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Mattensplitter 2010/07

Artikel vom 05.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 5133, Kommentare: 0

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Im Kampf um die Endrundenplätze hat der ASV Nendingen an diesem Wochenende einen leichten Rückschlag erlitten. Da war zum einen das Unentschieden beim TSV Musberg, bei dem man natürlich nur allzu gerne zwei Punkte geholt hätte. Und dann war da noch der überraschende Erfolg der RWG Mömbris-Königshofen beim KSV Köllerbach. Man hatte bisher die RWG als einen der härtesten und vielleicht bezwingbaren Rivalen im Kampf um Platz vier angesehen. Nun aber steht die Hessen plötzlich mit 12:2 Punkten an der Spitze der 1. Bundesliga West. Die deutschen Meister der beiden letzten Jahre haben sie besiegt. Und kurioserweise haben sie ihre bisher einzige Niederlage gegen den ASV Nendingen bezogen.

Und nun könnte plötzlich der KSV Köllerbach ins Grübeln kommen, denn zum Schluss der Vorrunde hat er mit dem KSV Aalen und dem SVG Weingarten noch zwei ganz schwere Brocken vor sich. Mit Siegen in Neuss und gegen Bonn-Duisdorf könnte dann der ASV bei zwei Köllerbacher Niederlagen dann sogar zur Halbzeit vor den Saarländern stehen. Aber das sind natürlich müßige Spekulationen, denn der bisherige Saisonverlauf hat gezeigt, dass immer mit Überraschungen gerechnet werden muss und keine Mannschaft sich in Sicherheit fühlen darf.

Wie stark sich dieser Druck auf Mannschaften und Ringer auswirken kann, hat man auch am letzten Wochenende gesehen. Adrian Ozsda, der Nendinger Co-Trainer, musste in Musberg für den verletzten Eduard Kratz einspringen. Und in seinem ersten Bundesligakampf dieser Saison sah er sich plötzlich in der Situation, beim Stand von 18:16 im letzten Kampf die entscheidenden Punkte für den erhofften Sieg seiner Mannschaft zu machen. Und bei aller Erfahrung und Routine, die er fraglos hat, spielten ihm da vielleicht auch seine Nerven einen Streich. Obwohl er topfit ist und schon immer als kleines Konditionswunder gilt, war er in Musberg nach der 2. Runde mit seiner Kraft am Ende und konnte die eine Runde, die er noch gebraucht hätte, nicht mehr gewinnen.

Der verletzungsbedingte Ausfall des Siegringers Eduard Kratz am letzten Wochenende verdeutlicht auch die Notwendigkeit eines großen Kaders. Der ASV Nendingen hat in den ersten sieben Kämpfen dieser Saison schon 18 Ringer in der Bundesliga eingesetzt. Umso wichtiger ist es deshalb, dass der ASV mit seiner 2. Mannschaft in der Oberliga und auch der 3. Mannschaft in der A-Klasse für einen stabilen Unterbau und eine stetige Förderung der Wettkampfpraxis auch seiner jungen Ringer sorgen kann. Da freut es die ASV-Fans natürlich, dass die „Zweite“ in der Oberliga derzeit Dritter ist, und die „Dritte“ sogar souverän die Tabelle der A-Klasse anführt. Insgesamt 37 ASV-Ringer sind dafür bisher in dieser Saison auf die Matte gegangen. Und die Jugendmannschaft ist dabei noch nicht eingerechnet.

Katgeorien

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