Gordon November.

19.30 Uhr Beginn der Kämpfe

Nach dem Kampf wird in der oberen Etage der Arena noch Party gefeiert

Das Aufbauteam

Die Aufbauteams des ASV treffen sich am Freitag, um 19.30 Uhr und am Samstag um 7.30 Uhr jeweils am Ringerlokal zur Abfahrt nach Schwenningen.

Kartenreservierungen

Reservierte Karten, die an der Kasse hinterlegt sind, können bis 18:30 Uhr dort abgeholt werden. Danach gelangen sie in den freien Verkauf

Parken

Außer auf den Parkplätzen zwischen der Helios-Arena und dem Gustav-Strohm-Stadion kann auch auf dem Messegelände geparkt werden.

Ringerzüge

Wer sich die Parkplatzsuche ersparen will, kann natürlich auch wieder bequem und kostenlos mit einem der beiden Ringerzüge anreisen. Abfahrt ist in Fridingen um 16:53 und 17:09 Uhr. Zusteigmöglichkeiten sind in Mühlheim, Stetten, Nendingen (17:01 und 17:17 Uhr), Tuttlingen-Nord, Tuttlingen-Zentrum und Tuttlingen-Hauptbahnhof (17:11 und 17:24 Uhr).

Ankunft an der Arena ist um 17:52 beziehungsweise 18:03 Uhr. Die Rückfahrtzeiten werden dann in der Arena bekanntgegeben.

Ehrengäste

Die Liste der Ehrengäste aus Politik und Sport ist lang und wird angeführt vom Landtagspräsidenten Guido Wolf, dem früheren Landrat des Kreises Tuttlingen.

Fernsehteams

Zwei Fernsehteams werden vor Ort sein. Regio TV wird wieder am Sonntag, 16. Februar, ab 18:00 Uhr und ab 22:30 Uhr einen 30-minütigen Sonderbericht senden. Und das 3. Fernsehprogramm des SWR wird am Sonntag ab 22:05 Uhr im Rahmen von „Sport im Dritten“ nach den Bundesligaspielen des VfB Stuttgart und SC Freiburg über das Ringerfinale des ASV Nendingen berichten.

Der ASV Nendingen feiert

Am Ende einer grandiosen Saison wird nun auf jeden Fall gefeiert. Unabhängig vom Ausgang des entscheidenden Finalkampfes am Samstag wird am Sonntag, 16. Februar, ab 16 Uhr in der Mehrzweckhalle der Nendinger Donauhallen eine Party steigen. Und vielleicht wird das ja sogar eine Meisterfeier. Aber auch wenn das nur eine Saisonabschlussfeier sein sollte, dann haben der ASV und seine Anhänger doch allen Grund zum Festen. Im Mittelpunkt wird eine Ehrung der Ringer durch die Stadt Tuttlingen stehen Alle Ringsportfreunde sind zu dieser Feier herzlich eingeladen. Hallenöffnung ist um 15 Uhr. Der Nendinger Männergesangverein hat freundlicherweise die Bewirtung übernommen.

Preis für 500. Mitglied

 

An diesem Wochenende wirbt der ASV Nendingen nochmals gezielt um neue Mitglieder, so dass vermutlich die Grenze von 500 Mitgliedern überschritten wird. Im Rahmen der Feier am Sonntag wird unter den neuen Mitgliedern ein ansehnlicher Preis ausgelost werden.

SVG Weingarten - ASV Nendingen 16:18

Artikel vom 09.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 4820, Kommentare: 0

Auswärtssieg des ASV – Reicht das Punktepolster?

In einem an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Kampf hat der ASV Nendingen am Samstag seinen ersten Auswärtssieg gegen den SV Germania Weingarten errungen. Mit dem 18:16 in der Holzindustrie-Halle in Bruchsal hat sich der ASV damit im Hinkampf des Finales um die Deutsche Meisterschaft eine gute Ausgangsposition für den Rückkampf am 15. Februar in der Helios-Arena in Schwenningen geschaffen.

Wenn auch viele Experten ein solches Ergebnis in etwa vorhergesagt hatten, so verlief dieser Kampfabend in den einzelnen Begegnungen über weite Strecken völlig anders als erwartet. Das fing beim ASV eigentlich schon kurz vor dem Kampf an, als der für die Klasse bis 60 kg G vorgesehene Dawid Ersetic wegen der Vorbereitung auf die EM kurzfristig keine Freigabe vom polnischen Verband für diesen Kampf erhielt. Ersetic hat seit einiger Zeit wegen seiner Abstammung einen deutschen Pass und wäre als U 23-Ringer natürlich ein Trumpf-Ass des ASV gewesen.

ASV-Trainer Volker Hirt musste deswegen umdisponieren. Baris Diksu sprang in dieser Gewichtsklasse ein und Louis Stumpe übernahm die Rolle des U 23- Ringers. Dass damit die Klasse bis 66 kg G wegen des Übergewichts des 17-Jährigen ASV-Talents von vornherein mit 0:4 an Weingarten ging, war einkalkuliert, denn Ion Panait galt ohnehin als klarer Favorit in dieser Klasse. Mit diesem Schachzug konnten jedoch die übrigen Klassen wie geplant besetzt werden.

Erstmals zum Einsatz beim ASV kam Neuzugang Riza Kayaalp, der vom SVG Weingarten nach Nendingen gewechselt war. Die in den dreifachen Europameister gesetzten hohen Erwartungen konnte er bei seinem eher mühevollen Punktsieg gegen Oliver Hassler allerdings nicht erfüllen. Zwar war sein 3:1 kein Einbruch, aber stimmungsmäßig ließ dieser Kampf kurzfristig die Aktien der Gastgeber gewaltig steigen, die Hoffnungen der ASV-Fans aber vorübergehend dämpfen.

Für mehr als einen Ausgleich sorgte aber dann kurz darauf Nicolai Ceban, der gegen den Albaner Egzon Shala wie schon gegen Mainz wieder einen glänzenden Kampf machte. Mit 14:2 Wertungspunkten holte er einen unerwarteten „Vierer“ für den ASV und unterstrich einmal mehr seine glänzende Form und sein tolles Engagement für seinen Verein.                                                     Und der zweite Matchwinner für den ASV war nach der Pause Nenad Zugaj. Nachdem er in den letzten Kämpfen noch etwas gehemmt gewirkt hatte, trumpfte er in Weingarten gegen Ramsin Azizsir gewaltig auf. Wie zu seinen besten Zeiten marschierte er bei seinem unerwartet klaren Sieg mit 11:4 vorwärts und brachte den ASV Nendingen damit doch noch auf die Siegerstraße.

Fast alle anderen Begegnungen waren hart umkämpft und auch geprägt von Entscheidungen des Kampfgerichts, die beim Anhang des ASV teilweise auf heftige Proteste trafen. Mit einigen Passivitätsurteilen beispielsweise waren die Nendinger gar nicht einverstanden. Nur einmal kam Trainer Volker Hirt aber mit seiner Challenge und dem Videobeweis erfolgreich durch.

In der für einen Finalkampf eigentlich viel zu kleinen Halle hatten sich unter den wohl über 2 000 Zuschauern mindestens 250 Nendinger Fans eingefunden. Und sie machten schon vor Kampfbeginn mächtig Stimmung. Mit ihren unermüdlichen Sprechchören gaben sie ihren Ringern enormen Rückhalt und ließen manchmal sogar wieder Heimkampfstimmung aufkommen. Da kann man jetzt schon erahnen, was am kommenden Samstag in der Helios-Arena bei der Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft abgehen wird.

Ein Kampfverlauf mit Höhen und Tiefen

Ghenadie Tulbea (55 kg F) hatte die Aufgabe, den ASV möglichst mit einem Sieg gleich in Führung zu bringen. Dieses Ziel schien er souverän zu erreichen, als er mit einem schönen Doppelbeinangriff zur Pausenführung von 3:0 kam und seinen Vorsprung dann sogar noch auf 5:0 ausbauen konnte. Dann kam jedoch Alexandru Chirtoaca besser in den Kampf und konnte doch noch auf 3:5 verkürzen. Der ASV führte dennoch mit 2:1.

Alle im ASV-Lager hofften nun, dass Riza Kayaalp, der Weltmeister von 2011, mit einem Vier-Punkte-Sieg gegen Oliver Hassler die Nendinger klar in Führung bringen würde. Seine Weltklasse demonstrierte er auch zu Beginn eindrucksvoll, als er schon nach einer Minute mit 6:0 und kurz darauf gar mit 8:0 vorne lag. Dann allerdings schien er von der Rolle zu sein, als er sich erst von seinem fast 20 kg leichteren Gegner mit einem Armzug überraschen ließ, und in der Folge sogar immer mehr in die Defensive geriet. Zwar reichte es gerade noch zu einem Sieg mit 3:1, doch da hatte man sich beim ASV mehr erwartet.

Einen guten Kampf zeigte Baris Diksu (60 kg G) gegen Jani Haapamäki, den Europameister von 2009, den die Germanen kurzfristig eingeflogen hatten. Der Finne konnte gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Nendinger nie entscheidende Akzente setzen. Nach einer 1:0-Führung zur Pause war er sogar immer mehr nur in der Defensive. Als er in der Unterlage nach Ansicht des ASV unerlaubte Beinarbeit einsetzte, kam Nendingen mit dem Videobeweis nicht durch, so dass der SVG diesen Kampf nur recht glücklich mit 2:0 für sich entscheiden konnte.

Als die Stimmung im Nendinger Lager sich schon etwas eintrübte, sorgte Nicolai Ceban (96 kg F) für einen entscheidenden Umschwung. Egzon Shala, der EM-Fünfte des letzten Jahres, war als gleichwertiger Gegner eingeschätzt worden. Und diese Erwartung schien bei einem Pausenstand von 2:2 auch gerechtfertigt zu sein. Wie dann aber Nicolai Ceban in nur 40 Sekunden in der 4. Minute die Hoffnungen der Gastgeber zerschlug, war unglaublich. Nach Beinangriff und einer Serie von Beinschrauben holte er in kürzester Zeit 12 Punkte und hatte den Kampf schon nach 3:59 Minuten vorzeitig für sich entschieden.

Damit war der ASV wieder im Rennen und mit 9:4 nun doch scheinbar beruhigend in Führung. Aber entschieden war damit noch gar nichts. Denn Samet Dülger (66 kg F) hatte wie erwartet gegen Anatoli Guidea, den EM-Zweiten von 2012, einen schweren Stand. Unermüdlich versuchte er immer wieder zu punkten, doch der Germane setzte die entscheidenden Attacken und brachte den SVG mit dem Pausenstand von 7:9 wieder gefährlich nahe heran.

Nur wenige im ASV-Lager waren nun noch von einem Sieg ihrer Mannschaft überzeugt, doch jetzt war es Nenad Zugaj (84 kg G), der die Hoffnung nach Nendingen zurück brachte. Nach seinen bisher glänzenden Leistungen war Ramsin Azizsir als zumindest gleichwertiger Gegner eingeschätzt worden. In einem lebhaften und zunächst engen Kampf ging der Nendinger zur Pause mit 5:3 in Führung und hatte dabei auch mal wieder in der Bodenlage mit einem Durchdreher gepunktet. Danach aber war es nur noch Nenad Zugaj, der unter der begeisterten Anfeuerung der ASV-Fans, gegen einem zunehmend völlig entkräfteten Azizsir die Punkte zum unerwartet klaren Sieg mit 11:4 machte.

Auch als danach Louis Stumpe (66 kg G) die vier Punkte gegen Ion Panait zum Zwischenstand von 12:12 abgab, blieb die Stimmung im ASV-Lager euphorisch. Der 17-jährige Nendinger hatte ja schon auf der Waage verloren, doch hielt er sich im Freundschaftskampf gegen den Favoriten lange Zeit hervorragend. Zur Pause führte er sogar mit 1:0, ehe sich der Favorit doch noch vorzeitig überlegen durchsetzte.

Die Siegeshoffnungen des ASV beruhten nun auf den beiden nächsten Kämpfen. Und der in dieser Saison bisher unbesiegte Piotr Ianulov (84 kg G) zeigte sich tatsächlich auch in Bruchsal als zuverlässiger Siegringer. In einem engen Kampf gegen den starken Bekhan Kurkiev holte er für den ASV mit 4:2 Wertungspunkten den erhofften Sieg zur Führung mit 14:13.

Und auch Saba Khubezhty (74 kg F) erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen. Auch wenn er zur Pause etwas umstritten mit 0:1 zurück lag, ließ er in der 2. Hälfte Georg Harth beim Sieg mit 7:1 keine wirkliche Chance. Immer wieder setzte er sich in umkämpften Situationen mit seiner Cleverness durch und erhöhte für Nendingen auf 17:14.

In der Klasse bis 74 kg G gab es wie schon in der Gruppenphase den ganz engen Kampf zwischen Frank Stäbler und Adam Juretzko. Mehrere Entscheidungen waren sehr umstritten. Zur Pause führte Fränky mit 2:1, doch am Ende wurde das Weingartener Urgestein Juretzko doch mit 4:2 zum Sieger erklärt. Das änderte nichts am Sieg der Nendinger Mannschaft. Mit den zwei Punkten Vorsprung beim 18:16 hat sich der ASV auf jeden Fall schon mal ein kleines, aber keineswegs beruhigendes, Polster für den Rückkampf verschafft.

Die Kämpfe im Einzelnen (Weingarten zuerst genannt): 55 kg F: Alexandru Chirtoaca – Ghenadie Tulbea 1:2 (PS 3:5). - 120 kg G: Oliver Hassler - Riza Kayaalp 1:3 (PS 4:9). - 60 kg G: Jani Haapamäki – Baris Diksu 2:0 (PS 2:0). - 96 kg F: Egzon Shala - Nicolai Ceban 0:4 (TÜ 2:14 nach 3:59 Minuten). - 66 kg F: Anatoli Guidea – Samet Dülger 3:0 (PS 7:0). - 84 kg G: Ramsin Azizsir – Nenad Zugaj 1:3 (PS 4:11). - 66 kg G: Ion Panait – Louis Stumpe 4:0 (ÜG, 12:2 nach 4:39 Minuten). - 84 kg F: Bekhan Kurkiev – Piotr Ianulov 1:2 (PS 2:4). - 74 kg F: Georg Harth – Saba Khubezhty 1:3 (PS 1:7). - 74 kg G: Adam Juretzko –Frank Stäbler 2:1 (PS 4:2). Endstand: 16:18.

ASV I - VfK Schifferstadt

Artikel vom 15.11.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4409, Kommentare: 0

ASV Nendingen deklassiert VfK Schifferstadt mit 25:6

Zehn Kämpfe – neun Siege. Mit dieser erstaunlichen Bilanz hat der ASV Nendingen am Samstag die Gäste vom VfK Schifferstadt in die Schranken verwiesen. Das klare Ergebnis von 25:6 spiegelt allerdings nicht ganz wider, dass sich die Pfälzer mit einer starken Mannschaft sehr teuer verkauften. So kamen die 1200 Zuschauer in der Mühlauhalle bei hochklassigen Kämpfen doch wieder voll auf ihre Kosten.

Das begann schon mit dem Einlagekampf zu Beginn dieses begeisternden Ringerabends, als die EM-Dritte Jaqueline Schellin in einem technisch hochstehenden Kampf ihre polnische Gegnerin Sylwia Shulc klar mit 10:3 besiegte. Beide Ringerinnen demonstrierten dabei vor einem staunenden Publikum, wie hoch das Niveau im Frauenringen ist.

Auch im anschließenden Bundesligakampf zwischen dem Tabellenführer ASV Nendingen und dem Tabellensechsten VfK Schifferstadt gab es höchst spannende Auseinandersetzungen. Nur zwei Kämpfe wurden durch Florin Gavrila und Andrei Perpelita vorzeitig entschieden. Vor allem die Gegner von Ghenadie Tulbea, Nicolai Ceban, Peter Öhler und Saba Khubezhty leisteten jedoch harten Widerstand, ehe sie sich geschlagen geben mussten. Am Ende aber konnte Trainer Volker Hirt nach dem neunten Sieg des ASV in Folge ein genüßliches Fazit ziehen: „Ich wusste, dass der VfK recht stark ist. Aber wir sind im Moment halt doch noch ein ganzes Stück stärker.“

Für eine positive Überraschung sorgte gleich zu Beginn Florin Gavrila (55 kg G), der gegen Marvin Scherer vom Start weg keinen Zweifel daran ließ, wer Chef auf der Matte war. Mit tollen Aktionen und zwei Aushebern sammelte er 13:0 Punkte zum vorzeitigen und in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten Überlegenheitssieg. Härtere Gegenwehr leistete da der wendige Mamuka Korozaia gegen Nicolai Ceban (120 kg F). Der ASV-Ringer startete zwar furios, doch der Georgier ließ nicht mehr als einen Punktsieg des sieggewohnten Nendingers zu.

Schon beim Hinkampf war Anatoli Buruian der härteste Gegner der Vorrunde für Ghenadie Tulbea (60 kg F) gewesen. Auch diesmal musste „Ghena“ seine ganze Cleverness ausspielen, um nach einem engen Kampf mit 5:3 seinen neunten Saisonsieg einzufahren. Und auch Peter Öhler (96 kg G) hatte mit dem allerdings sehr passiv eingestellten Etka Sever mehr Mühe als in Schifferstadt. Dennoch konnte der sympathische Schwarzwälder mit einem ungefährdeten Punktsieg auch in seinem sechsten Kampf seine weiße Weste in dieser Saison behalten.

Beim Stand von 10:2 für den ASV kam dann der routinierte Wladimir Berenhardt für Schifferstadt zum ersten,- und wie sich dann herausstellen sollte-, einzigen Sieg. Gegen Benjamin Raiser (66 kg G) wurde ihm nach einem zähen und recht ausgeglichenen Kampf in der Schlussphase vom wie immer sehr energisch leitenden Kampfrichter Petar Stefanov (Traunstein) sogar eine Fünfer-Wertung gutgeschrieben. Das gab den Ausschlag für seinen Punktsieg mit 3:0 Mannschaftspunkten.

Achmed Dudarov (84 kg F) war gegen Aydin Selimoglu immer der aktivere Ringer und kam nach gutem Kampf zum klaren Punktsieg. Hochstimmung in der Halle kam dann in der Begegnung zwischen Andrei Perpelita (66 kg F) und dem bulgarischen Vizemeister Stefan Ivanov auf. In einem glänzenden Kampf spielte Perpelita sein ganzes Freistilkönnen aus und punktete seinen Gegner nach vier Minuten mit 11:0 aus.

„Erfahrung gegen Jugend“ war das Motto in der Klasse bis 84 kg G. Nenad Zugaj konnte hier gegen den Junioreneuropameister Denis Kudla seine ganze Routine und Klasse zeigen, als er gegen das große deutsche Talent mit 6:0 Punkten gewann. Hochklassig dann auch der Kampf zwischen Frank Stäbler (74 kg G) und dem polnischen Vizemeister Arkadiusz Kulynysz. In der ersten Hälfte punktete „Fränky“ mit einem Ausheber, aber erst in der Schlussphase konnte er gegen seinen zähen Gegner seine Führung auf dann sogar 8:0 ausbauen.

Zu seinem ersten Saisoneinsatz für den ASV kam Saba Khubezhty in der Klasse bis 74 kg F. Gegen den bulgarischen Meister Miroslav Kirov zeigte er aber schnell, dass er nichts von seinem großen Können verlernt hat. Schnell ging er mit 7:0 in Führung und erst zum Schluss konnte sein Gegner den Abstand etwas verkürzen. Mit 9:5 Wertungspunkten aber konnte der ASV-Ringer den neunten Nendinger Sieg des Abends feiern und damit den Endstand von 25:6 herstellen.

Die Ergebnisse im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg G: Florin Gavrila – Marvin Scherer 4:0 (TÜ 13:0). - 120 kg F: Nicolai Ceban – Mamuka Korodzaia 2:1 (PS 4:1). - 60 kg F: Ghenadie Tulbea – Anatoli Buruian 2:1 (PS 5:3). - 96 kg G: Peter Öhler – Etka Sever 2:0 (PS 3:0). - 66 kg G: Benjamin Raiser – Wladimir Berenhardt 0:3 (PS 0:6). - 84 kg G: Nenad Zugaj – Denis Kudla 3:0 (PS 6:0). - 66 kg F: Andrei Perpelita – Stefan Ivanov 4:0 (TÜ 11:0). - 84 kg F: Achmed Dudarov – Aydin Selimoglu 3:0 (PS 6:0). - 74 kg G; Frank Stäbler – Arkadiusz Kulynysz 3:0 (PS 8:0). - 74 kg F: Saba Khubezhty – Miroslav Kirov 2:1 (PS 9:5). Endstand: 25:6

SV Burghausen - ASV I 11:24

Artikel vom 04.11.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4146, Kommentare: 0

ASV Nendingen ohne Mühe beim SV Wacker Burghausen

Auch im ersten Kampf der Rückrunde der 1. Bundesliga Süd behielt der ASV Nendingen mit einem klaren Sieg beim SV Wacker Burghausen mit 24:11 seine weiße Weste. Die Oberbayern hatten zwar sehr viel stärker aufgestellt als in der Vorrunde, waren aber dennoch chancenlos gegen den Spitzenreiter. „Seid euch nicht zu sicher. Wir haben alles an Bord, was wir bieten können“, hatten Fans aus Burghausen noch am Vorabend gemailt. Doch es sollte für den Gastgeber gegen den Tabellenführer auch diesmal nicht reichen.

Besonders begeistert war Trainer Volker Hirt diesmal von seinen beiden schweren Ringern: „Nicolai hat einen ganz starken Kampf gemacht und Peter war einfach überragend.“ Peter Öhler besiegte den Griechen Theodoros Tounousidis, der im letzten Jahr eine Bilanz von 11:3 Siegen in der Bundesliga hatte, ganz glatt mit 7:0 Wertungspunkten. Und Nicolai Ceban holte sogar einen Vier-Punkte-Sieg gegen Gergely Kiss. Aber auch Ghenadie Tulbea, Andrei Perpelita, Frank Stäbler und Achmed Dudarov überzeugten bei ihren Siegen in Burghausen.

Florin Gavrila (55 kg G) hatte mit dem starken Polen Marcin Kunysz einen lang aufgeschossenen und unbequemen Gegner. Sicher auch noch vom Gewichtmachen geschwächt musste er sich nicht unerwartet nach Punkten geschlagen geben. Wie befreit rang am Samstag Nicolai Ceban auf, der nun in der Rückrunde in der Klasse bis 120 kg antritt. Gergely Kiss, der Olympia-Achte von Peking, machte gegen ihn keinen Stich und verlor den Kampf schon in der 5. Minute vorzeitig.

Ghenadie Tulbea (nun 60 kg F) brauchte in seiner tollen Form nicht einmal zwei Minuten für seinen Überlegenheitssieg gegen Shurab Atalay, der im Vorjahr für den ASV Mainz noch eine Bilanz von 7:0 Siegen aufgewiesen hatte. Und auch Peter Öhler (96 kg G) überzeugte rundum mit seinem fünften Sieg im fünften Kampf. „Der hat wieder von Anfang an Gas gegeben ohne Ende“, bilanzierte Volker Hirt beeindruckt.

Nicht seinen stärksten Tag hatte an diesem Tag Benjamin Raiser (66 kg G), der gegen Andreas Maier knapp mit 1:2 unterlag. Umso stärker trumpfte Achmed Dudarov (84 kg F) auf. Christian Maier lag hier schon nach gut drei Minuten mit 0:11 entscheidend im Rückstand. Und noch überlegener war anschließend Andrei Perpelita (66 kg F). Nach nur 56 Sekunden hatte er Martin Maier mit 11:0 Punkten buchstäblich deklassiert.

Nicht eingeplant war jedoch die glatte Niederlage von Neven Zugaj (84 kg G). Dass Mykola Daragan ein ganz starker Ringer ist, wusste man schon von seiner Saisonbilanz von 11:2 Siegen im letzten Jahr. Doch von Neven hätte man etwas stärkeren Widerstand als bei seiner Niederlage mit 0:6 Punkten erhofft.

Ganz ausgeglichen verliefen die beiden letzten Kämpfe in der Klasse bis 74 kg. Frank Stäbler hatte es mit Matthias Maasch, dem Deutschen Meister des letzten Jahres, zu tun. Beide Ringer kennen sich natürlich bestens. Beim Stand von 1:1 setzte sich letztlich „Fränky“ mit der letzten Wertung als Sieger durch. Und genauso knapp ging es im Freistil zwischen Yan Ceaban und Nikolay Kurtev zu. Trotz sehr guter Leistung musste sich der Nendinger am Ende recht unglücklich knapp mit 1:2 geschlagen geben.

Die Kämpfe im Einzelnen (Burghausen zuerst genannt): 55 kg G: Marcin Kunysz – Florin Gavrila 3:1 (PS 8:1). – 120 kg F: Gergely Kiss – Nicolai Ceban 0:4 (TÜ 0:12). – 60 kg F: Shurab Atalay – Ghenadie Tulbea 0:4 (TÜ 0:12). – 96 kg G: Theodoros Tounousidis – Peter Öhler 0:3 (PS 0:7). – 66 kg G: Andreas Maier – Benjamin Raiser 2:1 (PS 2:1). – 84 kg F: Christian Maier – Achmed Dudarov 0:4 (TÜ 0:11). – 66 kg F: Martin Maier – Andrei Perpelita 0:4 (TÜ 0:11). – 84 kg G: Mykola Daragan – Neven Zugaj 3:0 (PS 6:0). – 74 kg G: Matthias Maasch – Frank Stäbler 1:2 (PS 1:1). – 74 kg F: Nikolay Kurtev – Yan Ceaban 2:1 (2:1). Endstand: 11:24

ASV I - TuS Adelhausen 17:13

Artikel vom 29.10.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4079, Kommentare: 0

Benjamin Raiser wird zum Matchwinner für den ASV Nendingen

Der Spitzenkampf der 1. Bundesliga Süd zwischen dem ASV Nendingen und dem TuS Adelhausen hat am Samstag in der voll besetzten Mühlauhalle alle Erwartungen erfüllt. 1220 Zuschauer erlebten einen höchst spannenden Ringerabend, begeisternde Kämpfe und einen verdienten Sieg des ASV mit 17:13. Zum Matchwinner für Nendingen wurde Benjamin Raiser, der trotz beruflich bedingtem Trainingsrückstand in einem dramatischen Kampf überraschend gegen Florian Hassler mit einem knappen Punktsieg die Weichen für den Sieg des ASV stellte.
 
Dabei war die Ausgangssituation der Nendinger alles andere als optimal. Mit Samet Dülger und Ergün Aydin fehlten nach wie vor zwei verletzte deutsche Stammringer. So musste Trainer Volker Hirt sogar Jugendtrainer Dominik Hipp, der im letzten Jahr seinen Abschied von der Matte erklärt hatte, zum Einsatz in der Bundesliga überreden. Als am Samstag die clevere Mannschaftsaufstellung der Gäste bekannt wurde, war Volker Hirt denn auch alles andere als optimistisch: „Das reicht heute wohl nicht.“
Doch einige seiner Ringer wuchsen an diesem Abend über sich hinaus. Die schnellen Vier-Punkte-Siege von Ghenadie Tulbea und Roman Amoyan brachten in der Anfangsphase mit ihren Turbo-Auftritten die nötige Stimmung in die Halle. Und dann entschieden die ASV-Ringer von sechs engen Schlüsselkämpfen vier für sich. Vor allem die Siege von Benjamin Raiser und Andrei Perpelita ebneten hier den Weg zum Erfolg. Als dann auch Balasz Kiss und Nenad Zugaj die von ihnen erhofften Siege einfuhren, war zum Abschluss der Vorrunde der siebte Sieg in Folge und die „Herbstmeisterschaft“ des ASV perfekt.
 
Ghenadie Tulbea (55 kg F) legte mit einem souverän schon in den ersten drei Minuten herausgerungenen Überlegenheitssieg gegen Marc Luithle einmal mehr den Grundstein für den Erfolg des ASV. Der ganz entschlossen ringende WM-Dritte Balasz Kiss (120 kg G) hatte mit Alin Alexuc-Ciuraiu ebenfalls einen WM-Starter gegen sich. Der Gast war allerdings nur defensiv eingestellt und kassierte nach einer Ermahnung in der Wahrnehmung des Publikums noch drei Verwarnungen, was zu seiner Disqualifikation und einem 4:0 Sieg für „Balu“ gereicht hätte. Doch der insgesamt gut leitende Kampfrichter Uwe Steuler (Koblenz) nahm am Ende eine der Verwarnungen zurück, so dass sich Nendingen mit 2:0 Mannschaftspunkten begnügen musste.
Eine absolute Weltklasseleistung bot Roman Amoyan (60 kg G) gegen den Deutschen Meister Ceyhun Zaidov. Schon nach zwei Minuten hatte er seinen Gegner mit 11:0 Punkten in überragender Manier deklassiert. Sehr viel enger her ging es dann in der Klasse bis 96 kg F, wo sich mit Nicolai Ceban und Yuri Belonowski die beiden bisher ungeschlagenen Ringer dieser Klasse gegenüber standen. In einem ganz engen Kampf setzte sich hier der etwas agilere Gast durch, so dass Adelhausen zu den ersten zwei Punkten kam.
Den nächsten Schlüsselkampf aber konnte der ASV mit Andrei Perpelita (66 kg F) für sich entscheiden. Der WM-Elfte hatte hier mit dem WM-Neunten Ivan Guidea einen genauso brillanten Freistiltechniker gegen sich. Nicht nur die Experten unter den Zuschauern waren über diesen ständig hin und her wogenden Spitzenkampf begeistert. Unter dem Jubel der ASV-Anhänger setzte sich letztlich Perpelita mit 7:5 durch und brachte Nendingen so mit einer beruhigenden Führung von 12:3 in die Pause.
 
Nenad Zugaj (84 kg G) tat sich dann aber mit dem immer noch erstaunlich starken Konstantin Schneider, dem WM-Dritten von 2005, etwas schwer. Nach zähem Kampf ohne Wertungspunkte musste sich der ASV-Ringer mit einem 1:0 Sieg nach Kampfrichterentscheid zufrieden geben. Für die Vorentscheidung für Nendingen sorgte dann aber unerwartet Benjamin Raiser (66 kg G). Wegen seines Trainingsrückstands galt er gegen Florian Hassler eigentlich als Außenseiter. Doch „Benji“ wuchs einmal mehr über sich hinaus und baute mit einem hart erkämpften Punktsieg die Nendinger Führung auf 15:4 aus.
 
Da konnten dann auch die Niederlagen in den letzten drei Kämpfen nichts mehr am Nendinger Sieg ändern. Achmed Dudarov (84 kg F) unterlag mit 1:3 gegen Krystian Brzozowski. Dominik Hipp (74 kg F) musste sich erwartungsgemäß gegen den EM-Dritten Gergö Wöller vorzeitig geschlagen geben. Und zum Schluss lieferten sich Frank Stäbler, WM-Dritter der Klasse bis 66 kg, und Bozo Starcevic, EM-Dritter der Klasse bis 74 kg, den erwartet engen Kampf auf hohem Niveau. Der Gast setzte sich hier etwas glücklich mit 3:2 Wertungspunkten durch, so dass die starke Adelhauser Mannschaft die Niederlage in engen Grenzen halten konnte.
 
Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Marc Luithle 4:0 (TÜ 12:0). – 120 kg G: Balasz Kiss – Alin Alexuc-Ciuraiu 2:0 (PS 4:0). 60 kg G: Roman Amoyan – Ceyhun Zaidov 4:0 (TÜ 11:0). – 96 kg F: Nicolai Ceban – Yuri Belonowski 0:2 (PS 0:2). – 66 kg F: Andrei Perpelita – Ivan Guidea 2:1 (PS 7:5). – 84 kg G: Nenad Zugaj – Konstantin Schneider 1:0 (PE 0:0). – 66 kg G: Benjamin Raiser – Florian Hassler 2:1 (PS 3:1). – 84 kg F: Achmed Dudarov – Krystian Brzozowski 1:3 (PS 1:10). – 74 kg F: Dominik Hipp – Gergö Wöller 0:4 (TÜ 3:15). – 74 kg G: Frank Stäbler – Bozo Starcevic1:2 (PS 2:3). Endstand: 17:13

ASV Nendingen I - SVG Weingarten 21:18

Artikel vom 30.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4391, Kommentare: 0

Ringerkrimi bringt ersteb Sieg des ASV Nendingen gegen den SVG Weingarten

Am Samstag um 21:28 Uhr glich die Mühlauhalle einem Tollhaus. Soeben hatte der ASV Nendingen nach einem an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Thriller den mehrfachen deutschen Meister SVG Weingarten erstmals knapp mit 21:18 besiegt. „Edi“ Kratz konnte sich mit einem knappen Sieg im letzten Kampf als Matchwinner feiern lassen und kaum einen der 1200 begeisterten Zuschauer hielt es da mehr auf den Sitzen.
Auch ASV-Trainer Volker Hirt musste danach erst um Fassung ringen: „Ich bin einfach nur überglücklich. Nach der ganzen Vorgeschichte mit den Verletzungen und den Aufstellungsplanspielen bis zum letzten Tag hätte ich einen Sieg fast nicht mehr für möglich gehalten.“ Nach der Verletzung des fest eingeplanten Achmed Dudarov war in der Woche zuvor auch noch Stammringer Samet Dülger ausgefallen. Der Ausfall dieser beiden deutschen Ringer machte die Erfüllung der Deutsch-Quote zu einem großen Problem, das aber letztlich optimal gelöst wurde.
Auf beiden Seiten waren in dieser Spitzenbegegnung insgesamt acht WM-Ringer, darunter zwei Medaillengewinner, im Einsatz. Als die Mannschaftsaufstellungen bekannt wurden, war in fast jeder der zehn Paarungen mit hochklassigen, ausgeglichenen und offenen Kämpfen zu rechnen. Niemand wollte deswegen im Vorfeld mit einer festen Prognose herausrücken. Überraschend war dann aber doch, dass relativ viele Kämpfe einen klaren Sieger fanden, ohne dass dadurch auch nur ein Funke der knisternden Spannung verloren ging. Der ASV Nendingen gewann die fünf oberen und die leichteste Gewichtsklasse, während sich die Gäste mit vier Siegen in den mittleren Klassen begnügen mussten.
Für einen perfekten Start in dieses Ringerfest sorgte gleich zu Beginn Ghenadie Tulbea (55 kg F). Gegen Alexandru Chirtoaca war wie in früheren Begegnungen ein ganz enger Kampf erwartet worden. Doch das ASV-Ass überraschte seinen Gegner schon in der 2. Minute mit einem blitzschnellen Beinangriff, der zum umjubelten Schultersieg führte. Dieser nicht einkalkulierte Vier-Punkte-Sieg sollte sich später als entscheidende Grundlage für den Gesamtsieg des ASV erweisen. Noch größer wurde der Jubel in der Mühlauhalle, als anschließend Publikumsliebling Balazs Kiss (120 kg G) in einem schönen Kampf den deutschen WM-Starter Oliver Hassler deutlich beherrschte und mit 6:1 Punkten besiegte.
Darauf folgte aber wieder die Ernüchterung im Kampf von ASV-Neuzugang Dawid Ersetic (60 kg G) gegen den WM-Dritten Peter Modos. Vier Minuten lang schien Ersetic seinen passiv wirkenden Gegner zu dominieren und ging auch mit 1:0 in Führung. Dann aber drehte Modos vor allem aus der Bodenlage wie entfesselt auf und holte sogar noch einen Vier-Punkte-Sieg für die Gäste. In einem hochklassigen Freistilkampf konnte aber Nicolai Ceban (96 kg F) gegen den sehr agilen Bekhan Kurkiev mit einem hart erkämpften aber sicheren Sieg mit 8:2 Punkten den Vorsprung des ASV auf 10:6 ausbauen.
Den Ausgleich zum Pausenstand von 10:10 besorgte für Weingarten Anatoli Guidea. Der für Samet Dülger kurzfristig eingesprungene 15-jährige Tim Baur (66 kg F) stand hier natürlich auf verlorenem Posten, schlug sich aber in seinem ersten Bundesligakampf beachtlich.
Das Wechselbad der Gefühle ging auch in der zweiten Hälfte weiter. Zunächst überrollte Nenad Zugaj (84 kg G) mit der Anfeuerung der ASV-Fans Mateusz Wolny richtiggehend. Ständig vorwärts marschierend drängte er den Gast in die Defensive und holte die Wertungen zum Vier-Punkte-Sieg. Genau umgekehrt dann in der Klasse bis 66 kg G, wo Benjamin Raiser gegen den starken Ion Panait unter die Räder geriet und nach dem 4. Passivitätsverstoß disqualifiziert wurde.
Damit stand es wieder ausgeglichen 14:14 und viel kam auf den Kampf von Piotr Ianulov (84 kg F) gegen den WM-Siebten Gabriel Seregelyi an. Der ASV-Ringer zeigte in dieser Situation eine absolute Weltklasseleistung, als er seinen Kontrahenten mit lehrbuchreifen Freistilangriffen vorzeitig mit 12:0 Punkten deklassierte und für seine Mannschaft damit einen letztlich entscheidenden Vorsprung erkämpfte.
Aber nach dem Kampf von Ergün Aydin(74 kg F) gegen Georg Harth wurde es doch noch einmal spannend. In einem als völlig offen erachteten Kampf war der Gast in den entscheidenden Momenten etwas schneller und cleverer und brachte sein Team auf 17:19 heran. Der Kampf der beiden Routiniers Eduard Kratz (74 kg G) und Adam Juretzko musste also die Entscheidung bringen. „Edi“ ging nach einem Durchdreher mit 3:0 in Führung und sein Gegner konnte zum Schluss nur noch auf 3:2 verkürzen. Das war’s dann aber auch und dann gab es nur noch stehende Ovationen für die Nendinger Mannschaft, die damit zum ersten Mal gegen den SVG mit 21:18 die Oberhand behielt.
Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Alexandru Chirtoaca 4:0 (SS bei 3:0). -120 kg G: Balazs Kiss - Oliver Hassler 3:1 (PS 6:1). - 60 kg G: Dawid Ersetic – Peter Modos 0:4 (TÜ 1:14). –  96 kg F: Nicolai Ceban – Bekhan Kurkiev 3:1 (PS 8:2). – 66 kg F: Tim Baur – Anatoli Guidea 0:4 (TÜ 0:11). – 84 kg G: Nenad Zugaj – Mateusz Wolny 4:0 (TÜ 13:2). – 66 kg G: Benjamin Raiser - Ionut Panait 0:4 (DS bei 0:10). – 84 kg F: Piotr Ianulov – Gabriel Seregelyi 4:0 (TÜ 12:0). – 74 kg F: Ergün Aydin – Georg Harth 1:3 (PS 1:7). – 74 kg G: Eduard Kratz – Adam Juretzko 2:1 (PS 3:2). Endstand: 21:18

VfK Schifferstadt - ASV Nendingen 11:23

Artikel vom 08.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 5151, Kommentare: 0

ASV Nendingen gewinnt auch in Schifferstadt souverän

Die Bundesligaringer des ASV Nendingen haben am Samstag auch ihren zweiten Kampf überlegen gewonnen. Obwohl sie auch diesmal noch nicht in Bestbesetzung antreten konnten, verteidigten sie beim VfK Schifferstadt mit einem klaren Sieg von 23:11 ihre Tabellenführung. Damit kann der ASV mit 4:0 Punkten beruhigt in die WM-Pause, bevor dann am 28.September der Schlagerkampf daheim gegen den SVG Weingarten ansteht.

Die Gastgeber hatten vor diesem Kampf „eine ringerische Delikatesse“ erwartet und sie wurden nicht enttäuscht. Die 400 Zuschauer in der allerdings total überhitzten Wilfried-Dietrich-Halle konnten tatsächlich Ringsport vom Feinsten erleben. Die starke Heimmannschaft trug dazu ihren Anteil bei, denn die Hälfte der Kämpfe endete nach relativ engem Verlauf mit einer Wertung von 2:1. Mit fünf klaren Siegen ließen die Nendinger aber nie Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen.

Einen spektakulären Kampf lieferte einmal mehr schon zum Auftakt Ghenadie Tulbea (55 kg F), der mit Anatoli Buruian auf einen jungen und ebenfalls aus Moldawien stammenden Ringer traf. Nach 4:0-Führung zur Halbzeit kam der Nendinger überraschend durch eine Fünfer-Wertung plötzlich in Rückstand und musste dann kämpfen um letztlich nach tollen Aktionen mit 12:8 doch die Oberhand gegen den im letzten Jahr unbesiegten Gegner zu behalten.

Zu seinem zweiten Sieg im zweiten Kampf kam Peter Öhler (120 kg G), der sich schon jetzt zu einer stabilen Stütze des Teams entwickelt hat. Gegen den gewiss nicht schlechten Etka Sever setzte er sich mit guter Kondition in der zweiten Hälfte deutlich mit 6:0 durch. Eine gute Leistung zeigte auch wieder Baris Diksu (60 kg G). Gegen Marvin Scherer hatte er durchaus eine Siegchance. Er führte auch nach vier Minuten noch, gab dann aber am Boden doch noch eine Wertung ab und unterlag knapp mit 2:3.

Absolut Verlass war auch wieder auf Nicolai Ceban (96 kg F). Gegen den starken Georgier Mamuka Korozaia kam er zu einem ungefährdeten Punktsieg mit 7:3 Punkten. Nicht unbedingt zu erwarten war der klare Überlegenheitssieg von Samet Dülger (66 kg F) gegen Stefan Ivanov. Der bulgarische Fünfte der Universiade wurde vom gewaltig auftrumpfenden Nendinger buchstäblich mit 11:0 nach knapp 4 Minuten überrollt. Damit waren mit 12:4 für den ASV schon zur Pause die Weichen für den Sieg gestellt.

Zumal dann zunächst Neven Zugaj (84 kg G), der diesmal statt seines Bruders Nenad eine Klasse höher antrat, mit einem Vierer die Nendinger Führung ausbaute. Schon nach 33 Sekunden hatte er mit zwei spektakulären Fünfer-Wertungen Ibrahim Rashid besiegt. Und auch Edgar Melkumov (66 kg G) zeigte sich in Bestform, als er taktisch sehr klug ringend Wladimir Berenhardt vorzeitig mit 13:2 Punkten überlegen besiegte.

Achmed Dudarov (84 kg F) hatte sich die Woche zuvor eine Verletzung zugezogen. Mit diesem Handicap ging er gegen den für Spanien startenden Taymuraz Friev frühzeitig auf die Schultern. Einen ganz engen Kampf hingegen lieferte wieder Yan Ceaban (74 kg F), der mit dem Bulgaren Miroslav Kirov auf einen der stärksten Heimringer traf. In einem ausgeglichenen Kampf wäre auch ein Sieg möglich gewesen, aber Kirov setzte sich knapp mit 3:1 Punkten durch.

Den Endstand von 23:11 für Nendingen stellt dann Eduard Kratz (74 kg G) her. Ganz abgeklärt ringend holte er sich gegen den baumlangen Arkadiusz Kulynycz 4:1 Wertungspunkte und damit den siebten Einzelsieg für den ASV an diesem Abend.

Die Kämpfe im Einzelnen (Schifferstadt zuerst genannt): 55 kg F: Anatoli Buruian – Ghenadie Tulbea 1;2 (PS 8:12). - 120 kg G: Etka Sever – Peter Öhler 0:3 (PS 0:6). - 60 kg G: Marvin Scherer – Baris Diksu 2:1 (PS 3:2). - 96 kg F: Manuka Korozaia – Nicolai Ceban 1:2 (PS 3:7). - 66 kg F: Stefan Ivanov – Samet Dülger 0:4 (TÜ 0:11). - 84 kg G: Ibrahim Rashid – Neven Zugaj 0:4 TÜ 0:11). - 66 kg G: Wladimir Berenhardt – Edgar Melkumov 0:4 TÜ 2:13). - 84 kg F: Taymuraz Friev – Achmed Dudarov 4:0 (SS bei 6:0). - 74 kg F: Miroslav Kirov – Yan Ceaban 2:1 (PS 3:1). - 74 kg G: Akradiusz Kulyniycz – Eduard Kratz 1:2 (PS 1:4). Endstand: 11:23

ASV Nendingen - SV Burghausen 26:9

Artikel vom 01.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 5019, Kommentare: 0

ASV Nendingen startet mit Kantersieg in die Saison

Ohne jede Chance ist am Samstag der Gast vom SV Wacker Burghausen in der Mühlauhalle gewesen. Der ASV Nendingen behielt beim Saisonstart in der 1. Bundesliga mit 25:6 klar die Oberhand. Und dieses Ergebnis wird demnächst sogar auf 29:6 korrigiert werden, da die Gäste auf einen theoretisch möglichen Nachholkampf verzichten.
Die Gefühle im Nendinger Lager waren an diesem Abend etwas zwiespältig. Auf der einen Seite freute man sich natürlich über schöne Kämpfe, den eindeutigen Sieg, die über 1 100 Zuschauer und eine tolle Stimmung in der Mühlauhalle. Auf der anderen Seite war aber die Verärgerung  groß, dass die Gäste nicht mit einer stärkeren Formation angereist waren. Offensichtlich hatten sich die Bayern von vornherein keine große Siegchance ausgerechnet und hatten einige ihrer Stars nicht dabei.
Obwohl auch der ASV nicht alle seine Asse einsetzen konnte, präsentierte Trainer Volker Hirt eine starke Aufstellung, in der mit Peter Öhler und Edgar Melkumov auch zwei Neuzugänge im ASV-Trikot debütierten. Das ASV-Team mit fünf deutschen Ringern, darunter zwei mit dem U23-Status, konnte rundum gefallen, auch wenn es an diesem Abend nicht voll gefordert war. So konnte der ASV sechs Vier-Punkte-Siege verbuchen, während nur vier Kämpfe über die volle Distanz von sechs Minuten gingen.
Schon die ersten beiden Kämpfe zeigten einen Klassenunterschied. Ghenadie Tulbea (55 kg F) brauchte weniger als eine Minute, um den völlig überforderten und zudem übergewichtigen Stefan Wuchterl mit 13:0 vorzeitig zu besiegen. Und Peter Öhler (120 kg G) hatte nur zu Beginn Probleme mit dem 13 Kilogramm schwereren Ex-Aalener Coskun Efe. Der Gast war offensichtlich nicht fit,  offenbarte zudem schnell eklatante Konditionsmängel. und musste nach mehreren Verwarnungen und Pausen beim Stand von 4:3 für den topfit auftretenden Nendinger Neuzugang den Kampf aufgeben.
Eine starke Leistung zeigte Baris Diksu, der kurzfristig für die Klasse bis 60 kg Gewicht gemacht hatte. In der ersten Hälfte dominierte er gegen Csongor Knipli eindeutig, konnte aber trotz zweier Passivitätsverwarnungen für den Gast keine Wertung erzielen. Als die Kräfte Diksus etwas nachließen, genügte dem international schon erfahrenen ungarischen Ringer eine Aktion um zum Sieg mit 2:0 zu kommen. Völlig ungefährdet war jedoch Nicolai Ceban (96 kg F) gegen Anton Losowik, den er schon nach knapp vier Minuten mit 12:0 Wertungspunkten und herrlichen Freistiltechniken überfuhr.
Gegen Samet Dülger (66 kg F) leistete Martin Maier wesentlich stärkeren Widerstand. Aber auch er konnte den vorzeitigen Überlegenheitssieg des gut aufgelegten Nendingers mit 12:0 nicht verhindern. So war der Mannschaftskampf zur Pause bei einem Stand von 16:2 praktisch schon entschieden. Zumal danach Nenad Zugaj (84 kg G) gegen Max Lukas auch nur gut zwei Minuten brauchte, um ebenfalls mit 12:0 den frühen Vier-Punkte-Erfolg einzufahren.
Die letzten drei Kämpfe waren dann viel härter umkämpft. Neuzugang Edgar Melkumov musste zunächst großen Widerstand des DM-Dritten Andreas Maier brechen, ehe er mit 4:0 Wertungspunkten seinen ersten Sieg im ASV-Trikot sichergestellt hatte. Achmed Dudarov ist nun in die Klasse bis 84 kg F aufgerückt und demonstrierte mit einem nicht unbedingt zu erwartenden Punktsieg auch hier seine Klasse. Gegen Namik Kormaz, den Dritten der türkischen Meisterschaften, zeigte er eine ganz starke Leistung und baute seine knappe Führung kurz vor Schluss sogar noch auf 5:1 aus.
Ihren stärksten Ringer hatten die Gäste zweifellos mit Nikolay Kurtev in der Klasse bis 74 kg F. Hier war auf Nendinger Seite kurzfristig Yan Ceaban eingesprungen, der ansonsten für die Regionalligamannschaft des ASV vorgesehen ist. Aber der Nendinger Co-Trainer hielt gegen den bulgarischen EM-Neunten dieses Jahres den Kampf lange Zeit völlig offen und musste erst in der Schlussphase seine Niederlage mit 3:8 Punkten akzeptieren.
Beschäftigungslos war an diesem Abend leider Eduard Kratz (74 kg G), der auf einen Einsatz gebrannt hatte. Burghausen hatte aber nur auf dem Papier mit Eugen Ponomartschuk einen Gegner, der vom DRB für die WM-Vorbereitung in der Klasse bis 84 kg freigestellt war, für einen möglichen Nachholkampf aber ohnehin viel zu schwer wäre.
 
Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Stefan Wuchterl 4:0 (TÜ 13:0). - 120 kg G: Peter Öhler – Coskun Efe 4:0 (Aufgabe bei 4:3). - 60 kg G: Baris Diksu – Csongor Knipli 0:2 (PS 0:3). -  96 kg F: Nicolai Ceban – Anton Losowik 4:0 (TÜ 12:0). - 66 kg F: Samet Dülger – Martin Maier 4:0 (TÜ 12:0). -  84 kg G: Nenad Zugaj – Max Lukas 4:0 (TÜ 12:0). - 66 kg G: Edgar Melkumov – Andreas Maier 2:0 (PS 4:0). - 84 kg F: Achmed Dudarov – Namik Korkmaz 2:1 (PS 5:1). - 74 kg F: Yan Ceaban – Nikolay Kurtev 1:3 (PS 3:8). - 74 kg G: Eduard Kratz – Eugen Ponomartschuk. Der SVW-Ringer ist vom DRB für die WM-Vorbereitung freigestellt. Burghausen verzichtet aber auf einen möglichen Nachholkampf. Der vorläufige Endstand von 25:6 wird deswegen aber letztlich mit 29:6 gewertet werden.

 

Endlich geht's los: Erster Heimkampf des ASV Nendingen

Artikel vom 29.08.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 2773, Kommentare: 0

Endlich geht’s los: Erster Heimkampf des ASV Nendingen

Viele Ringsportfreunde haben seit den Halbfinalkämpfen gegen den ASV Mainz im Januar auf diesen Tag hingefiebert. An diesem Samstag, 31. August, wird in der Tuttlinger Mühlauhalle wieder die Post abgehen. Die Ringer des ASV Nendingen wollen mit der Unterstützung ihres treuen Publikums einen neuen Anlauf unternehmen, um auch in dieser Saison im Konzert der großen Ringervereine in Deutschland mitzumischen.

Mit dem SV Wacker Burghausen kommt auch gleich ein attraktiver Gegner, der den Nendingern schon mal alles abverlangen wird. Zwar muss die Heimmannschaft als Favorit gelten, aber die Niederbayern haben schon in der letzten Saison bewiesen, dass sie immer dann besonders stark sind, wenn es um etwas geht. So haben sie im Viertelfinale gegen den späteren Vizemeister KSV Köllerbach kräftig dagegen gehalten und nur relativ knapp verloren.

Genauso wie der ASV haben sich auch die Niederbayern mit acht hochkarätigen Neuzugängen verstärkt. In den beiden leichten Gewichtsklassen sorgen im Freistil Shurab Atalay (bisher Mainz) und der Georgier Beka Lomtadze für ganz hohes Niveau. Und im griechisch-römischen Stil stehen ihnen Junioren-Europameister Tolgahan Karatas und der Pole Marcin Kunysz in nichts nach. In der Klasse bis 66 kg G kann der SV mit dem Serben Davor Stefanek einen EM-Dritten von 2012 aufbieten. Gleich zwei neue Spitzenringer können die Klasse bis 84 oder 96 kg Freistil abdecken. Vom TuS Adelhausen kam Edgaras Voitechovskis und von der RWG Mömbris/Königshofen Mihail Ganev, der EM-Zweite von 2012. Und in der Klasse bis 120 kg im klassischen Stil ist der frühere Aalener Coskun Efe vom ASV Mainz nach Niederbayern gewechselt.

Schon diese Aufzählung beweist, dass Burghausen sich für diese Saison hohe Ziele gesetzt hat. Und sie macht auch klar, dass dieser Kampf für Nendingen kein Selbstläufer sein wird. Natürlich bleibt auf beiden Seiten abzuwarten, wie viele der internationalen Asse wegen der WM-Vorbereitung tatsächlich aufgeboten werden können. Aber beide Mannschaften haben so viel Potenzial und so viele Variationsmöglichkeiten, dass absoluter Spitzensport am Samstag garantiert ist.

Beim ASV werden mit Sicherheit einige der Neuzugänge eingesetzt werden. Aber natürlich darf man sich auch auf ein Wiedersehen mit vielen bewährten Stammringern des letzten Jahres freuen. Trainer Volker Hirt hält sich selbstverständlich bei der Offenlegung seiner Aufstellung noch bedeckt, um dem Gegner nicht zu viel zu verraten. Aber er zeigt sich zuversichtlich: „Wir wollen unseren Fans gleich beim ersten Kampf eine gute Schau bieten und Appetit machen für die weitere Saison. Und da ist es ganz gut, dass wir gleich auf einen richtig starken Gegner treffen.“

Ein besonderes Augenmerk gilt am Samstag natürlich der erstmaligen Anwendung der neuen Regeln in dieser Mannschaftsrunde. Deshalb wird Kampfrichter Uwe Steuler besonders im Mittelpunkt des Interesses stehen. Um den Zuschauern ein besseres Verständnis der Neuerungen zu ermöglichen, bietet der ASV vor dem eigentlichen Kampfbeginn ab etwa 19 Uhr zwei Vorkämpfe an. Hier sollen einmal im Freistil und einmal im griechisch-römischen Stil besonders die neuen Passivitätsregelungen kurz erläutert werden.

Rechtzeitig vorher, um 18.47 Uhr, wird der Ringerzug eintreffen. Er wird mit Abfahrt ab Fridingen um 18.33 Uhr die Ringsportfreunde aus dem Donautal und vom Heuberg direkt zur Mühlauhalle bringen. Schon wegen der Parkplatzprobleme empfiehlt sich die Nutzung dieses kostenlosen Services von TUTicket.

Saisonvorschau: Gelingt dem ASV Nendingen wieder eine so starke Runde?

Artikel vom 27.08.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 2800, Kommentare: 0

Saisonvorschau: Gelingt dem ASV Nendingen wieder eine so starke Runde?

Der ASV Nendingen geht am Samstag, 31. August 2013, in seine sechste Saison in der 1. Bundesliga in Folge. Und es gibt nicht wenige Experten, die dem ASV zutrauen, erneut im Kampf um den deutschen Meistertitel ein ernstes Wort mitzureden. Und es spricht Vieles dafür, dass es am Ende ähnlich dramatisch zugehen wird wie in diesem Frühjahr.

Man erinnert sich, dass der ASV im Halbfinale gerade mal um einen Punkt mit 38:39 gegen den späteren Meister ASV Mainz im Kampf um den Finaleinzug gescheitert ist. Und dann hat ja auch der ASV Mainz im Finale nur genau so knapp mit 37:36 gegen den KSV Köllerbach die Oberhand behalten.

Aber Geschichte wiederholt sich nicht. Viele Rahmenbedingungen haben sich vor dieser Saison geändert. Und so gibt es also viele Fragezeichen. Wie kommen die Ringer jeweils mit der geänderten Kampfzeit und den neuen Regeln zurecht? Wird es gelingen, dass die Kampfrichter sich schnell auf eine einheitliche Auslegung der neuen Passivitätsbestimmungen einigen können? Sind die Vereine in ihrer Aufstellung durch den Wegfall der Toleranz von zwei Kilogramm geschwächt oder gestärkt?

Und dann wird der Terminplan auch wieder unterbrochen von zwei kampffreien Wochenenden am 14. und 21. September wegen der WM in Budapest. Bleibt die Frage, wie viele Ringer vorher von ihren Verbänden nicht für die Bundesliga freigegeben werden und wie die Ringer dann die WM-Kämpfe nach der strapaziösen Vorbereitung wegstecken.

Beide Gruppen der 1. Liga umfassen jeweils acht Mannschaften. Und die Nord- und Südligen weisen jeweils eine ähnliche Konstellation auf. In der Nordgruppe wird erwartet, dass ein Trio mit dem Meister ASV Mainz gemeinsam mit dem KSV Köllerbach und der RWG Mömbris/Königshofen die Gruppenphase dominieren werden. Und in der Südgruppe zählt neben dem SVG Weingarten und dem TuS Adelhausen auch der ASV Nendingen zu den Topfavoriten.

Wenn das so stimmt, wären sechs der acht Endrundenplätze reserviert. Aber grau ist alle Theorie und die Praxis wird manche Prognose scheitern lassen. Entscheidend ist aber auf jeden Fall, dass jeweils nur der Gruppenerste für die Endrunde gesetzt ist. Schon der Zweite muss also damit rechnen, im Viertelfinale auf den Ersten der anderen Gruppe zu treffen.

Trainer Volker Hirt hat also die Marschroute schon festgelegt: „Wir wollen möglichst Gruppensieger werden, um dann eventuell ein leichteres Los zu erwischen.“ Und wenn dann der ASV sein Ziel des Erreichens des Halbfinales erreichen sollte, dann wäre wieder alles möglich.

Alle Vereine der Südgruppe haben sich wieder in großem Stil verstärkt, am bemerkenswertesten vielleicht der TuS Adelhausen, der von vielen als ganz ernster Titelanwärter angesehen wird. Der ASV Nendingen muss aber außer den Schwarzwäldern und dem Dauerrivalen des SVG Weingarten auch den SV Wacker Burghausen, den SV Triberg und natürlich auch den nie zu unterschätzenden KSV Aalen auf der Rechnung haben. Schon der erste Heimkampf gegen Burghausen an diesem Samstag, 31. August, wird da wohl eine Weichenstellung aufzeigen.

Sehr wohl zu beachten sind aber selbstverständlich auch die beiden Aufsteiger. Zwar werden sie wohl kaum in den Kampf um die Endrundenplätze eingreifen können. Besonders gespannt ist man aber auf den Traditionsverein VfK Schifferstadt, der nach langer Durststrecke endlich wieder erstklassig ist. Aber auch der KSV Schriesheim, hat sich vor dieser Saison mit sieben sehr guten Ringern verstärkt und wird sich nicht widerstandslos geschlagen geben.

ASV Nendingen will in Mainz den Einzug ins Finale schaffen

Artikel vom 09.01.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 4667, Kommentare: 0

ASV-Trainer Volker Hirt ist fest entschlossen: „Wir haben ein ganz klares Ziel. Wir fahren nach Mainz um den Einzug in das Finale perfekt zu machen. Das wird eine sehr schwere Aufgabe, aber wir wollen diese einmalige Chance jetzt nutzen.“ Nach dem Sieg mit 20:19 im Vorkampf sieht er seine Mannschaft im Vorteil. „Es ist für uns in der Arena in einigen Kämpfen nicht optimal gelaufen. Vielleicht haben wir ja dann in Mainz diesmal auch noch das nötige Glück und Können, um uns endgültig durchzusetzen.“

Die Sporthalle am Großen Sand in Mainz-Mombach wird am Samstag wohl ausverkauft sein. Im berüchtigten „Hexenkessel“ dieser Halle werden sich aber auch rund 200 Fans des ASV Nendingen lautstark bemerkbar machen und ihre Mannschaft unterstützen. Drei Busse setzt der ASV für diesen Rückkampf ein. Und viele Ringsportfreunde werden außerdem in privaten Fahrgemeinschaften sich auf den Weg nach Mainz machen.

War die erste Auseinandersetzung in der Arena Geisingen schon ein wahrer Thriller, so wird dieser zweite und entscheidende Kampf vielleicht noch eine Steigerung der Dramatik bringen. Noch führt Nendingen mit einem Punkt Vorsprung, aber dieses Polster ist sicher nicht sehr beruhigend. Viele Fragen stehen im Raum. Welche Aufstellungsvariante werden die beiden Trainer wählen? Werden die fünf Nendinger Sieger vom Vorkampf ihre knappen Erfolge wiederholen können? Können beispielsweise Ghenadie Tulbea und Nicolai Ceban in Mainz wichtige Punkte für ihre Mannschaft holen, auch wenn sie eine Klasse höher antreten?

Gerade weil es keinen Favoriten gibt, verspricht diese Begegnung große Spannung. Auf beiden Seiten werden in einigen Klassen neue Ringer eingesetzt werden. So ist bei Mainz auf der Nicht-EU-Position Elizbar Odikadze (120 kg F) oder Ilyas Magamadov (74 kg G) zu erwarten. Bei Nendingen könnte hier Roman Amoyan (55 kg G) neu zum Einsatz kommen. Auf einen Einsatz brennen bei Mainz auch Mahmut Bayoglu (60 kg F), der im Viertelfinale den starken Ivan Guidea aus Adelhausen besiegt hat, und Saban Karatas, der in der Klasse bis 84 kg G Nenad Zugaj herausfordern würde.

Im durchaus denkbaren Fall eines Punktegleichstandes nach beiden Kämpfen, würde die höhere Anzahl an klaren Siegen entscheiden. Da es in Geisingen nur je einmal einen Sieg mit 3:0 gab, käme in Mainz einem Sieg von 4:0 in einem einzelnen Kampf vielleicht schon eine entscheidende Bedeutung zu. Es steckt also jede Menge an Brisanz in dieser Begegnung, von der viele Experten erwarten, dass hier schon eine Vorentscheidung über die deutsche Meisterschaft getroffen wird.

Falls der ASV Nendingen sich für das Finale qualifizieren würde, käme es am Samstag, 19. Januar, um 19.30 Uhr in der Arena Geisingen zum Kampf entweder gegen den KSV Köllerbach oder die RWG Mömbris-Königshofen. Schon jetzt gibt es beim ASV eine Flut von Voranmeldungen für diesen möglichen Termin.

1/2 Finale: ASV Nendingen - ASV Mainz 20:19

Artikel vom 06.01.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 5140, Kommentare: 0

Ringer-Krimi in der Arena: ASV Nendingen gewinnt gegen Mainz mit 20:19

Der erste Kampf im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft zwischen dem ASV Nendingen und dem ASV Mainz hat am Samstag alles geboten, was das Ringerherz begehrt. Eine Rekordzuschauerzahl von über 2 700, eine tolle Atmosphäre in der Arena Geisingen, dramatische Kämpfe, Hochspannung bis zur letzten Minute und letztlich dann sogar doch noch einen hauchdünnen Sieg der Heimmannschaft mit 20:19.

Das gut amtierende Drei-Mann-Kampfgericht ließ deswegen auch extra mit sechs Ausrufezeichen ins Kampfprotokoll eintragen „Super Ringerstimmung!!!!!!“ Schon vor Beginn der Kämpfe war die Arena zu einem „Hexenkessel“ geworden, als die Guggenmusik der „Mühlengeister“ aus Eigeltingen die Stimmung anheizte. Und auch als die Nendinger dann etwas überraschend und zum Teil unglücklich die ersten vier Kämpfe verloren und 3:10 zurücklagen, feuerten die Zuschauer „ihre“ Ringer weiter unermüdlich an.

Mit Erfolg, denn nun erkämpften die Gastgeber ihrerseits vier Siege in Folge und gingen nach dem achten Kampf erstmals mit 15:14 in Führung. Die beiden letzten Kämpfe mussten die Entscheidung bringen und beide gingen dann sogar jeweils über die vollen fünf Runden. Beim Stand von 17:17 gelang Eduard Kratz nach Rundenrückstand von 1:2 doch noch der Sieg mit 3:2, womit er dem ASV Nendingen immerhin noch ein winziges Polster von einem Punkt für den Rückkampf verschaffte.

Spannender hätte es kein Krimi-Regisseur inszenieren können. Und nachdem viele Fans des ASV Nendingen zur Halbzeit noch eher skeptisch gewesen waren, fand der Jubel nach dem Sieg von „Edi“ Kratz kein Ende mehr. Trainer Volker Hirt fand dann aber schnell zur realistischen Einschätzung zurück: „Wir freuen uns sehr über diesen Sieg in dieser gigantischen Atmosphäre. Aber wir wissen auch, dass auf uns im Rückkampf in Mainz eine sehr schwere Aufgabe wartet“. Der Krimi geht also am nächsten Samstag weiter.

Schon der erste Kampf am Samstag brachte für die Zuschauer ein wahres Wechselbad der Gefühle. Ghenadie Tulbea (55 kg F) punktete den favorisierten Mihran Jaburyan in der 1. Runde mit 8:2 in toller Manier klar aus. Doch dann entschied der armenische WM-Fünfte und Olympia-Siebte die nächsten beiden Runden mit viel Glück jeweils bei Gleichstand von 5:5 durch die höhere Wertung für sich und holte dann auch den Sieg mit 3:1 gegen den konditionell etwas nachlassenden Nendinger.

Hatte man diese Niederlage noch einkalkuliert, so war die Leistung von Mindaugas Mizgaitis (120 kg G) gegen den wesentlich leichteren Daigoro Timoncini doch eher enttäuschend. Er ließ zwar keine technische Wertung zu und unterlag so „nur“ mit 0:1, aber etwas mehr Einsatz hatte man sich im ASV-Lager schon versprochen. Tadellos hingegen war der Auftritt von Baris Diksu (60 kg G) gegen den Universiade-Zweiten Mevlüt Arik. Fast hätte der Nendinger mit großem Einsatz nur mit 0:1 verloren, da gelang dem Mainzer dann in der 3. Runde doch noch eine technische Wertung zum Sieg mit 3:0 Mannschaftspunkten.

Von Nicolai Ceban (96 kg F) hätte man sich eigentlich einen Sieg gegen William Harth erwünscht. Doch diesmal ließ der ansonsten so zuverlässige Siegringer die gewohnte Spritzigkeit und Dynamik vermissen und unterlag etwas überraschend mit 2:3 Runden. Der Jubel im Mainzer Lager war nach ihrem Traumstart mit 10:3 natürlich entsprechend groß. Und dazu kam nun in der Klasse bis 66 kg F mit dem EM-Fünften George Bucur ein Ringer, der fast immer für einen Sieg garantiert.

Doch da hatten die Gäste die Rechnung ohne Samet Dülger gemacht. Der deutsche Meister machte wieder einen glänzenden Kampf und kämpfte seinen favorisierten Gegner mit 3:1 Runden nieder. Damit brachte er Nendingen mit dem Pausenstand von 6:10 doch wieder zurück in diese Begegnung und gab den Impuls zu einer tollen Aufholjagd.

Die zweite Hälfte begann für Nendingen mit dem erhofften Sieg von Nenad Zugaj (84 kg G), der gegen Patric Nuding zwar nur knapp gewann, aber nie in Gefahr war einen Punkt abzugeben. Sehr viel enger war es dann für Frank Stäbler (66 kg G) gegen Dawid Karecinski. „Fränky“ musste hier wirklich alles geben, um gegen den allerdings recht unsportlich auftretenden Gast mit 3:2 die Oberhand zu behalten. Mehrfach konnte Karecinski nur mit unerlaubter Beinarbeit in der Unterlage eine Wertung Stäblers verhindern.

Eine Vorentscheidung musste nun im Kampf von Piotr Ianulov (84 kg F) gegen den Routinier Davyd Bichinashvili fallen. Und Ianulov erfüllte voll die in ihn gesetzten Erwartungen, als er gegen den bis zum Umfallen kämpfenden Mainzer mit einem Sieg in 3:1 Runden seinen ASV erstmals mit15:14 in Führung brachte. Ganz ausgeglichen und offen gestalteten sich dann auch die beiden Begegnungen in der Klasse bis 74 kg. Saba Khubezhty lieferte im Freistil gegen Kiril Terziev, der mit einer Saisonbilanz von 14:0 Siegen anreiste, einen tollen Kampf. Nachdem er die 1. Runde unglücklich im Zwiegriff abgeben musste, ging er mit tollen Aktionen sogar mit 2:1 Runden in Führung und stand in der 4. Runde fast vor dem Sieg. Der Gast konnte sich jedoch doch noch in die 5. Runde retten, die er dann auch knapp für sich entscheiden konnte.

Zum Matchwinner für Nendingen wurde zum Abschluss Eduard Kratz. Er ließ sich in der Unterlage von einem starken Pascal Eisele nur einmal durchdrehen. Obwohl „Edi“ in der Oberlage nicht selber punkten konnte, wehrte er doch weitere Griffversuche seines Gegners ab. Nach großem Kampf und mit letztem Einsatz kam er dann in der 5. Runde im Standkampf zur entscheidenden Wertung zum knappen Sieg mit 3:2.

Die Kämpfe im Einzelnen, Nendingen zuerst genannt: 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Mihran Jaburyan 1:3 (PS 8:2/5:5/5:5/0:2). - 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis – Daigoro Timoncini 0:1 (PS 0:1/0:1/0:1). - 60 kg G: Baris Diksu – Mevlüt Arik 0:3 (PS 0:1/0:1/0:3). - 96 kg F: Nicolai Ceban – William Harth 2:3 (PS 1:0/0:1/1:0/0:1/0:1). - 66 kg F: Samet Dülger – George Bucur 3:1 (PS 1:1/5:1/1:5/3:0). - 84 kg G: Nenad Zugaj – Patric Nuding 3:0 (PS 1:0/1:0/1:0). - 66 kg G: Frank Stäbler – Dawid Karecinski 3:2 (PS 0:1/2:0/1:0/0:2/2:0). - 84 kg F: Piotr Ianulov – Davyd Bichinashvili 3:1 (PS 1:0/1:0/0:1/1:0). - 74 kg F: Saba Khubezhty – Kiril Terziev 2:3 (PS 0:2/3:0/2:0/2:2/1:3). - 74 kg G: Eduard Kratz – Pascal Eisele 3:2 (PS 1:0/0:2/0:1/1:0/1:0). Endstand: 20:19

ASV Neningen I - SV Triberg 24:7

Artikel vom 23.09.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 4809, Kommentare: 0

Klarer Sieg gegen Triberg -ASV Nendingen ist nun an der Tabellenspitze

Wer hätte das gedacht? Nach dem klaren Sieg mit 24:7 gegen den SV Triberg und der gleichzeitigen sensationellen Niederlage des deutschen Meisters SVG Weingarten beim TuS Adelhausen ist der ASV Nendingen seit Samstag erstmals Tabellenführer der 1. Bundesliga Süd.

Trainer Volker Hirt hatte in einem Interview vorher angekündigt, dass der SV Triberg gegen Nendingen „chancenlos“ sein würde. Was etwas vielleicht großspurig klang, stellte sich am Samstag in der Mühlauhalle schnell als sehr realistisch heraus. Die Gäste wehrten sich zwar verbissen, mit 8:2 siegreichen Kämpfen war der ASV aber immer Herr des Geschehens auf der Matte.

Auch mit der Zuschauerzahl von 1 130 wurde eine neue Saisonhöchstmarke in der Bundesliga erzielt. Und die Besucher waren begeistert. Obwohl die favorisierten Gastgeber von Anfang an klar machten, wer hier die Matte als Sieger verlassen würde, wurden die Ringsportfreunde für die fehlende Spannung durch schöne Kämpfe und gute Stimmung entschädigt.

Vor allem die Freistilkämpfe vor der Pause waren Glanzlichter an einem Abend, der den Ringsport in all seinen Facetten zeigte. Auch den Gästen aus Triberg musste hoher Respekt gezollt werden. „Ich war mir immer sicher, dass wir gewinnen würden. Aber wir mussten ganz stark aufstellen und alles geben, um die Triberger zu besiegen“, zog ein glücklicher Volker Hirt Bilanz.

Für den ASV ist es fast schon zur Routine geworden, dass sie durch Ghenadie Tulbea (55 kg) in Führung gebracht werden. Wie der Routinier aber in seinem fünften Jahr für den ASV am Samstag über die Matte wirbelte, war eine absolute Augenweide. Der gewiss nicht schlechte und wieselflinke Marin Filip wurde mit 19:2 Punkten in die Schranken verwiesen.

Sehr viel ruhiger ließen es die Herren in der Klasse bis 120 kg angehen. Doch Mindaugas Mizgaitis zeigte zumindest kämpferische Qualitäten und beherrschte Eduard Popp mit 1:0. Dem favorisierten Triberger Neuzugang Aurelian Leciu nachte Baris Diksu (60 kg) den Sieg nicht leicht. Ab der 2. Runde machte er viel Druck, konnte sich aber im Bodenkampf nicht entscheidend durchsetzen und unterlag nach gutem Kampf mit 1:3 Runden.

Einen Klassekampf erlebten die Zuschauer auch im Freistil der Klasse bis 96 kg. Der türkische Meister Kenan Gör hatte für den SV vorher alle drei Kämpfe gewonnen. Nicolai Ceban aber demonstrierte einmal mehr, dass er in dieser Klasse ein absolutes Trumpfass für den ASV ist. Selbst als sein Gegner im Zwiegriff sein Bein fassen durfte, machte Ceban daraus einen Punkt für sich zum hart erkämpften Sieg mit 3:0. Auch in der Klasse bis 66 kg lieferten sich Samet Dülger und Mihail Sava einen tollen und ganz engen Kampf. In der 2. Runde hatte der für den ASV ringende deutsche Meister sogar Glück, als er sich noch einmal aus schwieriger Lage retten konnte. Letztlich setzte er sich aber doch in 3:1 Runden als knapper Sieger durch.

Mit der Pausenführung von 12:4 war schon eine Vorentscheidung für den ASV gefallen. Und so verliefen die Kämpfe danach auch etwas ruhiger. Eerik Aps (84 kg) behielt in einem engen Kampf mit 3:0 knapp die Oberhand gegen Kai Rotter. Und Benjamin Raiser (66 kg) musste sich wie erwartet gegen den körperlich sehr starken Aram Julfalakyan trotz allen Bemühens mit 0:3 geschlagen geben.

Die letzten drei Paarungen gingen aber wieder klar an den ASV. Piotr Ianulov (84 kg) war gegen Michael Kaufmehl jederzeit Chef auf der Matte. Auch Achmed Dudarov (74 kg), obwohl grippegeschwächt, ließ Viorel Ghita beim 3:0 keinerlei Siegchance. Und auch Jan Rotter, der bisher alle seine drei Kämpfe für Triberg gewonnen hatte, wurde von Neven Zugaj (74 kg) klar die Grenzen aufgezeigt. Mit 8:1 Wertungspunkten stellte der sympathische Kroate mit einem Sieg in drei Runden den hohen Gesamtsieg seiner Mannschaft entgültig sicher.

Nach diesem überzeugenden Auftritt der Nendinger steigt nun natürlich die Spannung im Hinblick auf den württembergischen Derbyknaller beim KSV Aalen am kommenden Samstag, wo man erstmals als Spitzenreiter antreten wird.

Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Marin Filip 4:0 (TÜ 4:1/7:1/8:0). – 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis – Eduard Popp 1:0 (PS 1:0/1:0/1:0). – 60 kg G: Baris Diksu – Aurelian Leciu 1:3 (PS 0:2/2:0/0:1/0:2). – 96 kg F: Nicolai Ceban – Kenan Gör 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 66 kg F: Samet Dülger – Mihail Sava 3:1 (PS 1:1/0:4/3:2/4:2). – 84 kg G: Eerik Als – Kai Rotter 3:0 (PS 1:0/2:0/2:0). -  66 kg G: Benjamin Raiser – Aram Julfalakyan 0:3 (PS 0:2/0:1/0:3). – 84 kg F: Piotr Ianulov – Michael Kaufmehl 3:0 (PS 2:0/2:0/2:0). – 74 kg F: Achmed Dudarov – Viorel Ghita 3:0 (PS 1:0/2:0/2:0), - 74 kg G: Neven Zugaj – Jan Rotter 3:0 (PS 4:0/2:0/2:1). Endstand 24:7.

SV J. Nürnberg - ASV Nendingen I 3:34

Artikel vom 16.09.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 4916, Kommentare: 0

34:3: Nendinger Kantersieg in Nürnberg

Mit einem rekordverdächtigen Kantersieg mit 34:3 Punkten haben die Bundesligaringer des ASV Nendingen am Samstag beim SV J. Nürnberg ihre bestechende Form unterstrichen. Die Franken konnten in den zehn Kämpfen nur einen Sieg erringen und waren ansonsten den Gästen klar unterlegen.

Während Nendingen mit diesem Auftritt eindrucksvoll seine Ambitionen in dieser Saison bekräftigte, muss Nürnberg wohl endgültig als Abstiegskandidat gelten. Zu sehr war man den allerdings an diesem Tag auch toll auftrumpfenden Nendingern unterlegen.

Auch die Hoffnung des Ex-Nendingers Georgi Sredkov auf einen Sieg erfüllte sich nicht. Nicolai Ceban, der dem Bulgaren ja beim ASV einen Stammplatz weggenommen hatte, bewies letztlich sogar mit einem Schultersieg seine Klasse. Und auch der erstmals bei Nendingen eingesetzte Eerik Aps, der Nenad Zugaj vertrat, fügte sich mit einem Erfolg nahtlos in die starke Phalanx des ASV ein, die mit insgesamt sechs Vier-Punkte-Siegen überzeugte.

Wie fast schon gewohnt setzte Ghenadie Tulbea (55 kg F) mit einem Überlegenheitssieg gegen den früheren deutschen Jugendmeister Fabian Schmitt das erste Ausrufezeichen für den ASV. Und auch Mindaugas Mizgaitis ließ sich im Schwergewicht nicht lumpen und holte gegen Fredrik Schön einen Erfolg mit 3:0. Den einzigen Sieg für die Franken sicherte sich in der Klasse bis 60 kg Deniz Menekse. Dem Neuzugang des SVJ nahm Baris Diksu zwar die erste Runde ab, der deutsche Jugendmeister von 2010 setzte sich dann aber doch nach Punkten durch.

Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch nicht ahnen, dass das die einzigen Punkte für die Gastgeber an diesem Abend sein würden. Doch dann begann der Durchmarsch der Nendinger. Nicolai Ceban (96 kg F) verlor zwar eine Runde gegen den hochmotivierten Georgi Sredkov, trumpfte dann aber gewaltig auf und zwang seinen Gegner kurz vor Schluss der 4. Runde nach klarer Führung sogar auf die Schultern.

Samet Dülger (66 kg F) hat trotz seiner Niederlagen schon in den ersten beiden Kämpfen voll überzeugt. Hier in Nürnberg dokumentierte er seine Klasse mit einem klaren Sieg gegen Mario Besold, den er gleich zu Beginn der 2. Runde blitzsauber auf die Schultern legte. Etwas mehr Mühe hatte nach der Pause zwar Eerik Aps (84 kg G). Der Este bewies jedoch mit einem sicheren Punktsieg gegen Mathias Baumeister, dass er eine gute Alternative in dieser Klasse ist.

Gegen Sven Dürmeier zeigte Benjamin Raiser (66 kg G) in einem engen Kampf wieder seine Kämpferqualitäten. Mit 3:0 Runden holte er so im dritten Kampf dieser Saison schon seinen zweiten Sieg. Völlig ungefährdet hingegen war Piotr Ianulov (84 kg F), der gegen den überforderten Sven Schleicher in bestechender Manier in nicht einmal drei Minuten 19:0 Punkte herausrang. Nach seinem WM-Erfolg wirkte Achmed Dudarov (74 kg F) gegen Marco Dürmeier in der ersten Runde noch zurückhaltend, doch dann feierte auch er schon im zweiten Durchgang einen Schultersieg.

Ihm tat es anschließend Eduard Kratz gleich. Im letzten Kampf in der Klasse bis 74 kg legte er Michael Lutz schon in Runde zwei auf die Schultern und vollendete mit 34:3 Punkten einen Rekordsieg des ASV in der 1. Bundesliga.

Die Kämpfe im Einzelnen (Nürnberg zuerst genannt): 55 kg F: Fabian Schmitt – Ghenadie Tulbea 0:4 (TÜ 0:7/1:5/0:3). – 120 kg G: Fredrik Schön – Mindaugas Mizgaitis 0:3 (PS 0:2/0:1/0:1). – 60 kg G: Deniz Menekse – Baris Diksu 3:1 (PS 0:2/2:0/3:0/4:0). - 96 kg F: Georgi Sredkov – Nicolai Ceban 0:4 (SS bei 0:1/1:0/0:3/1:7). – 66 kg F: Mario Besold – Samet Dülger 0:4 (SS bei 0:4/0:3). – 84 kg G: Mathias Baumeister – Eerik Aps 0:3 (PS 0:2/0:1/0:1). – 66 kg G: Sven Dürmeier – Benjamin Raiser 0:3 (PS 0:1/0:1/0:1). – 84 kg F: Sven Schleicher – Piotr Ianulov 0:4 (TÜ 0:6/0:6/0:7). – 74 kg F: Marco Dürmeier – Achmed Dudarov 0:4 (SS bei 0:1/1:2). – 74 kg G: Michael Lutz – Eduard Kratz 0:4 (SS bei 0:3/0:5). Endstand: 3:34.

ASV Nendingen I - SVG Weingarten 18:19

Artikel vom 09.09.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 4879, Kommentare: 0

Hängepartie: Schafft ASV Nendingen noch ein Unentschieden gegen den deutschen Meister?

Die Kämpfe des ASV Nendingen haben es in dieser Bundesligasaison offensichtlich in sich. Nach dem Zittersieg in Adelhausen am vorigen Samstag wurde nun auch der Kampf gegen den Deutschen Meister SVG Weingarten zu einem weiteren Krimi, der allerdings noch auf seine Auflösung wartet.

Der vorläufige Endstand von 18:19 für die Gäste kann nämlich durch einen Nachholkampf möglicherweise noch zugunsten des ASV verändert werden. Achmed Dudarov wurde vom DRB für die Junioren-WM nominiert und hat dabei an eben diesem Samstag in Thailand sensationell sogar die Silbermedaille für Deutschland geholt. Der DRB genehmigte deswegen für Dudarov einen Nachholkampf, der in den nächsten drei Wochen auszutragen ist. Sein Kampf in der Klasse bis 84 kg ist vorläufig mit 0:4 für Weingarten gewertet. Falls Dudarov gegen den favorisierten SVG-Ringer Gheorghita dann nur mit 0:3 Punkten verlieren sollte, hätte Nendingen mit einem 18:18 eine für den ASV ganz wichtige Punkteteilung erreicht.

Doch auch ohne diesen Spannungsbogen zehrte der Kampf in der mit 950 Zuschauern gut gefüllten Mühlauhalle an den Nerven. Der ASV ging nach vier Siegen in den ersten vier Kämpfen klar mit 12:1 in Führung. Doch den Insidern war klar, dass damit noch keine Vorentscheidung getroffen war. Und in der Tat drehte der Gast danach mächtig auf und hat damit vorläufig mal die Nase vorn.

Beide Trainer hatten wie erwartet im Vorfeld kräftig taktiert und ihre Mannschaft entscheidend umgebaut. Volker Hirt war für den ASV mit seinem Plan zufrieden: „Unsere Rechnung ist im Wesentlichen aufgegangen. Weingarten musste seine stärkste Formation gegen uns bringen und so haben wir tolle und dramatische Kämpfe gesehen.“

Der international erfahrene und souverän auftretende Kampfleiter Claudio Bibbo (Furtwangen) hatte allerdings bei den harten und engen Kämpfen kein leichtes Amt. Auf beiden Seiten wogten zeitweise die Emotionen sehr hoch und viele ASV-Fans waren mit manchen Entscheidungen nicht einverstanden.

In der ersten Kampfhälfte dominierte der ASV eindeutig. Überraschend klar beherrschte Ghenadie Tulbea (55 kg F) den mehrfachen Deutschen Meister Marcel Ewald, dem er in der letzten Saison noch unglücklich unterlegen war. Sehr konzentriert ringend ließ er dem Gast mit 8:0 technischen Punkten keinerlei Chance. Äußerst zäh war dagegen der Kampf der Schwergewichtler. Mindaugas Mizgaitis dominierte nur gewichtsmäßig und Oliver Hassler war mit 18 Kilogramm weniger für die Gäste nur auf Schadensbegrenzung aus, was ihm letztlich mit der Wertung von nur 1:0 für Nendingen auch gelang.

Sehr viel lebhafter zeigten sich die beiden Ringer in der Klasse bis 60 kg G. Der ASV bot den Olympiastarter Aleksandar Kostadinov auf, gegen den Benjamin Hofmann einen engagierten Kampf lieferte. Obwohl sich der ASV-Ringer deutlich überlegen zeigte, leistete er sich in der 1. Runde bei einem verkehrten Ausheber eine kleine Unachtsamkeit, die der Gast mit einem Konter zum überraschenden Rundengewinn nutzte. Danach aber demonstrierte „Kosta“ mit tollen Aktionen seine Überlegenheit, die dem ASV eine 4:1 Wertung einbrachte.

Einen weiteren Überlegenheitssieg für den ASV holte Nicolai Ceban (96 kg F), der gegen Gabriel Seregelyi mit insgesamt 13:0 technischen Punkten brillierte. Beim Stand von 12:1 machte dann der Olympionike Anatoli Guidea (66 kg F) erstmals für die Gäste Boden gut. Der deutsche Meister Samet Dülger lieferte wieder einen guten und engagierten Kampf, doch der Gast verkürzte clever mit einem knappen Punktsieg auf den Pausenstand von 12:4 für den ASV.

Wenig Glück hatte nach der Pause Nenad Zugaj (84 kg G) gegen den ukrainischen EM-Dritten Zhan Belenyuk. Die 1. Runde konnte er noch für sich entscheiden, dann aber erlitt er in der 2. Runde bei einer spektakulären Aktion seines Gegners eine sehr schmerzhafte Rippenprellung, die ihm sichtlich zu schaffen machte. So konnte er sich nicht wie gewohnt in Szene setzen und unterlag mit 1:3 Runden. Auch Benjamin Raiser (66 kg G) musste die Überlegenheit der „Kampfmaschine“ Ionut Panait anerkennen, so dass die Gäste nach dem vorläufigen kampflosen Sieg von Stefan Gheorghita (84 kg F) plötzlich mit 14:13 in Führung lagen.

Mit einem klaren Sieg hätte der erstmals für den ASV ringende Saba Khubezhty (74 kg F) die Siegchancen für Nendingen doch noch konkretisieren können. Das schien gegen den starken EM-Fünften Soener Demirtas nach zwei gewonnenen Runden und einer Führung von 2:0 im 3. Durchgang durchaus möglich. Doch dann schien „Saba“ etwas übermotiviert, riskierte wohl zu viel und gab beim Sieg mit 3:2 trotz guter Leistung zwei Runden ab, was den Gästen wieder die Siegchancen vergrößerte.

Beim vorläufigen Stand von 16:16 versuchte Eduard Kratz (74 kg G) bei seinem Debüt nach langer Verletzungspause Alles, um die Entscheidung für seine Mannschaft zu erzwingen. Fantastisch unterstützt vom ASV-Anhang gewann er gegen den bulgarischen Meister Illian Georgiev sogar tatsächlich zwei Runden, doch dann wollte ihm in der Oberlage im Bodenkampf auch in der 5. Runde keine Wertung gelingen. So gewann Georgiev mit 3:2 und die Gäste konnten ihren vorläufigen Sieg mit 19:18 Punkten feiern.

Die Kämpfe im Einzelnen (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Marcel Ewald 3:0 (PS 2:0/4:0/2:0). – 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis – Oliver Hassler 1:0 /PS 1:0/1:0/1:0). – 60 kg G: Aleksandar Kostadinov – Benjamin Hofmann 4:1 (TÜ 3:3/4:0/5:0/2:0). – 96 kg F: Nicolai Ceban – Gabriel Seregelyi 4:0 (TÜ 5:0/1:0/7:0). – 66 kg F: Samet Dülger – Anatoli Guidea 0:3 (PS 0:2/1:1/0:2). – 84 kg G: Nenad Zugaj – Zhan Belenyuk 1:3 (PS 2:0/0:4/0:1/0:1). – 66 kg G: Benjamin Raiser – Ionut Panait 0:3 (PS 0:1/0:1/0:6). – 84 kg F: Achmed Dudarov – Stefan Gheorghita vorläufig 0:4 (Nachholkampf folgt). – 74 kg F: Saba Khubezhty – Soener Demirtas 3:2 (PS 2:1/3:2/2:4/0:2/3:1). – 74 kg G: Eduard Kratz – Illian Georgiev 2:3 (PS 1:0/0:1/0:1/1:1/0:1). Vorläufiger Endstand: 18:19

TuS Adelhausen - ASV Nendingen I 17:18

Artikel vom 03.09.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 4698, Kommentare: 0

TuS Adelhausen - ASV Nendingen 16:19

Artikel vom 02.11.2011, Autor: Fritz Reichle, Views: 4052, Kommentare: 0

Marc Buschle sichert dem ASV einen weiteren Sieg

Der ASV Nendingen hat am Montag beim TuS Adelhausen seinen zweiten Sieg am verlängerten Wochenende geholt. Es waren nur wenige im ASV-Lager, die diesen Sieg erwartet hatten. Denn die Schwarzwälder hatten sich schon lange auf diesen Kampf konzentriert, den sie unbedingt gewinnen wollten. Und so hatten sie auch ihre bestmögliche Besetzung mit sechs ausländischen WM-Teilnehmern aufgeboten.

Dass es für Nendingen dennoch zum Sieg reichte, lag zum einen an einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit einer tollen Kampfmoral. Zum anderen aber muss man eindeutig Marc Buschle als den Matchwinner bezeichnen. Gegen den Litauer Edgaras Voitechovskis, gegen den er in der Vorrunde noch mit 1:3 verloren hatte, kam er schon in der 1. Runde zu einem überraschenden Schultersieg, der dann die Grundlage für den Mannschaftserfolg bildete.

In der mit 500 Zuschauern gefüllten Dinkelberghalle herrschte eine tolle Stimmung, die allerdings auf Seiten der Gastgeber nach dem Sieg von Marc Buschle auf einen Tiefpunkt sank, wohingegen die ASV-Anhang dann immer mehr dominierte. Etwa 80 ASV-Fans waren ins Wiesental mitgereist und sie waren für ihre Mannschaft eine ganz große Unterstützung. Auch Sportfotograf Helmut Bucher war beeindruckt: „ Das war vielleicht die beste Leistung der Mannschaft in dieser Saison, aber sicher der beste Auftritt der ASV-Anhänger bisher.“

Neben Marc Buschle muss man aber auch die Zugaj-Zwillinge und Edgaras Venckaitis besonders hervorheben. Nenad Zugaj besiegte in einem Prestigekampf zweier Weltklasseleute den Vizeweltmeister Damian Janikowski und Venckaitis beeindruckte wieder mit einem unbändigen Einsatz.

Wegen der vielen Verletzungen der deutschen Ringer beim ASV wurde mit Florin Gavrila ein siebter, überzähliger, ausländischer Ringer eingesetzt, dessen Kampf dann aber mit 0:4 für den TuS gewertet wurde. Im Freundschaftskampf gegen Vyugar Ragijmov hielt sich der Rumäne bei seiner 1:3 Niederlage hervorragend und brillierte in der 3. Runde sogar mit einer Fünfer-Wertung durch Ausheber. Seine erste Saisonniederlage musste Nicolai Ceban einstecken. Der EM-Dritte von Dortmund traf auf Daniel Ligeti, der in Dortmund ebenfalls Dritter geworden war, allerdings in der Klasse bis 120 Kilogramm. Der ungarische TuS-Ringer nutzte seinen Gewichtsvorteil zu einem Sieg mit 3:0.

Ghenadie Tulbea (60 Kilogramm) holte gegen den jungen Stephan Brunner den erwarteten Sieg und auch Balazs Kiss (96 Kilogramm) setzte sich mit 3:0 durch, hatte dabei aber härtesten Widerstand des starken Andreas Fix zu brechen. In einem hochklassigen Kampf sicherte dann Edgaras Venckaitis (66 Kilogramm) mit einer überzeugenden Leistung gegen Florian Hassler und einem 3:0 Sieg die Pausenführung von 9:7 für den ASV.

Mit seinem Paukenschlag brachte dann Marc Buschle (84 Kilogramm) seine Mannschaft auf die Siegerstraße. Er lag schon nach Punkten zurück, als er noch in der 1. Runde mit seinem Spezialgriff den völlig überraschten Litauer auf die Schultern legte. Nachdem Gergö Wöller gegen Steffen Baur mit einem überlegenen Sieg den TuS wieder auf 11:13 herangebracht hatte, zerstörte Nenad Zugaj endgültig die Hoffnungen der Gastgeber. Der WM-Siebte setzte sich in einem tollen Kampf nach 5 Runden gegen den polnischen WM-Zweiten Damian Janikowski mit 3:2 durch. Und sein Zwillingsbruder Neven (74 Kilogramm) baute dann mit einem ungefährdeten Sieg gegen Alexander Heit die Nendinger Führung auf uneinholbare 19:13 aus. Mit der Punktniederlage von Ahmed Dudarov (74 Kilogramm) gegen Krystian Brzozowski konnten die Adelhausener das Endergebnis dann nur noch auf 16:19 korrigieren. Nach diesem Mannschaftssieg kannte der Jubel der ASV-Ringer auf der Matte und der Fans auf den Rängen keine Grenzen mehr.

Der Kampfverlauf (Adelhausen zuerst genannt): 55 kg G: Vyugar Ragijmov – Florin Gavrila 4:0 (OG, Freundschaftskampf 1:0/6:3/0:6/1:0). – 120 kg F: Daniel Ligeti – Nicolai Ceban 3:0 (4:2/1:0/2:1). – 60 kg F: Stephan Brunner – Ghenadie Tulbea 0:3 (PS 0:1/0:2/0:2). – 96 kg G: Andreas Fix – Balazs Kiss 0:3 (PS 0:1/0:2/0:1). – 66 kg G: Florian Hassler – Edgaras Venckaitis 0:3 (PS 0:3/0:1/2:4). - 84 kg F: Edgaras Voitechosvskis – Marc Buschle 0:4 (SS bei 5:2). – 66 kg F: Gergö Wöller – Steffen Baur 4:0 (TÜ 6:0/6:0/7:0). – 84 kg G: Damian Janikowski – Nenad Zugaj 2:3 (PS 0:1/1:1/2:0/1:0/0:1). – 74 kg G: Alexander Heit – Neven Zugaj 0:3 (PS 0:1/0:2/0:1). – 74 kg F: Krystian Brzozowski – Ahmed Dudarov 3:0 (PS 3:0/3:0/4:0), Endstand 16:19

TSV Musberg - ASV Nendingen 15:20

Artikel vom 04.10.2011, Autor: Fritz Reichle, Views: 4052, Kommentare: 0

ASV Nendingen holt beim TSV Musberg seinen zweiten Sieg

Die Bundesligaringer des ASV Nendingen haben am Montag mit 20:15 beim TSV Musberg den erhofften zweiten Sieg dieser Saison eingefahren. Im Vergleich zum Samstag hatte Trainer Volker Hirt die Mannschaft auf vier Positionen umgebaut. Florian Schwarz kehrte in das Team zurück Und mit Balazs Kiss und Alexander Kostadinov kamen zwei starke Ringer zu ihrem ersten Einsatz in dieser Saison. Wegen der Ausländerquote musste Volker Hirt auch selber auf die Matte gehen. Die Rechnung mit diesen taktischen Umstellungen ging dann auch tatsächlich auf.

Das war im Vorfeld nicht unbedingt zu erwarten gewesen, denn man wusste um die Stärke der Musberger in dieser Saison. Schon im Vorjahr hatte man sich mit einem Unentschieden mit 19:19 begnügen müssen. Umso glücklicher war man beim ASV nach dieser gelungenen Vorstellung.

Dabei hatte es für den ASV in der mit 600 Zuschauern gefüllten Sporthalle am Hauberg ganz und gar nicht optimal angefangen. Denn Ghenadie Tulbea (55 kg), ansonsten ja fast immer ein sicherer Sieggarant, musste sich in einem engen Kampf gegen seinen moldawischen Landsmann Alexandru Chirtoaca knapp geschlagen geben. Das war eine sehr unglückliche Niederlage in einem hochklassigen und ausgeglichenen Kampf. Dabei konnte der Musberger in zwei Runden jeweils in letzter Sekunde den entscheidenden Punkt machen. Doch die ASV-Ringer ließen sich davon nicht beeindrucken und trumpften dann doch noch durch sechs Einzelsiege auf.

Dabei war es ganz wichtig, dass schon im zweiten Kampf Balazs Kiss (120 kg), der den verletzten Mindaugas Mizgaitis vertrat, mit einem imponierenden Einstand im ASV-Trikot den starken Rumänen Robert Papp sicher bezwang. Und genauso souverän zeigte sich anschließend Alexander Kostadinov (60 kg). Der Bulgare war gegen Oliver Runge immer der aktivere Ringer und holte sich alle drei Runden.

Die Nendinger Führung baute Nicolai Ceban (96 kg) sogar auf 10:3 aus. Kamil Skaskiewicz wehrte sich zwar vehement. Gegen die überlegene Kraft und Freistiltechnik des EM-Dritten aber war er letztlich machtlos. Der ansonsten gut leitende Kampfrichter Utz Aißlinger zog sich im Kampf von Florian Schwarz (66 kg) den Unmut der Nendinger Anhänger zu. „Lotte“ lieferte gegen den Rumänen Adrian Moise einen tollen und ausgeglichenen Kampf. Nach einigen umstrittenen Wertungen am Mattenrand aber ging der Sieg dann doch an den Musberger.

Volker Hirt sprang in der Klasse bis 84 kg selber ein und holte gegen Michael Böpple auch nach einer ganz starken ersten Runde den erhofften Punktsieg mit 3:1 Runden. Ohne Chance aber war natürlich der Nendinger Nachwuchsringer Steffen Baur (66 kg) gegen Frank Stäbler, der ja bei der WM den einzigen Olympiaplatz für Deutschland geholt hatte. Und auch im Freistil der Klasse bis 84 kg gingen die vier Punkte an Musberg. Marc Buschle hatte sich am Samstag verletzt. Zur Komplettierung der Mannschaft trat er in Musberg zwar dennoch an, gab die Punkte aber schon auf der Waage ab.

Nun lag Musberg plötzlich mit 15:13 in Führung, so dass nun die beiden letzten Trümpfe des ASV stechen mussten. Ivan Deliverski (74 kg F)  leistete gegen den überforderten Andre Ehrmann mit einem schnellen Überlegenheitssieg auch seinen Anteil zum Nendinger Gegenschlag. Und Neven Zugaj (74 kg) musste zwar heftigen Widerstand von Stefan Stäbler brechen, holte aber doch in jeder Runde schon im Standkampf die entscheidenden Punkte zum Sieg in drei Runden.

Der Kampfverlauf (Musberg zuerst genannt): 55 kg F: Alexandru Chirtoaca – Ghenadie Tulbea 3.1 (PS 3:2/0:3/1:0/4:2). – 120 kg G: Robert Papp – Balazs Kiss 0:3 (PS 0:1/0:1/0:2). – 60 kg G: Oliver Runge – Alexander Kostadinov 0:3 (PS 0:2/0:2/0:2). – 96 kg F: Kamil Skaskiewicz – Nicolai Ceban 0:3 (PS 0:3/0:2/0:3). – 66 kg F: Adrian Moise – Florian Schwarz 3:0 (PS 1:0/3:0/3:1). – 84 kg G: Michael Böpple – Volker Hirt 1:3 (PS 0:6/2:0/0:1/0:1). – 66 kg G: Frank Stäbler – Steffen Baur 4:0 (TÜ 8:0/7:0/10:0). – 84 kg F: Radoslav Marcinkiewicz – Marc Buschle 4:0 (ÜG). – 74 kg F: Andre Ehrmann – Ivan Deliverski 0:4 (TÜ 0:6/0:8/0:6). – 74 kg G: Stefan Stäbler – Neven Zugaj 0:3 (PS 0:1/0:1/0:1). Endstand 15:20

ASV Nendingen - ASV Mainz 11:24

Artikel vom 04.10.2011, Autor: Fritz Reichle, Views: 3364, Kommentare: 0

Der ASV kann gegen den Tabellenführer nicht gewinnen

Die 750 Zuschauer in der Tuttlinger Mühlauhalle werden sich an diesen Kampf mit zwiespältigen Gefühlen erinnern. Einerseits erlebten sie absolute Weltklassekämpfe, wie man sie in unserer Region wohl kaum einmal gesehen hat. Andererseits mussten sie mitleiden, als die Träume des ASV von einem Außenseitersieg gegen den Tabellenführer der Bundesliga ziemlich unsanft beendet wurden.

Die Niederlage fiel mit 11:24 sicherlich zu hoch aus. Aber jeder beim ASV musste neidlos anerkennen, dass die Ringer des ASV Mainz sich in blendender Form vorstellten und mit dem fünften Sieg in Folge unterstrichen, dass sie in dieser Saison mehr als nur einen Endrundenplatz anstreben.

Der ASV Nendingen kann es sich allerdings als Kompliment anrechnen, dass dieser Meisterschaftsanwärter mit seiner bestmöglichen Aufstellung anreiste und seinen Sieg mit großer Erleichterung frenetisch bejubelte. Sowohl Volker Hirt als auch der Gästetrainer Baris Baglan hatten wie erwartet gepokert. Beide hatten einen deutschen U-23-Ringer „geopfert“, um so einen zusätzlichen sechsten ausländischen Ringer einsetzen zu können.

So kam Ghenadie Tulbea zu einem leichten Sieg. Und auch Nicolai Ceban und Nenad Zugaj bei seinem ersten Kampf im ASV-Trikot holten nach harten Kämpfen die erhofften Siege für den ASV. Entscheidend für den Mainzer Sieg waren aber die drei Schlüsselkämpfe in den beiden Gewichtsklassen bis 74 kg und in 66 kg F. Hier hätte der ASV mindestens zwei Mal siegen müssen, aber alle drei Kämpfe gingen an die Gäste.

Keinerlei Mühe hatte Ghenadie Tulbea (55 kg) bei seinem überlegenen Sieg gegen Kevin Grasmann. Scheinbar spielerisch hatte er schon nach zwei Minuten seinen jungen Gegner mit 19:0 Punkten deklassiert. Nach einer Ringerpause von fast einem Jahr wurde Andreas Miekeley (120 kg) vom Publikum besonders herzlich begrüßt. Gegen den 16 kg schwereren griechischen WM-Siebten Xenofon Koutsioumpas machte er einen tollen Kampf und verlor nur relativ knapp. Auch Baris Diksu (60 kg) hielt sich gegen Jurij Kohl, den Deutschen Meister von 2009, zwei Runden lang sehr achtbar. In der 3. Runde aber musste er bei einem spektakulären Ausheber seines Gegners eine Fünferwertung abgeben. Seine Niederlage mit 0:3 kam aber nicht unerwartet.

In der Klasse bis 96 kg erlebten die Zuschauer dann einen absoluten Weltklassekampf. Für Nendingen holte der EM-Dritte Nicolai Ceban zwar den erhofften Punktsieg. Der gewichtsmäßig unterlegene Davyd Bichinashvili lieferte für Mainz aber einen großartigen Kampf. In einer höchst intensiven Auseinandersetzung kämpften beide Ringer bis zur Erschöpfung, ehe sich der Nendinger doch noch mit 3:1 Runden behaupten konnte.

Beim Stand von 7:7 gab es dann jedoch für Nendingen die erste Ernüchterung, als in einem Duell der beiden rumänischen WM-Starter sich George Bucur für Mainz etwas unerwartet mit 3:0 durchsetzen konnte. Yan Ceaban schien etwas verkrampft, nachdem er sich in der 1. Runde von einem Bilderbuchhüftschwung hatte überraschen lassen.

Den erneuten Ausgleich zum 10:10 besorgte dann bei seinem ersten Auftritt in der Mühlauhalle der EM-Dritte Nenad Zugaj (84 kg). Der Kroate holte sich mit enormem kämpferischen Einsatz in allen drei Runden jeweils im Standkampf die Punkte zum Sieg gegen den stets in die Defensive gedrängten Patric Nuding. Der junge Steffen Baur (66 kg) war anschließend erwartungsgemäß gegen den starken Russen Seyran Simonyan ohne Chance. Er setzte sich zwar mutig zur Wehr, musste aber doch schon in der 2. Minute auf die Schultern.

Auch die nächsten drei Kämpfe gingen an die Gäste. Die Niederlage von Marc Buschle gegen den starken rumänischen WM-Starter Stefan Gheorghita kam zwar nicht unerwartet, fiel aber mit 0:4 doch etwas deutlicher aus als erhofft. Ivan Deliverski (74 kg) hatte man einen Sieg gegen Olegk Motsalin zugetraut. Nach gewonnener 1. Runde gab er aber unglücklich die beiden nächsten Runden jeweils bei 1:1 ab und war dann in der 4. Runde konditionell nicht mehr in der Lage dem Kampf noch eine Wende zu geben.

Der letzte Kampf war ein Beispiel dafür wie eng die Kämpfe in der Weltklasse sind. Der für Mainz ringende Bulgare Ilian Georgiev war bei der EM im März mit Platz neun besser gewesen als der Kroate Neven Zugaj (74 kg), der dann aber bei der WM im September mit der Bronzemedaille auftrumpfte. Anders als sein Zwillingsbruder konnte Neven aber seinen Einstand in Nendingen nicht siegreich gestalten und unterlag ganz knapp nach Punkten.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Kevin Grasmann 4:0 (TÜ 7:0/6:0/6:0).- 120 kg G: Andreas Miekeley – Xenofon Koutsioumpas 0:3 (PS 0:2/0:2/0:1). – 60 kg G: Baris Diksu – Jurij Kohl 0:3 (PS 0:1/0:1/0:6). – 96 kg F: Nicolai Ceban – Davyd Bichinashvili 3:1 (PS 1:0/2:1/0:1/1:0). – 66 kg F: Yan Ceaban – George Bucur 0:3 (PS 1:6/0:1/0:1). – 84 kg G: Nenad Zugaj – Patric Nuding 3:0 (PS 1:0/3:0/1:0). – 66 kg G: Steffen Baur – Seyran Simonyan 0:4 (SS bei 0:4). – 84 kg F: Marc Buschle – Stefan Gheorghita 0:4 (TÜ 0:1/0:6/0:6). – 74 kg F: Ivan Deliverski – Olegk Motsalin 1:3 (PS 2:0/1:1/1:1/0:5). – 74 kg G: Neven Zugaj – Ilian Georgiev 0:3 (PS 0.1/0:2/0:1). Endstand: 11:24

TKSV Bonn-Duisdorf - ASV Nendingen 23:14

Artikel vom 02.09.2011, Autor: Fritz Reichle, Views: 3394, Kommentare: 0

Rückschlag: ASV Nendingen unterliegt beim TKSV Bonn-Duisdorf mit 14:23

Das hatten sich Trainer Volker Hirt und seine Mannschaft anders vorgestellt. Man wusste zwar um die Kampfkraft des TKSV Bonn-Duisdorf in dieser Saison. Dennoch hatte man im Vorfeld gehofft, vielleicht doch die Punkte aus dem Rheinland zu entführen. Aber das Glück war an diesem Kampftag nicht auf der Seite des ASV.

Da auch diesmal noch Mindaugas Mizgaitis im Schwergewicht verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden konnte, war der Freistilspezialist Georgi Sredkov eine Klasse höher im klassischen Stil eingesprungen. Er machte seine Sache trotzdem gut, konnte aber eine knappe Niederlage nicht verhindern. Erschwerend kam dann aber noch dazu, dass im Nendinger Team drei Ringer in der Vorwoche mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatten. Sie gingen dennoch auf die Matte, konnten aber natürlich doch nicht in bester Verfassung kämpfen.

Trotz aller Widrigkeiten hielten die Nendinger den Kampf in Bonn bis zum 8. Kampf mit 14:14 ausgeglichen. Die letzten drei Paarungen und damit der Mannschaftssieg gingen dann aber an die Gastgeber. So blieb es bei drei Einzelsiegen für die Gäste. Die eigentlich eingeplanten Siege für Sergios Solontkis und Eduard Kratz konnten leider nicht realisiert werden. Die Ringer des TKSV bestätigten hingegen mit einem starken Kampf ihre Ansprüche auf einen möglichen Endrundenplatz.

Ghenadie Tulbea (55 kg) erfüllte mit einem Punktsieg wieder die in ihn gesetzten Erwartungen. Er musste zwar eine Runde abgeben, hielt aber den gefährlichen Amiran Kartanov doch sicher in Schach. Gegen den deutschen Vizemeister Felix Radinger hielt Georgi Sredkov im ungewohnten griechisch-römischen Stil im Schwergewicht gut mit, doch ein Rundengewinn gelang ihm nicht. Das schaffte aber Florin Gavrila (60 kg). Gegen Mariusz Los, den EM-Zweiten von 2009, hielt er sich beim 1:3 hervorragend.

Mit William Harth hatte Nicolai Ceban (96 kg) den stärksten deutschen Ringer dieser Klasse gegen sich. Beide werden im September ihre Länder bei der WM vertreten. Hier in Bonn setzte sich der ASV-Ringer nach einem engen Kampf mit 3:0 Runden als Sieger durch. Ohne Chance war dann allerdings Florian Schwarz (66 kg) gegen Stefan Daniliuc. Die 1. Runde entschied er zwar noch knapp für sich, dann aber konnte er an diesem Tag nicht mehr mithalten und musste eine Überlegenheitsniederlage mit 1:4 hinnehmen.

Dennoch war für Nendingen zur Pause beim Stand von 8:11 noch nichts verloren. Sergios Solontkis (84 kg) erfüllte dann aber gegen Waldemar Streib nicht die in ihn gesetzten Erwartungen. Der Neuzugang des TKSV war immer der aktivere Ringer und holte dann in der Bodenlage die entscheidenden Punkte zum Sieg mit 3:2. Als Edgaras Venckaitis (66 kg) mit einem schnellen Schultersieg in der 1. Runde gegen Juri Baron mit einem Vierer für Nendingen zum 14:14 ausglich, keimte noch einmal Hoffnung auf.

Marc Buschle (84 kg) hatte jedoch mit dem WM-Fünften Piotr Janulov eine unlösbare Aufgabe. Der Moldawier blockte alle Angriffe des Nendingers ab und holte in jeder Runde mit 2:0 die entscheidenden Punkte. Schlüsselkampf war dann die Begegnung zwischen Ahmed Dudarov (74 kg), dem deutschen Juniorenmeister bei seinem ersten Bundesligaeinsatz für den ASV, und Georg Harth. Hier erwies sich der erfahrene Bonner dann doch als zu clever. Er ließ dem Jüngeren keine Chance und wurde mit seinem Punktsieg zum Matchwinner für den TKSV.

Eduard Kratz (74 kg) hätte dann im Schlusskampf auch in Bestform nicht mehr das Ruder für Nendingen herumreißen können. So aber musste er sich gegen Mateusz Wolny mit 0:3 geschlagen geben.

Für den ASV Nendingen wird es nun am Samstag darauf ankommen, sich mit einem Sieg gegen den TuS Adelhausen wieder in den Kampf um einen guten Tabellenplatz zurückzumelden. Die Schwarzwälder werden aber in der Mühlauhalle unterstützt von einer großen Fangruppe dem ASV einen Heimsieg gewiss nicht leicht machen.

Der Kampfverlauf (Bonn zuerst genannt): 55 kg F: Amiran Kartanov – Ghenadie Tulbea 1:3 (PN 0:2/3:1/0:1/0:3). – 120 kg G: Felix Radinger – Georgi Sredkov 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 60 kg G: Mariusz Los – Florin Gavrila 3:1 (PS 1:0/1:0/2:2/2:0). – 96 kg F: William Harth – Nicolai Ceban 0:3 (PN 0:1/1:1/0:2). – 66 kg F: Stefan Daniliuc – Florian Schwarz 4:1 (TÜ 2:3/6:0/6:0/3:1). – 84 kg G: Waldemar Streib – Sergios Solontkis 3:2 (PS 1:0/3:4/0:1/2:0/1:0). – 66 kg G: Juri Baron – Edgaras Venckaitis 0:4 (SS bei 0:3). – 84 kg F: Piotr Ianulov – Marc Buschle 3:0 (PS 2:0/2:0/2:0). – 74 kg F: Georg Harth – Ahmed Dudarov 3:0 (PS 3:0/4:0/2:0). – 74 kg G: Mateusz Wolny – Eduard Kratz 3:0 (PS 1:0/1:0/2:0). Endstand 23:14

ASV Nendingen - RWG Mömbris-Königshofen 17:20

Artikel vom 23.08.2011, Autor: Fritz Reichle, Views: 4326, Kommentare: 0

Ehrenvolle Niederlage: Der ASV Nendingen unterliegt dem Vizemeister knapp mit 17:20

Die insgeheim erhoffte Sensation ist ausgeblieben. Der ASV Nendingen hat am Samstag dem deutschen Vizemeister RWG Mömbris-Königshofen zwar einen großen Kampf geliefert. Am Ende setzte sich aber doch der Favorit mit 20:17 Punkten durch.

Schon auf der Waage zeigte es sich, dass die Gäste keinerlei Risiko eingehen wollten. Zwar konnten auch sie nicht alle ihre Stars einsetzen, aber die Tatsache, dass sie gleich fünf ihrer ausländischen Neuzugänge aufboten, war klarer Beleg für ihren absoluten Siegeswillen. Auch der ASV konnte nicht seine Bestbesetzung aufbieten. Größtes und vielleicht entscheidendes Handicap war, dass der Schwergewichtler Mindaugas Mizgaitis wegen einer Armverletzung kurzfristig absagen musste. Für ihn sprang notgedrungen Trainer Volker Hirt in die Bresche. Trotz erheblichen Gewichtsnachteils schlug er sich bravourös und verlor nur relativ knapp mit 0:3 Punkten.

Auffallend war, dass im Vergleich zum überraschenden Sieg der Nendinger im Vorjahr nur noch jeweils drei Ringer beider Mannschaften auch diesmal wieder auf der Matte standen. Ein Indiz für den intensiven Transfermarkt aber auch für die vergrößerte Kaderstärke der Vereine in der Bundesliga. Beim ASV waren es allerdings nur drei Neue, die ihr Debüt in der Mühlauhalle vor immerhin 800 Zuschauern gaben. Dabei überzeugten vor allem Nicolai Ceban und Edgaras Venckaitis bei ihren Siegen, während sich Ivan Deliverski gegen einen früheren Weltmeister nach Punkten geschlagen geben musste.

Trainer Volker Hirt war dann auch nicht unzufrieden. „Ich hatte ein ähnliches Ergebnis erwartet und kann keinem einen Vorwurf machen. Jeder hat sein Bestes gegeben.“ Neben Nicolai Ceban konnte aber vor allem auch wieder Eduard Kratz besonders gefallen, der gegen einen starken Gegner zu einem sicheren Sieg kam.

Die Begegnung stand eigentlich bis zum achten Kampf auf des Messers Schneide. Als Marc Buschle gegen den letztjährigen deutschen Meister Peter Weisenberger die ersten beiden Runden gewonnen hatte, stand es 14:14 und die Sensation lag in der Luft. Dann aber ging dem ASV-Star, der in der Woche zuvor wegen einer hartnäckigen Erkältung nicht trainieren konnte, etwas die Luft aus. Und mit seiner, - wenn auch ehrenvollen-, Niederlage gewannen die Gäste dann doch noch die Oberhand.

Im ersten Kampf tat sich Ghenadie Tulbea (55 kg) etwas schwerer als erwartet gegen einen Gegner, der ihn aus vielen Begegnungen her genauestens kannte. Der routinierte Ivan Djorev agierte praktisch nur im Rückwärtsgang, ließ keine spektakulären Aktionen zu und kam seinerseits tatsächlich einmal mit einer Konteraktion zu einem Rundengewinn. Am sicheren Sieg des Klasseringers Ghenadie Tulbea gab es keinen Zweifel, aber er fiel mit 3:1 knapper aus als erhofft. Nach der einkalkulierten Niederlage von Volker Hirt gegen Vladislav Metodiev (120 kg) lieferte Baris Diksu (60 kg) gegen Jens Rung einen offenen Kampf. Nach seiner schweren Schulterverletzung hat er zwar noch nicht wieder ganz die Form des Vorjahres erreicht. Mit einem Rundegewinn hielt er aber mit einem 1:3 den Rückstand des ASV in Grenzen.

Auf der ganzen Linie überzeugen konnte Nicolai Ceban bei seinem Debüt im ASV-Trikot. Der EM-Dritte war gegen Oldrik Wagner, den deutschen Meister 2010, jederzeit Chef auf der Matte und imponierte bei seinem Überlegenheitssieg mit 14:0 Punkten und dem erhofften „Vierer“ für den ASV. Ähnlich stark trumpfte dann aber auf Seiten der RWG Saba Bolaghi, der derzeit erfolgreichste deutsche Freistilringer, auf. Florian Schwarz (66 kg) probierte zwar alles. Gegen die überragende Technik und Schnelligkeit seines Gegners reichte das aber nicht aus. In der 3. Runde allerdings hatte er sich glänzend eingestellt und hielt ein 1:1 ehe er wenige Sekunden vor Schluss doch noch eine Wertung und damit den „Vierer“ abgeben musste.

Nach dem 8:11 zur Pause hielt sich Sergios Solontkis (84 kg) gegen Jim Petterson beim 1:3 sehr gut. Der schwedische Meister, der mit einem Siegverhältnis von 11:1 in der letzten Saison seine Klasse bewiesen hatte, ließ allerdings auch nicht mehr als einen Rundengewinn zu. Eine positive Vorstellung gab Edgaras Venckaitis in der Klasse bis 66 kg. Der Litauer holte beim 3:0 gegen den für Großbritannien startenden Myroslav Dykun einen nicht unbedingt zu erwartenden Sieg.

Marc Buschle und Peter Weisenberger, beide schon deutsche Meister in der Klasse bis 84 kg, kennen sich nun schon seit Jahren. In einem ganz engen Kampf holte Marc Buschle mit 4:3 zwar mehr Punkte, der Gast machte aber mit starker Kondition in den letzten drei Runden mit jeweils einem technischen Punkt den Rückstand von 2 Runden wett. Bei einem Stand von 14:17 hätte nun Ivan Deliverski (74 kg), der dritte Debütant auf Seiten des ASV, gegen Kahkaber Khubetzy gewinnen müssen, um doch noch eine Siegchance zu bewahren. Doch der für die Slowakei startende Welt- und Europameister von 2006 sicherte mit einem Punktsieg und dem 14:20 vorzeitig den Mannschaftssieg für die RWG.

Einen dennoch versöhnlichen Schlusspunkt für den ASV setzte aber Eduard Kratz (74 kg) mit einer sehr engagierten Leistung. Sein tschechischer Gegner Tomas Sobecky war bei der EM 2010 Fünfter geworden, doch „Ede“ demonstrierte mit einem sicheren Sieg, dass er auch dieses Jahr wieder ein Punktegarant für den ASV sein könnte.

Die Kämpfe im Einzelnen (der ASV zuerst genannt): 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Ivan Djorev 3:1 (PS 1:0/0:1/3:0/4:0). – 120 kg G: Volker Hirt – Vladislav Metodiev 0:3 (PN 0:4/0:1/0:1). – 60 kg G: Baris Diksu – Jens Rung 1:3 (PN 0:4/0:1/1:0/0:1). – 96 kg F: Nicolai Ceban – Oldrik Wagner 4:0 (TÜ 4:0/3:0/7:0). – 66 kg F: Florian Schwarz – Saba Bolaghi 0.4 (TÜ 0:5/0:4/1:6). – 84 kg G: Sergios Solontkis – Jim Petterson 1:3 (PN 1:0/0:3/0:1/0:1). – 66 kg G: Edgaras Venckaitis – Myroslav Dykun 3:0 (PS 1:0/1:0/1:0). – 84 kg F: Marc Buschle – Peter Weisenberger 2:3 (PN 2:0/1:0/1:1/0:1/0:1). – 74 kg F: Ivan Deliverski – Kahkaber Khubetzy 0:3 (PN 0:1/0:1/0:3). – 74 kg G. Eduard Kratz – Tomas Sobecky 3:0 (PS 3:0/1:0/1:0). Endstand 17:20. Kampfleiter Joachim Wioska (KSV Taisersdorf).

TKSV Bonn-Duisdorf - ASV Nendingen 12:26

Artikel vom 06.12.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4789, Kommentare: 0

ASV Nendingen erringt den fünften Sieg in Serie

Der ASV Nendingen hat am Samstag in seinem letzten Kampf dieser Saison in der 1. Bundesliga beim TKSV Bonn-Duisdorf klar mit 26:12 gewonnen. „Ende gut, alles gut“, könnte man fast sagen, denn damit dokumentierten die Nendinger mit 10:0 Punkten aus den letzten fünf Kämpfen mit einem tollen Endspurt ihre enorme Mannschaftsstärke. Mit dem 5. Platz wurde zwar die Endrunde knapp verpasst, aber dennoch das beste Bundesligaergebnis der ASV-Geschichte erreicht.

Die Gastgeber erhielten zwar die vier Punkte in der Klasse bis 55 Kilogramm kampflos, konnten auf der Matte aber nur zwei Kämpfe jeweils mit 3:1 für sich entscheiden. Alle ASV-Ringer präsentierten sich auch im letzten Saisonkampf wieder in glänzender Form. Ghenadie Tulbea und Marc Buschle dominierten mit tollen Überlegenheitssiegen und Eduard Kratz holte sich sogar einen Schultersieg. Benjamin Raiser und Yan Ceaban mussten sich zwar knapp gegen starke Gegner geschlagen geben, aber alle fünf anderen Nendinger setzten sich in ganz engen Kämpfen mit großem Einsatz letztlich doch als Sieger durch.

Nachdem Melvin Pelzer (55 kg) für die Rheinländer ohne Gegner zum Sieger erklärt wurde, setzte sich Nendingen gleich durch drei Siege mit 10:4 Punkten entscheidend ab. Georgi Sredkov (120 kg) behielt trotz Gewichtsnachteils gegen Patrick Zimmermann in drei Runden jeweils knapp die Oberhand. Dann aber zeigte Ghenadie Tulbea bei seinem letzten Auftritt in dieser Saison wieder seine ganze Klasse. Er brannte ein wahres Feuerwerk an Griffen ab und deklassierte den gewiss nicht schlechten Juri Baron mit 20:1 Punkten.

Richtig eng war dann wieder der nächste Kampf, bei dem sich aber mit Andreas Miekeley (96 kg) wieder der Gast in allen drei Runden denkbar knapp gegen den schon international erfolgreichen Rumänen Oktavian Nicoara durchsetzte. „Weeste“ kam damit mit seinem 4. Sieg in 9 Kämpfen gegen ganz starke Konkurrenz auf eine stolze Saisonbilanz. Den ersten Sieg auf der Matte für den Gastgeber sicherte sich dann Stefan Daniliuc. Benjamin Raiser (66 kg) hatte den WM-Elften des letzten Jahres zwar in der Vorrunde überraschend mit 3:2 bezwingen können, diesmal aber revanchierte sich der TKSV-Ringer denkbar knapp mit 3:1 Runden.

Nach dem Pausenstand von 11:7 zogen die Nendinger dann jedoch mit vier Siegen in Folge auf 25:9 Punkte davon. Marc Buschle (84 kg) brillierte gegen David Harth mit einem Überlegenheitssieg. Höhepunkt war dabei Runde zwei, in der er beim 9:1 auch mit einer Fünferwertung glänzte. Sehr viel spannender machte es dann wieder Florian Schwarz (66 kg). Gegen Lernik Vanjan konnte aber auch „Lotte“ nach abwechslungsreichem Kampf dann doch in Runde fünf seinen siebten Saisonsieg bejubeln. Ebenfalls hart zu kämpfen hatte Sergios Solontkis (84 kg) gegen Jochen Jahn, dem er aber in einem ausgeglichenen Kampf keinen Rundengewinn zuließ.

Völlig ungefährdet war jedoch Eduard Kratz (74 kg), der sich in dieser Saison nur vom früheren Vizeweltmeister Konstantin Schneider ganz knapp bezwingen ließ. Am Samstag aber war Werner Schellenberg kein ebenbürtiger Gegner. „Ede“ kam in der 2. Runde nach Führung mit 11:0 sogar zum Schultersieg und damit dem 13.Erfolg dieser Saison trotz Verletzungsproblemen. So blieb es Georg Harth, dem stärksten Ringer der Rheinländer, vorbehalten, mit einem Punktsieg den Rückstand auf 12:26 etwas zu verkürzen. Yan Ceaban (74 kg), der wieder eine Klasse aufrückte, überraschte den Favoriten in Runde eins mit einem klaren Rundengewinn, lieferte aber beim 1:3 dennoch eine starke Leistung ab.

Der Kampfverlauf (Bonn-Duisdorf zuerst genannt):
55 kg G: 4:0 Melvin Pelzer (TKSV) siegt ohne Gegner. – 120 kg F: Patrick Zimmermann – Georgi Sredkov 0:3 (PS 0:1/0:2/0:1). – 60 kg F: Juri Baron – Ghenadie Tulbea 0:4 (TÜ 1:7/0:7/0:6). – 96 kg G: Oktavian Nicoara – Andreas Miekeley 0:3 (PS 0:1/0:1/0:1). – 66 kg G: Stefan Daniliuc – Benjamin Raiser 3:1 (PS 0:1/1:0/2:0/1:0). – 84 kg F: David Harth – Marc Buschle 0:4 (TÜ 0:3/1:9/0:1). – 66 kg F: Lernik Vanjan – Florian Schwarz 2:3 (PS 0:2/2:0/0:1/3:0/1:2). – 84 kg G: Jochen Jahn – Sergios Solontkis 0:3 (PS 0:1/0:2/0:1). – 74 kg G: Werner Schellenberg – Eduard Kratz 0:4 (SS bei 0:7/0:4). – 74 kg F: Georg Harth – Yan Ceaban 3:1 (PS 0:4/2:0/1:0/3:0). Endstand 12:26

 

ASV Nendingen - KSK Neuss 19:18

Artikel vom 29.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 7639, Kommentare: 0

ASV Nendingen mit viertem Sieg in Folge

Der ASV Nendingen hat am Samstag mit dem denkbar knappen Erfolg von 19:18 gegen den KSK Neuss den vierten Sieg in Folge errungen. Mit dieser Serie haben sich die Nendinger auf den 5. Platz in der Bundesligatabelle vorgearbeitet.

Vor 800 Zuschauern in der Mühlauhalle kam es zu der erwartet spannenden und ausgeglichenen Auseinandersetzung. Und dabei war bis zum Ende Bangen und Bibbern angesagt. Erst mit dem Schlussgong der letzten Runde stand der nicht unbedingt zu erwartende und deswegen umso freudiger gefeierte Sieg des ASV fest. Trainer Volker Hirt hatte schon vorher angekündigt, dass hier um jede einzelne Runde gekämpft werden müsse. Und so war am Schluss auch bei je fünf Siegen entscheidend, dass Nendingen eben bei den verlorenen Kämpfen doch mehr Siegrunden eingefahren hatten als die Gäste.

Beide Mannschaften hatten je eine Gewichtsklasse unbesetzt. Nach den Verletzungen von Florin Gavrila und Aleksandar Kostadinov musste der ASV die Klasse bis 55 Kilogramm frei lassen. Und Neuss war zwar mit einem Schwergewichtler angereist, der aber nicht zum Abwiegen antrat. So konnte Georgi Sredkov sich über kampflose vier Punkte freuen, wobei er aber bei der Siegerehrung mit einer Serie von Flick-Flacks zumindest seine turnerischen Fähigkeiten demonstrieren konnte.

Nachdem Eduarnis Tellez-Zamora (55 kg) für die Gäste und Georgi Sredkov (120 kg) für Nendingen ohne Kampf zu Siegern erklärt waren, erkämpfte wie erhofft Ghenadie Tulbea (60 kg) den ersten Sieg auf der Matte. Gegen Yaschar Jamali, den deutschen Meister von 2009, konnte der ASV-Star aber nicht wie so oft brillant auftrumpfen, sondern musste sich die Punkte zu seinem klaren Punktsieg regelrecht erarbeiten. Und harte Arbeit war auch für Andreas Miekeley (96 kg) gegen Jackson Vaillant-Cantero, den fünffachen italienischen Meister mit kubanischer Abstammung, angesagt. Er gab nur einen einzigen technischen Punkt ab und unterlag gegen seinen konditionell nachlassenden Gegner nur ganz knapp. Der Gewinn einer Runde sollte sich aber in der Endabrechnung aber noch als ganz wichtig erweisen.

Und mindestens genauso wichtig war der anschließende Sieg für Benjamin Raiser in der Klasse bis 66 Kilogramm. Dadurch dass er gegen Mahmut Cavusoglu bei seinem Sieg mit 3:0 keine Runde abgab, legte der hoch motivierte und engagierte Nendinger den Grundstein für den Sieg seiner Mannschaft.

Nach dem Pausenstand von 11:7 hielt Marc Buschle (84 kg) im Kampf gegen Patrick Loes, den DM-Dritten des letzten Jahres, in einem Schlüsselkampf die Nendinger Siegchancen intakt. Nach im Zwiegriff verlorener erster Runde trumpfte er im 2. Durchgang mit 3:0 auf. Dann aber hatte er in Runde 3 und 4 das Glück auf seiner Seite, als er jeweils zum Schluss der Runde gegen den starken Neusser doch noch eine siegbringende Wertung erreichte. Ohne Chance aber war Florian Schwarz (66 kg) gegen Samet Dülger, den deutschen Meister von 2008 und 2009. Obwohl „Lotte“ immer wieder alles riskierte, musste er nach einem spektakulären Kampf seinem übermächtigen Kontrahenten einen Vier-Punkte-Sieg überlassen.                                                                                                                            Wann immer es in den letzten beiden Jahren zum Kampf zwischen Sergios Solontkis (84 kg) und dem früheren Juniorenweltmeister Max Schwindt kam, so hieß das Ergebnis nach 5 Runden immer 3:2. Und nachdem in der Vorrunde der für den ASV ringende Grieche mit diesem Ergebnis gesiegt hatte, so war nun wieder zur Abwechslung nach einem verbissenen Kampf der Neusser mit einem knappen Sieg an der Reihe. Bei einem Zwischenstand von 16:15 durfte nun Eduard Kratz (74 kg) keine Runde gegen Ilyas Özdemir, den deutschen Vizemeister des letzten Jahres, abgeben. Und „Ede“ erfüllte die hohen Erwartungen. Der insgesamt gut leitende, international renommierte Kampfrichter Claudio Bibbo (Furtwangen) hätte einmal sogar auf Schultersieg entscheiden können. So aber blieb es bei einem überraschend klaren Sieg mit 10:1 Punkten für den als zuverlässigen Mannschaftsringer unersetzlichen Eduard Kratz.

Yan Ceaban (74 kg), der eine Klasse aufgerückt war, durfte nun beim Stand von 19:15 gegen Hamberd Durdischew keine Schulter- oder Überlegenheitsniederlage abgeben. Und der körperlich klar unterlegene Rumäne erfüllte diese Aufgabe taktisch souverän. Die ersten beiden Runden gab er nur mit jeweils 0:1 ab und konnte sich dann im 3. Durchgang locker dreimal durchdrehen lassen, um nur mit 0:3 zu verlieren. Damit hatte er letztlich ebenfalls einen wichtigen Anteil am hauchdünnen Nendinger Sieg mit 19:18.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55 kg G: 0:4 Eduarnis Tellez-Zamora (KSK) siegt ohne Gegner. – 120 kg F: 4:0 Georgi Sredkov (ASV) siegt ohne Gegner. – 60 kg F: Ghenadie Tulbea – Yaschar Jamali 3:0 (PS 1:0/2:0/4:0). – 96 kg G: Andreas Miekeley – Jackson Vaillant-Cantero 1:3 (PS 0:1/0:1/1:0/0:1). – 66 kg G: Benjamin Raiser – Mahmut Cavusoglu 3:0 (PS 2:0/3:0/1:0). – 84 kg F: Marc Buschle – Patrick Loes 3:1 (PS 0:1/3:0/1:1/1:0). – 66 kg F: Florian Schwarz – Samet Dülger 0:4 (TÜ 0:5/0:6/0:3). – 84 kg G: Sergios Solontkis – Max Schwindt 2:3 (PS 1:0/1:0/0:1/0:1/0:1). – 74 kg G: Eduard Kratz – Ilyas Özdemir 3:0 (PS 5:0/2:0/3:1). – 74 kg F: Yan Ceaban – Hamberd Durdischew 0:3 (PS 0:1/0:1/0:7). Endstand 19:18


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ASV Nendingen - TSV Musberg 21:17

Artikel vom 14.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6317, Kommentare: 0

ASV Nendingen siegt auch gegen den TSV Musberg

Der ASV Nendingen hat am Sonntag mit 21:17 gegen den TSV Musberg auch den zweiten Kampf des Wochenendes gewonnen. Damit gelang dem ASV die Revanche für das Unentschieden im Vorkampf. Der Erfolg war aber bei je fünf Siegen hart erkämpft, denn die Gäste von der Filder leisteten wie erwartet heftigen Widerstand. Trainer Volker Hirt hatte die Mannschaft durch die Hereinnahme von Florin Gavrila, Baris Diksu und Sandor Tözser auf drei Positionen gegenüber dem Vorabend umgebaut.

Trotz des herrlichen Herbstwetters, der zeitgleich stattfindenden TV-Übertragung des Formel 1-Finales und der Fußballspiele in der Region waren über 500 Zuschauer zu diesem zweiten württembergischen Derby in die Mühlauhalle gekommen. Sie erlebten drei überlegene Siege für Nendingen durch Florin Gavrila, Ghenadie Tulbea und Sergios Solontkis. Florian Schwarz kam sogar kampflos zum Sieg. Alle anderen ASV-Ringer trafen aber auf starke Gegner, die nur für Eduard Kratz einen fünften Heimsieg zuließen.

In einem spannenden Kampf unterlag Marc Buschle dem vom KSV Köllerbach gekommenen polnischen Spitzenringer Radoslav Marcinkiewicz ganz knapp nach Punkten. Auch Markus Eichin unterlag gegen Schota Bilanishvili, holte beim 2:3 aber immerhin zwei Runden.

Der Einsatz von Florin Gavrila (55 kg) war ganz und gar nicht selbstverständlich. Doch der Ringer mit dem großen Kämpferherz wollte trotz seiner Rückenprobleme unbedingt ringen und setzte sich dann auch gegen Steffen Armbruster unter anderem mit zwei tollen Aushebern überlegen mit 15:2 Punkten durch. Große Mühe hatte Markus Eichin (120 kg) mit Schota Bilanishvili. Der „Bär“ war zwar der körperlich überlegene und aktivere Ringer. Aber der Georgier punktete doch mit schnellen Beinangriffen und erwies sich in der fünften Runde, als beide schon recht erschöpft waren, als konditionell etwas stärker.

Wenig Mühe hatte hingegen Ghenadie Tulbea (60 kg) mit Andreas Böpple, den er souverän beherrschte und mit 16:0 Punkten zum Überlegenheitssieg kam. Mit dem ungarischen WM-Neunten Robert Papp hatte Andreas Miekeley eine harte Nuss zu knacken. Sein Gegner zeigte nach passivem Standkampf in der Bodenlage mit zwei verkehrten Aushebern und Fünfer-Wertungen sein enormes Potenzial. Auch Baris Diksu, der diesmal eine Klasse höher bis 66 Kilogramm antrat, musste die Klasse des deutschen Vizemeisters Frank Stäbler anerkennen, so dass die Musberger mit einer knappen Führung von 11:10 in die Pause gingen.

Der polnische Weltklassemann Radoslav Marcinkiewicz hatte gegen einen stark ringenden Marc Buschle (84 kg) seine liebe Mühe, um dann doch denkbar knapp zu einem Sieg in drei Runden zu kommen. Dann aber glich Florian Schwarz (66 kg) mit seinem kampflosen Sieg zum 14:14 aus, bevor Sergios Solontkis und Eduard Kratz vorzeitig den Sieg des ASV Nendingen perfekt machten

Sergios Solontkis (84 kg) traf bei Michael Taylor auf wenig Gegenwehr, als er ihn gleich mit vier Aushebern souverän auspunktete. Wesentlich mehr Mühe hatte Eduard Kratz (74 kg) mit dem starken Stefan Stäbler. Mit letztem Krafteinsatz gelang ihm aber doch in jeder der drei Runden der siegentscheidende Durchdreher. Gegen Marcin Marcinkiewicz kam Sandor Tözser (74 kg) überhaupt nicht zurecht und unterlag mit 0:3 Runden.

Mit den beiden Siegen vom Wochenende steht der ASV Nendingen nun mit dem ausgeglichenen Verhältnis von 15:15 Punkten auf Platz sechs der Tabelle der 1. Bundesliga.

ASV Nendingen - KSV Aalen 05 19:16

Artikel vom 14.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 7183, Kommentare: 0

ASV Nendingen besiegt den deutschen Meister KSV Aalen sensationell 19:16

Der ASV Nendingen hat am Samstag in der 1. Bundesliga mit einem Sieg über den KSV Aalen für eine kleine Sensation gesorgt. Der deutsche Meister war allerdings nicht in seiner allerbesten Besetzung erschienen und hatte sich offensichtlich bei seiner Aufstellung etwas verpokert. Andererseits bot auch Nendingen nicht alle Stammringer auf und deswegen war für die „Ostalb-Bären“ die Niederlage sehr bitter.

1 000 Zuschauer erlebten in der Mühlauhalle einen spektakulären Ringsportabend mit begeisternden Kämpfen. Aber das Publikum trug seinerseits auch viel zur tollen Atmosphäre bei, da es - angeführt von den ASV-Supporters - stimmungsvoll die Ringer unterstützte. Und so wurde dieser Kampf nicht nur wegen des überraschenden Ergebnisses zu einem denkwürdigen Ereignis.

Der KSV Aalen hatte auf den teuren Einsatz einiger ihrer vielen ausländischen Spitzenringer verzichtet und präsentierte ein junge Mannschaft, in der neben drei internationalen Stars auch drei deutschen Juniorenmeister vertreten waren. Auch Trainer Volker Hirt hatte seine Mannschaft etwas umgestellt und verhalf mit Steffen Baur und Dominik Hipp zwei Nendinger Eigengewächsen zu ihrem Saisondebüt in der Bundesliga . Man hatte eigentlich den deutschen Meister bei dieser Begegnung nur etwas „ärgern“ wollen, dass es aber dann sogar zum Sieg reichte, war für die Nendinger Ringer und Anhänger umso schöner.

Wenn man aus der insgesamt überzeugenden Nendinger Mannschaft überhaupt einen Ringer hervorheben wollte, so müsste das Andreas Miekeley sein. Sein Gegner Coskun Efe, der Dritte der Junioren-WM, wird als eines der größten deutschen Ringertalente gehandelt. Wie „Weeste“ den sichtlich konsternierten Aalener aber dann in vier Runden niederkämpfte, war schon allein das Eintrittsgeld wert.

Dabei hatte der Kampf erwartungsgemäß gar nicht so positiv angefangen, als der ASV zunächst mit 0:7 zurück lag. Der 17-jährige Steffen Baur (55 kg) machte gegen den erfahrenen Constantin Bulibasa zwar einen guten und mutigen Kampf, musste aber dann doch nach einem Hüftschwung auf die Schultern. Auch Markus Eichin (120 kg) war gegen den georgischen Meister Dato Kerashvili, der immer einen Tick schneller war, bei seiner Punktniederlage ohne Siegchance. Dann aber trumpfte Ghenadie Tulbea trotz seiner schmerzhaften Kopfverletzung gegen den jungen Andreas Herzig wie gewohnt mit einem klaren Überlegenheitssieg auf.

Die Stimmung in der Mühlauhalle stieg dann beim Kampf von Andreas Miekeley (96 kg) gegen Coskun Efe noch weiter an. Der Nendinger gab zwar die 1. Runde ab, punktete dann aber sowohl in der Ober- als auch in der Unterlage seinen favorisierten Gegner unter dem Jubel der Fans aus. Auch Benjamin Raiser (66 kg) bewies einmal mehr, wie wichtig er für den ASV ist. Gegen Christian Fetzer, den deutschen Meister der letzten beiden Jahre, lieferte er einen absolut ebenbürtigen Kampf und verlor erst in Runde fünf denkbar knapp.

Beim Pausenstand von 9:11 witterten die Experten schon eine Sensation. Und als Marc Buschle (84 kg) den deutschen Juniorenmeister Pascal Koch klar mit 10:0 Punkten in die Schranken verwies und dabei in der 3.Runde mit einer Fünfer-Wertung durch Souplesse begeisterte, deutete sich die Wende schon an. Die wurde dann noch konkreter, als Florian Schwarz (66 kg) gegen Julian Meyer einen überlegenen Punktsieg herausrang und den ASV mit 15:11 in Führung und die Halle zum Toben brachte.

Die Vorentscheidung brachte Sergios Solontkis (84 kg) gegen Ramsin Azizsir, den Juniorenweltmeister von 2009. Obwohl er die 1. Runde nach Ausheber mit 0:5 verlor, holte er sich gegen den KSV-Ringer mit Durchdrehern dann doch noch die Punkte zum nicht unbedingt zu erwartenden Sieg. Bei einer Führung von 18:12 wurde im vorletzten Kampf Eduard Kratz (74 kg) zum Matchwinner. Als der aktivere Ringer ließ er gegen den ungarischen Meister Balint Korpasi in der Bodenlage keine Wertung zu und baute damit die Nendinger Führung uneinholbar auf 19:12 aus. Da spielte es dann auch keine Rolle mehr, dass Dominik Hipp (74 kg) gegen Benjamin Sezgin im Schlusskampf auf die Schultern musste.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55kg G: Steffen Baur – Constantin Bulibasa 0:4 (SS bei 0:4). – 120 kg F: Markus Eichin – Dato Kerashvili 0:3 (PS 0:4/0:3/0:1). – 60 kg F: Gheandie Tulbea – Andreas Herzig 4:0 (TÜ 6:0/6:0/6:0). – 96 kg G: Andreas Miekely – Coskun Efe 3:1 (PS 0:2/3:0/2:0/3:0). – 66 kg G: Benjamin Raiser – Christian Fetzer 2:3 (PS 0:3/1:0/0:3/1:0/0:1). – 84 kg F: Marc Buschle – Pascal Koch 3:0 (PS 4:0/1:0/5:0). – 66 kg F: Florian Schwarz – Julian Meyer 3:0 (PS1:0/1:0/6:0). – 84 kg G: Sergios Solontkis - Ramsin Azizsir 3:1 (PS 0:5/2:0/2:0/1:0). – 74 kg G: Eduard Kratz – Balint Korpasi 1:0 (PS 1:0/0:1/1:0/1:0). -74 kg F: Dominik Hipp – Benjamin Sezgin 0:4 (SS bei 0:3/0:3). Endstand 19:16

Vorbericht: ASV - Aalen, Musberg

Artikel vom 10.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6056, Kommentare: 0

Zwei Heimkämpfe des ASV Nendingen an diesem Wochenende

Auch an diesem Wochenende wird beim ASV Nendingen wieder Ringsport vom Feinsten geboten. Die Bundesligamannschaft hat am Samstag und Sonntag gleich zwei Heimkämpfe in der Mühlauhalle. Und am Samstag werden auch die Jugendmannschaft und die Oberligamannschaft des ASV Nendingen II daheim antreten.

Mit dem deutschen Meister KSV Aalen ist am Samstag um 19.30 Uhr die letzte, - und allerdings auch beste-, der sogenannten „großen“ Mannschaften zu Gast. Auch hier wird der ASV wohl nicht um eine Niederlage herum kommen. Denn die Aalener als Titelverteidiger haben im Verlauf dieser Saison schon klar gemacht, dass die Meisterschaft wohl nur über sie gehen wird. Der Kader der Ostälbler ist so stark und ausgeglichen besetzt, dass sie eine große Auswahl an Aufstellungsvarianten haben und dennoch kaum zu besiegen sind. Es sein denn, sie schlagen sich schon auf der Waage selber, wie in Bonn-Duisdorf geschehen. Aber ein solches Missgeschick passiert wohl nur einmal.

Man kann sich also am Samstag in diesem württembergischen Derby auf ein Klasseteam der Gäste freuen, dem sich die Nendinger aber doch nicht so ohne weiteres ergeben werden. Beispielsweise mit Ghenadie Tulbea, Eduard Kratz und Sergios Solontkis stellt der ASV durchaus Ringer mit guten Siegchancen. Alle Nendinger werden aber auf Spitzenringer treffen und so kann man einige herausragende Paarungen erwarten.

Ghenadie Tulbea, falls sich seine Verletzung nicht verschlimmern sollte, wird auf den für Griechenland startenden Amiran Kartanov treffen, der bisher nur eine Niederlage hinzunehmen hatte. Benjamin Raiser hat es voraussichtlich mit dem deutschen Meister Christian Fetzer zu tun, dem er einen ebenbürtigen Kampf liefern will. Falls nicht der unschlagbare Vizeweltmeister Arsen Julfalakyan auflaufen sollte, wird Eduard Kratz auf den ungarischen Meister Balint Korpasi treffen, den er in Aalen knapp besiegen konnte. In der Klasse bis 84 Kilogramm bekommt Marc Buschle entweder seinen alten Rivalen Davyd Bichinashvili oder den früheren Europameister Emzarios Bentinidis oder den deutschen Juniorenmeister Pascal Koch vorgesetzt. Allein an diesem Beispiel sieht man die Auswahlmöglichkeiten der Gäste. Auch der Kampf zwischen Andreas Miekeley und Coskun Efe, dem Dritten der Junioren-WM, verspricht einiges an Spannung.

Am Sonntag um 15.00 Uhr kommt mit dem TSV Musberg ein Gegner, mit dem man noch eine Rechnung offen hat. Im der Vorrunde kam der ASV über ein überraschendes Unentschieden nicht hinaus. Nun wollen die Nendinger im zweiten Schwabenderby des Wochenendes aufzeigen, wer die Nummer 2 in Württemberg ist. Aber auch hier darf man die Rechnung nicht ohne den Wirt machen. Die Gäste von der Filder werden die Nendinger auch diesmal ärgern wollen und dürfen auf keinen Fall unterschätzt werden.

Aber natürlich will der ASV in diesem Kampf und dann in den drei letzten Begegnungen der Saison in Freiburg, gegen den KSK Neuss und beim TKSV Bonn-Duisdorf mit Siegen einen versöhnlichen Saisonabschluss gestalten und hoffen wieder auf die Unterstützung der heimischen Fans.

Im Vorkampf trifft ASV Nendingen II in der Oberliga ab 17.30 Uhr auf die Mannschaft des VFL Neckargartach. Die bisher so überraschend erfolgreiche Nendinger Zweite gilt hier als Favorit und will mit einem Sieg den 2. Tabellenplatz festigen.

Schon ab 14.30 Uhr stehen sich in einem Dreierkampftag die Jugendmannschaften des ASV Nendingen, der KG Baienfurt und des AV Sulgen gegenüber.

SVG Weingarten - ASV Nendingen 29:8

Artikel vom 07.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6654, Kommentare: 0

ASV Nendingen im Pech: klare Niederlage und zwei Verletzte

An einem höchst unglücklichen Kampfabend hat der ASV Nendingen am Samstag beim SVG Weingarten mit 8:29 klar verloren. Die Niederlage kam nicht unerwartet. Was aber schwerer wiegt, waren die Verletzungen, die Ghenadie Tulbea und Florin Gavrila an diesem Abend erlitten.

Wie angekündigt war der deutsche Vizemeister SVG mit einer ganz starken Aufstellung angetreten. Die Nendinger hielten dennoch wieder weit besser dagegen, als das klare Ergebnis besagt. Doch die Begegnung stand von Anfang an für sie unter einem unglücklichen Stern. Schon nach dem ersten Kampf musste Florin Gavrila wegen einer schmerzhaften Rückenverletzung von der Matte weg ins Krankenhaus gebracht werden. Und im dritten Kampf erlitt Ghenadie Tulbea nach gewonnener erster Runde durch eine unbeabsichtigte Aktion seines Gegners eine klaffende Platzwunde am Kopf, die ihn zur Aufgabe zwang.

Vielleicht war es auch der dadurch verursachte Schock, der manch engen Kampf dann doch zu Gunsten des ohnehin überlegenen SVG drehte. Wie knapp viele der Begegnungen waren, zeigt die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Runden mit 1:0 endeten. Doch am Ende blieb für den ASV nur ein Sieg durch Eduard Kratz. „Ede“ feierte damit schon seinen achten Sieg dieser Saison.

Nur ganz knapp mit 2:3 unterlagen Sergios Solontkis und auch Florin Gavrila, der ohne seine Probleme wohl gute Siegchancen gehabt hätte. Kurios war der Verlauf des Kampfes zwischen Benjamin Raiser und Ionut Panait. „Benji“ gewann sensationell die 1. Runde gegen den Vize-Europameister dieses Jahres. Dann aber zeigte der SVG-Ringer, warum er „Maschine“ genannt wird, und holte sich doch noch die Punkte zum Überlegenheitssieg.

Florin Gavrila (55 kg) hatte zum Auftakt zwei Runden zum Gleichstand aufgeholt, musste sich dann aber doch in der 5. Runde knapp geschlagen geben. Auch Markus Eichin (120 kg) hielt sich gegen den WM-Teilnehmer Johannes Kessel sehr gut und unterlag relativ knapp nach Punkten. Leider konnte dann der mit Spannung erwartete Kampf zwischen Ghenadie Tulbea und Marcel Ewald, der ebenfalls für Deutschland bei der WM gestartet war, die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Das Nendinger Ass gewann zwar die erste Runde bei Gleichstand durch die letzte Wertung, dann aber kam zu Beginn der 2. Runde leider das jähe Ende dieses Kampfes.

Andreas Miekeley (96 kg) war danach in der 1. Runde beim 0:6 wohl noch etwas konsterniert, hielt dann aber gegen Oliver Hassler gut mit und gab nur 3 Mannschaftspunkte ab. Mit dem 4:1 Sieg von Ionut Panait gegen Benjamin Raiser (66 kg) war dann der Pausenstand von 17:3 schon recht deutlich. Auch Marc Buschle und Florian Schwarz vermochten in der 2. Hälfte gegen übermächtige Gegner den Kampfverlauf nicht zu wenden. Marc Buschle (84 kg) lieferte dem starken Russen Berkhan Kurkiev wieder einen fast ausgeglichenen Kampf, musste sich aber ebenso mit 0:3 geschlagen geben wie anschließend Florian Schwarz (66 kg). „Lotte“ verlor die ersten beiden Runden gegen Sahit Prizreni nur ganz knapp, wurde aber dann in Runde 3 vom albanischen WM-Dritten von 2007 mit 6:0 überrollt.

In einem völlig ausgeglichenen Kampf war dann Rene Zimmermann für den SVG gegen Sergios Solontkis (84 kg) in der 5. Runde mit 1:0 der Glücklichere. Im vorletzten Kampf aber war es wieder einmal Eduard Kratz (74 kg), der gegen den rumänischen Meister Ionel Puscasu den einzigen ASV-Sieg landete. Imponierend, wie „Ede“ in Runde drei sogar mit 6:0 punktete. Auch der letzte Kampf zwischen den beiden Ungarn Sandor Tözser (74 kg) und Gergö Wöller war äußerst eng, aber der Sieg ging mit 1:0 in jeder Runde dann doch an Weingarten.

Der Kampfverlauf (Weingarten zuerst genannt):
55 kg G: Lukas Höglmeier – Florin Gavrila 3:2 (PS 3:0/2:0/0:2/0:1/1:0). -120 kg F: Johannes Kessel – Markus Eichin 3:0 (PS 2:0/1:0/3:2). – 60 kg F: Marcel Ewald – Ghenadie Tulbea 4:0 (Aufgabesieg bei 1:1/0:0). – 96 kg G: Oliver Hassler – Andreas Miekeley 3:0 (PS 6:0/1:0/2:0). – 66 kg G: Ionut Panait – Benjamin Raiser 4:1 (TÜ 2:4/3:0/8:0/6:0). – 84 kg F: Bekhan Kurkiev – Marc Buschle 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 66 kg F: Sahit Prizreni – Florian Schwarz 3:0 (PS 1:0/3:2/6:0). – 84 kg G: Rene Zimmermann – Sergios Solontkis 3:2 (PS 1:0/0:1/0:1/1:0/1:0). – 74 kg G: Ionel Puscasu - Eduard Kratz 0:3 (PS 0:1/0:1/0:6). – 74 kg F: Gergö Wöller – Sandor Tözser 3:0 (PS 1:0/1:0/1:0). Endstand 29:8.

RWG Mömbris-Königshofen - ASV Nendingen 23:13

Artikel vom 01.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6739, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen verliert den Schlüsselkampf bei der RWG Mömbris-Königshofen

Trotz bravourösen Kampfes hat der ASV Nendingen am Samstag bei der RWG Mömbris-Königshofen mit 13:23 klar verloren. Damit haben die Nendinger Ringer eine vielleicht vorentscheidende Niederlage im Kampf um das Traumziel eines Endrundenplatzes hinnehmen müssen.

Drei Siege waren in dieser Begegnung zwischen zwei direkten Konkurrenten um Platz vier zu wenig. Da war es für den ASV-Trainer Volker Hirt natürlich auch nur ein schwacher Trost, dass fast alle Kämpfe ganz eng umstritten waren und durchaus so manch eine Paarung nur unglücklich verloren wurde.

Die beiden Siege von Ghenadie Tulbea und Eduard Kratz waren auf Nendinger Seite im Vorfeld erhofft worden. Aber auch sie mussten recht hart erkämpft werden. Für eine kleine Sensation aber sorgte der überraschende Sieg von Marc Buschle. Er hatte ja schon in den letzten Kämpfen seine gute Form angedeutet. Dass er aber nun mit Peter Weisenberger den deutschen Meister dieses Jahres auf dessen Matte in drei Runden besiegen würde, das übertraf sicherlich alle Erwartungen.

Für eine weitere positive Überraschung sorgte Georgi Sredkov, der eine Klasse aufgerückt war und gegen den favorisierten Krassimir Kotchev zwei Runden gewinnen konnte. In fünf weiteren Kämpfen aber, die als Schlüsselkämpfe galten, konnten die Nendinger trotz allen Einsatzes nicht für weitere Überraschungen sorgen.

Florin Gavrila (55 Kilogramm) ließ sich von Ceyhun Zaidov in der ersten Runde komplett überraschen. Dann gestaltete er den Kampf ganz ausgeglichen, konnte aber die Niederlage mit 1:3 nicht vermeiden. Georgi Sredkov war im Schwergewicht gegen Krassimir Kotchev zwar körperlich klar unterlegen. Er machte dies aber mit großem Kampfgeist wieder wett und unterlag nur mit 2:3 Runden. Ghenadie Tulbea zeigte dann in der Klasse bis 60 Kilogramm wieder seine große Klasse gegen den international renommierten Krassimir Krastanov. Er verlor zwar eine Runde bei Gleichstand von 2:2, beherrschte jedoch in den anderen drei Runden seinen Gegner deutlich.

Auch Andreas Miekeley (96 Kilogramm) kämpfte gegen den Schweden Jakob Cedergren mit gewohnter Energieleistung, verlor aber alle drei Runden denkbar knapp jeweils mit 0.1. Wie schon im Vorkampf lieferte Benjamin Raiser (66 Kilogramm) gegen Bengt Trageser einen verbissenen Kampf. Nach seinem tollen Erfolg am vorigen Samstag konnte er aber diesmal nicht für eine weitere Überraschung sorgen und musste sich auch auswärts wieder mit 1:3 geschlagen geben.

Nach der Pause sorgte Marc Buschle mit seinem Paukenschlag gegen Peter Weisenberger für ein Aufflackern der Nendinger Hoffnungen. Mit seinem 3:0 Sieg gegen den vielfachen deutschen Meister verkürzte er für seine Mannschaft auf 10:13. Und es bestand durchaus die reelle Chance, 3 der letzten 4 Kämpfe zu gewinnen. Das aber gelang dann nur Eduard Kratz, der gewohnt zuverlässig gegen Benjamin Stange den erhofften Punktsieg einfuhr. Yan Ceaban (66 Kilogramm) gelang aber gegen den deutschen Vizemeister Saba Bolaghi kein Rundengewinn.

Die Hoffnungen ruhten nun noch auf Sergios Solontkis und Sandor Tözser. Doch beide mussten sich mit je 0:3 Runden geschlagen geben, wobei 5 der 6 Runden mit 0:1 oder 1:1 endeten. Und der Schwede Jim Petterson gegen Sergios Solontkis und der Georgier Paata Nozadze gegen Sandor Tözser holten damit für die RWG die Punkte für den in dieser Höhe sicher zu klar ausgefallenen Mannschaftssieg der Heimmannschaft.

Der Kampfverlauf (Mömbris-Königshofen zuerst genannt):
55 kg G: Ceyhun Zaidov – Florin Gavrila 3:1 (PS 8:0/0:2/1:0/1:0). – 120 kg F: Krassimir Kotchev – Georgi Sredkov 3:2 (PS 2:0/1:1/1:0/0:3/4:0). – 60 kg F: Krassimir Krastanov – Ghenadie Tulbea 1:3 (PS 0:3/0:2/2:2/1:4). – 96 kg G: Jakob Cedergren – Andreas Miekeley 3:0 (PS 1:0/1:0/1:0). – 66 kg G: Bengt Trageser – Benjamin Raiser 3:1 (PS 4:0/3:0/0:1/1:0). – 84 kg F: Peter Weisenberger – Marc Buschle 0:3 (PS 0:3/0:2/0:1). – 66 kg F: Saba Bolaghi – Yan Ceaban 3:0 (PS 3:0/2:0/4:0). – 84 kg G: Jim Petterson – Sergios Solontkis 3:0 (PS 3:0/1:0/1:0). – 74 kg G: Benjamin Stange – Eduard Kratz 1:3 (PS (0:1/1:0/0:1/0:2). – 74 kg F: Paata Nozadze – Sandor Tözser 3:0 (PS 1:0/1:0/1:1). Endstand: 23:13.

ASV Nendingen - KSV Köllerbach 10:26

Artikel vom 25.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4832, Kommentare: 0

ASV Nendingen verliert gegen KSV Köllerbach klar

Mit 10:26 hat der ASV Nendingen am Samstag gegen den deutschen Meister von 2009 eine deutliche Niederlage bezogen. Der in absoluter Top-Besetzung angetretene KSV Köllerbach erwies sich an diesem Tag als unbesiegbar. Dabei war sich Trainer Volker Hirt mit seinen Köllerbacher Kollegen einig: „Das Ergebnis ist viel zu hoch ausgefallen und spiegelt das Kräfteverhältnis nicht richtig wider.“

Mindestens sieben der zehn Paarungen waren sehr eng umkämpft und hätten mit etwas Glück auch anders ausgehen können. So verloren Ghenadie Tulbea und Andreas Miekeley ihre Kämpfe erst in der 5. Runde. Und auch beispielsweise Marc Buschle, Sergios Solontkis oder Eduard Kratz mussten sich nur ganz knapp geschlagen geben.

Mann des Tages aus Nendinger Sicht war Benjamin Raiser, der in seinem besten Kampf dieser Saison mit einer überragenden Leistung den bulgarischen Meister Emil Milev, den WM-Neunten von 2009, mit 3:0 Runden bezwang. Überhaupt stellten bei den Saarländern die starken Bulgaren mit fünf Ringern die größte Fraktion. Aber auch ihre vier deutschen Ringer, die allesamt Deutschland bei der WM im September vertreten hatten, verkörperten absolute ringerische Spitzenklasse.

Rund 1 000 Zuschauer in der Mühlauhalle sahen Kämpfe auf hohem internationalen Niveau. Nur schade, dass die Hochstimmung der ersten fünf Kämpfe, die im grenzenlosen Jubel nach dem Sieg Benjamin Raisers gipfelte, dann nach der anschließenden Pause nicht in die zweite Hälfte hinüber getragen werden konnte. Nach durchwegs engen Kämpfen mit knappen Niederlagen war dann naturgemäß der Stimmungspegel nicht mehr so hoch.

Florin Gavrila (55 kg) konnte trotz guten Einsatzes gegen Venelin Venkov, den WM-Fünften dieses Jahres, nicht ganz mithalten und musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Auch Markus Eichin (120 kg) war gegen den EM-Dritten Dimitar Kumchev ohne Siegchance. Der vielleicht beste Ringer dieser Klasse in der Liga konnte letztlich sogar die nötigen Punkte zum Überlegenheitssieg machen.

Absoluter Höhepunkt des Abends war der Kampf in der Klasse bis 60 Kilogramm. Mit Ghenadie Tulbea und dem Mongolen Naranbaatar Bayaraa, dem Weltmeister von 2007, boten zwei Spitzenethleten Ringen auf höchstem Niveau. Nach jederzeit packendem Kampf schien der Nendinger in der 4. Runde sogar vor dem Sieg zu stehen. Er glaubte sich mit zwei Punkten in Führung, gab zwei Sekunden vor Schluss noch eine Eins ab und verlor damit zu seiner Verblüffung diese Runde und dann auch noch den letzten Durchgang ganz knapp.

Eine starke Leistung zeigte in seinem ersten Kampf der Saison Andreas Miekeley (96 kg). Gegen Elis Guri, den EM-Dritten von 2008, hielt er den Kampf bis zur vierten Runde offen und musste sich ebenfalls nur mit 2:3 geschlagen geben. Für eine sehr positive Überraschung aus Sicht des ASV sorgte dann Benjamin Raiser (66 kg) mit seinem Sieg gegen Emil Milev. Es gab wohl keinen unter den vielen Zuschauern, der „Benji“ seine überglückliche Ehrenrunde nach dem Kampf nicht gegönnt hätte.

Beim Stand von 7:13 bestand nach der Pause noch die Möglichkeit, die Niederlage zumindest in Grenzen zu halten. Doch alle fünf Kämpfe gingen verloren, auch wenn man keinem der ASV-Ringer den geringsten Vorwurf machen könnte. Marc Buschle (84 kg) zeigte gegen Lyuben Iliev einen ganz starken Kampf und stand auch in den ersten beiden Durchgängen jeweils kurz vor einem Rundengewinn. Doch der junge Bulgare drehte den Kampf immer wieder und setzte sich knapp mit 3:1 Runden durch. Bei seinem ersten Kampf im ASV-Trikot gewann der Rumäne Yan Ceaban (66 kg) zwar eine Runde, aber auch er verlor gegen den deutschen Spitzenringer Martin Daum mit 1:3 Runden.

In den letzten drei Kämpfen mussten sich die Nendinger Ringer dann nach harten Kämpfen ebenfalls jeweils den amtierenden deutschen Meistern geschlagen geben. Sergios Solontkis (84 kg) hatte im Hinkampf gegen Jan Fischer überraschend gewonnen. Doch diesmal glückte dem Saaränder die Revanche, nachdem der Nendinger im Bodenkampf nicht punkten konnte. Ähnlich der Verlauf im Kampf von Eduard Kratz (74 kg) gegen Konstantin Schneider, der jeweils die Unterlage wählte. Seine Rechnung ging auf, als „Ede“ als „Obermann“ keine Wertung erzielen konnte und der Saarländer so ohne technische Wertung zum 1:0-Sieg kam Wie erwartet konnte Sandor Tözser (74 kg) schließlich Andrij Shyyka nicht gefährden und unterlag mit 0:3 Runden.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55 kg G: Florin Gavrila – Venelin Venkov 0:3 (PS 1:1/0:4/0:3). – 120 kg F: Markus Eichin – Dimitar Kumchev 0:4 (TÜ 0:5/0:2/0:6). – 60 kg F: Ghenadie Tulbea – Naranbaatar Bayaraa 2:3 (PS 3:0/0:3/2:0/2:2/0:1). – 96 kg G: Andreas Miekeley – Elis Guri 2:3 (PS 0:4/0:1/1:0/1:0/0:4). – 66 kg G: Benjamin Raiser – Emil Milev 3:0 (PS 2:0/1:1/1:0). – 84 kg F: Marc Buschle – Lyuben Iliev 1:3 (PS 2:3/0:1/1:0/0:2). – 66 kg F: Yan Ceaban – Martin Daum 1:3 (PS 1:0/0:2/1:1/0:1). – 84 kg G: Sergios Solontkis – Jan Fischer 1:3 (PS 0:1/0:3/1:0/0:1). – 74 kg G: Eduard Kratz – Konstantin Schneider 0:1 (PS 0:1/0:1/0:1). – 74 kg F: Sandor Tözser – Andrij Shyyka 0:3 (PS 0:1/0:3/0:6). Endstand: 10:26

Vorbericht: ASV Nendingen - KSV Köllerbach

Artikel vom 21.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5062, Kommentare: 0

Zwei Schlagerkämpfe in der Mühlauhalle

Gleich zwei Schlagerkämpfe werden die Ringsportanhänger am Samstag mobilisieren. Im Vorkampf kommt es in der Mühlauhalle zur Spitzenbegegnung in der Oberliga, wenn ASV Nendingen II auf den vom früheren ASV-Ringer Bastian Bentz angeführten Meisterschaftsfavoriten TSV Ehningen trifft. Und danach stehen sich in einem für die Endrundenplätze vorentscheidenden Kampf der 1. Bundesliga ASV Nendingen I und der deutsche Ex-Meister KSV Köllerbach gegenüber.

Die Köllerbacher, die im Januar 2009 deutsche Mannschaftsmeister wurden, verfügen auch in diesem Jahr über einen hervorragenden und in allen Gewichtsklassen stark besetzten Kader. Deutsche Meister wie Konstantin Schneider, Jan Fischer, Andry Shyyka oder Martin Daum sind darin genauso vertreten wie ausländische WM-Medaillengewinner. Jimmy Lidberg (96 kg) wurde bei der WM in Moskau im September Dritter, Naranbaatar Bayaraa (60 kg) Fünfter. Und von ähnlichem Kaliber sind Ismail Redzhep (66 kg), Emil Milev (66 kg), Lyuben Iliev (84 kg) oder Dimitar Kumchev (120 kg). In vielen Klassen haben die Saarländer sogar die Auswahl zwischen zwei gleich starken Top-Athleten.

Demgegenüber nimmt sich der Kader des ASV Nendingen eher bescheiden aus. Aber die Nendinger Stars wie Ghenadie Tulbea, Eduard Kratz, Sergios Solontkis oder Marc Buschle brauchen sich da nicht zu verstecken. Besonders gespannt darf man natürlich nach dem Stilartwechsel in der Rückrunde auf die Auftritte von Florin Gavrila, Andreas Miekeley und Markus Eichin sein. Und auch Florian Schwarz und Benjamin Raiser haben beim Vorkampf im Saarland ihren Gegnern den Sieg sehr schwer gemacht.

Der KSV Köllerbach geht sicher als klarer Favorit in diesen Kampf. Und sie haben auch schon angekündigt, sich hier gegen Nendingen keine Blöße geben zu wollen, um mit starker Aufstellung zum Sieg zu kommen. Für den ASV Nendingen gilt es, sich möglichst teuer zu verkaufen, und für die eine oder andere positive Überraschung zu sorgen.

 

Auch der Vorkampf ab 17.30 Uhr verspricht schon einiges an Spannung. Mit dem TSV Ehningen ist der Spitzenreiter der Oberliga zu Gast. Mit diesem Verein, von dem 2007 Bastian Bentz und Benjamin Raiser zum ASV kamen, ist Nendingen ja schon lange freundschaftlich verbunden. Und nach der Rückkehr von Bastian Bentz zu seinem Heimatverein erhält dieser Kampf natürlich noch eine ganz spezielle Note. „Baschti“ wird nach seinen tollen Kämpfen für den ASV wohl ganz besonders herzlich hier empfangen werden.

Er bringt eine Mannschaft mit, die nicht umsonst an der Spitze der Oberliga steht. Außer ihm sind mit dem rumänischen Vizemeister Cornel Predoiu (55 kg) und dem polnischen Spitzenringer Sebastian Czerwinski (120 kg) zwei weitere Klasseringer dabei. Aber auch beispielsweise Eric Vogt (74 kg), Samuel Siegel (66 kg), oder Sebastian Sander (60 kg) und Jan Platter (96 kg) werden nur schwer zu besiegen sein. So kann man eine hart umkämpfte Begegnung erwarten, denn die Nendinger werden bei aller Freundschaft keine Gastgeschenke verteilen.

Die Kämpfe am Samstag in der Mühlauhalle im Überblick: 16.30 Uhr: ASV Nendingen III – KSV Vöhrenbach II, 17.30 Uhr: ASV Nendingen II – TSV Ehningen I, 19.30 Uhr: ASV Nendingen I – KSV Köllerbach I.

ASV Nendingen - TKSV Bonn/Duisdorf 29:11

Artikel vom 17.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5000, Kommentare: 0

Souveräner Sieg für den ASV Nendingen

Zum Abschluss der Vorrunde in der Bundesliga haben die Ringer des ASV Nendingen am Samstag den TKSV Bonn-Duisdorf klar mit 29:11 Punkten besiegt. Damit liegen sie nun mit 11:7 Punkten in der Tabelle nur um einen Punkt hinter dem zur Endrunde berechtigenden 4. Platz.

Auch ohne Eduard Kratz war die von Trainer Volker Hirt gut eingestellte Mannschaft in der mit 700 Zuschauern gut gefüllten Mühlauhalle nie gefährdet. Nach einem Pausenstand von 16:4 gelang den Gästen nach acht Siegen der Nendinger erst im 9. Kampf beim Stand von 25:6 der erste und einzige Sieg des Tages. Trotz des klaren Erfolges war allerdings Volker Hirt noch nicht mit allen Ringern voll zufrieden: „Wenn es jetzt in den nächsten Kämpfen gegen stärkere Gegner um die Vorentscheidung für die Play-Off-Plätze geht, dann müssen wir noch konsequenter um jede Chance und jede Runde kämpfen.“

Dennoch war es schon bemerkenswert, wie die Nendinger auch in den hart umkämpften Begegnungen am Samstag sich durchsetzen konnten. Zum Beispiel entschieden sie alle drei Kämpfe, die über die fünf Runden gingen, dann doch noch für sich.

Die begeisterten Zuschauer hätten im Auftaktkampf sicher gerne noch länger die Ringkünste von Ghenadie Tulbea (55 kg) bewundert. Doch der Nendinger Sieggarant schulterte schon nach 39 Sekunden Nicolae Gogiltan, den er mit einer herrlichen Kopfschleuder in die Brücke gezwungen hatte. Mindaugas Mizgaitis (120 kg) war gegen Patrick Zimmermann immer Chef auf der Matte. In allen drei Runden holte er aus dem Stand und in der Bodenlage seine Wertungen, die fast sogar für einen Überlegenheitssieg gereicht hätten. Eine sehr gute Leistung bot auch wieder Baris Diksu (60 kg), der gegen den starken Juri Baron nach verlorener 1. Runde mit großem Einsatz doch noch den nicht unbedingt zu erwartenden Punktsieg holte.

Georgi Sredkov (96 kg) konnte sich an seinem 24. Geburtstag zu Recht von den Zuschauern für seinen Sieg gegen Octavian Nicoara feiern lassen. In einem ganz ausgeglichenen Kampf setzte sich der sympathische Bulgare nach fünf Runden mit 3:2 durch. Ein Höhepunkt des Abends war sicherlich der Sieg von Publikumsliebling Florian Schwarz (66 kg) gegen Lernik Vanyan. In einem sehr konzentriert und klug geführten Kampf ließ „Lotte“ seinen bulligen Gegner nicht zur Entfaltung kommen und siegte mit 3:1 Runden.

Es ist schon erfreulich, wie stark sich in dieser Saison Sergios Solontkis (84 kg) im ASV-Trikot präsentiert. Gegen seine Durchdreher am Boden hatte auch Kevin van Rienen keine Chance. Einen verbissenen Kampf sahen die Zuschauer beim Kampf von Benjamin Raiser (66 kg) gegen Stefan Daniliuc. In der 5. Runde jedoch behielt der Nendinger bei Punktgleichstand nach einer Verwarnung seines Gegners das bessere Ende für sich und holte sich damit seinen zweiten Saisonsieg. Mit einem fulminanten Auftakt begeisterte Marc Buschle (84 kg) das Publikum in der 1. Runde gegen David Harth. Nach 33 Sekunden schon hatte er nach einem Beinzangenangriff die Runde mit 7:0 gewonnen, wobei Kampfrichter Bernd Vollmer (Mühlenbach) allerdings einen Schultersieg nicht anerkannte. So fehlte dem Nendinger am Schluss nur ein Punkt zum Überlegenheitssieg.

Den einzigen Sieg der Gäste sicherte sich Georg Harth. Sandor Tözser (74 kg) hielt sich aber gegen den favorisierten DM-Dritten hervorragend und verlor nur denkbar knapp nach vier Runden. Den Schlusspunkt unter den Nendinger Triumph setzte Co-Trainer Adrian Ozsda (74 kg), der für Eduard Kratz eingesprungen war. Mit einer starken Leistung holte er sich gegen Tim van Voorst in der 5. Runde den entscheidenden Punkt zum 9. Sieg der Nendinger an diesem Tag.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55 kg F: Ghenadie Tulbea – Nicolae Gogiltan 4:0 (SS bei 4:0).- 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis – Patrick Zimmermann 3:0 (PS 2:0/4:0/5:1). – 60 kg G: Baris Diksu – Juri Baron 3:1 (PS 0:2/5:1/1:1/1:0). – 96 kg F: Georgi Sredkov – Octavian Nicoara 3:2 (PS 0:3/3:2/1:0/0:1/1:0). -66 kg F: Florian Schwarz – Lernik Vanyan 3:1 (PS 1:2/1:1/4:3/1:0). – 84 kg G: Sergios Solontkis – Kevin van Rienen 3:0 PS 3:0/2:0/1:0). – 66 kg G: Benjamin Raiser – Stefan Daniliuc 3:2 (PS 1:0/0:2/1:0/0:1/2:2). – 84 kg F: Marc Buschle – David Harth 3:0 (PS 7:0/1:0/2:0). – 74 kg F: Sandor Tözser – Georg Harth 1:3 (PS 0:1/1:0/0:1/1:2). – 74 kg G: Adrian Ozsda – Tim van Voorst 3:2 (PS 5:0/2:0/0:1/0:2/1:0). Endstand 29:11

Vorbericht: ASV Nendingen - TKSV Bonn/Duisdorf

Artikel vom 13.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5496, Kommentare: 0

Gelingt wieder ein Heimsieg gegen Bonn-Duisdorf?

Der ASV Nendingen hat am kommenden Samstag zum Abschluss der Vorrunde wieder einen Heimkampf in der Mühlauhalle. Gegen den TKSV Bonn-Duisdorf könnte vielleicht wieder ein Heimsieg gelingen. Die Rheinländer haben als Tabellenachter Freiburg ganz klar besiegt und gegen den TSV Musberg nur knapp mit 17:18 verloren. Hohe Konzentration ist also für den ASV angesagt, soll der erhoffte Sieg gelingen.

Vielleicht gibt den Rheinländern der ihnen voriges Wochenende am grünen Tisch zugesprochene Sieg gegen den KSV Aalen, als der deutsche Meister offensichtlich diesen Kampf zu leicht nahm, zusätzlichen Auftrieb. Diese Punkte könnten ihnen entscheidend weiterhelfen, den Klassenerhalt vorzeitig sicherzustellen.

Die Gäste haben mit Georg Harth (74 kg F) ihren bisher erfolgreichsten Ringer. Aber auch beispielsweise Juri Baron (60 kg), Nicolae Gogiltan (55 kg), Stefan Daniliuc (66 kg F), Dejan Sernek (84 kg G) oder vor allem Mateusz Wolny (74 kg G) sind als sehr stark einzuschätzen. Dennoch müssten die Nendinger mit Unterstützung ihrer Anhänger am Ende die Matte als Sieger verlassen.

Der Kampf in der Mühlauhalle beginnt um 19.30 Uhr. Der Ringerzug wird natürlich wieder wie üblich im Einsatz sein.

KSK Neuss - ASV Nendingen 19:21

Artikel vom 10.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5693, Kommentare: 0

ASV Nendingen erkämpft beim KSK Neuss den Sieg

Einen ganz wichtigen Sieg hat der ASV Nendingen am Samstag beim KSK Neuss geholt. Mit dem hart errungenen Erfolg mit 21:19 bleiben damit die Chancen des ASV im Kampf um die Endrundenplätze erhalten.

Trainer Volker Hirt war mit seiner Mannschaft hoch zufrieden: „Alle haben richtig gut gekämpft und einige sind fast über sich hinaus gewachsen.“ Wie hart, verbissen und ausgeglichen die Kämpfe waren, zeigt die Tatsache, dass 24 Runden mit 1:0 endeten. Den tollen Kämpfen auf der Matte entsprach allerdings nicht der Rahmen dieser Begegnung in der Neusser Stadionhalle, der mit rund 100 Zuschauern nicht bundesligawürdig war.

Zwei Nendinger Ringer müssen vielleicht besonders herausgehoben werden. Die taktische Umstellung mit Alexandar Kostadinov erwies sich als richtig. Er holte gegen den zweifachen deutschen Meister Sergiy Skrypka mit 3:0 einen Erfolg, der Gold wert war. „Das war unser Sieg“, freute sich Volker Hirt. Und dass Eduard Kratz trotz seiner schmerzhaften Verletzung gegen Ilyas Özdemir, den deutschen Vizemeister von 2009, mit seinem 3:1 Sieg als Matchwinner die entscheidenden Punkte für den ASV sicherte, war vorher ganz und gar nicht zu erwarten gewesen.

Mit 9:2 Punkten brachten die ersten drei Kämpfe einen fast optimalen Start für Nendingen. Ghenadie Tulbea (55 kg) musste gegen den rein passiv ringenden schwedischen Meister Eduarnis Tellez-Zamora zwar eine Runde abgeben, holte aber doch den erhofften Auftaktsieg. Auch Mindaugas Mizgaitis (120 kg) tat sich schwer gegen Björn Holk. Aber dennoch konnte er mit 3:1 die Nendinger Führung ausbauen. Der Kampf von Alexandar Kostadinov (60 kg) brachte dann die Weichenstellung für einen Nendinger Erfolg. Alle drei Runden entschied er gegen Sergiy Skrypka knapp für sich und schuf somit die Grundlage für den Nendinger Mannschaftserfolg.

Fast genau so wichtig waren im Anschluss die zwei Runden, die Georgi Sredkov (96 kg) seinem Gegner William Harth abtrotzte. Der bisher in dieser Saison erfolgreichste Neusser Ringer musste sich deswegen mit einem knappen Sieg mit 3:2 begnügen. Ohne Chance war erwartungsgemäß Florian Schwarz (66 kg) gegen Samet Dülger. Der deutsche Meister von 2007 und 2008 war in allen drei Runden trotz allen Bemühens von „Lotte“ überlegen. Dennoch konnte der ASV mit einer Pausenführung von 11:9 sehr zufrieden sein.

Mit einer tollen Leistung unterstrich dann Sergios Solontkis (84 kg) erneut seine glänzende Form. Gegen den früheren Juniorenweltmeister Max Schwindt musste er nur zwei Runden nach sehr fragwürdigen Kampfrichterentscheidungen abgeben. Mit 3:2 setzte sich mit Sergios aber dennoch der bessere Ringer durch. Stark rang auch Benjamin Raiser (66 kg) gegen Emilyan Todorow, den bulgarischen Meister dieses Jahres. Er unterlag zwar mit 1:3. Hätte er aber in Runde vier nicht 10 Sekunden vor Schluss eine unglückliche Einserwertung abgegeben, hätte er gegen seinen konditionell nachlassenden Gegner durchaus sogar noch mehr erreichen können.

Seine ansteigende Form stellte Marc Buschle (84 kg) gegen Patrick Loes, den DM-Dritten von 2009 unter Beweis. Nur eine Runde musste er im Clinch abgeben. Nach einem tollen Beinangriff kurz vor Schluss der 4. Runde triumphierte er aber dennoch nach einer Fünfer-Wertung mit 3:1 über seinen starken Gegner. Auch Sandor Tözser konnte trotz einer ganz knappen Niederlage gegen den unbequem ringenden Russen Hamberd Durdischew gefallen. In allen drei Runden holte sich der Neusser im Clinch nur jeweils eine Einserwertung. Damit hatte Neuss erstmals in dieser Begegnung den Gleichstand mit 18:18 erreicht. Damit lag es wieder einmal an Eduard Kratz, den Auswärtssieg vielleicht doch noch zu sichern. Und mit einer Energieleistung sondersgleichen setzte er sich tatsächlich gegen den starken Ilyas Özdemir durch. Nach verlorener ersten Runde holte er sich in Runde vier sogar mit einem 5:0 die entscheidenden Punkte für den Nendinger Mannschaftserfolg

Der Kampfverlauf (Neuss zuerst genannt):
55 kg F: Eduarnis Tellez-Zamora – Ghenadie Tulbea 1:3 (PS 0:2/1:1/0:3/0:3). -120 kg G: Björn Holk – Mindaugas Mizgaitis 1:3 (PS 0:1/0:1/1:0/0:1). – 60 kg G: Sergiy Skrypka – Alexandar Kostadinov 0:3 (PS 0:1/0:1/0:2). – 96 kg F: William Harth – Georgi Sredkov 3:2 (PS 0:1/1:0/0:2/1:0/1:0). – 66 kg F: Samet Dülger – Florian Schwarz 4:0 (TÜ 4:0/6:2/9:0). – 84 kg G: Max Schwindt – Sergios Solontkis 2:3 (PS 2:0/0:1/0:2/1:0/0:1). – 66 kg G: Emilyan Todorov – Benjamin Raiser 3:1 (PS 1:0/1:0/0:1/1:0). – 84 kg F: Patrick Loes – Marc Buschle 1:3 (PS 1:0/0:1/3:3/0:5). – Hamberd Durdischew – Sandor Tözser 3:0 (1:0/1:0/1:0). – 74 kg G: Ilyas Özdemir – Eduard Kratz 1:3 (PS 1:0/1:2/0:1/0:5). Endstand 19.21

ASV Nendingen - RKG Freiburg 24:12

Artikel vom 05.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5445, Kommentare: 0

ASV siegt gegen die RKG Freiburg klar mit 24:12

Trotz des herrlichen Herbstwetters und der gleichzeitigen Einweihung der Nendinger Donauhallen waren am Sonntagnachmittag 450 Zuschauer in die Mühlauhalle zum Kampf des ASV Nendingen gegen die RKG Freiburg gekommen. Und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn sie erlebten eine unterhaltsame und interessante Begegnung, bei der sich der ASV deutlich mit 24:12 durchsetzte.

Trainer Volker Hirt hatte seine Mannschaft gegenüber dem Samstag in vier Klassen geändert. Zu seinem ersten Bundesligaeinsatz kam Alexandar Kostadinov, der 22-jährige bulgarische Neuzugang, der sich riesig über seinen Sieg gegen den gleichaltrigen rumänischen WM-Teilnehmer Virgil Munteanu freute. Baris Diksu rückte dafür in die Klasse bis 66 Kilogramm auf. Auch der 20-jährige Viorel Ghita  bekam einen weiteren Bundesligaeinsatz diesmal in der Klasse bis 74 Kilogramm und Marc Buschle (84 kg) kehrte in seine angestammte Klasse zurück.

Dass er ein absoluter Ausnahmekönner im Freistilringen ist, konnte Ghenadie Tulbea (55 kg) auch am Sonntag beweisen. Es war eine Augenweide zu sehen, wie er bei seinem Überlegenheitssieg gegen das bulgarische Talent Veliko Lyutskanow seine technischen Fähigkeiten demonstrierte. Erstmals konnte auch Mindaugas Mizgaitis (120 kg) die Nendinger Fans so richtig überzeugen. Gegen Patrick Schwendemann gelangen ihm in allen drei Runden Wertungen in der Bodenlage zum ungefährdeten Punktsieg.

Besonderes Interesse fand natürlich der Kampf in der Klasse bis 60 Kilogramm, bei dem sich mit Alexandar Kostadinov und Virgil Munteanu zwei Ringer gegenüberstanden, die schon in jungen Jahren zu internationalen Erfolgen kamen. Dass sich der Nendinger mit 3:1 Runden durchsetzte, bedeutete für ihn einen Supereinstand, während sich der Freiburger über seine Niederlage gar nicht beruhigen wollte. Ähnlich umstritten war der Kampf in der Klasse bis 96 Kilogramm zwischen Georgi Sredkov und dem deutschen Vizemeister Viktor Reh. Trotz einer kämpferisch überzeugenden Leistung des Nendingers, setzte sich aber doch der agile Freiburger mit etwas mehr Glück mit 3:1 durch.

Über seinen zweiten Saisonsieg konnte sich Publikumsliebling Florian Schwarz (66 kg) gemeinsam mit seinen Fans freuen. Der junge Franzose Zachary Federow war zwar immer gefährlich, aber „Lotte“ behielt in einem konzentriert geführten Kampf doch in allen drei Runden die Oberhand. Überraschend deutlich beherrschte auch Sergios Solontkis (84 kg) den starken Jury Witt. Der Grieche überzeugt in dieser Saison mit einer konstant guten Form und holt seine Punkte sowohl im Stand- als auch im Bodenkampf. Nachdem Baris Diksu (66 kg) wegen Übergewicht von Benedikt Rebholz kampflos zum Sieg kam, baute Marc Buschle (84 kg) die Nendinger Führung auf 24:5 aus. Sein französischer Gegner Stephane Marczinski holte sich zwar Runde eins im Clinch, musste dann aber den Beinangriffen des Nendingers Tribut zollen.

Mit zwei Siegen in den Klassen bis 74 Kilogramm hielten die Freiburger dann doch die Niederlage in Grenzen. Sehr unglücklich verlor Viorel Ghita nach ausgeglichenem Kampf in der 3. Runde nach einem Schleudergriff entscheidend. Und Adrian Ozsda gelangen im Bodenkampf keine Wertungen gegen Renato Kun, so dass sein ungarischer Gegner nach gewonnener 1. Runde auch die nächsten beiden Durchgänge für sich entschied.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55kg F: Ghenadie Tulbea – Veliko Lyutskanov 4:0 (TÜ 5:0/6:0/5:0). – 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis – Patrick Schwendemann 3:0 (PS 2:0/2:0/2:0). – 60 kg G: Alexandar Kostadinov – Virgil Munteanu 3:1 (PS 1:0/0:1/2:1/2:0). – 96 kg F: Georgi Sredkov – Viktor Reh 1:3 (PS 0:1/0:1/1:0/1:2). – 66 kg F: Florian Schwarz – Zachary Federow 3:0 (PS 3:1/2:0/2:0). – 84 kg G: Sergios Solontkis – Jury Witt 3:0 (PS 2:0/3:0/1:0). – 66 kg G: Baris Diksu – Benedikt Rebholz 4:0 (Übergewicht)). – 84 kg F: Marc Buschle – Stephane Marczinski 3:1 (PS 0:1/3:0/1:0/4:0). – 74 kg F: Viorel Ghita – Johannes Reh 0:4 (SS bei 1:3/4:0/1:3). – 74 kg G: Adrian Ozsda – Renato Kun 0:3 (PS 0:4/0:1/0:1). Endstand 24:12.

KSV Aalen - ASV Nendingen 17:15

Artikel vom 27.09.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 3797, Kommentare: 0

ASV Nendingen unterliegt beim deutschen Meister nur mit 15:17

Einen tollen Kampf haben die Bundesligaringer des ASV Nendingen am Samstag beim KSV Aalen geliefert. Bei der knappen Niederlage mit 15:17 Punkten brachten sie den deutschen Meister gehörig ins Schwitzen.

Auch als nach den zehn Kämpfen der Sieg der Aalener feststand, geriet das Nendinger Ringer-Ass Marc Buschle noch ins Schwärmen. „Das war ein Superkampf, den wir heute beim Favoriten gezeigt haben. Da hat wirklich nicht viel gefehlt und wir hätten für eine Sensation gesorgt.“ Und in der Tat lagen die Nendinger nach sieben Kämpfen sogar noch mit 11:10 in Führung, ehe die Gastgeber in den letzten drei Kämpfen mit zwei hart errungenen Siegen noch den Sieg unter Dach und Fach brachten.

Wie eng diese Begegnung war, zeigt die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der 35 Runden nur mit einem Punkt Unterschied entschieden wurden. Für den einzigen Vier-Punkte-Sieg des Tages sorgte Sergios Solontkis, als er nach Rundenrückstand den Junioren-Europameister Ramsin Azizsir mit einem Bilderbuch-Hüftschwung auf die Schultern zwang. Für die weiteren Nendinger Siege sorgten Ghenadie Tulbea, Eduard Kratz und mit seinem ersten Saisonsieg auch Benjamin Raiser.

Wie fast schon gewohnt, brachte Ghenadie Tulbea (55 kg) den ASV beim ersten Kampf in Führung. Mit 7:1 Wertungspunkten trumpfte er gegen den starken Georgier Amiran Elbakidze wieder souverän auf. Dann allerdings erfüllten sich die Nendinger Hoffnungen auf einen weiteren Sieg im Schwergewicht nicht. Gegen Ralf Böhringer, den diesjährigen deutschen Meister, konnte Mindaugas Mizgaitis keine Wertung erzielen, hielt aber nach ausgeglichenem Kampf mit 0:1 die Niederlage in Grenzen. Erneut eine hervorragende Leistung zeigte danach aber Baris Diksu (60 kg). Gegen den früheren Europameister Peter Modos, der vor zwei Wochen nur knapp im Kampf um die Bronzemedaille bei der WM gescheitert war, ließ er keine technische Wertung zu. Mit einer taktisch glänzenden Einstellung unterlag er seinem ungarischen Gegner nur mit 0:1 Punkten.

Georgi Sredkov (96 kg) hatte mit David Bichinashvili den derzeit erfolgreichsten deutschen Freistilrínger zum Gegner. Da hatte er zwar keine Siegchance, nahm dem Aalener aber immerhin eine wichtige Runde ab. Und auch Florian Schwarz (66 kg) hielt die Niederlage in Grenzen, als er gegen Anatolie Guidea nur mit 0:3 Mannschaftspunkten verlor. Als der bulgarische Vizeweltmeister von 2007 sich schon eines Überlegenheitssieges sicher wähnte, erwischte „Lotte“ seiner Gegner drei Sekunden vor Schluss mit einer blitzsauberen Kopfschleuder und hielt so den Rückstand in Grenzen.

Nach der Pause sorgte Sergios Solontkis für einen Paukenschlag. Die ersten beiden Runden musste er gegen Ramsin Azizsir knapp abgeben, dann aber nutzte er eine Unachtsamkeit des Aalener Neuzugangs und legte ihn schulmäßig auf die Schultern. Mit Patrick Sorg, dem früheren deutschen Juniorenmeister, hat sich Benjamin Raiser (66 kg) schon viele schöne Kämpfe geliefert. In einer sehr engen Auseinandersetzung hatte der Nendinger nach gutem Einsatz mal wieder mit 3:2 Runden das bessere Ende für sich und brachte damit den ASV mit 11:10 in Führung.

Marc Buschle (84 kg) lieferte sich mit seinem alten Bekannten Emzarios Bentinidis wieder einen tollen Kampf. Eine Runde gewann er und eine verlor er nur bei 1:1 Gleichstand. Insgesamt überzeugte er aber bei seiner Niederlage mit 1:3 gegen den früheren Europameister durchaus.

Die Entscheidung über den Mannschaftserfolg fiel dann in den beiden letzten Kämpfen in den Klassen bis 74 Kilogramm. Eduard Kratz bezwang hier zwar gewohnt zuverlässig den ungarischen Meister Balint Korpasi mit 3:1. Da Sandor Tözser sich aber dem griechischen Meister Olegk Motsalin knapp in drei Runden geschlagen geben musste, hatte der KSV Aalen noch einmal das bessere Ende mit 17:15 für sich.

Der Kampfverlauf (Aalen zuerst genannt):
55 kg F: Amiran Elbakidze – Ghenadie Tulbea 0:3 (PS 1:1/0:3/0:3). – 120 kg G: Ralf Böhringer – Mindaugas Mizgaitis 1:0 (PS 1:0/1:0/1:0). – 60 kg G: Peter Modos – Baris Diksu 1:0 (PS 1:0/1:0/1:0). – 96 kg F: David Bichinashvili – Georgi Sredkov 3:1 (PS 0:1/1:0/1:0/1:0). – 66 kg F: Anatolie Guidea – Florian Schwarz 3:0 (PS 2:0/4:0/5:3). – 84 kg G: Ramsin Azizsir – Sergios Solontkis 0:4 (SS bei 3:0/1:0/0:4). – 66 kg G: Patrick Sorg – Benjamin Raiser 2:3 (PS 0:2/2:0/3:0/0:2/0:1). – 84 kg F: Emzarios Bentinidis – Marc Buschle 3:1 (PS 3:0/1:2/1:1/2:0). – 74 kg F: Olegk Motsalin – Sandor Tözser 3:0 (PS 1:0/3:0/2:0). – 74 kg G: Balint Korpasi – Eduard Kratz 1:3 (PS 0:2/0:4/1:0/0:1). Endstand 17:15.

ASV Nendingen - SVG Weingarten 13:23

Artikel vom 19.09.2010, Autor: Fitz Reichle, Views: 4054, Kommentare: 0

Der deutsche Vizemeister zu stark für den ASV Nendingen

Der ASV Nendingen hat am Samstag die Überlegenheit des deutschen Vizemeisters SVG Weingarten anerkennen müssen. Die Niederlage fiel mit 13:23 etwas deutlicher aus, als manche erwartet hatten. Doch die favorisierten Gäste traten bis auf eine Ausnahme mit ihrer allerstärksten Aufstellung an, um gegen Nendingen überhaupt kein Risiko einzugehen.
Wie auch SVG-Trainer Frank Heinzelbecker einräumte, fiel der Sieg der Nordbadener zu deutlich aus und spiegelt das Kräfteverhältnis in der vom Regio-TV Euro3 aufgezeichneten interessanten Begegnung nicht richtig wider.
Mindestens drei der Niederlagen waren sehr knapp und umstritten. Doch drei Siege durch Ghenadie Tulbea, Sergios Solontkis und Eduard Kratz und nur zwei weitere Rundengewinne waren in der Endabrechnung für den ASV zu wenig. Dass aber auch Niederlagen wie Siege gefeiert werden können, zeigt das Beispiel von Baris Diksu. Gegen den finnischen Europameister Jani Haapamäki gewann er sogar eine Runde und seine starke Leistung wurde von den 850 Zuschauern in der Mühlauhalle zu Recht gewürdigt.
Schon im ersten vorgezogenen Kampf erfüllten sich die ASV-Hoffnungen nicht ganz. Georgi Sredkov (96 kg F) stand zwar im 1. und im 3. Durchgang kurz vor dem Rundengewinn. Doch mit fast sechs Kilogramm Gewichtsvorteil nutzte Johannes Kessel, der deutsche WM-Vertreter in Moskau, seine körperlichen Vorteile doch zum Sieg mit 3:0. Den Erwartungen der Zuschauer entsprach jedoch Ghenadie Tulbea (55 kg) wieder vollauf. Mit seinen blitzschnellen Beinangriffen gegen den deutschen Spitzenringer Christoph Ewald entzückte er das Publikum erneut mit einem Überlegenheitssieg mit 14:2 Punkten. Weniger lebhaft war naturgemäß die Auseinandersetzung zwischen den beiden „Schwergewichten“ in der Klasse bis 120 Kilogramm. Unter den beiden mehrfachen WM-Medaillengewinnern setzte sich letztlich der athletischer wirkende Mihaly Deak-Bardos gegen den ASV-Vertreter Mindaugas Mizgaitis mit 3:1 durch.
Wie schon erwähnt präsentierte sich Baris Diksu (60 kg) in toller Form. Trotz seiner Punktniederlage rechtfertigte er seine Aufstellung mit einer starken Vorstellung, während sein Weltklassegegner mit arroganten und unsportlichen Allüren das Publikum verärgerte. Gergö Wöller, der ungarische EM-Dritte von 2008, war für Florian Schwarz (66 kg F) auch diesmal eine Nummer zu groß. So sehr sich „Lotte“ auch bemühte, sein Gegner hatte immer die bessere Antwort und auch Kampfrichter Ralf Schick (Kappel) hatte er nicht auf seiner Seite.
Bei einem Pausenstand von 6:13 zeichnete sich damit schon ein kaum aufzuholender Rückstand für Nendingen ab.
Allerdings nutzte Sergios Solontkis (84 kg G) dann konsequent den einzigen Schwachpunkt in der Formation der Weingartener mit einem blitzsauberen Schultersieg in der 2. Minute gegen Philipp Lakes, um auf 10:13 zu verkürzen. Die nächsten drei Kämpfe gingen dann aber wieder an die Gäste. Benjamin Raiser (66 kg G) kämpfte gut gegen Ionut Panait, den rumänischen EM-Vizemeister von 2008. Der erwies sich vor allem in der Bodenlage als einen Tick besser, doch „Benschi“ konnte immerhin eine Überlegenheitsniederlage vermeiden. Auch Marc Buschle (84 kg F) kann eine gute Leistung gegen den starken Russen Bekhan Kurkiev bescheinigt werden. Doch in jeder Runde holte der Gast eben doch den einen nötigen Punkt zum Sieg.
Als völlig offen war der Kampf in der Klasse bis 74 Kilogramm im freien Stil angesehen worden. Aber auch hier holte sich der mehrfache rumänische Meister Szabolcs Laszlo für die die SVG einen denkbar knappen Punktsieg, während die Angriffsversuche von Sandor Tözser nicht belohnt wurden. Einen versöhnlichen Abschluss schaffte dann Eduard Kratz (74 kg G) mit einem nicht unbedingt zu erwartenden Sieg gegen den mehrfachen deutschen Meister Adam Juretzko. „Edi“ war trotz erbitterter Gegenwehr zwei Mal mit einem Durchdreher erfolgreich und demonstrierte erneut seine Klasse und seinen Wert für den ASV.

Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
96 kg F: Georgi Sredkov – Johannes Kessel 0:3 (PS 1.1/0:7/4:6). – 55 kg F: Ghenadie Tulbea – Christoph Ewald 4:0 (TÜ 3:2/5:0/6:0). – 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis – Mihaly Deak-Bardos 1:3 (PS 1:0/0:1/0:1/0:1). – 60 kg G: Baris Diksu – Jani Haapamäki 1:3 (PS 2:0/0:4/0:1/0:3). – 66kg F: Florian Schwarz – Gergö Wöller 0:4 (TÜ 0:4/0:4/0:6). - 84 kg G: Sergios Solontkis – Philipp Lakes 4:0 (SS bei 3:0). – 66 kg G. Benjamin Raiser – Ionut Panait 0:3 (PS 0:3/0:3/0:4). – 84 kg F: Marc Buschle – Bekhan Kurkiev 0:3 (PS 0:1/0:1/0:2). – 74 kg F: Sandor Tözser – Szabolcs Laszlo 0:3 (PS 0:1/0:1/1:1). – 74 kg G: Eduard Kratz – Adam Juretzko 3:1 (PS 0:1/1:0/1:0/2:0). Endstand 13:23.

Vorbericht: ASV Nendingen - SV Weingarten

Artikel vom 30.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 7234, Kommentare: 3

ASV Nendingen vor Spitzenkampf gegen den SV Germania Weingarten

Mit dem SV Germania Weingarten stellt sich am Samstag, 31. Oktober, einer der erklärten Favoriten für die diesjährige deutsche Mannschaftsmeisterschaft in der Mühlauhalle vor. Die Nordbadener hatten schon in der letzten Saison das Halbfinale erreicht und wollen nun zumindest ins Finale vorstoßen. Sie haben bisher erst eine Niederlage gegen den amtierenden Meister KSV Köllerbach hinnehmen müssen und gelten nun im letzten Kampf der Vorrunde gegen den ASV Nendingen natürlich als klare Favoriten. Der ASV Nendingen hat seinerseits bisher mit vier Siegen sehr positiv überrascht. Und die Ringer um Trainer Volker Hirt wollen nun auch im Kampf gegen Weingarten ihr hohes Leistungspotential und ihr gesteigertes Selbstbewusstsein vor heimischem Publikum demonstrieren.
Dabei hat dieser Spitzenkampf für drei ASV-Aktive eine ganz besondere Bedeutung. Denn sowohl Trainer Volker Hirt als auch Sergios Solontkis und Ghenadie Tulbea waren in früheren Jahren für den SV Germania Weingarten sehr erfolgreich aktiv. Ghenadie Tulbea rang dort 8 Jahre lang und wurde bei seinem Weggang nach Nendingen als „bester Freistilringer, den Weingarten je hatte“ gewürdigt.  Und auch Sergios Solontkis verlor dort in 2 Jahren Bundesliga nur insgesamt drei Kämpfe. Sie alle werden nun in der Mühlauhalle also besonders motiviert sein, wenn es darum geht, sich gegen den alten Verein zu beweisen. Dabei werden sie allerdings nicht viele ihrer früheren Mannschaftskollegen wiederfinden. Die Nordbadener haben allein für diese Saison neun neue hochkarätige Ringer dazu gewonnen und haben die Auswahl aus mindestens 20 absoluten Spitzenringern.
Da gilt es für die Nendinger sich gegen diese Weltklasseleute zu behaupten und doch auch für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. Auch die Gäste schätzen die Nendinger nach Aussage des SV-Vorsitzenden Ralph Oberacker als „eine richtig starke Truppe“ ein, gegen die sie aber bei „aller Freundschaft doch mit aller Macht gewinnen wollen“. Da sind in der Tat hoch interessante Kämpfe auf der Matte zu erwarten, aber auch die Fans der Nordbadener werden zahlreich und bekannt lautstark ihre Ringer unterstützen. So wird es also wohl auch auf den Rängen zu einem Wettstreit der Anhänger beim Anfeuern ihrer jeweiligen Ringer kommen.
Schon der erste Kampf zwischen Ghenadie Tulbea und Christoph Ewald verspricht sehr interessant zu werden und der sympathische Moldawier wird sicher versuchen, den ASV-Anhängern einen Sieg zu präsentieren. Von großer Brisanz wird auch das Duell zwischen Marc Buschle und dem DM-Zweiten Johannes Kessel werden. Kessel hat am vergangenen Samstag den deutschen Meister Stefan Kehrer besiegt. Wird sich Marc Buschle gegen ihn behaupten können? Der bisher unbesiegte Eduard Kratz wird es auf jeden Fall mit seinem bisher stärksten Gegner zu tun haben. Falls nicht der deutsche Meister Adam Juretzko das Gewicht bringen sollte, dann kommt mit dem ungarischen Ringer Ionel Puscasu ein weiteres großes Kaliber. Nicht ganz chancenlos ist vielleicht auch Baris Diksu, der es entweder mit dem DM-Zweiten Lukas Höglmeier oder dem rumänischen EM-Dritten von 2006, Florin Gavrila, zu tun hat. Das gleiche gilt für Sergios Solontkis gegen Rene Zimmermann und Andreas Miekeley gegen Ivamn Nemeth oder Rolf Linke.
Wohl unlösbar sind aber die Aufgaben für die anderen Nendinger gegen absolute Weltklasseleute. Auf Florian Schwarz wartet entweder der Ungar Gergö Wöller oder der Albaner Sahit Prizreni. Benjamin Raiser trifft auf den Rumänen Ionel Panait oder den Ukrainer Oleg Boikow. Und Bastian Bentz wird wohl mit Andrej Stadnik den amtierenden Europameister und Silbermedaillengewiner von Peking vorgesetzt bekommen. Der wohl unbezwingbare Gegner von Kosta Karpouzas könnte der zweifache ungarische Europameister Arpad Ritter oder Konstantin Völk sein.
Auch wenn also eine Niederlage für Nendingen vorprogrammiert zu sein scheint, so können sich die Zuschauer auf jeden Fall auf zehn hochkarätige und spannende Kämpfe freuen. Da alle anderen Nendinger Mannschaften auswärts beschäftigt sind, wird es keinen Vorkampf geben. Es lohnt sich aber bei dem zu erwartenden Andrang recht früh zu kommen. Schon um 18.45 Uhr findet in der Halle das öffentliche Wiegen und Vorstellen der Kämpfer statt. Bis zum Einmarsch der Mannschaften um 19.20 Uhr sind auf der Leinwand dann frühere Bundesligakämpfe des ASV Nendingen zu sehen.

RG Hausen-Zell - ASV Nendingen 13:23

Artikel vom 25.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 7936, Kommentare: 3

ASV Nendingen siegt nach begeisterndem Kampf auch in Hausen-Zell

Die Ringer des ASV Nendingen haben am Samstag bei der RG Hausen-Zell ihren vierten Sieg in dieser Bundesligasaison errungen. Mit 23:14 Punkten entführten sie beide Punkte aus dem Wiesental. Die Trainer beider Mannschaften waren sich absolut einig: „Das war ein toller Ringsportabend, mit dem eigentlich alle hoch zufrieden sein müssen.“ Auch der RG- Kassier konnte sich freuen, denn von den 450 Zuschauern kam sicher mindestens ein Viertel aus dem Donautal. Und die ASV-Fans dominierten in der Stadthalle von Zell sogar stimmungsmäßig eindeutig.
Das war auch ein wichtiger Pluspunkt, denn so eindeutig war der Kampfverlauf wirklich nicht. Eugen Hirt, Co-Trainer Freistil, der seinen beruflich verhinderten Sohn Volker am Mattenrand vertrat, sprach dann auch in der Pressekonferenz von der nervlichen Anspannung, die seine Ringer unter dem Druck als Favoriten verspürten. So war schließlich bei einem Pausenstand von 10:8 für Nendingen noch nichts entschieden. Letztendlich aber setzten sich die Gäste nach spannenden und hochklassigen Duellen doch klar durch.
Ghenadie Tulbea (55 kg) sorgte für die erhoffte Führung, obwohl sich der junge Manuel Wolfer mit einer defensiven Einstellung aber taktisch erfolgreich gegen eine Vier-Punkte-Niederlage wehrte.
Markus Eichin, der „Bär“ aus dem nur 4 Kilometer von Zell entfernten Gresgen, feierte einen gelungenen Saisoneinstand in der Bundesliga. Gegen den WM-Starter Oliver Hassler hätte er dabei im eher ungeliebten griechisch-römischen Stil fast sogar die 1. Runde gewonnen, musste sich dann aber doch in 3 ganz engen Runden nach Punkten geschlagen geben.
Baris Diksu
(60 kg) ließ sich zwar in der 2. Runde einmal von einer Dreier-Wertung des Rumänen Mihai Ungureanu überraschen, ansonsten aber sicherte er mit einer wiederum starken Leistung mit spektakulären Aktionen sogar einen Überlegenheitssieg.
Für eine sehr positive Überraschung sorgte wieder Marc Buschle (96 kg). Nach seinem nicht zu erwartenden Sieg gegen Seeheim am letzten Samstag siegte er nun nach einer taktisch hervorragenden Leistung auch in Zell gegen das RG-Ass Sven Kiefer. Nach einem sehr ausgeglichenen Kampf zweier Spitzenringer setzte er sich in jeder der 3 Runden knapp aber clever gegen den DM-Dritten durch.
Eine eher unangenehme Überraschung erlebte Florian Schwarz (66 kg), der mit einer vielleicht zu offensiven Einstellung sich nach anfangs überlegen geführtem Kampf vom starken Schweizer Mike Mühlemann überrumpeln ließ und eine Schulterniederlage hinnehmen musste.
Nach der Pause brachte jedoch Sergios Solontkis (84 kg) die Nendinger endgültig zurück auf die Siegerstraße. Gegen den langen Florian Philipp setzte sich der routinierte Grieche souverän nach Punkten durch.
Ähnlich stark auch wieder die Vorstellung von Benjamin Raiser (66 kg), der sich vom ruppigen Kampfstil von Simon Waßmer nicht beirren ließ und die Nendinger Führung auf beruhigende 16:8 Punkte ausbaute.
Sehr viel mehr Mühe als ihm wohl lieb war, hatte der mehrfache rumänische Meister Adrian Recorean (84 kg) mit Konstantinos Karpouzas. Ständig im Angriff setzte „Kosta“, von den ASV-Fans begeistert angefeuert, den Favoriten arg unter Druck und musste sich letztlich nur ganz knapp mit insgesamt 2:3 Wertungspunkten geschlagen geben.
Der emotionale Höhepunkt des Abends war dann das Duell zwischen Bastian Bentz (74 kg) und Axel Sutter. Der Nendinger schien gegen den RG-Routinier nach vielen Wertungen im Bodenkampf nach zwei Runden schon auf dem Weg zu einem sensationellen Überlegenheitssieg zu sein. Doch dann setzte sich der „Kämpfer“ Sutter mit einer veränderten Einstellung und ständigen Beinangriffen doch noch mit 3:2 Runden gegen Bastian Bentz durch, der geschwächt durch das Gewichtmachen trotz hervorragendem Einsatz letztlich dem Druck seines Gegners Tribut zollen musste.
Absolut souverän zum Abschluss dann wieder die Vorstellung von Eduard Kratz (74 kg) gegen Matthias Philipp. „Ede“ behielt mit einem nie gefährdeten Überlegenheitssieg ungeschlagen seine „weiße Weste“ in dieser Saison und stellte damit nach einem denkwürdigen Abend den Endstand von 23:13 für die Gäste her.
Der Kampfverlauf (Hausen-Zell zuerst genannt): 55 kg (F): Manuel Wolfer – Ghenadie Tulbea 0:3 (PS 0:1/0:2/1:6). – 120 kg (G): Oliver Hassler – Markus Eichin 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 60 kg (G): Mihai Ungureanu – Baris Diksu 1:4 (TÜ 0:6/3:2/1:2/0:5). – 96 kg (F): Sven Kiefer - Marc Buschle 0:3 (PS 0:1/1:1/0:1). – 66 kg (F): Mike Mühlemann – Florian Schwarz 4:0 (SS bei 0:1/4:1/4:0). – 84 kg (G): Florian Philipp – Sergios Solontkis 0:3 (PS 0:4/0:1/0:4). – 66 kg (G): Simon Waßmer – Benjamin Raiser 0:3 (PS 0:1/0:1/0:2). – 84 kg (F): Adrian Recorean – Konstantinos Karpouzas 3:1 (PS 1:0/0:1/1:1/1:0). – 74 kg (F): Axel Sutter – Bastian Bentz 3:2 (PS 4:11/1:8/1:0/2:1/3:0). – 74 kg (G): Matthias Philipp – Eduard Kratz 0:3 (TÜ 0:6/0:3/0:6). Endstand: 14:23.

ASV Nendingen - KSV Seeheim 29:13

Artikel vom 18.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 6122, Kommentare: 0

ASV Nendingen besiegt den KSV Seeheim unerwartet klar mit 29:13

Die Bundesligamannschaft des ASV Nendingen hat am Samstag in der mit 1 200 Zuschauern gefüllten Mühlauhalle über Erwarten stark aufgetrumpft. Gegen den bis dahin mit den Nendingern punktgleichen Aufsteiger gab es einen imponierenden Sieg mit 29:13 Punkten. Auch Trainer Volker Hirt hatte vorher mit einem sehr knappen Ergebnis gerechnet. Umso stolzer war er dann über den Triumph seiner durchweg überzeugenden Ringer.
Auch wenn man eigentlich aus der homogenen Mannschaft niemanden herausheben sollte, so stach an diesem Abend doch der sensationelle Schultersieg von Marc Buschle über den lettischen EM-Fünften Imants Lagodskis hervor. Trotz schmerzhafter Verletzung besiegte er in der 2. Runde seinen völlig verdutzten Gegner entscheidend und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zur vorentscheidenden Pausenführung von 14:6. Die Nendinger liegen nach diesem Heimsieg mit 6:8 Punkten nur einen Rang hinter dem KSV Aalen auf Platz 6 der Bundesliga West und haben am nächsten Samstag die Chance, durch einen möglichen Sieg bei der RG Hausen-Zell sich endgültig im Mittelfeld zu etablieren.
Ghenadie Tulbea (55 kg) holte im ersten Kampf den erhofften und von den Fans lautstark eingeforderten Vier-Punkte-Sieg. Wie so oft begann er gegen den lettischen Meister Eduards Kucepalovs sehr ruhig, drehte dann aber in Runde 2 und 3 mit Angriffen wie aus dem Freistillehrbuch gewaltig auf und feierte gar einen Schultersieg. Andreas Miekeley (120 kg) beeindruckte bei seinem 3:0-Sieg gegen den körperlich sehr starken Tobias Bauer durch eine sehr kluge Kampfführung. Nachdem er sich per Durchdreher die 1. Runde gesichert hatte, überließ er dem Gast im Bodenkampf die Oberlage, die dieser aber zu keiner Punktewertung nutzen konnte. Einen sehr unbequemen Gegner hatte Baris Diksu (60 kg) in Timur Seidel. Nachdem der sich sogar zwei Runden gesichert hatte, drehte der gesundheitlich angeschlagene Nendinger den Kampf mit einer wahren Energieleistung doch noch in 5 Runden zu seinen Gunsten. Marc Buschle (96 kg) imponierte anschließend von Beginn an mit einer sehr couragierten und konzentrierten Ringweise. Obwohl er den ersten Durchgang unglücklich mit 0:1 abgab, ließ er sich nicht irritieren und überraschte den favorisierten Gast mit einem blitzschnellen Angriff, in dem er unter dem Jubelsturm der Zuschauer seinen Gegner auf die Schultern zwang. Einen schweren Stand hatte Florian Schwarz (66 kg) gegen den deutschen Vizemeister Michél Schneider. Nach verlorener 1. Runde suchte „Lotte“ sein Heil unverdrossen immer mehr in mutigen aber riskanten Griffaktionen, die der clevere Gast jedoch häufig gnadenlos konterte und Punkt um Punkt zum Überlegenheitssieg sammelte. Imponierend nach der Pause wieder die Vorstellung von Sergios Solontkis (84 kg). Gegen den ungarischen Meister Laszlo Antunovits gab er nur eine Runde ab, holte sich aber unter anderem mit 2 Dreier-Wertungen aus dem Stand den nicht unbedingt zu erwartenden deutlichen Punktsieg. Beeindruckend auch Einsatz und Kampfgeist von Benjamin Raiser, der sich immer besser in der neuen Klasse bis 66 kg etabliert. Gegen den gewiss nicht schlechten Cihan Görgü baute er mit seinem souveränen Punktsieg die Nendinger Führung auf 20:8 aus. Keine große Mühe hatte dann Konstantinos Karpouzas (84 kg), der gegen den sehr ruppig agierenden Stefan Hassenzahl nach klarer Überlegenheit sogar zum Schultersieg kam. Trotz seiner ganz knappen 2:3-Niederlage bot auch Bastian Bentz (74 kg) wieder eine glänzende Leistung. Martin Daum, 2007 WM-Starter für Deutschland, kam erst in Runde 4 und 5 mit gekonnten Ein-Bein-Angriffen zu den entscheidenden Punkten für seinen hauchdünnen Sieg. Einen absoluten Klassekampf sahen die Zuschauer in der letzten Begegnung zwischen zwei Spitzenringern im griechisch-römischen Stil. Wie sich Eduard Kratz (74 kg) dann doch noch in der 5. Runde gegen den bärenstarken ungarischen Meister Zoltan Lakatos durchsetzte, war wirklich Ringen vom Feinsten. Schade nur, dass der ansonsten insgesamt gut leitende Kampfrichter B.Vollmer (Mühlenbach) den vom Publikum geforderten Schultersieg von „Ede“ kurz vor Schluss nicht anerkannte.
Der Kampfverlauf
(Nendingen zuerst genannt): 55 kg (F): Ghenadie Tulbea – Eduards Kucepalovs 4:0 (SS bei 3:0/6:0/3:0). – 120 kg (G): Andreas Miekeley – Tobias Bauer 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 60 kg (G): Baris Diksu – Timur Seidel 3:2 (PS 4:0/0:2/0:2/1:0/1:0). -96 kg (F): Marc Buschle – Imants Lagodskis 4:0 (SS bei 0:1/3:0). -66 kg (F): Florian Schwarz – Michél Schneider 0:4 (TÜ 2:4/0:6/0:5). – 84 kg (G): Sergios Solontkis – Laszlo Antunovits 3:1 (PS 6:1/1:0/0:1/2:0). – 66 kg (G): Benjamin Raiser – Cihan Görgü 3:1 (PS 3:0/0:2/1:0/2:1). – 84 kg (F): Konstantinos Karpouzas – Stefan Hassenzahl 4:0 (SS bei 7:0/6:0/3:0).- 74 kg (F): Bastian Bentz – Martin Daum 2:3 (PS 1:0/0:1/3:1/0:2/2:3). – 74 kg (G): Eduard Kratz – Zoltan Lakatos 3:2 (PS 1:3/4:0/3:0/0:1/3:0). Endstand: 29:13

KSV Köllerbach - ASV Nendingen 23:14

Artikel vom 11.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 5452, Kommentare: 0

ASV Nendingen hält sich beim deutschen Meister KSV Köllerbach sehr achtbar

Der ASV Nendingen hat sich am Samstag beim deutschen Meister KSV Köllerbach bei einer Niederlage mit 14:23 sehr achtbar gehalten. Dabei war Trainer Volker Hirt kurzfristig zu einer Umstellung der Mannschaft auf 5 Positionen gezwungen worden. Eine kleine Grippewelle hatte zunächst Ghenadie Tulbea und dann auch Florian Schwarz und Marc Buschle erwischt. In der Klasse bis 55 kg trat deswegen Florin Matei im ungewohnten freien Stil an. Bastian Bentz und Konstantinos Karpouzas rückten jeweils eine Gewichtsklasse höher auf. Dafür sprang Dominik Hipp in der Klasse bis 74 kg ein. Als sich Ghenadie Tulbea am Samstag dann doch wieder etwas besser fühlte, füllte er kurz entschlossen die Lücke von Florian Schwarz und stellte sich zwei Klassen höher (66 kg) in den Dienst der Mannschaft. Dass sich die Nendinger gegen die Saarländer, die bis auf 3 Positionen in stärkster Aufstellung erschienen, dann doch sehr teuer verkauften, verdient allen Respekt. Zumal sich die Nendinger in mehreren Kämpfen vom Mattenleiter eklatant benachteiligt fühlten Bei einem Pausenstand von 10:9 konnte der Meister sich seiner Sache noch gar nicht sicher sein. Florin Matei und Andreas Miekeley hatten die Gäste gleich mal mit 7:0 in Führung gebracht.
Florin Matei (55 kg) hatte im Freistil nur in der 1. Runde noch Probleme mit Kevin Müller, kam aber schon in der nächsten Runde dann zum Schultersieg. Und Andreas Miekeley (120 kg) setzte sich gegen Kevin Arend in drei Runden ohne Punktverlust zu seinem hochverdienten ersten Saisonsieg durch. Dann aber fand der ebenfalls gesundheitlich angeschlagene Baris Diksu (60 kg) keine richtige Einstellung zu seinem Gegner. Venelin Venkov, EM-Zweiter 2006 und Olympia-Achter von Peking, demonstrierte vor allem in der 3. Runde mit einem überlegenen Sieg seine Zugehörigkeit zur Weltklasse. Wie schon in Mainz gewann Konstantinos Karpouzas (96 kg) die ersten beiden Runden und schien klar auf der Siegerstraße zu sein. Dann aber erlitt er eine Kopfverletzung, war kurz bewusstlos und musste Gabriel Seregelyi doch noch mit 2:3 den Sieg überlassen. Hervorragend hielt sich Ghenadie Tulbea (66 kg) gegen den körperlich klar überlegenen bulgarischen Junioren-Europameister von 2006, Ismail Redzhep, der in allen drei Runden nur ganz knapp und umstritten siegte. Ganz eng war auch der Kampf von Sergios Solontkis (84 kg) gegen Jan Fischer, den deutschen Meister und WM-Starter dieses Jahres. Der Nendinger hätte durchaus mindestens einen Rundengewinn verdient, musste sich aber nach einigen fragwürdigen Wertungen sehr unglücklich 0:3 geschlagen geben. Beispielhaft auch wieder der Einsatz von Benjamin Raiser (66 kg). Dem polnischen Meister Sylwester Charzewski leistete er erbitterten Widerstand und nahm ihm sogar eine Runde ab. Auch Bastian Bentz (diesmal 84 kg) hatte es mit Radoslaw Marcinkiewicz mit einem polnischen Spitzenringer zu tun, gegen den er immerhin eine Überlegenheitsniederlage vermeiden konnte. Dominik Hipp (74 kg) hielt sich in der 1. Runde gegen den mehrfachen deutschen Meister Andriy Shyyka hervorragend, musste dann aber in Runde 2 doch auf die Schultern. Und so war es wieder Eduard Kratz (74 kg) vorbehalten mit einem überlegenen Erfolg gegen Manuel Pitz und seinem sechsten Sieg in Folge das Ergebnis auf 14:23 zu verkürzen.
Für den ASV Nendingen geht es nun darum, am nächsten Samstag daheim gegen den KSV Seeheim und eine Woche später bei der RG Hausen-Zell mit stärkster Aufstellung und zwei möglichen Siegen seine ohnehin nicht schlechte Punktebilanz noch zu verbessern.

Der Kampfverlauf (Köllerbach zuerst genannt): 55 kg (F): Kevin Müller – Florin Matei 0:4 (SN bei 2:2/0:4). – 120 kg (G): Kevin Arend – Andreas Miekeley 0:3 (PN 0:1/0:3/0:1). – 60 kg (G): Venelin Venkow – Baris Diksu 4:0 (TÜ 2:0/3:0/6:0). – 96 kg (F): Gabriel Seregelyi – Konstantinos Karpouzas 3:2 (PS 0:2/0:2/3:0/4:1/5:0). – 66 kg (F): Ismail Redzhep – Ghenadie Tulbea 3:0 (PS 2:1/3:2/1:0). – 84 kg (G): Jan Fischer – Sergios Solontkis 3:0 (PS 2:0/1:0/2:0).- 66 kg (G): Sylvester Charzewski – Benjamin Raiser 3:1 (PS 1:0/0:1/1:0/2:0). – 84 kg (F): Radoslaw Marcinkiewicz – Bastian Bentz 3:0 (PS 4:0/3:0/3:0). – 74 kg (F): Andriy Skyyka – Dominik Hipp 4:0 (SS bei 4:3/9:1). – 74 kg (G): Manuel Pitz – Eduard Kratz 0:4 (TÜ 0:7/0:3/0:3). Endstand: 23:14

ASV Mainz - ASV Nendingen 22:17

Artikel vom 04.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 5407, Kommentare: 0

ASV Nendingen verliert beim ASV Mainz mit 17.22

Es hat am Sonntagmorgen in Mainz nicht viel gefehlt und der ASV Nendingen hätte für die zweite Überraschung des Wochenendes gesorgt. Obwohl Marc Buschle nach seiner Schulterverletzung nicht antreten konnte und obwohl der ASV Mainz in absoluter Top-Besetzung antrat, hatten die Nendinger durchaus sogar Siegchancen. Der Mattenleiter anerkannte aber einen offensichtlichen Schultersieg von Bastian Bentz nicht an und Konstantinos Karpouzas musste sich nach zwei Rundengewinnen doch noch hauchdünn geschlagen geben. Ärgerlich allerdings für die Gäste, dass die Mainzer öffentlich erklärten, ab sofort aus finanziellen Gründen nur noch mit geschwächter Mannschaft ohne die gegen Nendingen noch eingesetzten ausländischen Stars antreten zu wollen. So aber reichte es gegen Nendingen genauso wie am Tag zuvor gegen den KSV Aalen noch einmal zum Sieg für die Mainzer. Den Nendingern bleibt aber die Genugtuung, diese Mannschaft an den Rand einer Niederlage gebracht zu haben. Auch die taktische Umstellung, dass Konstantinos Karpouzas nach der Verletzung von Marc Buschle in die Klasse bis 96 kg aufrückte und dafür Trainer Volker Hirt in der Klasse bis 84 kg der Mannschaft zuliebe den aussichtslosen Kampf gegen den Olympia-Fünften Stefan Gheorgita aufnahm, erwies sich als durchaus richtig. Pech allerdings, dass Benjamin Raiser gegen den mehrfachen deutschen Meister Juriy Kohl schon in der 1. Runde unglücklich eine Schulterniederlage einstecken musste.
Zunächst hatte Ghenadie Tulbea (55 kg) gewaltig aufgetrumpft. Gegen den starken Franzosen Lokman Kaplanbaba holte er sich nach tollem Kampf sogar einen Überlegenheitssieg. Andreas Miekeley (120 kg) hatte gegen den italienischen Olympiateilnehmer Daigoro Timoncini durchaus die Chance auf einen Rundengewinn, musste sich aber doch 0:3 geschlagen geben. Eine starke Leistung zeigte erneut Baris Diksu (60 kg), der Kevin Grasmann in allen drei Runden mit 6:0 bezwang. Konstantinos Karpouzas 96 kg) machte gegen Kevin Schwaebe eine Gewichtsklasse höher ringend einen sehr guten Kampf. Zwei Runden gewann er sogar und musste dann doch die nächsten drei Runden jeweils unglücklich jeweils 0:1 abgeben. Ohne Chance war Florian Schwarz (66 kg) gegen den EM-Fünften George Bucur, der zum überlegenen Sieg kam. Gegen den Franzosen Christoph Guenot, Bronzemedaillengewinner in Peking, machte Sergios Solontkis (84 kg) einen glänzenden Kampf. Zur Verblüffung seines Gegners und der Mainzer Zuschauer setzte er sich gegen den klaren Favoriten mit 3:1 Runden durch und brachte damit Nendingen mir 13:11 in Führung Nach der unglücklichen Niederlage von Benjamin Raiser stellte sich Trainer Volker Hirt (84 kg) im freien Stil dem Kampf gegen den Fünftplatzierten von Peking, dem rumänischen Meister Stefan Georgita, gegen den er sich gut hielt, aber natürlich eine klare Niederlage nicht vermeiden konnte. Bastian Bentz (74 kg) hatte gegen Ende der 1. Runde Salvatore Rinella auf den Schultern. Der Mattenleiter pfiff ab und der Pausengong ertönte. Da kein Nendinger Vertreter am Kampfrichtertisch saß, bleibt unklar, ob der Mattenleiter dann zu Recht den Schultersieg annullierte. Der hätte den Nendinger Gesamtsieg bedeutet, so aber musste sich Bastian Bentz, doch noch 1:3 geschlagen geben. Mit seinem souveränen Sieg gegen den Schweden Hamrideza Mokhtazadeh konnte der erneut überzeugende Eduard Kratz dann das Ergebnis nur noch auf 17:22 korrigieren.

Der Kampfverlauf (Mainz zuerst genannt): 55 kg (F): Lokman Kaplanbaba – Ghenadie Tulbea 0:4 (TÜ 0:4/0:61:7). – 120 kg (G): Daigoro Timoncini – Andreas Miekeley 3:0 (PS 1:0/1:0/2:0). – 60 kg (G): Kevin Grasmann – Baris Diksu 0:4 (TÜ 0:6/0:6/0:6). – 96 kg (F): Kevin Schwäbe – Konstantinos Karpouzas 3:2 (PS 0:6/3:4/1:0/1:0/1:0). – 66 kg (F). George Bucur – Florian Schwarz 4:0 (TÜ 4:0/9:2/7:0). – 84 kg (G): Christophe Guenot – Sergios Solontkis 1:3 (PN 0:1/1:0/0:1/0:1). – 66 kg (G): Juriy Kohl – Benjamin Raiser 4:0 (SS 1. Runde). – 84 kg (F): Stefan Gheorgita – Volker Hirt 4:0 (TÜ 6:0/8:0/7:0). – 74 kg (F): Salvatore Rinella – Bastian Bentz 3:1 (PS 2:5/2:1/1:0/1:0). – 74 kg (G): Hamidreza Mokhtazabeh – Eduard Kratz 0:3 (PN 0:2/0:1/0:3). Endstand 22:17.

KSK Neuss - ASV Nendingen 19:22

Artikel vom 04.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 5803, Kommentare: 0

ASV Nendingen schafft die Sensation und gewinnt mit 22:19 beim KSK Neuss

Mit einer überragenden Mannschaftsleistung hat der ASV Nendingen am Samstag für eine faustdicke Überraschung in der Bundesliga gesorgt. Mit 22:19 gelang beim klar favorisierten KSK Neuss ein Sieg, den selbst der immer optimistische Trainer nicht erwartet hatte. Volker Hirt war deshalb restlos begeistert: “Ich kann meinen Ringern nur ein Riesenkompliment machen. Da hat wirklich jeder bis zum Letzten gekämpft und alles für die Mannschaft gegeben.“ Selbst zwei schwere Verletzungen warfen die Nendinger nicht aus der Bahn. Marc Buschle war nach zwei gewonnenen Runden auf der Siegerstraße, als er sich die Schulter auskugelte. Mit enormem Kampfgeist aber gab er seinen Kampf dennoch nur mit 2:3 verloren. Eine sensationelle Leistung bot auch Baris Diksu. Gegen den zweifachen deutschen Meister Sergiy Skrypka kugelte er sich in Runde 2 einen Finger aus und war kurzzeitig bewusstlos. Wie er dann aber weitermachte und in Runde 5 sogar den Punktsieg gegen den Favoriten erkämpfte, verdiente aller höchsten Respekt.
Wie eng diese Begegnung war, zeigt die Tatsache, dass 4 der 10 Kämpfe erst in der 5. Runde entschieden wurden. Bei je 5 Siegen wirkten sich dann die auch bei Niederlagen gewonnenen Runden als siegentscheidend für den ASV Nendingen aus. „Wir waren diesmal einfach konditionell und mental stärker“, konnte Volker Hirt zufrieden konstatieren.
Zum Auftakt hatte Ghenadie Tulbea (55 kg) den erhofften Sieg gegen den DM-Dritten Mimoun Touba geholt. Dann sicherte Andreas Miekeley (120 kg) mit einer ganz starken Leistung und zwei Rundengewinnen gegen den deutschen Vizemeister dieses Jahres, Björn Holk, trotz seiner knappen Niederlage ganz wichtige Punkte für die Gäste. Und als dann Baris Diksu (60 kg) mit seiner Energieleistung sogar mit 3:2 Runden siegreich blieb, war klar, dass die Nendinger an diesem Tag zu allem fähig sein könnten. Marc Buschle (96 kg) schien mit einer tadellosen Leistung gegen den vielfachen italienischen Meister Jackson Vaillant Cantero diese Erfolgsserie fortsetzen zu können, ehe seine Verletzung ihn aus der Spur brachte. Durch seine daraus resultierende Niederlage mit nur 2:3 Punkten holte er aber doch wichtige Mannschaftspunkte. Eine tolle Vorstellung zeigte auch wieder Florian Schwarz (66 kg). Mit seinem Überlegenheitssieg gegen Anatoliy Efremow brachte er Nendingen zur Pause mit 14:8 Punkten in Führung.
Sergios Solontkis (84 kg) überzeugte durchaus gegen den vierfachen deutschen Meister Max Schwindt trotz seiner etwas unglücklichen Niederlage bei 2:3 Runden. Ganz stark dann ebenfalls Benjamin Raiser (66 kg). Gut eingestellt und hoch konzentriert wie immer bezwang er den mehrfachen türkischen Meister Mahmut Cavusoglu. Würde die Führung mit 19.12 Punkten nun bis zum Schluss reichen? Konstantinos Karpouzas (84 kg) hielt sich gegen den DM-Dritten Patrick Loes bei Rundgleichstand von 1:1 hervorragend, musste dann aber unglücklich auf die Schultern. Fast hätte dann Bastian Bentz (74 kg) gegen den starken Russen Hamberd Durdischew sogar eine Runde gewonnen, konnte aber trotz seiner Punktniederlage erneut überzeugen. Beim Stand von 19:19 blieb es dann Eduard Kratz (74 kg) vorbehalten, gegen den diesjährigen deutschen Vizemeister Ilyas Özdemir die Sensation perfekt zu machen. Nach seinem souverän herausgerungenen Sieg mit 3:0 konnte er sich zu Recht von seinen Mannschaftskameraden feiern lassen.

Der Kampfverlauf (Neuss zuerst genannt): 55 kg (F): Mimoun Touba – Ghenadie Tulbea 0:3 (PN 0:3/3/4/0/1). 120 kg (G): Björn Holk – Andreas Miekeley 3:2 (PS 4:1/0:1/0/1/3:0/1:0). -60 kg (G): Sergiy Skrypka – Baris Diksu 2:3 (PN 0:1/6:0/0:2/3:0/0:1). 96 kg (F): Jackson Vaillant Cantero – Marc Buschle 3:2 (PS 0:1/0:1/6:0/2:0/4:2). 66 kg (F): Anatoliy Efremow – Florian Schwarz 0:4 (TÜ 0:1/0:5/0:7). – 84 kg (G): Max Schwindt – Sergios Solontkis 3:2 (PS 0:2/1:0/0:2/1:0/2:0). -66 kg (G): Mahmut Cavusoglu – Benjamin Raiser 1:3 (PN 0:1/1:0/0:1/0:2). – 84 kg (F): Patrick Loes – Konstantinos Karpouzas 4:0 (SS bei 5:5/0:5/3:0). – 84 kg (F): Hamberd Durdischew – Bastian Bentz 3:0 (PS 3:0/3:2/5:1). – 84 kg (G): Ilyas Özdemir – Eduard Kratz 0:3 (PN 0:1/0:2/0:2).

 

Vorschau auf ASV Nendingen - RWG Mömbris-Königshofen

Artikel vom 10.09.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4412, Kommentare: 0

Großkampftag in der Mühlauhalle am Samstag, 12. September mit drei Mannschaften - der erste Heimkampf in der Bundesliga gegen die RWG Mömbris-Königshofen verspricht Hochspannung

Viele Ringsportfreunde haben sich diesen Termin schon längst vorgemerkt. An diesem Samstag, 12. September, startet der erste Heimkampf der Bundesligaringer des ASV Nendingen im Rahmen eines Großkampftages in der Tuttlinger Mühlauhalle. Mit gleich drei Mannschaften werden sich die Nendinger dem sicherlich wieder zahlreichen heimischen Publikum vorstellen. Im Mittelpunkt des Interesses steht natürlich die erste Mannschaft, die so erfolgreich in die neue Saison in der 1. Bundesliga West gestartet ist. Nach dem guten Abschneiden in Aalen, wo man dem vielfachen deutschen Mannschaftsmeister nur mit 17:20 unterlag, folgte am letzten Wochenende ein Paukenschlag mit dem Kantersieg von 28:12 Punkten bei der RKG Freiburg.
Gegner in der Mühlauhalle ist nun aber ein besonderes Kaliber. Die RWG Mömbris-Königshofen hat im letzten Kampf gegen Aalen mit 22:12 gewonnen. Damit unterstrichen die Hessen eindrucksvoll ihre Ambitionen, mit einem Platz unter den ersten vier dieser Liga sich für die Endrunde zu qualifizieren. Das wird für den ASV Nendingen also eine ganz schwere Aufgabe, denn die Gäste müssen eindeutig als Favorit gehandelt werden. Für die Mannschaft um Trainer Volker Hirt könnte also die Devise gelten: „Wir haben eigentlich keine Chance, aber die nützen wir.“
Die RWG Mömbris-Königshofen hat eine gute Mischung aus deutschen Spitzenringern und ausländischen Stars. Der vielfache deutsche Meister Peter Weisenberger gilt derzeit in der Klasse bis 84 kg in Deutschland als Nummer zwei im Freistil hinter Davyd Bichinashvili. Der junge Oldrik Wagner (96 kg F) soll sogar in zwei Wochen für Deutschland bei der Weltmeisterschaft an den Start gehen und gegen ihn wird es Marc Buschle natürlich sehr schwer haben. Und Saba Bolaghi (66 kg F) ist vor kurzem Dritter der Junioren-Weltmeisterschaft geworden und sein Kampf gegen Florian Schwarz könnte einer der Höhepunkte des Abends werden. Einen weiteren Trumpf hat die RWG mit dem Schweden Johann Euren (120 kg), der am letzten Samstag den Aalener Ralf Böhringer besiegte und auch im Frühjahr den Großen Preis von Deutschland gewann. Auch Ceyhun Zaidow (60 kg G) hat seine ersten beiden Kämpfe gewonnen und muss auch in der Begegnung mit Baris Diksu favorisiert werden.
Vorteile für Nendingen sieht Volker Hirt im Kampf von Ghenadie Tulbea (55 kg F) gegen Tahir Zaidow, für Eduard Kratz gegen Christopher Fersch (74 kg G) und vielleicht auch für Sergios Solontkis gegen Michael Carl (84 kg G). Gespannt sein kann man aber auch auf die Kämpfe von Benjamin Raiser (66 kg G) gegen Bengt Trageser und von Bastian Bentz (74 kg F) gegen Milan Blagoev. Normalerweise spricht alles für einen Sieg der Gäste, aber der Kampf in Freiburg hat gezeigt, dass im Ringen vieles möglich ist. Dieser Hauptkampf beginnt um 19.30 Uhr.
Schon ab 16.30 Uhr trifft die erstmals formierte 3. Mannschaft des ASV Nendingen auf die Gäste vom StTV Singen II. und ab 17:30 Uhr kommt es im Kampf der Verbandsliga zum Bezirksderby zwischen dem ASV Nendingen II und dem AB Aichhalden II. Hier erhoffen sich die Nendinger einen Sieg. Mit einer starken Mannschaft, unter anderem mit Steffen Baur, Florin Matei, Dominik Hipp, Marco Schmid, Adrian Ozsda und Markus Eichin, will der ASV die Tabellenführung behaupten. Auch die Nendinger Zweite würde sich über einen regen Zuschauerzuspruch freuen. Der Ringerzug zum Bundesligakampf startet wieder ab 18.30 Uhr am Bahnhof in Fridingen

RKG Freiburg - ASV Nendingen 12:28

Artikel vom 05.09.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4246, Kommentare: 0

ASV Nendingen gewinnt „Heimkampf“ in Freiburg sensationell mit 28:12

Eine bessere Werbung für den ersten Heimkampf des ASV Nendingen am kommenden Samstag in der Mühlauhalle hätte es nicht geben können. Wer am Freitag in der Staudingerhalle in Freiburg dabei war, wird diesen Ringsportabend so schnell nicht vergessen. Unter den 450 Zuschauern war über ein Drittel aus Nendingen angereist und sie machten diesen Kampf eigentlich zu einem Heimkampf. Angefeuert von ihren begeisterten Anhängern verloren die Nendinger Ringer auf der Matte nur einen einzigen Kampf denkbar knapp mit 2:3. Und dabei hatte dieser Abend ganz schlecht begonnen. Andreas Miekely konnte sich erst nach 18 Uhr von seiner Arbeitsstelle loseisen und kam dann genau zwei Minuten zu spät zum Wiegen. Der Kampf begann für die Gäste also mit einer Hypothek von 0:4 Punkten.
Was dann aber auf der Matte und auf den Rängen bis zum Sieg mit sensationell anmutenden 28:12 Punkten abging, war eine Trotzreaktion der besonderen Art. Auf der Matte kämpften nicht neun einzelne ASV-Ringer, sondern da war eine Mannschaft, die mit letztem Einsatz um jeden einzelnen Punkt kämpfte. Und auf den Rängen dominierten die Nendinger Zuschauer und sorgten für richtige Heimkampfstimmung. Vor allem die erste Hälfte des Kampfes hatte es dann richtig in sich und sorgte für ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Die RKG Freiburg hatte sich nach dem letzten Kampf auf vier Positionen wesentlich verstärkt und brachte mit Marian Sandu, Arsen Saisov, Jesse Federov und Renato Kun erstmals vier renommierte ausländische Zugänge zum Einsatz. Doch ihre Rechnung sollte nicht aufgehen.

Zunächst sorgte Ghenadie Tulbea (55 kg F) gegen den deutschen Jugendmeister Simon Ketterer mit einem souveränen Überlegenheitssieg für die erhofften vier Punkte. Nachdem Patrick Schwendemann (120 kg G) für Freiburg durch seinen kampflosen Sieg ausgeglichen hatte, sorgte Baris Diksu (60 kg G) für den ersten Nendinger Paukenschlag. Dem mehrfachen Welt- und Europameister Marian Sandu nützte seine ganze Erfahrung nichts, als der ASV-Ringer sich mit einer glänzenden Energieleistung in allen drei Runden knapp nach Punkten durchsetzte. Sein Sieg mit 3:0 setzte ein Zeichen für den unbändigen Siegeswillen der Nendinger, die an diesem Abend nicht zu bremsen waren. Da ließ sich auch ein entschlossener Marc Buschle (96 kg F) nach unglücklich verlorener 1. Runde vom enorm verbesserten Viktor Reh nicht aufhalten und baute mit seinem letztlich doch klaren Sieg die Nendinger Führung auf 10:5 aus.
Was dann aber Florian „Lotte“ Schwarz (66 kg F) im Kampf gegen den starken Russen Arsen Saidov leistete, strapazierte das Nervenkostüm des ASV-Anhangs bis aufs Äußerste. Schon in der 1. Minute schien in scheinbar aussichtsloser Brückenlage eine Schulterniederlage unvermeidbar. Dass er sich daraus aber doch wieder befreien konnte und dann den teilweise sehr unfair agierenden Favoriten trotz einiger fragwürdiger Entscheidungen des Mattenleisters Schmitt (Hessen) doch noch mit 3:2 Runden besiegen konnte, war eine Energieleistung der absoluten Sonderklasse. Kein Wunder, dass der enthusiastische ASV-Anhang diese Vorstellung und die Pausenführung von 13:7 begeistert feierte.
Den einzigen Freiburger Sieg gab es dann durch den Ungarn Renato Kun, Vize-Weltmeister der Junioren 2006, der sich gegen einen aufopfernd kämpfenden Sergios Solontkis (84 kg G), mit etwa Glück hauchdünn in der 5. Runde mit 3:2 durchsetzen konnte. Hervorragend dann auch die Leistung von Benjamin Raiser (66 kg G), der gegen den französischen Spitzenringer Jesse Federov im Standkampf immer aktiver war und in der Bodenlage genügend Punkte sammelte, die fast sogar für einen Überlegenheitssieg gereicht hätten. Den holte sich dann Konstantinos Karpouzas (84 kg F), als er mit seinen blitzschnellen Attacken den französischen Juniorenmeister Stephane Marczinski immer wieder unter Druck setzte und sich von den Fans für seinen Sieg mit 11:0 Punkten feiern lassen konnte. Damit stand schon der Sieg für Nendingen fest. Bastian Bentz (74 kg F), konzentriert und zuverlässig wie immer, baute die Führung aber durch einen Punktsieg gegen den diesjährigen deutschen Jugendmeister Lukas Schöffler noch weiter aus. Eduard Kratz (74 kg G) schien im letzten Kampf ausgerechnet bei seinem bisherigen Verein eine Niederlage gegen den starken Bogdan Eismont hinnehmen zu müssen. Als der sich aber in den ersten beiden Runden ausgetobt hatte, setzte sich „Eddy“ aber doch noch konditionell stark und taktisch glänzend disponiert gegen seinen Nachfolger im Freiburger Trikot mit 3:2 Runden durch.

Für den ersten wirklichen Heimkampf in der Mühlauhalle am Samstag, 12. September, ist dieser Sieg natürlich eine glänzende Ausgangsposition. Und die vermutlich zahlreichen Zuschauer können sich auf ein weiteres Ringsporterlebnis erster Güteklasse freuen.

Vorschau auf RKG Freiburg - ASV Nendingen (Freitag, 4.9.)

Artikel vom 02.09.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4713, Kommentare: 0

Die Kämpfe gegen Freiburg zählten schon in der letzten Saison zu den dramatischsten Begegnungen des damaligen Aufsteigers ASV Nendingen. Beide Male schien ein Sieg greifbar nahe und beide Male musste man doch noch hauchdünne Niederlagen hinnehmen. Nun möchten die Nendinger liebend gerne den Spieß herumdrehen. Ob das möglich ist, wird sich im vorgezogenen Kampf in der Staudingerhalle in Freiburg-Haslach am Freitagabend zeigen. Die Nendinger rechnen sich natürlich nach ihrem starken Auftreten in Aalen gute Chancen aus. Außerdem muss Freiburg den Abgang von Eduard Kratz ins Donautal verkraften. Wer aber nun siegesgewiss die Fahrt in den Breisgau antritt, der könnte sich schnell täuschen. Die Freiburger haben sich nämlich für diese Saison mit nicht weniger als 11 teilweise hochkarätigen Zugängen, darunter sechs Ausländer, verstärkt. Zusammen mit bewährten Stammringern und einigen großen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs könnten sie damit eine exzellente Mannschaft auf die Matte bringen, die dem ASV große Schwierigkeiten bereiten dürfte. Viel wird also von der Aufstellung der Freiburger abhängen, so dass Prognosen sehr schwierig sind. Man wird sich aber vermutlich auf die Begegnungen zwischen Florian Schwarz und Tobias Ketterer (66kg F), Eduard Kratz und Bogdan Eismont (74 kg G), Marc Buschle gegen Daniel Bona oder Viktor Reh (96 kg F) und Andreas Miekeley und dem Ex-Aichhaldener Patrick Schwendemann (120 kg G) besonders freuen dürfen. Gespannt sein kann man auch, ob die Freiburger die neu verpflichteten Spitzenringer Marian Sandu (60 kg G) und den ganz starken Franzosen Luca Lampis (74 kg F) einsetzen werden. Es steht also ein Ringerabend an, der ein Höchstmaß an Spannung und Dramatik verspricht. Die Nendinger Ringer hoffen natürlich wieder darauf, bei der Fahrt nach Freiburg von zahlreichen Anhängern begleitet zu werden. Ihre Unterstützung könnte bei diesem Kampf der entscheidende Faktor sein.
Anmeldungen für den Ringerbus, der am Freitag um 16.30 Uhr am Ringerlokal abfährt, sind immer noch möglich (Tel. 07461-72799). Kampfbeginn in der Staudingerhalle ist um 20.30 Uhr.

KSV Aalen 05 - ASV Nendingen 20 : 17

Artikel vom 30.08.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4433, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen bringt Aalen an den Rand einer Niederlage

Es hat am Samstag in der Aalener Greuthalle wirklich nicht viel gefehlt und die 80 mitgereisten Nendinger ASV-Anhänger wären Zeugen einer kleinen Sensation geworden. Beim seinem knappen Sieg mit 20:17 Punkten musste der vielfache deutsche Mannschaftsmeister KSV Aalen 05 ganz schön schwitzen, um am Ende doch noch die Nase vorne zu haben. Bis zum 8. Kampf lagen die Gäste immer in Führung, ehe dann doch noch der Favorit sich durchsetzen konnte. Für ASV-Trainer Volker Hirt ist die Botschaft an die nächsten Gegner klar: „Die dürfen uns nicht unterschätzen und müssen gegen uns alles aufbieten.“
Und er hatte in der Tat Grund, mit seiner Mannschaft, die den Aalenern alles abverlangte, zufrieden zu sein. Bei jeweils fünf Siegen stand der Kampf lange auf des Messers Schneide. Mit etwas mehr Glück oder Cleverness wäre da eine größere Überraschung durchaus drin gewesen. Zumal die Aalener offensichtlich auch wegen der wirtschaftlichen Lage gar nicht in der Lage sind, auf alle ihre großen internationalen Stars in ihrem Kader zurückgreifen zu können.
Vor nur etwa 300 Zuschauern, darunter mindestens ein Viertel aus Nendingen, begann der Kampf für den ASV mit dem erhofften Auftaktsieg für Ghenadie Tulbea (55 kg F). Der mehrfache georgische Meister Amiran Elbakidze hatte den tollen Freistiltechniken des für Nendingen ringenden Moldawiers nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen und musste eine Überlegenheitsniederlage hinnehmen. Im Schwergewicht hielt sich Andreas Miekeley trotz eines Gewichtsnachteils von über 15 kg sehr gut gegen den deutschen Spitzenringer Ralf Böhringer. Der Aalener kann nur einmal mit einem Durchdreher durch und sicherte sich so den knappen Punktsieg. Eine souveräne Vorstellung bot dann Baris Diksu (60 kg G) gegen Oliver Hug. Er unterstrich seine schon in der Vorbereitung gezeigte gute Form und hätte bei seinem Sieg mit 10:0 Punkten fast sogar einen Überlegenheitssieg herausgerungen.
In einer Neuauflage des alten Duells zwischen Marc Buschle (96 kg F) und dem derzeit sicher besten deutschen Freistilrínger Davyd Bichinashvili hielt sich das Nendinger Ass sehr gut. Zwar konnte er eine Punktniederlage nicht vermeiden, zeigte aber doch eine starke Leistung, die für diese Saison doch einiges verspricht. Zu einer reinen Nervenprobe für die Nendinger Anhänger geriet dann der Kampf zwischen Florian Schwarz (66 kg F) und dem vielfachen deutschen Jugendmeister Benjamin Sezgin. Der Aalener rang äußerst konzentriert und holte sich gegen den etwas zu leichtfertig ringenden Nendinger als Konterringer sogar die ersten beiden Runden. Dann aber drehte „Lotte“ auf und holte sich nach der 5. Runde doch noch den Sieg mit 3:2 Runden.
Die Nendinger Halbzeitführung baute dann Sergios Solontkis (84 kg G) mit einem clever herausgerungenen 3:1-Sieg gegen Patric Nuding sogar auf 13:9 aus. Dann aber drehte Aalen mit drei Siegen in Folge doch noch den Kampf zu seinen Gunsten. Benjamin Raiser bot in seinem ersten Bundesligakampf in der höheren Gewichtsklasse bis 66 kg zwar eine hervorragende Vorstellung gegen den amtierenden deutschen Meister Christian Fetzer, der erst in der Woche zuvor ein großes Turnier in Rumänien gewonnen hatte. Der Neu-Aalener verkürzte aber doch mit einem Punktsieg die Nendinger Führung, ehe dann ein überragender Emzarios Bentinidis (84 kg ) in einem griechischen Duell mit dem Nendinger Zugang Konstantinos Karpouzas die Gastgeber erstmals in Führung brachte. Diese Führung schien ins Wanken zu geraten, als Bastian Bentz (74 kg F) die 1. Runde überraschend gegen den Griechen Oleg Motsalin gewann. Der Aalener Neuzugang setzte sich aber dann doch gegen einen alles riskierenden Nendinger durch und sorgte damit für große Erleichterung im nervös gewordenen Aalener Lager. Eduard Kratz (74 kg G) blieb es dann vorbehalten mit einem nie gefährdeten Sieg gegen Hans-Jörg Scherr zum Endstand von 20:17 aufzuholen.
Nach diesem ermutigenden Auftritt der Nendinger gilt nun ihre ganze Konzentration dem Kampf in Freiburg am kommenden Freitagabend. Anmeldungen für den Fanbus (Abfahrt 16.30 Uhr) sind ab sofort bei Harry Moll (07461) 72799 möglich.

Vorschau auf KSV Aalen 05 - ASV Nendingen

Artikel vom 26.08.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4697, Kommentare: 0

Schon zum Auftakt der neuen Bundesligasaison steht für den ASV Nendingen an diesem Samstag, 29. August, mit dem Auswärtskampf beim vielfachen deutschen Mannschaftsmeister KSV Aalen ein ganz schwerer Gang an. Die Aalener haben sich für diese Saison sehr viel vorgenommen und zählen sich selber zu den DM-Favoriten in diesem Jahr. Obwohl sie nach der letzten Runde auf einige ihrer ausländischen Stars verzichteten, haben sie sich dennoch auch wieder durch zahlreiche Zugänge verstärkt. Dazu zählen die aktuellen deutschen Meister Stefan Kehrer (96 kg F) und Christian Fetzer (74 kg G) aber auch internationale Spitzenringer wie der Armenier Arsen Julfalakyan (Europameister 2009), der Grieche Oleg Motsalis (74 kg F), der Bulgare Anatoli Guidea (Vize-Weltmeister 2007) oder der Rumäne Robert Papp (Junioren-Europameister 2008, 84 kg G). Insgesamt befinden sich im Aalener Kader 15 Ringer, die schon Medaillenränge bei Europa- oder Weltmeisterschaften errungen haben. Wie viele von ihnen tatsächlich jeweils eingesetzt werden, ist sicher auch eine Frage der finanziellen Mittel und des jeweiligen Gegners. Aber die klar favoriserten Gastgeber werden am Samstag den ASV Nendingen auf keinen Fall unterschätzen, denn auch in Aalen weiß man, dass die Nendinger in dieser Saison wohl noch leistungsfähiger als im letzten Jahr sein werden. Die Gäste werden mit einer starken Aufstellung auf die Ostalb fahren und wollen versuchen, sich wieder so gut wie möglich zu verkaufen.
Kampfbeginn in der Aalener Greuthalle ist um 19.30 Uhr. Der Nendinger Ringerbus fährt um 14 Uhr am Ringerlokal ab. Die ASV-Ringer hoffen auf die Unterstützung durch viele Fans, die sich bei Harry Moll (Tel. 07461-72799) für die Mitfahrt im Bus anmelden können.
Die Zuschauer werden erstmals in der Bundesliga die schon bei Einzelturnieren erprobte Änderung im griechisch-römischen Stil erleben. Bisher folgte ja nach 1 Minute Standkampf der Bodenkampf mit jeweils 30 Sekunden in der Ober- und Unterlage. Zur Aufwertung des Standkampfes wurde er nun auf 90 Sekunden verlängert, auf den dann in jeder Runde ein Bodenkampf von 30 Sekunden folgt, bei dem der nach Punkten führende Ringer in der Oberlage ist. Endet der Standkampf jedoch unentschieden mit 0:0, bekommt zunächst der „rote“ Ringer die Oberlage zugesprochen. Bei einem 0:0 in einer zweiten Runde erhält dann der „blaue“ Ringer diesen Vorteil zugesprochen, den er allerdings dann auch mit einer Wertung im Bodenkampf für sich entscheiden müsste. Diese neue etwas komplizierte Regelung wird bei einem Heimkampf der Nendinger Ringer den Zuschauern noch genauer erläutert werden.

Ausblick auf die Saison 2009

Artikel vom 24.08.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4442, Kommentare: 0

Für die Bundesligasaison 2009 hat sich im Vergleich zum Vorjahr sehr viel verändert. Der ASV Nendingen wird nach der Umstrukturierung der 1. Bundesliga mit dem KSV Aalen 05 und der RKG Freiburg 2000 nur noch auf zwei Gegner aus der letzten Saison treffen. Statt wie bisher auf die drei Ligen Nord, Mitte, Süd werden die Bundesligavereine nun auf je eine Liga West und Ost aufgeteilt. Diese eigentlich erst für 2010 vorgesehene Zusammenlegung wurde um ein Jahr vorgezogen. Anlass dafür war der Rückzug mehrerer Vereine aus der 1.Bundesliga, wie zum Beispiel der KG Dewangen-Fachsenfeld, des KSV Witten oder des KSV Ketsch. Immer mehr Vereine scheinen sich in dem wahnwitzigen Wettlauf um die Verpflichtung nationaler und vor allem internationaler Stars finanziell zu übernehmen oder sie bekamen Probleme mit den versicherungs- und steuerrechtlichen Bestimmungen.
Der ASV Nendingen will hier für einen soliden Weg der Vernunft stehen. Zwar können auch die Nendinger auf Neuzugänge nicht verzichten, aber im Vergleich zu den meisten anderen Vereinen bleibt hier die Bodenhaftung noch gewahrt. Schließlich stehen mit Reiner Schilling und Edwin Hamma zwei Männer an der Vereinsspitze in der Verantwortung, die als Bankkaufleute alter Schule wissen, dass Ausgaben durch entsprechende Einnahmen gedeckt sein müssen.
Der ASV Nendingen ist nun in die 1. Bundesliga West eingeteilt worden. Neben Aalen und Freiburg sind hier die fünf erstplatzierten Mannschaften der letztjährigen 1. Bundesliga Mitte vertreten. Und das sind angeführt vom aktuellen deutschen Mannschaftsmeister KSV Köllerbach so hochkarätige Teams wie der SV Germania Weingarten, der ASV Mainz 88, die RWG Mömbris/Königshofen und der KSK Neuss. Vervollständigt wird die Zehner-Liga durch die beiden Aufsteiger RG Hausen-Zell und KSV Seeheim.
Das Niveau dieser Liga ist also noch deutlich höher einzuschätzen als im vergangenen Jahr. Mit den Mannschaften des KSV Köllerbach, des KSV Aalen und des SV Germania Weingarten sind alle drei Favoriten für die deutsche Meisterschaft in dieser Liga West und sie sind damit auch für die ersten vier Plätze und das Erreichen der Endrunde klar favorisiert. Aber auch die RWG Mömbris-Königshofen, der ASV Mainz und der KSK Neuss wollen hier ein Wort mitreden. Für den ASV Nendingen kann es nur darum gehen, zu versuchen den Klassenerhalt zu schaffen und möglichst früh einen gesicherten Platz im Mittelfeld zu erreichen. Trainer Volker Hirt hat, -optimistisch wie immer-,  Platz 6 als Saisonziel angegeben. Aber auch Platz 8, der die Mannschaft vor einem Relegationskampf bewahren würde, wäre sicher als Erfolg zu werten. Und dafür müssen die nötigen Punkte gegen Mannschaften wie die RG Hausen-Zell, den KSV Seeheim, die RKG Freiburg und vielleicht auch der eine oder andere Überraschungssieg geholt werden.
Auch wenn zum Auftakt am 29. August die Aufgabe in Aalen sehr schwer ist, so könnten schon die beiden nächsten Kämpfe in Freiburg und der erste Heimkampf gegen die RWG Mömbris-Königshofen am 12. September Schlüsselkämpfe werden. Leider will es der Terminplan so, dass der zweite Heimkampf wegen der WM-bedingten zweiwöchigen Pause erst am 17. Oktober stattfinden wird. Dann aber geht es Schlag auf Schlag, wenn in den 5 Wochen zwischen dem 31. Oktober und 5. Dezember gleich 5 Heimkämpfe in der Mühlauhalle anstehen. Der ASV Nendingen hofft natürlich dann darauf, dass seine Ringer wie im Vorjahr immer von einer großen Zuschauerkulisse unterstützt werden.
Neben Eishockey in Schwenningen und Handball in Balingen war Ringen beim ASV Nendingen in der Region im letzten Jahr das Maß aller Dinge. Und die Ringer des ASV mit Trainer Volker Hirt, die verantwortlichen Funktionäre im Verein, die große Zahl der ehrenamtlichen Helfer und die ASV-Supporters, sie alle wollen ihren Teil dazu beitragen, dass das auch in diesem Herbst so sein wird. 

Termine 1. Bundesliga

Artikel vom 02.04.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4647, Kommentare: 0

Schon wenige Tage nach der Neueinteilung der 1. Bundesliga steht der vorläufige Terminplan fest, der höchstens noch nach Absprache der Vereine untereinander geringfügig verändert werden könnte. Die Saison 2009 beginnt demnach für den ASV Nendingen mit zwei Auswärtskämpfen in Aalen (29.8.) und in Freiburg (5.9.). Vor allem die Begegnung in Freiburg könnte dabei für die Nendinger schon zu einem richtungsweisenden Kampf werden.
Der erste Heimkampf findet dann am 12.9. in der Mühlauhalle gegen die RWG Mömbris-Königshofen statt. Der erste Doppelkampftag am ersten Oktoberwochenende nach einer durch die WM bedingten zweiwöchigen Pause stellt sich für die Nendinger als Härtetest dar. Am Samstag, 3. Oktober hat man beim KSK Neuss anzutreten, ausgerechnet dem Gegner mit der weitesten Anfahrt von 520 km. Und nach der sicherlich anstrengenden Rückfahrt kommt dann der ASV Mainz am Sonntag, 4. Oktober, um 15 Uhr in die Mühlauhalle. Der zweite Doppelkampftag im November wird dann wohl ohne Auswärtskampf sehr viel geruhsamer. Allerdings bedeutet das für den ASV Nendingen, dass man nach dem Heimkampf gegen den SV Weingarten am 31.10. mit den Begegnungen gegen den KSV Aalen (Samstag, 7.11.) und die RKG Freiburg (Sonntag, 8.11.) gleich drei Heimkämpfe hintereinander innerhalb einer Woche hat. Der letzte Heimkampf findet unmittelbar vor Weihnachten am 19.12. gegen die RG Hausen-Zell statt. Die Gruppenkämpfe enden am Sonntag, 27.12., wenn der ASV Nendingen zum SV Germania Weingarten reisen muss.

Die Termine des ASV Nendingen im einzelnen (Kampfbeginn jeweils 19.30 Uhr, falls nicht anders angegeben):
29.8. KSV Aalen 05 – ASV Nendingen;
5.9. RKG Freiburg 2000 – ASV Nendingen;
12.9. ASV Nendingen – RWG Mömbris-Königshofen;
3.10. KSK Neuss – ASV Nendingen (15 Uhr);
4.10. ASV Nendingen – ASV Mainz 88 (15 Uhr);
10.10. KSV Köllerbach – ASV Nendingen;
17.10. ASV Nendingen – KSV Seeheim;
24.10. RG Hausen-Zell – ASV Nendingen;
31.10. ASV Nendingen – SV Germania Weingarten;
7.11. ASV Nendingen – KSV Aalen 05 (17 Uhr);
8.11. ASV Nendingen – RKG Freiburg (15 Uhr);
14.11. RG Mömbris-Königshofen – ASV Nendingen;
21.11. ASV Nendingen – KSK Neuss;
28.11. ASV Mainz 88 – ASV Nendingen;
5.12. ASV Nendingen – KSV Köllerbach;
12.12. KSV Seeheim – ASV Nendingen;
19.12. ASV Nendingen – RG Hausen-Zell;
27.12. SV Germania Weingarten – ASV Nendingen (15 Uhr).

Bundesliga nun zweigleisig - Neue Gegner für den ASV

Artikel vom 29.03.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4592, Kommentare: 0

Bundesliga nun zweigleisig- Neue Gegner für den ASV – Neun Heimkämpfe 2009

Wie der DRB nach einer Sitzung mit den Vertretern der Bundesligavereine am 28.03.09 bekannt gab, wird nun tatsächlich schon in diesem Jahr die 1. Bundesliga nur noch zweigleisig geführt. Nach dem Rückzug einiger Mannschaften werden die 20 Vereine je zur Hälfte auf eine  1.Bundesliga West und eine 1.Bundesliga Ost aufgeteilt.

Das bedeutet für den ASV Nendingen, dass er es in diesem Jahr mit überwiegend neuen und starken Gegnern zu tun haben wird. Von der alten Liga Süd sind außer Nendingen nur noch der KSV Aalen und die RKG Freiburg in dieser Gruppe. Die bayrischen Mannschaften gehören nun zur neuen Bundesliga Ost. In der Westliga sind mit den fünf erstplatzierten Mannschaften aus der alten Liga Mitte durchwegs äußerst kampfstarke Teams zu finden, darunter drei der vier Halbfinalisten der diesjährigen Endrunde. Mit dem SV Germania Weingarten, dem KSV Köllerbach, dem ASV Mainz 88, der RWG Mömbris/Königshofen und dem KSK Neuss trifft der ASV Nendingen damit auf sehr attraktive, aber auch schwer bezwingbare Gegner. Zu diesen Mannschaften kommen noch die beiden Aufsteiger des KSV Seeheim und der RG Hausen-Zell.
Der ASV Nendingen wird im Herbst also nun neun Heimkämpfe in der Mühlauhalle haben. Allerdings sind die Fahrten zu den Auswärtskämpfen ins Rheinland, nach Hessen, ins Saarland und nach Nordbaden zum Teil noch weiter als bisher nach Bayern. Die Liga wird wie geplant am 29. August beginnen. Um alle Kämpfe rechtzeitig abwickeln zu können, werden zwei Doppel-Kampftage am 3./4. Oktober und am 7./8. November terminiert. Für den ASV Nendingen ist diese Neueinteilung zwar auch mit einigen Problemen verbunden, sie ist aber auf jeden Fall der Lösung mit eventuell nur sechs Mannschaften und nur fünf Heimkämpfen in der alten Liga Süd vorzuziehen.
Die neue Bundesliga West setzt sich wie folgt zusammen: KSV Köllerbach, ASV Mainz 88, RWG Mömbris/Königshofen, KSK Neuss SV Germania Weingarten, KSV Aalen 05, RKG Freiburg, ASV Nendingen, KSV Seeheim, RG Hausen.Zell.  

ASV Nendingen - SV Burghausen 14:20

Artikel vom 08.12.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 5061, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen hält sich beim 14:20 gegen den Meister der 1. Bundesliga Süd hervorragend

Im letzten Heimkampf der Saison hat sich der ASV Nendingen am Samstag gegen den Spitzenreiter der 1. Bundesliga Süd bei der Niederlage mit 14:20 mehr als achtbar geschlagen. Auch Siggi Seibold, der Trainer des SV Wacker Burghausen, kam nicht umhin dem Gastgeber wegen seines Publikums aber auch wegen seiner Leistungsstärke ein großes Kompliment zu machen. „Es ist wirklich erstaunlich und erfreulich, was hier auf die Beine gestellt wurde.“ Mehr als 1 200 Zuschauer fanden auch diesmal wieder trotz der vielen anderen Veranstaltungen in der Vorweihnachtszeit den Weg in die Mühlauhalle und erlebten spannende und hochklassige Kämpfe.
Das fing schon im vorgezogenen Kampf zwischen Pavel Burla (84 kg) und dem amtierenden Europameister und Olympia-Fünften Peter Bacsi an. Der ungarische Starringer kam auch im Standkampf immer wieder mit Griffaktionen durch und holte die ersten vier Punkte für sein Team. Die Nendinger konterten mit zwei Siegen in den beiden leichten Gewichtsklassen, wobei aber die beiden hochtalentierten Brüder Andreas und Martin Maier den Nendinger Assen Florin Matei und Gheandie Tulbea erbitterte Gegenwehr leisteten. Florin Matei setzte sich trotzdem mit einem herrlich herausgerungenen Überlegenheitssieg durch. Ghenadie Tulbea musste sich jedoch gegen den hervorragend eingestellten Martin Maier mit einem Punktsieg begnügen. Damit beendete der Moldawier, der auch nächstes Jahr wieder für den ASV ringen wird, diese Saison unbesiegt und als erfolgreichster Ringer der ganzen Liga. Markus Eichin (120 kg) begann zwar sehr aktiv und aggressiv, musste aber vor allem in der dritten Runde die Überlegenheit des sehr clever ringenden David Otiashvili anerkennen. Da die Gäste für Andreas Miekeley (96 kg) keinen Gegner stellen konnten, stand es zur Pause 11:8 für Nendingen.
Diese Führung konnte Semih Bosyan (66 kg) sogar noch ausbauen, als der engagierte Nendinger Jugendtrainer unter dem Jubel seiner Schützlinge und des Publikums in drei Runden Christoph Scherr besiegen konnte. Die Hoffnungen auf einen Sieg von Marc Buschle zerstörte der bulgarische Meister Miroslav Geshev. Der zweitbeste Ringer der Klasse bis 84 kg in dieser Liga unterband alle Angriffsversuche von Marc Buschle. Selbst als der Nendinger im Zwiegriff als der aktivere Ringer das Bein seines Gegners fassen durfte, schlug der noch Kapital daraus und siegte in allen 3 Runden mit je einem Punkt Vorsprung. Florian Schwarz (66 kg) demonstrierte erneut, warum er einer der Publikumslieblinge ist. Gegen den Weltklasseringer Nikolay Kurtev probierte er 6 Minuten lang alles, war ständig im Angriff und gab nie auf. Trotz seiner Punktniederlage wurde er von den Zuschauern mit Ovationen gefeiert. Beim Stand von 14:14 kam dann auch Adrian Ozsda (74 kg) gegen Sharur Vardanyan um eine knappe Punktniederlage nicht herum. Sein Gegner war im Standkampf etwas aktiver und setzte sich einmal am Boden mit einem Durchdreher durch. Bastian Bentz (74 kg) hatte im Interesse der Mannschaft wieder sehr viel Gewicht machen müssen. Dennoch lieferte er Ivan Deliverski wieder einen guten Kampf und verlor nur mit 0:3 Punkten.

 

Letzter Großkampftag

Artikel vom 04.12.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 5028, Kommentare: 0

Letzter Großkampftag dieses Jahres in der Mühlauhalle:

Der ASV Nendingen will den Tabellenführer der Bundesliga aus Burghausen etwas ärgern
ASV Nendingen II will sein Meisterstück gegen den KSV Neckarweihingen vollenden

Der letzte Großkampftag für den ASV Nendingen in diesem Jahr steht am Samstag, 6. Dezember, in der Mühlauhalle an. Dabei kommt es zu einem richtigen Knüller, denn mit dem SV Wacker Burghausen kommt um 19.20 Uhr der Tabellenführer der 1. Bundesliga Süd, der mit einem weiteren Sieg seine Spitzenposition behaupten will. Mit nur einer Saisonniederlage gegen Aalen könnte man dann selbstbewusst in die in der nächsten Woche beginnende Endrunde um die deutsche Meisterschaft ziehen. Die Nendinger haben in der Vorrunde in Burghausen ihre einzige wirklich deftige Niederlage bezogen und wollen sich nun daheim nicht so einfach über den Tisch ziehen lassen. Dafür könnten schon in den beiden leichten Klassen Florin Matei und Ghenadie Tulbea sorgen, die ihre tolle Form zu Sieg nutzen sollten. In den beiden schweren Klassen haben in Burghausen Andreas Miekeley und Markus Eichin nur recht knapp gegen Theodoros Tounousidis und David Otiashvili verloren. Vielleicht kann einer der beiden diesmal für eine Überraschung sorgen. Und Marc Buschle hat mit Miroslaw Geshev wieder einen starken Gegner, der aber sicher nicht unschlagbar ist. In allen anderen Klassen wird es für Nendingen sehr schwer zu Siegen zu kommen. Aber, wie heißt es so schön: Nichts ist unmöglich. Nach einer anstrengenden, aber insgesamt sehr erfreulichen, Saison will sich der ASV Nendingen einem hoffentlich wieder zahlreichen Publikum von seiner besten Seite präsentieren, um den treuen Anhängern seinen Dank für die tolle Unterstützung in all diesen Kämpfen abzustatten. Es soll ein richtig schönes Ringerfest werden, das dann wohl auch schon Appetit macht auf die Saison 2009.

Ein besonderer Kampf steht schon ab 17.30 Uhr für die zweite Mannschaft des ASV Nendingen an. Als Aufsteiger hat man bereits zwei Kampftage vor Schluss die Meisterschaft in der Landesliga errungen. Das bedeutet auch den dritten Aufstieg in Folge nun in die Verbandsliga. Bevor die Nendinger mit dem Meisterwimpel geehrt werden, wollen sie aber den Zuschauern noch einmal im Kampf gegen den KSV Neckarweihingen ihr hohes Leistungspotenzial demonstrieren. Die Mischung aus Stammringern wie Marco Schmid, Martin Hirt oder Ömer Keser sowie jungen Talenten und nicht zuletzt Ringern, die auch in der 1. Bundesliga eingesetzt werden, hat sich vollauf bewährt. Nur so war dieser erstaunliche Siegeszug möglich, der nächstes Jahr auch ein gutes Abschneiden in der höheren Klasse garantieren sollte. Wer sich also schon etwas früher auf den Weg in die Mühlauhalle macht, der wird mit zehn weiteren spannenden Kämpfen gegen einen nicht zu unterschätzenden Gegner aus dem Unterland belohnt.

 

KSV Aalen - ASV Nendingen 29:9

Artikel vom 01.12.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 4769, Kommentare: 0

Ehrenvolle Niederlage mit 9:29 gegen starke Aalener Mannschaft

Gegen einen fast in Bestbesetzung antretenden KSV Aalen hat der ASV Nendingen am Samstag eine ehrenvolle Niederlage mit 9:29 hinnehmen müssen. Der frühere deutsche Mannschaftsmeister, der dieses Jahr zumindest wieder das Finale erreichen will, hatte offensichtlich doch gehörigen Respekt vor den Nendingern. Deswegen boten sie in der Aalener Greuthalle fast alle ihre internationalen Asse auf. Einer von ihnen, der Ukrainer Vasyl Fedorishin, wurde vor dem Kampf noch gebührend für seine Ehrung zum „Weltringer des Jahres 2008“ durch den internationalen Verband gewürdigt. Die Nendinger wehrten sich gegen diese Top-Auswahl wacker, konnten die klare Niederlage in einem in sehr freundschaftlicher Atmosphäre ausgetragenen Kampf vor allerdings nur etwa 300 Zuschauern jedoch nicht vermeiden. Für Nendinger Siege sorgten Ghenadie Tulbea, der damit weiterhin ungeschlagen die Bestenliste der 1. Bundesliga Süd anführt, und Adrian Ozsda. Da Andreas Miekely aus privaten Gründen und Bernhard Scheuring nach einer Knieoperation nicht zur Verfügung standen, mussten die Gäste die Klasse bis 96 kg kampflos abgeben.
Den erwartet engen Kampf gab es zu Beginn zwischen Florin Matei (55 kg) und Constantin Bulibasa. Der sehr ruppig ringende Aalener setzte sich mit seinem unbequemen Kampfstil letztlich in der 5. Runde ganz knapp durch und brachte Florin Matei damit seine erste Niederlage in der Bundesliga bei. Sehr gut hielt sich Markus Eichin gegen den ins Schwergewicht aufgerückten Davyd Bichinashvili. Der Aalener behielt aber mit seiner Schnelligkeit und Cleverness in allen 3 Runden knapp die Oberhand. Den erwarteten Überlegenheitssieg für Nendingen sicherte sich Ghenadie Tulbea (60 kg). Der deutsche Jugendmeister Benjamin Sezgin wehrte sich zwar mutig, war gegen die überlegene Freistiltechnik des Nendingers aber ohne Chance. Semih Bosyan (66 kg) musste trotz guten Kampfes gegen den Ungar Balint Korpasi in der Bodenlage jeweils eine Wertung abgeben, so dass Aalen mit einer Führung von 13:6 in die Pause gehen konnte.
Danach wurde Marc Buschle (84 kg) nach seinen 6 Jahren im KSV-Trikot zwar sehr freundlich vom Aalener Publikum empfangen, Gastgeschenke gab es aber für ihn  keine. Sein Gegner, der Europameister Emzarios Bentinidis, ließ den Nendinger nicht zur Entfaltung kommen und setzte sich in 3 Runden jeweils knapp durch. Einen ausgezeichneten Kampf lieferte auch wieder Florian Schwarz (66 kg). Obwohl er den Überlegenheitssieg von Vasyl Fedorishin, dem besten Freistilringer der Welt dieses Jahres, nicht verhindern konnte, überzeugte er durch mutigen Kampfstil und ständige Angriffsversuche. Pavel Burla (84 kg) konnte gegen Paul Potapov nicht den erhofften Rundengewinn erreichen und musste sich 0:3 geschlagen geben. Einen mitreißenden Kampf erlebten die Zuschauer in der Klasse bis 74 kg zwischen Adrian Ozsda und Hans-Jörg Scherr. Der Nendinger schien nach 2 Runden einen klaren Sieg anzusteuern, als der Aalener immer mehr aufkam und zum 2:2 ausgleichen konnte. In der 5. Runde allerdings holte sich der Nendinger doch noch mit letzter Kraft die letzte Wertung zum knappen Sieg. Daniel Reichle (74 kg) hielt sich gegen Kiril Terziev, den bulgarischen Bronzemedaillengewinner von Peking, in der 1. Runde beim 0:1 hervorragend, musste dann aber kurz vor Schluss der 2. Runde doch auf die Schultern.

 

Vorbericht: KSV Aalen 05 - ASV Nendingen

Artikel vom 26.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8086, Kommentare: 0

Noch zwei Kämpfe hat der ASV Nendingen in der diesjährigen Bundesligasaison zu bestreiten. Und die haben es auch in sich, denn für den Aufsteiger, der ja den Klassenerhalt schon sicher erreicht hat, geht es gegen die beiden Tabellenersten der 1. Bundesliga Süd. An diesem Samstag sind die Nendinger beim KSV Aalen 05 zu Gast und am 6. Dezember erwartet man im letzten Heimkampf den SV Wacker Burghausen. In Aalen will sich der ASV Nendingen wieder ähnlich gut präsentieren wie im Vorkampf, als die Gäste allerdings nicht mit ihrer allerstärksten Formation aufliefen. Auch diesmal ist zu erwarten, dass die Aalener nicht zuletzt aus finanziellen Gründen nicht alle ihre Stars einfliegen lassen. Aber ihr Kader ist so groß und ausgeglichen, dass sie auf jeden Fall eine hervorragende Mannschaft stellen werden. Für Nendingen wird es wieder darauf ankommen, sich so gut wie möglich zu behaupten. Schon zu Beginn des Kampfabends sind zwei besondere Leckerbissen zu erwarten. Denn in den Klassen bis 55 und 60 kg stehen sich hier die wohl stärksten Ringer der Liga gegenüber. Florin Matei hat es mit Constantin Bulibasa zu tun und Ghenadie Tulbea trifft wohl wieder auf Vitalie Railean, der als einziger ihm bisher beim knappen Sieg mit 3:2 in der Mühlauhalle stärkste Gegenwehr geleistet hat. Der für den ASV ringende Moldawier möchte natürlich unbedingt seine makellose Siegesbilanz als bisher erfolgreichster aller Ringer dieser Liga fortsetzen. Ob ihm das gelingt, wird eine der spannenden Fragen dieses Abends werden. Ein weiterer Höhepunkt könnte in der Klasse bis 84 kg das „ewige“ Duell zwischen Marc Buschle und Davyd Bichinashvili werden. Da Marc Buschle im Augenblick aufgrund der Umstände seiner beruflichen Weiterbildung nicht in seiner besten Form antreten kann, muss hier der Aalener als Favorit gelten. Im Schwergewicht würde sich Markus Eichin freuen gegen die „Legende“ David Musulbes kämpfen zu können. Der jetzt für Aalen ringende vielfache Olympiasieger und Weltmeister wäre für ihn ein Wunschgegner der besonderen Art. In allen anderen Kämpfen ist eine Vorhersage wegen der vielfältigen Aufstellungsvarianten der Aalener fast unmöglich. Sicher werden auch wieder zahlreiche Anhänger des ASV sich diesen Kampf nicht entgehen lassen. Abfahrt des Ringerbusses ist um 14 Uhr. Für den letzten Heimkampf gegen Burghausen sind übrigens auch wieder Tageskarten bei der Ticket-Box im Vorverkauf erhältlich. Auch die zweite ASV-Mannschaft hat am Samstag einen Auswärtskampf. Der Tabellenvierte von der KG Kirchheim/Köngen wird versuchen, dem ASV Nendingen II als ungeschlagenem Spitzenreiter die erste Niederlage beizubringen.

KG Dewangen - ASV Nendingen 20:19

Artikel vom 25.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8441, Kommentare: 0

Nach einem wahren Ringerkrimi verliert der ASV Nendingen bei der KG Dewangen denkbar knapp mit 19:20

Es ist wie verhext. Zum wiederholten Male in dieser Saison hat der ASV Nendingen am Samstag bei der KG Dewangen einen Favoriten an den Rand einer Niederlage gebracht. Mit nur einem einzigen Punkt Vorsprung aber rettete sich der Gastgeber noch einmal und sicherte sich damit den Einzug in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Kein Drehbuchautor hätte diesen Ringerkrimi spannender gestalten können. Nach wechselhaftem Verlauf stand es 17:17 vor dem letzten Kampf zwischen Bastian Bentz und Ronny Sauter. Beide Ringer gewannen dann je zwei Runden. Die 5. Runde musste also die Entscheidung auch über den Gesamtsieg bringen. Aber keiner der beiden konnte hier einen sichtbaren Vorteil erzielen. So musste also der Mattenleiter einem der beiden Ringer den entscheidenden Vorteil des Beinfassens im Zwiegriff zuerkennen. Und der gut leitende Kampfrichter Michael Faller (Neuss) entschied sich dann eben für den Heimringer Ronny Sauter, der mit diesem Vorteil für seine Mannschaft mit 20:19 den von rund 700 Zuschauern frenetisch bejubelten Sieg rettete.
Sieger an diesem Abend war aber auch der Ringsport. Spannende Kämpfe, viele Wertungen, tolle Techniken und eine fantastische Stimmung in der gut gefüllten Wellandarena, - das Einzige, was den bei schwierigen Wetterbedingungen angereisten Nendinger Fans versagt blieb, war eben der so sehnlich gewünschte Überraschungssieg. Dabei hatte es wieder einmal glänzend begonnen. Florin Matei (55 kg) und Ghenadie Tulbea (60 kg) erwiesen sich als die erwartet sichere Nendinger Bank. Weder Aliaksandr Palau noch Paul Penner konnten dem Feuerwerk an Griffen, das die beiden Gäste abbrannten, Gleichwertiges entgegensetzen. Genauso wie diese beiden vorzeitigen Überlegenheitssiege wurde vom Nendinger Anhang aber der nicht einkalkulierte Sieg von Markus Eichin im Schwergewicht bejubelt. Der Schwarzwälder im Nendinger Trikot kommt immer besser in Schwung. Zwar verlor er gegen Dragomir Stoichev die 1.Runde noch im Zwiegriff, dann revanchierte er sich aber mit drei gewonnenen Runden dank überlegener Kondition für seine Niederlage in der Vorrunde. Das bis dahin auffallend ruhige Heimpublikum zeigte sich dann jedoch immer mehr von seiner lauten Seite, als zunächst in einem ganz engen Kampf Marek Szustek gegen Andreas Miekeley dank einer einzigen technischen Wertung im Bodenkampf mit 3:0 die Oberhand behielt. Und ganz laut wurde es als Edward Barsegjan (66kg) wie schon im Vorkampf mit überlegener Technik im Bodenkampf gegen Semih Bosyan zum Pausenstand von 8:11 verkürzen konnte.
In einem der Schlüsselkämpfe gab Marc Buschle (84 kg) gegen den routinierten Felix Polianidis zwar Alles. Aber in der 5. Runde setzte sich der für Dewangen ringende Grieche doch knapp durch und hielt damit die Hoffnungen der Gastgeber am Leben. Florian Schwarz (66 kg) war gegen Lukasz Goral in einem tollen Kampf zwar immer der aktivere Ringer. Der polnische Weltklassemann aber konterte dreimal und brachte sein Team erstmals in Führung. Nach dem  erwarteten Überlegenheitssieg von Pavel Burla (84 kg) gegen Jan Eckstein und der einkalkulierten Punktniederlage von Adrian Ozsda (74 kg) gegen Krzysztof Kowalski kam es dann zum erwähnten Herzschlagfinale beim Stand von 17:17. In der Vorrunde hatte Bastian Bentz mit 3:2 gewonnen, diesmal waren eben Ronny Sauter und damit die Dewanger die im wahrsten Sinne des Wortes Glücklicheren.

 

Vorbericht: KG Dewangen- ASV Nendingen

Artikel vom 20.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8271, Kommentare: 0

Auf die Ringer des ASV Nendingen wartet am Samstag bei der KG Dewangen schon wieder ein ganz heißer Tanz. Die Ostälbler stehen im Augenblick auf Platz 5 der 1. Bundesliga Süd, der gerade noch zum Einzug in die Endrunde berechtigt. Um diese Chance zu wahren, müssen sie gegen Nendingen unbedingt gewinnen. Die Nendinger werden sich in Dewangen aber sicher nicht als Punktelieferant präsentieren, sondern sehen durchaus ihre Chancen so wie schon bei der knappen Niederlage in der Vorrunde mit 18:21. Der ASV rechnet mit sicheren Siegen durch Florin Matei (55 kg), Ghenadie Tulbea (60 kg) und Pavel Burla (84 kg). Klare Favoriten auf Dewanger Seite sind hingegen die Weltklasseringer Edward Barsegjan gegen Semih Bosyan und Lukasz Goral gegen Florian Schwarz. Und auch für Adrian Ozsda wird es schwer sein, gegen Krzysztof Kowalski zu einem Rundengewinn zu kommen. Die vier Schlüsselkämpfe wird es zunächst in den beiden oberen Gewichtsklassen geben, wo zuerst Markus Eichin seine verbesserte Form gegen Dragomir Stoichov unter Beweis stellen will und vielleicht für eine Überraschung sorgen kann. Und dann hat es Andreas Miekeley mit dem bärenstarken Marek Szustek zu tun, der auf Revanche für seine sensationelle Niederlage im Vorkampf brennen wird. Marc Buschle wird in einem weiteren vorentscheidenden Kampf voraussichtlich auf den erfahrenen Griechen Felix Polianidis treffen. Falls er hier die Oberhand behalten sollte, wird wohl die endgültige Entscheidung im letzten Kampf zwischen voraussichtlich Bastian Bentz und Ronny Sauter fallen. In der Mühlauhalle hatte Bastian Bentz mit 3:2 knapp die Nase vorn, doch in Dewangen ist auch hier alles offen. Diese Begegnung verspricht also ein hohes Maß an Spannung und Dramatik. Die Nendinger Ringer hoffen natürlich darauf, bei diesem württembergischen Derby von einer großen Zahl ihrer Anhänger unterstützt zu werden. Vielleicht gelingt ja diesmal die Überraschung, die schon mehrmals zum Greifen nahe war.
Die zweite ASV-Mannschaft tritt am Sonntagmorgen zum Bezirksderby in Hardt an und möchte mit einem weiteren Sieg ihre Spitzenposition untermauern.

Vorbericht: ASV Nendingen - SV Hallbergmoos

Artikel vom 13.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7952, Kommentare: 0

Die Ergebnisse des letzten Kampftages haben die Aufgabe des ASV Nendingen im vorletzten Heimkampf gegen den SV Hallbergmoos nicht einfacher gemacht. Die Bayern unterlagen in Dewangen knapp und müssen jetzt gegen Nendingen am Samstag unbedingt gewinnen, um die Chance auf einen Platz in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft zu erhalten. Die Gäste dürfen sich also keine Blöße geben und müssen mit all ihren Assen in der Mühlauhalle antreten, wenn sie keine Überraschung erleben wollen. Und da wimmelt es im Kader der Hallbergmooser nur so von Weltklasseringern aus Ungarn, Litauen, Polen, Finnland und Griechenland. In manchen Klassen haben sie sogar die Auswahl aus zwei oder drei ausländischen Spitzenringern. Auf Nendinger Seite hofft man auf Siege in den zwei leichten Gewichtsklassen durch Florin Matei und Ghenadie Tulbea, die sich beide derzeit in blendender Form präsentieren. Außerdem möchte Marc Buschle natürlich seinen Sieg gegen Konstantin Völk wiederholen, doch wird sich sein zur deutschen Spitzenklasse zählender Gegner wohl diesmal besser auf Marc Buschle eingestellt haben als im Vorkampf. In allen anderen Klassen wird es sehr schwer sein zu Rundengewinnen zu kommen. Denn Plamen Petrov (66kg G), Aleksandr Kazakevic (74 G), Akos Wöller (74 F), Julian Kwitt (84 kg G) und Mindaugas Ezerskis (96 kg G) werden wohl kaum zu bezwingen sein. Aber vielleicht kann ja Florian Schwarz den deutschen Spitzenringer Steffen Lübke ein bisschen in Verlegenheit bringen. Und auch Markus Eichin ist gegen Tzonis Lamprianos oder Bartolomiej Bartniecki nicht ganz chancenlos. Die Nendinger Mannschaft hat sich auf jeden Fall beim klaren Sieg in Nürnberg wieder von ihrer besten Seite gezeigt und wird sich auch dem treuen heimischen Publikum bestens motiviert und selbstbewusst präsentieren. Da die zweite Mannschaft beim ASV Möckmühl und die Jugendmannschaft beim KSV Allensbach Auswärtskämpfe bestreiten, wird es keinen Vorkampf geben. Die Vorstellung der Mannschaft beginnt um 19.20 Uhr. Der Ringerzug aus dem Donautal ist natürlich auch diesmal wieder im Einsatz.

 

SV Johannis Nürnberg - ASV Nendingen 8:29

Artikel vom 10.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 9984, Kommentare: 0

ASV Nendingen hat nach klarem Sieg in Nürnberg den Klassenerhalt so gut wie sicher

Mit einem weiteren klaren Sieg mit 29:8 gegen den direkten Konkurrenten SV Johannis Nürnberg hat der ASV Nendingen den wohl entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt in der 1. Bundesliga gemacht. Die noch sieglosen Nürnberger müssten in den letzten 4 Kämpfen noch 3 Siege einfahren, um die Nendinger noch in Gefahr zu bringen. Die Franken hatten vor diesem Kampf einige Überraschungen angekündigt und wollten mit einer veränderten Aufstellung die Gäste in Verlegenheit bringen.
Die wohl größte Überraschung erlebten sie aber selber im spektakulären Höhepunkt dieses Abends, dem Kampf bis 60 kg. Der Nürnberger Tim Schleicher ist dieses Jahr deutscher Meister geworden und wurde als Vize-Europameister der Junioren zum „Sportler des Jahres der Region Nürnberg“ gewählt. Im Frühjahr hatte er Ghenadie Tulbea bei der EM sogar entscheidend besiegt. Der seit dieser Saison für Nendingen ringende Moldawier aber trumpfte in Nürnberg mit einer sensationellen Leistung auf. Nicht nur Trainer Volker Hirt war total begeistert: “Ein absolut geiler Weltklassekampf“. Mit insgesamt 12:1 Punkten ließ Tulbea dem starken Nürnberger keine Chance und trug damit entscheidend zur klaren Nendinger Führung mit 14:0 Punkten nach den ersten 4 Kämpfen bei.
Der ebenfalls wieder in Hochform ringende Florin Matei mit einem Überlegenheitssieg und Markus Eichin und Andreas Miekeley in den beiden schweren Klassen mit klaren Punktsiegen ließen damit von Anfang an keinen Zweifel über den Ausgang dieser Begegnung aufkommen. Die Franken kamen insgesamt nur zu zwei Siegen, während nach der Pause auch Marc Buschle, Pavel Burda und Adrian Ozsda die erhofften Erfolge für Nendingen beisteuerten. Besonders erfreulich war hier aber auch der vorher nicht zu erwartende Schultersieg von Florian „Lotte“ Schwarz.
Der Auftakt in Nürnberg verlief für Nendingen nach Plan. Florin Matei (55 kg) demonstrierte gegen den deutschen A-Jugendmeister Fabian Schmitt mit einem überlegenen Sieg seine überragende Form und auch Markus Eichin (120 kg) wiederholte gegen Fabian Appel mit 3:0 seinen Punktsieg aus der Vorrunde. Dann allerdings zeigte Ghenadie Tulbea (60 kg) Freistilringen vom Feinsten und durchkreuzte mit seinem so nicht zu erwartenden Überlegenheitssieg gegen den deutschen Meister Tim Schleicher alle Nürnberger Hoffnungen auf einen für sie günstigeren Kampfverlauf. Andreas Miekeley (96 kg) erhöhte mit einem kontrolliert herausgerungen Punktsieg gegen Matthias Baumeister sogar die Nendinger Führung, ehe Marco Greifelt (66 kg) in einem ganz engen Kampf gegen Semih Bosyan für die Franken erstmals punkten konnte.Nach der Pause bauten aber die Nendinger ihre Führung mit 4 Siegen in Serie auf 29:4 aus. War Marc Buschles Überlegenheitssieg gegen Ralf Choroba (84 kg) noch erwartet worden, so konnte man auf den Vier-Punkte-Sieg von Florian Schwarz (66 kg) vorher nicht unbedingt setzen. Sein Gegner Mario Besold hatte eigens in diese Klasse abtrainiert, war aber schon vor seiner Schulterniederlage in der 3. Runde gegen einen wieder überragenden „Lotte“ absolut chancenlos. Pavel Burla (84 kg) traf auf den in letzter Zeit so starken Sebastian Krieger, dem er aber mit 3:1 Punkten eine weitere Überraschung verwehrte. Nach dem klaren Überlegenheitssieg von Adrian Ozsda (74 kg) gegen Martin Klopf war es dem Nürnberger Trainer Christian Graupeter (74 kg) wenigstens vergönnt, mit einem Schultersieg gegen Dominik Hipp den Rückstand seiner Mannschaft doch noch etwas zu verkürzen.
Trainer Volker Hirt kann nach dieser überzeugenden Vorstellung seiner Mannschaft nun den weiteren Kämpfen beruhigt entgegensehen.
Am nächsten Samstag wollen die Nendinger aber im vorletzten Heimkampf der Saison dem favorisierten SV Hallbergmoos wieder nach Kräften Paroli bieten.

 


Bild: Karl Greiner (ASV Nendingen)

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Vorbericht: SV Johannis Nürnberg - ASV Nendingen

Artikel vom 06.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8288, Kommentare: 0

Viele in Nendingen haben auch nach der Niederlage gegen Freiburg allen Grund stolz zu sein. Stolz auf eine Leistung des ASV Nendingen, die man vor der Saison so nicht erwarten durfte. Ob Ringer, Trainer, Funktionäre, Helfer oder Zuschauer, - sie alle haben Anteil an dem, was der ASV in dieser ersten Bundesligasaison auf die Beine gestellt hat.
Zwar hat man bisher weiterhin erst einen Sieg auf der sportlichen Habenseite. Dennoch hat sich die Mannschaft in fast allen Kämpfen bisher auf Augenhöhe mit den etablierten Mannschaften der Liga präsentiert. Das hat sich auch am letzten Samstag bei der knappen Niederlage gegen Freiburg wieder bestätigt. Und noch etwas wurde hier wieder deutlich. Kein anderer Verein in der Ringerbundesliga in Deutschland kann derzeit offensichtlich den Ringern eine derart imposante Kulisse bieten wie der ASV Nendingen.
So wie die Freiburger war bisher jeder Gastverein des Lobes voll über das Umfeld, das in der Mühlauhalle den Ringern das Herz höher schlagen lässt.
Und was die sportliche Seite angeht, so könnte am Samstag mit einem Erfolg in Nürnberg die Siegesbilanz etwas verbessert werden. Die Nendinger gehen beim noch sieglosen Tabellenletzten als Favorit auf die Matte. Allerdings sind die Franken nun in der Rückrunde deutlich stärker einzuschätzen als vorher, so dass die Fahrt nach Nürnberg kein Spaziergang werden wird.
Der Höhepunkt dieser Begegnung wird sicherlich der Kampf zwischen dem noch unbesiegten Ghenadie Tulbea (60 kg) und dem für Nürnberg ringenden deutschen Meister Tim Schleicher werden. Tim Schleicher kann nun in der Rückrunde in seiner Stilart antreten. Im Frühjahr hat er den Nendinger bei den Europameisterschaften besiegen können. Aber Ghenadie Tulbea wird versuchen auch in Nürnberg seine makellose Bilanz fortzusetzen. Aufpassen muss auch Adrian Ozsda. Im Vorkampf konnte er Sebastian Krieger besiegen. Der hat aber in den letzten Wochen mit zwei sensationellen Schultersiegen gegen die beiden besten Ringer der Liga in der Klasse bis 74 kg aufhorchen lassen. Erst schulterte er Eduard Kratz in Freiburg und nun machte er dasselbe mit dem lettischen Olympiateilnehmer Alexander Kazakevic in Hallbergmoos. Mal sehen, ob Adrian Ozsda diesen Aufwärtstrend stoppen kann. Auch Florian Schwarz muss sich vorsehen, denn der erstmals eingesetzte Marc Pöhlmann ist in Hallbergmoos dem Favoriten Steffen Lübke nur ganz knapp unterlegen. Vielleicht kann sich andererseits Semih Bosyan für seine knappe Vorkampfniederlage gegen Marco Greifelt revanchieren.
Die Nendinger werden sich sicher schwerer tun als beim klaren Heimsieg, sollten bei normalem Kampfverlauf aber doch beide Punkte mit nach Hause nehmen und damit wohl endgültig den Klassenerhalt zementieren.
Für Fans besteht wieder nach vorheriger Anmeldung eine Mitfahrmöglichkeit im Mannschaftsbus (Abfahrt 12.30 Uhr).

ASV Nendingen - RKG Freiburg 2000 16:18

Artikel vom 02.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 8293, Kommentare: 0

ASV Nendingen verliert nach großem Kampf wieder ganz knapp gegen Freiburg

Trotz großen Kampfes hat der ASV Nendingen am Samstag erneut gegen die RKG Freiburg 2000 eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Die Enttäuschung darüber hielt sich aber unter dem Gesamteindruck eines tollen Ringsportabends in Grenzen. Mattenleiter P. Pimpel beispielsweise bestand sogar darauf, dass für die Präsentation dieses Spektakels in das Kampfprotokoll das Prädikat „fantastisch“ eingetragen wurde.
Wiederum mindestens 1 300 Zuschauer in der vollbesetzten Mühlauhalle boten einen würdigen Rahmen für diese Bundesligabegegnung, die bei jeweils 5 Siegen der Nendinger und der Gäste an Klasse und Spannung nichts zu wünschen übrig ließ.
Die Halle bebte besonders bei den Kämpfen von Markus Eichin und Florian Schwarz, als beide nach Rundenrückstand angepeitscht vom Publikum noch mit einer Energieleistung die Wende und den Punktsieg mit jeweils 3:1 Punkten erzwangen. Und zu Recht konnten sich auch Florin Matei, Ghenadie Tulbea und Marc Buschle als klare Sieger von den Fans mit der „Welle“ feiern lassen.
Die Dramatik dieses Kampfabends ist deutlich ablesbar an den Zwischenständen: Euphorie nach drei Auftaktsiegen zum 10:1, leichte Ungewissheit beim Pausenstand von 10:7, verhaltener Optimismus beim 16:8 vor den letzten drei Kämpfen und dann doch wieder ähnlich wie im Vorkampf die knappe Niederlage mit 16:18 im Endspurt der Gäste.
Mit Florin Matei und Ghenadie Tulbea hat der ASV Nendingen nach dem Stilartwechsel in der Rückrunde in den beiden leichten Klassen zwei absolute Asse aufzubieten.
„Der Florin verliert in der Rückrunde keinen Kampf“, prophezeite Florin Mateis Gegner Manuel Krämer (55 kg), immerhin DM-Dritter dieses Jahres, anerkennend nach seiner deutlichen Niederlage. Und in ähnlicher Klasseform präsentierte sich auch Freistilringer Ghenadie Tulbea nunmehr eine Klasse höher bis 60 kg. Blitzschnell und gewandt wie eine Katze kam der Nendinger kurz vor Schluss der 1. Runde gegen den ungarischen Juniorenmeister Istvan Kovacs sogar zum Schultersieg. Und für den dritten Nendinger Erfolg zu Beginn sorgte Schwergewichtler Markus Eichin. Der „Bär von Gresgen“ hatte sich nach seiner Vorkampfniederlage besser auf den Ungar Daniel Bona eingestellt und holte sich den ersehnten Sieg in vier Runden. Andreas Miekely (96 kg) konnte dagegen seinen Rundengewinn von Freiburg nicht wiederholen und musste sich trotz aller Bemühungen dem ungarischen Meister Balazs Kiss 0:3 geschlagen geben. Und auch der vierte ungarische Ringer im Freiburger Dress, Ede Komaromi, konnte mit einem harterkämpften Punktsieg gegen den Nendinger Co-Trainer Semih Bosyan den Rückstand seines Teams in Grenzen halten. Nach der Pause war aber zunächst wieder die Heimmannschaft an Zug. Marc Buschle (84 kg) rang, zuverlässig wie immer, einen klaren Sieg gegen den wieder nur defensiv eingestellten Viktor Reh heraus. Und in einem begeisternden Kampf demonstrierte mit Florian Schwarz einer der Publikumslieblinge seine derzeitige tolle Form und Einstellung, als er den Bulgaren Rumen Kolev klar nach Punkten bezwang. In einem der Schlüsselkämpfe dieses Abends brannte Ringertrainer Volker Hirt (84 kg) auf einen Sieg gegen Jury Witt. Als er aber trotz großen Einsatzes den Weg zum Sieg nicht fand, war klar, dass es auch diesmal zu einem Sieg gegen Freiburg nicht reichen würde. Denn Adrian Ozsda (74 kg) hielt sich gegen den überragenden Eduard Kratz zwar besser als im Vorkampf, konnte aber eine Niederlage genauso wenig vermeiden wie im Schlusskampf Daniel Reichle. Er war kurzfristig eingesprungen, gab gegen Vitali Wagin zwar nie auf, musste sich dem Freiburger aber trotzdem geschlagen geben.

 

Vorschau: ASV Nendingen - RKG Freiburg

Artikel vom 29.10.2008, Autor: , Views: 7294, Kommentare: 0

Ein mit großer Spannung erwarteter Ringsportabend steht am Samstag in der Mühlauhalle an. Mit der RKG Freiburg stellt sich im drittletzten Heimkampf der direkte Tabellennachbar des ASV Nendingen in der 1. Bundesliga Süd vor. Die Vorrundenbegegnung haben die Nendinger bekanntlich mit 18:19 ganz knapp verloren und sie brennen nun natürlich auf Revanche vor eigenem Publikum. Ob das gelingen kann, wird sich vermutlich auch wieder erst in den letzten Kämpfen entscheiden. Da die Freiburger in den beiden Klassen bis 74 kg mit Eduard Kratz und Vitali Wagin aber stark besetzt sind, wird es darauf ankommen sich vorher ein möglichst großes Punktepolster zu sichern. Und da wird es auf jeden einzelnen Punkt ankommen. Vorentscheidend könnten schon die beiden leichtesten Gewichtsklassen werden. Florin Matei wird dabei auf den diesjährigen DM-Dritten Manuel Krämer treffen und Ghenadie Tulbea bekommt es mit dem ungarischen Juniorenmeister Istvan Kovacs zu tun. Zwei schwere Aufgaben also, aber vielleicht ist doch der eine oder andere Sieg möglich. Semih Bosyan verlor in Freiburg gegen den Ungar Ede Komaromi mit 1:3 und will versuchen auch diesmal mindestens eine Runde zu gewinnen. Ein Sieg von Florian Schwarz gegen Rumen Kolev oder Tobias Ketterer würde die Nendinger Chancen natürlich intakt halten. Von Marc Buschle erwartet man einen Sieg gegen Viktor Reh im Freistil. Ob aber im klassischen Stil bis 84 kg der Freiburger Jury Witt besiegt werden kann, wird eine der Schlüsselfragen am Samstag sein. Auch die beiden oberen Gewichtsklassen scheinen völlig offen. Falls Andreas Miekeley wieder auf Balazs Kiss trifft, wäre jeder Rundengewinn ein Erfolg. Im Schwergewicht erhoffen sich die Nendinger einen Sieg von Markus Eichin, der damit die Weichen auf einen Nendinger Mannschaftserfolg stellen könnte. Wie man schon an dieser Aufreihung der möglichen Paarungen sehen kann, ist ein völlig offener Ausgang dieses Kampfes zu erwarten. Vielleicht wird das Publikum der Schlüssel zum Erfolg sein. Falls die Nendinger Mannschaft wieder so unterstützt wird wie in den vorherigen Begegnungen, könnte das der entscheidende Knackpunkt für den zweiten Nendinger Sieg in der 1. Bundesliga sein. Die Vorstellung der Mannschaften ist um 19.20 Uhr. Der Ringerzug wird die Zuschauer aus dem Donautal ab Fridingen wieder zu den üblichen Abfahrtszeiten zur Halle bringen.
Schon ab 17.30 Uhr trifft in der Mühlauhalle die Nendinger zweite Mannschaft auf die Gäste der KG Baienfurt II. Die Heimmannschaft möchte mit einer wiederum starken Aufstellung ihr großes Leistungspotential demonstrieren. Alles andere als ein klarer Sieg des gastgebenden Tabellenführers der Landesliga wäre deswegen eine Überraschung. 

SC Anger - ASV Nendingen

Artikel vom 27.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6314, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen bringt den Tabellenzweiten arg ins Schwitzen – Nur knappe Niederlage mit 16:21 beim SC Anger

Hervorragend haben sich die Ringer des ASV Nendingen beim Tabellenzweiten der 1. Bundesliga Süd gehalten. Am Samstag brachten sie den SC Anger bei der recht knappen Niederlage mit 16:21 arg ins Schwitzen. „So spannend muss es nicht immer sein“, überschrieben die arg in Bedrängnis geratenen Oberbayern ihren Bericht über diese dramatische Begegnung, bei der der SC Anger seinen Sieg erst im allerletzten Kampf sicherstellen konnten. Die Nendinger ihrerseits haderten weniger damit, einen möglichen Sieg knapp verpasst zu haben. Trainer Volker Hirt verwies stattdessen auf den positiven Aspekt: „Wir haben hier alles gegeben und eine Superleistung geboten. Und diesen Schwung wollen wir in den nächsten wichtigen Heimkampf gegen Freiburg mitnehmen.“ Vor allem die beiden leichten Gewichtsklassen erwiesen sich in Anger als Trumpf-Asse des ASV. Mit Vier-Punkte-Siegen brillierten sowohl Florin Matein als auch Ghenadie Tulbea, die in der Rückrunde in ihrer bevorzugten Stilart antreten können. Aber auch Marc Buschle zeigte seinen wohl besten Kampf der Saison, als er den Olympiastarter Radoslaw Horbik auswärts besiegte. Für Andreas Miekely konnte Anger keinen Gegner stellen, so dass Nendingen hier kampflos zu den Punkten kam. Für einen furiosen Einstand in der 1. Bundesliga sorgte zum Auftakt Florin Matei, der in der Rückrunde die Klasse bis 55 kg im klassischen Stil besetzt. Seinem estnischen Gegner Anar Zeinalow ließ er mit einer Glanzleistung beim Überlegenheitssieg keine Chance. Umgekehrt die Vorzeichen im Schwergewicht, wo Anger mit dem noch ungeschlagenen Gergely Kiss einen Spitzenringer hat, der Markus Eichin trotz heftiger Gegenwehr in der 2. Runde auf die Schultern zwang. Ghenadie Tulbea zeigte dann seine Freistilklasse auch in der höheren Klasse bis 60 kg, als er den gewiss nicht schlechten Christopher Geiger schon in Runde eins auf die Schultern legte. Sehr gut hielt sich auch wieder Semih Bosyan (66 kg) gegen den deutschen Meister Heinz Marnette, gegen den er in drei Runden nur relativ knapp verlor. Höhepunkt des Abends war dann der Kampf zwischen Radoslaw Horbik (84 kg) und Marc Buschle, der sich unbedingt für die Vorrundenniederlage revanchieren wollte. In einer hochdramatischen Begegnung wogte der Kampf hin und her. Nach einem 1:2-Rundenrückstand, konnte Marc Buschle mit einer tollen Leistung in den beiden letzten Runden doch noch mit letztem Energieeinsatz die Wende zu seinem Triumph erzwingen. Nun stand es 9:15 für die Gäste und die Aufholjagd der Heimmannschaft musste beginnen. Die hätte Florian Schwarz (66 kg) um ein Haar jäh beendet, als er Alexander Kropf in der 2. Runde fast auf die Schultern zwang. Der Kampfrichter pfiff aber nicht ab und so konnte Anger mit einem Punktsieg trotz starker Leistung von „Lotte“ weiter auf einen Mannschaftssieg hoffen. Den Gleichstand von 15:15 schaffte dann der bärenstarke Bernhard Mayr (84 kg), gegen den Ringertrainer Volker Hirt zwar vor allem in Runde drei gut dagegen hielt, aber eine Punktniederlage nicht vermeiden konnte. Ebenfalls sehr gut präsentierte sich wieder Adrian Ozsda (74 kg) gegen Levente Füeredy, der aber doch in allen 3 Runden die Nase knapp vorn hatte. Bastian Bentz (74 kg) holte zum Schluss in einem guten Kampf zwar gegen Stefan Koch eine Runde, doch der Heimringer erwies sich dennoch als der etwas cleverere Freistilringer.
Die Sensation war damit ausgeblieben, aber für Nendingen gilt ja ohnehin der nächste Samstag mit dem Heimkampf gegen Freiburg als der Kampf, den man unbedingt gewinnen will.

ASV Nendingen beim SC Anger

Artikel vom 22.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6558, Kommentare: 0

Einen weiteren schweren Auswärtskampf hat der ASV Nendingen am Samstag in der 1. Bundesliga vor sich. Beim Tabellenzweiten SC Anger werden die Trauben wieder sehr hoch hängen. Die Oberbayern haben in der Vorrunde nur gegen Burghausen verloren und werden nun in der Rückrunde ihre gute Ausgangsposition für die Endrunde mit Macht verteidigen wollen. Die Nendinger können trotz der hohen Niederlage in Burghausen stolz auf eine erstaunlich gute Vorrundenbilanz sein. Mit dem klaren Sieg gegen Nürnberg hat man sein Soll vorerst erfüllt und wird sich in der Rückrunde vor allem auf die Kämpfe in Nürnberg und daheim gegen Freiburg konzentrieren. Das heißt aber ganz und gar nicht, dass man die anderen Kämpfe auf die leichte Schulter nimmt. Schon in Anger werden die Nendinger versuchen, sich wieder so teuer wie möglich zu verkaufen. Interessant wird in diesem ersten Kampf der Rückrunde mit dem Stilartwechsel die Aufstellung der Mannschaften in den beiden leichten Gewichtsklassen. Sowohl Nendingen als auch Anger haben hier mehrere Optionen, die zu brisanten Duellen führen können. Schwer wird es für Nendingen in den Klassen bis 66 und 74 kg, wo man schon im Hinkampf trotz tollem Einsatz Niederlagen hinnehmen musste. Marc Buschle wird gegen den Peking-Starter Radoslaw Horbik auf Revanche für die knappe Vorrundenniederlage brennen. Andreas Miekeley bekommt es in der Klasse bis 96 kg entweder wieder mit Heiki Nabi, dem Weltmeister von 2006, oder dem polnischen Juniorenmeister Marcin Olejniczak zu tun. Und auch für Markus Eichin wird es im Freistilschwergewicht ganz schwer. Er trifft entweder wieder auf den bisher ungeschlagenen Ungarn Gergely Kiss oder dessen genauso starken Landsmann Otto Aubeli. Zum Auftakt holten die Nendinger gegen die Oberbayern 11 Mannschaftspunkte. Wenn sie auswärts annähernd so viele Punkte erreichen würden, könnte man sehr zufrieden sein.

SV Burhausen - ASV Nendingen 34:2

Artikel vom 20.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6490, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen unterliegt beim Herbstmeister in Burghausen klar mit  2:34

Die erwartet klare Niederlage hat der ASV Nendingen am Samstag beim Tabellenführer SV Wacker Burghausen mit 2:34 bezogen. Die Gastgeber hatten schon im Vorgeld klar gemacht, dass sie den Aufsteiger sehr ernst nehmen und sich „keinen Stolperstein in den Weg zur Herbstmeisterschaft“ legen lassen wollten. Deswegen traten sie auch mit ihrer stärksten Formation an, gegen die die ersatzgeschwächten Nendinger ohne wirkliche Chance waren. Ghenadie Tulbea weilte auf einem verabredeten Kurzbesuch in seiner moldawischen Heimat und Florian Schwarz konnte auch wegen seiner hartnäckigen Rippenverletzung das Gewicht nicht bringen, so dass von vornherein 8 Punkte an die Gastgeber fielen. Außerdem musste Pavel Burla, der von den rumänischen Meisterschaften mit einer Verletzung zurückgekommen war, durch Trainer Volker Hirt ersetzt werden. Aber auch in stärkster Aufstellung wäre für den ASV gegen den bärenstarken Halbzeitmeister der 1. Bundesliga nicht viel zu erben gewesen. Dennoch haben die Nendinger wohl als „sympathischer Aufsteiger“ offensichtlich doch einen guten Eindruck in Burghausen hinterlassen, und das klare Endergebnis täuscht auch etwas über den teilweise doch relativ engen Kampfverlauf hinweg.
In der ersten Begegnung lieferte Andreas Miekeley (120 kg) gegen den griechischen Olympiateilnehmer Theodoros Tounisidis einen sehr ausgeglichenen Kampf, gewann sogar eine Runde und musste sich nur mit 1:3 geschlagen geben. Auch Benjamin Raiser (60 kg) war gegen den starken Christoph Scherr nahe an einem Rundengewinn, verlor aber doch mit 0:3. Ähnlich die Situation dann in der Klasse bis 96 kg. Markus Eichin hielt sich gegen den mehrfachen EM- und WM-Medaillengewinner David Otiashvili sehr gut, zog aber doch in allen drei Runden knapp den Kürzeren. Der bisher noch unbesiegte Eugen Ponomartschuk (84 kg) hatte gegen Volker Hirt bei seinem Punktsieg ebenfalls etwas mehr Mühe, als er wohl vorher erwartet hatte. Der Burghausener Matthias Maasch (60 kg) hat sich bisher klar als zweitbester klassischer Leichtgewichtler der Liga präsentiert. Semih Bosyan konnte zunächst noch gut mithalten, konnte eine Überlegenheitsniederlage aber dann doch nicht verhindern. Höhepunkt des Abends war die ganz hart umkämpfte Auseinandersetzung zwischen dem bisher noch unbesiegten Miroslav Geshev und Marc Buschle. Letztlich war der Bulgare der etwas Glücklichere, der mit 3:1 Runden sich durchsetzen konnte. Gegen Ivan Deliverski konnte Dominik Hipp (74 kg) eine Schulterniederlage nicht vermeiden. Adrian Ozsda sah gegen Sharur Vardanyan in den ersten beiden Runden noch sehr gut aus, verlor dann aber in Runde drei doch noch deutlich. Für den ASV Nendingen gilt nun nach dem nächsten Auswärtskampf in Anger die ganze Konzentration dem Heimkampf am 1. November gegen die RKG Freiburg, gegen die man sich nur zu gerne für die knappe Vorrundenniederlage revanchieren möchte.

SV Wacker Burghausen - ASV Nendingen / Vorschau

Artikel vom 15.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6616, Kommentare: 0

ASV Nendingen vor ganz schwerer Aufgabe beim SV Wacker Burghausen

Ihren bisher sicherlich schwersten Kampf müssen die Bundesligaringer des ASV Nendingen am Samstag bestreiten. Dann sind sie nämlich zum Abschluss der Vorrunde zu Gast beim bisherigen Top-Team der Liga, dem ungeschlagenen Tabellenführer SV Wacker Burghausen. Die Bayern haben heuer sogar auswärts in Aalen und in Hallbergmoos gewonnen und sind ein ganz heißer Kandidat für die DM-Endrunde. Sie sind bisher fast immer mit der gleichen Mannschaft angetreten und haben eigentlich in keiner Gewichtsklasse einen Schwachpunkt. Miroslav Geshev (84 kg F) und Eugen Ponomartschuk ( 84 kg G) haben alle sechs Kämpfe gewonnen. Und Ivan Djorev (55 kg), Nikolay Kurtev (66 kg F) und Matthias Maasch (66 kg G) mussten bei 5 Siegen nur je eine Niederlage hinnehmen. Aber auch alle anderen Ringer, darunter der Olympiateilnehmer Theodoros Tounousidis (120 kg), gehören in die Kategorie der Extraklasse. Einen Sieg für Nendingen kann man nach Lage der Dinge bei stärkster Aufstellung der Gastgeber allenfalls Benjamin Raiser gegen Christoph Scherr oder Marc Buschle gegen den bisher aber noch unbesiegten Miroslav Geshev zutrauen. Und das wird für beide kein leichtes Unterfangen. Es wird also darum gehen, die zu erwartende Niederlage in Grenzen zu halten und den bisher erworbenen guten Ruf durch die nötige kämpferische Einstellung zu wahren.

Die zweite Mannschaft will am Samstag beim KSV Neckarweihingen die alleinige Tabellenführung behaupten. Sie darf dabei aber die Gastgeber auf keinen Fall unterschätzen, denn sie verfügen vor allem in den leichten Gewichtsklassen mit den noch ungeschlagenen Niculai Mihai, Patrik Tulai und Michal Mis über ganz starke Ringer. Dennoch gelten die Nendinger als Favoriten und wollen sich vor dem Spitzenkampf gegen den VfL Gemmrigheim nächste Woche keine Blöße geben.

ASV Nendingen - KSV Aalen 17:22

Artikel vom 14.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 11032, Kommentare: 4

Der ASV Nendingen verliert gegen Aalen nur mit 17:22 
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300 begeisterte Zuchauer erleben eine tolles Ringerspektakel

Zum erwarteten spektakulären Höhepunkt ist die Begegnung zwischen dem ASV Nendingen und dem vielfachen deutschen Mannschaftsmeister KSV Aalen 05 am Samstag geworden. Vor 1 300 begeisterten Zuschauern kamen die Nendinger in der Mühlauhalle zwar nicht um eine neuerliche Niederlage  herum. Doch wie sie sich bei der gleichen Anzahl von je fünf Siegen gegen die Favoriten von der Ostalb verkauften, nötigte auch den Aalener großen Respekt ab. Und genauso imponiert hat ihnen die Atmosphäre dieses Ringerspektakels. Bezeichnend dafür die Äußerung ihrer beiden großen Nachwuchstalente Patrick Sorg und Oliver Hug, die sich trotz ihrer Niederlagen mächtig beeindruckt zeigten: „Es ist einfach Klasse vor einer solchen Kulisse ringen zu dürfen.“ Der KSV Aalen musste auf zwei Olympiateilnehmer aus verletzungsbedingten und familiären Problemen verzichten, schickte aber dennoch angeführt von ihren Olympiamedaillengewinnern Fedorishin und Terziev eine starke, durch drei Nachwuchsringer ergänzte, Mannschaft auf die Matte. Leider ließen sie die Klasse bis 84 kg Freistil unbesetzt und so kamen die Nendinger durch ihren Starringer Marc Buschle zu vier kampflosen Punkten, da Buschles Dauerrivale Davyd Bichinashvili in die Klasse bis 96 kg aufgerückt war. Die Überraschung auf Nendinger Seite war der Einsatz von Trainer Volker Hirt, der den bei den rumänischen Meisterschaften eingesetzten Pavel Burla vertrat.
Schon am Beginn des Kampfabends stand ein absoluter ringerischer Höhepunkt. Ghenadie Tulbea und Vitalie Railean lieferten sich einen äußerst intensiv geführten Kampf, der in jeder Sekunde auf des Messers Schneide zu stehen schien. Technisch hochklassig und blitzschnell agierend zeigten sie Ringsport für Genießer. Erst in der fünften Runde konnte sich der Nendinger zum umjubelten Sieg durchsetzen und die erwarteten drei Punkte einfahren. Schneller als es Andreas Miekely lieb war, ging die Schwergewichtsbegegnung zu Ende. Obwohl er zunächst sogar in Führung ging, musste er sich vom 15 kg schwereren DM-Dritten Ralf Böhringer schultern lassen. Den Gleichstand von 6:6 schaffte dann Benjamin Raiser (60 kg), der gegen das Aalener Talent Oliver Hug sogar fast einen Überlegenheitssieg geschafft hätte. Markus Eichin (96 kg) hielt sich gegen den Olympia-Fünften Davyd Bichinashvili zwar hervorragend, doch der Aalener holte sich mit blitzschnellen Beinangriffen immer wieder die nötigen Punkte zum Sieg. Vasyl Fedorishin, Silbermedaillengewinner von Peking, stellte den ohnehin durch seine Rippenverletztung behinderten Florian Schwarz (66 kg) vor eine unlösbare Aufgabe. Der ukrainische Weltklassemann kam nach klarer Führung in der 2. Runde zum Schultersieg. Nach der Pause versuchte Volker Hirt (84 kg) bei seinem Comeback auf der Matte mit einem Sieg gegen Paul Potapov vielleicht doch noch eine Wende zugunsten der Nendinger zu erzwingen. Doch trotz seines unbändigen Kampfgeistes konnte er eine Punktniederlage gegen den Aalener nicht verhindern. Seinen lautstark bejubelten ersten Sieg dieser Saison konnte Semih Bosyan (66 kg) feiern. Gegen Patrick Sorg, den diesjährigen deutschen Juniorenmeister, kam er nach drei Runden zum verdienten Punktsieg. Nach dem kampflosen Sieg von Marc Buschle war dann vor den letzten zwei Kämpfen Nendingen plötzlich auf 14:16 Punkte herangekommen. Doch die Aalener konnten dann mit dem erwarteten Sieg von Kiril Terziev (74 kg) die Entscheidung herbeiführen. Dominik Hipp wehrte sich gegen den Bronzemedaillengewinner von Peking zwar nach Kräften, musste dann aber nach vier Minuten gegen den bulgarischen Weltklasseringer doch auf die Schultern. Mit einem hart erkämpften Punktsieg gegen Hans-Jörg Scherr konnte Adrian Ozsda mit seinem zweiten Saisonsieg das Endergebnis für Nendingen mit 17:22 Punkten noch freundlicher gestalten, als es vorher erwartet werden konnte.
Auch wenn damit nun die fünfte Niederlage für den ASV zu Buche steht. Die Nendinger haben ohne Frage bisher mit ihrem Kampfgeist auf der Matte und der Präsentation ihrer Heimkämpfe in der Bundesliga für Furore und hohen Respekt gesorgt.

ASV Nendingen - KSV Aalen 05 / Vorschau

Artikel vom 08.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6475, Kommentare: 0

An diesem Samstag wird es zu der vielleicht spektakulärsten Ringsportveranstaltung dieser Saison in der Mühlauhalle kommen. Mit dem mehrfachen deutschen Mannschaftsmeister KSV Aalen ist der wohl attraktivste Gegner des ASV Nendingen zu Gast.
Nach verletzungsbedingten Startschwierigkeiten haben die Ostälbler in den letzten beiden Kämpfen wieder zu ihrer wahren Stärke zurückgefunden. Am letzten Samstag besiegten sie den SV Hallbergmoos mit 25:14, während die Nendinger ihrerseits tags zuvor in Hallbergmoos noch 24:12 unterlegen waren. Solche Quervergleiche sind natürlich nur beschränkt aussagefähig, aber trotzdem gibt es an der klaren Favoritenrolle der Aalener keinen Zweifel. Da sich die Gäste keine Blöße geben dürfen, ist zu erwarten, dass sie mit einer ähnlich starken Mannschaft wie am letzten Kampftag auch gegen Nendingen antreten werden. Fünf in Peking hervorragend platzierte Olympiateilnehmer garantieren für Ringen auf Weltklasseniveau:
Der Ukrainer Vasyl Fedorishin (66 kg F) als Silbermedaillengewinner, der Bulgare Kirill Terziev (74 kg F) als Bronzemedaillengewinner, die beiden Olympiafünften Davyd Bichinashvili (84/96 kg F) und Nikolay Gergov (74 kg G) sowie der Olympianeunte Emzarios Bentinidis (74/84 kg F). Aber auch die anderen Mannschaftskollegen stehen diesen Stars nicht viel nach. Die besten Chancen auf einen möglichen Erfolg auf Nendinger Seite haben wohl am ehesten Ghenadie Tulbea und Benjamin Raiser. Der mit Spannung erwartete Höhepunkt wird aber wohl der Kampf von Marc Buschle sein, der entweder auf seinen Dauerrivalen Bichinashvili oder den Griechen Bentinidis trifft. In jedem Fall wird das gegen diese Weltklasseleute eine ganz harte Bewährungsprobe für das Ass des ASV Nendingen. Und vielleicht kann er nach seiner tollen Vorstellung gegen Dewangen den Favoriten das Leben schwer machen. Eine schwierige Aufgabe hat auch wieder Andreas Miekeley nach seinem Überraschungssieg im letzten Kampf. Mit Ralf Böhringer aber wartet auf ihn ein im wahrsten Sinn des Wortes schwerer Brocken. Die Nendinger werden versuchen, auf eine zweistellige Anzahl von Mannschaftspunkten zu kommen und ihren Anhängern wieder eine bestmögliche Leistung zu zeigen. Der Kampf beginnt wie üblich pünktlich um 19.30 Uhr.
Wer bei dem zu erwartenden Andrang ein Anstehen an den Kassen vermeiden will, kann auch schon in der Ticket-Box im Vorverkauf eine Tageskarte erwerben.

Im Vorkampf stehen sich ab 17.30 Uhr schon der ASV Nendingen II und der Mitaufsteiger von der KG Kirchheim/Köngen gegenüber. Die Gäste haben zwei unglückliche Niederlagen einstecken müssen, dürfen aber auf keinen Fall unterschätzt werden. Die Nendinger sind bisher klar auf Aufstiegskurs und wollen das mit einem weiteren Sieg demonstrieren.
Davor kommt es ab 16.30 Uhr zu einer Auseinandersetzung der Jugendmannschaft des ASV Nendingen mit dem KSV Gottmadingen, bei der der heimische Nachwuchs favorisiert werden kann.

ASV Nendingen - KG Dewangen/Fachsenfeld 18:21

Artikel vom 06.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6816, Kommentare: 0

Eine Niederlage, die Mut macht. – Nach großem Kampf verliert Nendingen gegen Dewangen nur ganz knapp.

 

Nach einem denkwürdigen und dramatischen Ringsportabend ist der ASV Nendingen zwar am Samstag der KG Dewangen/Fachsenfeld knapp mit 18:21 unterlegen. Von Niedergeschlagenheit war bei den Nendingern danach aber trotzdem nicht die Rede. Im Gegenteil, das war eine Niederlage, die noch mehr Mut macht.
Man hatte einen Gegner, der letztes Jahr immerhin die Endrunde der deutschen Meisterschaft erreicht hatte, ins Wanken gebracht. 18:18 stand es vor dem letzten Kampf, ehe die Gäste mit einem Sieg doch noch die Wende zu ihren Gunsten erzwangen.
1200  begeisterte Zuschauer brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn ihnen wurde eigentlich alles geboten. Selbst Antonio Silvestri, der Kampfrichter-Referent des DRB, der die Begegnung höchstpersönlich und souverän leitete, war von der „tollen Wettkampfatmosphäre“ begeistert.
Mann des Tages aus Nendinger Sicht war diesmal Andreas Miekeley. Den klar favorisierten polnischen Spitzenringer Marek Szustek bezwang er in einem engagierten Kampf unerwartet nach Punkten. Weniger überraschend die Siege von Ghenadie Tulbea und Marc Buschle, die aber beide das Publikum durch eine überlegene und glänzende Kampfführung überzeugten.
Nicht unbedingt zu erwarten waren dagegen die beiden Siege von Pavel Burla und Bastian Bentz, die mit ihren Erfolgen die Gäste an den Rand einer Niederlage brachten. Schon die ersten beiden Kämpfe lösten bei den Zuschauern Begeisterung aus.
Wie Ghenadie Tulbea (55 kg) den gewiss nicht schlechten Paul Penner bis zu seinem Schultersieg auspunktete, war wirklich Spitzenklasse. Viel zäher dann erwartungsgemäß der Kampf im Schwergewicht zwischen Andreas Miekeley und Marek Szustek. Überraschend bot der Nendinger seinem kraftstrotzenden Gegner Paroli, ehe er mit einer Wertung in der 4. Runde endgültig gar den Punktsieg einfahren konnte. Der bisher unbesiegte polnische Meister Mariusz Los (60 kg) erwies sich auch für einen Benjamin Raiser in Hochform als zu stark. Immerhin konnte der Nendinger aber eine Runde für sich entscheiden. Etwas unglücklich war Markus Eichin (96 kg) nach seinem Kampf. Hochmotiviert war er in die Begegnung mit Dragomir Stoichev gegangen. Trotz allen Bemühens holte sich der Bulgare taktisch sehr klug ringend aber in allen drei Runden den jeweils einen entscheidenden Punkt zum knappen Sieg. Unter Wert musste sich Florian Schwarz (74 kg) gegen den bisher ebenfalls noch unbesiegten polnischen Vizemeister Lukasz Goral geschlagen geben. Zu seiner schmerzhaften Rippenprellung kam während des Kampfes noch eine Ohrenverletzung, so dass er trotz allen Einsatzes eine Überlegenheitsniederlage nicht vermeiden konnte. Pavel Burla (84 kg) kommt immer besser in Schwung. Er stand gegen Lars-Rene Schmidt sogar kurz vor einem Überlegenheitssieg, ehe er durch eine Unachtsamkeit doch noch eine Runde abgab. Entscheidend für den Sieg der Gäste war die Tatsache, dass sie im Leichtgewicht nach Ablauf seiner Rotsperre am Samstag erstmals wieder Edward Barsegjan aufbieten konnten. Gegen diesen Klassemann konnte Semih Bosyan, dazu noch mit dem Handicap einer Handverletzung, eine Niederlage nicht vermeiden. In den letzten drei Kämpfen aber bebte dann die Halle. Zunächst brannte Marc Buschle in bester Ringerlaune schon von der ersten Runde an ein Feuerwerk von Griffen ab, die Halil Meral mit nicht weniger als 17 Punkten in Rückstand brachten. Die beiden letzten Kämpfe mussten so die Entscheidung bringen. Bastian Bentz (74 kg) zeigte sicherlich einen seiner bisher besten Kämpfe, als er Ronny Sauter in fünf Runden bezwingen konnte. Im entscheidenden letzten Kampf war Adrian Ozsda zwar im Standkampf immer aktiver, musste aber in der Unterlage gegen seinen polnischen Gegner Krzysztof Kowalski jeweils einen Punkt abgeben. Damit hatte Dewangen doch noch den Sieg gerettet, die Nendinger Mannschaft konnte sich aber trotzdem für eine überzeugende Leistung von ihren Anhängern feiern lassen.
Der nächste Ringerhöhepunkt steht schon am kommenden Samstag in der Mühlauhalle an, wenn der mehrfache deutsche Mannschaftsmeister KSV Aalen zu Gast ist.

 

SV Hallbergmoos - ASV Nendingen 24:12

Artikel vom 04.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6704, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen hat sich gestern Abend beim Tabellenzweiten SV Hallbergmoos mit 12:24 geschlagen geben müssen. Dennoch war Trainer Volker Hirt mit seinen Ringern sehr zufrieden: „Hallbergmoos hat mit einer viel stärker besetzten Mannschaft gerungen als bisher. Und da hat sich meine Mannschaft sehr gut verkauft. In einigen engen Kämpfen wäre mit etwas Glück durchaus noch ein Sieg oder weitere Rundengewinne drin gewesen.“
Für den Höhepunkt des Kampfes aus Sicht der Nendinger sorgte Marc Buschle, der einen seiner härtesten nationalen Konkurrenten nach 56 Sekunden auf die Schultern legte. Ghenadie Tulbea siegte gegen einen ohnehin zu schweren Gegner klar und Benjamin Raiser und Pavel Burla verloren nur äußerst knapp mit jeweils 2:3 Runden. Aber auch in allen anderen Begegnungen war für die Nendinger durchaus der Erfolg in der einen oder anderen Runde möglich.
Nach dem Überlegenheitssieg von Ghenadie Tulbea gegen den jungen Mathias Fritsch hielt sich Andreas Miekeley gegen den Litauer Mindaugas Ezerskis hervorragend. Obwohl er im Stand der aktivere Ringer war, musste er aber in Runde 2 und 3 zuerst in die Unterlage und verlor so jeweils mit 1:1. Gespannt war man auf die Auseinandersetzung zwischen dem bisher ungeschlagenen Benjamin Raiser (60 kg) und dem finnischen EM-Fünften Jani Haapamäki. Raiser war trotz guter Leistung diesmal am Boden vielleicht nicht aggressiv genug und musste sich nach zwei Rundengewinnen gegen den Favoriten in Runde 5 doch noch mit 2:3 Punkten geschlagen geben. Äußerst umstritten auch der Kampf von Markus Eichin gegen William Harth. Doch auch hier hatte der Heimringer dreimal hauchdünn die Nase vorn. Mit dem Handicap einer schmerzhaften Rippenverletzung ging Florian Schwarz (66 kg) in den Kampf gegen den DM-Dritten Steffen Lübke. „Lotte“ hielt trotzdem sehr gut mit und führte auch in Runde 2 und 3. Am Rundenende setzte sich Lübke dann aber jeweils doch noch durch. In der Klasse bis 84 kg (G) bot Hallbergmoos erstmals den Finnen Kim-Jussi Nurmela auf. Pavel Burla hielt sich glänzend gegen diesen routinierten Klassemann. Er gewann sogar die erste und dritte Runde und musste in der Schlussrunde sich nur bei Gleichstand von 1:1 denkbar knapp geschlagen geben. Für den verletzten Semih Bosyan rückte diesmal Valentin Lupu in die erste Mannschaft. Gegen den bulgarischen EM-Zweiten machte er trotz Gewichtsnachteil seine Sache hervorragend und gab nur in der Bodenlage gegen den mit Ausheber punktenden Gegner die Punkte ab. Konstantin Völk, von vielen als kommender Mann in der Klasse bis 84 kg gehandelt, musste seine Träume von einer Revanche für die DM-Niederlage gegen Marc Buschle schnell beenden. Das Nendinger Ass kam schon spektakulär in der 1. Minute mit seinem Spezialgriff zum umjubelten Schultersieg. Auch Bastian Bentz (74 kg) machte gegen den früheren Vize-Europameister Akos Wöller einen tollen Kampf. Er hätte einen Rundengewinn sehr wohl verdient gehabt, musste sich aber mit jeweils einem Punkt geschlagen geben. Adrian Ozsda (74 kg G) war im Stand immer der aktivere Ringer gegen Aleksandr Kazakevic, doch der zeigte seine überlegene Klasse dann im Bodenkampf.
Wenn die Nendinger jedoch heute Abend gegen die KG Dewangen ähnlich stark auftreten wie in Hallbergmoos, dann liegt vielleicht durchaus eine Überraschung in der Luft.

ASV Nendingen in Hallbergmoos (3.10.) und daheim gegen Dewangen (4.10.)

Artikel vom 01.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6675, Kommentare: 0

Die Pflicht ist erfüllt, jetzt kommt die Kür. Mit ihrem klaren Sieg gegen Nürnberg haben die Nendinger Ringer ihre „Pflichtaufgabe“ mit Erfolg gelöst. Nun kommt in den nächsten Kämpfen die Kür, bei der die Schützlinge von Trainer Volker Hirt eigentlich nichts zu verlieren haben. Für den Kampf am Freitag, 3.Oktober, beim SV Siegfried Hallbergmoos fällt eine Vorhersage sehr schwer. Die Oberbayern haben einen Kader mit 15 ausländischen Spitzenringern, die sie aber nur sporadisch einsetzen können. Falls sie mit ihrem stärksten Aufgebot antreten, hat Nendingen natürlich kaum eine Chance auf einen Sieg. Geben sie sich aber eine Blöße, dann wird der ASV seine Möglichkeiten nutzen. Höhepunkte werden sicherlich die Kämpfe zwischen Benjamin Raiser und dem finnischen EM-Fünften Jani Haapamäki, Florian Schwarz und dem DM-Dritten Steffen Lübke, Andreas Miekeley und dem Bronzemedaillengewinner von Peking Mindaugas Mizgaitis sowie die Begegnung zwischen Marc Buschle und Konstantin Völk sein, den er bei der DM in Ehningen besiegen konnte. Für die ASV-Anhänger gibt es natürlich wieder eine Mitfahrgelegenheit mit dem Bus, der um 10 Uhr am Ringerlokal abfährt.
Schon tags darauf kommt es am Samstag, 4.Oktober, in der Mühlauhalle zum Kampf gegen die KG Dewangen/Fachsenfeld. Die Ostälbler wollen sich unbedingt zumindest mit Platz 5 für die Endrunde qualifizieren. Deswegen werden sie alles daran setzen, beim Aufsteiger beide Punkte zu holen. Am letzten Samstag konnten sie drei ihrer polnischen Ringer wegen der nationalen Meisterschaften nicht einsetzen und wurden daher in Hallbergmoos unter Wert geschlagen. Gegen Nendingen wollen sie aber wieder in Bestbesetzung antreten und werden dann nur schwer zu bezwingen sein. Vor allem Benjamin Raiser, Florian Schwarz und Adrian Ozsda stehen gegen die bisher unbesiegten Polen Mariusz Los, Lukasz Goral und Krzystof Kowalski vor einer schweren Bewährungsprobe. Schwere Brocken haben auch Markus Eichin und Andreas Miekeley mit Dragomir Stoichev und Marek Szustek vor sich. Während Ghenadie Tulbea und Marc Buschle gegen Paul Penner und Halil Meral als Sieger erwartet werden können, sind die Dewanger Ronny Sauter (74 kg) und Lars-Rene Schmidt (84 kg) trotz leichter Favoritenrolle wohl nicht unschlagbar. Wenn die Gäste aber in der Klasse bis 84 kg im klassischen Stil ihren Olympiasieger von Peking, den Italiener Andrea Minguzzi, aufbieten, dann wäre der natürlich die Attraktion des Abends. Man kann am Samstag also wieder mit tollen Kämpfen rechnen und der Nendinger Anhang wird sicher erneut für stimmungsvolle Unterstützung sorgen. Kampfbeginn in der Mühlauhalle ist um 19.30 Uhr. Wie bei jedem Heimkampf wird der Ringerzug (Abfahrt 18.30 Uhr in Fridingen) Zuschauer wieder kostenlos zur Halle bringen.                                                                                         
Im Vorkampf ab 17.30 Uhr schon stehen sich am Samstag in der Mühlauhalle der ASV Nendingen II und der AV Hardt gegenüber. In diesem Bezirksderby gelten die Nendinger als Favoriten und wollen mit einem Heimsieg die Tabellenführung verteidigen. Nach ihren tollen Erfolgen bisher hofft unsere Zweite daheim auf zahlreiche Unterstützung ihrer Fans.

ASV Nendingen - SV J. Nürnberg 33:4

Artikel vom 28.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7042, Kommentare: 0

Mit Kantersieg gegen Nürnberg dem Klassenerhalt schon näher

Die Ringer des ASV Nendingen sind ihrem Saisonziel des Klassenerhalts in der 1. Bundesliga ein großes Stück nähergekommen. Im Kampf gegen den SV Johannis Nürnberg haben sie die Franken vor 1100 begeisterten Zuschauern mit nicht weniger als 33:4 Punkten deklassiert. Auch wenn die Nürnberger ihre drei nicht zugelassenen Ausländer hätten einsetzen können, gegen die hochmotivierten Nendinger wären sie am Samstag dennoch chancenlos geblieben. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass der ASV-Kader bestens vorbereitet und hervorragend eingestellt in diese erste Saison in der 1. Liga gegangen ist.
Die mustergültige Präsentation der Kämpfe in der Mühlauhalle und die tolle Unterstützung durch die Fans haben auch diesmal wesentlich dazu beigetragen, dass sich der ASV Nendingen derzeit tatsächlich als erstklassig darstellt.
Wenn man aus der insgesamt überzeugenden Nendinger Mannschaft jemanden hervorheben will, dann müsste man auf jeden Fall Benjamin Raiser und Florian Schwarz nennen. Der begeisternde Kampf von „Lotte“ Schwarz war auch diesmal wieder ein Höhepunkt des Abends. Und was Benjamin Raiser mit seinen drei Siegen in drei Kämpfen ohne jeden Rundenverlust gegen starke Gegner bisher gezeigt hat, ist einfach fabelhaft. Am Samstag musste sogar Tim Schleicher, der diesjährige deutsche Meister und Vize-Europameister der Junioren die physische und psychische Stärke von Benjamin Raiser anerkennen.
In der Klasse bis 55 kg stellten die Nürnberger gegen den ohnehin klar favorisierten Ghenadie Tulbea keinen Gegner. Auch im Schwergewicht kamen die Nendinger durch Andreas Miekeley zu vier Punkten, als er gegen den jungen Alexander Baumeister einen klaren Überlegenheitssieg herausrang. Hatte man damit noch gerechnet, so kam der anschließende Sieg von Benjamin Raiser (60 kg) doch überraschend. Auch wenn die klassische Stilart nicht gerade die Spezialität seines Gegners Tim Schleicher ist, so hatte der in der vorigen Woche doch auch in diesem Stil überzeugt und den finnischen EM-Fünften besiegt. Ein hervorragend eingestellter Benjamin Raiser ließ dem sieggewohnten Nürnberger aber in allen drei Runden keine Siegchance. Wenig Mühe hatte Markus Eichin (96 kg F) mit Fabian Appel. Schneller und beweglicher als in seinen ersten Kämpfen punktete er den Franken klar aus. In einem Kampf, den man vorher für völlig offen gehalten hatte, kam Florian Schwarz (66 kg F) gegen Marco Dürmeier, immerhin Vierter der Junioren-DM, zu einem unerwartet klaren Sieg, mit dem er seine derzeit glänzende Form unterstrich. Den sensationellen Pausenstand von 18:0 baute danach Pavel Burla (84 kg G) mit seinem ersten Saisonsieg weiter aus. Bastian Wohlfahrt lag gegen den stark auftrumpfenden Rumänen schon vor seiner Aufgabe klar im Rückstand. Vom kräfteraubenden Gewichtmachen geschwächt musste Semih Bosyan (66 kg G) den Gästen den einzigen Sieg überlassen. Trotz Gewinns der ersten Runde konnte er Marco Greifelt den knappen Punktsieg nicht streitig machen. Völlig überfordert schien Florian Böhm im Kampf gegen Marc Buschle (84 kg F). Das Nendinger Ass kam in der 2. Runde nach klarer Führung zu einem schnellen Schultersieg. Stark dann auch die Vorstellung von Dominik Hipp (74 kg F). Gegen den mehrfachen früheren deutschen Jugendmeister Mario Besold setzte er sich in allen drei Runden unerwartet deutlich durch. Das Endresultat stellte Adrian Ozsda (74 kg G) mit seinem Sieg gegen Sebastian Krieger her. Die 1. Runde gab er etwas unglücklich ab, dominierte seinen Gegner aber dann sehr deutlich. Mattenleiter Claudio Bibbo bot eine tadellose Leistung.
Am nächsten Wochenende kommen nun auf die Nendinger mit dem Auswärtskampf in Hallbergmoos am Freitag und dem Heimkampf gegen die KG Dewangen/Fachsenfeld zwei schwere Bewährungsproben zu.

ASV Nendingen - SV Nürnberg / Vorschau

Artikel vom 24.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6902, Kommentare: 0

Großkampftag in der Mühlauhalle – Schlüsselkampf ASV Nendingen gegen SV Nürnberg
Gleich mit drei Mannschaften werden die Ringer des ASV Nendingen am Samstag in der Mühlauhalle einen Großkampftag bestreiten. Im Mittelpunkt steht natürlich das für die Nendinger so wichtige Duell gegen den SV Johannis Nürnberg.
Dieser Kampf hat ohne Frage eine vorentscheidende Bedeutung im Ringen um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga. Und die Nendinger wollen hier natürlich erstmals in dieser Saison als Sieger von der Matte gehen. Doch darf der Gegner aus dem Frankenland keinesfalls unterschätzt werden. Wohl fehlen ihnen die als Verstärkung gedachten ausländischen Neuzugänge. Doch haben sie auch in der letzten Saison nur mit deutschen Ringern den Klassenerhalt geschafft. Überhaupt bilden die Nürnberger ein durchaus sympathisches Gegenmodell zu vielen anderen, überwiegend mit Ausländern gespickten, Bundesligamannschaften. Am letzten Samstag standen allein sechs Ringer im Alter zwischen 16 und 19 Jahren aus dem eigenen Nachwuchs auf der Matte.
Sie werden angeführt von Tim Schleicher, der in diesem Jahr schon besonders erfolgreich war. Im Freistil der Klasse bis 55 kg wurde er in Ehningen deutscher Meister und holte dann bei der Junioren-EM die Silbermedaille. Er hat dieses Jahr schon Ghenadie Tulbea besiegt, wird aber wohl gegen Nendingen in der Klasse bis 60 kg erwartet. Auf diesen Kampf gegen den bisher zwei Mal siegreichen Benjamin Raiser darf man natürlich besonders gespannt sein. Im Fliegengewicht wird wohl der deutsche Jugendmeister Fabian Schmitt antreten und versuchen gegen Ghenadie Tulbea zu bestehen. Auch in der Klasse bis 66 kg kämpfen mit Marco Dürmeier im Freistil (DM-Vierter der Junioren) und Sven Dürmeier (DM-Vizemeister der Junioren) im klassischen Stil zwei Talente, die Florian Schwarz und Semih Bosyan alles abverlangen werden.
Eine relative Schwäche der Nürnberger liegt sicherlich in den vier schweren Gewichtsklassen. Dennoch freute sich ihr Trainer Christian Graupeter nach dem letzten Kampf über „eine tolle Moral“ seiner Ringer und eine Nürnberger Zeitung sprach von einer „Niederlage, die Mut macht“. Aber die Nendinger müssen für diese Begegnung als Favoriten gelten. Gestärkt durch ihr gutes Auftreten in den ersten beiden Kämpfen wollen sie nun am Samstag den ersten Saisonsieg einfahren und einen Grundstein für den Klassenerhalt legen. Vor diesem um 19.30 Uhr beginnenden Bundesligaduell stehen schon die Ringer des ASV Nendingen II ab 17.30 Uhr auf der Matte. Als Tabellenführer treffen sie mit dem Mitaufsteiger ASV Möckmühl auf jene Mannschaft, die ihnen in der Aufstiegsrunde die einzige Niederlage beigebracht hat. Angeführt von Sven Rauhut verfügen die Gäste über eine Mannschaft, die den Gastgebern einen Sieg schwer machen will. Doch die Nendinger „Zweite“ ist dieses Jahr so stark besetzt, dass man den Ringsportfreunden einen Besuch auch dieses Kampfs nur wärmstens empfehlen kann.
Ab 16.30 Uhr schon geht der Nendinger Nachwuchs auf die Matte. Am letzten Samstag wurden die ersten beiden Kämpfe gegen die KG Baienfurt und die TG Stockach gewonnen. Jetzt wollen die vielversprechenden Talente gegen den KSV Wollmatingen die Tabellenführung verteidigen.
Auch diesmal wird der Ringerzug Zuschauer aus dem Donautal und vom Heuberg kostenlos direkt zum Bundesligakampf an die Mühlauhalle bringen. Abfahrt des Zuges ist um 18.30 Uhr in Fridingen. Zusteigmöglichkeiten sind in Mühlheim 18:36, Stetten 18.37 und Nendingen 18.39 Uhr.
 

RKG Freiburg 2000 - ASV Nendingen 19:18

Artikel vom 22.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7054, Kommentare: 0

Um ein Haar hat der ASV Nendingen am Samstag eine Sensation in Freiburg verpasst. Bei ihrer hauchdünnen Niederlage mit 18:19 Punkten gegen die RKG 2000 präsentierten sich die Nendinger Ringer aber noch stärker als im Kampf gegen Anger. Die Freiburger galten nach ihrem Sieg in Hallbergmoos als klare Favoriten, konnten aber den Kampf gegen die lange führenden Nendinger erst im allerletzten Kampf doch noch zu ihren Gunsten wenden. Vor der dürftigen Kulisse von 280 Zuschauern waren es die Gäste, die lange Zeit dominierten. Angepeitscht von den über 100 Nendinger Fans bewiesen die Schützlinge von Trainer Volker Hirt einmal mehr eindrucksvoll, dass sie in der 1. Liga sehr wohl mithalten können. Ghenadie Tulbea, Benjamin Raiser, Florian Schwarz und Marc Buschle gewannen ihre Kämpfe ohne Rundenverlust. Aber auch Markus Eichin, Semih Bosyan, Pavel Burla und Andreas Miekeley holten mit Rundengewinnen wertvolle Mannschaftspunkte. Dass es am Ende doch nicht ganz zur großen Überraschung reichte, lag sicher nicht an den Nendinger Fans, die wieder mit toller Unterstützung ihre Ringer anfeuerten und zeitweise fast eine Heimkampf-Atmosphäre herstellten. Wie schon in der Vorwoche sorgte Ghenadie Tulbea mit einem ganz abgeklärt herausgerungenen Überlegenheitssieg gegen den Bulgaren Stoyko Rusev für einen idealen Start. Andreas Miekely hielt sich gegen den EM-Zweiten Balasz Kiss ganz hervorragend. Er nahm dem Ungar sogar eine Runde ab und verlor nur knapp mit 1:3. Für eine weitere Überraschung sorgte Benjamin Raiser (60 kg). Glänzend eingestellt kam er gegen den polnischen Meister Pawel Kramarz zu einem vorher nicht zu erwartenden 3:0 Sieg. Dramatisch dann auch der Kampf von Markus Eichin (96 kg). Mit letzter Kraft glich er gegen Daniel Bona zum 2:2 Rundengleichstand aus. Fast hätte er auch in der 5. Runde in letzter Sekunde den Sieg noch geschafft, doch so musste er den Kampf gegen den ungarischen Ringer mit 2:3 abgeben. Einen seiner bisher wohl besten Kämpfe machte Florian Schwarz (66 kg) gegen den Bulgaren Rumen Kolev. Taktisch hervorragend eingestellt, konzentriert und überlegt ringend holte er sich alle drei Runden und sorgte für die sensationelle Pausenführung von 13:6 Punkten.              
Danach zeigte Pavel Burla (84 kg) gegen Jury Witt zwar eine Leistungssteigerung und holte sich die erste Runde. Dennoch musste er den Kampf mit 1:3 abgeben. Das gleiche Bild dann auch in der Klasse bis 66kg G. Semih Bosyan gewann Runde eins, musste dann aber doch die Überlegenheit des ungarischen Ringers Ede Komaromi anerkennen. Fast hätte Marc Buschle (84 kg F) dann mit einem 4-Punkte-Sieg gegen Viktor Reh sogar für eine gewisse Vorentscheidung sorgen können. Doch der Freiburger war rein defensiv eingestellt nur auf Schadensbegrenzung bedacht und so fehlten Marc Buschle drei Punkte zum Überlegenheitssieg. Nach verlorener ersten Runde hatte sich Dominik Hipp (74 kg F) sehr gut auf Vitali Wagin eingestellt, kämpfte hervorragend und gab nur drei Punkte zum Stand von 18:15 für Nendingen ab. Die Nendinger Hoffnungen auf einen Sieg oder ein Unentschieden machte dann der Freiburger Eduard Kratz (74 kg G) schnell zunichte. Was immer auch Adrian Ozsda versuchte, sein Gegner hatte die bessere Antwort parat und sicherte mit einem Überlegenheitssieg doch noch den Sieg für seine Mannschaft.       
Für die Nendinger ist diese ehrenvolle Niederlage überhaupt kein Grund die Köpfe hängen zu lassen. Am nächsten Samstag kommt für sie beim Heimkampf gegen den SV J.Nürnberg der vorentscheidende Kampf um den Klassenerhalt, dem sie nach dieser Leistung selbstbewusst entgegenblicken können.

RKG Freiburg 2000 - ASV Nendingen / Vorschau

Artikel vom 18.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7312, Kommentare: 0

Eine äußerst unangenehme Aufgabe wartet auf die Ringer des ASV Nendingen am Samstag in Freiburg. Hatte man im Vorfeld sich noch einige Chancen ausgerechnet, im Breisgau eventuell einen Überraschungscoup zu landen, so haben sich diese Aussichten nach dem glänzenden Auftritt der Freiburger in Hallbergmoos am letzten Wochenende deutlich verschlechtert. Mit ihrem Sieg bei einem der Favoriten hat die RKG ihre diesjährige Leistungsstärke eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das heißt nicht, dass die Nendinger völlig chancenlos sind. Sie werden natürlich genau wie gegen Anger ihr Bestes zu geben. Dabei haben erneut Andreas Miekeley und Markus Eichin in den schweren Gewichtsklassen ganze harte Brocken vor sich. Markus Eichin trifft auf Daniel Bona, den EM-Zweiten von 2006, und Andreas Miekeley hat es mit Balasz Kiss zu tun. Der vorher für Schorndorf startende Ungar war EM-Dritter im letzten Jahr und hat in Hallbergmoos gegen den Olympiadritten von Peking nur ganz knapp verloren. Aber auch in allen anderen Gewichtsklassen haben die Freiburger durchwegs starke Ringer aufzubieten. Zwar gilt Marc Buschle als Favorit gegen Viktor Reh, aber auch der hat beispielsweise bei seinem Sieg beim Großen Preis von Baden-Württemberg in Baienfurt dieses Jahr schon überzeugt. Auch Ghenadi Tulbea hat mit dem Bulgaren Styko Rusev (vorher Ketsch) kein leichtes Spiel. In allen anderen Klassen müssen die Freiburger favorisiert werden. Aber vielleicht können Benjamin Raiser gegen Pawel Kramarz, Florian Schwarz gegen Rumen Kolev, Semih Bosyan gegen Ede Komaromi, Dominik Hipp gegen Vitali Wagin oder Adrian Ozsda gegen Eduard Kratz  für die eine oder andere Überraschung sorgen. Aber auch Pawel Burla hat gegen Jury Witt, der letzte Woche gegen den Olympiateilnehmer Venckaitis nur 0:1 verlor, einen ganz schweren Stand. Die Nendinger Ringer hoffen auf die Unterstützung durch zahlreiche Fans. Vielleicht können sie ja den Kampf in Freiburg stimmungsmäßig zu einem „Heimkampf“ machen. Der Bus fährt ab am Samstag um 14.30 Uhr am Ringerlokal. Anmeldungen sind noch möglich bei Reiner Schilling (Tel 07463  -1394).

ASV Nendingen - SC Anger 11:24

Artikel vom 14.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6896, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen hat seinen Auftaktkampf in der 1. Bundesliga zwar erwartungsgemäß gegen die Spitzenmannschaft des SC Anger mit 11:24 verloren. Die wichtigere Erkenntnis am Samstag in der mit 1 300 Zuschauern ausverkauften Mühlauhalle aber war, dass man durchaus auch gegen ein solches mit Weltklasseathleten gespickten Team bestehen kann. Nach einem furiosen Start mit zwei Siegen in den leichten Gewichtsklassen und einem Gleichstand von 9:9 Punkten zur Pause dachte wohl sogar manch einer an die Möglichkeit einer kleinen Sensation. Die Bayern rückten aber nach der Pause mit 5 Siegen die Maßstäbe doch wieder zurecht und sicherten sich routiniert den verdienten Sieg. Aber auch sie kamen nicht umhin, nach dem Kampf dem Aufsteiger ihre Anerkennung auszusprechen. „Einen so tollen Rahmen eines Bundesligakampfes habe ich in den letzten Jahren nicht erlebt“, zeigte sich Gästetrainer Christian Kloucek schwer beeindruckt. Doch es war nicht nur das fantastische Ambiente in der proppenvollen Halle, das den Nendingern so viel Lob einbrachte, sondern es war auch die Leistung der Ringer auf der Matte, die überzeugte. Vor allem in der ersten Hälfte des Abends wurde die Stimmung geradezu euphorisch, als in den ersten 5 Kämpfen kein Unterschied zwischen dem letztjährigen Spitzenreiter der Bundesliga und dem Aufsteiger festzustellen war.
Einen geradezu optimalen Einstieg in die Nendinger Mannschaft feierte der moldawische Neuzugang Ghenadi Tulbea im Fliegengewicht. Zwar musste er die 2. und 4. Runde gegen seinen sieggewohnten bulgarischen Gegner Krasimir Krastanov abgeben. Im 5. Durchgang aber ließ er mit zwei spektakulären Beinangriffen sein Können aufblitzen und zwang den Angerer im Jubelsturm der Zuschauer sogar auf die Schultern. Auch Andreas Miekeley (120 kg G) zeigte gegen den Estländer Heiki Nabi, Weltmeister 2006, eine absolute Klasseleistung und gab sich in allen drei Runden nur jeweils knapp geschlagen. Für eine weitere Steigerung der Stimmung sorgte dann Benjamin Raiser (60 kg G). In der letzten Saison hatte er gegen Christopher Geiger (damals noch Mietraching) zwei Niederlagen einstecken müssen. Diesmal brannte er auf Revanche und ging entsprechend motiviert auf die Matte. Dass er aber alle drei Runden für sich entscheiden würde, das hatte er wohl selbst nicht erwartet. Auch Markus Eichin 96 kg F) knüpfte nahtlos an das tadellose Auftreten seiner Mannschaftskollegen an. Der „Bär von Gresgen“ zeigte keinerlei Respekt vor Gergely Kiss, dem ungarischen Olympia-Achten von Peking und unterlag nach starkem Kampf nur mit 4:6 Punkten.
Ein Hohepunkt des Abends war zweifellos die Begegnung zwischen Florian „Lotte“ Schwarz und Alexander Kropf, der eben aus Split von der Militär-WM zurückgekehrt war. In einem begeisternden Kampf zweier wieselflinker und technisch versierter Leichtgewichtler unterlag der Nendinger nur denkbar knapp in der 5. Runde. Mit einem riskanten Angriff geriet er zwar in der 2. Runde an den Rand einer Schulterniederlage. Mit einer spektakulären Aktion drehte er aber dann in der folgenden Runde einen Rückstand von 0:2 in letzter Sekunde in einen Rundensieg mit 3:2. Auch wenn es dann zum Sieg nicht ganz reichte, „Lotte“ hatte das Publikum wieder mal voll überzeugt.
Aus der Euphorie wurde nach der Pause aber schnell wieder nüchterne Realität. Zwar kämpften auch hier die Nendinger mit vollem Einsatz und Engagement. Ihre Gegner zeigten sich aber doch einen Tick cleverer und abgeklärter. Pavel Burla (84 kg G) unterlag gegen Bernhard Mayr genauso mit 0:3 wie anschließend Semih Bosyan gegen Heinz Marnette (66 kg G). Trotz aller Bemühungen des Nendingers, gegen die spektakulären Ausheber des diesjährigen deutschen Meisters und Dritten der Militär-WM vor einer Woche war auch ein Semih Bosyan in Bestform machtlos.
Marc Buschle (84 kg F) wusste aus manchen gemeinsamen Trainingseinheiten nur zu gut, welches Kaliber er mit dem polnischen Meister und Olympiastarter Radoslaw Horbik vorgesetzt bekam. Der Pole machte nach Meinung des Angerer Trainers seinen wohl besten Kampf in der Liga bisher und war immer wieder etwas schneller und cleverer. So musste das Nendinger Ass eine denkbar knappe Niederlage einstecken, die sicherlich auch mit seiner durch eine Ellbogen-OP bedingten Trainingspause erklärt werden muss. Bastian Bentz (74 kg F) ging nach guter Leistung gegen Stefan Koch zwar mit 2:1 Runden in Führung, musste sich dann aber letztlich doch knapp mit 2:3 geschlagen geben. Auch bei Adrian Ozsda (74 kg G) hatte man auf einen Rundengewinn gehofft. Doch der ungarische Klassemann Levente Füeredy zeigte sich in der Bodenlage dann doch einen Tick stärker und setzte sich in allen drei hart umkämpften Runden knapp durch.
Auch wenn er die Nendinger Fans nicht mit allen Entscheidungen überzeugen konnte, zeigte Mattenleiter Ralf Schick (Ettenheim) eine souveräne Leistung. Als Fazit dieses denkwürdigen Abends bleibt festzuhalten. Die Sensation ist zwar ausgeblieben. Der ASV Nendingen ist aber dennoch durch die Art und Weise der Präsentation dieser Veranstaltung und durch das engagierte Auftreten seiner Ringer gegen einen „Goliath“ ein absoluter Gewinner dieses Saisonauftakts.
 

ASV Nendingen - SC Anger / Vorschau

Artikel vom 10.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6912, Kommentare: 1

„Jetzt geht’s los“ – ASV Nendingen – SC Anger

Das Warten hat ein Ende. An diesem Samstag, 13. September, steigt nun der mit Hochspannung erwartete Auftakt zur 1. Bundesliga. Der ASV Nendingen als Aufsteiger empfängt dabei mit dem SC Anger gleich eine ganz hochkarätige Mannschaft. Die Bayern waren im letzten Jahr gemeinsam mit dem KSV Aalen mit 24:4 Punkten Spitzenreiter der 1. Bundesliga Süd. Und sie haben sich für diese Saison noch einmal enorm verstärkt. Wenn die Gäste mit ihrer stärksten Auswahl antreten, wird es am Samstag für die Nendinger nicht viel zu erben geben. Nicht weniger als fünf Ringer des SC Anger waren beispielsweise in Peking bei den Olympischen Spielen im Einsatz. Dazu kommen weitere Spitzenleute wie ihr Neuzugang Heinz Marnette, amtierender deutscher Meister und in der vergangenen Woche Bronzemedaillengewinner bei der Militär-WM in Split.
Ob alle diese Weltklasseleute in der Mühlauhalle tatsächlich auf der Matte stehen, wird man sehen. Aber auch wenn der eine oder andere nicht eingesetzt wird, der Kader der Bayern ist so stark, dass die Nendinger auf jeden Fall in jeder Gewichtsklasse auf absolute Klassegegner treffen werden. Volker Hirt hat aber mit seinen Mannen in der Vorbereitungsphase alles versucht. Alle sind topfit und hochmotiviert. Und mit der lautstarken Unterstützung der Fans wird vielleicht manch einer über sich hinauswachsen und für eine Überraschung sorgen.
Die endgültige Besetzung des ASV stand allerdings eine Woche zuvor noch nicht fest, denn in einigen Gewichtsklassen hat Volker Hirt erfreulicherweise die Qual der Wahl.
Im Fliegengewicht kann man auf den ersten Einsatz des moldawischen Neuzugangs Ghennadie Tulbea gespannt sein. Der frühere Europameister hat es aber vermutlich mit dem Bulgaren Krasimir Krastanow gleich mit einem ganz harten Brocken zu tun, der ihm alles abverlangen wird. Über 60 kg kann Anger gegen Benjamin Raiser oder Valentin Lupu den Dänen Anders Nyblom aufbieten, der in Peking nur am Bronzemedaillengewinner scheiterte. Florian Schwarz (66 kg F) bekommt es entweder mit dem Polen Michal Malkewicz oder mit Alexander Kropf zu tun, der letzte Woche bei der Militär-WM im Einsatz war. Dort in Split war auch Heinz Marnette mit einem 3. Platz sehr erfolgreich. Der diesjährige deutsche Meister stellt Semih Bosyan (66 kg G) natürlich vor eine ganz gewaltige Herausforderung. In der Klasse bis 74 kg F vermeldet Anger den bulgarischen Neuzugang Nikolai Paslar, der eine bisherige leichte Schwäche in dieser Klasse beheben soll. Für Dominik Hipp oder Bastian Bentz wird das ein echter Prüfstein sein. Einen ganz starken Eindruck machte Adrian Ozsda (74 kg G) im Training. Auf seinen Kampf mit Tamas Lörincz, Olympia-Achter in Peking, kann man also sehr gespannt sein. Höhepunkt des Abends könnte die Begegnung zwischen Marc Buschle (84 kg F) und dem polnischen Olympiateilnehmer Radoslaw Horbik werden. Er zählt zur europäischen Spitze und wird nur schwer zu besiegen sein. Auch in den drei oberen Gewichtsklassen wird es für Nendingen sehr schwer. Der Neuzugang Pavel Burla (84 G) trifft wohl auf Bernhard Mayr, und Markus Eichin (96 F) und Andreas Miekeley (120 G) haben es mit den Ungarn Gergely Kiss und Otto Aubeli zu tun, die beide in Peking sich als Achte glänzend platzierten.
Schon diese Aufstellung zeigt, vor welch großer Hürde die Ringer des ASV Nendingen stehen. Überspitzt könnte man sagen, hier trifft eine ehrgeizige Dorfmannschaft auf eine routinierte Weltklasseauswahl. Die Zeit der Seriensiege der letzten Jahre ist vorbei. Jetzt kommt die Zeit, in der jeder erkämpfte Punkt, jede gewonnene Runde und dann vielleicht doch auch der eine oder andere Sieg als Erfolg bejubelt werden kann. Mit ihren treuen Anhängern im Rücken werden die ASV-Ringer sicherlich ihr Bestes geben.
Die Verantwortlichen des ASV haben im Vorfeld schon ihr Möglichstes getan, um in der Mühlauhalle den geeigneten Rahmen für die Erstligakämpfe zu schaffen. Ein hoffentlich sehr zahlreiches Publikum wird dann sicherlich das Seine tun, um für die nötige Stimmung in der Halle zu sorgen. Kampfbeginn ist um 19.30 Uhr. Pünktlich um 19.20 Uhr werden aber schon die Mannschaften zur Vorstellung einmarschieren.
 

Ringer des ASV Nendingen holen sich den letzten Schliff

Artikel vom 03.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6765, Kommentare: 0

Trainingslager mit den Schweizer Freunden der RS Kriessern

Die heiße Phase der Saisonvorbereitung des ASV Nendingen hat längst begonnen. Nach einem Trainingslager in Kriessern im Juli, intensiven Trainingsabenden in Nendingen, dem Wettkampftest beim internationalen Turnier in Kriessern vor zwei Wochen wollen sich die Ringer des Kaders für die Bundes- und Landesliga nun den letzten Schliff in einem Trainingswochenende mit den Schweizer Freunden aus Kriessern holen.
Trainer Volker Hirt ist zur Zeit hochzufrieden mit Trainingsbesuch, Einsatz und Form seiner Ringer. Wer mal beim ASV-Training dabei war, konnte sich ein Bild davon machen, wie hart und engagiert hier gearbeitet wird. Kein Wunder, dass das Nendinger Ringerlokal auch immer wieder Ringer aus Tuttlingen oder Taisersdorf für ihre Saisonvorbereitung angezogen hat.
An diesem verlängerten Wochenende sind nun die Ringerfreunde aus Kriessern hier in Nendingen zu Gast. Auch sie befinden sich in der unmittelbaren Vorbereitung für ihre Saison in der Nationalliga A. Mit zwölf Ringern hat sich praktisch ihr ganzer Erstligakader angemeldet. Und sie werden genau so wie ihre Nendinger Gastgeber vom gemeinsamen Training mit qualifizierten Partnern auf der Matte profitieren.
Die erste gemeinsame Einheit auf den Matten in der alten Nendinger Festhalle ist schon für Donnerstag abends geplant. Am Freitag ist nach einem speziellen Training der Schweizer am Vormittag und einem Ausflug auf die Kartbahn in Rottweil dann am Abend eine zweite gemeinsame Trainingseinheit angesetzt. Nach einem weiterem Training am Samstagvormittag sind für den Nachmittag durchaus auch Zuschauer eingeladen, die sich ab 15.30 Uhr ein Bild davon machen können, mit welcher Intensität die Trainingswettkämpfe bestritten werden. Für Volker Hirt bringt das natürlich auch noch eine weitere Gelegenheit, nach seinen Eindrücken dann die Mannschaften für den Auftakt in der Bundes- wie auch in der Landesliga für den 13. September festzulegen. Denn mit dem erweiterten Kader hat er in verschiedenen Gewichtsklassen mehrere Optionen, die er je nach Form und Gegner nutzen kann.
Diese Saison 2008 bringt also nicht nur bei der ersten Mannschaft in der Bundesliga sondern auch in der wesentlich verstärkten zweiten Mannschaft in der Landesliga für die Ringsportfreunde die Gewähr für hochklassige und engagierte Kämpfe auf der Matte. Das Trainingswochenende wird übrigens am Samstagabend mit einem Besuch des Kampfes der Tuttlinger in der 2. Bundesliga und einer regenerativen Einheit im TuWass am Sonntagmorgen abgeschlossen.

 

Ausblick auf die 1. Bundesliga 2008

Artikel vom 01.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6934, Kommentare: 0

2005 Oberliga – 2006 Regionalliga – 2007 dann 2. Bundesliga - und 2008 nun 1. Bundesliga. Der direkte Durchmarsch des ASV Nendingen von der Oberliga in die 1. Bundesliga mutet geradezu traumhaft an. Was aber jetzt in dieser Saison auf unseren Verein zukommt, ist allerdings nichts für Träumer sondern nur für nüchterne Realisten. Man braucht sich nur einmal die mit internationalen Assen gespickten Kaderlisten der meisten Vereine anzusehen, um zu erkennen, dass der ASV Nendingen hier trotz aller Verstärkungen ein Aschenputtel unter diesen Supermannschaften ist. Aalen und Hallbergmoos beispielsweise haben in ihrem Kader je 10 Ringer, die schon Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften gewonnen haben. Da müssen wir Nendinger schon ganz bescheiden sein. Aber wir wissen ja aus den Märchen, dass auch ein Aschenputtel nicht ganz chancenlos ist.
Erklärtes Ziel wird es natürlich sein, den Klassenerhalt zu schaffen. Dafür aber finanzielle Risiken einzugehen und seine eigene Identität völlig aufzugeben, kam für die Verantwortlichen des Vereins nicht in Frage. Dass andererseits ohne gezielte und maßvolle Verstärkungen der Klassenerhalt utopisch wäre, ist offensichtlich. Mit dem bodenständigen Schwarzwälder Markus Eichin (bisher Adelhausen) ist die Lücke im Freistilschwergewicht geschlossen worden. Für die Klasse bis 55 kg im Freistil konnte der Moldawier Ghenadie Tulbea (bisher Germania Weingarten) verpflichtet werden und der Rumäne Pavel Burla (84 kg G) bietet eine Option für Tauschmöglichkeiten in den mittleren Klassen. Dazu kommt noch mit Valentin Lupu (bisher Tuttlingen) ein alter Bekannter, der ja schon seit Jahren in Nendingen trainiert und für die Klassen bis 60 und 66 kg Alternativen in der 1. und 2. Mannschaft bildet.
Mit diesen Kaderergänzungen wird die Mannschaft homogener und kann mögliche verletzungsbedingte Ausfälle leichter verkraften. Auch wird es nun zu einer engeren Verzahnung zwischen der 1. und der 2. Mannschaft kommen, von der letztlich beide profitieren werden. Aber auch die Ringsportfreunde dürfen sich in dieser Saison auf hochkarätige Kämpfe mit Weltklasseathleten freuen. Auch wenn nicht mehr so viele Siege bejubelt werden können, rechnen die Ringer in dieser Saison doch wieder mit der leidenschaftlichen Unterstützung ihrer Anhänger. Vor allem die ASV-Supporters waren in den letzten Jahren Garanten für tolle Stimmung und Anfeuerung unserer Ringer. Gerade jetzt unter den veränderten Bedingungen in der rauen Luft der 1. Liga und in der Tuttlinger Mühlauhalle sind unsere Athleten auf die Unterstützung der Zuschauer angewiesen. Nur so wird es vielleicht möglich sein, das kleine Wunder Klassenerhalt zu schaffen.

Ein Blick auf unsere Gegner:

SC Anger
Schon unser Gegner im ersten Heimkampf ist ein ganz harter Brocken. Der SC Anger war im letzten Jahr gemeinsam mit dem KSV Aalen mit 24:4 Punkten Spitzenreiter der 1. Bundesliga Süd. Neben einigen starken heimischen Ringern, wie dem deutschen Meister Heinz Marnette, haben sie 10 ausländische Eliteringer, darunter viele Ungarn, im Kader. Unter ihnen ragt der Bulgare Krasimir Krastanov (55 kg), und die Olympiastarter Anders Nyblom (55/60 G). Tamas Lörincz (1. EM 2006, 66 G)), Radoslaw Horbik (84 kg F), Gergely Kiss (96 kg F), Otto Aubeli (120 kg 3.WM2005) sowie auch Heiko Nabi (Weltmeister 2006) heraus..

RKG Freiburg 2000
Auch im zweiten Kampf in Freiburg wird es ganz schwer werden. Die Breisgauer, im letzten Jahr Tabellenfünfter, verfügen über eine sehr ausgeglichene Mannschaft und haben sich zur neuen Saison noch weiter verstärkt. Unter anderem kamen in den beiden oberen Gewichtsklassen mit dem bisherigen Schorndorfer Balasz Kiss (3.EM 2007) und dem früheren Haslacher Raimund Schulnies zwei in Nendingen wohlbekannte Ringer dazu. Vom bisherigen Stamm sind Eduard Kratz(74 kg G), der in der Bundesliga lange unbesiegt war, und Daniel Bona (2.EM 2006) besonders zu beachten.

SV Johannis Nürnberg
Die Franken haben 2007 mit einem Sieg gegen Adelhausen nur mit deutschen Ringern den Klassenerhalt geschafft. Aber auch sie haben sich nun mit einigen Ungarn wie Andras Horvath und Lajos Virag (2.WM 2005) verstärkt und wollen so Platz 5 in dieser Saison erreichen. Aber Nendingen fühlt sich hier nicht chancenlos, auch wenn die Nürnberger Mannschaft um den deutschen Meister Tim Schleicher (55 kg – 2.Junioren-EM 2008) nur schwer zu schlagen sein wird.

SV Siegfried Hallbergmoos
Die Oberbayern waren letztes Jahr Tabellendritter und wollen nun aber Aalen und Anger im Kampf um die Spitze Paroli bieten. Dafür wurde ein hochkarätiger Kader zusammengebastelt, in dem mindestens 10 Ringer für ihr Heimatland viele internationale Medaillen erkämpften und einige auch in Peking am Start waren.. Dazu gehören beispielsweise Jarkko-Ala Hukku (1.WM 2007), Akos Wöller (2.EM 2005), Valderamas Venckaitis (3. WM 2007), Mindaugas Ezerkis (3.WM 2007) sowie Mindaugas Mizgaitis (120 G), der in Peking die Bronzemedaille gewann.

KG Dewangen-Fachsenfeld
Mit der KG trifft man hier zwar auf einen in Nendingen altbekannten Verein, doch an viele Namen in der Mannschaft wird man sich erst gewöhnen müssen. Nicht weniger als 6 neue ausländische Ringer hat Dewangen für diese Saison verpflichtet, was zeigt, dass die KG diesmal höhere Ambitionen hat als Platz 6 im Vorjahr. Von den bisherigen Stammringern sind Paul Penner (55 kg), Ronny Sauter (74 kg) und Halil Meral (84 kg) in Nendingen gut bekannt. Am stärksten einzuschätzen sind aber die EM-Medaillengewinner Edward Barsegian. Lukas Goral, Rares Chintoan, der von Aalen zum Nachbarn gewechselt ist, und natürlich vor allem der überraschende Olympiasieger von Peking Andrea Minguzzi (84 G).

KSV Aalen 05
Es ist schon erstaunlich, welche Supermannschaft Aalen drei Jahre nach der finanziellen Pleite aufbieten kann. Man braucht sich nur auf der Homepage des KSV die Präsentation des Kaders mit seiner Fülle von internationalen Top-Platzierungen ansehen, um zu erkennen, dass der vielfache deutsche Mannschaftsmeister Aalen in dieser Saison wieder im Kampf um die deutsche Meisterschaft ganz vorne mitmischen will.
Bei der Fülle von wohlklingenden Namen tut es gut, dass mit Patric Nuding wenigstens ein vertrauter Aalener Name unter den 20 Ringern auftaucht. Aber ansonsten wimmelt es im Aalener Kader nur so von ausländischen Stars, von denen hier nur Vasyl Fedorishin (1.EM 2008 und Silbermedaille in Peking), Kiril Terziev (Bronze in Peking), Nikolay Gergov (1.EM 2007) und der absolute Superstar David Musulbes als vielfacher Welt- und Europameister sowie Olympiasieger genannt werden sollen.

SV Wacker Burghausen
Die Bayern gehörten 2007 mit 20:8 Punkten zu den Top 4 dieser Liga. Auch dieses Jahr dürften sie mit einer noch stärkeren Mannschaft ihr Saisonziel, das Achtelfinale, durchaus erreichen. Zu ihren wichtigsten Leistungsträgern gehören Peter Bacsi (1.EM 2008), Miroslav Geshev (2.EM 2004), Theodoros Tounousidis und David Otiashvili als mehrfache EM- und WM-Medaillengewinner.
 

20 Olympiateilnehmer gegen ASV Nendingen

Artikel vom 21.08.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6133, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen kann sich in der am 13. September beginnenden Bundesligasaison auf Weltklassegegner freuen. Nicht weniger als 20 Teilnehmer der Olympischen Spiele in Peking stehen in den Kadern der Mannschaften, die Nendingen im Herbst in der Mühlauhalle auf der Matte erwartet. Darunter befinden sich auch vier Medaillengewinner. Der für den TSV Dewangen startende Italiener Andrea Minguzzi errang überraschend die Goldmedaille in der Klasse bis 84 kg im griechisch-römischen Stil. Und im freien Stil holte der beim KSV Aalen unter Vertrag stehende Ukrainer Vasyl Fedorishin (60 kg) die Silbermedaille und sein bulgarischer Vereinskollege Kiril Terziev (74 kg) gewann Bronze. Eine weitere Bronzemedaille ging an den Litauer Mindaugas Mizgaitis, der im Schwergewicht im klassischen Stil für den SV Siegfried Hallbergmoos auf die Matte geht. Allein aus dem Kader des KSV Aalen hatten acht Ringer die Startberechtigung für Peking erreicht, von denen allerdings drei verletzungsbedingt nicht antreten konnten. Und vom SC Anger, dem Auftaktgegner der Nendinger am 13. September im ersten Heimkampf, waren fünf Ringer bei Olympia im Einsatz. Der Däne Anders Nyblom (55 kg), der Pole Radoslav Horbik als möglicher Gegner von Marc Buschle in der Klasse bis 84 kg, und die drei Ungarn Tamas Lörincz (66 kg), Gergely Kiss (96 kg) und Otto Aubeli (120 kg), die alle drei sich unter den ersten acht platzieren konnten. Man kann sich also unschwer vorstellen, vor welche Herausforderungen die Ringer des ASV Nendingen schon im allerersten Kampf gestellt werden. Neben dem ASV Nendingen ist die RKG Freiburg übrigens die einzige Mannschaft der 1. Liga Süd, die keinen aktuellen Olympiastarter aufbieten kann. Aber auch die Freiburger haben unter anderem mit Daniel Bona, dem Vizeeuropameister von 2006, und Balasz Kiss, dem EM-Dritten von 2007, einige Weltklasseringer in ihren Reihen. Da kann für die ASV-Ringer nur die Devise gelten: „Bange machen gilt nicht.“ Sie wollen die Herausforderung annehmen und freuen sich genauso wie ihre Anhänger auf hochklassige Ringkämpfe, bei denen wohl so manche ehrenvolle Niederlage wie ein Sieg gefeiert werden kann. Und wer sagt, dass Außenseiter keine Chance haben?

Bundesliga - Ergebnisse und Termine

Artikel vom 21.08.2008, Autor: Marc Buschle, Views: 7374, Kommentare: 0

Hier finden Sie Termine und Ergebnisse zur Bundesliga Saison 2008.

- Ringer-Ligadatenbank


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