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Mattensplitter 2009/03

Artikel vom 05.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 5368, Kommentare: 0

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Das vergangene Wochenende war für den ASV Nendingen ganz besonders bemerkenswert. Die Jugendmannschaft holte sich mit zwei Siegen die Tabellenführung in der Jugendbezirksliga. ASV Nendingen II erwies sich in der württembergischen Verbandsliga als Mannschaft der Stunde und liegt nach den beiden Siegen in Schwäbisch Hall und gegen Weilimdorf klar an der Tabellenspitze. Und die Bundesligamannschaft erreichte das von Trainer Volker Hirt angepeilte Wunschziel von der langen Fahrt nach Neuss und Mainz möglichst einen Sieg und damit zwei wichtige Punkte ins Donautal zu bringen.

Und fast hätte es sogar noch in Mainz einen weiteren Sieg gegeben. Das aber verhinderte zum einen der verletzungsbedingte Ausfall von Marc Buschle und zum anderen ein zumindest fragwürdiges Taktieren des ASV Mainz, das die Grenzen der Wettbewerbsverzerrung zumindest tangiert. Vor den beiden siegreichen Heimkämpfen gegen den KSV Aalen und den ASV Nendingen erklärte die Vereinsführung in aller Öffentlichkeit, dass hier zum ersten und gleichzeitig auch zum letzten Mal in dieser Saison die stärkstmögliche Mannschaft mit allen eingeflogenen ausländischen Stars aufgeboten würde. Dann aber würde sich Mainz „mangels finanzieller Möglichkeiten aus dem Play-Off-Rennen verabschieden“ und sich mit schwächerer Aufstellung auf den Klassenerhalt beschränken. Die nächsten Gegner der Mainzer werden sich freuen, die Nendinger aber bekamen noch einmal den Irrsinn der finanziellen Hochstapelei mancher Vereine zu spüren. Ob das im Sinn der sportlichen Fairness und der Wettbewerbsgleichheit ist, müsste sich vielleicht auch der DRB fragen lassen.

Ein Wermutstropfen in der Erfolgsgeschichte des ASV Nendingen am letzten Wochenende war jedoch die Schulterverletzung von Marc Buschle im Kampf in Neuss. Sie machte einen Einsatz in Mainz unmöglich und man kann nur hoffen, dass der Nendinger Spitzenringer bald wieder einsatzfähig sein wird. Zumal er in Neuss zeigte, dass er immer besser in Form kommt und dass er seiner Verletzung trotzend hervorragenden Kampfgeist im Dienst der Mannschaft demonstrierte. Außerdem übt Marc Buschle seit kurzem auch sehr engagiert die Trainerfunktion für die ASV.Jugend aus und konnte sich deswegen auch über die Erfolge seiner Schützlinge sehr freuen.

Als Trainer Volker Hirt vor 4 Jahren die Devise ausgab, die damals in der Bezirksklasse ringende zweite Mannschaft des ASV müsse den Weg in die Oberliga finden, wurde er von vielen nur belächelt. Jetzt aber nach dreimaligem Aufstieg in Folge steht die „Zweite“ nach 5 Siegen in Folge klar an der Spitze der Verbandsliga. Die Möglichkeit des nochmaligen Aufstiegs in die Oberliga wird damit immer realistischer. Wenn man bedenkt, dass die Nendinger erste Mannschaft vor vier Jahren noch in der Oberliga gerungen hat, dann wird der enorme Aufschwung der Nendinger Ringer in dieser kurzen Zeit erst richtig deutlich.

Katgeorien

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