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ASV Nendingen plant für die nächste Saison

Artikel vom 25.01.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4114, Kommentare: 0

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Der Kampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen wird demnächst in einem Finale zwischen dem SVG Weingarten und dem KSV Aalen entschieden. Zwei Mannschaften also aus der 1. Bundesliga West, die sich als eindeutig stärker als die Ost-Liga herausgestellt hat. Umso erstaunlicher, dass sich der ASV Nendingen in seinem 2. Jahr in der 1. Liga mit einer fast ausgeglichenen Punktebilanz im Mittelfeld gegen scheinbar übermächtige Gegner so gut geschlagen hat. Im Feld der etwas schwächeren Mannschaften aus der anderen Gruppe wäre da vielleicht sogar ein Endrundenplatz möglich gewesen. Doch auch in der nächsten Saison wird die Konkurrenz für die Nendinger zu einer großen Herausforderung. Nach dem Abstieg der RG Hausen-Zell und des KSV Seeheim kommen vermutlich mit den beiden Aufsteigern TSV Musberg und TKSV Duisdorf zwei ehrgeizige neue Mannschaften, die sich im Oberhaus unbedingt halten wollen. Und neben den vier „Großen“, die sich für die Endrunde qualifiziert hatten, werden auch wieder der ASV Mainz und der KSK Neuss einen Spitzenplatz anstreben.

Für den ASV Nendingen geht es also darum, sich in diesem Umfeld möglichst gut zu behaupten. Die Planungen für die nächste Runde laufen natürlich schon lang auf Hochtouren. Der bisherige Kader bleibt im Wesentlichen erhalten. Nur Florin Matei wird den ASV wohl verlassen und auch Konstantinos Karpouzas, der nun in seiner griechischen Heimat sich auf seine berufliche Weiterbildung konzentrieren will, spielt in den Planungen keine große Rolle mehr.Dagegen haben die in der letzten Runde erfolgreichsten Ringer wie Ghenadie Tulbea, Eduard Kratz und Sergios Solontkis schon jetzt auch für 2010 fest zugesagt. So wird also wohl der bisherige Stamm auch in diesem Jahr den Kern der Bundesligamannschaft bilden. Dazu aber bemüht sich der ASV natürlich noch gezielt um Verstärkung in einzelnen Gewichtsklassen.Denn nicht nur die 1. Mannschaft hat sich viel vorgenommen, sondern auch die „Zweite“ steht nach ihrem Aufstieg in die Oberliga vor einer ganz schweren Aufgabe.
Nach seinem freiwilligen Rückzug aus der Bundesliga muss der AB Aichhalden hier als ein Favorit angesehen werden. Dazu kommen starke Mannschaften wie der VfL Neckargartach, TSV Ehningen, KSV Aalen II, KG Dewangen/Fachsenfeld und vielleicht auch der ASV Schorndorf, der den AV Sulgen verdrängen könnte. Um gegen solche Mannschaften bestehen zu können, braucht es natürlich einen starken und ausgeglichenen Kader. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 40 Ringer in den drei Aktiven-Mannschaften des ASV Nendingen eingesetzt. Und dieser Stamm sollte möglichst sowohl in der Quantität als auch in der Qualität noch gestärkt werden.Die Planungen des ASV sind allerdings durch eine in der Entstehungsgeschichte fragwürdige Entscheidung des DRB erschwert worden. Über die kurzfristig ins Spiel gebrachte Einführung einer Toleranz von 2 kg in den Gewichtsklassen der Bundesliga hieß es im Dezember noch, sie würde erst im Februar bei der Tagung der Bundesliga entschieden werden. Inzwischen aber verlautete, dass diese neue Regelung wohl definitiv kommen werde. Das ermöglicht den Vereinen natürlich eventuell ganz neue Aufstellungsmöglichkeiten, aber stellt eben auch plötzlich neue Fragen bei der Verpflichtung von Zugängen. So wäre beispielsweise für Bastian Bentz das Gewichtmachen auf 76 kg wesentlich einfacher als bisher auf 74 kg. Oder für Marc Buschle könnte die Gewichtsklasse „84 kg“ nun wieder ein Thema sein, wenn er „nur“ auf 86 kg abkochen müsste.Eine weitere Entscheidung des DRB würde den ASV Nendingen aber noch viel gravierender treffen. Der nun veröffentlichte Terminplan des DRB sieht den Start für die 1. Bundesliga ohne vorherige Rücksprache mit den Vereinen für den 7. August vor. Das wäre in Bayern gerade zu Beginn der Sommerferien und hier in Baden-Württemberg gerade nach der ersten Ferienwoche. Was das für die Zuschauerzahlen bedeuten würde, kann man sich leicht ausmalen. Dazu käme für den ASV Nendingen ein weiteres Problem. Die Mühlauhalle ist in den Ferien wegen dringender Renovierungsarbeiten voll gesperrt. Die neue Halle in Nendingen wird frühestens im September fertig. Reiner Schilling, der ASV-Vorsitzende hat deswegen in einem dringenden Schreiben an den DRB seinem Unmut Ausdruck verliehen: „Ein Beginn der Bundesliga ohne Zuschauer, mit nur einem Teil der Ringer und ohne Halle ist absolut nicht vorstellbar.“ Ein späterer Start, wie bisher auch, wäre ohne weiteres durch weitere Doppelkampftage möglich. Man kann gespannt sein, wie der DRB auf die Klagen aus Bayern und Baden-Württemberg reagieren wird. Zumal die beiden Länder gemeinsam mehr als die Hälfte der Bundesligavereine stellen.

Katgeorien

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