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ASV Nendingen siegt beim Großen Preis von Baden-Württemberg in Baienfurt

Artikel vom 14.06.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4969, Kommentare: 0

Ihren ersten großen Test vor der am 14.August beginnenden Bundesligasaison haben die Ringer des ASV Nendingen mit Bravour bestanden. In Baienfurt wiederholten sie beim Großen Preis von Baden-Württemberg ihren Vorjahressieg. Mit 36 Punkten lag der ASV Nendingen in der Vereinswertung unter den 52 vertretenen Vereinen erneut ganz vorne. Damit konnten die Schützlinge von Trainer Volker Hirt den begehrten Wanderpokal wieder heim ins Nendinger Ringerlokal holen, wo sie sich vorher gewissenhaft auf die anstehenden Kämpfe vorbereitet hatten.

Mit Adrian Ozsda (74 kg G), Marc Buschle (96 kg F) und dem Doppelsieger Markus Eichin (120 kg F und G) gingen auch vier Einzeltitel an die Donau. Darüber hinaus überzeugten vor allem auch Florian Schwarz als Zweiter (66 kg F), Baris Diksu als Dritter (60 kg G) und Benjamin Raiser (66 kg G) mit einem 5. Platz. Aber auch Marco Schmid, Steffen Baur, Dominik Hipp und Florian Hermann lieferten in Baienfurt tolle Kämpfe. Im griechisch-römischen Stil hatte Adrian Ozsda in der Klasse bis 74 kg im Feld der 24 Teilnehmer Schwerstarbeit zu verrichten. Erst nach fünf Siegen hatte er sich ins Finale durchgekämpft und traf hier auf den für den Schweizer Vizemeister RS Freiamt startenden Ungar Laszlo Kacsor. Bei seinem Sieg mit 6:0/0:2/6:0 demonstrierte der Nendinger Co-Trainer nicht nur seine tolle Technik sondern auch seine hervorragende Kondition. In dieser Klasse kam Marco Schmid auf Platz 12. Gegen Laszlo Kacsor unterlag er nur mit 0:1/0:1. Nach zwei Siegen unter anderem gegen Michael Kalmbach (SV Dürbheim) unterlag er dann nur dem württembergischen Meister Hans-Jörg Scherr (KSV Aalen). Einen sehr guten 5. Platz in dieser Klasse holte der für den SV Dürbheim ringende Mühlheimer Maximilian Stumpe, der mit seinem Bruder David Stumpe als Vierter der Klasse bis 84 kg für Platz 19 des SV Dürbheim in der Vereinswertung sorgte.Den zweiten Titel für den ASV Nendingen im klassischen Stil holte Markus Eichin gewohnt souverän in der Klasse bis 120 kg. Nach zwei Siegen besiegte er in Finale auch den diesjährigen württembergischen Meister Eduard Popp. Schon vorher hatte er sich konkurrenzlos den Titel in seiner Spezialdisziplin, dem Freistil, gesichert. Einen guten 3. Platz belegte Baris Diksu in der Klasse bis 60 kg. Nach vier Siegen unterlag er in seinem Pool nur Christoph Scherr (SV Untergriesbach) und besiegte im Kampf um Platz 3 den Österreicher Stefan Seigl vom KSV Götzis. Steffen Baur traf hier nach einer Niederlage gleich auf seinen Vereinskollegen Baris Diksu, dem er nach gutem Kampf nur nach Punkten unterlag und damit auf Platz 10 landete. Eine unglückliche Auslosung hatte in der Klasse bis 66 kg Benjamin Raiser. Alle Favoriten unter den 16 Startern waren in seinem Pool. Nach 3 Siegen unter anderem gegen den Nürnberger Bundesligaringer Marco Greifelt verlor er gegen den Georgier Marad Abuladze denkbar knapp mit 0:1/0:1 und auch gegen seinen alten Rivalen Patrick Sorg vom KSV Aalen mit 0:1/0:2. Mit seinem vierten Sieg sicherte er sich dann aber noch Platz 5 in dieser starken Klasse.Im Freistil sorgte Marc Buschle für den wohl wertvollsten Titel aus Nendinger Sicht. Im Finale der Klasse bis 96 kg traf er nämlich auf den stark verbesserten Freiburger Viktor Reh, der im März bei der deutschen Meisterschaft mit einem 2. Platz überrascht hatte. Auch in diesem Kampf ging der Freiburger zunächst mit 2:0 in Führung. Dann aber zeigte das Nendinger Ass, dass er von seinem Können noch nichts verlernt hat. Mit 4:0/4:0 in den nächsten beiden Runden wies er den DM-Zweiten bei diesem Turnier in die Schranken. Diese Leistung macht Freude auf die Kämpfe von Marc Buschle in der kommenden Mannschaftsrunde. Etwas Pech hatte Florian Schwarz in der Klasse bis 66 kg. Nasch vier Siegen traf er im Finale auf den starken Tobias Ketterer. „Lotte“ schien auch diesmal den Freiburger nach 1:0 in der 1. Runde im Griff zu haben. Doch dann ging er gegen den letztjährigen DM-Fünften im zweiten Durchgang unglücklich auf die Schultern und musste sich mit dem dennoch guten 2. Platz zufrieden geben.Für Dominik Hipp blieb in der Klasse bis 74 kg nach zwei Punktniederlagen Platz 15. Und der Nachwuchsringer Florian Hermann überraschte in der Klasse bis 55 kg mit einem Auftaktsieg. Nach drei Niederlagen stand für ihn dann der gute 4. Platz zu Buche.

ASV Nendingen bei Landesmeisterschaften erfolgreich

Artikel vom 08.02.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 4472, Kommentare: 0

ASV Nendingen bei Landesmeisterschaften erfolgreich: 3 Meister und 3 Vize-Meister

Bei den württembergischen Meisterschaften im Freistil haben die Ringer des ASV Nendingen wieder einmal aufgetrumpft. Mit drei Meistertiteln und drei 2. Plätzen waren sie in Ebersbach auf dem Siegerpodest vertreten. Bei den Männern siegten Marc Buschle und Markus Eichin. In der C-Jugend holte Tim Baur überlegen die Meisterschaft und auch Dominik Reichle überzeugte als Zweiter. Vizemeister wurden auch Steffen Baur in der A-Jugend und Manuel Behr in der B-Jugend.

Völlig ungefährdet waren am Samstag Marc Buschle und Markus Eichin. Marc Buschle setzte sich in der Klasse bis 96 kg mit Siegen gegen Rudolf Münkle (KSV Unterelchingen) und Pierre Pardon (ASV Schwäbisch Hall) souverän durch. Und Markus Eichin dominierte genauso klar mit drei Überlegenheitssiegen in der Klasse bis 120 kg. In der Klasse bis 74 kg traten Marco Schmid und Dominik Preilipper an. Marco Schmid als Greco-Spezialist hielt sich auch im freien Stil gut und kam mit einem Sieg bei zwei Niederlagen auf Platz 7. Achter wurde hier Dominik Preilipper bei seinem ersten Auftritt bei Landesmeisterschaften.

Mit vier überlegenen Siegen sicherte sich Tim Baur (34 kg) am Sonntag in seinem Pool den 1. Platz. Erst im Finalkampf hatte er gegen Peter Eckstein (TSV Dewangen) härteren Widerstand zu überwinden, setzte sich aber dennoch als neuer Landesmeister durch. Auch Dominik Reichle (31 kg) holte sich mit drei Siegen Rang 1 im Pool. Im Endkampf musste er aber die Überlegenheit von Nico Weingart (TSV Dewangen) anerkennen. Die Vizemeisterschaft ist dennoch auch für ihn ein großer Erfolg.

Ebenfalls glänzende Zweite wurden Manuel Behr und Steffen Baur. Manuel Behr (54 kg B-Jugend) feierte im Pool drei souveräne Überlegenheitssiege. Im Finale setzte sich dann jedoch Kai Rösch (TSV Ehningen) mit einem knappen Punktsieg durch, was die tolle Leistung des Nendinger Talents aber nicht schmälert. Die Vize-Meisterschaft sicherte sich auch Steffen Baur in derselben Gewichtsklasse der A-Jugend. Nach zwei Siegen hatte er seinen Pool gewonnen. Im Endkampf setzte sich dann aber die Sonderklasse des deutschen Jugendmeisters Marc Luithle (AV Sulgen) durch, der Steffen Baur auf Platz zwei verwies.

Auch wenn es nicht zu Podestplätzen reichte, so konnten auch die anderen Nendinger Jugendringer gefallen. In der A.Jugend waren Robin Baur und Kevin Mägerle in der Klasse bis 50 kg in ihren Pools nach je zwei Siegen und zwei Niederlagen Dritte. Im Kampf um Platz 5 verwies dann Robin Baur seinen Vereinskollegen auf Platz 6. Ebenfalls Sechster wurde Attila Tolvaj (58 kg) nach guter Leistung und zwei Siegen bei drei Niederlagen. Florian Hermann landete hier auf Platz 16. Pascal Lang (63 kg) musste sich zwei Mal geschlagen geben, holte aber mit einem Sieg Platz 9. Und in der B-Jugend gefiel Lukas Stiller (38 kg) als Sechster. In seinem Pool wurde er guter Dritter und musste sich im Kampf um Platz 5 nur knapp geschlagen geben.

Einmaliger Triumph für die Nendinger Ringer

Artikel vom 12.02.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 5825, Kommentare: 0

Einmaliger Triumph für die Nendinger Ringer bei den württembergischen Freistilmeisterschaften – Fünf von sieben Titeln gehen an den ASV

Einen wohl einmaligen Triumph haben die Ringer des ASV Nendingen am Samstag bei den württembergischem Meisterschaften der Männer im Freistil gefeiert. In Mühlheim holten sie sich fünf der sieben zu vergebenden Meistertitel. Waren die Siege von Florian Schwarz, Marc Buschle und Markus Eichin noch erhofft worden, so kamen die Meisterschaftspokale für Bastian Bentz und vor allem für Semih Bosyan doch eher überraschend. Das hervorragende Auftreten der ASV-Ringer rundeten Benjamin Raiser mit Platz drei und Daniel Reichle mit einem 4. Platz ab. Doch auch wenn es noch nicht für einen Spitzenplatz reichte, so konnten  die Nachwuchsringer Tobias Zepf, Timo Schmid, Cederic Mühlmann und Fabian Schwarz durchaus ebenfalls überzeugen.

Obwohl man Florian Schwarz in der Klasse bis 66 kg als Titelverteidiger zu den Favoriten zählen durfte, so hatte er mit Philipp Grosse (TSV Benningen), dem Vizemeister von 2008, und auch mit seinem alten Rivalen Michael Wernz (AB Aichhalden) zwei sehr gefährliche Gegner zu bezwingen. Beide verlangten ihm wieder alles ab. Aber es war höchst eindrucksvoll, wie es „Lotte“ wieder gelang die richtige Balance zwischen Risiko und Sicherheit zu finden. Immer wieder glänzte er durch blitzschnelle technische Aktionen und andererseits schaffte er es auch, einen Vorsprung sicher über die Zeit zu bringen. Und so konnte er den starken Benninger sowohl im Pool als auch im Finale nach tollem Kampf überzeugend in die Schranken weisen. Kein Wunder, dass der Nendinger nach seinen glanzvollen Auftritten mit einem Pokal als technisch bester Ringer des Turniers ausgezeichnet wurde. Auch Benjamin Raiser konnte in dieser Klasse sehr gefallen. Obwohl der Freistil nicht gerade seine Stärke ist, gewann er seinen Pool souverän und verlor im Halbfinale nur sehr umstritten gegen Philipp Grosse. Man darf ihm also schon jetzt bescheinigen, dass er den Wechsel von 60 auf 66 kg nicht zu bereuen hat.

Für die größte Sensation dieses Turniers sorgte fraglos Semih Bosyan. Bisher nur bis 66 kg und fast nur im klassichen Stil erfolgreich stellte er sich nun für viele überraschend der Konkurrenz in der Klasse bis 74 kg im freien Stil. Zwar musste er im Pool zunächst eine knappe Niederlage gegen den Aichhaldener Kirill Fadeew einstecken, doch dann trumpfte er mächtig auf. Gegen den favorisierten Gerhard Tenhündfeld (KG Baienfurt) siegte er überraschend in Runde drei und war dann nicht mehr zu bremsen. Und so musste auch im Finale David Merkle (KSV Unterelchingen) sich der Cleverness und dem Kampfgeist des Nendinger Co-Trainers beugen. Semih Bosyan konnte sich dafür zu Recht nicht nur von den zahlreichen Nendinger Ringsportfreunden feiern lassen.

Ein ganz hartes Turnier hatte auch Bastian Bentz in der Klasse bis 84 kg zu bestehen. In seinem Pool gewann er alle Kämpfe sicher und musste sich nur dem vielfachen Landesmeister Frank Schwab (AB Aichalden) beugen. Dennoch setzte er sich dann souverän ins Finale durch. Hier fand er nach verlorener erster Runde gegen Frank Schwab die richtige Einstellung. Mit enormem Kampfgeist und toller Kondition drehte er überraschend den Kampf noch und verwies den sichtlich verdutzten Schwarzwälder auf Platz zwei. Nach drei Siegen schaffte auch Daniel Reichle in dieser Klasse den Sprung ins Halbfinale, ehe er sich Frank Schwab und im Kampf um Platz drei etwas unglücklich Frank Steck (KSV Unterelchingen) geschlagen geben musste. Auch Tobias Zepf demonstrierte seine Leistungssteigerung mit einem Sieg im Pool und Platz acht.

Völlig ungefährdet waren Marc Buschle (96 kg) und Markus Eichin (120 kg) in den beiden schweren Gewichtsklassen. Beide waren all ihren Gegnern klar überlegen und holten sich souverän den Siegerpokal. Als erfahrene Leistungsträger in der Nendinger Mannschaft gaben sie den anderen ASV-Finalteilnehmern mit ihren Siegen noch zusätzliche Motivation, so dass in der „Nendinger Viertelstunde“ zwischen 21.00 Uhr und 21.15 Uhr die Halle tobte, als alle fünf ihre Kämpfe erfolgreich beendeten. Anerkennung gebührt aber auch hier den jungen Cederic Mühlmann und Fabian Schwarz, die sich hier mutig der durchwegs älteren Konkurrenz stellten.

Kein Wunder, dass der ASV Nendingen mit seinen 11 Ringern ganz überlegen die Vereinswertung gewann. Mit 40 Punkten dominierten sie diese Titelkämpfe in überragender Manier und verwiesen den KSV Unterelchingen mit 20 Punkten und den AB Aichhalden mit 14 Punkten klar auf die Plätze zwei und drei.

Großer Preis von Polen in Lodz

Artikel vom 22.06.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 5381, Kommentare: 0

Marc Buschle vom ASV Nendingen hat am Wochenende beim Großen Preis von Polen in Lodz den 5. Platz belegt. Obwohl er dabei gegen zwei international sehr erfolgreiche Ringer in der Gewichtsklasse bis 96 kg Niederlagen hinnehmen musste, konnte er mit seinem Auftreten auf der Matte dennoch sehr zufrieden sein. Nach einem Freilos traf er im Viertelfinale auf den Kirgisen Alexey Krupniakow, der vor zwei Wochen beim Großen Preis von Deutschland in Dortmund den deutschen Olympiateilnehmer Stefan Kehrer im Finale klar besiegt hatte. Marc Buschle zeigte gegen den kirgisischen WM-Vierten aber eine hervorragende Leistung und verlor nur knapp mit 0:2/1:2. Kurios dabei, dass der ASV-Star dabei selber den einzigen technischen Punkt des Kampfes mit Beinangriff machte, sein körperlich überlegener Gegner aber zu seinen Wertungen nur durch Hinausschieben in die blaue Zone kam. Da der Kirgise später das Finale erreichte, erhielt Marc Buschle die Möglichkeit gegen den Polen Mateusz Gucman um Platz drei zu ringen. Auch hier zeigte sich wieder ein ähnlicher Kampfverlauf. Der polnische Olympiastarter, der vor Jahresfrist EM-Vierter geworden war, holte die erste Runde mit 1:0 Punkten. In der 2. Runde holte sich Buschle wiederum mit Beinangriff die einzige technische Wertung, die der Pole aber am Mattenrand zweimal durch Hinausdrängen seines Gegners in einen 2:1-Sieg für sich umdrehen konnte. Für Buschle blieb damit der respektable 5. Platz in diesem stark besetzten Turnier. Eigentlich hätte er in dieser Woche auf Einladung des chinesischen Ringerverbandes zur Olympiavorbereitung nach Peking fliegen sollen. Diese Reise scheiterte aber an den von den chinesischen Behörden verschärften Sicherheitsbestimmungen, die keine Visumfreigabe für die Deutschen erlaubten. Stattdessen wird Buschle nun am Freitag für 10 Tage zur gemeinsamen Olympiavorbereitung der deutschen, polnischen und ungarischen Ringer in Polen fahren. Im Hinterkopf hat Marc Buschle für sich aber schon einen anderen Termin fest im Visier. Er brennt darauf, am 13. September mit den anderen Ringern des ASV Nendingen in der Mühlauhalle den Auftakt zur ersten Saison in der 1. Bundesliga zu bestreiten.

Marc Buschle siegt bei Großen Preis von Großbritannien

Artikel vom 22.06.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 7291, Kommentare: 0

Rechtzeitig vor der Nominierung der Teilnehmer bei den Olympischen Spielen hat sich Marc Buschle vom ASV Nendingen eindrucksvoll in Erinnerung gerufen. Beim internationalen Turnier um den Großen Preis von Großbritannien in Sheffield am Wochenende hat er in der Gewichtsklasse bis 96 kg einen bemerkenswerten Erfolg errungen. Während sich der deutsche Meister dieser Klasse, Stefan Kehrer, nicht platzieren konnte, hat Marc Buschle mit dem 1. Platz in diesem Turnier seine Anwartschaft auf eine Olympianominierung bekräftigt. Der Deutsche Ringerbund hat bekanntlich im freien Stil zwei Startplätze für Peking in den Gewichtsklassen bis 84 und 96 kg erreicht. Während Davyd Bichinashvili (84 kg) hier bisher die besten Karten aufzuweisen scheint, ist das Rennen um die endgültige Nominierung in der höheren Klasse weiterhin offen. Zwar hat Stefan Kehrer mit seinem 8. Platz bei der WM in Baku im letzten Juli das Startrecht für Deutschland im Halbschwergewicht gesichert, doch weitere Leistungsnachweise ist er bisher schuldig geblieben. Beim Turnier in Sheffield unterlag Kehrer nun schon in Runde eins dem starken Kanadier Silberman. Nachdem Marc Buschle in der 1. Runde einen Schweizer Ringer besiegt hatte, traf er dann pikanterweise in der nächsten Runde auf den Kanadier, gegen den er im letzten Jahr in Baienfurt ebenfalls einmal verloren hatte. In Sheffield aber drehte er nun den Spieß um und besiegte Silberman nach Punkten. Im Finale sicherte er sich dann mit einem Erfolg gegen einen Engländer den Turniersieg und ließ dabei vier Ringer hinter sich, die für die Olympischen Spiele qualifiziert sind. Damit meldete er natürlich deutlich seine Ansprüche auf einen Startplatz in Peking an. Eine Entscheidung darüber könnte in zwei Wochen beim Großen Preis von Deutschland in Dortmund fallen, wo Buschle noch einmal seine gute Form unter Beweis stellen will. In dieser Woche geht es nun zunächst zu einem weiteren Vorbereitungslehrgang nach Schifferstadt. Am kommenden Sonntag wird Marc Buschle beim run&fun in einer Prominentenstaffel einen Teilabschnitt des Marathons laufen, ehe es nach einem weiteren Trainingslager dann in Dortmund zum wohl entscheidenden Wettkampf kommt. Nicht nur die Anhänger des ASV Nendingen sondern wohl alle heimischen Sportfans werden dabei wohl dem Mühlheimer die Daumen drücken.

Großer Preis von Deutschland in Dortmund

Artikel vom 22.06.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 6819, Kommentare: 0

Die Olympiahoffnungen von Marc Buschle vom ASV Nendingen haben am Wochenende beim Großen Preis in Deutschland leider keine weitere Nahrung erhalten. Die Auslosung in der Klasse bis 96 kg führte ihn schon in der ersten Runde gegen den starken Polen Radoslaw Dublinowski, gegen den er ganz knapp unterlag. Der Pole nutzte seinen Gewichtsvorteil von fast 10 kg geschickt aus, blockte alle Angriffe des Mühlheimers ab und gewann beide Runden hauchdünn mit 1:0/1:0. Beide Wertungen fielen jeweils erst im Zwiegriff, wobei die Entscheidung in der zweiten Runde sehr umstritten war, da Marc Buschle seinen Gegner eigentlich schon als erster am Boden hatte. Buschles Rivale im Kampf um das Olympiaticket in dieser Gewichtsklasse, Stefan Kehrer (Ketsch), zog seinerseits in das Finale ein, in dem er gegen den kirgisischen WM-Fünften Alexei Krupniakow klar unterlag. Dennoch hat er natürlich nun gute Karten, wenn es in diesen Tagen um die Nominierung für Peking in dieser Gewichtsklasse geht. Für Marc Buschle bliebe dann die etwas undankbare Rolle als Ersatzmann für die Gewichtsklassen bis 84 und 96 kg, in denen der Deutsche Ringerbund einen Startplatz bei den Olympischen Spielen sicher hat. Für Marc Buschle war es nur ein schwacher Trost, dass Dublinowski gegen den Turniersieger Krupniakow erst in der dritten Runde knapp verlor und damit Platz drei belegte. Der Nendinger Ringerstar lässt trotz dieser Entwicklung den Kopf nicht hängen. Er wird nach einem weiteren Trainingslager in Hennef und einem Turnier in Polen gemeinsam mit den Olympiastartern in Peking ein Trainingslager bestreiten und sich ansonsten voll auf die Bundesligasaison mit dem ASV Nendingen konzentrieren. Ähnlich wie Marc Buschle erging es in Dortmund dem zweiten Starter des ASV Nendingen in der gleichen Gewichtsklasse, dem Schwarzwälder Neuzugang Markus Eichin. Auch er kam schon in der ersten Runde gegen den anderen späteren Turnierdritten, den Chinesen Wang Yuanyuan. So wie Buschle verlor auch Eichin trotz starker Leistung jeweils mit einem Punkt in den beiden Runden, und schied damit ebenfalls früh aus. Dennoch ist es für den ASV Nendingen natürlich eine enorme Prestigebestätigung, bei diesem größten internationalen Turnier in Deutschland gleich mit zwei Ringern vertreten zu sein.