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Einmaliger Triumph für die Nendinger Ringer

Artikel vom 12.02.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 5824, Kommentare: 0

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Einmaliger Triumph für die Nendinger Ringer bei den württembergischen Freistilmeisterschaften – Fünf von sieben Titeln gehen an den ASV

Einen wohl einmaligen Triumph haben die Ringer des ASV Nendingen am Samstag bei den württembergischem Meisterschaften der Männer im Freistil gefeiert. In Mühlheim holten sie sich fünf der sieben zu vergebenden Meistertitel. Waren die Siege von Florian Schwarz, Marc Buschle und Markus Eichin noch erhofft worden, so kamen die Meisterschaftspokale für Bastian Bentz und vor allem für Semih Bosyan doch eher überraschend. Das hervorragende Auftreten der ASV-Ringer rundeten Benjamin Raiser mit Platz drei und Daniel Reichle mit einem 4. Platz ab. Doch auch wenn es noch nicht für einen Spitzenplatz reichte, so konnten  die Nachwuchsringer Tobias Zepf, Timo Schmid, Cederic Mühlmann und Fabian Schwarz durchaus ebenfalls überzeugen.

Obwohl man Florian Schwarz in der Klasse bis 66 kg als Titelverteidiger zu den Favoriten zählen durfte, so hatte er mit Philipp Grosse (TSV Benningen), dem Vizemeister von 2008, und auch mit seinem alten Rivalen Michael Wernz (AB Aichhalden) zwei sehr gefährliche Gegner zu bezwingen. Beide verlangten ihm wieder alles ab. Aber es war höchst eindrucksvoll, wie es „Lotte“ wieder gelang die richtige Balance zwischen Risiko und Sicherheit zu finden. Immer wieder glänzte er durch blitzschnelle technische Aktionen und andererseits schaffte er es auch, einen Vorsprung sicher über die Zeit zu bringen. Und so konnte er den starken Benninger sowohl im Pool als auch im Finale nach tollem Kampf überzeugend in die Schranken weisen. Kein Wunder, dass der Nendinger nach seinen glanzvollen Auftritten mit einem Pokal als technisch bester Ringer des Turniers ausgezeichnet wurde. Auch Benjamin Raiser konnte in dieser Klasse sehr gefallen. Obwohl der Freistil nicht gerade seine Stärke ist, gewann er seinen Pool souverän und verlor im Halbfinale nur sehr umstritten gegen Philipp Grosse. Man darf ihm also schon jetzt bescheinigen, dass er den Wechsel von 60 auf 66 kg nicht zu bereuen hat.

Für die größte Sensation dieses Turniers sorgte fraglos Semih Bosyan. Bisher nur bis 66 kg und fast nur im klassichen Stil erfolgreich stellte er sich nun für viele überraschend der Konkurrenz in der Klasse bis 74 kg im freien Stil. Zwar musste er im Pool zunächst eine knappe Niederlage gegen den Aichhaldener Kirill Fadeew einstecken, doch dann trumpfte er mächtig auf. Gegen den favorisierten Gerhard Tenhündfeld (KG Baienfurt) siegte er überraschend in Runde drei und war dann nicht mehr zu bremsen. Und so musste auch im Finale David Merkle (KSV Unterelchingen) sich der Cleverness und dem Kampfgeist des Nendinger Co-Trainers beugen. Semih Bosyan konnte sich dafür zu Recht nicht nur von den zahlreichen Nendinger Ringsportfreunden feiern lassen.

Ein ganz hartes Turnier hatte auch Bastian Bentz in der Klasse bis 84 kg zu bestehen. In seinem Pool gewann er alle Kämpfe sicher und musste sich nur dem vielfachen Landesmeister Frank Schwab (AB Aichalden) beugen. Dennoch setzte er sich dann souverän ins Finale durch. Hier fand er nach verlorener erster Runde gegen Frank Schwab die richtige Einstellung. Mit enormem Kampfgeist und toller Kondition drehte er überraschend den Kampf noch und verwies den sichtlich verdutzten Schwarzwälder auf Platz zwei. Nach drei Siegen schaffte auch Daniel Reichle in dieser Klasse den Sprung ins Halbfinale, ehe er sich Frank Schwab und im Kampf um Platz drei etwas unglücklich Frank Steck (KSV Unterelchingen) geschlagen geben musste. Auch Tobias Zepf demonstrierte seine Leistungssteigerung mit einem Sieg im Pool und Platz acht.

Völlig ungefährdet waren Marc Buschle (96 kg) und Markus Eichin (120 kg) in den beiden schweren Gewichtsklassen. Beide waren all ihren Gegnern klar überlegen und holten sich souverän den Siegerpokal. Als erfahrene Leistungsträger in der Nendinger Mannschaft gaben sie den anderen ASV-Finalteilnehmern mit ihren Siegen noch zusätzliche Motivation, so dass in der „Nendinger Viertelstunde“ zwischen 21.00 Uhr und 21.15 Uhr die Halle tobte, als alle fünf ihre Kämpfe erfolgreich beendeten. Anerkennung gebührt aber auch hier den jungen Cederic Mühlmann und Fabian Schwarz, die sich hier mutig der durchwegs älteren Konkurrenz stellten.

Kein Wunder, dass der ASV Nendingen mit seinen 11 Ringern ganz überlegen die Vereinswertung gewann. Mit 40 Punkten dominierten sie diese Titelkämpfe in überragender Manier und verwiesen den KSV Unterelchingen mit 20 Punkten und den AB Aichhalden mit 14 Punkten klar auf die Plätze zwei und drei.

Katgeorien

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