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Mattensplitter 2009/7

Artikel vom 31.12.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 4411, Kommentare: 0

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Der Ringerkampftag am Samstag war für den ASV Nendingen in vielerlei Hinsicht ein denkwürdiges Ereignis. Rein sportlich waren natürlich die beiden Siege der 1. und 2. Mannschaft in ihren letzten Heimkämpfen schon ein schöner Erfolg. Wobei diesmal allerdings trotz des Kantersiegs der Bundesligaringer die Nendinger Zweite mehr im Blickpunkt stand. Mit ihrer Ehrung als Meister der württembergischen Verbandsliga wurde eine Erfolgsserie gewürdigt, die wohl ihresgleichen sucht. Vor 3 Jahren stieg der ASV Nendingen II in die Bezirksliga auf. Vor 2 Jahren qualifizierten sich die Donautäler dann in der Aufstiegsrunde für die Landesliga. Im letzten Jahr wurden sie ungeschlagen Meister der Landesliga. Und in dieser Saison schafften sie mit nur einer Niederlage den 4. Aufstieg in Folge in die Oberliga.

Die Erfolge der Ringermannschaften wirken sich nun aber auch immer stärker auf die Vereinsstruktur aus. Am Wochenende konnte der ASV über 20 neue Mitglieder verbuchen. Und so konnte sein Vorsitzender Reiner Schilling am Samstag das Überschreiten der Grenze von 400 Mitgliedern vermelden. Damit ist der ASV Nendingen nun der mitgliederstärkste Ringerverein im Bereich des württembergischen Ringerverbandes. Unter den neu Eingetretenen wurde nach der Bundesligabegegnung das 399., 400. und 401. Mitglied ausgelost und unter Mithilfe von Landrat Guido Wolf mit einem Geschenk bedacht.

Unmittelbar vor Weihnachten war aber noch ein anderer Aspekt von Bedeutung. OB Michael Beck rief zu Spenden im Rahmen der Aktion „Tuttlinger helfen Afrika“ auf, bei der wie auch in 31 weiteren Städten des Landes anlässlich der Fußball-WM 2010 Kindern in Afrika geholfen werden soll. Und so kam in der Mühlauhalle ein ansehnlicher Betrag für diese Aktion und die gleichzeitig durchgeführte Sammlung für Mutpol zusammen.

Und so kam es, dass Ringer-Ass Marc Buschle am Samstag mal in ganz anderer Rolle auftreten konnte. Da der TSV Asperg keinen Gegner gegen ihn stellte, kam er in der 2. Mannschaft kampflos zum Sieg. Dafür machte er sich in einem Aufruf in seiner Eigenschaft als Boschafter für Mutpol stark für die Hilfe für Kinder aus zerrütteten Familien, die durch Mutpol gerade auch an Weihnachten unterstützt werden sollen. Und dann war Marc Buschle während des Bundesligakampfes dann doch noch auch auf der Matte in Aktion, als er in einigen Verletzungspausen den notwendigen Reinigungsdienst auf der Matte übernahm.

Einen ersten zählbaren Erfolg für den Bundesligisten brachte am Samstag das von der Stadt neu eingeführte Parkleitsystem. Hier war der Hinweis auf Parkmöglichkeiten für den „Bundesligakampf am 19.12 in der Mühlauhalle“ angebracht. Davon inspiriert erschienen prompt an der Abendkasse 3 englischsprachige Campus-Studenten, die ihr Kommen zu dem ihnen bis dahin unbekannten Sportwettkampf nach den vielen interessanten Zweikämpfen auf der Matte dann auch nicht bereuten.

Einen besonderen Heiterkeitserfolg erzielte am Samstag Konstantinos Karpouzas. In der 3. Runde erlitt er eine klaffende Kopfverletzung, die mit einem Verband behandelt werden musste. Bei der enormen blonden Lockenpracht des Griechen war dieser turbanähnliche Verband für viele Zuschauer eine besondere Augenweide. Und als der ASV-Ringer unmittelbar darauf enorm aufdrehte und sogar einen Überlegenheitssieg errang, keimte in manch einem Zuschauer der Verdacht auf: „Der braucht wohl erst was auf den Kopf, bevor er seine wahre Leistung bringen kann.

Katgeorien

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