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Mattensplitter 2010/12

Artikel vom 08.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6663, Kommentare: 0

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Andreas Miekeley hatte am Samstag nicht unrecht: „Es gibt Tage, da läuft halt alles schief.“ In der Tat war der ASV Nendingen beim SVG Weingarten ganz und gar nicht vom Glück verwöhnt. Und das begann schon vor dem ersten Kampf. Florin Gavrila klagte schon beim Aufwärmen über Rückenprobleme. Seinen Kampf über 5 Runden stand er dann nur unter großen Schmerzen durch. Wobei sich da natürlich die Frage stellt, ob man seinen Einsatz für die Mannschaft bewundern soll oder ob es nicht besser gewesen wäre, vorzeitig aufzugeben. Aber für Florin Gavrila, dessen großes Kämpferherz schon bei seinem Abschied aus Weingarten im letzten Jahr gerühmt wurde, kam eine Aufgabe nie in Frage. Auch nach seiner Behandlung in einer Klinik in Karlsruhe wegen Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall dachte er schon wieder an die nächsten Kämpfe. Ob er die aber tatsächlich bestreiten kann, scheint wohl mehr als fraglich.

Der zweite Schock für den ASV kam dann schon im dritten Kampf. Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit seinem Gegner lag Ghenadie Tulbea plötzlich in einer großen Blutlache. Aus einer geplatzten Arterie an der Stirn rann das Blut. Das Nendinger Ringer-Ass wurde jedoch sofort von zwei Ärzten hervorragend betreut. Während der Schock im Publikum in Weingarten, wo ja auch Ghenadie Tulbea jahrelang ein beliebter Ringer gewesen war, noch wirkte, wurde er in der Kabine ärztlich bestens versorgt und genäht. Und als er kurz darauf wieder in der Halle erschien, wurde er vom erleichterten Publikum mit großem Beifall begrüßt. Wie überhaupt die Weingartener Zuschauer sich von ihrer besten Seite präsentierten und in sportlich fairer Weise ihre Ringer unterstützten. Diese Haltung zeigte sich dann auch auf der Homepage der SVG, wo sowohl im Kampfbericht als auch durch Beiträge im Gästebuch die besten Genesungswünsche für die beiden ASV-Ringer ausgesprochen wurden.

Ghenadie Tulbea will übrigens schon am nächsten Samstag im Kampf gegen den KSV Aalen wieder auf der Matte stehen. Und dann wird vielleicht auch wieder Matthias Kelch, einer der drei Sportvorstände des ASV, in Ruhe die Kämpfe seiner Mannschaft verfolgen können. In Weingarten nämlich sah er zwar den Kampf von Florin Gavrila, dann allerdings begleitete er seinen Ringer auf dem Weg in die Karlsruher Klinik und kam erst lange nach Kampfende wieder nach Weingarten zurück. Dass einige der ASV-Ringer, wohl auch etwas geschockt durch die Ereignisse, an diesem Tag so manch eine Runde „verpennten“, wie es Andreas Miekeley einräumte, bekam Matthias Kelch erst auf der Rückfahrt mit.

Für die Nendinger Bundesligaringer steht nun am Samstag der letzte der ganz schweren Kämpfe mit der Begegnung gegen den deutschen Meister KSV Aalen an. Dann aber kommen die vier letzten Kämpfe der Saison, in denen man gegen vermeintlich leichtere Gegner auch vier Siege einfahren will. Der Auftakt zu diesem „guten Schluss“ könnte schon am Sonntagnachmittag gesetzt werden, wenn in der Mühlauhalle der zweite Heimkampf des Wochenendes gegen den TSV Musberg angepfiffen wird. Und gegen die Gäste von den Fildern hat der ASV nach dem überraschenden Unentschieden im Vorkampf ja noch eine Rechnung offen.

Katgeorien

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