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Mattensplitter 2010/14

Artikel vom 22.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 6662, Kommentare: 0

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Adolf Seger, als vierfacher Europameister und zweifacher Weltmeister sicher einer der besten deutschen Ringer aller Zeiten, war wie bei allen Kämpfen des ASV Nendingen in Freiburg auch am Samstag wieder unter den Zuschauern in der Freiburger Staudingerhalle. Und es war ihm anzusehen, wie bitter dieser Tag für ihn war. Nicht nur, weil es in der Halle bitterkalt war, so dass sogar Kampfrichter Walther Wölfelschneider ins Protokoll eintragen ließ: „Sporthalle für Wettkämpfe zu kalt.“ Mehr noch betrübte ihn der Zustand der RKG Freiburg. Nach 16 Kämpfen und 16 Niederlagen Tabellenletzter in der 1. Bundesliga West und sicherer Absteiger. Zum achten Mal in dieser Saison ohne komplette Mannschaft. Und dann eine Zuschauerkulisse, in der die 60 Nendinger ASV-Anhänger bei weitem in der Überzahl waren. Alles Beweise dafür, dass es bei der RKG Freiburg 2000, einem Zusammenschluss der früheren Freiburger Traditionsvereine von Haslach und St. Georgen, gewaltig knirscht. Bleibt zu hoffen, dass nach dem Abstieg ein mutiger und erfolgreicher Neuanfang gelingen möge.

Erfreulich aus Nendinger Sicht war in Freiburg allerdings nicht nur das gute Auftreten ihrer Mannschaft, sondern auch die lautstarke Unterstützung durch die ASV-Anhänger, die so doch noch für gute Stimmung in der Halle sorgten. Die wird auch am nächsten Samstag in der Mühlauhalle nötig sein. Nachdem nun endgültig die vier Endrundenplätze vergeben sind, geht es für den ASV Mainz, den ASV Nendingen und den KSK Neuss um die Plätze 5 bis 7. Wenn nun im letzten Heimkampf des Jahres der KSK Neuss zu Gast ist, könnte sich der ASV mit einem Sieg gute Karten in diesem Dreikampf verschaffen. Da kann man einwenden, das sei ein Kampf um die berühmte „Goldene Ananas“, aber immerhin wollen sich natürlich alle Mannschaften mit einem guten Eindruck aus der Saison verabschieden.

Der KSV Aalen hat hier allerdings offensichtlich einige Sympathien verspielt. Nachdem die Aalener schon gegen Nendingen einige Leistungsträger „geschont“ hatten, traten sie am Samstag in Neuss beim 6:32 mit einer noch deutlich schwächeren Mannschaft an, aus der vielleicht nur ein oder zwei Ringer wohl in der Endrunde eingesetzt werden dürften. Da war in den Ringerforen im Internet am Sonntag natürlich gleich von „Wettbewerbsverzerrung“ die Rede. Zudem war der junge Oliver Hug Doppelstarter, da er tags zuvor schon gegen die Nendinger Zweite gerungen hatte. Der Sieg von ASV Nendingen II wurde also folgerichtig von 24:15 auf 28:11 korrigiert.

Der ASV Nendingen will an diesem Samstag beim letzten Großkampftag in der Mühlauhalle mit allen drei Mannschaften seinen Dauerkarteninhabern ein kleines Geschenk machen. Als „danke schön“ für die Treue in dieser Saison kann die Dauerkarte an der Theke in ein kostenloses Getränk umgetauscht werden. Und vielleicht sorgen die ASV-Ringer dann für weitere „Geschenke“, wenn die Erste gegen den KSK Neuss, die Zweite als Tabellenzweiter der Oberliga gegen den Tabellendritten TSV Herbrechtingen und die Dritte als Tabellenführer der A-Klasse gegen die TG Stockach gewinnen könnten.

Katgeorien

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