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Mattensplitter 2010/10

Artikel vom 25.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6325, Kommentare: 0

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Für den ASV Nendingen geht es am Wochenende um die Wurst

Am letzten Wochenende gab es in der Bundesliga die interessante Konstellation, dass sich die drei „Großen“ mit den drei „Verfolgern“ auseinander zu setzen hatten. Und dabei behielten dann auch wieder Aalen, Köllerbach und Weingarten jeweils gegen die Herausforderer die Oberhand. Das heißt also wohl, dass wie erwartet die RWG Mömbris-Königshofen, der ASV Mainz und der ASV Nendingen sich um den verbleibenden 4. Platz für die Play-Offs streiten müssen. Und das heißt also auch, dass sich für den ASV Nendingen nach der Niederlage gegen Köllerbach die Lage zwar nicht verbessert hat, aber auch noch nichts verloren ist. Allerdings schlägt am kommenden Wochenende mit dem nächsten Doppelkampftag für den ASV die Stunde der Wahrheit. Bei der RWG Mömbris-Königshofen am Samstag und dann am Sonntag daheim gegen den ASV Mainz muss unbedingt gewonnen werden, soll ein Endrundenplatz erreicht werden. Und das wird alles andere als leicht.

Trainer Volker Hirt war nach der klaren Niederlage nicht enttäuscht. „Die Niederlage kam nicht überraschend. Aber wir haben enge Kämpfe gezeigt und keine Verletzungen erlitten. Also können wir am kommenden Wochenende gegen unsere direkten Konkurrenten voll angreifen, um unsere kleine Chance zu wahren.“ Und dann war ja auch bemerkenswert zu sehen, wie sich der Stellenwert des ASV Nendingen in der Wahrnehmung der „Großen“ geändert hat. Der ASV kann es durchaus als ein Kompliment werten, dass der deutsche Meister von 2009 mit seiner stärksten Formation antreten musste, um jedes Risiko gegen den ASV Nendingen auszuschalten.

Als ein Gewinner des Tages durfte sich Benjamin Raiser fühlen. Sein Gegner Emil Milev hatte am Samstag zuvor in Aalen gegen den deutschen Meister Christian Fetzer mit 3:1 gesiegt. Und nun setzte sich Benjamin Raiser gegen den international erfolgreichen Bulgaren seinerseits mit 3:0 durch. Dieser Triumph war nach einigen leichten Enttäuschungen in dieser Saison dem jungen Nendinger von Herzen zu gönnen.

Mit Andreas Miekeley und Yan Ceaban feierten zwei ASV-Ringer ihren Saisoneinstand. Für Andreas Miekeley war das nach einer Verletzung und langer Wettkampfpause ein durchaus geglücktes Comeback. Etwas schwerer tat sich da der Rumäne Yan Ceaban. Verunsichert wurde er auch wohl zusätzlich durch die Sprechchöre einiger Fans, die den Einsatz von Florian Schwarz forderten, der diesmal in der 2. Mannschaft aushalf.

Während des Großkampftages konnte man ab und zu auch zwei Nationaltrainer im Fachgespräch beobachten. Volker Hirt, als Greco-Trainer der Schweiz, fachsimpelte mit Nicolae Ghita, der seinerseits als rumänischer Nationaltrainer tätig ist. Nicolae Ghita, seit seiner Zeit bei der ASV Tuttlingen hier gut bekannt, ist mit Volker Hirt seit dem gemeinsamen  Engagement beim KSV Haslach befreundet. Und als Vater des ASV-Neuzugangs Viorel Ghita, war er am Samstag natürlich auch persönlich am Kampf seines Sohnes in der Nendinger Zweiten interessiert.

Zwei positive Aspekte eines interessanten Kampftages waren ebenfalls bemerkenswert. Mit der Zahl von rund 1 000 Zuschauern wurde wohl ein Saisonrekord in der deutschen Bundesliga aufgestellt. Und der Mattenleiter Ralf Schick (ASC Kappel) hatte für die Besetzung des Kampfrichtertisches beim ASV ein besonderes Lob übrig. „Ich werde eure kompetente Arbeit extra im Protokoll vermerken.“ Harald Scheuring, Artur Behr, Wolfgang Funkler und Wolfgang Knoche vernahmen diese Anerkennung mit Genugtuung.

Katgeorien

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